Schlagwort: klimaneutral

  • Saubere Energie aus dem Sommer für den Winter

    Saubere Energie aus dem Sommer für den Winter

    Die wachsende Menge an Solarstrom im Sommer birgt ein enormes Potenzial, das bislang in den Wintermonaten ungenutzt blieb. Beim Pilotprojekt in Bassersdorf wird überschüssiger Solarstrom mittels Power-to-X in Methanol umgewandelt und in der kompakten Hybridbox® gespeichert. Diese innovative Energiezentrale stellt im Winter zuverlässig Strom und Wärme bereit, auch dann, wenn konventionelle Heizsysteme an ihre Grenzen stossen.

    Methanol als Schlüssel zur sicheren Energieversorgung
    «Grünes Methanol erlaubt uns, Stromüberschüsse lokal zu speichern und im Winter emissionsarm zu nutzen, ein entscheidender Baustein für eine sichere Energieversorgung», erklärt Boris Meier von der OST. Methanol ist flüssig, leicht lagerbar und klimafreundlich und macht die Hybridbox® zu einem flexiblen Energiesystem, das sich intelligent an die jeweiligen Bedürfnisse anpasst. Durch die Kombination mit Photovoltaik, Batteriespeicher und Wärmepumpe wird eine maximale Effizienz erreicht.

    Notstromversorgung und Kostenkontrolle
    Die Anlage überzeugt auch bei Stromausfall. Das lokal gespeicherte Methanol garantiert eine unterbrechungsfreie Versorgung des Gebäudes. Zudem sorgt die hohe Eigenversorgung für langfristig stabile Betriebskosten, ein deutlicher Vorteil gegenüber steigenden Energiepreisen. Besonders in Gebieten ohne Gas- oder Fernwärmeanschluss bietet das System eine echte Alternative für alte Öl- oder Gasheizungen.

    Erfolgreiche Partnerschaft für nachhaltiges Bauen
    Das Gemeinschaftsprojekt zeigt, wie praxisnahe Kooperation funktioniert. «Die Kombination aus Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und CO2-Reduktion macht die Methanol-Hybridbox® zu einer zukunftsfähigen Lösung», sagt Roger Balmer.

    Nachhaltigkeit erlebbar machen
    Gebäude sind für rund ein Drittel der CO2-Emissionen in der Schweiz verantwortlich. Grund genug, neue Wege zu gehen. Das Bassersdorfer Projekt liefert nicht nur eine überzeugende technische Lösung, sondern macht den Energiekreislauf auch für Besucher der neuen Ausstellung «Nachhaltiges Bauen» in der Umwelt Arena greifbar. Bauherrschaften, Investoren und Interessierte können hier erleben, wie klimaneutrales Wohnen von morgen schon heute realisiert wird. Ein Modell, das weit über Bassersdorf hinaus Strahlkraft entfalten kann.

  • Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Das auf Textiltechnologien und Synbiotika spezialisierte Unternehmen HeiQ mit Sitz in Schlieren wird seine wärmedämmende Beschichtung Xpectra auf der Messe BAU 2025 vom 13. bis 17. Januar in München präsentieren. Laut einer Mitteilung steigert diese transparente wärmereflektierende Beschichtung für Wände die Energieeffizienz in Gebäuden.

    Die als Sprühlösung angebotene Beschichtung verbessere den Wärmedurchgangskoeffizient um bis zu 25 Prozent, heisst es weiter. Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient und gibt den Wärmestrom durch ein Bauteil abhängig vom Temperaturgefälle zwischen warmer und kalter Seite an.

    Zu der Beschichtung heisst es vom Schlieremer Unternehmen, HeiQ Xpectra biete der Bauindustrie grosse Vorteile in der Wärmedämmtechnik. Ziel sei es, durch eine kosteneffiziente, einfache Wandbeschichtung eine hervorragende Dämmwirkung zu erzielen. Dies werde es Häusern ermöglichen, einen reduzierten Energieverbrauch zu erreichen, der die strengen Anforderungen der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden erfülle und dazu beitrage, dass Gebäude in der EU bis 2050 klimaneutral werden.

    Neben Wandbeschichtungen kann HeiQ Xpectra nach Firmenangaben auch für transparente Heizungen, Signaturmanagement, gedruckte Elektronik und mehr verwendet werden. HeiQ Xpectra könne somit zahlreiche Branchen verändern.

    HeiQ ist eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat seinen Sitz im IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum und ist Mitglied von Start Smart Schlieren.

  • Siemens nimmt klimaneutralen Campus in Betrieb

    Siemens nimmt klimaneutralen Campus in Betrieb

    Siemens hat das neue Forschungs- und Entwicklungsgebäude am globalen Hauptsitz seiner Division Siemens Smart Infrastructure in Zug offiziell seiner Bestimmung übergeben. Damit sei der klimaneutrale Campus für 1700 Mitarbeitende nach siebenjähriger Bauzeit fertiggestellt, heisst es in einer Medienmitteilung. Rund 250 Millionen Franken habe der deutsche Technologiekonzern in diesem Rahmen in Spitzentechnologie und in die Schweiz investiert.

    Zug sei ein wichtiger Standort für die Entwicklung von Gebäudetechnologien. Jedes Jahr würden von dort aus rund 80 neue Patente angemeldet. So versteht der Technologiekonzern den aus drei Gebäuden bestehenden Campus denn auch als Modell für seine neue digitale Geschäftsplattform Siemens Xcelerator für nachhaltige Gebäudetechnologien. Ein Teil davon ist Building X. Bei der Eröffnungszeremonie hatten die Teilnehmenden auch Gelegenheit, Building X bei einem Rundgang zu erleben. Die skalierbare digitale Gebäudeplattform von Siemens hilft, den Gebäudebetrieb zu digitalisieren, zu verwalten und zu optimieren.

    „Siemens verbindet auf einzigartige Weise die reale und die digitale Welt“, wird Matthias Rebellius, CEO von Smart Infrastructure und Vorstandsmitglied der Siemens AG, in der Mitteilung zitiert. „Der neue Siemens Campus in Zug ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Mit den neuesten Technologien aus unserem Portfolio zur Verbesserung des Gebäudebetriebes und zur Erreichung höchster Effizienz wird der Campus komplett klimaneutral betrieben.“ Damit erreiche das Unternehmen bereits heute das Ziel, zu dem es sich vor zwei Jahren verpflichtet habe.

  • Frühe Planungsphase ist entscheidend für Netto Null bei Immobilien

    Frühe Planungsphase ist entscheidend für Netto Null bei Immobilien

    Eine breit angelegte Portfoliostudie von Implenia zeigt, wie klimaneutrale Gebäude realisiert werden können. Für diese Studie hat die Division Real Estate des Bauunternehmens 36 eigene Entwicklungsprojekte in der Schweiz untersucht. Wie es dazu in einer Medienmitteilung heisst, lassen sich aus dieser Studie die wichtigsten Hebel zur Dekarbonisierung von Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus ableiten, sowohl hinsichtlich der Emissionen während ihrer Erstellung als auch im Betrieb.

    Diese Einflussfaktoren hat Implenia in einem White Paper aufbereitet. Es richtet sich an Investorinnen und Investoren, Entwickelnde und Auftraggebende, die ihr Projekt auf einen Netto-Null-Zielpfad bringen wollen.

    Laut dieser Analyse sind die wirksamsten Hebel zur Dekarbonisierung in der frühen Planungsphase zu finden, beginnend mit der Standortwahl. Denn wenn die Standortbedingungen hinsichtlich erneuerbarer Energien ungünstig sind, sei es viel schwieriger, eine Netto-Null-Nutzung zu erreichen.

    Daneben hätten auch früh festgelegte Gebäudeparameter „einen erheblichen Einfluss auf die Emissionsziele“. Dazu zählen Form, Kompaktheit, Ausrichtung, Unterkellerung und Tragstruktur. „Mit der richtigen Kombination aus Standort, Design, dem Einsatz erneuerbarer Energien, intelligenten Systemen und ökologischen Materialien entwickeln wir Gebäude, in denen künftige Generationen nachhaltig wohnen und arbeiten können“, so Marc Lyon, Head Real Estate Development Schweiz bei Implenia.

  • ETH Zürich und EPFL lancieren grüne Energie-Koalition

    ETH Zürich und EPFL lancieren grüne Energie-Koalition

    Die Schweiz sieht sich mit einer kombinierten Energie-​ und Klimakrise konfrontiert. Um das gesetzte Netto-​Null-Ziel bis 2050 zu erreichen und gleichzeitig eine Energielücke zu vermeiden, ist das Land auf erneuerbare Energiequellen, saisonale Speichermöglichkeiten und eine effiziente Anbindung an den europäischen Strommarkt angewiesen. Neben Pumpspeicherkraftwerken, Batterien oder Wärmespeichern bieten insbesondere synthetische Kraftstoffe und Gase wie Wasserstoff eine interessante Möglichkeit, um günstigen Strom aus Fotovoltaikanlagen im Sommer für den Winter zu speichern, zu transportieren und zu handeln. Es gibt zahlreiche vielversprechende Technologien, die sich derzeit in Entwicklung befinden, aber noch nicht voll einsatzfähig sind. Hier setzt die «Coalition for Green Energy and Storage» an, die am 8. Juni auf dem Swiss Economic Forum in Interlaken öffentlich vorgestellt wurde. 

    «Mit der Koalition wollen wir bestehende Technologien zur CO2-​Abscheidung und zur Produktion und Speicherung von kohlenstoffneutralen Gasen und Treibstoffen schnell zur Marktreife bringen und auf einen industriellen Level heben», erklärt ETH-​Präsident Joël Mesot den Plan. Ziel ist es, innert nützlicher Frist ein skalierbares, klimaneutrales und flexibles Energiesystem zu ermöglichen. 

    Gesucht: Partner aus Politik, Industrie und Wissenschaft 
    Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. «Allein die beiden ETH’s verfügen über 150 Forschungsgruppen im Bereich Energie, sowie rund 460 Forschende und vier erfolgreiche Spin-​offs im Bereich CO2-​Abscheidung und Energiespeicherung. Zusammen mit weiteren Forschungsgruppen von PSI und Empa verfügt der ETH-​Bereich sowohl über das Know-​how als auch die Grösse, um gemeinsam mit Unternehmen auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren», sagt EPFL-​Präsident Martin Vetterli. Nun suchen die beiden Hochschulen nach Technologie-​ und Umsetzungspartnern, sowie nach Geldgebern und Unterstützern aus Politik und Gesellschaft. 

    Rund 20 Unternehmen und Organisationen haben bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet: Alpiq, AMAG, BKW Energie, SBB / CFF, Carvolution AG, Cemsuisse, Emil Frey Gruppe, Edelweiss, FIR Group AG, Gaznat, Genève aéroport, GE Vernova, Gruyère Hydrogen Power SA, Implenia, MAN Energy Systems, Migros Industry, Romande Energie, Rolex, Swissmem, SWISS International Air Lines, VBSA, Viteos SA, Verband der Schweizerischen Gasindustrie / Association Suisse de l’Industrie Gazière. 

    Mit der Fluggesellschaft Swiss International Air Lines (SWISS) und dem Energiedienstleister Alpiq – die neben den beiden Präsidenten auf dem SEF anwesend waren – sind zwei Schwergewichte der Schweizer Wirtschaft von Anfang an mit an Bord. «Wir sind stolz, Teil dieser Energie-​Koalition zu sein. Gemeinsam treiben wir die Produktion synthetischer Treibstoffe voran, die für uns einer der grössten Hebel sind, um künftig immer nachhaltiger zu fliegen. Gleichzeitig werden neue Möglichkeiten zur Energiespeicherung geschaffen, was die Versorgungssicherheit der Schweiz erhöht und der ganzen Gesellschaft dient», sagt Swiss CEO Dieter Vranckx. Die Fluggesellschaft braucht rasch wirtschaftliche Lösungen, um ihre eigenen Klimaziele zu erreichen. Synthetische Treibstoffe spielen dabei eine wichtige Rolle. Alpiq wiederum verfügt über ein breites Portfolio an Wasserkraft-​ und Speicherwerken in der Schweiz und zählt mit der Produktion von grünem Wasserstoff in Gösgen zu den Pionieren in der Schweiz. Mit zahlreichen Projekten für den Zu- und Ausbau von erneuerbaren Energien und verschiedenen Speichertechnologien in der Schweiz und im benachbarten Ausland kann Alpiq einen wesentlichen Beitrag leisten: «Mit einer breiten Koalition aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft können wir das gesetzte Netto-​Null-Ziel und gleichzeitig eine nachhaltige Energieversorgung erreichen. Damit können wir den Wirtschafts-​ und Wissenschaftsstandort Schweiz stärken», begründet Alpiq-​CEO Antje Kanngiesser die klare Zusage ihres Unternehmens. Auch der bekannte Philanthrop Hansjörg Wyss hat der Koalition bereits seine Unterstützung zugesichert. 

    Geplant: Forschungsplattformen im Megawatt-​Bereich 
    Mit neuen technischen Lösungen will die Koalition zusätzliche Möglichkeiten schaffen, um die saisonalen Unterschiede in der Stromproduktion mittels Energiespeicherung in der Schweiz und in Europa zu nutzen. So wird die Versorgungsicherheit der Schweiz verbessert und der Energiehandel mit den europäischen und internationalen Partnern diversifiziert, wodurch neue Geschäftsfelder entstehen und Chancen für Technologie-​Startups und die Schweizer Industrie geschaffen werden. Die technischen Optionen sollen systemisch analysiert werden, um möglichst optimale Lösungen hinsichtlich Versorgungssicherheit und Kosten zu finden und zu implementieren. 

    Die Koalition wird bis Ende 2023 formell gegründet, um Anfang 2024 die ersten Projekte zu starten. Auf Basis bestehender Technologien werden Demonstratoren im Megawatt-​Bereich gebaut, die ab 2028 produktiv sein sollen und als Forschungsplattformen dienen werden. Für dieses Vorhaben wird in einer ersten Phase ein Budget von rund 100 Mio. Franken benötigt. 

  • AMAG Porsche Zentrum bekommt Solarstrom

    AMAG Porsche Zentrum bekommt Solarstrom

    Die AMAG Gruppe hat am 5. Mai auf dem Dach des Porsche Zentrums in Winterthur eine Photovoltaikanlage (PVA) mit einer Leistung von 87 Kilowatt Peak in Betrieb genommen. Die neue Anlage ist Teil einer Grossoffensive, bei der die Gruppe bereits eine ganze Reihe von Solaranlagen auf den Dächern von AMAG-Betrieben eingerichtet hat. Bis 2025 sollen rund 75’000 Quadratmeter Fläche mit Solarpanels bestückt werden, informiert die Automobilhandelsgruppe mit Hauptsitz in Cham in einer Mitteilung. Dies würde ausreichen, um über 20 Prozent des Strombedarfs der Gruppe zu decken. Spätestens 2025 will AMAG zudem die Klimaneutralität erreichen.

    Die neue Anlage auf dem Dach des Porsche Zentrums wird zu diesem Ziel jährlich rund 86 Megawattstunden Solarstrom beitragen. „Für uns ist es eine grosse Freude, dass wir jetzt in der Region Winterthur nicht nur für die tollen Produkte von Porsche stehen, sondern auch für Nachhaltigkeit und Klimaschutz gemäss der Strategie der AMAG Gruppe“, wird Marcel Renz, Geschäftsführer des Porsche Zentrum Winterthur der AMAG First AG, in der Mitteilung zitiert. „Dank der PVA werden wir bis zu einem gewissen Grad selbst für die Deckung unseres Strombedarfs sorgen können.“

    Die AMAG Gruppe verfolgt der Mitteilung zufolge das Ziel, sich zur führenden Anbieterin nachhaltiger individueller Mobilität zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund sei auch die im letzten Jahr erfolgte Übernahme der Solarfirma Helion zu sehen, die auf Photovoltaik, Wärmepumpen und E-Mobilität spezialisiert ist.

  • Ja zum Erhalt des Klimas, der Baukultur und der Biodiversität

    Ja zum Erhalt des Klimas, der Baukultur und der Biodiversität

    Der Schweizer Heimatschutz sagt «JA» zum Klimaschutzgesetz. Denn die Vorlage enthält konkrete Massnahmen, die Anreize für den Ersatz von Heizungen und die energetische Ertüchtigung von Gebäuden schaffen. So wird die Sanierung von bestehenden Bauten zur Verbesserung der Energieeffizienz gefördert. 

    Sorgfältige Renovationen sowie qualitativ hochstehende und ressourcenschonende Neubauten tragen zu einer hohen Baukultur bei. Diese ist die Grundlage für vielfältige öffentliche Räume, intakte Landschaften und einen klimaneutralen, lebenswerten Wohnraum, der den sozialen Austausch und den Gemeinschaftsgeist fördert und zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt. 

