Die im Dezember 2025 aus einer Fusion von Helvetia und Baloise hervorgegangene Versicherungsgesellschaft Helvetia Baloise Holding AG treibt laut einer Mitteilung die E-Mobilität gemeinsam mit ihrem Partner Energie 360° voran. Das zu 96 Prozent im Besitz der Stadt Zürich befindliche Energie- und E-Mobilitätsunternehmen hat in 13 Liegenschaften bereits über 150 Ladestationen übernommen, vorwiegend in der Westschweiz, im Mittelland und in Basel.
Wie Reto Baschera, Leiter der Mobilitätsgruppe von Energie 360°, betont, erfolgt der Ausbau „bedarfsgerecht und orientiert sich an den Anforderungen der Mieterschaft“. Den Angaben zufolge befinden sich derzeit sechs weitere Objekte konkret in Planung, weitere sollen schrittweise folgen. Dabei liege der Fokus auf einem harmonisierten Portfolioansatz mit einer hardwareunabhängigen Abrechnungslösung, die unterschiedliche Gebäudetypen und Produktausprägungen berücksichtigt. Insgesamt verfügt Helvetia Baloise in der Schweiz über rund 845 Liegenschaften mit etwa 30’000 Wohnungen.
„Für mich in der strategischen Beschaffung bei Helvetia Baloise war entscheidend, einen Partner zu finden, der Elektromobilität nicht als Einzelprodukt versteht, sondern als integrierten Bestandteil eines grossen Immobilienportfolios“, wird Karin Hauser von der Baloise Asset Management AG zitiert. „In der Zusammenarbeit mit Energie 360° schätzen wir insbesondere den strukturierten Ansatz, die verlässliche Umsetzung und die Fähigkeit, unterschiedliche Ausgangslagen in unseren Liegenschaften pragmatisch abzubilden.“
In Luzern soll bis 2035 ein öffentliches Netz von rund 30 Ladestationen für E-Autos entstehen. Dabei soll laut einer Medienmitteilung der Fokus auf dem Laden im Quartier liegen. Dafür stellt die Stadt Drittanbietern gegen eine Konzessionsgebühr öffentlichen Grund und die Basisinfrastruktur inklusive Netzerschliessung zur Verfügung. Ihre Investition in Höhe von 960’000 Franken will sie durch die Konzessionsgebühren verursachergerecht refinanzieren.
Bis ins Jahr 2040 sollen alle Fahrzeuge, die in der Stadt Luzern eingelöst sind, elektrisch oder erneuerbar angetrieben sein. Um dieses Ziel der Klima- und Energiestrategie zu erreichen, haben die Stadt Luzern und Energie Wasser Luzern (ewl) im April 2024 das Pilotprojekt Grüne Zonen lanciert. In diesem Rahmen wurden an der Berg- und der Eichmattstrasse die ersten öffentlichen Ladestationen erstellt. Die Erfahrungen des auf fünf Jahre angelegten Projekts bezeichnet die Stadt als „durchweg positiv“.
Die Massnahmen sind Teil des Gesamtkonzepts für erneuerbare Antriebe in der Mobilität. Es wurde vom Zürcher Beratungs- und Ingenieurunternehmen EBP Schweiz im Auftrag der Stadt Luzern erarbeitet. Zum Umfang des Konzepts zählen auch Förderprogramme für Basis- und Ladeinfrastruktur, die aus dem Energiefonds der Stadt Luzern finanziert werden oder dass ab 2033 nur noch emissionsfreie Taxis Betriebsbewilligungen erhalten werden. Zudem sollen per 2040 Parkkarten für Dauerparkierung auf öffentlichem Grund nur noch für emissionsfreie Fahrzeuge erteilt werden.
Die AVIA VOLT Suisse AG kauft den Ladeinfrastrukturanbieter Plug’N Roll und erweitert ihre Ladeinfrastruktur um 2345 Ladepunkte. Plug’N Roll-Kunden profitieren vom Zugang zu einem europaweiten Netzwerk aus über 850‘000 Ladepunkten. Die Bündner Repower AG, bisherige Eigentümerin von Plug’N Roll, richtet mit Repower E-Mobility ihren Fokus neu aus.
