Schlagwort: innovative Technologie

  • Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Accelleron holt in Baden Strom vom Dach

    Die Accelleron Industries AG hat laut einer Medienmitteilung an ihrem Hauptsitz in Baden im Beisein von Stadtammann Markus Schneider die grösste Photovoltaikanlage der Stadt eingeweiht. Die Anlage wurde im Dezember in Betrieb genommen. Sie verteilt sich auf vier Dächer von Betriebsgebäuden mit 2533 Modulen und einer Kapazität von 1 Megawatt Spitzenleistung und soll etwa 1 Gigawattstunde pro Jahr produzieren. Das entspricht nach Angaben des Unternehmens dem jährlichen Energiebedarf von 400 Haushalten oder 150 Fahrten um die Welt mit einem Elektroauto. Accelleron decke nun 10 Prozent seines jährlichen Strombedarfs in Baden mit grüner Energie, heisst es weiter.

    „Als führendes Unternehmen in der Turboladerindustrie setzt sich Accelleron für die Dekarbonisierung ein und leistet einen positiven Beitrag zur  Nachhaltigkeit“, wird Herbert Müller zitiert, Präsident der High Speed Division von Accelleron und Co-Geschäftsführer der Tochterfirma Turbo Systems Switzerland. Accelleron Schweiz leiste mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien, so Müller weiter. Markus Schneider war Ehrengast an der Einweihungsfeier. „Ich danke Accelleron als wichtigem Badener Unternehmen für dieses Engagement für die erneuerbaren Energien. Genau solche Projekte brauchen wir auf den Dächern der Badener Unternehmen“, wird Schneider zitiert.

    Von der internen Projektfreigabe bis zur Inbetriebnahme der Anlage im Dezember 2023 vergingen laut der Firmenmitteilung weniger als acht Monate. Obwohl sich das Projekt noch in einer frühen Betriebsphase befinde, seien bereits wichtige Erkenntnisse gewonnen worden, Das gelte etwa für die Auswirkungen der Schneelage auf die Stromproduktion mit Solaranlagen, so Accelleron.

  • Helbing modelliert Raumluft

    Helbing modelliert Raumluft

    Das Engineering- und Consulting-Unternehmen Helbling konzipiert mittels innovativer Technologien Belüftungssysteme für Innenräume, unter anderem um die Luftqualität an Arbeitsplätzen zu steigern. Nicht zuletzt die COVID19-Pandemie hat die verlässliche Qualität der Raumluft ganz oben auf die Agenda von Unternehmen und Institutionen gehoben. Laut einem Fachartikel von Helbling werden Belüftungssysteme auch deshalb bedeutender, da immer mehr Bauten etwa nach dem energiesparenden Minergie-Standard erstellt werden. Verbesserte thermische Isolation und geringere Frischluftzufuhr helfen, Energie zu sparen. Somit beeinflussen aber auch Fremdstoffquellen wie Baumaterialien im Innenraum die Luftqualität.

    Ziel gut konzipierter Belüftungssysteme ist es, sowohl gasförmige Stoffe wie Gerüche als auch irritierende Substanzen und Partikel wie Staub oder Viren aus der Umgebungsluft zu eliminieren. Dabei geht es auch um Kohlendioxid aus der menschlichen Atmung und kleinste Flüssigkeitströpfchen, sogenannte Aerosole. Im Fachartikel betonen die Autoren Reto Wäger und Christian Seiler, für eine effiziente Analyse mache man sich die Transporteigenschaften von Aerosolen zunutze. Da sich Aerosole mit der ausgestossenen Atemluft mitbewegen, können Konzentration und Verteilung des Kohlendioxids im Raum mittels Sensoren gemessen und analysiert werden. Flössen reale Messwerte bereits in die Planungsphase etwa für Arbeitsplätze oder Werkhallen ein, könne „gleich zu Beginn mit gezielten Massnahmen eine bestimmte Luftqualität am Arbeitsplatz erreicht werden“, heisst es im Artikel.

    Dafür setzt das Unternehmen etwa Strömungssimulationen ein. Sie werden mittels geeigneter Software-Tools wie Ansys oder COMSOL erstellt. Auch typische Bewegungsszenarien werden bereits bei der Planung berücksichtigt. Darüber hinaus können dabei laut Helbling weitere innovative Systeme zur Optimierung der Raumluft wie UV-Photokatalyse oder Plasma-Reinigung zum Einsatz kommen.