    Ressourcenschonung bevorzugen 
    Neue Gebäude produzieren beim Bau oder Abriss mehr Treibhausgase als während ihrer gesamten Nutzungsdauer. Dies ist auf den hohen Anteil an grauer Energie und Emissionen zurückzuführen, die bei der Gewinnung, dem Transport, dem Abriss und der Entsorgung der Baumaterialien eines Gebäudes anfallen. 

    So ist es offensichtlich, dass ein massvoller Umgang mit materiellen Ressourcen und eine bessere Erhaltung unseres gebauten Erbes der erste Schritt zu einer klimafreundlichen Bauweise und zur Erreichung des Ziels der Netto-Null-Emissionen bis 2050 ist.

  • InfraWatt will Pflicht für klimaneutrale Infrastruktur

    InfraWatt will Pflicht für klimaneutrale Infrastruktur

    InfraWatt fordert, dass Klimaneutralität von Infrastrukturanlagen und deren faire Finanzierung verpflichtend ebenso vorgeschrieben werden wie die Erreichung des Netto-Null-Ziels. Dies werde eine Gebührenfinanzierung ermöglichen. „Die Infrastrukturanlagen wollen einen aktiven Beitrag im Rahmen der Netto-Null-Strategie leisten, indem sie klimarelevante Emissionen vermeiden und auch weitergehende Reduktionsdienstleistungen anbieten“, schreibt der Verein für die Energienutzung aus Abwasser, Abfall, Abwärme und Trinkwasser in einem Positionspapier.

    Doch würden viele Massnahmen nicht umgesetzt, „weil sie noch nicht zur Kernaufgabe gehören“. Deshalb solle das Positionspapier „die Grundsätze skizzieren, damit diese Potenziale genutzt werden können“. Um die Treibhausgasneutralität weiter voranzutreiben, hat der Vorstand von InfraWatt die Arbeitsgruppe Dekarbonisierung gegründet.

    Für Infrastrukturanlagen formuliert der Verein drei Ziele: Sie müssen erstens Direktemissionen von klimawirksamen Gasen und Stoffen vermeiden und zweitens ihr Potenzial zur Substitution von fossilen Brenn- und Treibstoffen ausnutzen. Drittens müssten „Punktquellen aus Infrastrukturanlagen“ zur CO2-Entfernung genutzt werden und als Dienstleistung für Negativemissionen angeboten werden.

    Die Mehrkosten für einen klimaneutralen Betrieb der Anlagen sollen dem Konzept zufolge über Gebühren gedeckt und der Aufwand für Substitutionsleistungen und negative Emissionen als Dienstleistung erbracht werden. Es müsse klar geregelt werden, was gebührenfinanziert sein soll und was die Endkunden bezahlen sollen. Für Negativemissionen sollen weitere Optionen greifen wie etwa das Verursacherprinzip.

  • Papillon: Vielfältiger Wohnraum

    Papillon: Vielfältiger Wohnraum

    Wie ein Schmetterling entfaltet sich das neue Quartier «Papillon» bei Köniz. Der «letzte Flügelschlag» ist auf 2028 geplant. Bis dann finden hier rund 2000 Menschen einen neuen Lebensraum – inmitten von Wäldern und Wiesen. Die insgesamt acht Baufelder werden auf einer Gesamtfläche von
    324’000 m2 schrittweise entwickelt.

    Bereits bewohnt sind die rund 250 Wohnungen von «Aurora» und «Eisvogel». Die sechs hofartig angelegten Gebäude des «Monarch» umfassen 218 1,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen. Diese sind im Herbst 2022 bezugsbereit. Den Auftakt zum östlichen Teil bildet ab 2025 der «Feuerfalter» mit 240 Wohnungen. Dieser erfüllt unter anderem mit Wärmedämmungen und Holzfassaden die Anforderungen an ein «Plusenergie-Quartier» und «2000-Watt-Areal». In den sechs Gebäuden von «Cleopatra» entstehen ab 2023 120 Miet- und STWE-Wohnungen mit nachhaltiger Bauweise. In den letzten drei Baufeldern «Apollo», «Heliconius» und «Pallidana» werden rund 300 weitere Wohneinheiten realisiert. Im ganzen Quartier wird nachhaltig und klimaneutral gebaut. Das Ziel: Mindestens 50 Prozent des Jahresenergiebedarfs vor Ort selbst zu produzieren. So werden beispielsweise Photovoltaik- und Wärmepumpen-Anlagen errichtet.

    Die insgesamt rund 1000 Miet- und Eigentumswohnungen eignen sich mit ihren Grössen von 40 bis 130 Quadratmetern für Singles, Paare und Familien. Dreimal pro Stunde hält ein Bus in der Papillonallee. Direkt vor der Haustür finden die Bewohnerinnen und Bewohner Einkaufsmöglichkeiten, eine Kita, Schule, Sportplatz sowie soziale und gemeinschaftliche Angebote. Eine Sozialplanerin ist eigens dafür da, den Gemeinschaftsgeist zu fördern. Von der Interessengemeinschaft «Eisvogel»
    werden regelmässig Quartierfeste, Bastelnachmittage, Schachturniere und
    andere gemeinschaftsfördernde Akti-vitäten veranstaltet. «Ruedü» bietet frische Bio-Lebensmittel von lokalen Produzenten im 18 Quadratmeter grossen Holzcontainer rund um die Uhr zur Selbstbedienung an. Der nahe Wald und die «Tubetränki» sowie die «Allmend» mit Grillplätzen und Fernsicht in den Jura sind zudem beliebte Destinationen für Erholungssuchende, Ausflügler, Sport- und Naturfreunde.

    Dieser Pavillon beherbergt die «IG Eisvogel».

    In absehbarer Zeit bildet der Weiler Ried als Quartierzentrum das Herzstück der Siedlung: Ein aus Leichtholz erbautes PRISMA-Gebäude wird neben einem Lebensmittelladen, Gewerbeflächen sowie Gastronomie auch Loftwohnungen beherbergen. Zusätzlich werden drei neue Mehrfamilienhäuser gebaut. Und in einem der ehemaligen Bauernhäuser ist ein Gemeinschaftsraum für die Quartierbewohner vorgesehen.

    Blick vom nahegelegenen Waldrand auf das Quartier.

  • Südschwedens innovative Stadtkonzepte zum Megatrend Urbanisierung

    Südschwedens innovative Stadtkonzepte zum Megatrend Urbanisierung

    Die Stadt Malmö und die Malmöer Bau- und Immobilienindustrie verfolgen große Ziele. Eins davon ist klimaneutrales Bauen. Bis 2030 soll die Initiative LFM30 umgesetzt und damit der Status als nachhaltige und klimafreundliche Stadt erreicht werden. Maßnahmen zur Realisierung der Vision sind schrittweise Steigerungen der Klimaeffizienz in den Bereichen Beschaffung, Planung und Bau – das bedeutet: Reduktion von Treibhausgasemissionen bei Bautätigkeiten, die eine wesentliche Auswirkung auf das Klima haben.

    Weitere intelligente, grüne Lösungen verfolgt Malmö im Rahmen des Projekts „Clever Cities“. „Clever Cities“ steht dafür, die Entwicklung und den Ausbau der stetig wachsenden Metropole am Öresund sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig zu gestalten. Das Vorgehen soll die Stadt in einen grünen, gegen den Klimawandel widerstandsfähigen und gleichberechtigten Lebensraum verwandeln. Dazu gibt es verschiedene Ansätze, beispielsweise naturbasierte Lösungen, die biologische Vielfalt begünstigen und positive Effekte auf die Gesellschaft und das Miteinander haben. Ein Initiative führt ins Viertel Lindängen: Hier basiert die Vision eines spielerischen, grünen Pfads mit essbaren Elementen unmittelbar auf den Bedürfnissen und Ideen von Bewohnern und Unternehmen. Entlang dieses Wegs sollen Biodiversität, Sicherheit und Attraktivität des Gebiets gesteigert werden – unter anderem auch durch die Einbindung des Baumpflanzungsamts der Stadt Malmö.

    Auch das ehemalige Werftgelände „Västra Hamnen“ (Westhafen) ist zu einem internationalen Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung geworden. Das gesamte Viertel ist klimaneutral. Die Energieversorgung des Stadtteils basiert zu 100 Prozent auf Wind- und Sonnenenergie sowie Biogas, das die Bewohner mit ihrem Abfall selbst erzeugen. Ebenfalls im Westhafen beheimatet und Paradebeispiel für modernes und nachhaltiges Wohnen ist das Ohboy Bicycle House, das sowohl als Hotel als auch Apartmenthaus fungiert. Die Einrichtung der Hotelzimmer wird aus Südschweden bezogen und das Transportmittel Fahrrad avanciert hier in vielfacher Hinsicht zum Symbol visionären Denkens. In einem Aufzug können Gäste ihr Bike direkt ins Zimmer befördern und anstelle von Autoabstellplätzen gibt es Parkplätze für Fahrräder. Alle Flächen des Gebäudes werden zur Begrünung genutzt und an der Vorderseite befindet sich eine üppig begrünte Wand aus Bäumen und Kletterpflanzen.

    Dass Innovation nicht unbedingt die Präsenz großer Unternehmen oder Ämter benötigt, beweisen Ellinor Lindblom und Erik Andersson in ihrem Restaurant „Spill“, das übersetzt „Abfall“ bedeutet. Ihr Konzept: nachhaltige Gerichte aus 70 Prozent Gemüse zuzubereiten und Lebensmittel zu verwenden, von denen rund 95 Prozent im Großhandel weggeworfen worden wären. Ab 2023 werden sie diesen Ansatz auch in ihrem neuen Restaurant verfolgen. Es eröffnet in einem dreifach zertifizierten Gebäudekomplex in Hyllie– dem neuen, grünen und nachhaltigen Stadtviertel im Süden von Malmö. Hier wird u. a. mit Solar- und Photovoltaik-Anlagen stark auf dezentrale Stromversorgung gesetzt.

    Helsingborg: Die Lösung liegt zum Greifen nah
    Helsingborg gilt als eine der innovativsten Städte Europas. Im Rahmen der sogenannten H22-Struktur, die für Investment in Innovation und nachhaltige Entwicklung steht, werden 15 differenzierte Herausforderungen definiert. Auf einer Trend- und Umweltanalyse basierend, umfasst der Aufgabenkatalog unter anderem die Themen Digitalisierung und Technologie, Sicherheit, Demokratie, Klima und Umwelt, Unterkünfte, Integration und Gesundheit. Eine wesentliche Rolle bei letzterer spielen zum Beispiel Fragestellungen wie: „Wie fühlen sich Menschen weniger allein?”, „Wie wird man den neuen und wachsenden Erwartungen der Älteren gerecht?“ und „Wie kann die Bedeutung von mentaler und physischer Gesundheit bei der jungen Generation platziert werden?“. Die Vorbildfunktion Helsingborgs ergibt sich auch aus der Tatsache, dass hier die Bevölkerung zur Lösung der Herausforderungen stark eingebunden wird.

