Schlagwort: Investitionen

  • Erneuerbare Energien bleiben trotz schwieriger Marktbedingungen auf Wachstumskurs

    Erneuerbare Energien bleiben trotz schwieriger Marktbedingungen auf Wachstumskurs

    Aventron hat ihre Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 bekanntgegeben. Insgesamt erzeugte die Produzentin von Strom aus erneuerbaren Energien rund 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom – etwa 15 Prozent weniger als im Vorjahr (2024: 1,498 Milliarden Kilowattstunden). Als Gründe nennt aventron historisch schwache Wetterbedingungen sowie eine hohe Preisvolatilität bis hin zu negativen Strompreisen.

    Trotz des Produktionsrückgangs bleibt das Ergebnis laut einer Mitteilung „solide“. Der Nettoerlös belief sich auf 120,5 Millionen Franken (2024: 134,9 Millionen Franken), die Marge beim EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) lag bei rund 21 Prozent. Das Jahresergebnis nach Steuern erreichte 10,3 Millionen Franken.

    Im Jahr 2025 setzte aventron ihre Diversifikationsstrategie mit den Technologien Sonne, Wind und Wasser fort und entwickelte das Portfolio weiter. In der Schweiz wurde der Bau der alpinen Photovoltaikprojekte Sedrun Solar (Graubünden) und APV Sidenplangg (Uri) gestartet. In Italien begann die Umsetzung des 25-Megawatt-Solarkraftwerks Lazio 01, während sich in Frankreich und Deutschland zwei Windparks im Bau befinden. Insgesamt investierte das Unternehmen 67 Millionen Franken. Per Jahresende umfasste das Portfolio eine konsolidierte Gesamtleistung von 819 Megawatt (Vorjahr: 797 MW) in Betrieb oder Bau.

    Mittelfristig will sich aventron verstärkt auf eine erfolgreiche Stromvermarktung sowie den Ausbau von Datenmanagement- und Monitoring-Systemen konzentrieren. Ziel bleibt der Aufbau eines Portfolios mit einer Gesamtleistung von 1000 Megawatt. Das Unternehmen mit Sitz in Münchenstein betreibt und entwickelt Kraftwerke in den Bereichen Wasser-, Solar- und Windenergie in der Schweiz und ausgewählten europäischen Ländern.

  • Investitionen stärken Produktionskapazitäten im Medizintechniksektor

    Investitionen stärken Produktionskapazitäten im Medizintechniksektor

    Das in Burgdorf ansässige Medtech-Unternehmen Ypsomed hat 25 Millionen Franken in den Umbau und in einen neuen Werkzeugmaschinenpark in Solothurn investiert. Um der weltweit steigenden Nachfrage nach Injektionssystemen gerecht zu werden und den Kunden höchste Qualität zu bieten, will Ypsomed seine Position und Kapazität bei der Fertigung von Spritzgusswerkzeugen deutlich erweitern, heisst es in einer Mitteilung. Am Standort in Solothurn will sich das Unternehmen auf Konstruktion und Herstellung von Kunststoffspritzgusswerkzeugen für Pens und Autoinjektoren konzentrieren.

    Die Inbetriebnahme des Werkzeugbaus leite die Umsetzung eines 200 Millionen Schweizer Franken umfassenden Investitionspakets zur Standortentwicklung ein. In den kommenden Monaten sollen zwei neue hochvolumige Montageanlagen mit dazugehörenden Spritzgussanlagen für Autoinjektoren eröffnet werden. Zudem kündigt das Unternehmen für den Standort Solothurn bis Ende 2027 ein vollautomatisiertes Hochregallager an. Parallel soll dort ein Konferenzzentrum (Ypsomed Forum) entstehen, mit Platz für rund 300 Gäste. „Die Investition in den neuen Werkzeugbau in Solothurn ist ein klares Bekenntnis zur Entwicklung unserer Standorte in der Schweiz“, wird Simon Michel, CEO von Ypsomed, zitiert.

    Das Unternehmen will auch international weiter wachsen, um seine Position auf dem Markt der Medizinaltechnik zu festigen und der steigenden Nachfrage nach Injektionssystemen für die Selbstmedikation gerecht zu werden. 2025 hatte Ypsomed sein erstes eigenes Werk im chinesischen Changzhou in Betrieb genommen und die Erweiterung des Produktionsstandorts Schwerin (Deutschland) gestartet. Aktuell befindet sich ein neuer Standort in Holly Springs im US-Bundesstaat North Carolina im Aufbau.

    Die Investition diene auch der Verdopplung des Personals in diesem Bereich. Die aktuelle Zahl von 35 Mitarbeitenden zuzüglich Auszubildenden soll auf 100 Mitarbeitende und Lernende wachsen.

  • Wirtschaftsraum Ticino zwischen Energie, Wohnen und Investitionen

    Wirtschaftsraum Ticino zwischen Energie, Wohnen und Investitionen

    [smartslider3 slider=“52″]

    Am 108. immoTable Ticino in Savosa diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Immobilienwirtschaft, Energie, Planung und Investment über die Zukunft des Wirtschaftsraums Ticino. Im Zentrum standen dabei nicht nur einzelne Projekte, sondern die grundlegende Frage, wie sich das Tessin als moderner Wirtschafts- und Immobilienstandort weiterentwickeln kann.

    Die Diskussion machte deutlich, dass das Tessin heute weit mehr ist als Ferien- und Zweitwohnungsregion. Hohe Lebensqualität, strategische Lage und spannende Entwicklungspotenziale treffen auf Herausforderungen bei Verfahren, Wohnraum, Mobilität und regionaler Zusammenarbeit.

    Roberto Fantoni von Volta RE zeigte auf, wie stark sich der Energiemarkt verändert hat. Während die Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom in den letzten Jahren massiv gesunken ist, entstehen mit Energiegemeinschaften, virtuellen Zusammenschlüssen und lokalen Stromgemeinschaften neue Modelle für Immobilienbesitzer, Gemeinden und Arealentwicklungen. Besonders die neuen CLE Modelle ab 2026 könnten den Immobilienmarkt nachhaltig verändern. Gleichzeitig wurde klar, dass Eigentümer und Verwaltungen zunehmend Lösungen suchen, welche Energiekosten senken, Gebäude energetisch aufwerten und Investitionen vereinfachen.

    Monique Bosco-von Allmen von CASSI rückte die Wohnfrage ins Zentrum. Sie machte deutlich, dass das Tessin im Bereich gemeinnütziger Wohnbau im schweizweiten Vergleich stark zurückliegt und die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum, demografischen Wandel und nachhaltige Wohnformen dringend an Bedeutung gewinnt. Thematisiert wurden unter anderem Gentrifizierung, steigende Mietkosten, die geringe Quote gemeinnütziger Wohnungen sowie die Frage, wie Politik, Gemeinden und private Akteure gemeinsam neue Wohnmodelle fördern können. Gleichzeitig wurde betont, dass Wohnen weit mehr sei als nur ein Dach über dem Kopf, sondern eng mit sozialem Gleichgewicht, Generationendialog und Lebensqualität verbunden ist.

    Manuel Gamper von Leading Investors zeigte das Tessin aus Sicht nationaler und internationaler Investoren. Das Tessin bleibe attraktiv, befinde sich aber in einem anspruchsvolleren Marktumfeld, das deutlich mehr Professionalität, Datenkompetenz und strategisches Denken verlange. Besonders wichtig seien Planbarkeit, Geschwindigkeit, grössere Volumen und ein professionelles Ökosystem entlang der gesamten Immobilienwertschöpfungskette. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Tessin trotz seiner begrenzten Marktgrösse über interessante Renditen und erhebliches Entwicklungspotenzial verfügt, wenn Projekte qualitativ hochwertig, flexibel und langfristig ausgerichtet werden.

    Die Zukunft des Wirtschaftsraums Ticino entscheidet sich nicht allein über einzelne Bauprojekte oder Investments, sondern über Zusammenarbeit, Qualität, Innovation und die Fähigkeit, wirtschaftliche Entwicklung, Energie, Mobilität und Wohnen gemeinsam zu denken.

    Der nächste immoTable findet am 18. Juni 2026 im StartUp Space in Schlieren statt.

  • Energieversorger verzeichnet rückläufige Ergebnisse bei steigenden Investitionen

    Energieversorger verzeichnet rückläufige Ergebnisse bei steigenden Investitionen

    Repower erzielte 2025 laut einer Mitteilung eine Gesamtleistung von 1986 Millionen Franken. Das waren 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 24 Prozent auf 133 Millionen Franken, der Gruppengewinn um 27 Prozent auf 101 Millionen. Das internationale Energiehandelsgeschäft habe den grössten Ergebnisbeitrag geliefert, heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig steigerte der Bündner Energieversorger seine Investitionen um 80 Prozent auf 142 Millionen. Die Eigenkapitalquote stieg von 53 auf 59 Prozent.

    Namentlich die geringen Niederschläge im Frühjahr 2025 belasten das Ergebnis von Repower. Auch die Windparks in Italien und Deutschland verzeichneten einen leichten Rückgang. Das Gaskombikraftwerk Teverola fiel während längerer Zeit aus. Nur die Solarproduktion stieg 2025 deutlich an. Insgesamt produzierte Repower 2025 laut der Mitteilung 2147 Gigawattstunden Strom. Im Vorjahr waren es 2639 Gigawattstunden gewesen.

    Repower hatte 2023 ein sehr starkes Ergebnis von 371 Millionen und einen Gewinn von 300 Millionen Franken erzielt. Das Unternehmen spricht aber auch für 2025 von einem sehr guten Jahresergebnis. Dieses habe über dem langjährigen Durchschnitt gelegen. Das Unternehmen rechnet auch für 2026 mit einem guten Ergebnis.

  • Energieversorger steigert Ergebnis trotz tieferer Gesamtleistung

    Energieversorger steigert Ergebnis trotz tieferer Gesamtleistung

    Die AEW Gruppe hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 hinter sich. Der Aargauer Energieversorger erreichte laut einer Mitteilung eine Gesamtleistung von 833,1 Millionen Franken. Das sind 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Zugleich wurde das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen um 24,4 Millionen auf 131,4 Millionen Franken gesteigert. Das bereinigte Unternehmensergebnis beträgt 159,7 Millionen Franken. Der Kanton kann mit einer Ausschüttung von 53,0 Millionen Franken rechnen.

