Schlagwort: Innovationsfoerderung

  • Neues Innovationsprogramm stärkt den Kanton Jura

    Neues Innovationsprogramm stärkt den Kanton Jura

    Der Standort- und Investitionsförderer Basel Area Business & Innovation legt laut seiner Mitteilung ein umfangreiches Innovationsprogramm für den Kanton Jura auf. Es nennt sich InnoJura und erweitert die Aktivitäten der Agentur. Sie verwaltet neben dem Switzerland Innovation Park in Allschwil und jenem auf dem Novartis Campus in Basel seit 2019 auch den Switzerland Innovation Park Basel Area – Jura in Courroux. In Courroux finden seit 2022 der Medtech Congress, die Accelerators i4Challenge und DayOne Tech statt, die allesamt die Gründung und Entwicklung von Start-ups fördern.

    InnoJura baut den Angaben zufolge auf den dabei gesammelten Erfahrungen auf. Das neue Programm ist dreigeteilt. Es umfasst den InnoJura Accelerator, das Einstiegselement für Start-ups. Dabei werden junge Unternehmen aus industrieintensiven Sektoren durch Coaching, Gruppensitzungen und Seminare auf Partnerschaften mit KMU vorbereitet.

    Zum Programm gehört auch die InnoJura Academy. Sie ist das Einstiegselement für KMU. Es richtet sich an Industrieunternehmen, die von externen Innovationen profitieren und in von Fachleuten geleiteten Workshops und praktischen Modulen mit Start-ups zusammenarbeiten möchten. Und schliesslich ist die InnoJura-Plattform das dritte Element, das Start-ups und KMU zusammenbringt. Sébastien Meunier, Direktor KMU Innovation bei Basel Area Business & Innovation, hat keinerlei Zweifel: „Ich bin überzeugt, dass InnoJura bei den Unternehmen im Jura auf grosses Interesse stossen wird.“

  • Zug fördert Nachhaltigkeit und Innovation

    Zug fördert Nachhaltigkeit und Innovation

    Die Zuger Stimmbevölkerung hat am 30. November 2025 das Gesetz über Standortentwicklung deutlich angenommen. Der Regierungsrat hat nun die Vollziehungsverordnung verabschiedet, sodass Gesetz und Verordnung per 1. Januar 2026 in Kraft treten. Aus den erwarteten jährlichen Mehreinnahmen von netto rund 200 Millionen Franken aus der OECD-Mindeststeuer investiert der Kanton in drei Bereiche. So in soziale Massnahmen wie Kinderbetreuung, Bildung und Wohnen, Infrastruktur und innovative Projekte, etwa Blockchain- und ETH-Kooperationen oder Energieprojekte sowie gezielte Förderbeiträge an Unternehmen für Nachhaltigkeit und Innovation.

    Wirkungsorientierte Nachhaltigkeitsförderung
    Zentrales Element der SEVO ist eine wirkungsorientierte Förderung von Klimaschutz in Unternehmen. Unterstützt werden Projekte, die Treibhausgasemissionen in der Lieferkette substanziell senken. Voraussetzung ist eine Einsparung von mindestens 50’000 Tonnen CO₂‑Äquivalenten, pro eingesparter Tonne werden 30 Franken ausgerichtet. Damit honoriert der Kanton messbare, nachweisbare Emissionsreduktionen statt rein deklaratorischer Klimaversprechen und setzt einen klaren Anreiz für grosse Dekarbonisierungsprojekte.

    Impulse für Forschung und Entwicklung
    Neben der Nachhaltigkeit adressiert das Programm gezielt die Innovationskraft der Zuger Wirtschaft. Die aufwandseitige Innovationsförderung unterstützt Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten mit einem Beitragssatz von 25 Prozent auf qualifizierende Personalaufwände, ergänzt durch einen pauschalen Infrastrukturzuschlag von 35 Prozent. Gefördert werden auch in der Schweiz durchgeführte klinische Studien. Damit stärkt der Kanton Zug sowohl technologieorientierte Unternehmen als auch forschungsintensive Branchen wie Pharma, Medtech oder Deeptech.

    Flexibles System im Schatten der Mindeststeuer
    Die Verordnung ist bewusst flexibel ausgestaltet, um auf ein dynamisches internationales Steuerumfeld reagieren zu können. Hintergrund ist die OECD-Mindestbesteuerung, von der im Kanton rund 400 Gesellschaften betroffen sind. Das neue Fördersystem soll drohende Standortnachteile kompensieren und die Attraktivität Zuges als internationaler Wirtschaftsstandort sichern. Unternehmen können ab dem 1. März 2026 erstmals Gesuche einreichen, basierend auf den Zahlen des Geschäftsjahrs 2024. Zuständig für den Vollzug ist die Finanzdirektion. Ziel ist ein unbürokratisches, effizientes System, das klar messbare Leistungen in Nachhaltigkeit und Innovation belohnt und Zug im globalen Wettbewerb langfristig positioniert.