    Die Tüftler von Kristianstad
    Der Krinova Incubator & Science Park ist als Zentrum für innovative Ideen im Lebensmittelsektor bekannt und einer von insgesamt 70 schwedischen Incubator & Science Parks. Vor über 20 Jahren gegründet, entscheiden hier 25 Experten, vom Sommelier über Wissenschaftler bis zum Equity Manager, über die Realisierung kreativer Kulinarik-Konzepte ambitionierter Start-Ups. Überzeugende Projekte werden von Krinova, der Region und der Universität Kristianstad finanziert. Zu den mehr als 500 Unternehmen, die hier ihre Geburtsstätte haben, zählt auch Gårdsfisk. Die Idee vom Farm-Fisch hat die „Fischzucht auf dem Land“ (in diesem Fall in einer Scheune) revolutioniert und leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, den Import von Meerestieren zu reduzieren. Eine Erfolgsgeschichte schreibt gerade das Projekt Bondens Skafferi:  Chefköche kaufen für Profis und Endverbraucher Lebensmittel ein und zahlen den Erzeugern unabhängig von Saison, Verfügbarkeit und Weltgeschehen einen gleichbleibenden Preis.

  • Klimaneutral bis 2050

    Klimaneutral bis 2050

    Viele Hausbesitzer können sich eine Sanierung nicht leisten. Mit langfristigen Darlehen sollen nun Bauherren unterstützt werden, die ihre Immobilie klimatauglich machen möchten, aber nicht über ausreichend Finanzmittel verfügen oder ihr Geld lieber in ihr Kerngeschäft investieren. So will es zumindest der Staat. Ob und wie das machbar ist, bleibt noch fraglich. Denn die dafür vorgesehenen Finanzinstitute, wie beispielsweise Banken und Versicherungen, sind an Darlehen mit Laufzeiten über mehr als 30 Jahren kaum interessiert. Der Bund will deshalb als Sicherheitsgarant auftreten. In einem Pilotprojekt in Bern soll nun geprüft werden, ob diese Finanzierungsidee realistisch ist.

    Einen anderen Weg schlägt die Zuger Energeek Group AG vor. «Mit Energeek®, das Solar Panel mit Miete für Sie», bringt sie Menschen dazu, in Solarenergie zu investieren, egal ob mit oder ohne Immobilien- oder Grundbesitz. Energeek stellt die Solarpanels und die Immobilienprojekte. Wer investieren möchte, kann ein oder mehrere Panels online kaufen und diese im Anschluss an eine Projektgesellschaft vermieten. Beim Erwerb profitiert der Käufer sofort auch von der Einmalvergütung (EIV), den Fördergeldern des Bundes für Solaranlagen. Die erworbenen Panels werden in einen grösseren Panelverbund integriert, der nachhaltig Strom erzeugt; der Käufer von diesen Panels wird so zum Stromproduzenten durch erneuerbare Energie mit Recht auf Mieteinnahmen. Ein Mindestmietpreis wird beim Vertragsabschluss garantiert. Mietanpassungen nach oben sind dagegen jederzeit möglich. Beispielsweise wenn der Strompreis mit der Teuerung steigt. Die erworbenen Solar Panels können zudem jederzeit zusammen mit dem Mietvertrag und dem dazugehörenden Mietertrag weiterverkauft, vererbt oder verschenkt werden.

    Ein weiterer grosser Vorteil: damit Solar Panels und die Projekte sehr effizient arbeiten, werden wann immer möglich und ergänzend, zu der fest installierten PV-Fläche, Solar-Tracker eingesetzt. Mit diesen werden die Panels nicht fest installiert, sondern drehen sich nach der Sonne. Das heisst, dass zum Beispiel auch Morgen- und Abendsonne optimal genutzt wird. Oder an einem wolkigen Tag die kleinste Wolkenlücke entdeckt und zur Stromproduktion nutzt. Hierdurch wird eine Produktionssteigerung von zusätzlichen + 63% kWh im Durchschnitt erreicht. Dies im Vergleich zu fest installierten Solar Panels.

    Die Energeek Group AG stellt die Projekte, bei welchen Solar Panels gekauft werden können, jeweils auf ihrer Webseite vor. An welches Projekt die erworbenen Panels vermietet werden sollen, kann der Käufer so selbst bestimmen. Zum Angebot steht zum Beispiel derzeit ein Projekt auf einem Pferdehof und Hotel in den Freibergen. Dort errichtet die Gruppe zusammen mit ihren zertifizierten Partnern auf einer Fläche von geplanten 1’590 Quadratmetern Photovoltaik Systeme und versorgt so die Hotel-Gebäudeinfrastruktur, Nachbarn, Wärmepumpe und E-Ladestation(en) mit Elektrizität. Ein Panel kostet bei diesem Projekt momentan etwas mehr als CHF 900, die jährlichen Mieteinnahmen liegen bei CHF 82,50. Eine ansehnliche Rendite also.
    Weitere Infos auf www.energeek.biz

  • Winterthur will bis 2040 klimaneutral werden

    Winterthur will bis 2040 klimaneutral werden

    Die Stimmberechtigten in Winterthur sprechen sich für eine klimaneutrale Stadt bis 2040 aus. Am 28. November hatten zwei Varianten einer Netto-Null beim Ausstoss von CO2 zur Abstimmung gestanden. Die eine sah die Erreichung des Klimaneutralität bis 2050, die zweite bereits bis 2040 vor. In der Stichfrage habe sich die Variante bis 2040 durchgesetzt, erläutert die Stadtverwaltung Winterthur in einer Mitteilung.

    Netto-Null-Emissionen bedeuten, dass nicht mehr Treibhausgase ausgestossen werden, als gleichzeitig von natürlichen und technischen Speichern aufgenommen werden können. Mit einer Klimaneutralität bis 2040 hat sich die Stadt Winterthur dabei ein ehrgeizigeres Ziel als der Kanton Zürich und der Bund gesetzt. Beide wollen Netto-Null-Emissionen bis 2050 erreichen.

