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  • «Verdichtung oder Verdrängung? Wenn Neubauten ersetzen»

    «Verdichtung oder Verdrängung? Wenn Neubauten ersetzen»

    Für die Stadt Zürich lässt sich seit den 2000er Jahren eine rasante bauliche Dynamik beobachten. Während die in den zurückliegenden Dekaden favorisierte horizontale Erweiterung der Stadt längst an ihre Grenzen gestossen ist und kaum Baulandreserven existieren, wird nunmehr aktiv eine nachhaltige Verdichtung nach Innen mittels Ersatzneubauten gefördert. Ziel ist es, mehr ressourcensparenden Wohnraum zu schaffen, um den bestehenden Bedarf zu decken und das prognostizierte Bevölkerungswachstum aufzufangen. Die Transformation ist tiefgreifend: So wird beispielsweise bis zu einem Drittel des Wohnungsbestandes des Stadtteils Schwamendingen in den nächsten Jahrzehnten durch Neubauten ersetzt. Auch was denkmalpflegerisch geschützt ist, ist Verfügungsmasse.

    Diese Veränderung von niedrig-verdichteten zu hoch-verdichteten Quartieren zieht grundlegende räumliche und soziale Veränderungen nach sich. Der Abriss von Bestandsbauten geht nicht selten mit dem Verlust besonders preisgünstigen Wohnraums und einer Verdrängung der bestehenden Wohnbevölkerung einher; mit einschneidenden Folgen insbesondere für vulnerable Gruppen wie Ältere, kinderreiche Familien und Personen mit niedrigeren Einkommen.

    Wie auch ihre Vorgängerinnen, bezieht sich die aktuelle Erneuerungswelle auf quantitative und wissenschaftliche Argumentationen: Waren es zu Beginn des 20. Jahrhunderts Versprechen von Hygiene, Tugend und Bezahlbarkeit, legitimieren heute die Schlagworte «Nachhaltigkeit», «Qualität» und «Diversität» Abriss und Neubau. Doch was als Handlung in einem Moment nur folgerichtig erscheinen mag, ist oft schon innerhalb weniger Jahrzehnte kaum mehr verständlich.

    «Verdichtung oder Verdrängung?» macht Zusammenhänge sichtbar und rückt Fragen in den Vordergrund. Die Ausstellung ist multiperspektivisch angelegt und liefert keine fertigen Antworten auf die brennenden Fragen, sondern zeigt auf, wie auch rational begründete Argumente stets historisch kontingent sind und Betroffene sowie Beteiligte die resultierende Transformation unterschiedlich begründen, deuten und erleben.

    Das ZAZ BELLERIVE Zentrum Architektur Zürich präsentiert vom 26. Januar bis 26. März 2023 die Ausstellung «Verdichtung oder Verdrängung? Wenn Neubauten ersetzen». Ein Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt in Kooperation mit den Studiengängen MAS GTA und MAS in Housing, D-ARCH, ETH Zürich. Mit Gastbeiträgen von Countdown 2030, Mieten-Marta, Newrope/ETH Professur für  Architektur und Urbane Transformation.

  • AXA erhöht Anteil an erneuerbaren Energien

    AXA erhöht Anteil an erneuerbaren Energien

    AXA hat Pläne zum Ausbau der erneuerbaren Energien bekanntgegeben. Insgesamt 200 der von den AXA Investment Managers verwalteten 750 Immobilienobjekte sollen laut einer Medienmitteilung in den nächsten vier Jahren Photovoltaikanlagen erhalten. Die klimafreundliche Stromproduktion komme der schweizweiten Energieversorgung zugute. Auf 18 Dachflächen im Raum Winterthur und Zürich sollen bereits in den kommenden Wochen Anlagen in Betrieb gehen.

    Den Anfang machte der Hauptsitz in Winterthur. Der über 90-jährige Turm wurde auf einer Fläche von 730 Quadratmetern mit 382 Solarpanelen bedeckt. Der Versicherer kündigt an, 90 Prozent der Energie selbst zu nutzen, was den Energiebedarf dieser Immobilie zu 15 Prozent abdeckt. Das Ziel, alle AXA-Geschäftsbauten in Winterthur mit Photovoltaikanlagen auszurüsten, sei in Kürze erreicht. Die Liegenschaft an der Römerstrasse sei das erste zertifizierte 2000-Watt-Areal in Transformation.

    Parallel plant die AXA die Installation von Photovoltaikanlagen auf Dächern weiterer Liegenschaften aus ihrem Portfolio. Einige setzen das Modell Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) um, bei dem sich Stromnutzer vertraglich zusammenschliessen und die vor Ort erzeugte Energie selbst nutzen. Elf weitere ZEVs sollen im Raum Winterthur und Zürich hinzukommen.

    Mit einer Reihe von Strategien engagiert sich AXA für die Nachhaltigkeitsziele. So kommen bei Neubauten und Sanierungen erneuerbare Energien und umweltschonender Heizsysteme zum Einsatz. Zur Nachhaltigkeitsstrategie des Versicherungsunternehmens gehören ebenso die Erhöhung der Energieeffizienz, eine naturnahe Gestaltung der Aussenflächen sowie ressourcenschonende Bauweisen.

  • Frauenpower für die Energiewende

    Frauenpower für die Energiewende

    Im Energiesektor ist der Frauenanteil seit jeher gering, in Führungspositionen erst recht. Die Bedingungen sind für Frauen schwieriger als für Männer. Das beginnt schon bei der Ausbildung, denn Frauen trauen sich immer noch zu selten, mathematisch-naturwissenschaftliche oder technische Berufe zu ergreifen. Dabei bringen sie nicht weniger mathematisches oder technisches Verständnis mit, sind aber gleichzeitig stark am Gemeinwohl und an Innovationen interessiert.  

    Klimabewegung in weiblicher Hand 
    Eine gute Nachricht vorweg: Der Frauenanteil im Bereich der erneuerbaren Energien wächst stärker als im konventionellen Energiesektor. Ein möglicher Grund könnte das steigende Bewusstsein für den Klimawandel sein, denn schlussendlich ist weltweit die Klimabewegung weitgehend weiblich. Zudem geben Frauen als Grund für ihre Berufswahl häufig an, mit ihrer Tätigkeit etwas Sinnvolles tun zu wollen. Frauenpower ist also erwünscht: Denn es ist längst erwiesen, dass Unternehmen von einer vielfältigeren Belegschaft und einem gemischten Führungsteam nachhaltig profitieren.

    Doch wie sieht es eigentlich beim Energielösungsunternehmen Helion aus, dass in einer typischerweise Männer dominierten Branche tätig ist. Oder ist dem überhaupt so? Und wo genau sind die Frauen im Unternehmen zu finden? Wir haben nachgefragt: Derzeit machen Frauen nur 12 Prozent der Belegschaft aus und sind vor allem in den Bereichen Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Personalwesen anzutreffen. Aber nicht nur! Weitere Infos auf www.helion.ch News.