Schlagwort: Konsortium

  • Eine App bringt alle Verkehrsmittel zusammen

    Eine App bringt alle Verkehrsmittel zusammen

    MixMyRide will Alternativen zum privat genutzten Personenwagen fördern und vernetzt deshalb alle Verkehrsmittel mit einer Mobilitäts-App. Bisher mussten Tram, Velo oder Mitfahrgelegenheit separat gebucht werden. Mithilfe von Daten über den öffentlichen Nahverkehr, dynamischen Daten über Fahrgemeinschaften und Bikesharing sowie intelligenten Algorithmen sollen nun Mobilitätsnachfrage und Angebot aufeinander abgestimmt werden. Die App wurde von einem schweizweiten Konsortium entwickelt, bestehend aus Instituten der ZHAW School of Engineering sowie der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI). Zudem waren an der Entwicklung das WinLab der Stadt Winterthur, der Mobilitätsdienstleister BePooler, der Verkehrsberater Citec und das Lugano Living Lab beteiligt.

    Verkehrsmittel optimal kombinieren
    Die Mobilitäts-App dient in erster Linie als Reiseplanungssystem, das auf eigens entwickelten Algorithmen der Künstlichen Intelligenz basiert. Die App zeigt für die gewünschte Fahrt verschiedene Verkehrsmittel auf, indem es optimale Kombinationen von Streckenabschnitten auf der Grundlage der verfügbaren Mobilitätsdienste ermittelt, zu denen auch Fuss- und Velowege – entweder mit dem privaten Velo oder Bikesharing – sowie E-Trottinette gehören. Wenn eine Mitfahrgelegenheit gefunden wurde, ermöglicht MixMyRide zudem auch die Buchung und Organisation der Fahrt, indem es zwischen den Personen vermittelt, die eine Fahrt suchen oder anbieten.

    Wirksamkeit im realen Leben testen
    Die App steht bis Februar 2024 zur Verfügung und deckt die Regionen Lugano, Genf und Winterthur/Zürich ab. Während eines Jahres wird sie nun getestet. Die ZHAW-Forschenden haben die Entwicklung der App bezüglich Design und Funktionalität unterstützt und sind der lokale Ansprechpartner für die Testphase in der Region Winterthur/Zürich. Zudem sind sie federführend bei der Evaluation inklusive der Durchführung und Auswertung von Umfragen. «Die Testphase ermöglicht uns die Verhaltensänderungspotenziale durch MixMyRide zu evaluieren und allfällige Auswirkungen auf den Gesamtenergieverbrauch und den CO2-Ausstoss abzuschätzen», erklärt Uros Tomic vom ZHAW-Institut für Nachhaltige Entwicklung.

    Tester:innen für MixMyRide gesucht
    Alle interessierten Personen können jederzeit die MixMyRide-App aus dem iOS App Store oder dem Android Play Store herunterladen und testen. Wenn freiwillige App-Nutzende zusätzlich an den Umfragen und allfälligen Gruppeninterviews teilnehmen, helfen sie dabei, die Auswirkungen der App auf das Mobilitätsverhalten zu verstehen und können an Verlosungen teilnehmen.

    Weitere Informationen: mixmyride.com/de

  • Arbeiten am UrbanTwin-Projekt haben begonnen

    Arbeiten am UrbanTwin-Projekt haben begonnen

    Ein Schweizer Forschungskonsortium hat die Arbeiten an UrbanTwin aufgenommen. Dieses Projekt hat zum Ziel, einen digitalen Zwilling von Aigle zu erstellen. Laut einem Bericht der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) soll er möglichst auch Entscheidungsträgerinnen und -trägern anderer Städte ein Instrument an die Hand geben, das sie bei der Erreichung von Umweltzielen und der Vision klimaangepasster Schwammstädte unterstützt. Schwammstädte nehmen Regenwasser lokal auf und speichern es, statt es zu kanalisieren und abzuleiten. Dadurch sollen bei Starkregen Überflutungen vermieden werden.

    Das Instrument wird auf einem detaillierten Modell kritischer städtischer Infrastrukturen wie Energie, Wasser, Gebäude und Mobilität beruhen. UrbanTwin will die Entwicklung dieser miteinander verknüpften Infrastrukturen unter verschiedenen Klimaszenarien exakt simulieren und die Wirksamkeit von Massnahmen im Zusammenhang mit dem Klimawandel bewerten.