    Bei der Volksabstimmung in Winterthur stimmten 61,31 Prozent der Variante bis 2040 zu. Das Klimaziel einer Netto-Null bis 2050 wurde von 63,59 Prozent der Abstimmenden gutgeheissen. In der Stichfrage setzte sich das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 mit 60,41 Prozent der Stimmen durch.

  • AMAG Winterthur nimmt neue Solaranlage in Betrieb

    AMAG Winterthur nimmt neue Solaranlage in Betrieb

    Die AMAG Gruppe hat an ihrem Standort Winterthur eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, informiert die Automobilhandelsgruppe für alle Marken des Volkswagenkonzerns in einer Mitteilung. Die von Helion erstellte Anlage mit einer Leistung von rund 157 Kilowatt Peak wurde auf dem Dach der Gebäude von AMAG für Volkswagen und VW Nutzfahrzeuge installiert. Von den jährlich erwarteten rund 158 Megawattstunden Solarstrom will die Gruppe rund 60 bis 65 Prozent selbst nutzen.

    „Mit der aus der Photovoltaik-Anlage gewonnenen Sonnenenergie können wir rund 60 Prozent unseres Strombedarfs am Standort Zürcherstrasse 312 in Winterthur abdecken“, wird Martin Zgraggen, Geschäftsführer der AMAG Winterthur, in der Mitteilung zitiert. „Durch die steigende Anzahl an Elektrofahrzeugen wird auch mehr Strom benötigt, den uns die neue Solaranlage liefert.“

    Die Gebäude der AMAG für die Marken Audi und Skoda in Winterthur wurden bereits 2013 mit einer Solaranlage ausgestattet, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Die erste Photovoltaikanlage hat die Gruppe bereits 2008 auf dem Dach ihres Zentralersatzteillagers in Buchs ZH installieren lassen. Im laufenden Jahr wurden neben der neuen Anlage in Winterthur zwei weitere Solaranlagen in Wettswil am Albis ZH und in Basel installiert.

    Bis 2025 will die Automobilhandelsgruppe mit Hauptsitz in Cham ZG vollständig klimaneutral agieren. Bis 2024 sollen dazu Solaranlagen auf rund 50’000 Quadratmeter Fläche installiert werden. Für weitere 100’000 Quadratmeter Fläche an AMAG-Standorten prüft die Gruppe einen Einsatz.

  • ESB fördert Umstellung auf Solarwärme

    ESB fördert Umstellung auf Solarwärme

    ESB hat zum Monatsbeginn ein Programm zur Förderung neu erstellter thermischer Solaranlagen in Biel aufgelegt, informiert das Energieunternehmen in einer Mitteilung. Damit wolle ESB die Bieler Klimastrategie unterstützen, heisst es dort weiter. Insbesondere will ESB einen Beitrag zum Ziel der Stadt leisten, bis 2050 klimaneutral zu werden.

    Bei Neubauten gelte eine Kombination aus Gasheizung und Sonnenkollektoren als Standardlösung für die Vorgaben der kantonalen Energieverordnung, schreibt ESB. Die Sonnenkollektoren könnten dabei 60 bis 70 Prozent der Warmwasseraufbereitung und zusätzlich 20 Prozent der Heizenergie decken, schreibt ESB. Der grösste Energieverbrauch von Haushalten fällt laut Mitteilung in diesen beiden Bereichen an.

    Mit einer thermischen Solaranlage leisteten Immobilienbesitzende aber „nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, sondern kommen auch in den Genuss zahlreicher Vorteile“, argumentiert ESB. Als solche werden in der Mitteilung geringere Kosten für Heizmaterialien, Steuerabzug und Fördergelder sowie ein vergleichsweise geringer Aufwand für den Unterhalt der Anlage genannt.

    Das Förderprogramm von ESB sieht 250 Franken pro Quadratmeter Kollektorfläche bis zu einer Gesamtgrösse der Anlage von 50 Quadratmetern vor. Wer eine grössere Anlage installiert, kann ein Gesuch auf weitere Unterstützungsbeiträge einreichen. Detaillierte Informationen stellt ESB im Internet zur Verfügung.

  • ESB fördert Umstellung auf Fernwärme

    ESB fördert Umstellung auf Fernwärme

    ESB hat zum Monatsbeginn ein Programm zur Förderung eines Anschlusses an Wärmeverbünde in Biel aufgelegt, informiert das Energieunternehmen in einer Mitteilung. Damit wolle ESB die Bieler Klimastrategie unterstützen, heisst es dort weiter. Insbesondere will ESB einen Beitrag zum Ziel der Stadt leisten, bis 2050 klimaneutral zu werden.

    Derzeit wird ein Grossteil der Gebäude in der Stadt Biel mit fossilen Energieträgern geheizt, schreibt ESB. In einer Umstellung auf Fernwärme liege daher „ein hohes Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasemissionen“. Um möglichst viele Immobilienbesitzende zu erreichen, wird die Förderung des Anschlusses an ein Fernwärmenetz unabhängig vom aktuellen Energieträger gewährt.

    Für einen Förderbeitrag zu den Anschlusskosten müssen die Antragsteller einige Voraussetzungen erfüllen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Zum einen muss sich die fragliche Immobilie auf dem Gebiet der Stadt Biel befinden und an einen Wärmeverbund angeschlossen werden, der zu mindestens 80 Prozent mit erneuerbaren Energien oder Abwärme betrieben wird. Zum anderen muss die Heizenergie aus dem Wärmeverbund bezogen werden, sobald sie zur Verfügung steht. Kalte Anschlüsse sind somit von der Förderung ausgeschlossen. Im Falle eines auch vom Kanton Bern geförderten Anschlusses wird der ESB-Förderbeitrag zudem um die kantonale Förderung gekürzt.

