Schlagwort: Investition

  • Implenia beteiligt sich an norwegischem Windstromproduzenten

    Implenia beteiligt sich an norwegischem Windstromproduzenten

    Das Bau- und Immobilienunternehmen Implenia hat eine Investitions- und Aktionärsvereinbarung mit dem Windstromproduzenten WindWorks Jelsa mit Sitz in Jelsa in Norwegen unterzeichnet. Implenia und NorSea beteiligen sich mit je 41 Prozent als Minderheitsaktionäre an WindWorks Jelsa, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Ziel der Vereinbarung ist es, im Uferdorf Jelsa eine hochmoderne Anlage für die Produktion und Montage grosser Beton- und Stahlkonstruktionen für schwimmende Windkraftanlagen zu entwickeln. Neben einer Produktions- und Montagefläche von 800‘000 Quadratmetern sollen bis 2032 auch Lagerhallen, Werkstätten sowie speziell entwickelte Stapellaufanlagen und Schwerlastquais entstehen. Implenia soll dabei seine Erfahrung in den Bereichen Konzeption und Planung eines Standortes, Strategie sowie Marktbearbeitung einbringen.

    Für Norwegen ist auf hoher See erzeugte Windenergie von grosser Bedeutung als künftige Energiequelle und als Exportgut. Auch europaweit wird sich Windstrom „voraussichtlich zur bedeutendsten Energieform entwickeln“. WindWorks Jelsa möchte schwimmende Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1 Gigawatt pro Jahr zu bauen. Diese Kapazität kann den jährlichen Stromverbrauch von bis zu 4 Millionen Haushalten decken.

    Mit seinem Engagement möchte Implenia ein wichtiger Akteur in diesem stark wachsenden Markt werden. „Schwimmende Offshore-Windparks sind ein interessanter neuer Bereich, in dem Implenia seine langjährige Erfahrung und seine umfassende Expertise gewinnbringend einsetzen kann“, wird Christian Späth, Head Division Civil Engineering von Implenia, in der Medienmitteilung zitiert. Implenia hat sich dazu verpflichtet, in den Jahren 2023 und 2024 zwei kleine Investitionstranchen zu tätigen.

  • Schlieren schliesst Planervertrag für neues Alterszentrum ab

    Schlieren schliesst Planervertrag für neues Alterszentrum ab

    Bereits im März hatte die Schlieremer Stimmbevölkerungen einen Kredit von 44’317’000 Franken für den Bau des Alterszentrums Wohnen am Stadtpark gutgeheissen. Der Neubau mitten in der Stadt soll das Alterszentrum Sandbühl ablösen. Nun hat der Stadtradt Liechti Graf Zumsteg Architekten aus Brugg AG den Auftrag für die entsprechenden Architekturarbeiten erteilt, informiert die Schlieremer Stadtverwaltung in ihren aktuellen Stadtratsnachrichten. Das Volumen des Planervertrags beträgt 3,7 Millionen Franken.

    Wohnen am Stadtpark ist als Gebäudekomplex mit zeitgemässen und bezahlbaren Wohnungen für ältere Menschen konzipiert. Das Konzept von Liechti Graf Zumsteg Architekten sieht einen doppelgeschossigen Sockel mit Betonelementen vor, in dem Restaurant und Pflegezimmer untergebracht sind. Vier Obergeschosse für die Alterswohnungen werden im Holzbau entstehen. Laut Angaben der Stadtverwaltung zum Projekt soll der Neubau „die Anforderungen einer gesunden und ökologischen Bauweise gemäss Minergie-P ECO erfüllen und entsprechend zertifiziert werden“. Die Fertigstellung des neuen Alterszentrums ist für 2026 geplant.

  • Pensionskassen: Ausser Rand und Ziel-Band bei Immobilien

    Pensionskassen: Ausser Rand und Ziel-Band bei Immobilien

    Alles ist relativ: für die Verwalter von Pensionskassen mag das dem Nobelpreisträger Albert Einstein zugeschriebene Zitat derzeit einen besonderen Klang haben. So haben ihre Investments in Aktien und Anleihen im vergangenen Jahr stark an Wert verloren. Positionen in Immobilien kamen hingegen weniger unter die Räder. In der Folge haben diese – relativ gesehen – im Anlageportefeuille der Vorsorgewerke oftmals deutlich an Gewicht gewonnen. Was nun nicht nur theoretische, sondern durchaus handfeste Folgen hat.

    Denn bereits Ende letzten Jahres warnten Marktbeobachter, dass ein Viertel der hiesigen Pensionskassen Immobilien-Investments verkaufen oder abwerten müssen, weil deren Gewicht die Vorgaben der Verordnung über die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV2) überschreite. Die Verordnungen schreibt eine fixe Quote für Immobilienanlagen vor, die 30 Prozent nicht überschreiten darf.

    «Ein paar Pensionskassen hatten Bandbreiten-Verletzungen»
    Heinz Rothacher, CEO der bekannten St.Galler Pensionskassenberatung-Firma Complementa, sagt nun zu finews.ch, dass die Quotenverletzungen Ende 2022 noch umfangreicher ausgefallen sind als befürchtet. «Über ein Drittel der Pensionskassen hat eine Immobilien-Quote von über 30 Prozent ausgewiesen», sagt der Marktkenner (siehe Grafik unten). Und er hält fest: «Es gibt ein paar Pensionskassen, die aufgrund des Anstiegs der Quoten eine Bandbreiten-Verletzung hatten.»

    Tatsächlich erlaubt die BVV2-Verordnung gewisse Bandbreiten bei den Portfolioanteilen, nach denen die Vorsorgewerke ihr Anlagestrategie gestalten können. Doch auch dieser Spielraum hat Grenzen. Wenn der Rand der Bänder touchiert wird, gibt es deshalb zwei Taktiken: Aussitzen oder korrigieren.