     „Wir werden hochmoderne Sensoren, Klimawissenschaft und algorithmische Berechnungen in einem Toolset – einem digitalen Zwilling – vereinen“, wird Jan Kerschgens, Geschäftsführer des EPFL-Center for Intelligent Systems, zitiert. Als „wegweisendes Beispiel“ dafür, was Künstliche Intelligenz in der heutigen Zeit leisten kann, wird UrbanTwin laut EPFL „ein lebendes Modell sein, das aus seinen eigenen Leistungen lernt und mit der Zeit wächst“.

    Das Projekt führt Forschungsarbeiten von fünf Institutionen des ETH-Bereichs zusammen: Die Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne, die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und das Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs (EAWAG). Kommunikation und wissenschaftliches Projektmanagement werden durch vier EPFL-Zentren sichergestellt.

  • Axpo gliedert Batterieinnovation aus

    Axpo gliedert Batterieinnovation aus

    Ein Team von Axpo hat in Zusammenarbeit mit regionalen Bauunternehmen vier Jahre lang an einem umweltfreundlichen Generator gearbeitet. Entstanden ist eine Batteriespeicherlösung, welche Dieselgeneratoren an Baustellen ersetzen kann. Die Technologie namens emost (electric mobile storage/Deutsch: elektrischer mobiler Speicher) kann auch bei Veranstaltungen oder in Notfällen eingesetzt werden. Sie wurde im Frühling 2021 bereits mit dem Innovationspreis von IDEE SUISSE ausgezeichnet.

    Nun hat Axpo beschlossen, die Technologie an ein Konsortium aus dem bestehenden Management des Projekts sowie mehreren Schweizer Unternehmern zu verkaufen. Damit werden die Kontinuität im Management und der Wissenstransfer optimal gewährleistet, schreibt Axpo in einer Medienmitteilung. Alle relevanten Rechte und Verträge sind per Ende Oktober 2022 an die neu gegründete emost AG mit Sitz in Dietikon übergeben worden.

    Das Gründungsteam besteht den Angaben zufolge aus dem gesamten Managementteam, das die Technologie in den vergangenen Jahren entwickelt hat. CEO der emost AG wird Benedikt Domke. Verwaltungsratspräsident wird Christoph Sutter, der bisher die Axpo-Division Renewables geleitet hat. Er will sich insbesondere auf die internationale Expansion fokussieren.

  • Implenia saniert Gubristtunnel

    Implenia saniert Gubristtunnel

    Das Bundesamt für Strassen hat der Arbeitsgemeinschaft Gubri (ARGE Gubri) das dritte Los bei der Sanierung der beiden bestehenden Röhren des Gubristtunnels zugeschlagen, informiert Implenia in einer Mitteilung. Die Bau- und Immobiliengesellschaft aus Opfikon ist am Konsortium mit 40 Prozent beteiligt und hat die Federführung. Die übrigen 60 Prozent werden zu gleichen Teilen vom Dietiker Bauunternehmen Walo Bertschinger und Anliker mit Sitz in Emmen LU gehalten. Das Gesamtauftragsvolumen wird in der Mitteilung auf 184 Millionen Franken beziffert. Auf Implenia werden davon 74 Millionen Franken entfallen.

    Im Rahmen des Auftrags werden die Partnerunternehmen 22 neue SOS-Nischen in der zweiten Röhre einrichten und die bestehenden 24 SOS-Nischen in der ersten Röhre sanieren. Zudem werde die Fahrbahn in beiden Röhren um 30 Zentimeter gesenkt und eine neue, höher gelegene Zwischendecke eingezogen, erläutert Implenia. Damit soll der Fahrraum an die heutigen Anforderungen angepasst werden.

    Die Sanierung der beiden Röhren ist im Anschluss an die derzeit im Bau befindliche Einrichtung einer dritten Röhre der Nordumfahrung Zürich geplant. Der Beginn der Vorarbeiten für die Sanierung der beiden bestehenden Röhren ist auf den Herbst datiert. Die Übernahme des Projekts entspreche der Strategie von Implenia, „sich mit der Division Civil Engineering auf grosse, komplexe Infrastrukturprojekte zu fokussieren“, heisst es in der Mitteilung.