  • Basler Quartier heizt bald klimaneutral

    Basler Quartier heizt bald klimaneutral

    Rund um die Lehenmattstrasse dürfen ab Juli Arbeiten zum Bau eines Wärmeverbundes starten. Die eigens dafür gegründete Wärmeverbund Lehenmatt Birs AG (WVLB AG) hat einer Medienmitteilung zufolge jetzt die Erlaubnis des Regierungsrates des Kantons Basel-Stadt erhalten.

    Im ersten Ausbauschritt verlegt die Bauherrin 1,2 Kilometer neue Wärmeleitungen. Bis zu 2900 Haushalte können daran angeschlossen werden, die ersten voraussichtlich ab Frühjahr 2022. Die Wärme, die die WVLB AG dabei liefert, soll bis zu 80 Prozent CO2-neutral sein. Sie ist laut Medienmitteilung ein Nebenprodukt der Klärprozesse in der nahegelegenen Abwasserreinigungsanlage ARA Birs.

    Erste Eigentümer haben bereits ihr Interesse bekundet. „In den letzten Monaten konnten wir bereits zahlreiche Wärmelieferverträge mit grossen Wärmebezügern im Lehenmattquartier abschliessen“, wird WVLB-Geschäftsführer Urs Hodel in der Medienmitteilung zitiert. Die WVLB AG ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Industrielle Werke Basel (IWB) und der Energiegenossenschaft ADEV.

  • ewz realisieren 100 klimaneutrale Immobilienprojekte

    ewz realisieren 100 klimaneutrale Immobilienprojekte

    Die ewz nimmt bis 2030 ein ehrgeiziges Ziel ins Visier: „Vereinzelte Projekte reichen nicht aus, um die nationalen Klimaziele zu erreichen“, wird ewz-Direktor Benedikt Loepfe in einer Medienmitteilung zitiert. Stattdessen begreife ewz das Vorzeigequartier Fischermätteli in Burgdorf BE, das sich derzeit im Bau befinde, „als Startpunkt für ein ambitioniertes Ziel: 100 Immobilienprojekte – 100% klimaneutral“.

    Weil durch Bau und Unterhalt von Gebäuden gut ein Drittel aller Schadstoffemissionen anfällt, zählten energieeffiziente Gebäude und eine klimaneutrale Energieversorgung zu den wichtigsten Hebeln für die Klimaziele der Schweiz, heisst es in der Mitteilung weiter. So führe etwa die Kombination von Wärmpumpe, Solarstrom, Speicher und Elektromobilität zu einer grösstmöglichen Eigenversorgung bei niedrigem Ressourcenverbrauch. Dabei werde konsequent auf lokale, erneuerbare Energiequellen gesetzt.

    „Mit der flächendeckenden Realisierung solcher klimaneutralen Immobilienprojekte – sowohl Neubauten als auch Sanierungen – leistet ewz einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und zur Energiewende“, so Loepfe. „Als eines der ersten Energieversorgungsunternehmen bekennt sich ewz damit zu einem wegweisenden Engagement für eine CO2-freie Schweiz.“

  • Energiedienst-Gruppe bleibt auf Wachstumskurs

    Energiedienst-Gruppe bleibt auf Wachstumskurs

    Einer Mitteilung der Energiedienst Holding AG zufolge hat die schweizerisch-deutsche Energiedienst-Gruppe im ersten Halbjahr 2020 einen Betriebsertrag in Höhe von 532 Millionen Euro realisiert. In der Vorjahresperiode waren 49 Millionen Euro weniger erwirtschaftet worden. Das Unternehmen führt das Wachstum vor allem auf höhere Preise im Vertriebsgeschäft und gestiegene Stromhandelsmengen zurück.

    Negative Effekte am Kapitalmarkt hätten das Betriebsergebnis (EBIT) im Jahresvergleich hingegen um 1 Millionen Euro auf 12 Millionen gedrückt, informiert Energiedienst in der Mitteilung weiter. Um nichtoperative Effekte bereinigt, sei das EBIT hingegen um 8 Millionen auf 24 Millionen Euro gestiegen. „Operativ steht die Energiedienst-Gruppe im ersten Halbjahr 2020 besser da als im Vorjahreszeitraum“, wird Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Energiedienst Holding AG, in der Mitteilung zitiert. „Die Pandemie geht aber auch an der Energiedienst-Gruppe nicht spurlos vorüber.“ Die Gruppe rechnet damit, ihr für das Gesamtjahr ursprünglich angestrebtes Betriebsergebnis in Höhe von 41 Millionen Euro nicht erreichen zu können.

    Beim Periodengewinn musste im Berichtshalbjahr im Jahresvergleich ein Rückgang um 6 Millionen auf 8 Millionen Euro hingenommen werden. Hintergrund ist laut Mitteilung eine negative Performance der Wertschriften des Unternehmens. Sie drückte das Finanzergebnis im Jahresvergleich um 5 Millionen Euro auf einen Verlust von 3 Millionen Euro.

    „Die Energiedienst-Gruppe ist als eines der ersten integrierten Energie-Unternehmen in Deutschland und der Schweiz seit Januar 2020 klimaneutral“, erläutert Reichert. Diese Klimaneutralität sei „das Fundament ihrer Geschäftsaktivitäten“, heisst es in der Mitteilung. Ihr zufolge hat die Gruppe im Berichtshalbjahr „aufgrund der Klimaneutralität mehrere grosse Geschäftskunden“ gewinnen können.