Schlagwort: Kantonsbahnhof

  • Werkmatt Uri – Raum für Ideen

    Werkmatt Uri – Raum für Ideen

    Der Kanton Uri und die Gemeinde Altdorf erschliessen in der Werkmatt Uri Land für neue Business-Chancen für Unternehmerinnen und Investoren. Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe finden hier flexible Möglichkeiten. So sollen hier in Zukunft insgesamt über 1000 wertschöpfungsintensive Arbeitsplätze entstehen.

    Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung
    Als Eigentümerin strebt der Kanton Uri eine Win-win-Situation mit zukünftigen Investoren, Besitzerinnen und Nutzern im Areal an. Die öffentliche Hand investierte darum in das Gebiet zwischen dem künftigen Kantonsbahnhof und dem neuen Autobahn-Halbanschluss Altdorf Süd einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Grundstücke können im Kauf oder im Baurecht erworben werden.

    Erste Parzellen wurden bereits verkauft, und die erste Erschliessungsetappe ist fertig realisiert. In den nächsten Jahren sollen weitere Baufelder schrittweise verkauft und bebaut werden. Der Kanton entwickelt das Areal Werkmatt Uri koordiniert, so dass nachhaltige wirtschaftliche Nutzungen im regionalen Gesamtinteresse entstehen. Der Quartiergestaltungsplan dient bauwilligen Investoren und Firmen als eigentümerverbindliches, parzellenscharfes Planungsinstrument. Er setzt Leitplanken hinsichtlich Nutzung, Gestaltung, Infrastruktur und insbesondere Arbeitsplatzdichte.

    Zunehmendes Interesse spürbar
    Das Interesse an der Werkmatt Uri hat durch die Inbetriebnahme des Kantonsbahnhofs im Dezember 2021 noch einmal zugenommen. Bereits verkauft sind die beiden denkmalgeschützten Gebäude, das «Sackmagazin» des Architekten Robert Maillart und das «Silomagazin» des Architekten Eduard Züblin. Wo der Bund früher Getreidesäcke für den Notfall stapelte, finden sich heute spannende Sammlungen an Kunstobjekten. Mit der Kässbohrer Schweiz AG, einer Herstellerin von Geländefahrzeugen, hat bereits ein erstes Unternehmen als Käuferin eine Parzelle erworben und bebaut. Weitere spannende Projekte sind in Planung – wie die nachfolgenden Artikel in diesem Magazin illustrieren.

  • Urner Kantonalbank – zuverlässige Partnerin für einen attraktiven Wirtschaftsraum

    Urner Kantonalbank – zuverlässige Partnerin für einen attraktiven Wirtschaftsraum

    Der neue Hauptsitz der Urner Kantonalbank (UKB) beim Kantonsbahnhof wurde Ende März 2022 bezogen. Die akribisch vorbereitete Zügelaktion während drei Tagen war der lang ersehnte Abschluss einer rund zweieinhalbjährigen Bauphase. Auch verschiedene Mieterinnen und Mieter des neuen, fünfgeschossigen Dienstleistungsgebäudes sind mittlerweile eingezogen. Der Vermietungsstand von über 70% bei Fertigstellung des Gebäudes bestätigt die erfolgreiche Standortentwicklung im Urner Talboden und darüber hinaus. Mit dem modernen und attraktiven Begegnungsort leistet die Urner Kantonalbank in verschiedenen Rollen einen wichtigen Beitrag zum neuen Eingangstor zum Kanton Uri. Sie ist Bauherrin des multifunktionalen Gebäudes, Investorin, welche wirtschaftliche Impulse setzt, Vermieterin, die Räume schafft für neue Unternehmen und Arbeitgeberin, die eine moderne und innovative Arbeitswelt ermöglicht.