AVIA VOLT prüft nun laut einer Mitteilung Verträge und Geschäftsprozesse von Plug’N Roll. Deren 24‘600 Kunden werden nahtlos in den AVIA-Verbund integriert. Die Übernahme ermöglicht eine integrierte Abrechnung elektrischer und fossiler Energie für Plug’N Roll-Flottenbetreiber. Die Systemarchitektur von AVIA VOLT biete Kompatibilität mit den Soft- und Hardwarelösungen vieler Hersteller, heisst es in der Mitteilung.
Die AVIA VOLT mit Sitz in Frauenfeld ist eine Tochter mehrerer Schweizer AVIA-Unternehmen. Sie sieht die Übernahme als wichtigen Schritt, um sich als führender Service-Anbieter im Bereich Elektromobilität zu etablieren. „Für uns bedeutet die Übernahme eine gezielte Stärkung unserer Position als Anbieterin für verlässliche Ladeinfrastruktur in der Schweiz“, wird Martin Osterwalder, Verwaltungsratspräsident von AVIA VOLT, zitiert.
Plug’N Roll ist die E-Mobility Abteilung der Repower AG. Die E-Mobility Anbieterin entwickelt seit 2012 Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum, für Unternehmensflotten und für Immobilien. Bis Ende 2025 wird die Marke Plug’N Roll von AVIA VOLT genutzt. Drei Plug’N Roll-Mitarbeitende werden von AVIA VOLT übernommen.
Der europaweit aktive Schnellladestationenspezialist Electra und der Immobilien-Asset Manager Procimmo aus Renens engagieren sich gemeinsam für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Westschweiz. Die beiden Unternehmen haben eine entsprechende Zusammenarbeit begonnen, informiert Electra in einer Mitteilung. Im ersten Schritt werden zwei Schnellladestationen in Aubonne VD und Gland VD installiert.
Die Schnellladestation im Einkaufszentrum Outlet Aubonne wird vom Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Industrial umgesetzt. Der Fonds Procimmo Real Estate SICAV – Commercial PK ist für die Schnellladestation am Gland BackStage Pub in Gland zuständig. Seit Dezember 2024 sind bereits zwei erste Ladepunkte in Betrieb, noch in diesem Quartal sollen zwei weitere Ladepunkte folgen.
Electra mit Sitz in Paris ist in der Schweiz durch die Electra Charging Switzerland AG in Zürich vertreten. Gemeinsam mit Procimmo «können wir die Westschweiz noch besser vernetzen und dadurch wichtige und zentrale Orte mit Ladestationen aufwerten», wird Alessandro Inderbitzin, General Manager Electra Schweiz & Österreich, in der Mitteilung zitiert. Procimmo-CEO Arno Kneubühler wiederum betrachtet die Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Schnellladestationen «als einen bedeutsamen Schritt, um unser Portfolio mit den starken Leistungen von Electra auszubauen und zu ergänzen». Mit ihrer Partnerschaft wollen die beiden Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach Schnellladestationen in der Schweiz reagieren. Für Procimmo stellt das Engagement zudem einen Beitrag für eine elektrifizierte Schweiz dar.
Energie 360° hat im Einkaufszentrum Serfontana den grössten Ladepark für Elektroautos im Kanton Tessin eröffnet. Der Park umfasst insgesamt 38 Ladepunkte, von denen 18 neu hinzugefügte Schnellladepunkte sind. Diese ermöglichen es Elektromobilist*innen, ihre Fahrzeuge innerhalb von 20 bis 40 Minuten von 10% auf 80% aufzuladen, während sie einkaufen oder eine Pause einlegen. Mit diesem Ausbau setzt Energie 360° einen weiteren Meilenstein in der Förderung der Elektromobilität in der Region.
Schnellladung mit Ökostrom Die neuen Schnellladestationen im Centro Shopping bieten eine beeindruckende Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt, angetrieben durch 100% Ökostrom. Jörg Wild, CEO und Leiter Mobilität bei Energie 360°, betont die Bedeutung dieser Erweiterung: «Unser Ziel ist es, die Elektromobilität in der ganzen Schweiz rasch voranzutreiben. Mit dem neuen Ladepark bieten wir unseren Kund*innen einen der grössten und leistungsfähigsten Ladeparks der Schweiz.»
