Schlagwort: Kollaboration

  • Neues Tool erleichtert Koordination zwischen 2D und 3D

    Neues Tool erleichtert Koordination zwischen 2D und 3D

    Revizto hat seiner integrierten Kollaborationsplattform für die Architektur-, Ingenieurs-, Bau- und Betriebsbranche (AECO) einige Neuerungen verpasst. Wie das Lausanner Unternehmen in einer Medienmitteilung ausführt, sollen die neuen Werkzeuge und Verbesserungen von Revizto 5.16 die Arbeitsabläufe optimieren und eine intelligentere Zusammenarbeit in jeder Projektphase ermöglichen.

    «Jede Verbesserung in dieser Version wurde entwickelt, um Teams in die Lage zu versetzen, effizienter zu koordinieren und fundiertere Entscheidungen in Echtzeit zu treffen», wird CEO und Gründer Arman Gukasyan zitiert. «All diese Verbesserungen sind das Ergebnis umfangreicher Gespräche mit unserer Kundschaft und des Rückmeldungen unserer Nutzenden. Dies ist nur ein weiterer Schritt auf unserem Weg zur Schaffung eines neuen Standards für die Zusammenarbeit in der AECO-Branche.»

    Zu den Neuerungen zählt etwa, dass Nutzende nun ein 2D-Blatt und ein 3D-Modell einschliesslich Problemen und Markierungen nebeneinander angezeigt bekommen können und es möglich ist, sofort von einer Position in 2D zu der entsprechenden Position im 3D-Modell zu springen, ohne zwischen Registerkarten (Tabs) wechseln zu müssen. Weitere Verbesserungen betreffen das Auswahlfeld, die Objektisolierung und eine Optimierung des Terminplaners. Die neue Kollisionsfunktion «Erforderliche Objekte» automatisiert den Koordinationsprozess, der nun auch über Nacht durchgeführt werden kann.

  • Das neuste Innovationszentrum im Alpenraum ab 2024

    Das neuste Innovationszentrum im Alpenraum ab 2024

    DnnoQube Switzerland nutzt die besondere Lage und Ressourcen von Graubünden, um Innovationen zu fördern, die sowohl lokal als auch global relevant sind. Der Hub wird voraussichtlich im April 2024 seine Türen öffnen. Alex Fries, CEO des Zentrums, betont die Bedeutung der lokalen Vorteile: «Es ist mehr als ein Innovations-Hub; es ist ein Beitrag, die Stärken von Graubünden global sichtbar zu machen.»

    Intensives Förderprogramm
    Das Zentrum bietet ein dreimonatiges, intensives Förderprogramm für Start-ups in der Frühphase. Die Teilnehmer erhalten Zugang zu einem weitreichenden Netzwerk und können ihre Produkte in Inkubatoren weltweit, von Dubai bis Silicon Valley, testen und verbessern.

    Kollaboratives Ökosystem
    Ein Hauptfokus liegt auf der Schaffung eines kollaborativen Umfelds. Partnerunternehmen haben die Möglichkeit, Innovationen voranzutreiben und von einem diversen Netzwerk von Experten und Innovatoren zu profitieren. Zudem werden Optionen für die Gründung von Spin-offs erörtert, um Innovationen intern zu fördern.

    Die Macher des Projekts
    Hinter InnoQube stehen bekannte Namen wie Alex Fries, Maren Lesche und Franco Quinter. Sie verbinden starke regionale Wurzeln mit globaler Erfahrung und Expertise. Franco Quinter, Verwaltungsratspräsident von InnoQube Switzerland: «Im Herzen der Alpen werden wir mit InnoQube Switzerland einen Ort schaffen, der Innovatoren aus der ganzen Welt zusammenbringt. Hier nutzen wir das einzigartige Potenzial von Graubünden, um die Zukunft der Innovation zu gestalten.»

    InnoQube Switzerland verspricht, die Innovationslandschaft der Alpen zu revolutionieren und bietet eine einzigartige Plattform für die nächste Generation von Unternehmern und Innovatoren.

  • Besucher-Rekord am 9. Immobilien-Summit

    Besucher-Rekord am 9. Immobilien-Summit

    Am Dienstag, 4. Juli 2023, fand der 9. Immobilien-Summit in The Hall in Dübendorf statt, organisiert von der FRZ Flughafenregion Zürich – Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung. Unter dem Motto „Mobil. Nachhaltig. Kollaborativ.“ trafen sich Experten und Interessierte aus dem Bau- und Immobiliensektor, um die Zukunft der Branche zu diskutieren und sich über aktuelle Trends und Herausforderungen auszutauschen. Mit 640 registrierten Gästen verzeichnete der 9. Immobilien-Summit eine Rekordbeteiligung.

    Die Veranstaltung begann mit „meet & match“-Gesprächen und einem Grill-Lunch, die ideale Gelegenheiten boten, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu pflegen: Es fanden 434 1:1-Gespräche statt. Die Eröffnung des Immobilien-Summits erfolgte um 13:30 Uhr mit einem musikalischen Warm-Up mit Carole Brunner (Sängerin der Band Ginger and the Alchemist).

    André Ingold, Präsident der FRZ Flughafenregion Zürich und Stadtpräsident von Dübendorf, gab einen Überblick über aktuelle Themen und die grössten Bauprojekte der Region. Im Interview mit der neuen FRZ-Geschäftsführerin Rahel Kindermann Leuthard wurden die künftigen Schwerpunktthemen der FRZ Flughafenregion Zürich erörtert.

    Sylwina Spiess (Ringier AG) moderierte den FRZ-Flagship-Event. Die Gäste kamen in den Genuss von spannenden Präsentationen von Experten aus verschiedenen Bereichen, wie Immobilienmarktanalyse, Bauprojekte, grüne Stadtentwicklung und Digitalisierung.

    Die Zukunft des Immobilienmarktes
    Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Analytics bei der Zürcher Kantonalbank, eröffnete die Fachreferate mit einem Einblick in die aktuellen Nachfrage- und Angebotstrends auf dem Immobilienmarkt. Folgende drei Themen würden den Immobilienmarkt formen: Digitalisierung, Demografie und Dekarbonisierung. Bürogebäude mit hoher Erreichbarkeit – wie in der Flughafenregion – seien vergleichsweise gut ausgelastet. Insgesamt sei bislang die grosse Konsolidierung auf dem Büromarkt des Kantons Zürich ausgeblieben.

    In der Flughafenregion steigen die Altbau-Büroflächen stärker als jene im mittleren Alter von 10 bis 30 Jahren. Doch auch Neubauten bleiben vermehrt leer. Ein weiterer Trend: Wohnraum wird immer knapper – auch in der Flughafenregion. Umnutzungen von Büros zu Wohnraum werden deshalb vermehrt geprüft.

    Massnahmen gegen den Klimawandel sind gemäss Kubli aktueller denn je. Selbst wenn die Künstliche Intelligenz (KI) nach den drei treibenden Faktoren für Büroimmobilien in den nächsten 75 Jahren gefragt werde, sei Nachhaltigkeit eines der drei Top-Themen – neben dem technologischen Fortschritt und neuen Arbeitsumgebungen. Der langfristig steigende Bedarf an Büroflächen resultiere aus einer wachsenden globalen Wirtschaft. Kubli: „Unternehmen bevorzugen die Nähe zum Flughafen Zürich für internationale Geschäftsreisen und den Zugang zu globalen Märkten.“

    Neue Formen der Zusammenarbeit im Bausektor
    Marco Faiss, Co-Gründer von em2, beleuchtete neue Formen der Zusammenarbeit im Bausektor. Innovative Strategien und Praktiken verbessern die Effizienz und Effektivität von Bauprojekten. Dabei wird besonderer Wert auf Teamarbeit, Kommunikation und das Ausschöpfen des Potenzials aller Beteiligten gelegt. Inspirierende Organisationen und Personen denken, kommunizieren und handeln auf die gleiche Weise – sie agieren von „innen nach außen“. Dies impliziert die Betonung des „Warum“ vor dem „Wie“ und dem „Was“. Er verweist auf  das Konzept Golden Circle von Simon Sinek.

    Durch die Interaktion von Menschen, Werten und Anliegen entstehen gemäss Faiss unvorhersehbare neue, emergente Phänomene. Etablierte Denkmuster werden dabei abgelöst. Marco Faiss verweist auf Methodisches Phasendenken, ein Prozess zur Partnergewinnung, Rollenentwicklung, ein Vergütungsmodell (Open Book), und Kommunikation auf Augenhöhe dienen als Instrumente zur Strukturierung des Prozesses. Sein Rat: „Führen Sie ein Bauprojekts wie ein Unternehmen.“

    Die Methode umfasst die Ermittlung spezifischer Anforderungen, die Gewinnung der besten Partner für diese Anforderungen, uneingeschränkte Investitionen in diese Partner ohne einseitige Absicherung, Kommunikation auf Augenhöhe, Investition in die Organisation, und die Ausrichtung nach dem Grundsatz, dass diejenigen, die etwas am besten können, es auch tun sollten. Jeder definiert sein Leistungsverzeichnis eigenverantwortlich, jede geleistete Stunde wird bezahlt und Erfolge werden gemeinsam gefeiert.

