Schlagwort: Jahresrückblick

  • Ein Jahr zum Vergessen? Nicht für Wohneigentümer:innen und Mieter:innen!

    Ein Jahr zum Vergessen? Nicht für Wohneigentümer:innen und Mieter:innen!

    2021 dürfte den wenigsten als strahlendes Jahr in Erinnerung bleiben – die nicht enden wollende Pandemie lässt grüssen. Ein zuverlässiger Lieferant positiver Nachrichten war jedoch der Immobilienmarkt. Besitzer:innen von Eigentumswohnungen konnten im Jahresverlauf einen Wertanstieg von 7,3 Prozent verbuchen, bei den Einfamilienhäusern lag der Zuwachs mit 6,9 Prozent fast ebenso hoch. Dies zeigt die Auswertung von Verkaufsinseraten im Rahmen des Swiss Real Estate Offer Index, der von der Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben wird.

    Der Grund für die bedeutenden Wertsteigerungen dürfte nicht allein in den pandemiebedingt veränderten Wohnbedürfnissen liegen. Auch die Wirtschaft entwickelt sich solide, die Zuwanderung hält an und das Angebot an Grund und Boden wird immer knapper. Gleichzeitig sind die Konsumentenpreise stark gestiegen, was die Attraktivität von Sachwerten wie Wohneigentum als Inflationsschutz zusätzlich steigert.

    Auch für Mieter:innen keine Hiobsbotschaften
    2021 meinte es auch mit Mieter:innen nicht schlecht. Wer auf der Suche nach einer neuen Wohnung war, konnte über das Jahr im Landesmittel von einem minimalen Rückgang der Angebotsmieten von 0,3 Prozent profitieren. Dass die Mietentwicklung insgesamt ins Minus kippte, ist einem veritablen Jahresendspurt zu verdanken: Im Dezember wurde landesweit ein Nachlass von 0,9 Prozent registriert. 

    Was bringt 2022 für den Schweizer Immobilienmarkt? «Unter den aktuellen Bedingungen dürfte auch das neue Jahr mit steigenden Liegenschaftspreisen aufwarten. Ob es vielleicht doch zur Trendwende kommt, liegt wesentlich in der Hand der Währungshüter: Die amerikanische Zentralbank (Fed) hat angekündigt, den Leitzins schneller anzuziehen als geplant. Ziehen die europäischen (EZB) und Schweizer Währungshüter:innen (SNB) mit, wäre auch hierzulande mit Preisrückgängen zu rechnen», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, Swiss Marketplace Group.

  • So war das (PropTech-)Jahr…

    So war das (PropTech-)Jahr…

    Das Geld scheint im Moment förmlich auf der Strasse zu liegen. Es wurden eine Reihe namhafter Finanzierungsrunden geschlossen und zahlreiche Seed-Fundings lukriert. Neben den professionellen Venture Capital-Gesellschaften waren es zunehmend auch Corporates, die sich hier ein Stück vom (PropTech-)Kuchen abschneiden wollen – unter anderem um sich entsprechendes Produkt-Know-how und Digitalkompetenz im Unternehmen zu sichern.

    Immer mehr Versicherungen und Banken nutzten die vergangenen zwölf Monate, um ihr eigenes Ökosystem „Wohnen“ aufzubauen. Was im «Corona-Jahr» 2020 geplant und konzipiert wurde, kam in 2021 zur Umsetzung – mit dem Ziel die eigene Marktposition etwa im Hypothekargeschäft, in der Immobilienvermarktung oder im Bereich Versicherungslösungen zu stärken.

