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  • Ungeachtet allen Gegenwinds: Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt robust

    Ungeachtet allen Gegenwinds: Nachfrage nach Einfamilienhäusern bleibt robust

    Das in der Vorperiode (Q3 2021 – Q2 2022) noch um 17 Prozent rückläufige Inseratevolumen für Einfamilienhäuser erholte sich in der aktuellen Periode (Q3 2022 – Q2 2023) wieder bei einem elfprozentigen Wachstum. Gleichzeitig verlängerte sich in gleichem Masse auch die mittlere Ausschreibungszeit von 60 auf 66 Tage. Trotz des stärksten Anstiegs der Hypothekarzinsen in den letzten 30 Jahren erwies sich die Nachfrage nach Einfamilienhäusern in der Berichtsperiode somit als durchaus robust. Dies zeigt die aktuelle Online Home Market Analysis der Immobilienportale Homegate und ImmoScout24 in Zusammenarbeit mit dem Hauseigentümerverband Schweiz sowie dem Swiss Real Estate Institute auf Basis der ausgewerteten Inserate mehrerer bekannter Immobilienportale.

    Für Martin Waeber, Managing Director Real Estate bei der SMG Swiss Marketplace Group, zeigen die Resultate der aktuellen Studie einmal mehr, wie robust der Einfamilienhausmarkt in der Schweiz trotz deutlichem Anstieg der Hypothekarzinsen insgesamt ist. «Das gestiegene Angebot und die längere Inseratedauer ermöglicht den Suchenden wieder mehr Auswahl und Bedenkzeit sowie insgesamt bessere Chancen, das passende Objekt zu finden», so Waeber. Allerdings nütze das beste Angebot wenig, wenn die Frage der Finanzierung immer herausfordernder werde, kommentiert Waeber die neue Analyse.

    Inseratedauer vielerorts nach oben, Nachfrage nach unten
    Die grössten Veränderungen bei der Inseratedauer zeigten sich mit Blick auf die acht Regionen in der Nordwestschweiz (plus 51 Prozent) sowie in der Zentralschweiz (plus 48 Prozent). Und auch in den «Hotspots» Zürich und der Zentralschweiz brauchen Verkäufer:innen mit einer Inseratedauer mehr Geduld als bisher, um ein Einfamilienhaus zu veräussern. In der Romandie sowie im Tessin hingegen verharrte die Inseratedauer auf praktisch demselben Niveau wie in der Vorperiode. Gleichwohl muss im Tessin mit neu 136 Tagen im Durchschnitt mehr als drei Mal so lange eine Käuferschaft gesucht werden, wie dies in der Region Zürich mit neu 42 Tagen der Fall ist.

    Die Kombination der Veränderung der Inseratedauer sowie der Anzahl Inserate lässt Rückschlüsse auf die Entwicklung der Nachfrage zu. Mit Blick auf die acht untersuchten Regionen zeigen sich dabei – obwohl die Nachfrage in der Schweiz insgesamt robust geblieben ist – erhebliche Unterschiede. So mussten insbesondere die Regionen Ost- und Nordwestschweiz die grössten Nachfrageeinbrüche hinnehmen. In der Region Ostschweiz beispielsweise mussten Verkäufer:innen ihre Einfamilienhäuser 9 Tage länger inserieren als bisher (plus 21 Prozent). Gleichzeitig wurden fast gleich viele Einfamilienhäuser inseriert wie in der Vorperiode (minus 1 Prozent).

    Steigende Nachfrage primär in einkommensstarken Gemeinden
    Bei genauerem Blick auf die verschiedenen Gemeindetypen zeigt sich zudem, dass die Eigenheim-Nachfrage bei sechs von acht Regionen in den einkommensstarken Gemeinden zunimmt, während sie in den suburbanen Gemeinden in der Mehrheit rückläufig ist. Dieser mehrheitliche Rückgang könnte unter anderem mit einem in diesen Gemeinden vergleichsweise höheren Fremdfinanzierungsanteil zusammenhängen. Daher trifft ein Zinsanstieg diese Gemeinden härter als die einkommensstarken Gemeinden, in denen beispielsweise dank Erbvorbezug weniger Fremdkapital für den Kauf eines Eigenheims und somit auch weniger fremdfinanzierte Mittel notwendig ist.

    Peter Ilg, Leiter des Swiss Real Estate Instituts, welches die Daten ausgewertet hat, zieht denn auch folgendes Fazit: «Vielleicht wurde das Risiko einer Immobilienblase in der Vergangenheit schlicht etwas überschätzt. Während sich in vergleichbaren Ländern wie Schweden die Eigenheimpreise aufgrund der Zinsanhebungen bereits spürbar korrigiert haben, zeigt sich in der Schweiz insgesamt noch keine Abschwächung der Nachfrage nach Einfamilienhäusern». Und dies, obwohl die Hypothekarverschuldung der Schweizer Haushalte mit 140 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Leistung im Jahr 2020 zu den höchsten weltweit gehöre, so Ilg abschliessend.

    Über die Online Home Market Analysis
    Bei der Online Home Market Analysis handelt es sich um eine halbjährlich erscheinende Analyse, die alternierend den Markt für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser betrachtet. Mit den untersuchten acht Grossregionen deckt sie die gesamte Schweiz ab und gibt gleichzeitig regional differenziert und nach Marktsegmenten aufgeschlüsselt Auskunft über die Entwicklung von Angebot und Nachfrage nach Eigenheimen.

    Homegate und ImmoScout24 sowie der Hauseigentümerverband Schweiz publizieren die Analyse in Zusammenarbeit mit dem Swiss Real Estate Institute der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Die neueste Ausgabe analysiert Einfamilienhaus-Inserate für die Periode vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023, die von mehreren bekannten Immobilienportalen stammen und somit die Mehrheit aller Online-Inserate während des Untersuchungszeitraumes in der Schweiz umfassen.

    Hier finden Sie die vollständige Medienmitteilung zur aktuellen Online  Home Market Analysis inklusive weiterer Grafiken sowie Detailreports zu den einzelnen Regionen.

  • Mieten und Eigenheimpreise im Januar gesunken

    Mieten und Eigenheimpreise im Januar gesunken

    Das neue Jahr bringt frohe Nachrichten für alle, die Wohneigentum erwerben möchten: Eigenheime wurden im Januar zu etwas tieferen Preisen angeboten, wie der Swiss Real Estate Offer Index zeigt. So haben die Anbieter von Einfamilienhäusern ihre Preisforderungen im vergangenen Monat um −0,7 Prozent nach unten korrigiert. Praktisch dasselbe Bild zeigt sich bei den Eigentumswohnungen, die mit einer Preisminderung von −0,6 Prozent aufwarten.

    Die sinkenden Werte könnten ein Indiz dafür sein, dass die deutlich höheren Finanzierungskosten infolge der Zinswende auf die Stimmung der Kaufinteressenten schlagen und die Nachfrage bremsen. Ob diese Entwicklung beständig ist, werden die kommenden Monate zeigen. Das starke Bevölkerungswachstum und die geringe Neubautätigkeit könnten dafür sorgen, dass der Effekt bald wieder verpufft.

    Auch Mieten wird günstiger
    Wer auf der Suche nach einer Mietwohnung ist, konnte in einigen Regionen von rückläufigen Angebotspreisen profitieren. Im Landesmittel sind die inserierten Mieten um −1,1 Prozent gesunken, stärker noch in den Regionen Tessin (−2,8 Prozent), Zentralschweiz (−1,6 Prozent) und Zürich (−1,5 Prozent). Geringere Rückgänge zeigten sich zudem in der Ostschweiz (−1,0 Prozent), in der Genferseeregion (−0,8 Prozent) und im Mittelland (−0,7 Prozent). Ein minimaler Zuwachs wurde hingegen in der Nordwestschweiz (+0,3 Prozent) beobachtet.

    «Sinkende Mieten dürften im laufenden Jahr die Ausnahme bleiben. Der zunehmende Mietwohnungsmangel nicht nur in den Zentren sowie der voraussichtliche Anstieg des mietrechtlich relevanten Referenzzinssatzes könnten schon bald wieder für wachsende Angebotspreise sorgen», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group.