Schlagwort: Lausanne

  • Mietpreise in der Schweiz steigen erneut leicht an

    Mietpreise in der Schweiz steigen erneut leicht an

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im November auf dem Stand von 128,1 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um 0,3 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Somit habe sich „der kurzzeitige Rückgang im Oktober wieder egalisiert und die ausgeschriebenen Mietpreise befinden sich erneut auf dem Niveau von September 2024“. Im Jahresvergleich wurde schweizweit ein Anstieg der Angebotsmieten um 3,1 Prozent beobachtet.

    Innerhalb der Kantone haben die Fachleute von Homegate nur in einzelnen Fällen grössere Veränderungen gegenüber dem September ausgemacht. Am stärksten sticht dabei der Kanton Graubünden mit einem Rückgang der Angebotsmieten um 4,4 Prozent hervor. Bei „derartigen Ausreissern“ handele es sich aber meist um kurzfristige Veränderungen, heisst es in der Mitteilung. Einen Anstieg der Mieten um mehr als 2 Prozent im Monatsvergleich legte lediglich der Kanton Nidewalden mit 2,1 Prozent vor.

    Den im Index erfassten acht Schweizer Städten attestieren die Fachleute eine Rückkehr „zur erwarteten Normalität“. Sie machen dies vor allem am Wachstum der Angebotsmieten um 1,6 Prozent in Zürich und in Lausanne fest. Die übrigen sechs betrachteten Städte weisen nur marginale Veränderungen gegenüber September auf. Im Jahresvergleich wurde jedoch bei allen acht Städten ein deutliches Wachstum beobachtet. Am stärksten fiel dieses mit 7 Prozent in der Stadt Luzern aus.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Binding Preis für Biodiversität 2023 erhält Ökoquartier in Lausanne

    Binding Preis für Biodiversität 2023 erhält Ökoquartier in Lausanne

    Die Arealentwicklung «Pra Roman» der Genossenschaft Codha und des Vereins «Sur le Pra» hat den Binding Preis für Biodiversität 2023 gewonnen, weil die Überbauung die ökologischen wie sozialen Vernetzungsfunktionen für das Quartier und die Stadt äusserst vorbildhaft übernimmt und das Projekt von Anfang an partizipativ angegangen wurde. Der Preis 2023 war zum Jahresthema «wegweisende Arealentwicklungen» ausgeschrieben worden.

    Lebensräume ökologisch vernetzt
    Die Siedlung «Pra Roman» mit zwölf Mehrfamilienhäusern auf einer Fläche von 22’000 Quadratmetern liegt an der Peripherie von Lausanne. Bei der Arealüberbauung vom Jahr 2020 wurde die Umgebung vorbildlich in die Planung und Erstellung miteinbezogen. So schuf die Preisträgerin etwa wechselfeuchte Wildkorridore mit integrierten Kleinstrukturen für Amphibien und Kleinsäuger und zur Förderung der Wildpflanzen. Dieses Bewusstsein, Verantwortung für die ökologische Vernetzung in einem grösseren System zu übernehmen, ist zentral für die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum.

    Bewohnerschaft in Planung miteinbezogen
    Die Sensibilisierung der Bewohnerschaft zur Biodiversitätsförderung war von Anfang an ein wichtiger Teil des Projektes «Pra Roman». Codha, die Bauherrin und Genossenschaft für gemeinnütziges Wohnen, initiierte zu Beginn der Planungsphase den Verein «Sur le Pra» und entwickelte einen partizipativen Prozess. Zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner trafen sich schon früh zu Bauplatzrundgängen oder Naturbeobachtungen und entwarfen mit hoher Gestaltungsfreiheit in Workshops ihre naturnahen Aussenräume, die sie später eigenständig realisierten. Die Bauherrin unterstützte sie dabei finanziell.

    Gemüsegarten ermöglicht Begegnung und Sensibilisierung
    Eine dieser Grünflächen ist der Gemeinschafts-Gemüsegarten. Hier tauscht man sich aus und lernt die Natur als Lebensgrundlage kennen. Die Kultur der nachhaltigen Lebensweise und Landnutzung zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt «Pra Roman». Die umliegenden Ökosysteme werden beobachtet, in ihrer Vielfalt nachgeahmt und mit dem Siedlungsraum verbunden.

    «Wir sind überzeugt, dass dieses ausgezeichnete Beispiel weitere Immobilienentwickelnde ermutigt, Biodiversität früh mitzudenken und viele Menschen einzubeziehen», sagt Peter Lehmann, Vizepräsident der Jury des Preises.

    Anerkennungspreis geht an das Projekt Areal Bach in St. Gallen
    Neben dem Hauptpreis vergibt die Stiftung für kleinere Areale den mit 25’000 Franken dotierten Anerkennungspreis. Das Areal Bach, eine Zwischennutzung beim Bahnhof St.Fiden in St.Gallen, erhält diesen Preis, weil es eindrücklich das Potenzial der vielen brach liegenden Flächen in den Städten aufzeigt. Der Verein Areal Bach hat mit seinem Durchhaltewillen und Engagement Widerstände überwunden, die Chance gepackt und gemeinsam mit der Bevölkerung die Flächen ökologisch aufgewertet und mit kreativen Ideen belebt. Er hat es geschafft viele Akteure mit ins Boot zu holen, um so ein gemeinschaftlich getragenes, vielfältiges Projekt zu realisieren. Aus einem Unort entstand eine grüne Oase auf Zeit, die die Grundlagen für Biodiversität und Aufenthaltsqualität für die Planung einer zukünftigen Arealentwicklung schaffen kann.

  • EPFL-Doktorandin fordert kleinere Wohnungen

    EPFL-Doktorandin fordert kleinere Wohnungen

    Der ökologische Fussabdruck des Wohnens in der Schweiz bis 2050 kann nur durch eine gemeinsame Anstrengung von Wohnungseigentümern und Mietern verkleinert werden. Diese Forderung nach kleineren Wohnflächen pro Kopf wird laut Medienmitteilung der Hochschule in Lausanne in der Doktorarbeit von Margarita Agriantoni erhoben. Sie ist Studentin des Bauingenieurwesens an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).

    Die Arbeit basiert auf Computersimulationen verschiedener Wohnszenarien für die nächsten 30 Jahre von 2020 bis 2050, heisst es weiter. Das Ergebnis lautet demnach: Wenn det Energieverbrauch von Wohnungen in der Schweiz deutlich gesenkten werden soll, muss die gesamte Branche ihre Praktiken überdenken. Das betrifft die Art und Weise, wie Wohnungen geplant und gebaut werden, ebenso wie die Art und Weise, wie sie genutzt werden. Pro Bewohner muss weniger Wohnfläche verbraucht werden.

    Rund 58 Prozent der Schweizer Haushalte wohnen zur Miete. Die durchschnittliche Wohnfläche dieser Wohnungen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, ebenso wie die Wohnfläche pro Kopf – eine Kennzahl, die direkt mit dem ökologischen Fussabdruck eines Gebäudes korreliert, heisst es in der Mitteilung. Heute werde eine 100 Quadratmeter grosse Wohnung gleich gebaut oder beheizt, ob sie für zwei oder vier Personen bestimmt ist. „Die Pro-Kopf-Fläche ist die Kennzahl, die wir langfristig reduzieren müssen“, wird die Autorin Agriantoni zitiert. „Eine Verringerung der Fläche um nur ein paar Quadratmeter kann eine echte Wirkung haben.“

    Agriantoni und ihre Kolleginnen und Kollegen haben 11’000 Wohnungen in Gebäuden in der ganzen Schweiz untersucht und 1000 Haushalte befragt.

  • Younergy legt grüne Anleihe für Solarenergie auf

    Younergy legt grüne Anleihe für Solarenergie auf

    Younergy Solar will laut einer Medienmitteilung die Solarenergie demokratisieren und begibt dazu eine grüne Anleihe im Umfang von 5 Millionen Franken. Unter Demokratisierung wird das Geschäftsmodell von Younergy verstanden. Das Unternehmen mit Sitz in Lausanne errichtet Photovoltaikanlagen auf den Dächern seiner Kunden und übernimmt die gesamten Kosten der Installation, Wartung und Überwachung. Somit produzieren die Kunden – von Einfamilienhäusern bis hin zu grossen Unternehmen – ihren eigenen Strom ohne jegliche Vorinvestition und bezahlen stattdessen nur für die produzierte Energie, heisst es in der Mitteilung. Ist die Amortisationsdauer abgelaufen, geht die Anlage ins Eigentum des Kunden über. Damit könne jeder unabhängig vom persönlichen Budget Solarstrom erzeugen und nutzen.

    „Schweizweit sind wir die Einzigen, die Einfamilienhäuser als auch Gebäude mit grösseren Dächern abdecken. Das war der Schlüssel für unser schnelles Wachstum“, wird Pedro Miranda, Geschäftsführer und Mitgründer von Younergy, zitiert. „Die Energiewende erfolgt hauptsächlich auf lokaler Ebene. Darum möchten wir diese Lösung weiter auszubauen“, so Miranda weiter. Der starke Anstieg der Energiepreise und die unsichere Energieversorgung im Zusammenhang mit der geopolitischen Situation erforderten eine lokale Versorgung. Die Strompreise dürften 2023 in der Schweiz um mehr als 20 Prozent steigen. Mit der Lösung von Younergy hingegen seien deutlich günstigere Preise für Privatpersonen und Unternehmen möglich. Die Nachfrage nehme daher stark zu.

    Bisher betreibt das 2015 von einer Gruppe Experten für Solarenergie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) gegründete und vom Bundesamt für Energie (BFE) geförderte Unternehmen schweizweit schon 480 solcher Photovoltaikanlagen.

  • Architekturwettbewerb für Museumserneuerung des Kunstmuseum Bern

    Architekturwettbewerb für Museumserneuerung des Kunstmuseum Bern

    Mit dem Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» soll Bern ein modernes und attraktives Kunstmuseum erhalten. Die darauf abgestimmten Projekte der Stadt Bern zur Neugestaltung der Hodlerstrasse und zur Aufwertung des Bären- und Waisenhausplatzes bieten die Chance, den Stadtraum mit dem neuen Kunstmuseum in Verbindung zu setzen und damit der gesamten Oberen Altstadt zu neuer Anziehungskraft zu verhelfen. 

    Der nun startende Architekturwettbewerb für die Museumserneuerung fusst auf dem Grundkonzept «Zukunft Kunstmuseum Bern», das 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die wesentlichen Elemente sind das Gebäudeensemble mit dem Stettlerbau (als Hauptgebäude), einem Ersatzneubau (für den Atelier 5-Bau) und dem Gebäude Hodlerstrasse 6 (heute von der Kantonspolizei genutzt) sowie die Aufwertung der Hodlerstrasse mit neuem Verkehrsregime und Verschiebung der Ausfahrt des Metro-Parking. Ein Neubau anstelle der aufwändigen und ökologisch nicht sinnvollen Sanierung des Ateliers 5-Baus stellt die beste Lösung dar – diese neue Perspektive hatte eine Machbarkeitsstudie 2018 nach drei gescheiterten Projekten eröffnet. Das erneuerte Gebäudeensemble ermöglicht dank effizientem und ressourcenschonendem Betrieb eine Vergrösserung der Fläche für die Kultur bei stabilen Bewirtschaftungskosten. 

     
    Internationaler Wettbewerb 
    Der Architekturwettbewerb wird nach den Regeln des schweizerischen Ingenieur- und Architekturvereins SIA durchgeführt; vorgesehen ist ein zweistufiges Verfahren mit vorgängiger Präqualifikation. Davon verspricht sich das Preisgericht ein vielfältiges internationales Teilnehmer:innenfeld, das neben etablierten Büros auch Nachwuchsteams umfasst.
     
    In der Präqualifikation weisen die interessierten Architekt:innenteams ihre Eignung für die Aufgabe nach. Gestützt darauf wählt das Preisgericht die bestgeeigneten Büros für den eigentlichen Projektwettbewerb aus. Diese setzen sich zunächst mit dem Städtebau auseinander, zeigen einen Ansatz für den architektonischen Ausdruck auf und erbringen den Nachweis der Grobfunktionalität (Stufe 1). Die am besten geeigneten Beiträge werden anschliessend weiterbearbeitet und präzisiert (Stufe 2). Am Schluss erfolgt die Wahl des Siegerprojektes. 


    Expertise und regionale Verankerung 
    Das Preisgericht setzt sich aus Fachexpert:innen zusammen, die in verschiedenen Städten im In- und Ausland Erfahrungen in der Konzeption von Neubauten in einem sensiblen historischen Umfeld und in den Bereichen Nachhaltigkeit und Stadtklima gesammelt haben. Dieses Wissen soll für Bern nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig ist die Jury regional verankert: Die Vertreter:innen der städtischen und kantonalen Politik sowie des Kunstmuseums kennen die lokalspezifischen Gegebenheiten und Notwendigkeiten und bringen damit eine zusätzliche Sicht ein. 

    «Es freut mich sehr, dass die Grundlagen geschaffen wurden, um für das Projekt ‹Zukunft Kunstmuseum Bern› die nächste Stufe, den Architekturwettbewerb, starten zu können. Der Kanton Bern ist in der Wettbewerbsjury mit zwei politischen Vertretern und zwei Vertretern aus dem Stiftungsrat der Dachstiftung sehr gut vertreten. Die ausgewogene Zusammenstellung der Jury gewährleistet die für ein Bauprojekt dieser Grössenordnung und Relevanz notwendige fachliche und politische Begleitung», sagt Christine Häsler, Regierungspräsidentin Kanton Bern. 

    Präsidiert wird das Gremium von Thomas Hasler, ordentlicher Professor am Institut für Architektur und Entwerfen der TU Wien und geschäftsführender Partner des Büros Staufer & Hasler Architekten in Frauenfeld (CH). 2015 wurde das Büro für seine Arbeiten mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet. Als Fachexperte und Jurymitglied hat Thomas Hasler bereits zahlreiche Architekturwettbewerbe, Studienaufträge und Testplanungen begleitet. 

    «Mit dem zweistufigen Verfahren wollen wir sowohl arrivierte Architekturbüros wie auch junge Teams ansprechen», so Thomas Hasler, «Mit dem grösseren Betrachtungsperimeter bis hin zum Waisenhausplatz wollen wir eine dem UNESCO-Welterbestatus ensprechende Einbettung des Bauprojekts in den Stadtraum sicherstellen.» 


    Fokus auf Nachhaltigkeit 
    Die Museumserneuerung soll in allen Dimensionen in Einklang mit den Nachhaltigkeitsstrategien von Kanton und Stadt Bern stehen und deren Ziele erreichen. Ein ausführlicher Kriterienkatalog mit allen relevanten Aspekten der Nachhaltigkeit dient als Richtschnur für die Jury und fliesst in den Wettbewerb ein. 

    Damit diese Zielvorgaben eingehalten werden, ist an verschiedenen Stellen anzusetzen: Gebäudeform, Energieversorgung, Baustoffe, Klima- und Lichttechnik. Mit Blick auf den geplanten Abriss des Atelier 5-Baus wird zu prüfen sein, ob Strukturen stehen gelassen werden können und sich damit graue Energie sparen lässt. 

    Für Jonathan Gimmel, Präsident der Dachstiftung Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee ist klar: «Der Wettbewerb soll architektonische Antworten liefern auf die drängenden Fragen der Zeit: Kunst und Begegnung in Einklang mit Klimaschutz und Energieeffizienz.» 

     
    Gründe für neues Museum 
    Mit der geplanten Erneuerung soll das Kunstmuseum Bern besucher:innenfreundliche Ausstellungs- und Depoträume nach modernen Standards erhalten, sich zur Stadt und zum Aarehang öffnen und einem erweiterten und diverseren Publikum neue Kunsterlebnisse bieten. Museen stehen im Konkurrenzkampf um attraktive Leihgaben und die Aufmerksamkeit der Besucher:innen. Zürich, Basel und Lausanne haben mit attraktiven Neubauten grosse Investitionen getätigt. Bern kann ohne Verbesserung der Infrastruktur mit diesen Städten nicht mehr konkurrieren. 

    «Die Besucherinnen und Besucher können sich auf ein Kunstmuseum der Zukunft freuen, das durch offene und lichte Räumlichkeiten neue Kunsterlebnisse ermöglichen wird», sagt Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee. 


    Gemeinderat genehmigt Baurechtsvertrag 
    Um die geplante Erneuerung des Museums zu ermöglichen, hat der Gemeinderat der Stadt Bern an seiner Sitzung vom 29. Juni einen Baurechtsvertrag verabschiedet, der die kostenlose Abgabe des Gebäudeteils Hodlerstrasse 6 an die Stiftung Kunstmuseum Bern regelt. Die Liegenschaft spielt beim Erneuerungsprojekt eine Schlüsselrolle: Das Kunstmuseum erhält in direkter Nachbarschaft ein Gebäude für die Administration und muss so im geplanten Ersatzneubau keine neuen teuren Büroflächen bauen. 

    Deshalb soll nun die Hodlerstrasse 6 betrieblich aus der bestehenden Gebäudegruppe – heute durch die Kantonspolizei genutzt und im Inventar der städtischen Denkmalpflege als schützenswert eingestuft – abgetrennt und in den künftigen Museumskomplex integriert werden. Gleichzeitig hat der Gemeinderat die Eckwerte des Projektwettbewerbs inklusive Aufwertung der Hodlerstrasse genehmigt. Dem Baurechtsvertrag muss noch der Stadtrat zustimmen, der sich voraussichtlich im Herbst mit dem Geschäft befasst. 

    Der Start der ersten Stufe des Projektwettbewerbs ist im Frühjahr 2023 vorgesehen. Aufgrund des teilweise schlechten baulichen Zustands der Gebäude ist eine möglichst frühzeitige Realisierung zwingend. Im Sinne einer Optimierung des Gesamtzeitbedarfs erfolgt die Präqualifikation parallel zum Stadtratsgeschäft. Der Aufwand der Teams für die Präqualifikation ist verhältnismässig gering. Die Hauptarbeiten werden somit erst nach dem Stadtratsbeschluss anfallen. 

     
    Aufwertung der Hodlerstrasse 
    Die Hodlerstrasse erhält nach den Vorstellungen der Stadt ein völlig neues Gesicht durch eine Pflästerung und Begrünung mit einer Baumreihe. Dank reduzierter Strassenfläche und Verschiebung der Metro-Parking-Ausfahrt können sich das Kunstmuseum und der Progr bzw. der Gastrobetrieb Turnhalle nach aussen öffnen. Mit Ausnahme der Verkehrsspitzenzeiten am Morgen und am frühen Abend soll künftig nur noch Zubringerdienst gestattet sein für Anlieferungen, Notfalldienste und die Strassenreinigung. Die Stadt Bern erarbeitet das Detailprojekt zusammen mit dem Kunstmuseum, dem Metro-Parking, den Anrainer:innen und den Wirtschaftsverbänden. 

    Die von der Stadt parallel zur Museumserneuerung verfolgten und aufeinander abgestimmten Projekte zur Aufwertung der Hodlerstrasse und zur Neugestaltung des Bären- und Waisenhausplatzes ermöglichen die gesamtheitliche Aufwertung eines zentralen, für die Innenstadt wichtigen Perimeters. Entsprechend fliesst das Ziel einer aufgewerteten Hodlerstrasse in den Projektwettbewerb für den Neubau Kunstmuseum ein. 

     
    Partnerschaftliche Finanzierung 
    Die Finanzierung der Museumserneuerung soll durch die öffentliche Hand, private Sponsor:innen und die Wirtschaft erfolgen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 80 Mio. Franken (plus 10. Mio. Franken Risikoabdeckung). Laut Finanzierungsplan wird der Kanton Bern für den Neubau nur in der Höhe der ohnehin für die Sanierung des Atelier 5-Baus anfallenden Kosten belastet, also mit 40 Mio. Franken. Mäzen Hansjörg Wyss trägt mit seinem grosszügigen Engagement 25 Mio. zum Projekt bei: 20 Mio. für den Neubau und 5 Mio. für die Neugestaltung der Hodlerstrasse. Weitere 5 Mio. leistet er unter der Bedingung, dass für die Erneuerung des Museums weitere Privatmittel in der 
    Höhe von mindestens 7,5 Mio. zusammenkommen. 