    Das Unternehmen macht Sondereffekte für dieses Wachstum verantwortlich. Dazu gehörte ausser der effizienten Bewirtschaftung des Energiegeschäfts auch die frühzeitige Verwertung der Eigenproduktion an der Strombörse, dazu aber auch das gute Abschneiden des Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraftwerks Leibstadt (KKL), die Axpo-Dividende und eine Wertberichtigung im Kraftwerksportfolio. AEW ist mit 5,4 Prozent am KKL beteiligt.

    Die Investitionen lagen mit 94,3 Millionen leicht über dem Vorjahr (93,0 Millionen).

    „Operativ war 2025 ein sehr gutes Jahr für die AEW“, wird CEO Marc Ritter in der Mitteilung zitiert. „Unsere Organisation hat Tempo aufgenommen und gleichzeitig bewiesen, dass sie auch in einem sehr anspruchsvollen und dynamischen Marktumfeld leistungsfähig ist.“

  • Die Zukunft des Tessiner Immobilienmarktes im Zentrum des immoTable Ticino

    Die Zukunft des Tessiner Immobilienmarktes im Zentrum des immoTable Ticino

    Unter der Moderation von Natascia Valenta sprachen Michele Bertini (La Mobiliare), Nicolas Daldini (SVIT Ticino), Gian-Luca Lardi (Schweizerischer Verband der Bauunternehmer) und Sandro Montorfani (Abteilung Privates Baugewerbe, Stadt Lugano).

    Die Debatte berührte zentrale Fragen wie die Neuplanung und Verdichtung des Territoriums, die Vereinfachung der Verfahren für Baugenehmigungen und die Notwendigkeit, die Rechtsvorschriften zu straffen, um die Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

    Es wurde auch betont, dass die Investitionen im Tessin heute positiv sind, dank des Rückgangs der Leerstände, die sich hauptsächlich auf veraltete Immobilien konzentrieren.

    Zu den künftigen Herausforderungen gehörten auch die Frage der ÖPP (öffentlich-private Partnerschaften) und der schrumpfenden Mittel für die Erneuerung vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung und des zu erneuernden Gebäudebestands. Ein Thema, das in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein wird.

    Erinnert wurde auch an die strategische Rolle Italiens als Wirtschaftspartner und Quelle für qualifizierte Arbeitskräfte sowie an die Auswirkungen der jüngsten Abstimmungen über den Eigenmietwert, die sich erheblich auf die Finanzen des Kantons und der Gemeinden auswirken werden.

    Trotz der Herausforderungen bleibt die Sonnenstube eine dynamische und attraktive Region für Immobilieninvestitionen, die bereit ist, die Chancen eines sich wandelnden Marktes zu nutzen.

    [smartslider3 slider=“50″]
  • Digitale Steuerung von Immobilienportfolios

    Digitale Steuerung von Immobilienportfolios

    Immobilien sind hinsichtlich Nutzung, Typologie und Bauweise höchst unterschiedlich. Was alle eint, ist ein Lebenszyklus mit verschiedenen Erneuerungsintervallen. Um den baulichen Alterungsprozess mit gezielten Massnahmen auszugleichen und das Portfolio zukunftsorientiert zu planen, braucht es aktuelle Daten zu Zustand, Nutzung und Potenzial der einzelnen Objekte. Die systematische Zusammenführung dieser Informationen stellt sicher, dass sowohl kurzfristige Unterhaltsarbeiten als auch langfristige Investitionsprojekte termin- und sachgerecht gesteuert werden können.​

    Systemstufen und Lebenszyklen als Steuerungstool
    Für die Planung von Anpassungen und Erneuerungen ist die Einordnung in Systemstufen hilfreich.

    • Das Primärsystem umfasst die tragende Struktur
    • Das Sekundärsystem die Gebäudehülle und langlebige Installationen
    • Weitere Stufen betreffen Innenausbau, technische Apparate sowie kurzlebige Elemente

    Definiert man die Nutzungsdauern der Systemstufen gestaffelt (z.B. 12, 24, 48, 96 Jahre), entstehen fast automatisch abgestimmte Erneuerungszyklen, aus denen Investitionspakete abgeleitet werden können. Besonders relevant ist die Gesamterneuerung. Ein Wendepunkt, an dem in der Gebäudemitte des Lebenszyklus alle wichtigen Bauteile grundlegend instand gesetzt und das Objekt auf neue Anforderungen ausgerichtet werden kann.​

    Hebel für Transparenz und Steuerung
    Die Digitalisierung ist längst die zentrale Triebkraft für gezieltes und nachhaltiges Immobilienmanagement. Spezialisierte Softwarelösungen wie Portfolio- und Asset-Management-Plattformen ermöglichen die effiziente Sammlung, Bewertung und Analyse grosser Datenmengen. Anwendungsbeispiele zeigen, dass sich Erneuerungszyklen und Investitionsvolumen einfach kalkulieren, simulieren und dokumentieren lassen. Die gesamte Portfolio-Performance wird transparenter, die Steuerung flexibler, Entscheidungen sind faktenbasiert statt intuitiv.​

    Ein besonders wirkungsvoller Ansatz ist die Visualisierung der Portfoliodaten in Form von Matrizen oder Bubbles. Einzelne Objekte werden hinsichtlich Bewertungskennzahlen strategisch positioniert, Historisierungen machen langfristige Entwicklungslinien sichtbar. Dadurch werden Schwächen, Chancen und kritische Zeitpunkte für Investitionen erkennbar und können zielorientiert adressiert werden.​

    Lebenszyklusmanagement und Vernetzung
    Die Integration einer Lebenszyklusperspektive und digitaler Tools wird zum Standard für zukunftsfähiges Portfoliomanagement. Frühzeitige Analysen und prognosebasierte Investitionsplanung schaffen Mehrwert für Eigentümer, Nutzer und Steuerungsgremien. Technologie, etwa Cloudlösungen oder KI-gestützte Analytik, erhöht die Skalierbarkeit und Effizienz der Steuerung, erleichtert das Zusammenspiel von Nachfrage und Angebot und schafft eine belastbare Basis für Nachhaltigkeits- und ESG-Reporting.​

    Für Eigentümer öffentlicher Immobilienportfolios sind diese Ansätze essenziell, da langfristige Nutzungsstrategien und Erhaltungsmanagement im Fokus stehen. Die Gesamterneuerung eines Gebäudes wird zum strategischen Entscheidungszeitpunkt für Weiterentwicklung, Umnutzung oder Verkauf. Erfolgreiche Portfoliosteuerung bedeutet, dass alle relevanten Daten konsolidiert und im Dialog zwischen Stakeholdern fortlaufend reflektiert werden – gestützt durch digitale Werkzeuge, die den Wandel der Immobilienbranche aktiv vorantreiben.

  • Das Landolt-Areal im Wandel

    Das Landolt-Areal im Wandel

    Welche Bedeutung hat die Entwicklung des Landolt-Areals für den Wirtschaftsstandort Glarus? Welche Impulse erwarten Sie konkret für die lokale Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze?
    Das Areal ist heute bereits gut ausgelastet mit vielen verschiedenen KMU. Mit dem mittelfristigen Wegzug der Firma Landolt wird der Altbestand frei. Besonders interessant dabei ist die Shedhalle, welche wir bereits saniert und das Dach mit einer grossen PV-Anlage ausgestattet haben. Wir sind dabei, neue Mieter anzusiedeln und bieten einen sehr attraktiven Standort mit optimaler Logistikanbindung. Hier entstehen neue attraktive Arbeitsplätze.

    Zwischennutzungen wie der geplante Mobility-Hub sind ein zentrales Element im Konzept. Welche Chancen sehen Sie in diesen temporären Nutzungen zur Belebung des Areals während der Entwicklungsphase?
    Dies ist einer der wichtigsten Teile der Transformation. Die bestehenden Mietenden möchten wir, wenn möglich, alle behalten. Wir pflegen einen direkten Kontakt zu ihnen, damit diese sich auch innerhalb des Areals weiterentwickeln können. Die Gebäude mit Zwischennutzungen werden günstig aber nicht lange vermietet, sei dies als Lager, Parking oder Hub, aber ohne grosse Investitionen von unserer Seite. Hier ist auch Platz für Kreativität.

    Wie sind der Kanton Glarus und die Standortförderung in das Projekt eingebunden? eingebunden? Gibt es eine strategische Abstimmung mit kantonalen Entwicklungszielen?
    Wir stehen in einem regelmässigen Austausch mit der Standortförderung und sind zuversichtlich aufgrund der guten Lage und der Grösse der angebotenen Fläche, auch grössere KMU für den Kanton Glarus gewinnen zu können. Bereits sind mehrere Betriebe interessiert, sich hier niederzulassen.

    Die partizipative Planung wird betont. Wie konnten sich Anwohnerinnen und Anwohner resp. Gewerbetreibende konkret einbringen und welche Erkenntnisse aus diesem Prozess fliessen in die nächsten Schritte ein?
    Mit gut abgestützter Behördenvertretung und einem Fachgremium aus Wirtschaft und Städtebau sowie einem internationalen Planerteam wurden der Städtebau, die Bezüge zu den Nachbarn sowie die Nutzung und Bebauungsverteilung des Areals neu bearbeitet. Viele der alten Spinnereigebäude sollen erhalten und mit neuem Leben erfüllt werden.

    Das heute reine Gewerbeareal wird mit verschieden gewerblichen Angeboten ergänzt, und auch ein kleiner Anteil Wohnen wird möglich. Die sehr attraktive Lage zwischen den Bachläufen Chli Linthli und dem Mühlibach lädt auch Spaziergänger und Anwohner ein, diesen schönen und idyllischen Ort zu erleben.

    Zusammen mit der Gestaltungskommission und der Denkmalpflege erarbeiten die Planenden zurzeit das Richtprojekt. Bis nach dem Sommer 2025 werden die zukünftige Gestalt des Areals, das erweiterte Gewerbeangebot und die Wohnungsvielfalt aufgezeigt werden können. Wir sind sehr froh über die sehr gute Zusammenarbeit und überzeugt, dass durch den sorgsamen Umgang mit dem Bestand und den neuen Gebäuden ein grosser Mehrwert für die Arealnutzenden, aber auch für die Anwohnenden entsteht.

    Die Entwicklung erfolgt in vier Etappen. Wie stellen Sie sicher, dass das Areal bereits in den Zwischenphasen lebendig, nutzbar und attraktiv bleibt und nicht zu einer langjährigen Baustelle wird?
    Wie bereits angesprochen wird ein Teil in den bestehenden Industriegebäuden neu genutzt. Die sehr alten Bestandsbauten, welche mittelfristig nach dem Auszug der Firma Landolt leer stehen, sollen nach einem Umbau oder einer Modernisierung rasch wieder vermietet werden. Dazu wurden die verschieden Talentzonen definiert, und diese bilden die Etappen. Mit der Fertigstellung der jeweiligen Zonen wird die Entwicklung sukzessiv abgeschlossen.