    Quote erst einmal beibehalten
    Die Vorsorgewerke haben sich in einem ersten Schritt offenbar für das Erstere entschieden. «Da es sich um eine passive Verletzung der Bandbreiten handelt, wurden diese toleriert und beschlossen, die bestehende Quote beizubehalten», berichtet Rothacher. Das Gleiche gelte für Verletzungen der BVV2-Limite von 30 Prozent.

    Complementa hat gut 150 Entscheidungsträgerinnen und -trägern der beruflichen Vorsorge speziell zur Problematik befragt; der CEO weiss deshalb ziemlich genau, in welche Richtung die Branche läuft. Per Ende 2022 lag der Immobilienquote im Schnitt bei 24,1 Prozent, 3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

    Das Abwarten hat für die Pensionskassen bisher nicht schlecht funktioniert. Die Immobilienquote habe sich durch die positive Performance der Aktienmärkte in diesem Jahr wieder reduziert, berichtet Rothacher. Die Folge: «die Verletzung der Bandbreiten wurde dadurch teilweise behoben.»

    Aktuelle Erhebungen der Credit Suisse zeigen, dass die Schweizer Vorsorgewerke bis Ende vergangenen Juni im Schnitt eine Anlagerendite von 3,86 Prozent erwirtschaftet haben; die Grossbank UBS kommt in ihren Messungen auf eine durchschnittliche Performance nach Abzug von Gebühren von 3,51 Prozent. Damit haben die Kassen die gesetzlich vorgegeben Mindestausschüttung von 1 Porzent pro Jahr bereits übertroffen.

    Die Krux mit der Illiquidität
    Dennoch ist das Problem nicht verschwunden, und die Pensionskassen müssen aufgrund ihrer Anlagestrategie besorgt sein, die definierten Bandbreiten mittelfristig einzuhalten. Dabei ergibt sich ein weiterer Knackpunkt: Aufgrund der Illiquidität der Anlageklasse – zu denken ist etwa an direkt gehaltene Liegenschaften oder Anlagestiftungen – ist eine kurzfristige Anpassung der Quote schwierig zu bewerkstelligen.

    Entsprechend müssen die Kassen dort anpacken, wo Liquidität am ehesten vorhanden ist: bei kotierten Immobilienanlagen. Wie Rothacher von Complementa berichtet, ist dort inzwischen Bewegung auszumachen. «37 Prozent der Kassen, die an der Umfrage teilgenommen haben, planen einen Abbau bei den kotierten Immobilienfonds», erklärt der Finanzprofi. Immerhin 11 Prozent der Befragten denken zudem über einen Abbau von nicht-kotierten Gefässen nach.

    Rücknahmegebühren erhöht
    Wie sich zeigt, haben die Preise von Schweizer Immobilienfonds bereits 2022 stark nachgegeben. Der einschlägige SIX Real Estate Funds Broad Index (SWIIT) verlor im vergangenen Jahr mehr als 15 Prozent an Wert. Dieses Jahr stagnierte der Zähler. Bei den nicht-kotierten Anlagegruppen sei derweil eine geringere Nachfrage nach zusätzlichen Investitionen zu spüren, erklärt Rothacher.

    Diverse Immobiliengefässe hätten bei durchgeführten Kapitalerhöhungen auch deutlich weniger Zusagen erhalten als geplant. «Noch vor Kurzem waren Überzeichnungen die Norm», ruft er in Erinnerung.

    Der Complementa-CEO rechnet zwar nicht mit grösseren Abverkäufen bei solchen Vehikeln. Hingegen weiss er von einzelnen Anlagegruppen, die dieses Jahr bereits die Rücknahmegebühren erhöht haben – dies auch mit dem Verweis darauf, die bestehenden Investoren schützen zu wollen. Das kann für Verkäufer abschreckend wirken. «Die Rücknahmegebühren bei den verschiedenen Anlagegefässen variieren stark und können teilweise einen grossen Teil einer Jahresperformance ausmachen», weiss Rothacher.

    Wann greifen die Schätzer zum Rotstift?
    Doch auch, wer stur an seinen Immobilien-Positionen festhält, muss allenfalls Federn lassen. Dies dann, wenn es zu Bewertungskorrekturen kommt, weil die Immobilienschätzer aufgrund weiterer Zinsschritte gezwungen wären, die Diskontsätze anzuheben.

    Zumindest auf dem Schweizer Markt lassen die derzeit geringe Bautätigkeit, die Zuwanderung und die in der Tendenz steigenden Mieten solche Massnahmen noch als verfrüht erscheinen. Doch weitere Zinserhöhungen seitens der Schweizerischen Nationalbank könnten die Schätzer doch noch dazu bringen, den Rotstift anzusetzen.

    Hiesige Pensionskassen weisen bei ihren Immobilien-Investments oftmals einen ausgeprägten «Home bias» auf und wären gegenüber einem Rückgang der Bewertungen wohl empfindlich.

  • «Buy-to-let» Eine Modellrechnung aus der Perspektive von Privatanlegern

    «Buy-to-let» Eine Modellrechnung aus der Perspektive von Privatanlegern

    «Buy-to-let» eröffnet Schweizer Privatanlegern einen Weg, am Immobilienmarkt zu partizipieren und erfreute sich im Zuge des Tiefzinsumfeldes an wachsender Beliebtheit. Der Anteil vermieteter Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser machte im Jahr 2019 volumengewichtet 17,0% aller neu abgeschlossenen Wohneigentumsfinanzierungen aus. Somit wurde mittlerweile beinahe jede sechste Immobilie mit der Absicht erworben, diese anschliessend zu vermieten. Zumeist wird aufgrund des zur Verfügung stehenden Geldvermögens in Eigentumswohnungen und damit in kleinere Losgrössen investiert.

