Schlagwort: Kanton Zürich

  • Mehr Klarheit bei Baulinien im Kanton Zürich

    Mehr Klarheit bei Baulinien im Kanton Zürich

    Im Kanton Zürich sichern Verkehrsbaulinien den Raum für Infrastrukturen. Bauten, die in diesen Bereich hineinragen, sind nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Aufgrund rechtlicher Anpassungen in der Vergangenheit sind jedoch Unklarheiten entstanden, insbesondere bei vorspringenden Gebäudeteilen wie Balkonen und Erkern.

    Mit der geplanten Revision des Planungs- und Baugesetzes will der Regierungsrat diese Unsicherheiten beseitigen. «Wir wollen Balkone und Erker nur so weit einschränken, wie es für die Landsicherung und ortsbauliche Gestaltung erforderlich ist», erklärt Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh.

    Zusätzlich soll der Bau leicht entfernbarer Kleinbauten wie Velounterstände, Solarpanels oder Containerboxen erleichtert werden. Während solche Bauten im Baulinienbereich bereits heute bewilligt werden können, soll dies künftig auch im Strassenabstandsbereich möglich sein.

    Vereinfachte Anpassung von Baulinien
    Ein weiteres zentrales Element der Gesetzesrevision betrifft die Anpassung von Baulinien, die im Rahmen eines Quartierplanverfahrens festgesetzt wurden. Künftig sollen diese Änderungen im ordentlichen Verfahren möglich sein, wodurch aufwendige Quartierplanrevisionen vermieden werden.

    Positive Vernehmlassung und nächster Schritt
    Die vorgeschlagenen Änderungen stiessen in der Vernehmlassung auf breite Zustimmung. Die Mehrheit der rund 70 Teilnehmenden unterstützte die Anpassungen, wobei einige Eingaben zur Präzisierung der Vorlage führten.

    Die überarbeitete Gesetzesvorlage wurde nun an den Kantonsrat zur weiteren Beratung und an die zuständige Kommission zur Prüfung übergeben. Ziel ist es, durch klare gesetzliche Regelungen eine höhere Planungs- und Rechtssicherheit zu schaffen.

  • Kanton und Stadt wollen künftige Entwicklungsschwerpunkte erschliessen

    Kanton und Stadt wollen künftige Entwicklungsschwerpunkte erschliessen

    Neben kurz- und mittelfristigen Massnahmen wie einem neuen Buskonzept in Zürich Nord und dem Tram Affoltern sind auch längerfristige Angebotsausbauten für den öffentlichen Verkehr in Kanton und Stadt Zürich geplant. Bestandteil dieses Ausbaus ist ein Projekt, das heute von der Zürcher Regierungsrätin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und Stadtrat Michael Baumer, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, näher vorgestellt wurde: die Tramtangente Nord von Zürich Affoltern via Oerlikon nach Stettbach.

    ÖV-Ringsystem mit neuer Tangentialverbindung

    Das Projekt ist integraler Bestandteil der ZVV-Strategie 2025–2029 sowie der VBZ-Netzentwicklungsstrategie auf Basis des «Zukunftsbilds ÖV 2050», das unter anderem ein ÖV-Ringsystem mit einer neuen Tangentialverbindung von Affoltern via Oerlikon nach Stettbach vorsieht. «Zürich-Nord hat enormes Potenzial und strahlt weit über die Stadtgrenzen in den Kanton hinaus.», sagt Regierungsrätin und ZVV-Verkehrsratspräsidentin Carmen Walker Späh. «Es ist deshalb nach dem Tram Affoltern sinnvoll, die Tramtangente Nord genauer zu prüfen». Dies gilt umso mehr, als die Tramtangente Nord auch einen Teil der Gleise des Trams Affoltern nutzen soll, das ab 2026 gebaut werden soll.

    Die Rolle und die Aufgabe des öffentlichen Verkehrs im Kanton und in der Stadt Zürich sind anspruchsvoll: Er soll grosse Verkehrsströme auf möglichst klimaneutraler Basis sicherstellen und damit auch in Zukunft das Rückgrat einer zeitgemässen, klimafreundlichen und effizienten Mobilität sein. Schon heute wird ein grosser Teil des Verkehrs mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigt – im Kanton zu einem Drittel, in der Stadt zu rund 40 %. Mit Blick auf Klimaschutzmassnahmen und auf Basis der kantonalen und städtischen Strategien sollen diese Anteile weiter gesteigert werden.