    Der Innovationscampus am Chli Linthli soll sich unabhängig und bedarfsorientiert entwickeln. Welche Zielgruppen möchten Sie hier ansprechen und welche Branchen könnten sich hier ansiedeln?
    Dieses Areal ist heute voll besetzt mit einem breiten Angebot an Gewerbe. Hier wird der Bedarf der Zukunft untergebracht werden. Die Idee ist, ein vielfältiges Angebot an Gewerbe entstehen zu lassen, welches eine gute Vernetzung innerhalb dieses Areals braucht und wie ein Campus funktioniert. Wir sind aber auch offen für andere Ideen. Welche das sind, wird die Zukunft zeigen.

    Wie schaffen Sie auf dem Areal langfristig Identität und Bindung? Welche Rolle spielen dabei soziale, kulturelle oder ökologische Angebote für die künftigen Nutzerinnen und Nutzer?
    Das Areal hat heute bereits eine reichhaltige Geschichte. Dies sieht man hier überall. Mit einer neuen Nutzung und dem richtigen Umgang wird die Kultur gewahrt aber auch neu definiert. Mit unserm Ziel der Nachhaltigkeit wird dieser Prozess auch Ressourcen schonen. Mit dem Einsatz von natürlichen Baustoffen und einer einfachen Architektur wird für die Nutzenden bezahlbarer Arbeits- und Wohnraum geschaffen, welcher gesund und lebenswert ist. Das Areal bietet mit seinen Wasserläufen, dem Grünraum, den neu geschaffen Quartierplätzen etc. viel Raumqualität, aber auch einen sehr attraktiven Ort zum Arbeiten, Wohnen und Bleiben.

  • Investitionspläne 2025 schwächeln, 2026 Rekordhoch

    Investitionspläne 2025 schwächeln, 2026 Rekordhoch

    Laut der aktuellen KOF Investitionsumfrage planen die Schweizer Unternehmen für das Jahr 2025 eine Steigerung ihrer Bruttoanlageinvestitionen um nominal 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit liegt das erwartete Wachstum nicht nur unter dem historischen Durchschnitt, sondern auch unter den Prognosen der letzten Erhebung im Herbst 2024. Insbesondere die Bauinvestitionen, bislang Haupttreiber der Schweizer Investitionstätigkeit, sollen zwar um 4,5 Prozent zulegen, zeigen jedoch im Vergleich zu den Erwartungen aus dem Vorjahr eine spürbare Abschwächung. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen um 2,2 Prozent und die Forschungsausgaben um 2,5 Prozent wachsen.

    Im Dienstleistungssektor hat sich der Optimismus merklich eingetrübt. Anstelle des zuvor prognostizierten Wachstums von 4,7 Prozent erwarten die Unternehmen lediglich einen Anstieg um 3,1 Prozent. Im Baugewerbe wird sogar ein Rückgang der Anlageinvestitionen um 1,1 Prozent prognostiziert, eine deutliche Korrektur im Vergleich zur zuvor erwarteten Stagnation. Im Verarbeitenden Gewerbe hingegen bleiben die Aussichten weitgehend stabil, mit einem prognostizierten Zuwachs von 1,4 Prozent.

    Zollankündigung belastet Investitionssicherheit
    Eine zentrale Ursache für die verhaltenen Erwartungen liegt in der US-Zollankündigung vom April 2025, die eine Zollrate von 31 Prozent für Schweizer Importe in die USA vorsieht. Mithilfe einer quasi-experimentellen Analyse konnte die KOF aufzeigen, dass die Ankündigung spürbare Effekte auf die Investitionsentscheidungen hatte. Unternehmen, die ihren Fragebogen nach dem 2. April ausfüllten, berichteten vermehrt von gekürzten Investitionsplänen. Vor der Ankündigung planten rund 30 Prozent der Unternehmen, ihre Ausrüstungsinvestitionen zu reduzieren. Nach der Ankündigung stieg dieser Anteil auf 35 Prozent, während der Anteil der Unternehmen mit gleichbleibenden Plänen von 40 auf 36 Prozent sank.

    Ähnliche Muster zeigen sich bei den Bauinvestitionen, während Forschungsausgaben offenbar weitgehend unbeeinträchtigt blieben. Die Unternehmen, die ohnehin Erweiterungsinvestitionen planten, hielten an ihren Vorhaben fest. Hingegen reduzierten viele jene Unternehmen ihre Pläne, die zuvor keine Änderungen vorgesehen hatten, ein klarer Hinweis auf die gewachsene Unsicherheit.

    Deutlicher Anstieg der Investitionsunsicherheit
    Auch die Realisierungssicherheit der Investitionen hat sich nach der Zollankündigung verschlechtert. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Investitionsvorhaben als unsicherer bewerten, stieg von 12 auf 22 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil jener, die keine Veränderung der Sicherheit feststellen, von etwa zwei Dritteln auf 56 Prozent. Der Anteil mit einer verbesserten Sicherheitseinschätzung blieb mit rund 21 Prozent konstant.

    Fokus auf Rationalisierung und Klimainvestitionen
    Das veränderte Umfeld hat die Investitionsmotive der Unternehmen beeinflusst. Erweiterungsinvestitionen, klassisch risikoreich, werden zunehmend zurückhaltend beurteilt. Stattdessen gewinnt der Gedanke der Rationalisierung an Bedeutung. Zudem wächst die Rolle von Umwelt- und Klimaschutzinvestitionen. Während im vergangenen Jahr 60 Prozent der Unternehmen entsprechende Massnahmen ergriffen haben, wollen in den kommenden drei Jahren 69 Prozent in Klimaschutz und Anpassung an Wetterextreme investieren. Dies geschieht trotz der Tatsache, dass fast ein Drittel der Unternehmen angibt, aktuell nicht direkt vom Klimawandel betroffen zu sein. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen, die den Übergang zu klimafreundlicheren Standards als Chance sehen, von 42 auf 39 Prozent. Der Anteil jener, die ihn als Risiko einstufen, steigt hingegen auf 28 Prozent.

    Optimistische Prognosen für 2026
    Für das Jahr 2026 zeigt sich ein völlig anderes Bild. Noch nie seit Beginn der KOF-Befragungen wollten so viele Unternehmen ihre Investitionen erhöhen. 28 Prozent der befragten Unternehmen planen höhere Ausrüstungsinvestitionen, bei den Bauinvestitionen liegt dieser Anteil sogar bei 29 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen, die mit Rückgängen rechnen, deutlich auf nur noch 14 Prozent. Besonders optimistisch zeigen sich dabei Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor.

    Chancen und Risiken im Blick
    Die KOF-Analyse unterstreicht die hohe Anpassungsfähigkeit der Schweizer Unternehmen. Während geopolitische Risiken wie die US-Zollpolitik kurzfristig zu Investitionskürzungen und Unsicherheit führen, setzen viele Unternehmen langfristig auf Wachstums- und Klimainvestitionen.

  • Schweizer Steuerlandschaft im Wandel

    Schweizer Steuerlandschaft im Wandel

    Im Jahr 2025 ist der durchschnittliche Gewinnsteuersatz für Unternehmen in der Schweiz von 14,6 auf 14,4 Prozent gesunken. Spitzenreiter bleibt der Kanton Zug mit nur 11,85 Prozent, während Bern (20,54%), Zürich (19,61%) und Wallis (17,12%) die oberen Ränge im Steuerranking besetzen. Auf den ersten Blick ein Zeichen für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts, doch die Dynamik ist differenzierter.

    Tatsächlich haben einige Kantone ihre Steuersätze sogar leicht erhöht. Genf etwa stieg von 14 auf 14,7 Prozent, Basel-Stadt wird 2026 auf 14,53 Prozent anheben. Hintergrund ist die Einführung der globalen Mindestbesteuerung von 15 Prozent für Unternehmen mit hohen Gewinnen. Kantone, die bislang als Tiefsteuerstandorte galten, passen sich an, um die drohende Ergänzungssteuer abzufedern und Einnahmen selbst zu behalten. Für Investoren bedeutet das, während der steuerliche Vorteil bleibt, ist Flexibilität gefragt, um auf kantonale Unterschiede und die künftigen Anpassungen reagieren zu können.

    Standort bleibt wettbewerbsfähig
    Auch bei den Spitzensteuersätzen für Privatpersonen zeigt sich ein leichter Rückgang. Von durchschnittlich 32,7 auf 32,5 Prozent. Besonders Genf (-1,7 Prozentpunkte) und Schwyz (-0,61) haben die Sätze gesenkt. Doch die Rangliste bleibt stabil. Schwyz (21,98%), Zug (22,68%) und Nidwalden (24,1%) bilden weiterhin die Spitze. Genf, Waadt und Bern bleiben die teuersten Kantone für Top-Verdienende. Für Immobilienentwickler und hochqualifizierte Arbeitskräfte sind diese Standortunterschiede bei der Einkommenssteuer weiterhin ein entscheidender Faktor, insbesondere bei internationalen Projekten.

    Globale Mindeststeuer Stabilität in der Schweiz, Unsicherheiten international
    Über 50 Länder weltweit haben die Mindeststeuer von 15 Prozent für grosse Unternehmen bereits umgesetzt. Doch die USA, ursprünglich Treiber der Initiative, haben die OECD-Vorgaben bislang nicht in nationales Recht übernommen. Im Gegenteil, die neue US-Administration stellt das Projekt zunehmend in Frage. Experten wie Stefan Kuhn von KPMG Schweiz betonen, dass diese Unsicherheiten im schlimmsten Fall zu einer Rückkehr des Steuerwettbewerbs oder zu digitalen Sondersteuern führen könnten. Für die Schweiz ist das Signal dennoch klar, die globale Mindeststeuer wird auch hier zur Realität. Die Stabilität der Umsetzung und die Planbarkeit bleiben ein Standortvorteil gegenüber ungewissen internationalen Entwicklungen.

    Kantone stärken Standortattraktivität mit gezielten Projekten
    Parallel zu den Steueranpassungen investieren viele Kantone in Projekte zur Standortförderung. Luzern, Basel-Stadt, Zug und andere haben bereits Programme beschlossen, die ansässige Unternehmen und Neuansiedlungen unterstützen. Für Immobilienentwickler bedeutet das, Chancen für neue Projekte, Anreize für Investitionen in Gewerbeflächen und Wohnraum sowie eine solide Grundlage für langfristig tragfähige Geschäftsmodelle.