Über 300 Ladestandorte in der Schweiz Energie 360° betreibt bereits über 300 Ladestandorte in der gesamten Schweiz und plant, baut und unterhält diese in Zusammenarbeit mit Partnern wie Coop, SBB und der Swiss Finance & Property Group. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, nachhaltige Energie- und Mobilitätslösungen zu schaffen und die Elektromobilität flächendeckend verfügbar zu machen. Mit dem neuen Ladepark in Chiasso setzt Energie 360° ein klares Zeichen für die Zukunft der Mobilität und den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Schweiz.
Integrierte Energielösungen für Areale und Überbauungen bringen Mehrwerte für alle Stakeholder*innen. Sie vernetzen sämtliche Komponenten der Energieversorgung intelligent miteinander, wodurch Produktion, Verbrauch und Speicherung als Gesamtsystem optimal zusammenspielen. Auf diese Weise lassen sich Effizienzpotenziale nutzen, der Autarkiegrad erhöhen und die sichere Versorgung neuer und bestehender Liegenschaften langfristig gewährleisten. Das neue Whitepaper «Integrierte Energielösungen für Areale und Überbauungen» von ewz und Faktor dient Eigentümerschaften als Wissensgrundlage bei der Planung.
Komponenten integrierter Energielösungen Um die Synergien nutzen zu können, muss die Energielösung bereits in einer frühen Phase als vernetztes System geplant werden.
Wärme und Kälte aus lokalen, erneuerbaren Quellen Eine gute Möglichkeit, Areale oder Überbauungen mit CO2-freier bzw. neutraler lokaler Wärme und Kälte zu versorgen, sind thermische Netze. Diese lassen sich in verschiedenen Massstäben (für Überbauungen, Areale und ganze Quartiere) und auf verschiedenen Temperaturniveaus realisieren und betreiben: Hochtemperaturnetze nutzen als Energiequelle meist Holz oder die Abwärme von Kehrichtverbrennungsanlagen. Erdwärme, See-, Fluss- und Grundwasser oder Abwärme (z.B. aus Rechenzentren) kommen meist in Netzen mit einem mittleren oder tiefen Temperaturniveau zum Einsatz. Die tiefsten Betriebstemperaturen erreichen Anergienetze respektive Niedertemperaturnetze, die im Sommer über ein Freecooling Gebäude auch kühlen. Um die Effizienz zu erhöhen, lassen sich verschiedene Netztypen und Energiequellen miteinander kombinieren (siehe Coté Parc und Greencity).
Solarstrom mit hohem Eigenverbrauchsanteil nutzen Ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) trägt dazu bei, einen möglichst hohen Eigenverbrauchsgrad zu erzielen und so die Photovoltaikanlage schneller zu amortisieren. Dazu kommt: Für die ZEV-Teilnehmenden ist der Solarstrom oftmals günstiger als der Strom aus dem öffentlichen Netz. Lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG), deren Einführung auf 2025 oder 2026 zu erwarten ist, ermöglichen die Versorgung mit Solarstrom über Grundstücke hinweg und nutzen dabei das Verteilnetz.
Microgrids schaffen Planungs- und Versorgungssicherheit Mit Strom-Arealnetzen können Überbauungen, Areale oder Quartiere mit elektrischer Energie versorgt werden. Microgrids respektive die mit den smarten Komponenten ausgestatteten Smart Grids integrieren sowohl Stromerzeuger als auch Stromverbraucher. Sie tragen zur Netzstabilität bei, indem Verbraucher selektiv zugeschaltet, Speicher geladen oder die Produktion gedrosselt werden kann.
Ladeinfrastruktur und Elektromobilität als neuer Standard Ein wichtiger Aspekt nachhaltiger Areale ist auch die Elektromobilität. Um der steigenden Nachfrage nach Elektroladestationen gerecht zu werden, ist es ratsam, den Bau der Ladeinfrastruktur frühzeitig anzugehen. Über ein Lastmanagement lässt sich der Strombedarf der Ladestation(en) mit dem der anderen Verbraucher im Gebäude koordinieren und das Aufladen regeln.