    Stadtrat Michael Baumer bringt die Strategie auf den Punkt: «Nur mit kurzen Reisezeiten, Pünktlichkeit und einem dichten Netz können wir weiterhin attraktiv bleiben. Das geplante Ringsystem mit der Tramtangente Nord als ersten Schritt bringt den ÖV in der Stadt entscheidend weiter». Um das Bevölkerungswachstum in den Quartieren von Zürich Nord aufzufangen, ist ein gezielter Ausbau von Tram- und Busnetz notwendig.

    Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist eine der Grundlagen für die räumliche Entwicklungsstrategie der Stadt Zürich zur Förderung der Zentren im Norden und Westen der Stadt. Das Projekt wird nun rasch angegangen mit dem Ziel, dem Bund das Projekt zur Mitfinanzierung im Rahmen der Agglomerationsprogramme der 6. Generation einreichen zu können. Dieser verlangt jeweils ein abgeschlossenes Vorprojekt für die grossen Stadtbahnprojekte. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat diesen Sommer im Rahmen der ZVV-Strategie 2025–2029 entschieden, grünes Licht für erste Abklärungen zu geben und die Grundlage für einen entsprechenden Projektierungskredit schaffen zu lassen. Die nächsten Schritte in diesem Projekt macht jetzt die Stadt Zürich mit einer Potenzial- und Machbarkeitsstudie.

  • Kanton Zürich gleist Weiterförderung von Berggebiet und Weinland auf

    Kanton Zürich gleist Weiterförderung von Berggebiet und Weinland auf

    Der Kanton Zürich will das Zürcher Berggebiet und das Weinland im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes weiter fördern, informiert das kantonale Amt für Landschaft und Natur in einer Mitteilung. Ein entsprechendes Umsetzungsprogramm legt Schwerpunkte auf nachhaltigen Tourismus, die Vermarktung regionaler Produkte und Innovationsförderung von KMU. Dafür sollen in den Jahren 2024 bis 2027 insgesamt 6,2 Millionen Franken aufgewendet werden.

    Der Zürcher Regierungsrat hat bereits einen Betrag von rund 3,3 Millionen Franken bewilligt. Beim Bund werden weitere Mittel in Höhe von 2,4 Millionen Franken beantragt. Die restlichen Gelder bringen die Kantone Thurgau und St.Gallen sowie die Gemeinden in den beiden Regionen auf. Für die Umsetzung der Projekte spannt der Kanton Zürich mit der Standortförderung Zürioberland und ProWeinland zusammen. Entsprechende Leistungsvereinbarungen sollen abgeschlossen werden, „sobald der Bund das Programm genehmigt hat“, heisst es in der Mitteilung.

    Für die Förderung von nachhaltigem Tourismus will der Kanton das Berggebiet und das Weinland noch stärker als Ausflugs- und Naherholungsgebiet positionieren. Bei der Vermarktung regionaler Produkte ist zudem geplant „im Sinne der Kreislaufwirtschaft“ auszuloten, „wie sich Stoffkreisläufe in den Regionen schliessen lassen“.

    KMU im Zürcher Berggebiet haben bereits über ein überkantonales Programm Zugang zu Innovationsförderung, Coaching und Vernetzung. Weinländer KMU sollen diese Fördermöglichkeiten ab 2028 ebenfalls in Anspruch nehmen können. Dazu werde das Weinland die entsprechenden Grundlagen erarbeiten, erläutert das Amt für Landschaft und Natur.

  • Kanton Zürich initiiert Pilotprojekt für Innovationspotenzial von KMU

    Kanton Zürich initiiert Pilotprojekt für Innovationspotenzial von KMU

    Der Kanton Zürich hat in einer Medienmitteilung das Pilotprogramm KMU und Innovation zur Stärkung der Innovationskraft in KMU angekündigt. Es wurde mit einer dreijähirgen Laufzeit von der kantonalen Standortförderung im Auftrag von Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und im Verbund mit Netzwerk Standortförderung Kanton Zürich und der Zürcher Kantonalbank, der Zürcher Handelskammer (ZHK) und dem KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) erarbeitet. Das Standortförderprogramm sieht vor, dass KMU von Fachpersonen insbesondere aus der Privatwirtschaft sowie von Spezialisten für Innovation bereits in der Frühphase von geplanten Innovationen eine Orientierungshilfe bekommen und Unterstützung, um nationale Fördermittel zu beantragen.