    Gleichzeitig wird deutlich, nicht die Steuerpolitik entscheidet über die Attraktivität eines Standorts, sondern auch die begleitenden Massnahmen wie Infrastruktur, Fachkräftesicherung und Digitalisierung. Hier entstehen für Entwickler und Investoren neue Räume für innovative Projekte,

     gerade auch in einem Marktumfeld, das von wachsenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz geprägt ist.

    Industriepolitik und Zölle
    Neben den Steuern gewinnen internationale Handelsfragen wieder an Gewicht. Die Diskussionen um US-Zölle, bilaterale Handelsabkommen und strategische Industriepolitik treiben weltweit eine Reindustrialisierung voran. Für Schweizer Standorte heisst das, die Nachfrage nach geeigneten Produktions- und Logistikflächen könnte steigen. Gleichzeitig wird der Schutz strategischer Industrien wieder stärker politisch unterstützt, was neue Investitionsfelder im Bereich der Hightech- und Industrieproduktion eröffnen könnte.

    Schweiz bleibt stark – Augen auf Irland und Asien
    Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz weiterhin auf Augenhöhe mit anderen europäischen Top-Standorten. Irland besteuert Unternehmensgewinne mit 12,5 Prozent, Ungarn mit 9 Prozent. Guernsey, die Bahamas und die Cayman Islands bleiben mit null Prozent Tiefsteuerparadiese, für die Schweiz jedoch kein Vergleich. Stattdessen konkurriert der Standort mit attraktiven Metropolen wie Hongkong (16,5%) oder Singapur (17%), die mit zusätzlichen Förderprogrammen locken. Auch China, Indien und Brasilien setzen mit hohen Sätzen (25-34%) weiterhin auf andere Steuerstrategien, bieten aber selektiv tiefe effektive Belastungen für strategische Industrien. Die Schweiz bleibt wettbewerbsfähig und ergänzt diesen Vorteil durch stabile politische und rechtliche Rahmenbedingungen.

  • Direktinvestitionen als Wachstumsmotor

    Direktinvestitionen als Wachstumsmotor

    Direktinvestitionen sind ein zentraler Bestandteil der globalen Wirtschaft. Sie umfassen Kapitalbeteiligungen in ausländischen Unternehmen mit dem Ziel, deren Geschäftstätigkeit dauerhaft zu beeinflussen. Dabei stehen strategische Kontrolle, Marktzugang und Ressourcensicherung im Vordergrund. Im Unterschied zu Portfolioinvestitionen, die primär auf Kapitalerträge abzielen, haben Direktinvestitionen weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen für Herkunfts- und Empfängerländer.

    Standortvorteile der Schweiz
    Die Schweiz zählt zu den attraktivsten Investitionsstandorten weltweit. Faktoren wie Rechtssicherheit, eine stabile Wirtschaft, hochqualifizierte Fachkräfte und eine gut ausgebaute Infrastruktur machen das Land besonders interessant für multinationale Unternehmen. Viele international tätige Konzerne wie ABB oder Novartis haben ihren Hauptsitz hier, während globale Unternehmen wie Google oder Liebherr in der Schweiz Niederlassungen unterhalten.

    Globale Vernetzung und wirtschaftliche Effekte
    Als Investorin und Investitionsstandort profitiert die Schweiz von internationalen Kapitalströmen. Schweizer Unternehmen expandieren durch Direktinvestitionen ins Ausland, während ausländische Investoren in Schweizer Unternehmen investieren. Dies fördert nicht nur den Austausch von Know-how und Technologien, sondern stärkt auch die wirtschaftliche Dynamik. Besonders der Pharmasektor spielt eine Schlüsselrolle in den bilateralen Investitionsströmen, insbesondere zwischen der Schweiz und den USA.

    Direktinvestitionen und ihr Einfluss auf das Wachstum
    Direktinvestitionen haben einen messbaren Einfluss auf die Wirtschaftsleistung. Kapitalerträge aus Schweizer Investitionen im Ausland fliessen zurück in die heimische Wirtschaft und beeinflussen Konsum und Investitionen positiv. Gleichzeitig sorgen ausländische Direktinvestitionen in der Schweiz für Beschäftigung und Produktivitätssteigerungen. 2022 entfielen rund 24 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung auf ausländisch kontrollierte Unternehmen, während 11 Prozent der Arbeitsplätze direkt von ihnen abhingen.

    Steigende Regulierungen als Herausforderung
    In den letzten Jahren wurden Direktinvestitionen zunehmend politisch reguliert. Steueranpassungen und Investitionskontrollen sollen Transparenz schaffen und Steuervermeidung verhindern. Gleichzeitig wächst die Debatte über eine verstärkte Kontrolle von Übernahmen durch ausländische Investoren, insbesondere im Hinblick auf nationale Sicherheitsinteressen. Diese Entwicklungen könnten das Wachstumspotenzial zukünftiger Direktinvestitionen beeinträchtigen.

    Direktinvestitionen als Stabilisator und Wachstumsfaktor
    Die Schweiz profitiert in hohem Masse von Direktinvestitionen, sowohl als Herkunfts- als auch als Empfängerland. Sie fördern Innovation, stärken die Wirtschaftskraft und sichern den Wohlstand. Die zunehmenden regulatorischen Eingriffe könnten jedoch langfristige Herausforderungen für den globalen Investitionsfluss und das Wirtschaftswachstum mit sich bringen.

  • Europa braucht mehr Kapital für Start-ups

    Europa braucht mehr Kapital für Start-ups

    Die wirtschaftliche Stärke Europas hängt massgeblich von technologischen Innovationen ab. Doch der Zugang zu Kapital bleibt für viele Start-ups in der Wachstumsphase eine Herausforderung. Die neue Studie «Mapping investors for European innovators», veröffentlicht von der Beobachtungsstelle für Patente und Technologie des EPA zeigt, dass private und öffentliche Investoren eine entscheidende Rolle bei der Förderung neuer Technologien spielen. Im Vergleich zu den USA fehlt es in Europa jedoch an Kapital für spätere Finanzierungsphasen, was das Wachstum innovativer Unternehmen behindert.

    Technology Investor Score als Orientierungshilfe
    Um technologieorientierten Unternehmen die Suche nach Kapitalgebern zu erleichtern, führt das EPA den Technology Investor Score ein. Diese neue Kennzahl gibt an, welchen Anteil Unternehmen mit Patentanmeldungen am Portfolio eines Investors ausmachen. Der TIS hilft Start-ups, geeignete Partner zu identifizieren und fördert gezielt Investitionen in technologische Innovationen.

    Die Studie analysierte über 6100 Investoren in Europa sowie 8000 Kapitalgeber in den USA und zeigt, dass 88 % der europäischen Investoren Unternehmen mit Patenten in ihrem Portfolio haben. Doch nur 8 % dieser Investoren konzentrieren sich mehrheitlich auf Start-ups mit Patenten. Ein klares Zeichen für zurückhaltende Kapitalflüsse in innovative Wachstumsunternehmen.

    Europa muss in die Skalierung investieren
    Ein zentrales Problem des europäischen Innovationsökosystems ist die unzureichende Finanzierung in späten Entwicklungsphasen. Während öffentliche Investoren wie der Europäische Innovationsrat, die Europäische Investitionsbank oder nationale Innovationsagenturen die Frühphasenfinanzierung stark unterstützen, fehlen in Europa private Kapitalgeber für skalierungsfähige Start-ups.

    Die Analyse zeigt, dass 62 % der 100 grössten europäischen privaten Investoren sich auf Early-Stage-Finanzierungen konzentrieren, während nur 22 % in spätere Phasen investieren. Zum Vergleich: In den USA sind 98 der 100 wichtigsten Investoren private Kapitalgeber, von denen mehr als die Hälfte gezielt in die Skalierung von Start-ups investiert. Diese Finanzierungslücke in Europa führt dazu, dass vielversprechende Technologieunternehmen ins Ausland abwandern, um dort bessere Wachstumsbedingungen zu finden.

    Gezielte Lösungen für mehr Kapitalzugang
    Um diese Herausforderungen zu bewältigen, hat das EPA seinen Deep Tech Finder um eine neue Filterfunktion erweitert. Das kostenlose Onlinetool ermöglicht Start-ups eine gezielte Suche nach Investoren basierend auf Kriterien wie Finanzierungsphase, Standort und Technologiefokus. Damit können technologiegetriebene Unternehmen effizient Kapitalgeber finden, die sich auf ihre spezifischen Bedürfnisse spezialisiert haben.

    Zusätzlich bietet die Beobachtungsstelle für Patente und Technologie eine neue Informationsplattform, die detaillierte Einblicke in Finanzierungsstrategien, Investorenprofile und die Nutzung von Patenten zur Kapitalbeschaffung gibt. Ziel ist es, Start-ups und KMU zu unterstützen, damit sie ihr volles Innovationspotenzial ausschöpfen können.

    Europas Innovationskraft stärken
    Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Notwendigkeit, die Finanzierungsstrukturen in Europa zu optimieren. Öffentliche Gelder allein reichen nicht aus, um den Übergang von der Idee zur Marktreife zu gewährleisten. Mehr privates Kapital für spätere Wachstumsphasen ist erforderlich, um innovative Unternehmen in Europa zu halten und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

  • Potenziale und Herausforderungen der Umnutzung

    Potenziale und Herausforderungen der Umnutzung

    Technische und wirtschaftliche Herausforderungen
    Die Umwandlung von Gewerbebauten in Wohnraum erfordert erhebliche bauliche Anpassungen. Gebäudetiefen, Lichtverhältnisse und Infrastruktur stellen Herausforderungen dar, die hohe Investitionen verlangen. Gleichzeitig kann eine Umnutzung wirtschaftlich attraktiv sein, wenn die Mietpotenziale für Wohnraum über denen von Büroflächen liegen. Kreative Konzepte wie modulare Bauelemente oder alternative Wohnmodelle wie Co-Living können die Umsetzung erleichtern.

    Rechtliche Hürden und politische Faktoren
    Bauvorschriften, Zonenpläne und das NIMBY-Phänomen (Not In My Back Yard) können Projekte verzögern oder verhindern. Ein frühzeitiger Dialog mit Behörden und Anwohnern kann helfen, Widerstände zu minimieren. Zudem zeigt die Politik zunehmend Bereitschaft, regulatorische Rahmenbedingungen anzupassen, um Umnutzungen zu erleichtern.

