Schlagwort: Kanton Luzern

  • Luzern will Verkehrsinfrastruktur als Solarkraftwerke nutzen

    Luzern will Verkehrsinfrastruktur als Solarkraftwerke nutzen

    Der Kanton Luzern will zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung mehr Sonnenenergie nutzen und zusätzliche Flächen der kantonseigenen Strasseninfrastruktur als Solarkraftwerke nutzen. Der Kanton sieht vor, etwa Brücken, Tunnel, Galerien, Lärmschutzwände, Fahrbahnen, Böschungen und Stützmauern mit Photovoltaik auszustatten.

    Wie es in einer Mitteilung heisst, könne durch Sonnennutzung an den am besten geeigneten Standorten zehnmal mehr Energie gewonnen werden als heute. Das Photovoltaikpotenzial auf diesen Flächen sei demnach steigerungsfähig, hält der 2024 erschienene Fachbericht „Potenziale der erneuerbaren Energieproduktion im Kanton Luzern“ fest.

    Konkrete Zahlen zum Stromerzeugungspotenzial sollen zwei Pilotprojekte ergeben. Auf der Lärmschutzgalerie in Knutwil und bei der Rontalbrücke bei Buchrain und Dierikon sollen Photovoltaikanlagen installiert werden. Laut Mitteilung lasse sich auf den Flächen 1 Gigawattstunde regenerativer Strom erzeugen.

    Die Anlage auf der Rontalbrücke soll in Jahr 2025 in Betrieb gehen und wird vom Kanton realisiert, der dort Eigenstrombedarf vorsieht. Über die grösste Fläche der untersuchten Objekte verfüge die Lärmschutzgalerie Knutwil. Sie sei so gross wie ein halbes Fussballfeld, die Anlage dort soll planmässig ab 2026 Sonnenstrom liefern. Vor dem Bau der Anlage stehen verschiedene Sanierungsmassnahmen an der Lärmschutzgalerie an.

  • Einblick in die Klimastrategie des Kantons Luzern

    Einblick in die Klimastrategie des Kantons Luzern

    Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung. Auch der Kanton Luzern erwartet in Zukunft trockenere Sommer, mehr Hitzetage, mehr Starkniederschläge und schneeärmere Winter.

    Luzern verfolgt Doppelstrategie
    In seiner Klimapolitik strebt der Kanton Luzern in Übereinstimmung mit der Zielsetzung des Bundes und des Klimaabkommens von Paris das Ziel an, die Treibhausgasemissionen im Kanton bis 2050 auf netto null zu senken. Netto null bedeutet, dass zwar weiterhin Treibhausgasemissionen in bestimmten Bereichen entstehen, diese aber in mindestens gleichem Umfang wieder aus der Atmosphäre entfernt werden.

    Da die Auswirkungen des Klimawandels in den nächsten Jahren – auch mit Klimaschutzmassnahmen – weiter zunehmen werden, will der Kanton Luzern zusätzlich Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel umsetzen.

    Diese Doppelstrategie und entsprechende Massnahmen hat der Luzerner Regierungsrat in seinem Planungsbericht «Klima- und Energiepolitik 2021 des Kantons Luzern» festgehalten. 2022 hat er in seiner «Massnahmen- und Umsetzungsplanung Klima und Energie 2022–2026» konkret aufgezeigt, wie welche Massnahmen in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.

    Massnahmen von Raumentwicklung bis Bildung
    Ein Massnahmenüberblick zeigt insgesamt 134 Massnahmen zu Klimaschutz und -anpassung in diversen Bereichen wie Raumentwicklung, Gebäude, Mobilität und Verkehr, Umgang mit Naturgefahren, Energie, Entsorgung und Recycling, Wasserwirtschaft, Waldwirtschaft, Landwirtschaft, Gesundheit, Industrie oder Bildung.

    Als konkrete Massnahmen zum Klimaschutz will der Kanton Luzern beispielsweise energetische Vorschriften für Neubauten anpassen, umweltfreundliche Baumaterialien fördern, Programme zur effizienten Ressourcennutzung in der Landwirtschaft lancieren oder innovative Ansätze zur Abfallvermeidung im Gewerbe prüfen.