    Das Ziel der Abschlussarbeit bestand darin, Privatanlegern die wesentlichen Risiken aufzuzeigen, die mit einer Buy-to-let-Investition einhergehen, und einen relativen Vergleich zu alternativen Kapitalmarktinvestitionen herzustellen. Hierzu wurde ein Modell zur Investitionsanalyse erarbeitet, welches die Rentabilität einer 3,5-Zimmer-Eigentumswohnung seit dem Erwerb 2000 bis zur Veräusserung 2020 betrachtet. Anhand von Untersuchungen in verschiedenen Märkten im Raum Bern und mittels unterschiedlicher Sensitivitäten bezüglich des Einsatzes von Fremdkapital wurden deren Auswirkungen auf die Rentabilitätskennzahlen veranschaulicht.

    Ergebnis
    Riskante Investitionsstrategie: In Bezug auf die Haltephase verdeutlichte sich, dass insbesondere die Wahl des Fremdfinanzierungsgrades und das vorherrschende Zinsniveau über die erzielbare Eigenkapitalrendite entscheidet und gleichzeitig auch die höchste Ausgabenposition bildet. In den ersten Jahren der Haltedauer resultierten bei einer hohen Fremdkapitalquote von 75% und einem Zinsniveau von durchschnittlich 3,70% ausschliesslich negative Nettoerträge. In Hinblick auf die Veräusserung der Immobilie zeigte sich, dass die Wertentwicklung die bedeutendste Determinante für den Erfolg der Buy-to-let-Anlage bildete (s. Abb. 1). Der potenziell erzielbare Marktwert unterliegt dabei zyklischen Schwankungen. Einhergehend mit einer erhöhten Fremdfinanzierungsquote und dem damit verbundenen Verschuldungsrisiko in Bezug auf steigende Zinsen und möglicher Wertverluste, bilden diese Faktoren das Hauptrisiko der Buy-to-let-Anlage. Ist zusätzlich ein grosser Anteil des Vermögens in eine einzige Immobilie gebunden, entsteht daraus ein erhebliches Klumpenrisiko, das durch den Effekt der steigenden Zinsen und Wertverluste zusätzlich erhöht wird. Dabei gilt es zu beachten, dass eine Überwälzung der steigenden Zinsen auf den Mieter aufgrund gesetzlicher Einschränkungen und des träge reagierenden Referenzzinssatzes nur beschränkt stattfinden kann. Zudem gehen höhere Zinsen meist mit steigenden Inflationsraten einher. Da die Wohnungsmieten meist nicht vollständig an den Konsumentenpreisindex gekoppelt sind, führt eine Inflation zu einer teils realen Reduktion der Mieteinnahmen.

    Abb. 1: Zusammensetzung IRR, am Beispiel der Stadt Bern.

    Die Betrachtung über die verschiedenen Märkte – je nach Standort der Liegenschaft – verdeutlichte zudem, dass die regionalen Disparitäten zu grossen Unterschieden in der Rentabilität und im Anlagerisiko des Privatanlegers führen können und ein weiteres Risiko für die Buy-to-let-Anlage darstellen. In Bezug auf den Werterhalt der Immobilie sollte der Privatanleger deshalb vor allem die Lagequalität und das Objekt beurteilen.

    Vergleich Kapitalmarktinvestitionen
    Der Vergleich mit den beiden Anlageklassen Schweizer Aktien und Bundesobligationen zeigte, dass die Buy-to-let-Strategie durchaus eine attraktive Alternative darstellen konnte (vgl. Abb. 2+3). Es war möglich, die Rendite der Immobilie über den Betrachtungszeitraum durch den Einsatz von Fremdkapital nochmals zu verbessern, dies ging allerdings mit einem deutlich höheren Risiko einher (s. Abb. 3). Es gilt ferner zu beachten, dass die Risiko-Rendite-Eigenschaften um die Variable der Liquidität erweitert werden müssen: In einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld ist der Verkauf einer Immobilie nur unter zeitlich gegebenen Umständen möglich und meistens mit finanziellen Einbussen verbunden.

    Abb. 2: Jährliche Renditen von Aktien und Obligationen, Betrachtungszeitraum 2000–2020.

    Fazit
    Die Entscheidung für eine Buy-to-let-Anlage sollte nicht leichtfertigt erfolgen. Ein aus Mangel an alternativen Anlageklassen und tiefen Finanzierungskosten heraus finanzierter Immobilienerwerb berücksichtigt häufig nicht die gleichzeitig eingegangenen Risiken. Die Liegenschaft muss auch in einem höheren Zinsumfeld effektiv tragbar bleiben, und es sollte nicht auf weitere Wertentwicklungsgewinne als Investitionsstrategie gesetzt werden. Daraus lässt sich schliessen, dass insbesondere die Mieteinnahmen über den Erfolg oder den Misserfolg der Buy-to-let-Anlage entscheiden.

    Zur Person
    Anissa Kühni, geboren 1991. Architekturstudium an der Berner Fachhochschule, Abschluss 2016. Master of Advanced Studies UZH in Real Estate, Abschluss 2021. Ab 2016 bei der Frutiger AG in der Projektentwicklung für diverse Arealentwicklungen mit Schwerpunkt «Wohnen» sowie Akquisitionen tätig. Seit 2023 als Projektmanagerin für Immobilienentwicklungen bei der Swiss Prime Site Solutions AG für den Immobilienfonds «Akara Swiss Diversity Property Fund PK» beschäftigt.

