Schlagwort: Juch-Areal

  • Juch-Areal soll zu Leuchtturm des zirkulären Bauens werden

    Juch-Areal soll zu Leuchtturm des zirkulären Bauens werden

    Die Graber Pulver Architekten AG aus Zürich hat den Architekturwettbewerb der Stadt Zürich für den geplanten Neubau des Recyclingzentrums Juch-Areal von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) in Zürich-Altstetten für sich entschieden. Mit dem Neubau wollen das Zürcher Amt für Hochbauten und das ERZ ein Pionierprojekt bei der Wiederverwertung von Bauteilen schaffen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Demnach wollen sie „die Möglichkeiten der Wiederverwendung von Bauteilen und das Potenzial der zirkulären Bauwirtschaft bei öffentlichen Bauten maximal ausloten“. Aus diesem Grund sollten die eingereichten Wettbewerbsprojekte einen möglichst hohen Anteil an wiederverwendeten Bauteilen vorweisen.

    So stammt das Baumaterial für das Siegerprojekt grösstenteils aus der unmittelbaren Umgebung von Zürich. Im Betriebsgebäude und im Hallenboden kommen gebrauchte Stahlbetonplatten zum Einsatz. Die Wände bestehen aus Holzrahmenkonstruktionen, die mit alten Büchern, Zeitschriften und Kleidern gedämmt werden. Ausrangierte Baugerüste werden als Lagerregale neu genutzt. Die bestehende Hallenstruktur soll nur leicht angepasst wieder aufgebaut werden.

    Die Fassaden werden durch Platten aus rezykliertem Glas und Aluminium sowie durch alte Küchenabdeckungen, Türen und Tischplatten vor der Witterung geschützt. Die Begrünung der Fassaden soll Pflanzen und Tieren Lebensraum bieten und für eine lokale Hitzeverringerung sorgen.

    Durch die Verwendung von alten Bauteilen spart die Stadt Zürich fast 600 Tonnen Kohlenstoffdioxid gegenüber einem konventionellen Neubau ein. Das entspricht einer Verringerung des Treibhausgases um 40 Prozent.

    Den zweiten Platz belegte das Studio Hammer aus Basel. Der dritte Platz ging an die Zürcher Arbeitsgemeinschaft Studio Burkhardt und Lucas Michael Architektur.

  • Neues Recyclingzentrum setzt auf Kreislaufwirtschaft

    Neues Recyclingzentrum setzt auf Kreislaufwirtschaft

    Die Stadt Zürich plant die Einrichtung eines nachhaltigen, innovativen Recyclingzentrums auf dem Juch-Areal in Zürich-Altstetten. Es soll den Recyclinghof Hagenholz ersetzen. Für die Umsetzung des Projekts hat der Stadtrat nun einen Zusatzkredit in Höhe von 4,24 Millionen Franken gesprochen, informiert das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt Zürich in einer Mitteilung.

    Bereits der Bau des neuen Recyclingzentrums soll als Pilotprojekt für zirkuläres Bauen dienen. Dabei ist einerseits die Wiederverwendung möglichst vieler Elemente aus der Recyclinghalle Hagenholz und anderer Bauteile in städtischem Eigentum geplant. Zum anderen wird Wert auf eine einfache und unabhängige Erneuerung von Bauteilen des neuen Recyclingzentrums gelegt.

    Auch das Betriebskonzept des Zentrums ist an Prinzipien der Kreislaufwirtschaft ausgerichtet. Dabei ist geplant, Entsorgungsgüter soweit wie möglich zu reparieren und der Wiederverwendung zuzuführen.

    Das neue Recyclingzentrum auf dem Juch-Areal soll Ende 2026 in Betrieb genommen werden. Zu einem späteren Zeitpunkt will die Stadt Zürich auch den Recyclinghof Werdhölzli durch ein gleichwertiges Recyclingzentrum in Zürich-Nord ersetzten, erläutert das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement.