Schlagwort: künstliche Intelligenz

  • Forschungsprojekt fördert Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

    Forschungsprojekt fördert Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) arbeiten laut einer Mitteilung an der Wiederverwendung von altem Baumaterial. In einer von Prof. Dr. Catherine De Wolf entwickelten projektbasierten interdisziplinären Lehrveranstaltung suchen angehende Ingenieurwissenschaftler etwa aus Architektur oder Informatik nach Wegen für sinnvolles Recycling im Bauwesen, um Ressourcen zu sparen und Materialien länger zu nutzen.

    Ihre Kenntnisse wenden sie bei Baustellenbesuchen, Workshops oder in der Werkstatt an. Rund 70 Prozent ihrer Zeit verbringen die ETH-Forschenden in der Praxis. „Sie lernen, wie man Materialien aus bestehenden Gebäuden sorgfältig ausbaut, digital dokumentiert, in neue Entwürfe integriert und schliesslich umsetzt“, heisst es. Die Erfahrung, ein Gebäude zu demontieren und dieses Abbruchmaterial, das sonst auf der Deponie landen würde, für neue Bauprozesse wiederzuverwenden, führe vor Augen, „wie sich nachhaltige Bauweisen praktisch umsetzen lassen“. Im Kurs Digital Creativity for Circular Construction wird in Teams an umsetzbaren Projekten für externe Auftraggebende und Nutzende gearbeitet. Zum Erfassen der Gebäudesubstanz kommen Laserscanning, Künstliche Intelligenz und Erweiterte Realität zum Einsatz.

    Die Arbeiten der Studierenden waren in der Kunsthalle Zürich, auf der Kunstmesse Art Genève und auf der Architekturbiennale in Venedig zu sehen und wurden von externen Auftraggebenden und Nutzenden weiterverwendet. 

  • Digitale Intelligenz auf dem Bau

    Digitale Intelligenz auf dem Bau

    „Die Planung ist bereits stark digitalisiert, der Bau weniger, der Betrieb wieder stärker“, erklärte Alex Walzer von der FHNW. Noch immer zerfallen viele Informationen zwischen den Projektphasen. Ein Problem besonders mit Blick auf die Kreislaufwirtschaft. Walzer sieht grosses Potenzial in der konsequenten Datennutzung. Aus Projekten lernen, Bauwerke datenbasiert entwerfen, Prozesse standardisieren. Doch ohne saubere Datengrundlagen und präzise Fragestellungen bleibt auch künstliche Intelligenz wirkungslos.

    Durchgängige Daten mit Lakeup
    Michal Rzinski von Bond BIM präsentierte die Plattform Lakeup, ein System für Life-Cycle-Data-Management. Sie soll Bauherren und Immobilienorganisationen befähigen, Daten über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes strukturiert zu nutzen. Von der Bedürfnisdefinition über die Bestellung bis zur Auswertung schafft Lakeup Datendurchgängigkeit und Transparenz.

    Im Fokus steht laut Rzinski der Mensch. „Wir wollen Fachplanende, Ingenieure und Entscheidungsträger gleichermassen abholen.“ Ein Beispiel liefert das Universitätsspital Basel, wo KI-Agenten 25’000 Datensätze automatisch klassifizierten, die Grundlage für spätere Anwendungen. Die Plattform ist modular aufgebaut, von Fachplaner-Tools bis zur Unternehmenslösung.

    Virtuelle Bäder und reale Entscheidungen
    Praktisch wurde es mit Patrick Marti von Hegias Vision. Seine Plattform verbindet 3D-Visualisierung mit Echtzeitdaten im Badumbau. Mit dem iPhone lassen sich Räume scannen, Objekte automatisch erkennen und in digitaler Umgebung gestalten. Kundinnen und Kunden sehen unmittelbar, wie ihr Bad aussehen könnte, inklusive Materialien, Lichtstimmung und echten Produktdaten.

    Gemeinsam mit BMS ermöglicht Hegias einen neuen, interaktiven Beratungsprozess. „Früher verliessen die Leute die Ausstellung mit einem Block voller Produktnamen, heute mit einem Link zu ihrem Traum-Bad“, so Ilona Lupart von BMS. Der Roomscanner vereinfache den Einstieg, beschleunige Entscheidungen und steigere die Zufriedenheit.

    Mensch im Mittelpunkt der Digitalisierung
    In der abschliessenden Runde waren sich alle einig, Automatisierung ersetzt den Menschen nicht. „KI soll Beraterinnen und Berater entlasten, nicht verdrängen“, betonte Marti. Walzer hob hervor, dass KI besonders dort stark sei, wo grosse Datenmengen analysiert oder Lieferketten optimiert werden. Dennoch brauche es weiterhin Fachwissen, Reflexion und Weiterbildung.

    Rzinski ergänzte, Lakeup sei bewusst so gestaltet, dass es unterschiedliche Kompetenzniveaus abdeckt, vom Datenspezialisten bis zur Geschäftsleitung. Lupart fügte an, dass Schulung, Einbindung und Kommunikation entscheidend seien, um Skepsis abzubauen. Offenheit sei wichtiger als Alter: Auch 90-Jährige hätten VR-Brillen begeistert genutzt.

    Neue Kompetenzen und Ausblick
    Walzer sieht an der FHNW einen Wandel. „Studierende arbeiten heute kollaborativer und kritischer mit Technologie.“ Neben technischen Fähigkeiten seien zunehmend Soft Skills gefragt, Kommunikation, Verständnis für Schnittstellen und Teamarbeit.

    Für die Zukunft kündigten Marti und Rzinski an, ihre Plattformen weiter auszubauen. Mehr Automatisierung, bessere Benutzerführung und tiefere Integration von KI in bestehende Prozesse. Walzer wagt den Blick nach vorn „In zehn Jahren wird KI so selbstverständlich im Hintergrund arbeiten wie Strom aus der Steckdose. Das Ziel ist erreicht, wenn Bauen dank Technologie wieder Spass macht.“

  • Auf dem Weg zur KI-Revolution

    Auf dem Weg zur KI-Revolution

    Die Debatte um den Stromverbrauch von KI-Systemen ist kein reines Politikum. Rechenzentren und hochskalierte Hardware verschlingen enorme Energiemengen und die stetige Vergrösserung von Modellen verstärkt diese Tendenz weiter. «Wir können nicht unbegrenzt skalieren», erklärt Klimovic, «daher ist die Forschung nach nachhaltigeren Lösungen unerlässlich.»

    Sparsame Modellarchitekturen
    Ein Ansatz ist die Einführung von Sparsity (Dichte-Reduktion) in neuronalen Netzen. Modelle aktivieren dabei nur relevante Teile ihres Systems, während klassische Ansätze stets das gesamte Netz nutzen. «Mixture-of-Experts»-Modelle folgen dieser Logik. Sie verteilen Anfragen gezielt auf spezialisierte Module. Das spart Energie, ohne Qualitätseinbussen zu verursachen.

    GPUs sine wertvoll, aber oft ungenutzt
    Ein zentrales Problem sieht Klimovic in der geringen Auslastung von GPUs, obwohl diese enorm viel Strom verbrauchen. Engpässe entstehen insbesondere bei der Datenvorverarbeitung durch sowie bei der Kommunikation zwischen mehreren GPUs. Oft liegt die Rechenauslastung bei unter 50 Prozent. Damit wertvolle Ressourcen nicht brachliegen, braucht es neue Softwarelösungen.

    Effizienz durch intelligente Frameworks
    Ihre Forschungsgruppe entwickelt Systeme, die Automatisierung und Optimierung in den Vordergrund stellen.

    Sailor ist eine Plattform, die Trainings-Jobs automatisch über GPUs parallelisiert und dadurch die GPU-Effizienz steigert.

    Modyn und Mixtera sind Systeme für eine intelligentere Datenauswahl, die Modelle schneller und mit weniger Daten trainieren.

    DeltaZip  ist eine Plattform, die feingetunte Modellvarianten effizient verwaltet. Sie komprimiert Unterschiede zwischen Modellen («Deltas»), wodurch Ladezeiten sinken und Inferenz schneller und ressourcenschonender abläuft.

    Nachhaltigkeit in Training und Inferenz
    Nicht nur beim Training, sondern auch in der Anwendung, der sogenannten Inferenz, spielen Effizienzgewinne eine Schlüsselrolle. Angesichts der Milliarden täglicher Interaktionen mit Chatbots wird die Schonung von Energie- und Hardware-Ressourcen zu einer global dringenden Aufgabe.

    Wissenschaftliche Freiheit und Open Science
    Klimovic betont die Bedeutung der akademischen Forschung. Weniger durch wirtschaftliche Zwänge getrieben, kann sie langfristige Innovationen verfolgen. Sie hebt die Rolle der Schweizer KI-Initiative hervor, die 2023 gestartet ist und auf dem nahezu klimaneutralen Supercomputer Alps des CSCS basiert. Mit über 10 Millionen GPU-Stunden und 20 Millionen Franken Förderung ist sie die weltweit grösste Open-Science- und Open-Source-Initiative für KI-Grundlagenmodelle.