  • Fensterbauer 4B erzielt höchsten Nettoumsatz seiner Geschichte

    Fensterbauer 4B erzielt höchsten Nettoumsatz seiner Geschichte

    Der Fenster – und Fassadenbauer 4B mit Sitz in Hochdorf hat im Geschäftsjahr 2022 den höchsten Nettoumsatz seiner Firmengeschichte erzielt. Trotz eines leicht gesunkenen Auftragsvolumens von 191 Millionen Franken konnte das Traditionsunternehmen den Nettoumsatz um 14,7 Prozent auf 204,2 Millionen Franken steigern, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach zeigten sich 4Bs Lieferketten auch in Zeiten einer „äusserst schwierigen geopolitischen Ausgangslage“ aufgrund des Ukrainekrieges als „erfreulich krisenresistent“. Grund dafür ist der Fokus des Unternehmens auf Lieferanten aus der Schweiz sowie dem nahen europäischen Ausland.

    Dadurch war eine hohe Liefersicherheit gewährleistet, Produktionsausfälle konnten verhindert und „das Geschäftsjahr 2022 positiv gemeistert“ werden, wird CEO Jean-Marc Devaud zitiert. Zum Gewinn machte er keine Angaben.

    Weiterhin hat der das Unternehmen 2022 verstärkt investiert. So stiegen die Investitionstätigkeiten um 45,5 Prozent auf 4,8 Millionen Franken. Durch die Inbetriebnahme neuer Anlagen konnte es die Zeit für die Fertigung eines Auftrages um mehr als zwei Tage senken.

    Auch in den Bereichen Digitalisierung und Automatisierung ging es den Angaben zufolge voran. Anstelle von Papierordnern verwenden die Mitarbeitenden nun iPads auf Baustellen. Damit können sie Bauabnahmen effizienter gestalten. Auch Angebote für Fensterrenovierungen können schneller und unkomplizierter noch während des ersten Beratungsgespräches berechnet werden.

    Überdies hat das Unternehmen 2022 seinen elften Standort bezogen. Er befindet sich in Wallisellen ZH. Per Ende 2022 beschäftigte 4B in der Schweiz 703 Mitarbeitende.

  • Swiss AI ist im Finale der Elevator Pitch Competition

    Swiss AI ist im Finale der Elevator Pitch Competition

    Swiss AI ist für die Elevator Pitch Competition (EPiC) 2023 in Hongkong nominiert. Das Zuger Start-up ist laut einer Mitteilung des Veranstalters, der Hong Kong Science und Technology Parks Corporation (HKSTP), einer von 24 Finalisten in der Kategorie Proptechs. Weitere 26 Finalisten wurden in der Kategorie Fintechs benannt. Die 50 Jungunternehmen wurden unter 618 Bewerbungen aus 55 Ländern ausgewählt.

    Swiss AI unterstützt mit Optimierungsalgorithmen multinationale Unternehmen und andere Kundschaft aus der ganzen Welt bei der Planung ihrer Investitionsentscheidungen. Ein digitaler Zwilling kombiniert die finanziellen, technischen, ökologischen und auf Lebensqualität bezogenen Auswirkungen der Planung, um eine fundierte Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Swiss AI geht es darum, „einen nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel hinsichtlich Energie, Mobilität und Urbanisierung zu fördern und gleichzeitig Investitionsmöglichkeiten auf der ganzen Welt zu schaffen“. Die Firma hat ihren Sitz in Zug, die Entwicklungsabteilung befindet sich in Zürich.

    Das Finale der EPiC findet am 28. April auf dem höchsten Gebäudes Hongkongs, dem International Commerce Centre, statt. Herzstück der Veranstaltung ist eine 60-sekündige Aufzugfahrt, während der die Teilnehmenden ihr Geschäftsmodell vorstellen.

    Wie es in der Mitteilung heisst, biete die EpiC mit dem Netzwerk des Wissenschaftsparks von über 1000 Investoren und 300 Unternehmenspartnern „die beste verfügbare Plattform für Start-ups“ für „echte geschäftliche Erfolge“. Alle 50 Finalisten hätten die Chance, für Direktinvestitionen von bis zu 5 Millionen Dollar aus dem HKSOP-Venture-Fonds in Betracht gezogen zu werden und Unterstützung bei der Marktexpansion in ganz Asien zu erhalten. Ausserdem bekommt der Gesamtsieger 90’000 Dollar.

  • Stimmvolk billigt Kredit für Fernwärme in Chur

    Stimmvolk billigt Kredit für Fernwärme in Chur

    Die Churer Energieversorgerin Energie Wasser Chur (IBC) kann ihr Fernwärmenetz massiv ausbauen. Die Stimmbevölkerung hat einer entsprechenden kommunalen Vorlage zu 60,85 Prozent zugestimmt. Sie besagt, dass die Stadt sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren mit 80 Millionen Franken an den Gesamtkosten für den Ausbau des Wärmenetzes beteiligt. Diese belaufen sich auf 314 Millionen Franken.

    Der Gemeinderat unterstützt die Vorlage laut seiner Urnenbotschaft vom 12. März mit 17 Ja- zu 4 Nein-Stimmen. Nun fördert Chur das Generationenprojekt der IBC, die eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt im alleinigen Eigentum der Stadt ist, mit 60 Millionen Franken zur Erhöhung des Dotationskapitals und in Form eines Darlehens. Weitere 20 Millionen hält die Stadt für eine allenfalls zu beanspruchende Bürgschaft vor.

    Die Investition ist aus Sicht des Gemeinderates notwendig, um den Umbau in eine erneuerbare Wärmeversorgung innerhalb der Stadt gewährleisten zu können. „Gleichzeitig kann damit auch der Wegfall der bisherigen Wertschöpfung aus dem Gasverkauf aufgefangen und die Erlöse anderweitig gesteigert werden“, heisst es in der Botschaft weiter. „Die heute für den Kauf von Erdöl und Erdgas abfliessenden Gelder verbleiben zukünftig in der Region.“

    Den Angaben zufolge will IBC bei Finanzinstituten Kredite von insgesamt 160 Millionen Franken aufnehmen. Weiters werde mit einem Beitrag von Bund und Kanton von 56 Millionen Franken gerechnet. Aus Eigenmitteln wolle das Unternehmen 38 Millionen Franken investieren.

