Schlagwort: Krise

  • Krise der Makler

    Krise der Makler

    Nach den neuesten Daten von RealTrends wurden die 20 grössten Maklerunternehmen nach Anzahl der Transaktionen im Jahr 2022 von eXp Realty, Anywhere, HomeServices of America, Compass und Howard Hanna angeführt. Gewinner nach Anzahl Transaktionen sind eXp Realty, The Real Brokerage und Fathom Holdings, Verlierer sind Anywhere Advisers, HomeServices of America und Keller Williams. Dieses amerikanische Schwergewicht will bekanntlich auch in die Schweiz kommen, wie sie selber im Oktober letzten Jahres ankündigten. Aber im Heimatmarkt kämpft Keller Williams, haben sie 2022 über 190’000 Transaktionen weniger getätigt als 2021. 

    Krise kennen die Makler in der Schweiz nicht. Der Markt ist attraktiv. So hat neben der schon erwähnten Keller Williams der deutsche Makler allmyhomes.de angekündigt, nach Spanien nun in die Schweiz zu expandieren. Verantwortlich für den Aufbau ist Noah Schiller, früher bei ConReal. allmyhomes.de wird es nicht auf die PropTech Map Switzerland schaffen. Wie Properti betrachte ich diesen neuen Akteur als Makler, der digitale Tools verwendet. So wie es immer mehr Makler tun. Krise der Makler: not in my backyard! 

    Events 
    Zusammen mit Switzerland Global Enterprise organisieren wir eine Mittagsveranstaltung am 10. Mai 2023 für PropTechs. Bei diesem Workshop wird über die Märkte Deutschland und Österreich ein Überblick verschafft und es können wertvolle Kontakte zu den Experten von SGE geknüpft werden. Wer sich also mit der Expansion in den DACH-Raum befasst, darf diese Veranstaltung nicht verpassen. 

    Die erste Konferenz «digital kommunal» hat im The Valley stattgefunden. Die Location in den Gebäuden der ehemaligen Maggi-Fabrik bietet unzählige Möglichkeiten für gelungene Events. «digital kommunal» richtete sich in erster Linie an Gemeinde, Städte, Kantone. Die Verantwortlichen von Hochbau und Tiefbau/Werke wurden von den beiden Organisatoren und PropTechs immoledo.ch und laixo.ch über die Möglichkeiten der Digitalisierung von Gebäuden und Infrastruktur informiert. Auch wurde über die Anforderungen an den digitalen Werkhof informiert. Elvira Bieri stellte SSREI vor, wobei die Gemeinden wohl das Gefühl haben, dass dieser Kelch an ihnen vorbeiginge. Ganz neidisch könnte werden, wer den Ausführungen zu den Digitalisierungsprojekten der Stadt Zürich folgte. Geld scheint kein Problem zu sein in der grössten Schweizer Stadt. 2024 wird es mit «digital kommunal» weitergehen. 

    PropTech Map Switzerland 
    Wer erinnert sich noch an die Gewinner der Real Estate Awards 2022? War da nicht homedeal24.ch, Gewinner in der Kategorie Vermarktung? Ich habe damals schon kritisch geschrieben über die Entwicklung bei der Verleihung von Awards. Jetzt habe ich wieder mal die Website von homedeal24.ch besucht. Und was findet ich (immer noch): Coming soon. 

    Künstliche Intelligenz 
    Helvetia Versicherungen nutzt ChatGPT für den neuen Kundenservice. Gemäss eigenen Angaben bietet die Helvetia als weltweit erste börsenkotierte Versicherungsgesellschaft einen Service im direkten Kundenkontakt auf Basis der ChatGPT-Technologie von OpenAI. So sollen Kundenfragen zu Versicherung und Vorsorge beantwortet werden. 

    OpenAI hat darauf hingewiesen, dass sein Chatbot ChatGPT für Personen ab 18 Jahren vorgesehen ist. Nur falls eine elterliche Erlaubnis vorliegt, soll der Dienst auch für Jugendliche ab 13 Jahren nutzbar sein. OpenAI will zudem ein Verifizierungsmöglichkeit prüfen. Bislang reichen eine E-Mail-Adresse und eine Handynummer aus. Das Unternehmen reagiert damit auf Berichte über den Einsatz von Chatbots in Schulen, bei denen auch Minderjährige auf ChatGPT zugreifen. 

    news aktuell und PER haben PR-Profis in der Schweiz und in Deutschland befragt. Wichtigste Erkenntnis: 41 % nutzen bis heute keine Künstliche Intelligenz. Allerdings sieht die Mehrheit der Befragten die KI als Chance, vor allem bei der Texterstellung, Themen- und Trendfindung sowie dem Media-Monitoring.

  • Der Immobilienmarkt leidet unter der Corona-Krise

    Der Immobilienmarkt leidet unter der Corona-Krise

    Laut einer Untersuchung der Zürcher Kantonalbank sind Gewerbeimmobilien am meisten von der Krise betroffen. „Der konjunkturelle Einbruch sorgt mittelfristig für steigende Leerstände bei Gewerbe- und Büroflächen und übt damit Druck auf deren Mieten aus“, sagt Ursina Kubli, Leiterin Immobilien Research. Zudem sei es nach der Krise auf längere Sicht möglich, dass vermehrt von zu Hause gearbeitet werde. Das beeinflusse die zukünftigen Anforderungen hinsichtlich Flächenbedarf und Standortwahl von Büroliegenschaften. So werde etwa die Erreichbarkeit nicht mehr das wichtigste Kriterium sein.

    Mietwohnungen sind weniger von der Krise tangiert. Mehr Risiken hingegen sieht die Zürcher Kantonalbank im Luxussegment. Ein Grossteil dieser Kundschaft dürfte von den Einbrüchen an den Aktienmärkten stark betroffen sein. Dies werde die Nachfrage hemmen – die Preise dürften entsprechend sinken.

    Durch die Corona-Krise rücken die Klimaziele in den Hintergrund: So würden 71 Prozent der Wohngebäude in den Städten weiterhin mit Öl oder Gas geheizt. Ohne eine raschere Sanierung zahlreicher Altbauwohnungen werde das Klimaziel 2050 frühestens in 100 Jahren erreicht, warnt die Bank.