Energiespeicherung für mehr Effizienz Da der Anteil erneuerbarer Energien künftig zunehmen wird, kommt der Energiespeicherung eine immer grössere Bedeutung zu. Als Speicher kommen beispielsweise Batterien von Elektroautos infrage, die sich für das bidirektionale Laden eignen. Auch stationäre Batteriespeicher dienen dazu, überschüssigen Solarstrom aufzunehmen und bei Bedarf wieder zur Verfügung zu stellen. Thermische Speicher lassen sich mit Solarstrom aufladen, der sonst ins öffentliche Netz eingespeist werden müsste. Damit können sie Lastspitzen brechen, aber auch dazu beitragen, Wärmeerzeuger kleiner zu dimensionieren. Auch Erdsondenfelder nehmen überschüssige Wärme (z.B. von Sonnenkollektoren oder Abwärme) auf, um das Erdreich zu regenerieren und Räume zu kühlen.
Emissionen und Kosten langfristig senken Um Energiekosten und Treibhausgasemissionen langfristig zu senken, lohnt sich ein kontinuierliches Energiemonitoring. Dieses überwacht die Verbrauchswerte beispielsweise für Strom, Wärme oder Kälte einer Liegenschaft laufend und dient als Basis für die Justierung. Ein Energiemonitoring ist auch mit Blick auf das ESG-Reporting relevant, das für gewisse Firmen bereits heute Vorschrift ist. Die laufende Überprüfung der Verbrauchsdaten und ein professioneller Betrieb bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Effizienz- und Umweltziele zu erreichen und Transparenz gegenüber verschiedenen Anspruchsgruppen zu schaffen.
Energy-as-a-Service Nutzen statt besitzen – dieses Prinzip eignet sich hervorragend für integrierte Energielösungen ganzer Überbauungen oder Areale. Für Kunden reduziert sich neben dem zeitlichen Aufwand auch das finanzielle Risiko bei einer deutlich höheren Versorgungssicherheit. Entscheidet sich eine Bauherrschaft für ein Energy-as-a-Service-Modell, lagert sie Planung, Bau, Betrieb und/oder Finanzierung der gesamten Energieinfrastruktur über Jahrzehnte aus. Damit verbunden ist auch die Gewissheit, dass die Anlagen zuverlässig und effizient betrieben werden.
Mehr erfahren Sie in unserem neuen Whitepaper«Integrierte Energielösungen für Areale und Überbauungen».
Elektromobilität ja, aber wie Laden? Schon vor dem Kaufentscheid ist kompetente Beratung entscheidend. Bei der Planung und Realisierung einer zweckmässigen Ladeinfrastruktur tauchen Fragen aus unterschiedlichen Bereichen auf. Was ist die geeignete Ladeinfrastruktur für zu Hause, das Geschäft oder unterwegs?
Die Fachgesellschaft e-mobile hat das Bedürfnis der Branche nach einer Fachtagung im Bereich Ladeinfrastruktur wahrgenommen und eine Ausschreibung für Vorträge lanciert. Über 25 Vorschläge wurden entgegengenommen und daraufhin in einem Themen-Voting abgestimmt. Das Feedback der Community war klar auf folgende 5 Themen fokussiert:
– Bidirektionales Laden – Smart Charging – Ladeinfrastruktur in der Tiefgarage – Energieversorgung 2050 – Ladeinfrastruktur 2050
Die Moderatorin Sarah Andrina Schütz führt kompetent durch den Tag, renommierte Referentinnen und Referenten zeigen Lösungsansätze für konkrete Umsetzungen auf und vermittelt Ausblicke auf die kommenden Trends. Daneben gestalten namhafte Partner eine interessante Begleitausstellung. Zahlreiche Verbände unterstützen den Kongress, mit dem Ziel, den Dialog zwischen den verschiedenen, an der Elektromobilitätsbranche beteiligten Fachleuten, zu etablieren.
Am e-mobile Lade Forum werden die aktuellen Entwicklungen der Ladeinfrastruktur-Branche thematisiert und ein interaktiver Wissens- und Erfahrungsaustausch ermöglicht.