  • ewl investiert Milliardenbetrag in nachhaltige Energie

    ewl investiert Milliardenbetrag in nachhaltige Energie

    Die Energieversorgerin Energie Wasser Luzern (ewl) investiert gemäss einer Medienmitteilung mehr als 1 Milliarde Franken in den Umbau des Energiesystems. Für eine klimaneutrale Zukunft im Raum Luzern will ewl die Nutzung von See-Energie, Fernwärme, Photovoltaikanlagen, Ladelösungen für Elektrofahrzeuge und intelligente Energiekonzepte fördern. Im Fokus hat die ewl klimafreundliche Lösungen aus einer Hand.

    Die umweltschonende Energieversorgung über Fernwärme und See-Energie sei schon in vollem Gange, wie das Unternehmen mit Verweis auf getätigte Investitionen in Höhe von 330 Millionen Franken unterstreicht. Aktuell werden 3700 Haushalte im Zentrum Luzerns mit nachhaltig gewonnener Wärme versorgt. Für bestehende Fernwärmenetze sind ewl zufolge Erweiterungen vorgesehen. Netzausbauten in ausserstädtischen Gebiete sollen folgen. Für Orte, an denen sich Gas und Öl nicht unmittelbar ersetzen lassen, will ewl Übergangslösungen schaffen. 20 Millionen Franken sieht ewl für die Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden vor.

    Bei der Elektromobilität seien „Ladelösungen mit intelligentem Lademanagement“ für grössere Überbauungen und Unternehmen vorgesehen. Mehr als 250 Ladestationen hat die ewl installiert, davon rund 100 im laufenden Geschäftsjahr. Mit Investitionen in die Ladeinfrastruktur in Höhe von 13 Millionen Franken soll die Verfügbarkeit bis 2030 auf 3000 Stationen wachsen.

    Aktiv zeigt sich ewl bei Projekten zur Förderung von Biogas oder Power to X-Technologien. Im Fokus stehe auch die Weiterführung einer flächendeckenden Versorgung der Haushalte mit intelligenten Messsystemen und Stromzählern.

  • «Zukunft Bahnhof Bern» schreitettrotz Verzögerungen voran

    «Zukunft Bahnhof Bern» schreitet
    trotz Verzögerungen voran

    Der Kanton und die Stadt Bern, der Bund, die SBB und der RBS spannen zusammen und haben gemeinsam das Projekt «Zukunft Bahnhof Bern» (ZBB) geplant. Das Gesamtprojekt ist in verschiedene Teilbereiche gegliedert:

    • Die SBB sind für den Bau der neuen unterirdischen Passage «Unterführung Mitte» verantwortlich. Die Arbeiten hierzu laufen seit dem Jahr 2017. Die neue Unterführung wird von der bestehenden Unterführung, dem Bubenbergplatz und von der Länggasse her zugänglich sein.
    • Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) baut einen neuen RBS-Bahnhof unterhalb des SBB-Bahnhofs.
    • SBB Immobilien baut das Bubenbergzentrum 10-12 neu.
    • Die Stadt Bern trifft abgestimmt auf den Ausbau des Bahnhofs Massnahmen, um den Verkehr im Bahnhofumfeld neu zu organisieren und zu gestalten. Dazu gehört auch eine Verlängerung der neuen «Unterführung Mitte» vom neuen Bahnhofzugang Bubenberg direkt zum Hirschengraben.

    Mit diesem Grossprojekt verbessert der Kanton Bern seine Erreichbarkeit und fördert die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts. Reisende profitieren künftig von mehr Platz und kürzeren Wegen innerhalb des Bahnhofs, in die Stadt und zu den Trams und Bussen. Die Publikumsanlagen im Bahnhof Bern werden so ausgebaut, dass sie der Entwicklung der Reisendenzahlen in Zukunft gerecht werden. «Vor Baustart 2016 gab es täglich ungefähr 270’000 Ein- und Aussteigende pro Tag im Bahnhof Bern. Anfang 2020 waren es bereits 320’000 und die Prognosen sprechen von rund 375’000 Ein- und Aussteigenden ab 2030. Entsprechend ist der Ausbau konzipiert», erklärt Angela Disch, Gesamtprojektleiterin SBB Infrastruktur.

    Der Umbau sei eine «Operation am offenen Herzen», sagt Disch und führt aus: «Schliesslich bauen wir unter anderem direkt unterhalb der befahrenen Gleise eine komplett neue Personenunterführung – und darunter entsteht auch noch der neue RBS-Bahnhof.» Eine der grössten He-rausforderungen sei es, die Bedürfnisse der verschiedenen Bauherrinnen und der Reisenden aufeinander abzustimmen. Ausserdem brauche es viel Rücksicht auf die Anwohnenden. «Nicht zuletzt sind in diesem urbanen Raum Flächen für Logistik, Maschinen und Baumaterial Mangelware», sagt Disch.

    Für «Zukunft Bahnhof Bern» wird mit Investitionen von gut einer Milliarde Franken gerechnet. Davon fallen rund 730 Millionen auf den RBS-Bahnhof. Das Projekt der SBB ist mit 375 Millionen budgetiert, und die Verkehrsmassnahmen der Stadt Bern sollen mit maximal 112 Millionen Franken zu Buche schlagen – die Stadtberner Stimmberechtigten haben den entsprechenden Kredit im März 2021 genehmigt. Die Kosten werden anteilsmässig vom Bund, dem Kanton Bern sowie der Stadt Bern getragen.