    UKB Neubau – viel Flexibilität für alle
    Mit der gewählten stützenfreien Konstruktion des gesamten Erdgeschosses und einem Glasanteil der Fassade von 75 %, die den Arbeitsplätzen viel Licht schenken, lassen den Neubau transparent und lebendig erscheinen. Das Dienstleistungsgebäude ist nach Minergie-Standard zertifiziert. Zudem ist der Neubau an das Fernwärmenetz des Heizwerks Uri angeschlossen. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach wird etwa 61’000 kWh Strom produzieren, was circa 15 Prozent des Gesamtenergiebedarfs des Gebäudes entspricht. Die flexible Raumaufteilung auf jedem Stockwerk lässt moderne Arbeitsformen auf lange Zeit zu. Zugleich fördert die Flexibilität den Austausch, Synergien und Innovation. Im 1. Obergeschoss befindet sich ein multifunktionaler Saal für bis zu 99 Personen, der für Events und Schulungen nicht nur von der festen Mieterschaft genutzt werden kann. Von der totalen Nutzfläche von 6240 m² steht nur noch wenig Fläche im EG und 1. OG zur Vermietung offen.

    Innovationsbiotop Uri – fördert Innovation und Bildung im Kanton Uri
    Während den vergangenen Jahren wurde im Kanton Uri viel Aufbauarbeit in eine attraktive Infrastruktur zur Weiterentwicklung des Kantons Uri geleistet, um beste Voraussetzungen für einen Wachstumsmarkt im Kanton zu generieren. Mit der Aufwertung des Bahnhofs Altdorf zum Kantonsbahnhof wird die Standortgunst des Kantons Uri für neue Dienstleistungs-, High-Tech- und Gewerbenutzungen erheblich gesteigert, und es entstehen viele weitere Chancen für neue wirtschaftliche Impulse.

    Mit dem Innovationsbiotop im 3. OG realisiert die UKB mit ihren Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik einen Standort für Innovation und Bildung. Dieser soll als Nukleus zur Förderung von Innovation, Bildung und Forschung, aber auch als Organisation der Vernetzung und Ressourcenbeschaffung für innovative Unternehmen, welche den gesamten Kanton umfassen, dienen.

  • «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    «Die Aufbruchstimmung ist spürbar»

    Herr Camenzind, wie hat sich die Urner Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren verändert?
    Als ich 2012 ins Amt gekommen bin, haben wir die Ansiedlungsstrategie angepasst und sind eine Zusammenarbeit mit der Greater Zurich Area eingegangen. Das war ein wichtiger Schritt. Dann kam die Tourismusentwicklung in Andermatt dazu. Solche Entwicklungen sind wichtige Standortfaktoren und Verkaufsargumente. Man redet heute im Kanton Uri weniger über die Stausituation vor dem Gotthardtunnel sondern mehr über Andermatt. Die Entwicklung im Urner Talboden ist indes anders gelagert. Hier haben wir es in den letzten sechs, sieben Jahre vor allem mit Quartierentwicklungen zu tun gehabt. Wir als Kanton Uri besitzen im Urner Talboden auch Land, welches wir entwickeln möchten und das für Gewerbe und Industrie zum Verkauf steht. Ein weiterer wichtiger Standortfaktor ist der neue Kantonsbahnhof, an dem seit dem letzten Dezember internationale Züge halten. Bei uns ist in letzter Zeit sehr viel passiert. Diese Entwicklungen nehmen wir dankbar im Standortmarketing auf, damit wir spannende Geschichten erzählen können.

    Was sind die Vor- und Nachteile der neuen Destination Andermatt und des Kantons generell?
    Der Vorteil von Andermatt ist ganz klar: Wir sind als Kanton Uri positiv im Gespräch. Wir können unser Image verbessern und etwas für die Ausstrahlung des ganzen Kantons tun. Alleine in Andermatt sind 1000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Und das nicht etwa durch Umlagerungen oder Umstrukturierungen. Es sind Arbeitsplätze, die wir in der Art und Vielzahl bislang nicht hatten. Das ist sicher sehr positiv. Und es hilft uns wiederum auch auf anderen Gebieten, wo wir vielleicht noch schwächer aufgestellt sind. Dieser Effekt strahlt mittlerweile in die umliegenden Gemeinden aus. All das wirkt sich positiv aus – bis hinunter in den Urner Talboden um Altdorf.
    Die Nachteile sind gestiegene Immobilienpreise – vor allem in Andermatt. Das ist teils schwierig für die lokale Bevölkerung. Ich bin aber überzeugt, dass Andermatt und seine Bevölkerung unter dem Strich von der Tourismusentwicklung profitieren.