    Die Innovationskraft in Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern berge Verbesserungspotenzial und zeige gegenüber den sich durch Innovationsaktivitäten zeigenden Grossunternehmen und Start-ups eine rückläufige Tendenz. Als Gründe für den Rückstand werden fehlender Wissenszugang sowie geringe Ressourcen bei der Umsetzung geplanter Vorhaben genannt. Viele KMU hätten zudem Hemmungen, sich mit anderen Unternehmen und Hochschulen zusammenzuschliessen. Einer Untersuchung der Fachstelle Volkswirtschaft im Amt für Wirtschaft und Arbeit in der Volkswirtschaftsdirektion zufolge sei zudem bei der „Vernetzung sowie bei der Kollaboration zwischen KMU“ Luft nach oben. Die Corona-Krise habe die Innovationskraft zusätzlich geschwächt.

    Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh will erreichen, dass KMU bei ihren Innovationstätigkeiten einen Satz nach vorne machen und damit die Branchenvielfalt „gerade in Krisenzeiten“ gesichert wird. „Die Schweiz ist ein KMU-Land. Umso wichtiger ist es, dass unsere KMU weiterhin für Arbeits- und Ausbildungsplätze sorgen“, wird sie in der Medienmitteilung zitiert. heg

  • Regierungsrat beantragt Kredit für Innovationspark Dübendorf

    Regierungsrat beantragt Kredit für Innovationspark Dübendorf

    Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat dem Kantonsrat drei Vorlagen für die Entwicklung des Flugplatzareals in Dübendorf vorgelegt, informiert die Staatskanzlei des Kantons Zürich in einer Mitteilung. Sie fussen auf einem Synthesebericht des Regierungsrats, der dem Kantonsrat im November 2021 überwiesen wurde. Mit den drei Vorlagen sollen die weiteren Planungs- und Umsetzungsarbeiten aufgegleist werden.

    Bei der ersten Vorlage handelt es sich um eine auf den Synthesebericht abgestimmte Teilrevision des kantonalen Richtplans. Sie ist mit dem rechtskräftigen kantonalen Gestaltungsplan Innovationspark Zürich abgestimmt, auf dessen Grundlage Baugesuche eingereicht werden können, erläutert die Staatskanzlei. In der Teilrevision werden die planerischen Eckwerte für den geplanten Innovationspark Zürich festgeschrieben.

    Mit der zweiten Vorlage beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat 97,45 Millionen Franken für die schrittweise Entwicklung des Innovationsparks. 44 Millionen Franken sollen dabei in Form von Darlehen vergeben werden. Der Innovationspark solle zudem „etappenweise, nach Bedarf der Nutzenden und umweltschonend“ entwickelt werden, was auch die finanziellen Risiken weiter minimiere, heisst es in der Mitteilung.

    Die dritte Vorlage sieht weitere 8,2 Millionen Franken für die Planung des Forschungs-, Test- und Werkflugplatzes in Dübendorf vor. Mit dem Beschluss über die Vorlage entscheide der Kantonsrat auch darüber, ob der Kanton bei der aviatischen Nutzung des Areals eine aktive Rolle übernehmen wolle oder nicht, erläutert die Staatskanzlei.

    Die Zürcher Handelskammer (ZHK) reagiert erfreut auf die Entscheidung des Regierungsrates. Es sei für den Innovations- und Forschungsplatz Zürich zentral, dem Innovationspark die richtigen Rahmenbedingungen zu geben, schreibt sie in einer Stellungnahme. Der ZHK ist es ein „wichtiges Anliegen…, dass die Flugpiste auf dem Areal in Dübendorf erhalten bleibt“. Dieser hebe den Standort von anderen Forschungs- und Innovationsstandorten ab.

  • Kanton Zürich lanciert neuen Shop für Geodaten

    Kanton Zürich lanciert neuen Shop für Geodaten

    Das Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich hat einen Shop für Geodaten entwickelt. Nutzer erhalten darüber kostenlosen Zugang zu raumbezogenen Daten im Kanton Zürich und können sie per Knopfdruck bestellen, heisst es in einer Medienmitteilung.

    Mit der neuen Shop-Lösung kommen nun auch nutzungsbeschränkte, also nicht offene Daten, hinzu. Bisher standen den Nutzern kantonale Geodatensätze als offene Behördendaten über den GIS-Browser maps.zh.ch oder einen Geodienst kostenlos zur Verfügung und konnten nur manuell abgerufen werden.

    Im Geodatenshop können insgesamt über 500 Produkte aus dem Geografischen Informationssystem eingesehen und bestellt werden, darunter Daten zu Bauten, Luft, Lärm und Klima. Später sollen auch Daten über Gebäude und Grundstücke, sogenannte Objektdaten der Plattform ObjektwesenZH, hinzukommen.