    Während sich die Bauarbeiten am RBS-Bahnhof verzögern, laufen die Arbeiten der SBB nach Plan. Allerdings wirken sich die Verzögerungen der Bauarbeiten des RBS-Bahnhofs auf den Ausbau der Publikumsanlagen aus. Statisch sind die Projekte der RBS und der SBB voneinander abhängig, da der RBS unterhalb der SBB-Baustelle und der bestehenden Perronhalle baut. Die SBB können die Ausbauarbeiten zur neuen Unterführung somit erst 2023 weiterführen, wenn der RBS Teile der Kaverne Nord (eine der beiden unterirdischen Hallen des neuen RBS-Bahnhofs) so weit gebaut hat, dass sie belastbar genug sind. Aus diesem Grund dürften die SBB ihre Ausbauten nach heutigem Stand ab April 2028 in Betrieb nehmen – rund ein Jahr später, als ursprünglich geplant.

    Nach Plan kann das Bubenbergzentrum 10-12 gebaut werden. Die Bauarbeiten starteten im März 2022 (siehe S. 40). Seit dem Jahr 2019 abgeschlossen sind der Bau des Zugangsstollens auf der Grossen Schanze sowie die Perronverlängerung. Ausserdem wurden die Perrons der Gleise 12/13 und 9/10 für ein barrierefreies Ein- und Aussteigen erhöht. Bis März 2023 werden Mikropfahlarbeiten an den Gleisen 1-8 vorgenommen, bevor die Unterführung weiter Richtung Süden ausgebaut werden kann.

    Auch der RBS-Bahnhof vermeldet trotz der Verzögerung Fortschritte: Bei der Kaverne Nord laufen die Ausbrucharbeiten auf der zweiten von vier Ebenen. Mit der definitiven Gewölbesicherung wurde zudem bereits begonnen. Währenddessen wird in der Südkaverne die Logistikkaverne fertiggestellt. Im Januar dieses Jahres konnten die Ausbrucharbeiten für den unteren Tunnelquerschnitt im Raum Hirschenpark/Eilgut abgeschlossen und mit den Betonierarbeiten für das Tunnelgewölbe begonnen werden. Rund 20 Meter unter den Abstellgleisen von SBB und BLS – im Untergrund des Eilguts – stehen die Aushubarbeiten kurz vor dem Abschluss. Hier sollen bis im Sommer 2022 die Bodenplatten eingebaut werden, auf denen später die Gleise für die RBS-Züge verlegt werden.

    Beim städtischen Projekt (Verkehrsmassnahmen Stadt Bern) liegt seit Februar 2022 die Vorprüfung vor, welche durch das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) durchgeführt wurde. Der Gemeinderat der Stadt Bern hat aufgrund der Ergebnisse anschliessend entschieden, ein gartendenkmalpflegerisches sowie ein Baumgutachten für die geplante Umgestaltung des Hirschengrabens in Auftrag zu geben. Ein archäologisches Gutachten soll zudem die genaue Situation der Tränke unter dem Hirschengraben eruieren. Diese Zusatzabklärungen sorgen für eine Verzögerung bei der öffentlichen Auflage des Projekts, die nun Ende 2022 / Anfang 2023 erfolgen dürfte. Die Bauarbeiten kann die Stadt Bern somit frühestens 2024 aufnehmen.

    Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Bern war von Anfang an gestaffelt vorgesehen. Das Credo lautet: Was fertig ist, wird in Betrieb genommen. So wird sichergestellt, dass die Öffentlichkeit schnellstmöglich vom neuen Bahnhof profitieren kann. Eine grosse Eröffnung ist also nicht geplant.


  • Schweizer Bau-, Verkaufs- und Betriebsunternehmen plant 1800 Betten in der Surselva

    Schweizer Bau-, Verkaufs- und Betriebsunternehmen plant 1800 Betten in der Surselva

    An der Talstation Dieni der SkiArena Andermatt-Sedrun soll bis 2027 ein neuer touristischer Dorfteil entstehen. Auf diesem Gebiet der Gemeinde Tujetsch beabsichtigt Andermatt Swiss Alps (ASA) laut einer Medienmitteilung, dafür 170 Millionen Franken zu investieren. Damit projektiert die Gesellschaft zum ersten Mal ein Vorhaben auf der Bündner Seite des Wintersportgebiets Andermatt-Sedrun.

    Das geplante Resort wird 13 nachhaltig erstellte Gebäude mit 410 Hotelzimmern verschiedener Kategorien umfassen. 119 zusätzliche Wohneinheiten stehen zum Verkauf und werden touristisch bewirtschaftet. Insgesamt sind 1800 Betten geplant, ausserdem drei Restaurants, zwei Bars, verschiedene Flächen für den Einzelhandel sowie Freizeitangebote.

    Die Zahl der Hotelbetten in der Surselva wird sich damit um 20 Prozent erhöhen. „Dieses Grossprojekt ist ein Meilenstein für die Gemeinde Tujetsch und die ganze Surselva“, wird Gemeindepräsident Martin Cavegn zitiert. Für die Bevölkerung findet am 19. August ein Informationsabend statt.

    Mit dem Resort Dieni werde das touristische Angebot „in Richtung preisgünstige und auf Familien/Gruppen ausgerichtete Wohnungen und Hotelzimmer ergänzt“, so ASA. Bauherr ist die Resort Dieni Development AG. Sie ist eine hundertprozentige Tochter von Andermatt Swiss Alps. Die Gesellschaft fungiert mit ihrem Partnerunternehmen Orascom Hotels Management als Betreiberin. Letzteres verfügt über Sitze in Altdorf UR und Kairo und gehört zur ägyptischen Orascom-Gruppe.