    Wie sieht die Situation im Kantonshauptort Altdorf aus?
    Hier in Altdorf sind wir gut unterwegs – insbesondere dank dem neuen Verkehrsknotenpunkt in Altdorf. Dadurch ist der Kanton noch besser erschlossen. Wir haben hier gute Entwicklungen, etwa mit der Dätwyler in Schattdorf, welche unter anderem Kaffee-Kapseln für Nespresso herstellt. Die Perspektiven des Kantons Uri sind wesentlich besser als noch vor 20 Jahren. Vorher haben wir nur von Arbeitsplatzabbau der RUAG, SBB und beim Militär geredet. Das ist nicht mehr das Thema. Heute suchen
    die Firmen hier händeringend nach Arbeitskräften.

    Wie sehen Angebot und Nachfrage auf dem Urner Immobilienmarkt aus?
    In Altdorf und im Urner Talboden ist in den letzten zehn Jahren so viel gebaut worden wie noch nie. Die Befürchtungen, es gebe aufgrund der Neubauten irgendwann hohe Leerstände, haben sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Wir haben keine hohe Leerwohnungsziffer. Es sind in den vergangenen zehn Jahren etwa 3000 Wohnungen im Kanton neu gebaut worden. Das ist für Urner Verhältnisse viel. Die Preise sind hingegen stabil geblieben und nicht unter Druck geraten. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass wir im Verhältnis wenig Wohnfläche pro Einwohner hatten. Bis vor zehn Jahren waren wir noch bei etwa knapp 40 Quadratmeter pro Person. Im Schweizer Schnitt sind wir mittlerweile bei 50 Quadratmeter pro Person. Da haben wir jetzt ein wenig aufgeholt. In den letzten fünf, sechs Jahren ist darüber hinaus auch ein Bevölkerungswachstum im Kanton Uri festzustellen. Dies absorbiert die Wohnungen, die gebaut werden. Der Markt funktioniert.

    Wie geht es dem Gewerbestandort Uri?
    Eine der stärksten Branchen im Kanton Uri war schon immer die Baubranche. Das hat mit den grossen Infrastrukturprojekten zu tun: Kraftwerke, Bahngeleise, Autobahn, Tunnelbau. Das sind alles Baumeisteraufgaben. Da wird etwas gebaut, später stehen dann Sanierungen in regelmässigen Abständen an. Nehmen wir beispielsweise die Autobahn: Die Gotthardautobahn wird – mit der notwendigen Sanierung – jetzt quasi zum dritten Mal gebaut. In diesem Bereich tut sich also immer etwas. Dann ist Dätwyler mit seinen etwa 900 Angestellten in Uri ein sehr wichtiger Akteur. Die Metallverarbeitung war bei uns schon immer stark. Wir haben sehr viele mechanische Metallverarbeitungsbetriebe mit grossem Knowhow.

    Wir kommen auf den Neubau der Urner Kantonalbank zu sprechen: Welche Impulse gehen davon aus?
    Auf den entstandenen Büroflächen konnten bereits spannende Firmen eingemietet oder angesiedelt werden, unter anderem das norwegische Software-Unternehmen Crayon. Das ist eine internationale Firma, die auch weiterwächst und erst vor wenigen Jahren in den Kanton Uri gekommen ist. Das hilft uns und dem Standort. Auch ziehen solche Erfolgsgeschichten immer weitere Ansiedlungen an. Das hat Ausstrahlung über den Standort Altdorf hinaus. Zusätzlich entstehen noch weitere Bauwerke rund um den Kantonsbahnhof wie Wohnungen und Geschäfts- und Gewerbeflächen. Es ist wichtig, dass wir am verkehrsreichsten Punkt von Uri eine weitsichtige und ausgewogene Entwicklung haben, und der Neubau der Urner Kantonalbank ist hierfür ein guter Start.

    Alles in allem finden auf kleinstem Raum im Kanton Uri gerade sehr viele Investitionen statt. Die positive Aufbruchstimmung und Dynamik gilt es jetzt, gewinnbringend zugunsten des Kantons Uri zu verwenden.