    Die KI-Revolution ist nur dann nachhaltig, wenn Effizienz zur Leitlinie wird. Bei Algorithmen, Hardware und Systemarchitekturen. Projekte wie Sailor, Modyn oder DeltaZip zeigen konkrete Wege auf, wie sich enorme Energieeinsparungen mit technischer Exzellenz verbinden lassen. Für Klimovic steht fest, «Hochwertige KI bedeutet in Zukunft nicht nur Intelligenz, sondern auch Ressourcenschonung.»

  • HSLU optimiert Metallrecycling mit KI

    HSLU optimiert Metallrecycling mit KI

    Jährlich fallen fast zwei Millionen Tonnen Metallschrott in der Schweiz an, wovon bis zu 95 Prozent recycelt werden. Die hohe Rücklaufquote täuscht jedoch über ein zentrales Problem hinweg. Verunreinigungen, etwa Kupfer im Stahlschrott oder Zinn aus Beschichtungen, machen einen Grossteil des Recyclingstahls ungeeignet für hochwertige Anwendungen. Statt im Fahrzeug- oder Maschinenbau wird dieser Stahl meist im Tiefbau eingesetzt, wo geringere Anforderungen an Reinheit gelten.

    Downcycling ist wirtschaftlich und strategisch riskant
    Der sogenannte Downcycling-Effekt führt dazu, dass wertvolle Rohstoffe nicht optimal genutzt werden. Die Schweiz als rohstoffarmes Land ist bei hochwertigen Metallen auf Importe angewiesen. Jede Tonne, die hochwertig recycelt wird, stärkt die Autonomie und Resilienz der Schweizer Wirtschaft, gerade in politisch unsicheren Zeiten.

    KI-Sensorik für Effizienz und Qualität
    Im Forschungsprojekt ReRe und im Innosuisse-Projekt Reinvent zeigen HSLU und Partner, wie intelligente Sensoren, kombiniert mit selbstlernender KI, bereits an Sammelstellen eine präzise Analyse des Metallschrotts ermöglichen. Kritische Bestandteile wie Akkus oder Druckbehälter werden früh erkannt, was die Sortierprozesse entscheidend verbessert.  Wenn nur 15% des rückgeführten Schrotts hochwertig recycelt werden, können bis zu 36’000 Tonnen CO₂ und jährlich rund 30 Millionen Franken eingespart werden.

    Systemische Ansätze für eine moderne Kreislaufwirtschaft
    Die von Innosuisse geförderte Studie Reinvent analysierte das Gesamtsystem Metallrecycling von Materialflüssen über Akteure bis zu Geschäftsmodellen. Neben technologischen Innovationen sind Standards, Transparenz und verlässliche Daten zur Rückverfolgbarkeit essenziell, ebenso wie wirtschaftliche Anreize für alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette.

    Zukunftsfähigkeit sichern
    Die Wissenschaftler der HSLU empfehlen unter anderem, Sensortechnologien flächendeckend zu integrieren, einheitliche Datensysteme zur Rückverfolgbarkeit zu schaffen und Kooperationen über alle Akteursgruppen zu stärken. Auch die gezielte Förderung von Wiederverwendungspraktiken soll technologisch und regulatorisch verankert werden, damit hochwertiges Recycling zum Branchenstandard wird.

    Metallrecycling als Schlüssel zu Schweizer Rohstoffsouveränität
    Mit KI und systemischen Innovationen wird Metallschrott zum Wertstoff. Die Schweiz kann den Rohstoffkreislauf schliessen und eine nachhaltige, widerstandsfähige Industrie aufbauen.

  • Digital Journey Challenge 2025 jetzt bewerben

    Digital Journey Challenge 2025 jetzt bewerben

    Die digitale Transformation ist nicht aufzuhalten und bietet gerade kleinen und mittleren Unternehmen enorme Möglichkeiten. Die Digital Journey Challenge 2025, lanciert vom Centre Suisse d’Électronique et de Microtechnique (CSEM), richtet sich an Unternehmen und Start-ups, die ihre Innovationskraft mit digitaler Technologie auf ein neues Niveau heben wollen.

    Im Zentrum steht die Förderung zukunftsweisender Projekte in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Internet of Things (IoT), Automatisierung oder anderen Schlüsseltechnologien. Bewerberinnen und Bewerber erhalten professionelle Begleitung, technologische Expertise und bis zu 100’000 Franken finanzielle Unterstützung.

    Drei starke Argumente für Ihre Teilnahme
    Technologie-Boost
    Zugang zu CSEM-Know-how in acht Schlüsseltechnologien

    Finanzielle Förderung
    Bis zu 100’000 CHF für Entwicklungszeiten, Beratung und Technologietransfer

    Marktposition stärken
    Höhere Sichtbarkeit, mehr mediale Präsenz, Zugang zu Expertennetzwerken

    Einfacher Bewerbungsprozess, grosse Wirkung
    Die Teilnahme ist unkompliziert. Interessierte laden das Factsheet herunter, beschreiben ihre Idee und reichen das Formular ein. Alle Informationen und Bedingungen sind auf der CSEM-Website abrufbar. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2025.

    Erfolgsbeispiel
    Wie wirkungsvoll die Challenge sein kann, zeigt das Siegerprojekt 2024. Die Varioprint AG überzeugte mit ihrer KI-gestützten 3D-Inspektionslösung für Leiterplatten. Ihr Projekt «AI in Every Pixel» adressiert einen globalen Wachstumsmarkt und beschleunigt die Qualitätskontrolle in der Elektronikindustrie nachhaltig.

    Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie Ihre digitale Transformation aktiv mit.

  • Digitale Modellierung senkt CO2 in der Zementproduktion

    Digitale Modellierung senkt CO2 in der Zementproduktion

    Ein Forschungsteam des PSI sucht nach Rezepturen, die den Anteil des CO2-intensiven Klinker an der Zementmischung verringern. Alternativen zu Klinker finden bereits Verwendung, können aber nur einen Bruchteil des Zementbedarfs abdecken.  Die Forscher suchen nach Materialkombinationen, die in grossen Mengen verfügbar sind und eine hochwertige Zementproduktion erlauben. Dafür nutzen sie eine KI-gestützte Modellierungsmethode. Bei gleichbleibender Materialqualität wollen sie die CO2-Bilanz der Rezepturen verbessern, heisst es in einer Mitteilung. «Anstatt Tausende Varianten im Labor zu testen, generiert unser Modell innerhalb von Sekunden konkrete Rezeptvorschläge – wie ein digitales Kochbuch für klimafreundlichen Zement», wird Erstautorin und Mathematikerin Romana Boiger in der Mitteilung zitiert.

    Die Forschenden nutzen dafür künstliche neuronale Netzwerke, die die rechenintensive physikalische Modellierung ersetzen. Die KI-Modelle werden mit bekannten Daten trainiert und lernen, indem sie die Gewichtung ihrer Verknüpfungen anpassen, um ähnliche Zusammenhänge vorherzusagen.

    Die Forschenden haben ihr KI-Modell mit der Open-Source-Software GEMS für thermodynamische Modellierung trainiert. Damit berechneten sie Mineralienbildung und geochemische Prozesse in verschiedenen Zementrezepturen und kombinierten dies mit experimentellen Daten und mechanischen Modellen. Dies ermöglichte es, die Materialqualität verschiedener Zementrezepturen abzuschätzen. Zusätzlich ermittelten die Forscher den CO2-Ausstoss der Rezepturen. Anhand dieser Daten lernte das KI-Modell. «Im Grunde suchen wir ein Maximum und ein Minimum – daraus können wir direkt auf die gewünschte Rezeptur schliessen», sagt Boiger. Dafür nutzen sie genetischen Algorithmen, eine andere KI-Methode, um Rezepturen zu identifizieren, die beide Zielgrössen vereinen.

    Die Forschenden entdeckten bereits vielversprechende Zementrezepturen, die noch im Labor getestet werden, um den Entwicklungszyklus abzuschliessen.
    Die Studie entstand im Rahmen des interdisziplinären SCENE-Projekts (Swiss Centre of Excellence on Net Zero Emissions).

  • KI-gestützte Plattform für dynamische Stromtarife

    KI-gestützte Plattform für dynamische Stromtarife

    Exnaton und der Energiekonzern TotalEnergies Power & Gas Belgium sind eine Partnerschaft eingegangen. Dies haben die beiden Unternehmen auf der VivaTech-Messe in Paris im Rahmen einer gemeinsamen Präsentation öffentlich bekanntgegeben. Wie die 2020 gegründete Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich jetzt in einer Mitteilung ausführt, zeige diese Kooperation, wie agile Energie-Start-ups etablierte Versorger bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen für die Energiewende unterstützen können. Exnaton war im vergangenen Jahr Teil des Start-up-Beschleunigers TotalEnergies On.

    Die Abrechnungsplattform von Exnaton ermöglicht es Energieversorgern, dynamische Tarife für erneuerbaren Strom anzubieten. Dabei orientieren sich die Strompreise für Verbrauchende an der je aktuellen Stromnachfrage. Dafür verarbeitet Exnaton mit seiner auf Künstlicher Intelligenz basierenden Softwarelösung pro Kundin oder Kunde im Jahr 35’000 Datenpunkte und stellt stündlich aktuelle und prognostizierte Strompreise bereit.

    Ausserdem können Preissignale an intelligente Geräte wie Ladesäulen für Elektrofahrzeuge oder Energiemanagementsysteme im Haushalt übermittelt werden, sodass der Energieverbrauch automatisch auf günstigere Zeitfenster verschoben werden kann. Die Technologie hilft laut Exnaton, «Netzengpässe infolge der zunehmenden Elektrifizierung zu reduzieren, ermöglicht Verbrauchern spürbare Einsparungen bei den Stromkosten und gibt den Energieversorgern die Möglichkeit, ihr Angebot im Sinne der Energiewende weiterzuentwickeln.»

  • KOF zwischen Krisen, KI und klarer Haltung

    KOF zwischen Krisen, KI und klarer Haltung

    2024 war ein Jahr mit markanten Umbrüchen. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF), reagierte mit neuen Formaten, erweiterten Methoden und einer klaren Positionierung, die  evidenzbasiert, unabhängig, relevant ist. Die schwächelnde deutsche Wirtschaft und geopolitische Unsicherheiten, etwa durch die Wahl Donald Trumps, beeinflussten auch die Prognosen für die Schweiz. Die KOF setzte auf Szenarien statt starrer Prognosen und passte ihr Prognosemodell an aktuelle Anforderungen an.

    Drittmittel, Daten und Dynamik
    Im verschärften Wettbewerb um Drittmittel setzt die KOF auf praxisnahe, datenorientierte Forschung. Die Projekte werden grösser, die internationale Kooperation nimmt zu. Gleichzeitig bleibt der Anspruch klar, die KOF bleibt eine unabhängige Stimme mit wissenschaftlicher Tiefe. Mit dem Ausbau des KOF Lab schafft die Institution Raum für sektorübergreifende Analysen zu Geldpolitik, Gesundheit oder sozialer Ungleichheit und fördert gezielt den Nachwuchs.

    Potenziale mit Augenmass nutzen
    Sowohl Sturm als auch Gersbach sehen in der KI grosse Chancen, allerdings keine Revolution über Nacht. Vielmehr gehe es um kontinuierliche Produktivitätsgewinne, flankiert von einer klugen Regulierung. Die KOF selbst nutzt moderne Methoden, bleibt aber vorsichtig gegenüber Hypes. Forschung, die Wirkung entfaltet, ist das Ziel, nicht Technologie um der Technologie willen.

    Offene Fragen für 2025
    Mit Blick auf das neue Jahr sehen die Direktoren zentrale Herausforderungen in der Analyse von Zöllen, nichttarifären Handelshemmnissen und geopolitischen Spannungen. Die Lehren aus dem Zusammenbruch der Credit Suisse sind noch nicht vollständig gezogen und auch die Zukunft der Bankenregulierung bleibt ein Thema. Die KOF beobachtet, analysiert und bleibt dabei klar in der Haltung, faktenbasiert, vorausschauend, unabhängig.

  • OST denkt KI voraus

    OST denkt KI voraus

    Künstliche Intelligenz ist an der OST mehr als ein Trend. Sie ist fester Bestandteil der Lehre und Forschung. Rektor Daniel Seelhofer betonte, dass die OST gezielt Brücken zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und praktischer Anwendung baut. Inzwischen arbeiten über 20 Forschungsinstitute der OST mit KI, häufig gemeinsam mit Unternehmen, Verwaltungen oder dem Gesundheitswesen. Seit 2021 ist das Thema Bestandteil aller Studiengänge.

    Die Bedeutung dieser Ausrichtung wurde von der St. Galler Regierungsrätin Bettina Surber unterstrichen. Sie lobte die OST als Impulsgeberin für die Ostschweiz und sagte der Hochschule die politische Unterstützung des Kantons zu.

    Von Beton über Pflege bis Kindersprache
    In verschiedenen Kurzvorträgen und Filmen wurde gezeigt, wie breit das Anwendungsspektrum von KI an der OST ist.

    Nachhaltiger Bauen
    KI hilft, Betonmischungen mit reduziertem Zementanteil für spezifische Anforderungen zu optimieren.

    Ethik im Fokus
    Wie gelingt der faire KI-Einsatz?

    Selbstbestimmt mit Daten umgehen
    Ein digitales «Datenkonto» soll Bürgerinnen und Bürgern mehr Kontrolle über ihre Informationen geben.

    Sport und Intelligenz
    Exergames trainieren die Spielintelligenz von Eishockeyprofis unter körperlicher Belastung.

    Gesundes Essen mit digitaler Unterstützung
    Eine smarte App erstellt personalisierte Menüpläne – unter Einbezug von Allergien, Vorlieben und Gesundheitszielen.

    Landwirtschaft mit Robotern
    Agrarroboter erledigen selbstständig Pflegearbeiten wie Bewässerung oder Schädlingskontrolle.

    Pflegeberatung durch Chatbot
    In Zusammenarbeit mit der Stadt St.Gallen entstand ein digitales Assistenzsystem für betreuende Angehörige.

    Kindliche Sprache verstehen
    Eine KI unterstützt Fachpersonen beim Deuten kindlicher Ausdrucksformen.

    In zwei Podiumsdiskussionen ging es um die gesellschaftlichen Dimensionen von KI. SRF-Moderator Florian Inhauser führte durch die Gespräche. Dabei wurden Fragen nach Datenschutz, Verantwortung und Inklusion behandelt. Die Diskussion zeigte, Technologische Entwicklung allein genügt nicht. Es braucht klare ethische Leitlinien und gesellschaftlichen Dialog.

    KI als Werkzeug, nicht als Selbstzweck
    Der zweite Hochschultag der OST machte eindrücklich sichtbar, dass Künstliche Intelligenz bereits heute in vielen Lebensbereichen präsent ist – und dort echte Verbesserungen ermöglicht. Entscheidend ist, wie verantwortungsvoll sie eingesetzt wird. Die OST positioniert sich als zentrale Akteurin, um Innovation mit gesellschaftlichem Nutzen zu verbinden.

  • Mensch im Zentrum der KI-Zukunft

    Mensch im Zentrum der KI-Zukunft

    Künstliche Intelligenz ist im Alltag angekommen, von Sprachmodellen wie ChatGPT bis zu personalisierten Empfehlungen. Doch intelligent im menschlichen Sinne ist die KI nicht. Das zeigte Manuel Kaufmann vom ETH AI Center anschaulich. Computer verarbeiten Bilder als Zahlen, während Menschen Inhalte kontextuell deuten. Der Unterschied? «Menschen denken, Computer rechnen», so Fabian Unteregger.

    Von der Mondmission zur Million Nutzer in 5 Tagen
    Mit enormer Rechenleistung haben KI-Systeme einen Technologiesprung hingelegt. Stephan Sigrist vom ThinkTank W.I.R.E sieht in KI eine evolutionäre Entwicklung mit disruptivem Potenzial. Seine Vision ist eine persönliche KI-Assistenz, die für uns verhandeln, planen und untereinander kommunizieren. Damit verändert sich nicht nur das Internet, sondern auch unser Alltag grundlegend.

    Innovation braucht gesellschaftlichen Nutzen
    Für die Schweiz wird ein KI-bedingter Produktivitätsgewinn von 20 Prozent erwartet. Doch Technologie allein genügt nicht. «Innovation ist, was Nutzen stiftet», so Sigrist. Genau deshalb braucht es klare Rahmenbedingungen. Stephanie Gygax von Algorithm Watch fordert eine breite gesellschaftliche Beteiligung an der Ausgestaltung, besonders angesichts ökologischer und ethischer Fragen.

    Die Schweiz als AI-Nation mit ungenutztem Potenzial
    Pascal Kaufmann, Gründer von AlpineAI, sieht die Schweiz als Ursprung und Zukunftsstandort für KI. Mit SwissGPT will er eine lokale Antwort auf globale Entwicklungen schaffen, vertrauenswürdig, wissenschaftlich fundiert und technologisch führend. Für ihn ist klar, dass KI dem Menschen dienen kann, wenn er aktiv gestaltet.

    Dialog mit der Gesellschaft
    Die Veranstaltungsreihe «Der Roboter unser neuer Freund und Helfer?» zeigt, wie wichtig der gesellschaftliche Dialog zur KI ist. Denn nur wenn Ängste, Fragen und Erwartungen der Bevölkerung ernst genommen werden, entsteht eine Technologie, die dem Menschen dient – und nicht umgekehrt.

  • KI-basierte Wetterprognosen für Energie und Landwirtschaft

    KI-basierte Wetterprognosen für Energie und Landwirtschaft

    Das in Zürich ansässige Start-up Jua.ai hat laut eines Artikels von startupticker.ch eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von über 9 Millionen Franken abgeschlossen. Die Finanzierungsrunde wurde von Ananda Impact Ventures und Future Energy Ventures geleitet und von bestehenden Investoren wie 468 Capital und Promus Ventures unterstützt. Jua plant damit die Markteinführung seiner Earth Intelligence Platform zu beschleunigen. Diese soll eine präzisere Wetterprognose ermöglichen und damit Energiehändler bei schnelleren und profitableren Entscheidungen unterstützen.

    Die Plattform wird von Juas Künstliche Intelligenz (KI)-Modell EPT-2.0 angetrieben und soll die Wetterprognoseleistung herkömmlicher numerischer Wettermodelle sowie KI-Modelle grosser Technologieunternehmen deutlich übertreffen. Präzise Wettervorhersagen seien insbesondere für Sektoren wie Energie, Landwirtschaft, Luft- und Schifffahrt von grosser Bedeutung. Die KI-basierte Erdsimulation soll angesichts zunehmender Wetterextreme und Wetterumschwüngen eine konsistente und physiksimulierende Plattform bieten, um zuverlässige Entscheidungen in verschiedenen Sektoren zu ermöglichen.

    In seiner Seed-Finanzierungsrunde konnte sich Jua 2024 bereits rund 13 Millionen Franken sichern. Im Zuge der diesjährigen Kapitalerhöhung wurde nun Marvin Gabler, Mitgründer und Architekt von EPT-2.0, zum neuen CEO ernannt. Er übernimmt damit die Nachfolge von Andreas Brenner, der Jua seit der Gründung im Jahr 2022 geleitet hat. Mit Gabler in der Führung möchte sich das Unternehmen auf die Skalierung seiner Plattform im Energiesektor sowie der Ausweitung auf neue Märkte konzentrieren. «Mit unserer Earth Intelligence Platform haben wir die weltweit fortschrittlichste Erdsimulation in eine praxistaugliche Entscheidungsmaschine verwandelt», wird Gabler in dem Artikel zitiert. «Dies ist ein grundlegender Schritt zur Gestaltung unserer planetarischen Zukunft.»

  • Standortchancen für die Schweiz im globalen Wandel

    Standortchancen für die Schweiz im globalen Wandel

    Die Weltwirtschaft steht am Beginn eines tiefgreifenden Wandels. Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, bis 2035 einen Wachstumsimpuls von historischer Dimension zu setzen. Global könnten bis zu 15 Prozent zusätzliche BIP-Wachstumsleistung erzielt werden, in Westeuropa bis zu 13,8 %. Doch damit dieser Schub Realität wird, braucht es transparente, ethisch abgestützte Rahmenbedingungen, die Vertrauen in die Technologie schaffen. Unternehmen und Staaten sind gefordert, den gesellschaftlichen und regulatorischen Rahmen aktiv mitzugestalten.

    Der Transformationsdruck steigt
    Die Schweiz ist gut positioniert, um international eine Schlüsselrolle einzunehmen. 84 % der hiesigen CEO’s haben im letzten Jahr KI-Technologien in ihren Unternehmen eingeführt, ein sprunghafter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass allein 2025 weltweit 7,1 Billionen US-Dollar an Wertschöpfung neu verteilt werden. Für Unternehmen in der Schweiz ist jetzt der Zeitpunkt, um Geschäftsmodelle zu überdenken, Potenziale zu nutzen und innovationsfreundliche Standorte strategisch weiterzuentwickeln.

    Wachstumsfelder entlang menschlicher Grundbedürfnisse
    Wachstum der Zukunft wird nicht mehr entlang traditioneller Branchengrenzen verlaufen. Vielmehr entstehen neue Ökosysteme, etwa in den Bereichen Mobilität, Wohnen, Ernährung, Energie und Kommunikation. In diesen Netzen arbeiten Technologieanbieter, Versorger und Industrieunternehmen gemeinsam an integrierten Lösungen. Wer frühzeitig in diese sektorübergreifende Kooperation investiert, kann neue Wertschöpfungsketten erschliessen und Standortvorteile sichern.

    Klimawandel als Gegenkraft
    Dem positiven Potenzial von KI steht die Belastung durch den Klimawandel gegenüber. Bis 2035 droht ein globaler Rückgang des BIP um bis zu 7 %. Gleichzeitig steigt der Energiebedarf durch datenintensive KI-Anwendungen. Durch gezielte Effizienzsteigerungen, etwa in Gebäuden oder Produktionsprozessen, lassen sich CO₂-Emissionen reduzieren und Ressourcen schonen. Die Herausforderung liegt darin, Klimaschutz und Digitalisierung systemisch zu denken.

    Die Verknüpfung von technologischer Innovation und nachhaltiger Entwicklung entscheidet über die Standortattraktivität von morgen. Wer in vertrauenswürdige KI-Anwendungen investiert, sektorübergreifende Allianzen bildet und zugleich ökologische Verantwortung übernimmt, positioniert sich im Wettbewerb um Zukunftsmärkte. Die Schweiz hat das Potenzial, zu einem global relevanten Innovationsstandort zu werden, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft den Wandel aktiv und gemeinsam gestalten.

  • Neue KI-Agenten sollen Effizienz in der Immobilienberatung steigern

    Neue KI-Agenten sollen Effizienz in der Immobilienberatung steigern

    Die PriceHubble AG will neue Massstäbe für die Finanz- und Immobilienbranche setzen. Dazu hat das auf digitale Lösungen für die Finanz- und Immobilienwirtschaft spezialisierte Zürcher Unternehmen drei spezialisierte KI-Agenten lanciert. „Sie vereinen hochwertige Immobiliendaten mit Automatisierung und generativer KI“, erläutert PriceHubble in einer entsprechenden Mitteilung.

    Der KI-Agent PriceHubble Companion berät und liefert personalisierte Einsichten in Immobilien. Der PriceHubble Copilot unterstützt Arbeitsprozesse von der Bewertung einer Immobilie bis zur Beantwortung von komplexen Kundenanfragen. Der PriceHubble Analyst ist auf die Erkennung und Interpretation von Trends und Entwicklungen geschult. Jeder der drei Agenten kann individuell angepasst und in bestehende interne Prozesse integriert werden.

    Mit den drei neuen Agenten will PriceHubble Banken, Vermögensverwalter, Bewirtschafter, Portfolio-Manager und Immobilienmakler bei der Bewältigung konkreter Herausforderungen unterstützen. „KI Agenten sind der logische nächste Schritt – für uns und für den Markt“, wird Stefan Heitmann, CEO und Gründer von PriceHubble, in der Mitteilung zitiert. „Präzise, transparente Daten in Verbindung mit durchdachten, individuell anpassbaren Lösungen sind der Schlüssel für exzellente Kundenerlebnisse, mehr Effizienz bei der Beratung und echten ROI im Finanz- und Immobilienbereich.“

  • Präzisere KI-Antworten

    Präzisere KI-Antworten

    Grosse Sprachmodelle faszinieren durch ihr Wissen und irritieren zugleich durch ungenaue oder widersprüchliche Antworten. Die Ursache liegt oft in der Unsicherheit der Modelle, die bislang schwer zu kontrollieren war. Forschende der ETH Zürich haben nun mit dem SIFT-Algorithmus («Selecting Informative data for Fine-Tuning») eine Methode entwickelt, die genau hier ansetzt. Sie wählt zusätzliche Daten präzise danach aus, ob sie die Unsicherheit verringern und die Antwortqualität verbessern.

    Informationsauswahl durch Vektoranalysen
    Statt einfach die nächstliegenden Informationen zu verwenden, analysiert SIFT die Beziehungsstruktur der Sprachinformationen im vieldimensionalen Raum der grossen Modelle. Entscheidend ist der Winkel zwischen den Vektoren. Informationen mit komplementären Inhalten werden gezielt ausgewählt, um vollständige und relevante Antworten zu ermöglichen. Redundanzen und Überlagerungen, wie sie bei klassischen Ansätzen auftreten, werden systematisch vermieden.

    Grosse Wirkung auch mit kleinen Modellen
    Die gezielte Anreicherung mit relevanten Daten ermöglicht es, den Rechenaufwand grosser Sprachmodelle drastisch zu reduzieren. In Tests übertraf SIFT-tuning sogar leistungsstarke KI-Modelle mit bis zu 40-mal kleineren Modellen. Gleichzeitig passt sich das System dynamisch an. Während der Nutzung wird das angereicherte Modell laufend präziser, indem es sich selbst im Betrieb weitertrainiert.

    Relevanz bewerten für andere Anwendungsbereiche
    SIFT bietet zudem einen wertvollen Zusatznutzen. Durch die Analyse, welche Daten als besonders relevant erkannt werden, lassen sich wichtige Zusammenhänge in Spezialgebieten wie der Medizin, Forschung oder Industrie identifizieren. So könnten beispielsweise besonders aussagekräftige Diagnosedaten effizient herausgefiltert werden.

  • PropTech-Start-up entwickelt KI-Lösung für Immobilien

    PropTech-Start-up entwickelt KI-Lösung für Immobilien

    Das auf KI-gestützte Automatisierungslösungen im Immobiliensektor spezialisierte Start-up Nestermind hat laut Medienmitteilung eine substantiell überzeichnete Pre-Seed-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen.

    Mit dem frischen Kapital sollen die Technologie weiterentwickelt und die nationale und internationale Marktpräsenz nach vorne gebracht werden. Die von Nestermind entwickelte Software Agentic AI ermögliche ein einfacheres Management von Immobilienangeboten, bessere Kundenkommunikation und schnellere Verkaufsprozesse.

    „Wir sind stolz, so erfahrene und strategisch wertvolle Partner an unserer Seite zu haben, die unsere Vision teilen, die Immobilienvermarktung auf ein neues Level zu heben“, wird Mitgründer und CEO Lucas Pelloni zitiert.

    Die Plattform eröffne Akteuren der Immobilienbranche neue Wege, sich in einem datengesteuerten Ökosystem zu vernetzen. „Damit schaffen wir enorme Effizienzpotenziale und eröffnen den Weg für eine neue Art des Arbeitens in der Immobilienbranche”, wird Mitgründer und CTO Severin Wullschleger zitiert.

    Nach Unternehmensangaben sei die Software insbesondere auf die Bedürfnisse kleinerer KMU der Immobilienbranche zugeschnitten. Sie könnten durch die Automatisierung von Aufgaben wie Lead-Generierung und CRM-Management an Effizienz zulegen und Zeit sparen, ohne Investitionen in komplexe Systeme.

    Der Abschluss der Finanzierung kam gemäss der Mitteilung unter Beteiligung einer Investorenrunde aus „namhaften Persönlichkeiten aus der Immobilienbranche, renommierten Family Offices sowie führenden Immobilienunternehmen“ zustande. Über die Summe wurde nichts bekanntgegeben.

  • Tourismusforum beleuchtet Wandel der Gastfreundschaft

    Tourismusforum beleuchtet Wandel der Gastfreundschaft

    Das diesjährige Tourismusforum Berner Oberland stand unter dem Motto Gastfreundschaft im Wandel, informiert die Volkswirtschaft Berner Oberland in einer Mitteilung. Sie hat den Branchenanlass am 2. April im Kultur- und Kongresszentrum Thun gemeinsam mit dem Hotelier-Verein Berner Oberland und der Made in Bern AG organisiert. Rund 150 Teilnehmende, hauptsächlich aus Tourismus und Hotellerie, tauschten sich über theoretische und praktische Fragen zur Gastfreundschaft aus.

    Im theoretischen Teil stellte Adrian Müller von der Forschungsstelle Tourismus der Universität Bern das Projekt Monitoring und Stärkung der Interaktionsqualität im Schweizer Tourismus vor. Hier wird Künstliche Intelligenz zur Analyse der Qualität von Interaktionen zwischen Gast und Gastgebenden eingesetzt. Konkret sollen mittels natürlicher Spracherkennung Inhalte, Stimmungen und Themen in Beiträgen auf Bewertungsportalen erkannt und ausgewertet werden.

    Im eher praktischen Teil legte David Romanto von den Hauenstein Hotels die Herangehensweise der Hotelgruppe an das Thema dar. Für den General Manager der Hotels stellt Gastfreundlichkeit eine zu trainierende Kompetenz dar. Inwieweit dazu auch die Vermittlung von kulturellen Kompetenzen gehört, legte Alice Leu von der Höheren Fachschule für Tourismus in Thun dar.

    Die Podiumsdiskussion am Forum setzte sich mit der Einbindung der Bevölkerung auseinander. Dabei habe sich gezeigt, „dass ein differenzierter Umgang mit diesem Thema nötig ist und dass die Sorgen und Ängste der lokalen Bevölkerung im Hinblick auf die Tourismusentwicklung ernst zu nehmen sind“, heisst es in der Mitteilung.

  • Microsoft fördert Schweizer KI-Innovation

    Microsoft fördert Schweizer KI-Innovation

    Die Technologie von inait basiert auf zwei Jahrzehnten neurowissenschaftlicher Forschung und stellt einen radikalen Bruch mit herkömmlichen KI-Ansätzen dar. Das Herzstück ist eine kognitive Plattform namens Digital Brain, die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge versteht, aus Erfahrungen lernt und sich flexibel an neue Situationen anpasst. Damit rückt das Ziel einer allgemeinen, menschenähnlichen Intelligenz näher. Jenseits der engen Grenzen heutiger Systeme.

    Strategische Allianz mit globaler Reichweite
    Mit Microsoft an Bord will inait seine Technologie nun global skalieren. Die Partnerschaft fokussiert auf gemeinsame Produktentwicklungen, Markteinführungsstrategien und Co-Selling-Initiativen. Die Azure-Cloud dient dabei als technologische Basis, während Microsofts internationales Netzwerk den Weg in neue Märkte ebnet. Im ersten Schritt stehen die Finanz- und Robotikbranche im Fokus.

    Revolution in Fintech und Robotik
    Im Finanzsektor soll die KI von inait neue Massstäbe setzen, etwa durch intelligente Handelsalgorithmen, präzisere Risikobewertungen und personalisierte Beratungslösungen. In der Industrie entstehen durch die KI neue Möglichkeiten für lernfähige Roboter, die in dynamischen Umgebungen agieren können. Das anzustrebende Ziel ist es, dass Maschinen komplexe Aufgaben selbstständig meistern und sich kontinuierlich weiterentwickeln.

    Wirtschaftsstandort Schweiz als Innovationsquelle
    Die Zusammenarbeit unterstreicht die Rolle der Schweiz als Hotspot für zukunftsweisende KI-Entwicklung. Für Microsoft Schweiz ist die Partnerschaft ein strategischer Schritt. «Die von den Neurowissenschaften inspirierte Technologie von inait ist bahnbrechend», so Catrin Hinkel, CEO von Microsoft Schweiz. «Gerade in Fintech und Robotik sehen wir unmittelbare Transformationschancen.»

    Ein Meilenstein für kognitive KI
    Die Partnerschaft markiert nicht nur einen bedeutenden Schritt für inait, sondern auch einen Innovationsimpuls für den globalen KI-Markt. Mit dem Digital Brain entsteht ein neuer Ansatz, der die Kluft zwischen Mensch und Maschine ein Stück weiter schliesst und das Potenzial hat, ganze Branchen zu verändern.

  • Digitalisierung und KI als Antwort auf Fachkräftemangel und Klimaziele

    Digitalisierung und KI als Antwort auf Fachkräftemangel und Klimaziele

    Das Baugewerbe braucht als Reaktion auf die zunehmende Komplexität und Datendichte sowohl Digitalisierung als auch KI. Wie es in einer Mitteilung der HSLU zum Seminar ihres Instituts für Gebäudetechnik und Energie (IGE) weiter heisst, benötige man beides jedoch auch zugunsten einer Steigerung der Effizienz in Zeiten des Fachkräftemangels, abnehmender Produktivität und einer dringend nötigen Senkung der Treibhausgase bei Gebäuden.

    Diese alljährliche IGE-Veranstaltung richtet sich an Fachleute für Energie, Gebäude- und Bautechnik sowie Architektur. In diesem Jahr zählte sie 110 Teilnehmende.

    Mehrere Referierende beleuchteten die neuesten Entwicklungen der KI für die Baubranche. So sprach Bruno Michel von IBM Research über «Künstliche Dummheit», wenn generative KI mit schlechten Trainingsdaten aus dem Internet falsche Informationen generiere. Dass fehlende Trainingsdaten für die Baubranche ein grosses Problem darstellen, hielt auch Jörn Plönnings von der Universität Rostock fest. Doch sei KI weder Fluch noch Segen, sondern angesichts der zunehmenden Komplexität und Datenflut schlicht eine Notwendigkeit.

    Über Intelligente Mobilität, die etwa verdichtetes Bauen oder weniger Parkplätze im Quartier ermöglicht, referierten Marcel Imfeld von Schindler Aufzüge und Roman Steffen von Trafiko. Auch das automatisierte Monitoring von Gebäuden wurde in diversen Referaten behandelt.

    Die HSLU stellte ihr Projekt Lightscore vor, das eine evidenzbasierte integrative Lichtbewertung auf den Weg bringen will. Ausserdem arbeitet sie an einer neuen SIA-Norm für die Energieeffizienz von Rechenzentren. Und schliesslich berichtete Roger Buser von der HSLU mit Bildern über seine Reise mit dem emissionsfreien Solarfahrzeug Solar Butterfly aus Ozean-PET durch Indien, wo er zahlreichen innovativen Lösungen gegen den Klimawandel begegnete.

  • KI entschlüsselt Gehirnaktivität

    KI entschlüsselt Gehirnaktivität

    Wissenschaftler der EPFL haben eine bahnbrechende KI-Technik entwickelt, die auf geometrischen Prinzipien basiert und neuronale Aktivitätsmuster sichtbar macht. Das System mit dem Namen MARBLE (Manifold Representation Basis Learning) zerlegt elektrische Signale des Gehirns in dynamische Muster, die durch ein neuronales Netzwerk entschlüsselt werden können. Damit gelingt es, universelle Strategien der Gehirnaktivität über verschiedene Individuen und experimentelle Bedingungen hinweg zu erkennen.

    Verborgene Muster im Gehirn sichtbar machen
    Die Neurowissenschaft steht vor einer grundlegenden Herausforderung. Gehirnaktivität wird meist durch die Analyse weniger Neuronen erfasst, wodurch ein vollständiges Bild der neuronalen Prozesse fehlt. Pierre Vandergheynst, Leiter des LTS2-Signalverarbeitungslabors der EPFL, vergleicht dieses Problem mit der Geschichte von Blinden, die verschiedene Teile eines Elefanten ertasten und daraus widersprüchliche Schlussfolgerungen ziehen. Ähnlich verhält es sich mit der Erfassung neuronaler Signale, ein begrenzter Datenausschnitt erschwert das Gesamtverständnis.

    Mit dem System konnte nun gezeigt werden, dass verschiedene Tiere, die gleiche mentale Strategien zur Problemlösung nutzten, übereinstimmende neuronale Muster aufwiesen. Die Technik ermöglicht damit eine präzisere Interpretation von Gehirnaktivitäten und könnte einen neuen Standard für die Analyse dynamischer neuronaler Prozesse setzen.

    Ein Durchbruch für Neurowissenschaften und Robotik
    Der innovative Ansatz des geometrischen Deep Learnings erlaubt es, neuronale Daten nicht nur statistisch, sondern auch in ihrem natürlichen mathematischen Kontext zu analysieren. Dabei zeigt sich, dass Gehirnaktivitäten sich als komplexe geometrische Strukturen darstellen lassen. Beispielsweise in Form eines Torus, ähnlich einem Donut.

    Die EPFL-Forscher testeten MARBLE mit Aufnahmen aus dem Makaken-Vormotorsrindenbereich bei Greifbewegungen sowie im Hippocampus von Ratten während räumlicher Orientierungsaufgaben. Die Ergebnisse waren beeindruckend. Das System entschlüsselte die neuronale Aktivität weitaus präziser als herkömmliche Methoden und ermöglichte eine intuitivere Interpretation der neuronalen Prozesse.

    Breites Anwendungspotenzial über Neurowissenschaften hinaus
    Neben dem Einsatz in der Hirnforschung könnte MARBLE auch für andere wissenschaftliche Disziplinen von grossem Wert sein. Die Technologie bietet die Möglichkeit, neuronale Aktivitätsmuster in dekodierbare Signale umzuwandeln. Dies zur Steuerung von robotischen Assistenzsystemen, die auf Gehirnaktivitäten reagieren.

    Pierre Vandergheynst betont das Potenzial über die Neurowissenschaften hinaus: «Unsere Methode basiert auf der mathematischen Theorie hochdimensionaler Strukturen und kann auch in anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen genutzt werden, um dynamische Prozesse zu analysieren und universelle Muster zu identifizieren.»

    Mit MARBLE könnte ein fundamentaler Schritt in der Erforschung komplexer biologischer und physikalischer Systeme gelingen und damit nicht nur unser Verständnis des Gehirns revolutioniert, sondern auch neue Impulse für Künstliche Intelligenz und Robotik gegeben werden.

  • Digitalisierung stärkt den Kundenfokus

    Digitalisierung stärkt den Kundenfokus

    Zum Jahreswechsel hat SMG Real Estate für seine Kunden im digitalen Business Manager zahlreiche neue digitale Tools integriert, welche die Vermietung und Vermarktung konkret unterstützen. Dazu zählt beispielsweise die digitale Schaufensterseite, die das Leistungsportfolio und besondere Services der Immobilienunternehmen professionell für Interessenten in Szene setzt. Eine persönliche Vorstellung des Teams mit Kontaktinformationen und Ansprechpartner-Porträts fördern einen sympathischen ersten Eindruck und den Aufbau von Vertrauen.

    Neu ist auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und die Automatisierung der Inserate-Erstellung auf den Immobilienplattformen von SMG Real Estate. Der gesamte Prozess wird erheblich erleichtert. Nachdem die Adresse und wenige spezifische Daten eines Objektes eingegeben worden sind, wird das Inserat automatisch ausgefüllt – unterstützt durch die zuverlässigen Daten von IAZI. Auch die Objektbeschreibung kann automatisiert erstellt werden. Die neue KI-Lösung ist in die Benutzeroberfläche des Business Managers integriert und analysiert Immobiliendaten sowie Informationen zur Umgebung, um professionelle Beschreibungen zu erstellen, welche die besten Merkmale jeder Immobilie hervorheben.

    Ebenfalls hat SMG Real Estate seine Vermarktungspakete weiter optimiert: 50 % mehr Anzeigen in der Suchergebnisliste sichern nicht nur mehr Sichtbarkeit, sondern verbessern auch die Performance und damit den eigenen Vermarktungserfolg. Ein zentraler Faktor, um die Wahrscheinlichkeit schneller Abschlüsse zu optimieren, sind einerseits entscheidungsrelevante Informationen, andererseits die Treffsicherheit in der Ansprache potenzieller Interessenten. Hier stellt SMG Real Estate neu das Tool «Potenzialkarte für Objekte» zur Verfügung. Auf der Grundlage von Immobilienbewertungen erkennen Makler Regionen mit potenzieller Verkaufsbereitschaft und können ihre Marketingaktivitäten somit auf besonders erfolgversprechende Bezirke und Regionen fokussieren.

    Die tägliche Zusammenarbeit innerhalb des Teams hat SMG Real Estate ebenfalls vereinfacht. Mit nur einem Login können Kunden auf das gesamte Real Estate Ökosystem zugreifen. So profitieren sie noch einfacher von täglichen Updates im Business Manager und haben schnellen und bequemen Zugang zu zahlreichen Drittpartner-Services.

    Denn auch das Produktportfolio der Drittpartner hat sich erneut erweitert. Mit dem IAZI- Ertragswertmodell ist nicht nur eine schnelle Berechnung der Rendite von Immobilien auf der Grundlage aktueller Marktdaten möglich. In das Tool fliessen jetzt auf Basis der IAZI-Daten auch «Naturgefahren» ein und stellen für die meisten Kantone wichtige Entscheidungshilfen in Bezug auf verschiedene Naturgefahren (dazu zählen Risiken wie Lawinen, Hangrutschungen, Steinschlag, Hochwasser, Stürme, Erdbeben, Hagel und Oberflächenabfluss) und deren Gefährdungskategorie bereit.

    Ein weiteres Beispiel für zusätzliche Services: Platziert man das HEDOlight-Widget auf der eigenen Unternehmenswebsite, legt es die automatisierte Basis für neue Kontakte und Mandate. Denn potenzielle Hausverkäufer können mit dem HEDOlight-Widget eine kostenlose Einschätzung des Wertes ihrer Immobilie auf Basis der hedonischen Methode von IAZI erhalten.

    Und als drittes: Maklern eröffnen sich über die exklusive Partnerschaft von SMG Real Estate mit der Auktionsplattform Residenture neue Chancen, den Interessentenkreis für ihre Immobilien deutlich zu vergrössern. Die führende Schweizer Plattform für KI-gestützte Immobilienauktionen ermöglicht Maklern einen rechtssicheren und transparenten digitalen Versteigerungsprozess. Nahtlos lässt sich so für über SMG Real Estate inserierte Objekte in einem schnellen, nachvollziehbaren Prozess  Bieterverfahren mit verifizierten Interessenten starten.

    Die Vermietung und der Verkauf von Immobilien gewinnen mit dem Einsatz digitaler Tools immer stärker an Effizienz. Die schafft Business-Kunden nicht nur zusätzlichen Komfort und eine höhere Performance, sondern Freiraum für den wichtigen Kundenkontakt.

    Wer sich einen Überblick über alle neuen digitalen Produkte verschaffen will, schaut hier nach.

  • KI beschleunigt Perowskit-Solarzellen für den Massenmarkt

    KI beschleunigt Perowskit-Solarzellen für den Massenmarkt

    Perowskit-Solarzellen erreichen bereits Wirkungsgrade von über 26% und sind dabei leicht, flexibel und kostengünstig herstellbar. Sie gelten als vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Silizium-Modulen. Doch Herausforderungen wie Langzeitstabilität und Skalierbarkeit stehen der industriellen Nutzung noch im Weg.

    KI als Schlüssel zur Produktionsoptimierung
    Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erforscht, wie maschinelles Lernen den Herstellungsprozess von Perowskit-Zellen verbessern kann. Deep-Learning-Modelle analysieren Materialeigenschaften in Echtzeit und optimieren die Parameter für maximale Effizienz.

    Fehler erkennen, bevor sie entstehen
    Mithilfe von In-situ-Bildgebungstechniken überwacht KI die Dünnschichtbildung und erkennt Fehler frühzeitig. So können Prozessabweichungen sofort korrigiert und teure Ausschussproduktionen vermieden werden.

    Simulationen für maximale Effizienz
    Durch KI-gestützte Simulationen lassen sich Produktionsbedingungen präzise anpassen. Besonders die Steuerung der Vakuumabschreckzeit spielt eine entscheidende Rolle. Die KI optimiert diesen Prozess, um die bestmögliche Materialstruktur zu gewährleisten.

    Der Weg zur Marktreife
    Die KIT-Studie zeigt, dass KI ein entscheidender Treiber für die Weiterentwicklung der Perowskit-Photovoltaik ist. Die Technologie könnte den Solarenergiemarkt revolutionieren und mit KI schneller denn je industriell nutzbar werden.

  • KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    KI-Lösung optimiert Solaranlagen

    SmartHelio hat eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte prädiktive Diagnoselösung für Photovoltaikanlagen entwickelt und Anfang 2024 auf den Markt gebracht. Sie trägt den Namen Autopilot. Seither konnte diese Plattform für Steuerung, Betrieb und Wartung von Solarkraftwerken laut Hersteller die Effizienz von 218 solcher Anlagen mit mehr als 2 Gigawatt-Peak optimieren. Deren Leistung habe um durchschnittlich 8 Prozent angehoben werden können.

    Den Angaben zufolge liefert das Plug-in-System mit mehr als 50 proprietären Algorithmen ab dem ersten Tag eine 95-prozentige Genauigkeit bei der Erkennung von Fehlern, bevor sie sich auf die Leistung auswirken. Im Durchschnitt werden laut SmartHelio durch den One-Time-Diagnostikprozess behebbare Energieverluste von bis zu 7 Prozent identifiziert. Die Datenqualität werde um über 98 Prozent verbessert.

    Die Lebensdauer erhöhe sich um acht Jahre, die Solarenergieproduktion um 10 Prozent und die Kapitalrendite um bis zu 600 Prozent. Vor allem reduziere Autopilot die Diagnosezeiten erheblich, so CEO und Gründer Govinda Upadhyay: «Von 358 Stunden auf nur 3 Stunden – so hilft uns die Technologie, die Diagnose neu zu definieren und den Betreibern von Solaranlagen Zeit zu sparen.» Das Unternehmen plant, die Anwendungsgebiete auf Batteriespeicher und den Energiehandel auszudehnen und so die Energiewende weltweit voranzutreiben.

    SmartHelio ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne mit Sitz im Kanton Waadt und betreibt eine Aussenstelle im indischen Uttar Pradesh. Seine Technologie stellt das 2019 gegründete Unternehmen vom 14. bis 16. Januar 2025 auf dem World Future Energy Summitvor. Es ist dort im Rahmen der Abu Dhabi Sustainability Week einer von acht Ausstellern im SWISS Pavilion.

  • Energieeinsparung durch KI

    Energieeinsparung durch KI

    Romande Energie stärkt seine Positionierung im Immobilienbereich. Der Waadtländer Energieversorger beteiligt sich laut einer Mitteilung an der yord GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Freiburg hat eine Anwendung entwickelt, mit welcher der Wärmeverbrauch in Gebäuden optimiert werden kann.

    Sensoren im gesamten Gebäude messen die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Helligkeit und die Luftqualität. Die Daten werden mit Künstlicher Intelligenz analysiert und dafür genutzt, die Wärmeversorgung an den tatsächlichen Bedarf der Nutzenden anzupassen. Die Lösung kann an alle bestehenden Heizungssysteme andocken. Die Optimierung des Wärmeverbrauchs erlaubt eine Energieeinsparung um bis zu 40 Prozent.

    Yord erwartet mit der Beteiligung von Romande Energie eine Beschleunigung seiner technischen und kommerziellen Entwicklung. „Als engagierter Akteur im Bereich Cleantech bildet Romande Energie einen strategischen Partner für unser Wachstum“, wird Sébastien Bron in der Mitteilung zitiert, CEO und einer der vier Mitgründer des 2021 gegründeten Unternehmens.

    Romande Energie will mit der Lösung von yord einen Mehrwert für die Kunden erzielen. „Der Ansatz von yord, den Energieverbrauch zu optimieren und dabei den Komfort zu erhalten oder sogar zu erhöhen, entspricht unserer Vision einer positiven Energiewende, bei welcher die Nutzenden im Mittelpunkt stehen“, wird Thibaud Weick zitiert, Leiter von RE Ventures, dem Beteiligungsarm von Romande Energie.

  • Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    Vision für nachhaltiges Technologiezentrum nimmt Form an

    FlexBase will gemäss bereits vorgestellter Pläne sein neues Technologiezentrum zeitgetreu realisieren. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, konnte das Technologieunternehmen dafür die ebenfalls in Laufenburg ansässige ERNE Gruppe als Generalauftragnehmer gewinnen. Der Bau soll den Plänen nach 2025 beginnen. Ein entsprechendes aktualisiertes Baugesuch ist bei den zuständigen Behörden eingereicht worden.

    Das Technologiezentrum soll auf den ehemaligen Swissgrid-Gelände errichtet werden. Kernstück soll ein Neubau gegenüber dem existierenden Gebäude sein. Nebst vielen Forschungseinrichtungen soll dort ein Rechenzentrum mit Kapazitäten für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz entstehen. Des Weiteren will FlexBase auf dem Gelände einen 20‘000 Quadratmeter grossen Batteriespeicher mit einer Leistung von mehr als 500 Megawatt errichten. Bei dem laut der Mitteilung nicht brennbaren und nicht explosiven Speicher handelt es sich um den «weltweit grössten und modernsten Batteriespeicher seiner Art». Mit dem Bau des neuen Technologiezentrums sollen mehrere hundert Arbeitsplätze für Fachkräfte sowie Ausbildungsplätze entstehen.

    Wie es in der Mitteilung heisst, rechnet Marcel Aumer, CEO der FlexBase Group, trotz der Neuauflage des Projekts nicht mit einer Bauverzögerung. Er begründet die Auffassung mit der engen Zusammenarbeit mit ERNE: «In diesem Projekt habe ich von Anfang an nicht nur die Kompetenz von ERNE, sondern auch die volle Aufmerksamkeit des Top-Managements erfahren.» Auch der CEO von ERNE, Giuseppe Santagada, zeigt sich optimistisch: «Mein persönliches Commitment geht weit über die Realisierung dieses Projektes hinaus; es umfasst auch die Förderung neuer technologischer Kompetenzen und die Steigerung der Standortattraktivität von Laufenburg für die Vision einer prosperierenden Region».

  • Keine komplexen Denkfähigkeiten bei ChatGPT & Co.

    Keine komplexen Denkfähigkeiten bei ChatGPT & Co.

    Die Untersuchung, die auf der Jahrestagung der Association for Computational Linguistics in Bangkok vorgestellt wird, kommt zu dem Schluss, dass Large Language Models wie ChatGPT keine Anzeichen für die Entwicklung eines differenzierten oder planvollen Denkvermögens zeigen. Stattdessen demonstrieren diese Modelle nur die Fähigkeit, auf einfache Anweisungen zu reagieren. Dies widerlegt die weit verbreitete Annahme, dass KI-Modelle durch Skalierung zunehmend intelligentere Verhaltensweisen an den Tag legen könnten.

    Hintergründe der Studie
    Die Studie, geleitet von Prof. Dr. Iryna Gurevych von der TU Darmstadt und Dr. Harish Tayyar Madabushi von der University of Bath, untersuchte sogenannte «emergente Fähigkeiten» der KI-Modelle. Diese Fähigkeiten, die mit zunehmender Modellgrösse und Datenmenge beobachtet wurden, weckten sowohl Hoffnungen als auch Ängste hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Die aktuelle Forschung zeigt jedoch, dass diese Fähigkeiten eher auf einfache Lerneffekte und nicht auf komplexes, selbstständiges Denken zurückzuführen sind.

    Implikationen für die Zukunft der KI-Nutzung
    Die Ergebnisse der Studie haben bedeutende Auswirkungen auf die Nutzung von KI-Systemen. Prof. Gurevych warnt davor, sich auf die Modelle zu verlassen, um komplexe Aufgaben ohne menschliche Unterstützung zu lösen. Sie betont, dass Nutzende explizite Anweisungen und Beispiele geben sollten, um die Systeme effektiv einzusetzen. Zudem bleibt die Tendenz der Modelle, plausibel klingende, aber falsche Ergebnisse zu erzeugen, eine Herausforderung.

    Fokus auf zukünftige Risiken
    Obwohl die Studie zeigt, dass LLMs keine komplexen Denkfähigkeiten entwickeln, bedeutet dies nicht, dass KI keine Bedrohung darstellt. Prof. Gurevych fordert, den Fokus der Forschung auf die realen Risiken der KI-Modelle zu legen, insbesondere auf deren Potenzial zur Generierung von Fake News. Die Erkenntnisse der Studie liefern eine wertvolle Grundlage, um die tatsächlichen Fähigkeiten von KI-Modellen besser zu verstehen und ihren Einsatz in der Praxis sicherer zu gestalten.

  • SMG führt AI-Label für visuelle Inhalte ein

    SMG führt AI-Label für visuelle Inhalte ein

    Die Gruppe hat ein AI-Label eingeführt, das alle AI-generierten visuellen Darstellungen in der Werbung kennzeichnen wird. Ziel dieses Labels ist es, die Nutzung von künstlicher Intelligenz im Marketing transparent zu gestalten und gleichzeitig die Effizienz und Kreativität der Kampagnen zu steigern. Ab sofort ist das Label auf der SMG-Webseite lizenzfrei verfügbar und downloadbar, sodass auch andere Unternehmen dieses für ihre AI-generierten Medien nutzen können.