    Innovative Praxisbeispiele
    Erfolgreiche Projekte wie die Umnutzung der Rennbahnklinik in Muttenz oder das Pilotprojekt auf dem ehemaligen Industrieareal ZWHATT in Regensdorf zeigen, dass durch flexible Konzepte, reduzierte Baukosten und intelligente Raumlösungen nachhaltiger Wohnraum geschaffen werden kann.

    Zukunftsperspektiven
    Umnutzungen bieten grosses Potenzial zur Bewältigung der Wohnraumknappheit und zur ressourcenschonenden Stadtentwicklung. Voraussetzung für den Erfolg sind innovative Planung, politische Unterstützung und ein kooperativer Ansatz zwischen Investoren, Behörden und der Bevölkerung.

  • Immobilienmarkt bleibt attraktiv

    Immobilienmarkt bleibt attraktiv

    Für 93 Prozent der Immobilieninvestoren bleibt der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin attraktiv, informiert EY Schweiz in einer Mitteilung. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen stützt sich dabei auf seine aktuelle Ausgabe des jährlichen «Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt». Dafür hat EY Schweiz einen repräsentativen Querschnitt von 106 am Immobilienmarkt Agierenden befragt.

    Sechs von zehn Befragten gehen in diesem Jahr von Wachstum beim Investitionsvolumen aus. 85 Prozent erwarten eine steigende Attraktivität von Immobilien gegenüber alternativen Investitionsmöglichkeiten. «Dieses Ergebnis zeugt von einem bemerkenswerten Konsens hinsichtlich der Einschätzung zukünftiger Entwicklungen am Immobilieninvestmentmarkt und offenbart das kollektive Vertrauen, das Investoren in die Assetklasse Immobilie setzen», wird Daniel Zaugg, Sector Leader Real Estate, Construction & Building Material bei EY in der Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

    Innerhalb des Immobilienmarkts legten Wohnimmobilien weiter an Attraktivität zu. Neu wollen 74 Prozent der Befragten ihren Fokus verstärkt auf Wohnimmobilien richten, im Vorjahr hatte dieser Wert bei 67 Prozent gelegen. Investitionen in Mehrfamilienhäuser werden von 96 Prozent als sichere Anlagestrategie gesehen. Die Investitionsbereitschaft in Logistik- und Büroimmobilien legte im Jahresvergleich um 9 bis 10 Prozentpunkte auf 52 beziehungsweise 48 Prozent zu. Demographischer Wandel und Zinsentwicklung werden nach überwiegender Ansicht in den kommenden Jahren den grössten Einfluss auf den Immobilienmarkt haben.

  • Strategie für steigendes Betriebsergebnis bis 2030 vorgestellt

    Strategie für steigendes Betriebsergebnis bis 2030 vorgestellt

    Die BKW hat am 8. November ihre Strategie Solutions 2030 vorgestellt. Diese sieht laut einer Mitteilung vor, das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern bis 2030 auf 1 Milliarde Franken zu erhöhen. 2023 betrug das Betriebsergebnis laut Geschäftsbericht 620,3 MilliBitonen Franken.

    Das Betriebsergebnis des Bereichs Energielösungen soll auf 650 Millionen Franken steigen. 2023 lag es bei 534,6 Millionen. Das Ergebnis des Bereichs Netze soll 2030 bei 150 Millionen liegen (2023: 146,7 Millionen). Der stärkste Zuwachs wird im Bereich Infrastruktur- und Gebäudelösungen angestrebt. 2023 soll das Ergebnis bei 200 Millionen Franken liegen, 2023 wurde ein Verlust von 40 Millionen erzielt. Dabei sollen die Generalplanung in Infrastruktur und Hochbau sowie Gebäudetechniklösungen ausgebaut und die Profitabilität stetig erhöht werden.

    Dafür will der Berner Energieversorger 4 Milliarden Franken investieren, mindestens die Hälfte in der Schweiz. Die Investitionen sollen aus dem freien Geldfluss finanziert werden, der in diesem Zeitraum über 5 Milliarden Franken betragen soll.

    «Mit der umfassenden Weiterentwicklung der Strategie unterstützt die BKW ihre Kundinnen und Kunden mit zukunftsweisenden Lösungen noch stärker bei der Transformation des Energiesystems», wird BKW-Verwaltungsratspräsident Roger Baillod in der Mitteilung zitiert. CEO Robert Itschner verweist auf die Breite des angestrebten Wachstums: «Zur Erreichung dieser Ziele tragen sämtliche Geschäftsfelder der BKW bei. Die BKW investiert in ihre starke Schweizer Basis und wächst gezielt im europäischen Ausland.»

    Die BKW will als Gesamtkonzern bis 2040 ihren Netto-Ausstoss von Treibhausgasen auf Null senken.

  • Immobilienentwickler reduziert Gewinne zur Stärkung künftiger Investitionen

    Immobilienentwickler reduziert Gewinne zur Stärkung künftiger Investitionen

    Die sitEX Properties Holding AG hat im ersten Halbjahr einen Bruttoumsatz von 10,86 Millionen Franken erwirtschaftet, informiert die Schwyzer Immobilienentwicklungsfirma in einer Mitteilung. Im Vorjahreszeitraum belief sich der Bruttoumsatz auf 32,70 Millionen Franken. Der Reingewinn nach Steuern ging im selben Zeitraum von 7,34 Millionen auf 1,51 Millionen Franken zurück.

    «In den letzten zehn Jahren hatte sitEX das Glück, ausnahmslos profitable Halbjahres- und Jahresergebnisse zu erzielen», wird CEO Beat Kähli in der Mitteilung zitiert. Derzeit befinde sich das auf Immobilien in der Schweiz und den USA spezialisierte Unternehmen aber «in einer Investitionsphase, weshalb im Vergleich zu den Vorjahren nur geringe Gewinne erzielt werden konnten». Nach Angaben von Kähli verfügt sitEX aktuell über eine Entwicklungspipeline im Umfang von mehr als 5 Milliarden Franken. Damit sei «die Grundlage für künftige nachhaltige Gewinne gesichert», so der Unternehmenschef.

    In den vergangenen Jahren hatte sitEX von den erzielten Gewinnen rund 60 Millionen Franken an die Anteilshaltenden ausgeschüttet. In diesem und im nächsten Jahr will sich das Unternehmen dagegen auf die Rückzahlung von Verbindlichkeiten und Investitionen konzentrieren, erläutert sitEX-Verwaltungsratspräsident Christoph Stutz.

  • Öffentliche Mitwirkung zum Agglomerationsprogramm Luzern

    Öffentliche Mitwirkung zum Agglomerationsprogramm Luzern

    Das Agglomerationsprogramm Luzern der fünften Generation (AP LU 5G), nimmt erstmals die Städte Sursee und Sempach sowie mehrere neue Gemeinden wie Meierskappel und Neuenkirch auf. Diese Erweiterung des Perimeters unterstreicht die zunehmende Bedeutung der regionalen Kooperation bei der nachhaltigen Entwicklung von Siedlungs- und Verkehrsstrukturen. Der Fokus des AP LU 5G liegt auf der Abstimmung der Verkehrsentwicklung mit der Siedlungsplanung, um die Herausforderungen des Wachstums und der Mobilität in der Region optimal zu bewältigen.

    Schlüsselprojekte Durchgangsbahnhof und Bypass
    Zentral im AP LU 5G sind die Schlüsselprojekte Durchgangsbahnhof Luzern und der Autobahn-Bypass A2 Luzern. Diese vom Bund finanzierten Grossprojekte bilden das Rückgrat der langfristigen Verkehrsplanung im Raum Luzern. Ergänzend dazu sind flankierende Massnahmen und Projekte von Kanton und Gemeinden vorgesehen, wie die Erweiterung von Abstellanlagen und die Schaffung durchgehender Busspuren, um die Leistungsfähigkeit und Flexibilität des Verkehrssystems weiter zu verbessern.

    Investitionen in den Gesamtverkehr und den Fuss- und Veloverkehr
    Das AP LU 5G plant umfassende Investitionen in die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung. Der Gesamtverkehr, einschliesslich wichtiger Verkehrsdrehscheiben wie dem Ausbau des Bahnhofs Ebikon, wird mit 216 Millionen Franken bis 2031 gefördert. Auch der Fuss- und Veloverkehr, mit Massnahmen zur Optimierung des kantonalen Velonetzes und der Verbesserung der Naherholung, erhält hohe Priorität. Die Projekte in diesem Bereich werden mit insgesamt 129 Millionen Franken unterstützt.

    Öffentliche Mitwirkung und zukünftige Schritte
    Die öffentliche Mitwirkung bietet Gemeinden, Fachleuten und der interessierten Bevölkerung die Möglichkeit, sich aktiv in die Gestaltung des AP LU 5G einzubringen. Die Stellungnahmen und Anregungen, die bis zum 1. Oktober 2024 eingereicht werden können, fliessen in die Überarbeitung und Finalisierung des Programms ein. Am 2. September 2024 findet in Rothenburg eine Informationsveranstaltung statt, um den Entwurf und die vorgesehenen Massnahmen detailliert zu erläutern. Anmeldungen sind bis zum 28. August 2024 möglich.

    Nach Abschluss der öffentlichen Mitwirkung wird das Programm überprüft und angepasst. Die Verabschiedung durch die Regierung ist für 2025 geplant, bevor das AP LU 5G beim Bund zur Prüfung eingereicht wird.

  • Bauinvestitionen haben 2023 leicht zugenommen  

    Bauinvestitionen haben 2023 leicht zugenommen  

    Die Bauinvestitionen sind in der Schweiz im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nominal um 0,2 Prozent angestiegen. Dabei sanken laut einer Medienmitteilung die Investitionen in den Hochbau um 0,3 Prozent und jene in den Tiefbau nahmen um 2,7 Prozent zu. In Neubauprojekte wurden im Jahresvergleich 2,5 Prozent weniger und in Umbauprojekte 4,4 Prozent mehr investiert. Dies zeigen die provisorischen Resultate der Baustatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS).

    Die gesamten Bauausgaben, also Bauinvestitionen plus öffentliche Unterhaltsausgaben, nahmen 2023 um 0,3 Prozent zu, wobei preisbereinigt ein Rückgang von 2,5 Prozent verzeichnet wurde.