Electrosuisse hat an seinem Hauptsitz in Fehraltorf einen Ladepark für elektrisch angetriebene Fahrzeuge eingeweiht. Die e-mobile-Ladelösung des Fachverbandes für Elektro-, Energie- und Informationstechnik dient sowohl dem Wiederaufladen von E-Fahrzeugen als auch als Lernplattform für Mitarbeitende und Besucher, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.
Demnach verfügt der Ladepark über 22 sogenannte Wallboxen, also Ladepakete, verschiedener Hersteller. Ausserdem gibt es eine bidirektionale DC-Ladesäule. Darüber kann der Strom in zwei Richtungen fliessen, nämlich vom Haus ins Fahrzeug und umgekehrt. Dadurch wird ein Fahrzeug zum Energiespeicher.
Gesteuert werden die Solaranlage, der Netzanschluss und die Ladestationen über zehn verschiedene Lastmanagements. Diese Auslegeordnung der Infrastruktur entstand den Angaben zufolge in Zusammenarbeit mit 20 Partnerunternehmen und dient auch der Veranschaulichung intelligenter Ladeinfrastruktur für Mitarbeitende und Besucher.
„Obschon das Elektroauto in der Gesellschaft unterdessen angekommen ist, stellt sich immer noch die Frage nach der geeigneten Ladeninfrastruktur“, heisst es in der Medienmitteilung. Um die Profis der Branche für Neu- und Umbauten von Ladestationen fit zu halten, habe Electrosuisse „den vielseitigsten e-mobile-Ladepark der Schweiz realisiert“.
Der Kanton Luzern stockt seinen Beitrag zum Förderprogramm Energie 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Millionen auf 5,5 Millionen Franken auf. Zusammen mit dem Sockelbetrag und der Ergänzung des Bundes stehen damit insgesamt rund 23 Millionen Franken zur Verfügung. Privatleute können ihre Gesuche für Zuschüsse zur Steigerung der Energieeffizienz und den Einsatz von erneuerbarer Energie in ihren eigenen vier Wänden ab dem 10. Januar einreichen.
Wie es in einer Mitteilung des Kantons weiter heisst, sei das Förderprogramm nach fünfjähriger Erfahrung geprüft und optimiert worden. Dabei sei der Einbezug wichtiger Interessensgruppen hilfreich gewesen. „Die Zusammenarbeit mit dem Gewerbe, mit den verschiedenen Verbänden und mit der Hochschule ist wichtig, damit wir die Erfolgsgeschichte des Förderprogramms Energie weiterschreiben können“, wird der für Bau, Umwelt und Energie zuständige Regierungsrat Fabian Peter zitiert.
Zu den wichtigsten Änderungen für das Jahr 2022 zählen neue Fördermassnahmen wie der Anschluss an ein Wärmenetz mit erneuerbaren Energien, nichtautomatische Holzfeuerungen und Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität in bestehenden Mehrfamilienhäusern. Anpassungen habe es auch bei den Fördersätzen gegeben. So werden Erneuerungen der Gebäudedämmung nun mit 60 statt 40 Franken pro Quadratmeter bezuschusst. Die Fördersätze für thermische Solaranlagen werden verdoppelt. Ausserdem gelten neu pauschale Fördersätze für die Haustechnik bis 15 Kilowatt, etwa bei einer Wärmepumpe, einer Holzfeuerung oder bei einem Fernwärmeanschluss.
Der Kanton Zürich hat sich nach einer öffentlichen Ausschreibung für den E-Mobility-Anbieter von Repower als Einrichter und späterer Betreiber der Ladeinfrastruktur auf den kantonseigenen Liegenschaften entschieden. Bis 2030 soll die Fahrzeugflotte des Kantons Zürich auf nicht-fossile Fahrzeuge umgestellt werden, heisst es in einer Medienmitteilung.
Plug’n Roll von Repower hat mit dem Kanton eine Rahmenvereinbarung geschlossen. Weil noch nicht genau feststeht, wie viele Ladestationen für Elektrofahrzeuge gebaut werden müssen. Bis 2025 rechnen die Partner mit einem Bedarf von 880 Ladestationen. Insgesamt 765 davon sollen laut Mitteilung mit einer Ladeleistung von drei bis 22 Kilowatt eingerichtet werden. Dazu kommen 115 Schnellladestationen mit einer Ladeleistung von 22 bis 150 Kilowatt. Beim Kanton Zürich rechnet man bis 2030 sogar mit einem Bedarf von insgesamt tausend bis 1450 Ladestationen.
