Schlagwort: Kirche

  • Architheke baut neues Kirchgemeindehaus

    Architheke baut neues Kirchgemeindehaus

    Die Reformierte Kirche Wettingen-Neuenhof will ein kleineres Gemeindehaus in Wettingen bauen. Grund sind rückläufige Mitgliederzahlen, was die Kirche zum Sparen zwingt. Der Sieger im Architektenwettbewerb für das Projekt ist laut Mitteilung der Gemeinde auf Facebook das Büro Architeke aus Brugg. In der Facebook-Mitteilung wird auf einen Bericht des „Badener Tagblatts“ mit den Einzelheiten des Projekts und den Gründen für die Entscheidung verwiesen.

    Der Abschluss des Projektwettbewerbs gilt in der Kirche als ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung der Immobilienstrategie 2030. Diese besagt, dass sich die Kirchgemeinde auf einen Standort konzentriert. Dabei verzichtet sie auf die beiden vorhandenen Kirchgemeindehäuser in Wettingen (Baujahr 1969) und Neuenhof (Baujahr 1956) und baut stattdessen ein kleineres neu. Die Instandsetzung der bestehenden Kirchgemeindehäuser wäre unverhältnismässig teuer und das Raumangebot überdimensioniert.

    Zum Gewinnerprojekt von Architheke wird aus dem Jurybericht zitiert: „Insgesamt überzeugt das Projekt durch sein eigenständiges, klares Konzept mit den grosszügigen und vielseitigen Aussenräumen und einer Angemessenheit und Leichtigkeit.“ Dazu komme, dass es auch wirtschaftlich und nachhaltig umgesetzt werden könne. Das neue Kirchgemeindehaus solle mit der bestehenden Kirche und dem Pfarrhaus ein neues, kleineres Ensemble bilden.

    Ab jetzt laufen die Vorbereitungen, um der Kirchgemeindeversammlung einen Kreditantrag für die Projektierung vorlegen zu können.

  • Millionen fürs Grossmünster

    Millionen fürs Grossmünster

    Die Grossmünster-Kirche in der Altstadt von Zürich wurde zwischen 1100 und 1220 erbaut. Sie gehört zusammen mit dem Fraumünster und der Kirche St. Peter zu den bekanntesten Kirchen der Stadt, und ihre Doppeltürme sind ein Wahrzeichen Zürichs. Der Name «Grossmünster» stammt aus dem 14. Jahrhundert. Ursprünglich wurde die Kirche in den Urkunden schlicht mit «Zürcher Kirche» (Turicina ecclesia) bezeichnet. 1272 taucht das «Münster» in der Bezeichnung Monasterium praepositurae Thuricensis erstmals auf. Monasterium, deutsch Münster, ist die lateinische Bezeichnung für Kloster. «Grossmünster» erscheint erstmals 1322, wohl zur Unterscheidung vom kleineren Fraumünster.

    Das Grossmünster ist und bleibt eines der Wahrzeichen der Stadt Zürich.

    Pro Jahr zählt das Grossmünster rund eine halbe Million Besuchende aus aller Welt. Neben Gottesdiensten und anderen religiösen Feierlichkeiten finden auch regelmässig Veranstaltungen und Führungen statt. In den nächsten Jahren stehen zahlreiche Instandsetzungsarbeiten an. Ziel ist, die wertvolle mittelalterliche Bausubstanz und die Wirkung des Kulturguts langfristig zu erhalten. Dazu sind Massnahmen erforderlich, um das Raumklima zu regulieren, sodass sich die Zerfallsprozesse so weit wie möglich verlangsamen. Auch soll der Kulturgüterschutz verbessert werden.
    Weil die betrieblichen Anforderungen durch die grosse touristische Bedeutung des Grossmünsters gestiegen sind und sich die Nutzung verändert hat, benötigt es gezielte Anpassungen der Infrastruktur, um einen sicheren und adäquaten Betrieb zu ermöglichen. Zu diesem Zweck sollen beispielsweise die Besucherlenkung und die Personensicherheit optimiert werden. Weiter sollen WC-Anlagen und Lager den heutigen Bedürfnissen und Vorschriften angepasst werden. Aufgrund aller Massnahmen sind auch die gebäudetechnischen Installationen tangiert, die ebenfalls verbessert werden sollen. Zudem schafft das Projekt die erforderlichen Grundlagen für ein kontinuierliches Monitoring.

    Blick in die heiligen Hallen.

    Die einzelnen Massnahmen sind im Detail noch zu definieren. Die Bearbeitung aller Themen in einem umfassenden Projekt stellt aber sicher, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen koordiniert bearbeitet werden. Im Rahmen der anstehenden Vorstudie werden das Gesamtprojekt festgelegt und Konzepte für die Realisierung entwickelt. Die Umsetzung erfolgt in zeitlich gestaffelten Teilprojekten. Der Regierungsrat hat für das Gesamtprojekt einen Vorstudienkredit von rund 2,5 Millionen Franken sowie einen Rahmenkredit von rund 32,5 Millionen Franken als gebundene Ausgabe bewilligt. Geplant ist, im Jahr 2022 die ersten Arbeiten vorzunehmen. Der Abschluss ist 2028 vorgesehen.