    Die öffentlichen Auftraggeber – Bund, Kantone und Gemeinden – erhöhten die Investitionssummen in den Tiefbau um ein Plus von 3,9 Prozent sowie in den Hochbau um 8,5 Prozent. Die privaten Auftraggeber gaben dagegen im Jahr 2023 sowohl weniger für den Tiefbau, minus 2,3 Prozent, wie auch für den Hochbau (-1,9 Prozent) aus.

    Ein Rückgang um 2,5 Prozent wurde bei den Neubauinvestitionen verzeichnet. Die privaten Auftraggeber gaben um 4,8 Prozent weniger für Neubauprojekte aus. Zugelegt haben dagegen die Investitionen in Umbauten mit einem Plus von 4,4 Prozent.

    Neben der privaten Umbautätigkeit mit plus 3,9 Prozent habe auch die öffentliche Hand im Jahresvergleich mehr in Neubauten (+6,9 Prozent) und in Umbauten (+5,2 Prozent) investiert, heisst es in der Mitteilung des BFS.

  • Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Kanton Zürich schlägt Gebiete für die Nutzung von Windkraft vor

    Der Zürcher Regierungsrat will die planerischen Grundlagen für eine verstärkte Nutzung der Windkraft im Kanton schaffen. Dafür hat er nun laut einer Mitteilung den Eintrag von 20 sehr gut geeigneten und von 15 gut geeigneten Gebieten in die Anhörung gegeben. Die sehr gut geeigneten Gebiete befinden sich vor allem im Nordosten des Kantons zwischen Cholfirst, Stammerberg, Zünikon und Bergbuck. Weitere Gebiete im Süden des Knonauer Amts, auf dem Pfannenstiel und im Oberland gelten als gut geeignet. Insgesamt hatte der Kanton 52 Potenzialgebiete angeschaut.

    Die Anhörung dauert bis zum 31. Oktober. Anschliessend erarbeitet der Regierungsrat den entsprechenden Antrag an den Kantonsrat. Windkraftanlagen können nur in Gebieten errichtet werden, die im Richtplan als geeignet eingetragen sind.

    Der Regierungsrat schlägt auch Massnahmen vor, um die Gemeinden und die Bevölkerung an der Errichtung der Anlagen zu beteiligen. So sollen sich Gemeinden und Private freiwillig an den Investitionen beteiligen können. Umgekehrt sollen Betreiber von Anlagen freiwillig Gemeinden an den Erträgen beteiligen.

    Dagegen sieht der Regierungsrat kaum Potenzial für den Ausbau der Wasserkraft im Kanton. Einzig am Rheinfall könnten 20 Prozent des Wassers für ein unterirdisches Kraftwerk genutzt werden. Er schlägt einen entsprechenden Eintrag in den Richtplan vor.

  • Stabile Wirtschaftsentwicklung in Waadt

    Stabile Wirtschaftsentwicklung in Waadt

    Im Jahr 2023 unterstützte die Waadtländer Wirtschaftsförderung 733 Unternehmensprojekte finanziell. Die Unterstützung für die Internationalisierung nahm um fast 20% zu, während die Förderung des Cleantech-Sektors um 23,7% stieg, was die zunehmende Bedeutung von Innovationen im Bereich Energie und Klima verdeutlicht. Die Zahl der Niederlassungen ausländischer Unternehmen blieb mit 28 neuen Niederlassungen stabil.

    Netzwerk und Partnerschaften
    Isabelle Moret, Vorsteherin des Departements für Wirtschaft, Innovation, Beschäftigung und Kulturerbe (DEIEP), betont die Bedeutung eines starken Netzwerks: «Im Jahr 2023 haben mehr als tausend Unternehmen und Projektträger von den Unterstützungsmassnahmen der Waadtländer Regierung profitiert, insbesondere in den Bereichen Innovation und Nachhaltigkeit.» Durch diese Massnahmen wurden 3722 Arbeitsplätze unterstützt.

    Starkes Wachstum im Medtech-Sektor
    Waadtländer Start-ups sammelten 444 Millionen Franken ein, wobei 29 von ihnen zu den Top 100 der besten Start-ups der Schweiz zählen. Besonders bemerkenswert ist der Medtech-Sektor: 52% der schweizweiten Investitionen in Medizintechnik flossen in Waadtländer Start-ps.

    Attraktivität für ausländische Unternehmen
    Innovaud, die Agentur zur Förderung von Innovation und ausländischen Investitionen, unterstützte die Ansiedlung von 28 neuen Unternehmen im Kanton Waadt. Besonders der Bereich Life Sciences zeigte eine starke Präsenz, indem er mehr als ein Drittel der neuen Ansiedlungen ausmachte.

    Förderung von Forschung und Entwicklung
    Die Innovationsparks im Kanton Waadt beherbergten Ende 2023 insgesamt 661 Unternehmen und 8326 Arbeitsplätze. Der neue Campus unlimitrust und die Erweiterung des EPFL Innovation Park mit dem Projekt Ecotope sind Beispiele für das Wachstum und die Unterstützung von Forschung und Entwicklung.

    Unterstützung durch Innovationsförderungsfonds
    Der Innovationsförderungsfonds wurde 2023 mit zusätzlichen 50 Millionen Franken ausgestattet. Dieser Fonds unterstützt die Stiftung für technologische Innovation (FIT) und verschiedene Programme wie Tech4Trust, das führende Beschleunigungsprogramm des Trust Valley für Start-ups, sowie FIT Impact für junge Projekte im Bereich Impact Entrepreneurship.

    Nachhaltigkeit als zentrale Aufgabe
    Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle in der Legislaturplanung 2022-2027. Der Rahmenkredit «4-Saison-Tourismus» in Höhe von 50 Millionen Franken zielt darauf ab, die Qualität und Nachhaltigkeit der touristischen Infrastrukturen zu verbessern. 2023 wurden 84 Projekte mit insgesamt fast 4 Millionen Franken unterstützt, um Unternehmen bei ihrem Übergang zur Nachhaltigkeit zu helfen.

    Ein starkes wirtschaftliches Ökosystem
    Das SPEI unterstützte auch Organisationen wie Innovaud, die 328 Unternehmen begleitete und zur Gründung von 31 neuen Unternehmen beitrug. Genilem, spezialisiert auf Projektdiagnose und Beratung im Unternehmertum, unterstützte 24 Unternehmen. Die Stiftung für technologische Innovation (FIT) vergab über 4 Millionen Franken in Form von Stipendien und Darlehen an Start-ups.

    Regionale Wirtschaftsförderung und territoriale Werbung
    Die regionalen Wirtschaftsförderungsstellen unterstützten 712 Unternehmen und erbrachten über 1000 Dienstleistungen. Vaud Promotion förderte 165 lokale Produzenten, ihre Produkte mit dem Label VAUD CERTIFIES D’ICI zu kennzeichnen. Die Attraktivität für Touristen stieg um 8,6%, wobei die meisten Besucher aus der Schweiz, Frankreich und den USA kamen.

    Diese umfassenden Massnahmen und Partnerschaften unterstreichen die erfolgreiche Strategie der Waadtländer Wirtschaftsförderung, die auf Nachhaltigkeit, Innovation und starke Netzwerke setzt.

  • Expertise und strategische Partnerschaften in Hotelentwicklung

    Expertise und strategische Partnerschaften in Hotelentwicklung

    In der Hotelimmobilienbranche vollzieht sich derzeit ein tiefgreifender Strukturwandel. Die Ansprüche der Gäste ändern sich rasant, und die Strukturen von Eigentümern und Betreibern werden zunehmend komplexer. Patrick Vogler, ehemaliger CEO des Grand Resort Bad Ragaz, und Professor Norbert Hörburger, Forscher und Dozent im Bereich Hospitality an der Fachhochschule Graubünden, haben die Hotelinvest GmbH gegründet. Ihr Ziel: die nachhaltige Nutzung und Weiterentwicklung von hochwertigen Beherbergungsimmobilien durch gezielte Beratung und Vermittlung.

    Gezielte Strategien für nachhaltigen Erfolg
    Die Hotelinvest GmbH legt grossen Wert auf eine sorgfältige Auswahl von Investitionsobjekten und Investoren. Vor jeder Transaktion werden umfassende Analysen, Machbarkeitsstudien und Plausibilitätsprüfungen durchgeführt. Das Team besteht aus hochqualifizierten Senior Consultants, darunter Eva White, eine international erfahrene Spezialistin für Hospitality-Immobilientransaktionen, und Annette Fink, Expertin für Wellness- und Spa-Management sowie Marketing und Positionierung. «Unser Fokus liegt im nachhaltigen Erfolg unserer Kundschaft», betont Norbert Hörburger. «Wir bieten optimalen Marktzugang für Käufer und Verkäufer durch unsere hervorragende Vernetzung.»

    Vielfältige Hotelkonzepte und flexible Lösungen
    Dank ihrer umfangreichen Erfahrung und ihres grossen Netzwerks zu internationalen Investoren ist die Hotelinvest GmbH ein idealer Partner für verschiedene Hoteltypen, von Stadthotels und Service Apartments bis hin zu Ferienresorts. Patrick Vogler hebt hervor, dass in der Stadthotellerie der Trend zu jungen, digitalisierten Hotelkonzepten geht, die mit weniger Personal auskommen. Auch in anderen Bereichen der kommerziellen Beherbergung entstehen innovative Service-Living-Formen, die flexibel auf unterschiedliche Immobiliensituationen reagieren können.

    Strategische Zusammenarbeit und umfassende Unterstützung
    Die Hotelinvest GmbH setzt auf die Entwicklung vertrauensvoller Partnerschaften und bietet umfassende Unterstützung während des gesamten Investitions- und Entwicklungsprozesses. Dank ihres Netzwerks können sie Projektentwickler, Bauherren und Architekten bereits vor, während und nach der Transaktion begleiten und bei der konzeptionellen Ausrichtung ihrer Investitionen und Bauvorhaben unterstützen. «Mit unserer Aussensicht und unserem Erfahrungsschatz entstehen oft völlig neue, erfolgversprechende Konzepte», erklärt Norbert Hörburger.

    Diese strategische und umfassende Herangehensweise an die Entwicklung von Hotelimmobilien ermöglicht es, innovative und nachhaltige Lösungen zu schaffen, die den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Branche gerecht werden.

  • Warum Next Property AG?

    Warum Next Property AG?

    Warum braucht die Immobilienbranche die Next Property AG?
    Um vorteilhafte Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Branchenakteuren ermöglicht, in einer digitalen Welt möglichst unabhängig und selbstbestimmt zu wirtschaften, ohne zum Spielball dominierender Unternehmen zu werden.