Plug’n Roll soll das Ladenetz nicht nur aufbauen. Der Zürcher Regierungsrat hat den Auftrag für die Beschaffung und auch die Bewirtschaftung der Ladestationen erteilt. Der Gesamtauftrag, der bis 2025 erfüllt werden soll, umfasst Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Betrieb, Instandhaltung und Störungsbehebung der Stationen sowie die Administration der Energieabrechnung, heisst es in der Mitteilung von Repower.
NeoVac nutzt zur Abrechnung der verbrauchsabhängigen Kosten für E-Ladestationen in Mehrfamilienhäusern und Arealen neu die App NeoVac my Charge. Damit reagiert der Spezialist für Gebäude- und Umwelttechnik mit Sitz in Oberriet laut einer Medienmitteilung auf die steigende Nachfrage nach E-Ladestationen in Gebäuden.
Die App wurde von der Zuger eCarUp AG entwickelt. Das junge Unternehmen bietet eine umfassende Softwarelösung für den Aufbau von Ladeinfrastruktur. Sein Backend ermöglicht die Abrechnung, die Überwachung, das Lastmanagement und die Wartung von E-Ladestationen.
NeoVac erstellt mit seinem schweizweiten Servicenetz jährlich für über 400’000 Wohnungen die verbrauchsabhängigen Energie- und Wasserkostenabrechnungen. Das Rheintaler Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, für jeden abrechnungsrelevanten Messpunkt in einem Gebäude eine Lösung zu bieten. „Die Zahlen der Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen steigt deutlich an und Mieter fragen immer mehr Lademöglichkeiten nach“, so Pascal Welti, Leiter Energy Consulting bei NeoVac. Deshalb habe sein Unternehmen nun eine App dafür lanciert.
Sie ermöglicht es Fahrern elektrischer Autos, Ladestationen freizuschalten und den bezogenen Strom zu bezahlen. Ausserdem werden die Ladedaten direkt in die App NeoVac myEnergy übertragen. Dort erhalten Nutzende einen Überblick über ihren persönlichen Verbrauch und eine direkt abrufbare Energiekostenabrechnung.
NeoVac biete ausserdem Komplettlösungen für E-Mobility-Infrastrukturprojekte mit schweizweitem Vertriebs- und Servicenetz an. Darüber hinaus könnten Ladestationen „auch in Abhängigkeit von PV-Anlage, Batteriespeicher oder Wärmepumpe angesteuert werden“. Das steigere den Eigenverbrauch und die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen.
Die BKW will laut einer Medienmitteilung zur Komplettanbieterin im Bereich der Elektromobilität werden. Dafür soll ein neues Kompetenzzentrum aufgebaut werden. Die Dienstleistungen dieses neuen Zentrums werden den Angaben zufolge die Planung, Installation und Integration von Ladeinfrastrukturen umfassen. Die BKW wird aber etwa auch für die Abrechnung verantwortlich sein.
Mit dem Kompetenzzentrum reagiert die BKW auf die steigende Nachfrage nach Stromfahrzeugen. Diese führe auch zu steigendem Interesse an integrierten E-Mobilitätslösungen. Laut der BKW sind vor allem Fahrzeughersteller, Garagen und die Immobilienwirtschaft an solchen Angeboten interessiert.
„Die Kopplung der erneuerbaren Energieproduktion mit dem Verkehrssektor ist eine der Chancen, um die erneuerbaren Energien in ein zuverlässiges Energieversorgungssystem einzubinden“, wird Suzanne Thoma, CEO der BKW, in der Mitteilung zitiert. „Mit dem Ausbau unserer Kompetenzen im Feld der Elektromobilität ergänzen wir unsere bestehenden Lösungen der dezentralen, erneuerbaren Energie- und Wärmeproduktion in Gebäuden und bieten so sektorübergreifende integrierte Full-Service Energielösungen“, so Thoma weiter.
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