  • Innovationspark Dübendorf soll sich auf Mobilität ausrichten

    Innovationspark Dübendorf soll sich auf Mobilität ausrichten

    Eine vom Regierungsrat des Kantons Zürich eingesetzte Projektgruppe hat seit September 2020 eine Gesamtschau für das Flugplatzareal Dübendorf erstellt. Nun hätten die Mitglieder der Behördendelegation den Synthesebericht unterzeichnet, informiert die Staatskanzlei des Kantons Zürich in einer Mitteilung. Das Flugplatzareal soll als Innovationspark, Flugplatz und für militärische Zwecke genutzt werden.

    „Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit“ und „mit Rücksicht auf die Bevölkerung“ werde „etappenweise nur das gebaut, was gebraucht wird“, erläutert die Staatskanzlei. Ihr zufolge soll das Projekt „ein Leuchtturm für eine innovative urbane Entwicklung werden, insbesondere in den Bereichen Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit und schonendem Umgang mit Ressourcen“.

    Konkret sieht die Gesamtschau eine Unterteilung des Areals in vier Teilgebiete vor. Auf Teilgebiet A soll der Innovationspark mit den Schwerpunkten Mobilität, Robotik, Aviatik, Raumfahrt sowie moderne Fertigungstechnologie- und Materialforschung entstehen. Auf Teilgebiet B werden sich Innovationspark und ein Forschungs- und Werkflugplatz zu einem Aviatikcluster verbinden. Teilgebiet C ist für Nutzungen mit hohen Sicherheitsanforderungen reserviert. Die aviatischen Infrastrukturen sind im Teilgebiet D angesiedelt, in dem der Naturschutz eine zentrale Rolle spielen wird. Ein Flugplatzrundweg soll das Areal für Erholung und Freizeit der Bevölkerung nutzbar machen.

    Im nächsten Schritt soll nun das Planungsrecht für alle Teilbereiche geschaffen werden, heisst es in der Mitteilung. Konkret werden dort ein kantonaler und ein regionaler Richtplan sowie die kommunale Richt- und Nutzungsplanung genannt. Der kantonale Richtplan wird vom 6. September bis zum 5. November öffentlich aufgelegt.

    Die Zürcher Handelskammer (ZHK) begrüsst das Bekenntnis zur Dreifachnutzung als Innovationspark, ziviler und militärischer Flugplatz. Die Vision eines international führenden Standorts für die Forschung und Entwicklung an Mobilitätslösungen sei unterstützenswert, schreibt sie in einer Mitteilung. Allerdings bedauert sie den Verzicht auf die Geschäftsfliegerei. Diese sei für die Attraktivität des Wirtschaftsraums wichtig. Daher sollten die Türen für sie nicht endgültig geschlossen werden.

  • Kanton setzt Gestaltungsplan für ZHAW-Campus fest

    Kanton setzt Gestaltungsplan für ZHAW-Campus fest

    Der Campus Technikumstrasse der ZHAW in Winterthur wird innert 15 Jahren umfassend erneuert werden, erläutert die Baudirektion des Kantons Zürich in einer Mitteilung. In vier Etappen sollen dabei neue Gebäude und ein grösserer Freiraum entstehen. Gleichzeitig wird die Eulach im Bereich des Technikums renaturiert. In einer ersten Phase sollen zwei neue Laborgebäude gebaut und ein öffentlicher Park an der Eulach eingerichtet werden.

    Der entsprechende Gestaltungsplan war vom 6. April bis zum 8. Juni 2020 öffentlich aufgelegt worden. Gegen ihn seien 31 Einwendungen, hauptsächlich in Fragen der städtebaulichen Einbindung, des Geltungsbereichs, der Erschliessung und des Naturschutzes, eingegangen, informiert die Baudirektion. Weitere 18 Einwendungen hatten sich auf die Renaturierung der Eulach und die Definition des Gewässerraums bezogen.

    Gestaltungsplan und Gewässerraum seien anhand der Einwendungen überarbeitet und nun festgesetzt worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Beide Dokumente sowie die Berichte zu den Einwendungen liegen seit dem 26. Februar für 30 Tage öffentlich auf und können im Internet eingesehen werden. Sollten keine Rechtsmittel ergriffen werden, treten sie Ende März dieses Jahres in Kraft. Dann könnte die Stadt Winterthur die Baubewilligung für die erste Etappe erteilen.