    Was ist die Vision von Next Property AG und wie erreichen Sie diese?
    Wir setzen uns im Sinne unserer Aktionäre für fairen Wettbewerb in der Schweizer Immobilienwirtschaft ein. Dies beinhaltet die Beobachtung und Risikobewertung technologischer Entwicklungen und die Mitbestimmung bei der Gestaltung von Kundenschnittstellen sowie der Verarbeitung und Monetarisierung von Daten, welche durch unsere Aktionäre im Tagesgeschäft generiert werden.

    Um diese Vision zu verwirklichen, braucht es in erster Linie Branchenakteure, die bereit sind, in ihre unternehmerische Zukunft zu investieren und das Gedankengut teilen, dass es wirkungsvolle Allianzen braucht, um in einer digitalen Welt mitbestimmen zu können. Dabei geht es nicht um kurzfristigen Erfolg, sondern darum, dass die Erbringung von professionellen Immobiliendienstleistungen, wie wir sie heute kennen, auch in Zukunft attraktiv bleibt.

    Müssen die Immobilienmakler und -bewirtschafter um Ihr Geschäftsmodell fürchten?
    Wenn wir die Entwicklungen ausserhalb der Immobilienwirtschaft beobachten, führt die Digitalisierung zweifellos zu radikalen Veränderungen von lang bewährten Geschäftsmodellen. Mit anderen Worten, die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten, um den heutigen Bedürfnissen von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Kunden gerecht zu werden. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wir stellen jedoch fest, dass der Reifegrad der Entwicklung nun so weit ist, dass die Veränderungen zunehmend für Unternehmen in der Immobilienwirtschaft spürbar werden. Unternehmen, die sich an die Dynamik der digitalen Welt anpassen, müssen sich um ihr Geschäftsmodell keine Sorgen machen.

    Wie kann sich die Immobilienbranche auf die Herausforderungen der digitalen Zukunft vorbereiten?
    Es hat sich gezeigt, dass auch grosse etablierte Branchenakteure zu klein sind, um bei digitalen Entwicklungen einer Branche eine bedeutende Rolle einzunehmen. Somit empfehlen wir Immobilienunternehmen sich in einer leistungsstarken Interessensgemeinschaft wie der Next Property AG zusammenzuschliessen, um sich gemeinsam für vorteilhafte Rahmenbedingungen einzusetzen.

    Gibt es ein Beispiel dazu?
    Aktuelles Beispiel hierfür ist die Förderung des Immobilienmarktplatzes newhome, der sich an vereinbarte Branchengrundsätzte hält und bei dem die über 500 Next Property AG Aktionäre indirekt beteiligt sind. Gemeinsam wird mit frühzeitigen oder exklusiven Inseraten und gezielten Marketingaktionen dafür gesorgt, dass newhome zu einer regional wettbewerbsfähigen Marktplatzalternative für professionell vermarktete Immobilien wird. Wir empfehlen «newhome first».

  • DHG startet Verkauf seines ersten Wohnprojekts in Dubai

    DHG startet Verkauf seines ersten Wohnprojekts in Dubai

    DHG Properties, die auf Immobilienentwicklung spezialisierte Unternehmenssparte der DHG Holding mit Sitz nahe Zürich, realisiert in Dubai ihr erstes Projekt, die Helvetia Residences. Es entsteht im Jumeirah Village Circle im Zentrum von Dubai. Jetzt wurde es offiziell vorgestellt. Damit will das Unternehmen laut seiner Medienmitteilung am Höhenflug der Immobilienbranche in der Hauptstadt des Emirats Dubai partizipieren. Die Investition soll sich auf umgerechnet über 144 Millionen Franken belaufen.

    Den Angaben zufolge sind die dortigen Immobilienpreise 2023 um 19 Prozent gestiegen. DHG geht davon aus, dass Dubais Immobilienmarkt 2024 um etwa 15 Prozent wachsen wird. Zudem erwarten die Vereinigten Arabischen Emirate einen Anstieg der Bevölkerungszahl von 3,5 Millionen Menschen im Jahr 2023 auf 5,5 Millionen im Jahr 2030. Infolgedessen werde mehr Wohnraum benötigt. „Als Antwort auf die sich entwickelnden Marktbedürfnisse wird DHG Properties an der Spitze dieses Wandels stehen und sich für die Entwicklung von erstklassigen und erschwinglichen Wohnmöglichkeiten einsetzen, die auf eine wichtige Bevölkerungsgruppe in Dubai abgestimmt sind.“

    Wie Miloš Antić, Vizepräsident und Mitglied des Verwaltungsrats, sagt, sei sich DHG bewusst, „wie wichtig es ist, sich an der Marktdynamik zu orientieren“. Er hält Dubai für „einen der heissesten Märkte, wenn nicht sogar der heisseste für Immobilien im Moment“. Entsprechend werde dieses Immobilienprojekt seinen Käuferinnen und Käufern eine hohe Rendite bieten.

    Die luxuriös ausgestatteten Helvetia Residences werden 430 unterschiedlich grosse Appartements umfassen. Zudem sollen sie urbane Annehmlichkeiten wie einen Rooftop-Pool, ein Fitness-Center, ein Restaurant und eine Apotheke bieten.

  • Uster Technologies setzt auf sauberen Strom

    Uster Technologies setzt auf sauberen Strom

    Das auf Qualitätskontrolle von Textilien spezialisierte Unternehmen Uster Technologies verbraucht am Hauptsitz in Uster laut einer Medienmitteilung nur Strom aus zu 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen. In der Mitteilung auf LinkedIn heisst es weiter,  der Stromverbrauch in den Produktionsstätten und Büros sei seit 2019 dank Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energiesparmassnahmen der Mitarbeitenden rückläufig.

    «Unsere interne Sensibilisierungskampagne hat zu einem reduzierten Energieverbrauch geführt. Die Mitarbeitenden orientieren sich zunehmend an den Richtlinien zum Energiesparen an ihrem Arbeitsplatz», wird Daniel Schlegel zitiert, Manager Logistics bei Uster Technologies in der Schweiz. Schlegel gibt auch Hinweise an die Mitarbeitenden, wie man mit einfachen Schritten Strom einsparen kann. So empfiehlt er, den PC oder Laptop am Ende des Tages herunterzufahren, anstatt ihn im Stand-by-Modus zu belassen. Mehr Energie könne auch gespart werden, indem die Bildschirmhelligkeit und das Umgebungslicht reduziert werden.

    Die von der Firmenleitung betriebene Sensibilisierungskampagne befasse sich auch mit Möglichkeiten, durch intelligente Beleuchtung und Heizung Energie zu sparen. «Wir sind auf dem richtigen Weg zu einem nachhaltigeren Betrieb. Wir messen und analysieren unseren Energieverbrauch, um daraus weitere Verbesserungen zu lernen», wird Schlegel weiter zitiert.

    Uster Technologies hat erst im November 2023 ein Bulletin für nachhaltiges Wirtschaften in der Textilindustrie erstellt. Es soll praktische Hinweise und spezifisches Branchenwissen in allen Bereichen der textilen Wertschöpfungskette vermitteln. So sollen vor allem Garnhersteller darüber informiert werden, welche rezyklierten Materialien sie bei der Produktion ihrer Fasern verwenden können.

  • Grosser Ausstellerzuspruch für BAU 2025

    Grosser Ausstellerzuspruch für BAU 2025

    Im vergangenen Jahr fand die vierzehnte Runde der wettbewerblichen Ausschreibungen statt, die auf die Steigerung der Energieeffizienz in verschiedenen Sektoren abzielt. Mit der Genehmigung von 77 neuen Projekten, die mit insgesamt 17,9 Millionen Franken gefördert wurden, setzte 2023 einen neuen Standard in der Geschichte dieser Initiative. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Gesamtzahl der eingereichten Projektanträge wider, die mit 126 Eingaben einen Zuwachs von rund 30% gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Ein vereinfachtes und beschleunigtes Bewilligungsverfahren, das Ende 2021 eingeführt wurde, hat wesentlich zu dieser Steigerung beigetragen.

    Die Gesamtförderung im Jahr 2023 belief sich auf 33 Millionen Franken, verteilt auf acht Programme und 77 Projekte, mit einem Kosten-Nutzen-Verhältnis von 3,1 Rappen pro kWh einschliesslich Vollzugskosten. Die durch diese Initiativen ermöglichten Energieeinsparungen werden auf jährlich etwa 62 Gigawattstunden geschätzt. Dies entspricht dem Verbrauch von rund 14.000 Schweizer Haushalten und unterstreicht das Potenzial dieser Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs.

    Das Spektrum der geförderten Projekte reicht von der Erneuerung gewerblicher Küchen- und Kühlanlagen bis hin zur Optimierung von Produktionsprozessen durch den Ersatz elektrischer Antriebe in der Industrie. Dies zeigt die Bandbreite der Ansätze zur Verbesserung der Energieeffizienz, die von den Ausschreibungen abgedeckt werden.

    Für 2024 wird eine spezielle Einreichungsrunde für Projekte mit höheren Investitionskosten fortgesetzt, um gezielte Grossinvestitionen in die Energieeffizienz zu fördern. Projektanträge können fortlaufend und vollständig digital eingereicht werden, wobei für grössere Projekte mit einem Fördervolumen von mehr als zwei bis maximal sechs Millionen Franken spezifische Fristen gelten.

    Diese Entwicklungen verdeutlichen die zunehmende Bedeutung energieeffizienter Massnahmen in der Schweizer Wirtschaft und die Rolle der wettbewerblichen Ausschreibungen als zentrales Instrument zur Förderung dieser Bestrebungen. Die kontinuierliche Anpassung und Erweiterung des Programms signalisiert ein starkes Engagement für die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Unterstützung der Nachhaltigkeitsziele im Immobilienmanagement und darüber hinaus.

  • SSF legt ESG-Leitfaden für Investitionen in Immobilien vor

    SSF legt ESG-Leitfaden für Investitionen in Immobilien vor

    SSF bietet mit ihrer neuen Veröffentlichung einen Leitfaden dafür, wie Nachhaltigkeitsfaktoren in direkte Immobilienanlagen integriert werden können. Die SSF Spotlight-Publikation mit dem Titel Sustainable Real Estate Investments bietet einer Medienmitteilung zufolge konkrete Anleitungen, wie Investitionsentscheidungen mit den ESG (Environmental, Social, Governance)-Kriterien für nachhaltiges Wirtschaften in Einklang gebracht werden können. Ausserdem soll sie in der vielfältigen Landschaft der Labels, Benchmarking- und Monitoring-Werkzeuge Orientierung geben. Die Publikation wurde in Zusammenarbeit mit der ZHAW School of Management and Law der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) erstellt.