    Zur Anpassung an den Klimawandel plant der Kanton Luzern etwa raumplanerische Massnahmen zum Hochwasserschutz, die Sensibilisierung von vulnerablen Bevölkerungsgruppen bei Hitzewellen, die Förderung der Wiederbewaldung oder gesetzliche Grundlagen für die klimaangepasste Siedlungsentwicklung.

    Alle Massnahmen sind in der Massnahmen- und Umsetzungsplanung des Kantons Luzern detailliert beschrieben.

  • Swisspor baut in Reiden

    Swisspor baut in Reiden

    Swisspor will in Reiden Mehlsecken ein Produktionswerk für mineralische Dämmstoffe und ein Dienstleistungszentrum errichten. Das international tätige Unternehmen mit Sitz in Stans habe sich das vom Kanton Luzern als strategisches Arbeitsgebiet ausgewiesene Areal im Umfang von 200’000 Quadratmetern kaufrechtlich gesichert, informiert die Staatskanzlei Luzern in einer Mitteilung. Die von swisspor geplante Einrichtung eines Gebäude- und Umwelttechnologie-Clusters wird vom Kanton Luzern und der Gemeinde Reiden unterstüzt.

    Für die eigenen Anlagen wird swisspor 145’000 Quadratmeter der Gesamtfläche des Areals nutzen. Die restliche Fläche ist für Forschungseinrichtungen und andere im Bereich Gebäude- und Umwelttechnologie tätige Unternehmungen reserviert. Die Hochschule Luzern will in Reiden Mehlsecken ihre bereits bestehende Zusammenarbeit mit swisspor ausbauen.

    Darüber hinaus sollen weitere branchenverwandte Betriebe und Forschungspartner angeworben werden. Die Koordinierung dafür habe der Switzerland Innovation Park Central übernommen, heisst es in der Mitteilung. Auch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) sei angesprochen worden.

    „Wir unterstützen die Entstehung eines Gebäude- und Umwelttechnologie-Clusters mit swisspor und der Hochschule Luzern“, wird Regierungsrat Fabian Peter in der Mitteilung zitiert. Der Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes sieht darin einen doppelte Chance für Region und Kanton: „Einerseits entstehen Arbeitsplätze, Innovation und Wertschöpfung und andererseits ermöglicht das Cluster einen Beitrag zur Erreichung unserer Klimaziele.“

  • Kanton Luzern erhöht Fördergelder für Energie

    Kanton Luzern erhöht Fördergelder für Energie

    Der Kanton Luzern stockt seinen Beitrag zum Förderprogramm Energie 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Millionen auf 5,5 Millionen Franken auf. Zusammen mit dem Sockelbetrag und der Ergänzung des Bundes stehen damit insgesamt rund 23 Millionen Franken zur Verfügung. Privatleute können ihre Gesuche für Zuschüsse zur Steigerung der Energieeffizienz und den Einsatz von erneuerbarer Energie in ihren eigenen vier Wänden ab dem 10. Januar einreichen.

    Wie es in einer Mitteilung des Kantons weiter heisst, sei das Förderprogramm nach fünfjähriger Erfahrung geprüft und optimiert worden. Dabei sei der Einbezug wichtiger Interessensgruppen hilfreich gewesen. „Die Zusammenarbeit mit dem Gewerbe, mit den verschiedenen Verbänden und mit der Hochschule ist wichtig, damit wir die Erfolgsgeschichte des Förderprogramms Energie weiterschreiben können“, wird der für Bau, Umwelt und Energie zuständige Regierungsrat Fabian Peter zitiert.

    Zu den wichtigsten Änderungen für das Jahr 2022 zählen neue Fördermassnahmen wie der Anschluss an ein Wärmenetz mit erneuerbaren Energien, nichtautomatische Holzfeuerungen und Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität in bestehenden Mehrfamilienhäusern. Anpassungen habe es auch bei den Fördersätzen gegeben. So werden Erneuerungen der Gebäudedämmung nun mit 60 statt 40 Franken pro Quadratmeter bezuschusst. Die Fördersätze für thermische Solaranlagen werden verdoppelt. Ausserdem gelten neu pauschale Fördersätze für die Haustechnik bis 15 Kilowatt, etwa bei einer Wärmepumpe, einer Holzfeuerung oder bei einem Fernwärmeanschluss.