    Die Mobiliar machte mit ihren Unternehmungen in Richtung Ökosystem am meisten von sich reden. Das Versicherungsunternehmen hat u.a. gemeinsam mit Raiffeisen das Joint Venture Liiva ins Leben gerufen, um mit dieser Plattform ihren Kunden Zugang zum Ökosystem Wohnen zu eröffnen und eine durchgängige Wertschöpfungskette aufzubauen. Aber auch die Credit Suisse, der Hypothekenspezialist Moneypark und das auf Daten spezialisierte PropTech Pricehubble verkündeten vor Kurzem ihre Partnerschaft, mit dem Ziel eine Service- und Informationsplattform für Eigenheimbesitzer zu schaffen. Und auch für die Kantonalbanken, schon länger mit der Plattform newhome.ch am Markt, gehören Immobilien zum Kerngeschäft. Mit einer wesentlichen Beteiligung dreier Kantonalbanken am PropTech-Unternehmen emonitor, führend in der Digitalisierung von Vermietungs- und Vermarktungsprozessen, ist auch hier ein weiterer Schritt Richtung Ökosystem Wohnen gesetzt.

    Das vergangene Jahr war auch geprägt von Fusionen und Zusammenschlüssen von bestehenden Geschäftsmodellen – etwa dem Portal- und Lösungsanbieter Flatfox und der Bewirtschaftungslösung Aroov. Richtig «eingeschlagen» hat die Mitteilung des Zusammenschlusses mehrerer Immobilienportale wie homegate.ch und ImmoScout24 unter der Marke Swiss Marketplace Group (SMG), einem gemeinsamen Joint Venture von TX Group, Ringier, die Mobiliar und General Atlantic.

    Es bleibt also spannend, wie es im neuen Jahr weitergeht und welche konkreten Erfolge wir beobachten werden. Die Basis ist vielfach geschaffen, aber auch auf Ebene Organisation, Neustrukturierung und Governance gibt es sicher noch Einiges zu tun. Und auch das Thema Nachhaltigkeit wird im neuen Jahr vermutlich noch öfter genannt werden…

    Mehr Impulse finden Sie bei PropTechMarket: https://proptechmarket.net/impulse

  • Jahresrückblick 2020 der SVSM

    Jahresrückblick 2020 der SVSM

    Sehr viel direkter und substanzieller von der Corona-Pandemie betroffen sind Sie, unsere Mitglieder. Zahlreiche Standort- und Wirtschaftsförderungen mussten die Erfahrung machen, dass jahrelange Aufbauarbeit innert weniger Wochen wegen des Lockdowns bzw. wegen regionaler Lockerungen praktisch bedeutungslos werden kann. Massgebend für Einkaufs-, Freizeit- und Reiseverhalten waren plötzlich ganz andere Faktoren, vornehmlich die Frage: Was ist wo noch erlaubt? Standort- und Wirtschaftsförderungen können in einer solchen Situation – in der aus meiner Sicht der Föderalismus an seine Grenzen stösst – kaum mehr Einfluss nehmen. Erschwerend kommt hinzu: Wo das Gewerbe ums Überleben kämpft, bleibt weder Zeit noch Energie, geschweige denn Geld übrig, regionale Standortvorteile zu sichern und zu bewerben. Doch gerade jetzt gilt es, langfristig zu denken, zu investieren und Erreichtes weiter auszubauen. 

    In diesen besonderen Zeiten möchten wir Ihnen umso mehr für Ihre Treue zu unserem Verband danken – auch wenn Sie 2020 nicht von allen Leistungen, auf die Sie im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft Anspruch haben, profitieren konnten. Auch unseren Sponsoren, UPC Schweiz und Elektrizitätswerke des Kantons Zürich EKZ, danken wir an dieser Stelle bestens für ihr Engagement. Wir hoffen sehr, dass wir im Herbst 2021 einen Halbtagesanlass als neues Format durchführen können. Unsere Generalversammlung im Frühjahr wird aber auch dieses Jahr virtuell stattfinden. Wir senden Ihnen in den nächsten Wochen alle entsprechenden Informationen und Unterlagen. Selbstverständlich halten wir Sie auch über unser Jahresprogramm auf dem Laufenden, unter anderem mit unserem Newsletter.