    SSF verweist darauf, dass Wohn- und Geschäftsgebäude fast für ein Viertel der CO2-Emissionen der Schweiz verantwortlich sind. Und sie betont, dass die Einbeziehung von Nachhaltigkeit in Immobilien zahlreiche Vorteile mit sich bringe: höhere Mieteinnahmen, geringere Leerstandsquoten, eine verbesserte betriebliche Effizienz von Immobilienanlagen und -portfolios sowie eine attraktive wirtschaftliche Positionierung.

    „Angesichts der Tatsache, dass sich die Schweiz nun rechtlich zum Netto-Null-Ziel verpflichtet hat, ist es für Immobilieninvestoren von entscheidender Bedeutung, klare Strategien zu entwickeln, um den CO2-Fussabdruck ihres Portfolios zu reduzieren“, wird SSF-CEO Sabine Döbeli zitiert. Darüber hinaus könne die Integration von ESG-Faktoren in Risikoanalysen Risiken senken, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelt- und Marktschwankungen erhöhen und zu einem stabileren Investitionsumfeld beitragen.

  • Holcim setzt sich ehrgeizigere Klimaziele

    Holcim setzt sich ehrgeizigere Klimaziele

    Holcim dokumentiert die Fortschritte bezüglich seiner Klimastrategie im nun veröffentlichten zweiten Klimabericht. Mit diesem Bericht gebe das Unternehmen, einer der grössten Baustoffproduzenten der Welt, auch seine beschleunigten Klimaziele bekannt, heisst es dazu in einer Medienmitteilung.

    Diese seien im Einklang mit dem 1,5 Grad-Rahmen der Scienced Based Targets Initiative aktualisiert worden, so Nachhaltigkeits- und Innovationschefin Magali Anderson. Holcim wolle „eine Vorreiterrolle beim kohlenstoffarmen und zirkulären Bauen“ einnehmen.

    Demnach hat Holcim die Investitionen in grüne Technologien 2022 um 15 Prozent auf 403 Millionen Franken erhöht. Aufgrund dessen konnte der Konzern den Angaben zufolge seine CO2-Emissionen pro Einheit Nettoumsatz um 21 Prozent senken. 2023 sollen es weitere 10 Prozent sein.

    Desweiteren verpflichtet sich Holcim, bis 2030 kumulativ 2 Milliarden Franken in ausgereifte Technologien zur CO2-Abscheidung aus der Luft zu investieren. Damit sollen pro Jahr mehr als 5 Millionen Tonnen CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden.

    6,8 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle wurden in neuen Gebäuden wiederverwertet. Mit diesem Zwischenergebnis wird das Unternehmen voraussichtlich sein Ziel übertreffen, bis 2025 rund 10 Millionen Tonnen zu erreichen. „Wir setzen uns dafür ein“, so CEO Jan Jenisch, „kohlenstoffarmes und zirkuläres Bauen voranzutreiben und Gebäude nachhaltiger zu nutzen, um Städte zu bauen, die für Menschen und den Planeten funktionieren.“

    Dieser zweite Klimabericht wird der Generalversammlung am 4. Mai zur Abstimmung vorgelegt. Dies spiegelt laut der Mitteilung Holcims Verpflichtung wider, dem Aktionariat ein Mitspracherecht bei der Klimastrategie einzuräumen.

  • Radikale Restrukturierung der Credit Suisse Investment Bank

    Radikale Restrukturierung der Credit Suisse Investment Bank

    Im Rahmen der Transaktion hat sich Apollo bereit erklärt, einen wesentlichen Teil des SPG-Portfolios der Credit Suisse zu erwerben. Diese Transaktion wird zusammen mit dem geplanten Verkauf anderer Portfolioanlagen an Drittinvestoren voraussichtlich die SPG-Vermögenswerte von 75 Mrd. USD2 auf rund 20 Mrd. USD reduzieren, und zwar durch eine Reihe von Transaktionen, die voraussichtlich bis Mitte 2023 abgeschlossen sein werden.

    Der Abschluss dieser Transaktionen wird voraussichtlich eine Auflösung von risikogewichteten Aktiva (RWAs) von bis zu rund USD 10 Milliarden erreichen, abhängig vom Umfang der letztendlich übertragenen Vermögenswerte. 3 Die verbleibenden Vermögenswerte in Höhe von rund USD 20 Milliarden, die Erträge zur Unterstützung des Ausstiegs aus dem SPG-Geschäft generieren werden, werden von Apollo im Rahmen einer Investment-Management-Beziehung mit einer erwarteten Laufzeit von fünf Jahren verwaltet, die beim ersten Abschluss abgeschlossen wird.

    Es wird erwartet, dass Apollo die Mehrheit des SPG-Teams einstellen wird und nach Abschluss der Transaktion die üblichen Übergangsdienstleistungen von der Credit Suisse erhalten wird, um eine nahtlose Erfahrung für die Kunden zu gewährleisten. Die Credit Suisse wird auch einen Teil der an Apollo übertragenen Vermögenswerte finanzieren.

    Gemäss den Bedingungen der mit Apollo geplanten Transaktionen wird erwartet, dass die CET1-Kapitalquote der Credit Suisse durch die Auflösung von RWAs und die Erfassung der von Apollo gezahlten Prämie bei Abschluss gestärkt wird, wobei der endgültige Betrag von Diskontierungssätzen und anderen transaktionsbezogenen Faktoren abhängt.

    Der Abschluss der Transaktion wird in der ersten Jahreshälfte 2023 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen, Kundenzustimmungen und anderer üblicher Abschlussbedingungen.

  • Andermatt Swiss Alps Investiert CHF 350 Millionen

    Andermatt Swiss Alps Investiert CHF 350 Millionen

    Die Investition von Vail Resorts von CHF 149 Mio. setzt sich aus zwei Teilen zusammen: CHF 110 Mio. für die Andermatt-Sedrun Sport AG zur Verbesserung des Gästeerlebnisses, zum Beispiel im Bereich der Lifte, Beschneiungsanlagen, Gastronomie, Freizeitangebote und weiterer Infrastruktur am Berg.

    ASA wird den Erlös von CHF 39 Mio. zusätzlich zu den bereits vorgesehenen CHF 350 Mio. in die weitere Entwicklung ihres Kerngeschäfts im Bereich Hotels, Infrastruktur und den Ausbau von Andermatt Reuss über die nächsten drei bis fünf Jahre investieren. Die Investitionen werden zwischen Andermatt und Sedrun aufgeteilt.

    Nach Genehmigung durch die Aktionäre und Behörden ist Vail Resorts jetzt im Besitz von 55 Prozent der Anteile an der Andermatt-Sedrun Sport AG. ASA hält weiter 40 Prozent der Anteile, die restlichen 5 Prozent sind im Streubesitz. Ziel der Partnerschaft zwischen Vail Resorts und ASA ist der Ausbau von Andermatt und Sedrun in die gemeinsame Vision «The Prime Alpine Destination».

    Ab dem 4. August fällt das Management des Unternehmens in den Verantwortungsbereich von Vail Resorts. Mike Goar wird zum  Verwaltungsratspräsident und Managing Director der Andermatt-Sedrun Sport AG ernannt. Für den laufenden Betrieb von Andermatt-Sedrun, insbesondere der SkiArena Andermatt-Sedrun, ergeben sich keine Änderungen.

    «Ich freue mich darauf, mit dem unglaublichen Team von Andermatt-Sedrun Sport AG, unseren passionierten Partnern und den engagierten Behörden zusammenzuarbeiten – und von ihnen zu lernen», so Mike Goar. «Ich kann es kaum erwarten, diese wichtigen Investitionen in der Destination voranzutreiben, denn gemeinsam arbeiten wir daran, Andermatt-Sedrun zu einer der führenden Alpendestinationen in Europa zu machen. Wir sind stolz, dieses besondere

    Skigebiet in das Netzwerk von Vail Resorts aufnehmen zu können, und ich stehe persönlich für die operative Exzellenz und eine gute Zusammenarbeit ein.» Raphael Krucker, CEO der Andermatt Swiss Alps AG und Mitglied des Verwaltungsrats der Andermatt-Sedrun Sport AG, sagt dazu: «Vail Resorts ist der ideale Partner, um unser Ziel zu erreichen. Gemeinsam werden wir Andermatt und Sedrun zur Prime Alpine Destination ausbauen. Ich freue mich ausserordentlich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und die zusätzliche Erfahrung und Kompetenzen, die Vail Resorts in die Destination Andermatt und Sedrun einbringen wird.»

  • Swiss Prime Site kauft Akara-Gruppe

    Swiss Prime Site kauft Akara-Gruppe

    Swiss Prime Site kauft die in Zug ansässige Akara-Gruppe auf. Die Transaktion soll Mitte Januar rückwirkend auf den Jahresbeginn vollzogen werden, informiert die Solothurner Immobiliengesellschaft in einer Mitteilung.

    Die Übernahme soll den Geschäftsbereich Immobilienfonds (Swiss Prime Site Solutions) von Swiss Prime Site stärken. Laut Mitteilung verwaltet Akara Immobilieninvestitionen in Gesamthöhe von rund 2,3 Milliarden Franken. Über den Kaufpreis haben die Partnerunternehmen Stillschweigen vereinbart.

    „Wir sind sehr erfreut, mit der Akara-Gruppe ein innovatives, dynamisches und gleichzeitig etabliertes Unternehmen akquirieren zu können“, wird René Zahnd, CEO Swiss Prime Site, in der Mitteilung zitiert. „Das Geschäftsmodell des Fondsanbieters sowie die Unternehmenskultur passen perfekt zu Swiss Prime Site Solutions.“

    Die Akara-Gruppe setzt sich aus der Akara Funds AG, der Akara Real Estate Management AG und der Akara Property Development AG zusammen. Sie sollen im Laufe des nächsten Jahres in Swiss Prime Site Solutions integriert werden. Das Portfolio von Real Estate Assets under Management inklusive der in Entwicklung befindlichen Projekte erreiche dadurch ein Volumen von über 6,5 Milliarden Franken, schreibt Swiss Prime Site. Die Immobiliengesellschaft rechnet damit, 2022 im Geschäftsbereich Immobilienfonds einen Beitrag zum Betriebsergebnis auf Stufe EBIT in Höhe von 27 bis 28 Millionen Franken zu verbuchen.