Schlagwort: Klimawandels

  • Raumplanung, das Mass aller Dinge?

    Raumplanung, das Mass aller Dinge?

    Quelle: Schweizerische Eidgenossenschaft

    Tatsächlich sind die kantonalen und kommunalen Planungsinstrumente jedoch unvollständig, starr, rein quantitativ und verfolgen kein dreidimensional entwickeltes Zukunftsbild. Die Folgen sind bekannt: Unstimmige Stadtbilder, zu niedriges Verdichtungspotenzial, wachsendes Verkehrsaufkommen, unkoordinierte infrastrukturelle Anlagen und schliesslich eine unzufriedene Bevölkerung.

    Eine vorausschauende Raumplanung mit neuen Konzepten ist unumgänglich, denn die heutigen trägen Planungsinstrumente der Raumplanung stehen offensichtlich im Widerspruch zum dynamischen Prozess der Stadtplanung und verfehlen bis heute die im RPG definierten Ziele.

    Mit dem Einsatz der bereits vorhandenen GIS-Daten könnten schweizweit, anhand von qualitativen Zukunftsszenarien, vorausschauend die potenziellen Auswirkungen auf sämtliche relevante Themen wie Innenverdichtung, Flächennutzung, Verkehr, Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen und viele weitere, visualisiert, bewertet und partizipativ kommuniziert werden – und zwar über die kantonalen Grenzen hinaus.

    Gebäude im Kontext der Raumplanung
    Die Raumplanung schafft denn auch die Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Quartieren und letztlich des Gebäudebestands. Redet man von nachhaltigen Gebäuden, so greift die isolierte Betrachtung und reine Fokussierung auf deren Substanz zu kurz. Gebäude sind in ihrem Kontext und somit unter Berücksichtigung ihres Beitrags zur Reduktion des Verkehrsaufkommens, zur Verdichtung sowie zur sozialen Integration zu verstehen. Dieser Logik folgend sind in der Schweiz die beiden Standards SNBS Hochbau fürs Bauen und SSREI für den Bestand entwickelt worden. Beide sind in ihrer inhaltlichen Ausprägung im internationalen Vergleich stets einzigartig.

    Quelle www.ssrei.ch

  • Arbeiten am UrbanTwin-Projekt haben begonnen

    Arbeiten am UrbanTwin-Projekt haben begonnen

    Ein Schweizer Forschungskonsortium hat die Arbeiten an UrbanTwin aufgenommen. Dieses Projekt hat zum Ziel, einen digitalen Zwilling von Aigle zu erstellen. Laut einem Bericht der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) soll er möglichst auch Entscheidungsträgerinnen und -trägern anderer Städte ein Instrument an die Hand geben, das sie bei der Erreichung von Umweltzielen und der Vision klimaangepasster Schwammstädte unterstützt. Schwammstädte nehmen Regenwasser lokal auf und speichern es, statt es zu kanalisieren und abzuleiten. Dadurch sollen bei Starkregen Überflutungen vermieden werden.

    Das Instrument wird auf einem detaillierten Modell kritischer städtischer Infrastrukturen wie Energie, Wasser, Gebäude und Mobilität beruhen. UrbanTwin will die Entwicklung dieser miteinander verknüpften Infrastrukturen unter verschiedenen Klimaszenarien exakt simulieren und die Wirksamkeit von Massnahmen im Zusammenhang mit dem Klimawandel bewerten.

     „Wir werden hochmoderne Sensoren, Klimawissenschaft und algorithmische Berechnungen in einem Toolset – einem digitalen Zwilling – vereinen“, wird Jan Kerschgens, Geschäftsführer des EPFL-Center for Intelligent Systems, zitiert. Als „wegweisendes Beispiel“ dafür, was Künstliche Intelligenz in der heutigen Zeit leisten kann, wird UrbanTwin laut EPFL „ein lebendes Modell sein, das aus seinen eigenen Leistungen lernt und mit der Zeit wächst“.

    Das Projekt führt Forschungsarbeiten von fünf Institutionen des ETH-Bereichs zusammen: Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne, die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs (EAWAG). Kommunikation und wissenschaftliches Projektmanagement werden durch vier EPFL-Zentren sichergestellt.