Ausgangslage und Partnerschaft
Die Gemeinde Davos, die Rhätische Bahn, Davos Klosters Bergbahnen und die Immobiliengenossenschaft Konsum Davos haben sich in einem Projektwettbewerb zusammengetan. Ziel ist es, das Zentrum von Davos Dorf moderner, barrierefreier und verkehrsfreundlicher zu gestalten.
Das Siegerprojekt:
«Davoser Schlitten»
Der Gewinner des Wettbewerbs ist der Entwurf «Davoser Schlitten», welcher eine Verschiebung des Bahnhofs, 550 öffentliche Parkplätze in einer Tiefgarage und einen barrierefreien Verkehrsknotenpunkt plant. Dieser Entwurf soll als Grundlage für einen Masterplan dienen.
Infrastruktur und Wohnraum
Ein neues Bahnhofsgebäude, mehrere Bushaltestellen, ein Taxistandplatz und Platz für Fahrräder sind Teil des Projekts. Im Bereich des heutigen Parsennparkplatzes sind Erstwohnungen einer Genossenschaft sowie warme Gästebetten geplant. Der alte Bahnhof soll Wohn- und Gewerbehäusern weichen.
Nachhaltigkeit und Lebensqualität
Das Projekt legt grossen Wert auf Nachhaltigkeit und will die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung durch bezahlbaren Wohnraum verbessern. Es wird ein Park im Bereich von Seehofseeli und St. Theodul Kirche entstehen.
Zeitplan und Bürgerbeteiligung
Basierend auf dem Masterplan werden weitere Planungsphasen folgen. Die Bevölkerung von Davos wird Ende 2024 über das Projekt abstimmen. Bei einem positiven Ergebnis werden die Projektierungsarbeiten fortgeführt und die Teilprojekte umgesetzt.
Statements und Beteiligung der Bevölkerung
Wichtige Stakeholder wie Reto Branschi, Tourismusdirektor von Davos, und Christian Florin, Leiter Infrastruktur RhB, äussern sich positiv zum Projekt. Die Bevölkerung wird während des gesamten Prozesses informiert und kann ihre Bedürfnisse in die Planung einfliessen lassen.
Schlagwort: Knotenpunkt
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Davos Dorf – Zukunftsszenario mit Mehrwert
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Wasserstoffprojekt ein Standort mit Potenzial
Die Lage in Domat/Ems, direkt neben einer Hauptverkehrsachse der Schweizer Alpen und in unmittelbarer Nähe zu Stromproduzenten und einem Elektrizitätswerkbetreiber entsteht ein wegweisendes Wasserstoffprojekt. Gerade für LKWs, die an strategischen Knotenpunkten Wasserstoff tanken müssen, ist die Lage im Bündner Rheintal von grossem Wert.
Das technische Leistungsspektrum der neu geplanten Einrichtung beeindruckt: In voller Kapazität kann die 2 MW-Anlage pro Jahr über 300’000 kg Wasserstoff generieren. Das entspricht dem Energiegehalt von 1’000’000 Litern Diesel. Eine derartige Produktionsrate beeinflusst nicht nur die Diversität der Energiequellen, sondern kann auch einen erheblichen positiven Einfluss auf die Umwelt haben, indem sie den jährlichen CO2-Ausstoß um mehr als 3’600 Tonnen verringert.
Energiespeicher als grösste Herausforderung
Seit geraumer Zeit sind erneuerbare Energien im Gespräch. Jedoch bringt ihre Speicherung einige Herausforderungen mit sich, insbesondere weil die Natur vorgibt, wann und in welchem Umfang Energie produziert wird. An dieser Stelle tritt Wasserstoff als optimales Speicherelement auf den Plan. Besonders in Zeiten hoher Energieproduktion im Sommer kann es vorteilhaft sein, überschüssigen Strom in Wasserstoff zu konvertieren. Für einen rentablen Betrieb ist jedoch eine konstante Produktion unerlässlich. Aktuelle gesetzliche Vorgaben legen nahe, solche Anlagen in der Nähe von Energieerzeugungsstätten zu bauen.Die ersten Überlegungen in diese Richtung wurden 2017 angestoßen. Bald darauf machte sich das Expertenteam der Fanzun AG auf die Suche nach einem passenden Standort. Urs Simeon, Partner und Projektleiter, äußerte: «Uns war bewusst, dass das Thema Wasserstoff eine Menge Aufklärung benötigt. Deswegen haben wir früh damit begonnen, uns intensiv damit auseinanderzusetzen und konnten so rasch ein umfassendes Fachwissen aufbauen.» Laut Simeon war die größte Hürde in der Planungsphase die wirtschaftliche Kalkulation – denn das Projekt ist nur dann sinnvoll, wenn es auch wirtschaftlich tragfähig ist.
Am Anfang stand ein norwegischer Investor
Bei der Suche nach den Wurzeln dieses Projekts stößt man auf den Namen Per Sandven, einen visionären Investor aus Norwegen, der für seine wegweisenden und nachhaltigen Ansätze bekannt ist. Sandven, als Mitbegründer und ehemaliger Hauptanteilseigner, spielte eine zentrale Rolle bei der Gründung und Entwicklung von Calanda Solar. Er hatte auch einen bedeutenden Einfluss auf die Umsetzung des angrenzenden Photovoltaik-Projekts Calinis. Dieses Vorhaben, angesiedelt im ehemaligen Steinbruch von Felsberg und betrieben von Rhiienergie, war 2020 die größte Photovoltaik-Einrichtung im Kanton Graubünden. Mit einem bemerkenswerten Jahresertrag von 1’500’000 kWh versorgt sie etwa 400 Haushalte mit Strom.Weitere Projekte sind in Planung
In der Vergangenheit haben Sandven und Fanzun bereits Hand in Hand gearbeitet, wie beispielsweise bei dem 105%-PlusEnergie-Hotel Muottas Muragl in Samedan, welches zudem mit einem Solarpreis ausgezeichnet wurde. Ihre Kooperation verdeutlicht das geteilte Streben und die gemeinsame Vision, den Wandel hin zu einer umweltfreundlicheren und klimaneutralen Energiezukunft voranzutreiben. Derzeit plant die Fanzun AG zusätzliche Initiativen im Segment der Hochgebirgs-Solaranlagen, auch als «Solarexpress» bezeichnet.