    Der Hebel der Quartiers-Mobilität
    Danach sprachen Bernd Hofer, CEO von Freo Switzerland AG, und Sophie Stigliano, Director bei Urban Standards GmbH, über „Green Only Development und der Hebel der Quartiers-Mobilität“. FREO konzentriert sich auf nachhaltiges Bauen und Betreiben von Gebäuden mit dem Fokus auf die Bedürfnisse zukünftiger Generationen und der Achtung der planetaren Belastungsgrenzen. Ihr Konzept „Green Only Development“ reduziert Energiebedarf und Treibhausgasemissionen erheblich und optimiert die Kosten, indem es sich auf Klimaarchitektur und effiziente, maßgeschneiderte Lösungen konzentriert. Es integriert auch ein fortschrittliches Mobilitätsmanagement, das den Verkehrsfluss optimiert und nachhaltige Transportoptionen fördert, und nutzt eine digitale Plattform zur Steuerung dieser Dienste.

    Die Nutzer frühzeitig involvieren
    Nach einer ausgedehnten Kaffeepause setzte Hannes Pichler, Direktor Immobilien der ETH Zürich, die Vortragsreihe fort und sprach über integrierte Projektabwicklung im Kontext von Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung. Er stellte die Abteilung Immobilien der ETH Zürich vor, die ein Immobilienportfolio im Wert von rund 5 Milliarden Schweizer Franken betreut, darunter etwa 200 Gebäude mit einer Hauptnutzfläche von ca. 540’000 m². Zwischen 2022 und 2029 entsteht ein neues Physikgebäude auf dem Campus Hönggerberg.

    Pichler sprach über die Vorteile integraler Projektabwicklungsmodelle und die Herausforderungen, die durch Informationsasymmetrien und unterschiedlichen Zielen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer entstehen können, auch bekannt als das Principal-Agent-Problem. Er präsentierte Lösungsansätze, um diese Probleme zu minimieren, darunter die frühzeitige Einbeziehung von Nutzern und die Definition eines funktionalen Pflichtenhefts.

    Er betonte auch, wie wichtig eine frühzeitige, integrale Herangehensweise ist, um die Herausforderungen zu bewältigen, die die Megatrends Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung mit sich bringen. Pichler zeigte verschiedene Beispiele erfolgreicher Projekte auf und betonte die Notwendigkeit einer integrierten Planung über alle Lebenszyklen eines Projekts hinweg und die Bedeutung der Digitalisierung zur Verbesserung der Transparenz und Fehleranalyse.

    Reset-Strategien im Jahrzehnt des radikalen Wandels
    Das letzte Referat des Tages kam von Jens-Uwe Meyer, MBA Meyer, einem Buchautor und Digitalunternehmer. Er sprach über „Reset! Strategien für das Jahrzehnt des radikalen Wandels“. Wir würden heute mehr denn je in einer  „VUCA-Welt“ leben. VUCA steht für „Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity“ (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Mehrdeutigkeit). Neue Instrumente der Künstlichen Intelligenz fördern diese Ambiguität. Meyer beleuchtet sowohl positive als auch negative Aspekte  – von ihrer Rolle in der Bildung und Wirtschaft bis hin zu ihren potenziellen Gefahren und Auswirkungen auf Arbeitsplätze. Er gibt einen Überblick über die Entwicklung von KI-Technologie und -Anwendungen von 2011 (mit IBMs Watson) bis 2023 (mit ChatGPT4).

    Zu den drängendsten Themen gehöre der Klimawandel und Nachhaltigkeit per se. Aufgrund der demografischen Situation verschärfe sich der Kampf um die besten Talente. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sei Innovationsmanagement entscheidend. Er verweist auf Innovations-Barrieren, darunter fehlende Prozesse, Mangel an Strategien, Offenheit und  Begeisterung sowie Mangel an Mut und Kreativität. Meyer appelliert an die „Unzufriedenheit“ – als Ansporn für kontinuierliche Verbesserung und Innovation.

    Der Informationsteil des Summits endete mit einer weiteren Performance von Carole Brunner und bot danach Raum für weiteren Austausch beim abschliessenden Apéro Riche.