  • Welches ist das ideale Gebäudealter für eine Investition?

    Welches ist das ideale Gebäudealter für eine Investition?

    Um die Frage nach dem idealen Alter einer Immobilienanlage zu beantworten, hat PriceHubble für seine Analyse zunächst die Entwicklung der Marktpreise und Mieten von Gebäuden verschiedenen Alters untersucht. «Gebäude neigen wie Autos dazu, zu Beginn ihrer Lebensdauer schneller an Wert zu verlieren als in späteren Jahren. Da zu einer Immobilie aber zumeist auch noch ein Grundstück gehört, das sich nicht abnutzt, nähert sich der Wert der Immobilie dann dem Grundstückswert an», so Dr. Nima Mehrafshan, Head of Research bei PriceHubble.

    Die Analyse wurde auf Basis des Bewertungsmodells von PriceHubble durchgeführt. Dafür wurde jeweils ein Standort in Schweizer Grossstädten ausgewählt und eine typische Wohnung an diesem Standort bewertet. Für jede bewertete Wohnung wurde das Baujahr variiert, während alle anderen Einflussfaktoren konstant gehalten wurden – einschliesslich des Bewertungszeitpunktes. «Auf diese Weise können wir ermitteln, wie Marktwert und Marktmiete einer typischen Wohnung mit ihrem Alter abnehmen, wenn man marktweite Preisänderungen im Laufe der Zeit aussen vor lässt», ergänzt Dr. Mehrafshan.

    Grösster Wertverlust in Bern und stärkster Abfall der Miete in Basel – Immobilien in Genf mit kleinster Wertminderung
    Der Grossteil des Preisverlusts erfolgt über alle untersuchten Städte in den ersten 40 Jahren nach Bau und pendeln sich danach zwischen 17 und knapp 26 Prozent ein. Den grössten Wertverlust erfahren Immobilien in der Stadt Bern mit ca. 26 Prozent. Demgegenüber verlieren Immobilien in Genf nur ca. 17 Prozentpunkte.

    Bei der Miete ergibt sich ein ähnliches Bild, wobei der Rückgang der Marktmiete teilweise sogar bereits nach 20 bis 30 Jahren grösstenteils erfolgt ist. Nach dieser Zeit halten sich die Mieten zwischen -12 bis -25 Prozent im Vergleich zu einem Neubau. Mieten in der Stadt Basel gehen dabei mit ca. 25 Prozent am meisten zurück, währenddem Mieten in Genf nur knapp 12 Prozent sinken.

    Niedrigsten Mietrendite nach 10 bis 20 Jahren
    Grundsätzlich werden Mietrenditen durch das Gebäudealter nur leicht beeinflusst. So ergeben sich bei Neubauten nur leicht geringere Mietrenditen, als bei älteren Gebäuden. Die Mieten fallen in den ersten Jahren noch leicht ab, da die Marktmieten mit dem Gebäudealter etwas schneller sinken, als die Marktpreise. Generell sind die Mietrenditen bei 10- bis 20-Jahre alten Gebäuden am geringsten und liegen zwischen 2,3 Prozent und knapp 3,0 Prozent. Nach knapp 60 Jahren erreichen die Renditen ihren Zenit und verharren zwischen 2,6 Prozent und 3,4 Prozent.

    Spitzenreiter bei den Mietrenditen ist die Stadt Bern mit einer Mietrendite von ca. 3,4 Prozentpunkten nach 60 Jahren. Die Stadt Zürich hat die geringsten Durchschnittsmieten und weist nach 60 Jahren eine Rendite von 2,6 Prozent auf.

    10-Jahres-Rendite: Spitzenreiter Bern
    Bei der Betrachtung der 10-Jahres-Renditen (Kombination aus Mietrendite und Marktwertverlust durch Abnutzung) zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Auch hier pendeln sich die Renditen ab einem Alter von knapp 60 Jahren ein. Als Spitzenreiter zeigt sich ebenfalls die Stadt Bern mit einer Gesamtrendite von ca. 33 Prozent. Immobilien in der Stadt Zürich weisen derweil die durchschnittlich kleinste Rendite mit ca. 26 Prozent auf.

    Grundsätzlich sinkt auch bei der 10-Jahres-Betrachtung die Rendite bei Gebäuden unter 20 Jahren ab auf 16 Prozent bis 23 Prozent. «Um die Frage nach dem besten Gebäudealter für eine Investition zu beantworten, müssen Investoren neben unserer Analyse auch noch die Instandhaltungskosten einbeziehen. Hier steht natürlich der schnellere Wertverlust zu Beginn der Lebensdauer der Immobilie den höheren Instandhaltungskosten für die meisten älteren Gebäude gegenüber. Dennoch können Investoren die Ergebnisse der Studie nutzen, um ihre Anlagestrategie zu überprüfen», so Dr. Mehrafshan.

    Detaillierte Infos unter: https://bit.ly/3tzmpt6

  • Grundstein für Rieter Campus ist gelegt

    Grundstein für Rieter Campus ist gelegt

    Mit seinem Bauprojekt für den Rieter Campus bekennt sich Rieter zum Standort Winterthur und zum Werkplatz Schweiz, wie aus einer Medienmitteilung des  Textilmaschinenherstellers hervorgeht. Am Mittwoch wurde der Grundstein für das neue Kunden- und Technologiezentrum sowie das Verwaltungsgebäude gelegt. Dafür investiert das seit 225 Jahren in Winterthur ansässige Unternehmen rund 80 Millionen Franken

    Der Rieter Campus soll ab 2024 auf einer Geschossfläche von über 30’000 Quadratmetern Platz für rund 700 Arbeitsplätze bieten. Dafür habe das Unternehmen mit einem Spezialisten für Büroarchitektur ein offenes Raumkonzept entwickelt. Mit einer Wärmeerzeugung via Erdsonden und einer 1300 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage setze Rieter auf erneuerbare Energien. „Die unternehmerische Ausrichtung auf nachhaltige und energieeffiziente Lösungen für die Garnproduktion spiegelt sich damit im Gesamtkonzept des Campus wider“, wird CEO Norbert Klapper zitiert.

