Schlagwort: industriegebiet

  • Wärmeverbund in Villmergen nutzt lokales Altholz

    Wärmeverbund in Villmergen nutzt lokales Altholz

    Die AEW Energie AG hat am 16. November den Baubeginn für die Wärmezentrale im Villmerger Industriegebiet mit einem ersten Spatenstich begangen. Die Wärmezentrale wird auf dem Gelände der Cellpack Power Systems errichtet. Sie soll laut einer Mitteilung in einer ersten Phase mit einem Heizkessel für Altholz mit einer Nennleistung von 2000 Kilowatt und einem Ölkessel für die Spitzenlast mit einer Nennleistung von 4000 Kilowatt ausgestattet werden.

    Die Anlage liefert Ende 2024 erstmals Wärme. Sie soll rund 710‘000 Kubikmeter Erdgas ersetzen und damit den Ausstoss von 1500 Tonnen CO2 vermeiden. Im Endausbau soll ein weiterer Altholzkessel von 4000 Kilowatt Nennleistung hinzukommen. Damit sollen auch weitere Unternehmen im Industriegebiet versorgt werden können. Die Erweiterung des Wärmeverbunds auf angrenzende Gebiete ist angedacht.

    Das Altholz soll mehrheitlich aus unbehandelten Holzabfällen des Industriegebiets stammen und nach Bedarf mit Holz aus der Region ergänzt werden. Der Ölanteil für die Spitzenlast soll höchstens 10 Prozent betragen. Auf dem Dach und an zwei Seiten der Wärmezentrale wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Diese erreicht eine Spitzenleistung von 260 Kilowatt.

  • Halter AG gewinnt Ausschreibung für ewb-Areal

    Halter AG gewinnt Ausschreibung für ewb-Areal

    Der Immobilienentwickler Halter aus Schlieren hat bei der Ausschreibung zur Entwicklung des ewb-Areals im Berner Quartier Ausserholligen gewonnen. Dort soll eine „nachhaltige, lebendige und vielfältig durchmischte Arbeits- und Wohnwelt entstehen“, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach sieht die Planung des Halter-Teams drei Hochhäuser auf dem bisher vorwiegend industriell genutzten Gebiet zwischen der Sport- und Freizeitanlage Weyermannshaus und dem Europaplatz vor. Ein Hochhaus soll der neue ewb-Hauptsitz werden. In den beiden anderen Gebäuden will die neu gegründete Genossenschaft Viadukt 220 Wohnungen unterbringen.

    Der öffentliche sowie Fuss- und Veloverkehr erhalten eine Vorrangstellung gegenüber dem motorisierten Individualverkehr. Das sollen unter anderem drei S-Bahnhaltestellen sowie Tram und Bus sicherstellen.

    Der Strom für das Quartier soll aus Photovoltaikanlagen auf Dächern und Fassaden kommen. Für die lokale Wärme- und Kälteproduktion sowie Speicherung sollen Fundationspfähle, Grundwasser und Abwärmequellen genutzt werden.

    „Das Konzept des Siegerprojekts gibt uns die Möglichkeit, unseren neuen Hauptsitz in einer neu geschaffenen Umgebung zu realisieren, das den hohen Nachhaltigkeitsansprüchen der Stadt Bern und von ewb entspricht“, sagte Cornelia Mellenberger, CEO der ewb, laut Medienmitteilung bei der Präsentation des Gewinnerprojektes am 3. April im Beisein von Stadtpräsident Alec von Graffenried sowie weiteren Akteuren.

    Alle Wettbewerbsprojekte können vom 22. bis 26. Mai in der Energiezentrale Forsthaus besichtigt werden.