    Interne Richtlinien für die Anwendung
    Um die korrekte Anwendung des neuen AI-Labels sicherzustellen, wurden interne Richtlinien entwickelt. Diese Richtlinien umfassen die Kennzeichnung fotorealistischer AI-generierter Inhalte und die Nutzung plattformeigener Funktionen zur Kennzeichnung, wie beispielsweise native Funktionen auf Instagram. Sollte eine solche Funktion nicht verfügbar sein, wird das eigene Label verwendet. Ein reduziertes Icon steht zudem für kleinere Formate zur Verfügung.

    Verantwortung und Effizienz
    Das Unternehmen präsentiert diese Initiative als wertvollen Beitrag zu ihrer Rolle als Pionierin in der Schweizer Digitalindustrie. Das Unternehmen setzt AI ein, um die Effizienz zu steigern, während es gleichzeitig verantwortungsvoll und transparent handelt. Das AI-Label wird ab sofort bei allen SMG-Marken verwendet.

    Erfolgreicher Start mit Homegate
    Die erste Kampagne, die das neue AI-Label bereits erfolgreich integriert hat, läuft aktuell für Homegate. Diese Kampagne zeigt, wie das Label in der Praxis angewendet wird und unterstützt die Transparenz gegenüber den Kunden.

    Mit dieser Einführung setzt SMG ein Zeichen für Transparenz und Innovation in der Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Werbung.

  • Forschende nutzen KI für Entwicklung neuer Solarzellen

    Forschende nutzen KI für Entwicklung neuer Solarzellen

    Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) wurde eine Methode entwickelt, grosse Datenbanken nach möglichen Materialien für die Nutzung von neuer Solarzellen zu durchsuchen. In einer Mitteilung heisst es, dass durch den Einsatz Maschinellen Lernens (ML) mehrere vielversprechende Halogenid-Perowskite identifiziert werden konnten. ML ist ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, hierbei lernen Computer aus ihnen zur Verfügung gestellten Datensätzen oder Datenbanken.

    Perowskite stellen aufgrund einfacher Herstellungsverfahren verbunden mit geringen Kosten eine vielversprechende neue Materialgruppe für zukünftige Photovoltaikanwendungen dar. Damit diese die Sonnenenergie optimal nutzen können, ist es wichtig, dass die neuen Werkstoffe eine passende sogenannte Bandlücke besitzen. Die Bandlücke hat die Eigenschaft, Photonen mit einer bestimmten Energie zu absorbieren und anschliessend in Strom umzuwandeln.

    Das EPFL-Team unter der Leitung von Haiyuan Wang und Alfredo Pasquarello entwickelte ein Maschinelles Lernmodell, das aus 15‘000 Materialien 14 völlig neue Perowskite identifizieren konnte. Diese seien hervorragende Kandidaten für zukünftige hocheffiziente Solarzellen. Die Forschenden konnten damit zeigen, dass der Einsatz von ML die Entdeckung und Validierung neuer Photovoltaikmaterialien erheblich beschleunigen kann.

  • Pilotprojekt zur Reduktion des Energiebedarfs in Gebäudetechnik

    Pilotprojekt zur Reduktion des Energiebedarfs in Gebäudetechnik

    Künstliche Intelligenz könnte zur Reduktion des Energiebedarfs in der Gebäudetechnik beitragen. Die in der St.GallenBodenseeArea ansässige und in der Gebäudetechnik tätige Hälg AG hat laut einer Mitteilung ein Pilotprojekt für die KI-basierte Softwaretechnologie R8 Digital Operator des Herstellers R8 Technologies gestartet.

    Die Tests sollen an konzerneigenen Anlagen am Stammsitz in St.Gallen das Energiesparpotenzial der Gebäudesteuerung ermitteln. Die Software nutze mittels KI entwickelte Algorithmen, „welche die Bedürfnisse der unterschiedlichen Räume im Gebäude monitoren und automatisch optimieren“, heisst es.

    Der Hersteller mit Hauptsitz in Estland verspricht effiziente und nachhaltige Steuerungen für Gebäudetechnikanlagen. Im Vergleich zu herkömmlichen Gebäudeautomationssystemen laufen die Anpassungen gemäss Mitteiilung „durch die intelligente, proaktive und prädiktive Steuerung gleichzeitig mit und sorgen für automatische Optimierungen der Gebäudetechnikanlagen“.

    Die Testphase werde sich über ein bis eineinhalb Jahre erstrecken und Daten aller vier Jahreszeiten berücksichtigen. Solange dauere die Einregulierungszeit von R8. Sobald Ergebnisse vorliegen, will Hälg entscheiden, ob eine weitere Zusammenarbeit mit R8 als exklusiver Vertriebspartner der Lösung in der Schweiz in Frage kommt.

  • Europarat und Schweiz setzen Massstäbe bei KI

    Europarat und Schweiz setzen Massstäbe bei KI

    Im Rahmen der 133. Tagung des Ministerkomitees des Europarats, die in Biel/Bienne stattfand, wurde das neue Übereinkommen über künstliche Intelligenz offiziell verabschiedet. Der Schweizer Bundesrat Ignazio Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, war bei diesem historischen Moment zugegen. Die Schweiz, bekannt für ihre präzise und umsichtige Herangehensweise in internationalen Verhandlungen, spielte eine entscheidende Rolle in den eineinhalb Jahren der intensiven Diskussionen und Entwicklungsarbeit.

    Das Übereinkommen unterstreicht nicht nur die Bedeutung der KI in unserer zukünftigen Gesellschaft, sondern etabliert auch einen soliden, rechtlich verbindlichen Rahmen, der sicherstellt, dass KI-Systeme nach höchsten ethischen Standards entwickelt werden. Zu den Kernprinzipien zählen Transparenz, Robustheit, Nichtdiskriminierung sowie der Schutz der Privatsphäre. Diese Massnahmen sind entscheidend, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die neue Technologie zu stärken und gleichzeitig die Rechte jedes Einzelnen zu wahren.

    Förderung internationaler Zusammenarbeit
    Der Zeitpunkt der Verabschiedung fällt zusammen mit dem 75-jährigen Jubiläum des Europarats, was die Bedeutung dieses Übereinkommens weiter unterstreicht. Ab September 2024 wird das Dokument allen Mitgliedsstaaten zur Unterzeichnung vorgelegt. Nach der Ratifikation durch die Schweiz, was eine Überführung in das nationale Recht erfordert, wird es als ein massgeblicher Bestandteil der internationalen KI-Governance dienen.

    In der Praxis wird das Übereinkommen als ein Leitfaden dienen, der nicht nur in Europa, sondern auch weltweit einen einheitlichen Ansatz für die verantwortungsvolle Entwicklung und Nutzung von KI-Systemen fördert. Durch die Schaffung dieses Rahmens trägt der Europarat wesentlich dazu bei, dass KI als eine Kraft für das Gute genutzt wird, indem sie die Grundlagen unserer demokratischen Gesellschaften stärkt und vorantreibt.

  • Wirtschaftsraum Zürich verbucht 89 Ansiedlungen

    Wirtschaftsraum Zürich verbucht 89 Ansiedlungen

    Die Greater Zurich Area AG und ihre Partner haben im vergangenen Jahr insgesamt 89 Unternehmen in den Wirtschaftsraum Zürich geholt. Im Jahresvergleich fiel die Zahl der Ansiedlungen damit um 20 Firmen tiefer aus, informiert die Greater Zurich Area AG in einer Mitteilung. „Das vergangene Jahr stand im Zeichen geopolitischer Unsicherheiten, Inflation und einer allgemeinen Krisenstimmung, welche die Investitionstätigkeiten direkt beeinflussten“, wird die Geschäftsführerin der Organisation für Standortmarketing, Sonja Wollkopf Walt, darin zitiert. „Trotz eines Rückgangs in den Unternehmensansiedlungen blicken wir verhalten optimistisch in die Zukunft.“

    Auch die von den neuen Firmen im ersten Jahr geschaffenen Arbeitsplätze blieben aufgrund der geringeren Zahl von Neuansiedlungen hinter dem Wert des Vorjahres zurück. In den kommenden fünf Jahren sollen aber 1463 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber den Plänen der 2022 angesiedelten Firmen. Zudem sind 62 Prozent der 2023 angesiedelten Unternehmen in den von der Greater Zurich Area AG definierten Fokusbranchen aktiv. Fast drei von zehn der Neuansiedlungen planen einen Hauptsitz im Wirtschaftsraum Zürich.

    Als einen der Höhepunkte 2023 streicht die Organisation für Standortmarketing die Niederlassung des Boston Dynamics AI Institutes in Zürich heraus. Dieses Leuchtturmprojekt gehe vor allem auf die Aktivitäten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich in der Künstlichen Intelligenz zurück, heisst es in der Mitteilung. Dort wird das Berichtsjahr als „Jahr des Durchbruchs im Bereich der Technologie der Künstlichen Intelligenz“ bezeichnet.