    Rieter habe im Laufe seiner Firmengeschichte die Stadt Winterthur mitgeprägt, so Verwaltungsratspräsident Bernhard Jucker. „Jetzt entsteht mit dem neuen Campus das Fundament für die Zukunft als führendes Technologieunternehmen.“

  • Bauinvestitionen gehen leicht zurück

    Bauinvestitionen gehen leicht zurück

    Die Bauinvestitionen sind 2020 im Jahresvergleich um 0,3 Prozent zurückgegangen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung schreibt. Darunter werden die Bauausgaben ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten verstanden. Wenn auch diese miteinberechnet werden, kommen die gesamten Bauausgaben in etwa auf das Niveau des Vorjahres.

    Die Investitionen in Neubauprojekte haben im Jahresvergleich um 0,6 Prozent abgenommen. Dagegen wurde 0,1 Prozent mehr in Umbauprojekte investiert. Dabei haben Bund, Kantone und Gemeinden sowohl in Neubau- als auch in Umbauprojekte mehr investiert als 2019. Die privaten Auftraggeber waren 2020 zurückhaltender.

    Eine positive Entwicklung war laut dem BFS bei den Tiefbauinvestitionen zu beobachten. Diese haben sich 2020 um 3,2 Prozent erhöht. Dagegen haben Investitionen in Hochbauprojekte um 1,1 Prozent abgenommen. Während Bund, Kantone und Gemeinden sowohl in den Hochbau als auch in den Tiefbau mehr investiert haben als im Vorjahr, hat sich die Investitionssumme bei den Privaten nur beim Tiefbau erhöht.

  • Sika investiert in Katar

    Sika investiert in Katar

    Sika hat die Produktionskapazitäten für Betonzusatzmittel an seinem Standort in Katars Hauptstadt Doha vergrössert, informiert der Zuger Baustoffkonzern in einer Mitteilung. Zudem sei dort nun auch die Produktion von Epoxidharzen aufgenommen worden, heisst es dort weiter. Sie werden für die Herstellung von Bodenbelägen und Klebstoffen benötigt.

    Die Erweiterungsinvestitionen sollen Sika eine bessere Position im Wettbewerb um staatliche Grossaufträge in Katar verschaffen. Hier schreibe die nationale Beschaffungspolitik vor, vorrangig inländisch hergestellte Produkte zu beziehen, erläutert der Konzern. Der Mitteilung zufolge stehen in Katar hohe Investitionen in die Versorgungsinfrastruktur für Energie und Wasser an.

    „Unsere jüngste Investition in Katar positioniert uns für weiteres Wachstum und stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit im Land“, wird Sika-Regionalleiter EMEA Ivo Schädler in der Mitteilung zitiert. „Durch die erweiterte Produktion gehen wir für unser Geschäft von einer deutlichen Nachfrage- und Volumensteigerung bei unseren hochwertigen Klebstoff- und Flooring-Lösungen aus.“

  • Wasserkraftwerk Madulain ist wieder in Betrieb

    Wasserkraftwerk Madulain ist wieder in Betrieb

    Repower hat das Wasserkraftwerk Madulain wieder in Betrieb genommen. Für seine umfassende Erneuerung investierte das Unternehmen laut einer Medienmitteilung rund 2,3 Milionen Franken. Dabei wurden unter anderem die Steuerung, die Leittechnik, die Elektroinstallationen und die komplette Mittelspannungsschaltanlage ersetzt. Ausserdem mussten die Turbine und der Generator generalüberholt werden.

    Das Wasserkraftwerk Madulain produziert jährlich rund sechs Gigawattstunden Strom. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 1300 Haushalten.

    Zuletzt war das 1903 erbaute Wasserkraftwerk im Jahr 1980 erneuert worden. Es nutzt den Zufluss des Bergbachs Ova d’Es-cha auf einer Gefällstufe von rund 400 Metern.

  • Groupe E investiert in Neuenburg

    Groupe E investiert in Neuenburg

    Das neue Betriebszentrum soll im Gewerbegebiet Sécherons II von Boudevilliers in der Gemeinde Val-de-Ruz entstehen, informiert Groupe E in einer Mitteilung. Der Freiburger Energieversorger hat bereits ein entsprechendes Gelände im Umfang von 18’300 Quadratmetern erworben. Innert zwei Jahren sollen dort ein Verwaltungsgebäude, eine Lagerhalle, eine Waschanlage, ein Hof für Wiederverwertung sowie Parkplätze errichtet werden. Das Investitionsvolumen wird in der Mitteilung auf rund 22 Millionen Franken beziffert.

    Direkt nach Fertigstellung plant Groupe E, die derzeit im Neuenburger Corcelles-Cormondrèche ansässigen, für Betrieb und Ausbau des Stromnetzes im Kanton Neuenburg zuständigen Mitarbeiter des Unternehmens nach Boudevilliers zu verlegen. Der neue Standort soll aber auch für die Ausweitung der Aktivitäten der Gruppe und als übergreifendes Kompetenzzentrum genutzt werden, erläutert Groupe E. In der Mitteilung verweist das Unternehmen hier insbesondere auf das in  Boudry NE ansässige Tochterunternehmen Vuilliomenet Électricité AG. Über dieses bietet Groupe E im Kanton Neuenburg auch Dienstleistungen in der Gebäudetechnik oder bei elektrischen Anlagen und der Hausautomatisierung an.