    Insgesamt rechnet der Finanzierungsplan mit Beiträgen von Privaten, Stiftungen und der Wirtschaft in der Höhe von 15 Mio. Franken. Die Vorgespräche mit privaten Sponsor:innen laufen gut. Die eigentlichen Verhandlungen mit den möglichen Geldgeber:innen (Stiftungen, Burgergemeinde Bern etc.) können erst nach Abschluss des Wettbewerbs stattfinden, wenn das definitive Projekt vorliegt. Zusagen gibt es bereits von Einzelpersonen. Noch in Abklärung sind die Kosten für die Neugestaltung der Hodlerstrasse und die Verlegung der Ausfahrt des Metro-Parking. Dazu werden nach Vorliegen des Wettbewerbsergebnisses Aussagen möglich sein. 

     
    Vertrag mit Hansjörg Wyss unterzeichnet 
    Der Vertrag zwischen der Wyss Foundation und der Stiftung Kunstmuseum Bern wurde im April 2022 unterzeichnet. Hansjörg Wyss ist vom Projekt für die Erweiterung des Kunstmuseums ebenso überzeugt wie von der geplanten Neugestaltung der Hodlerstrasse: «Mit der Aufwertung der Hodlerstrasse sind wichtige Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Architekturwettbewerb geschaffen worden. Ich freue mich, dass ich einen Beitrag zu einer nachhaltigen, zeitgemässen Weiterentwicklung des Kunstmuseums Bern leisten kann.» Wyss will sich als Mitglied des Sachpreisgerichts weiterhin für eine ambitionierte Berner Lösung engagieren. 

    Der Vertrag der Wyss Foundation mit der Stiftung Kunstmuseum Bern basiert auf dem Grundkonzept «Zukunft Kunstmuseum Bern» von 2021, das partnerschaftlich entwickelt wurde. Dabei übernehmen die jeweiligen Bauträger bestimmte Kosten: Die Stiftung Kunstmuseum Bern finanziert mit einem kantonalen Beitrag und der Unterstützung von Mäzen Wyss die Museumsbauten.Die Stadt übernimmt die Kosten für die öffentlichen Plätze und Strassen. Ausnahme bildet die Hodlerstrasse 6, welche die Stadt als Mitstifterin dem Kunstmuseum kostenlos im Baurecht zur Nutzung übergibt. Für die Kosten zur Anpassung des Metro-Parking bzw. die Aufwertung der Hodlerstrasse entschädigt das Kunstmuseum die Stadt Bern über einen öffentlichen Infrastrukturvertrag. Realisierbar ist das Projekt nur, wenn alle Partner ihre Beiträge leisten. 

     
    Synergien dank gleichzeitiger Sanierung des Stettlerbaus 
    Unabhängig vom Neubauprojekt ist die Sanierung des Stettlerbaus nötig. Die Abklärungen zur Vorbereitung des Projektwettbewerbs haben aber gezeigt, dass bei einer gleichzeitigen Sanierung des Stettlerbaus die grössten Synergien zu erwarten sind und die Belastungen für die Anrainer:innen am geringsten ausfallen. 

    Die bisherige Kostenschätzung für die Sanierung beruhte auf einer Zustandsanalyse und Investitionskostenrechnung aus dem Jahre 2012. Seither hat der Unterhaltsstau weiter zugenommen, da viele der damals vorgesehenen Massnahmen nicht ausgeführt wurden. Die integrale Sanierung des Stettlerbaus zeitgleich mit dem Neubau ermöglicht, nachhaltige Mehrwerte zu schaffen. Damit das letztmals 1999 sanierte Gebäude auch energetisch auf dem neuesten Stand ist und wieder eine möglichst lange und ungestörte Betriebsdauer möglich wird, sind umfassendere Eingriffe nötig. Dadurch müssen die 2012 tiefer geschätzten Sanierungskosten auf 18,5 Mio. Franken angepasst werden. Der Kanton Bern ermöglicht gemäss Kulturfördergesetz den Erhalt und die Entwicklung bedeutender Kulturinstitutionen, dies beinhaltet auch den Unterhalt der Immobilien des Kunstmuseums Bern. 

  • Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Mai auf dem Stand von 117,6 Punkten geschlossen, informiert Homegate in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vormonat legten die Angebotsmieten damit schweizweit durchschnittlich um 0,2 Prozent zu. Innerhalb der einzelnen Kantone haben die Analysten des Index dabei unterschiedliche Entwicklungen beobachtet.

    In den meisten Kantonen sind die Mieten relativ stabil geblieben. Im Kanton Genf fielen die Angebotsmieten im Mai um 1 Prozent geringer als im April aus. In den Kantonen Zug, Graubünden, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden haben die Analysten hingegen deutliche Steigerungen zwischen 1,1 und 4,1 Prozent ausgemacht. Sie führen den Sprung von 4,1 Prozent im Kanton Zug aber hauptsächlich auf einen Rückgang im Vormonat zurück.

    Bei den im Index untersuchten acht Städten haben die Analysten eine Zunahme der Angebotsmieten um 0,7 Prozent in St.Gallen und einen Rückgang in jeweils gleicher Höhe in Genf und Lausanne ausgemacht. Die beiden Westschweizer Städte sind zudem die einzigen, bei denen die Analysten auch im Jahresvergleich gesunkene Angebotsmieten beobachtet haben.

    Bei der Erfassung der Mietpreisveränderungen für den Mietindex werden die Mietpreise um unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert, erläutert Homegate. Dies mache eine Erfassung der tatsächlichen Mietpreisentwicklung möglich.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich gewinnt im European Thematic Cities Index (TCI) gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze und liegt damit auf Rang 2. Platz 1 hat London inne, Platz 3 Stockholm. Dieser Index von Swiss Life Asset Managers misst laut einer Medienmitteilung 135 europäische Städte in 28 Ländern. Er bewertet sie bezüglich fünf Kernthemen, die den Immobilienmarkt einer Stadt prägen: Veränderung und Disruption, Klima und Umwelt, Gemeinden und Cluster, Konsumenten und Lifestyle sowie Konnektivität. Damit will er eine Vergleichbarkeit für Immobilieninvestitionen bieten.

    Die sechs Schweizer Städte in der Rangliste liegen alle in den Top 50 des TCI. Unter ihnen bleibt Zürich „die dynamischste und gesündeste Stadt mit den besten Netzwerken“. Trotz eines fehlenden internationalen Flughafens ist Bern mit Rang 9 nun „die am drittbesten zugängliche Stadt im gesamten Ranking“. Basel gewinnt gegenüber dem Vorjahr einen Platz und liegt auf Rang 7, Lausanne auf Rang 15. Genf legt mit 16 Plätzen am meisten zu und wird auf Platz 31 geführt. Luzern verliert wegen seines „weniger umweltfreundlichen Branchenmixes und einer überdurchschnittlichen Autonutzung“ neun Ränge und landet auf Platz 41.

    Alle sechs Schweizer Städte versprechen dem TCI zufolge bei aller Stabilität und Attraktivität ein geringes Wachstumspotenzial. Bezüglich dieses Kriteriums befinden sie sich laut dieser Analyse sämtlich unter den elf schlechtesten europäischen Städten. Und wie bereits im TCI 2021 bewertet die diesjährige Analyse die Gesundheit als das schwächste Thema der Schweizer Städte.

  • Messehalle wird zum Labor der Innovation

    Messehalle wird zum Labor der Innovation

    Beaulieu Circulaire erlebt am 9. Mai eine Premiere. Mit dem SHIFT Switzerland findet der erste Grossanlass in der umgewidmeten Halle 18 des alten Messegeländes im Norden von Lausanne statt. Beaulieu Circulaire soll in den kommenden Jahren nicht nur zu einem Begegnungsort, sondern auch zu einem Arbeitsort werden. Auf 3000 Quadratmetern Fläche wird hier Platz geboten für technologische und soziale Innovation.

    Beaulieu Circulaire versteht sich als eine Art Labordorf: Akteure aus verschiedenen Themenbereichen finden hier sowohl Raum für ihre eigene Tätigkeit als auch Platz für die Zusammenarbeit mit anderen. Vorgesehen sind etwa Labors für einzelne Handwerke, für die Arbeit an neuen Materialien und für die digitale Innovation, aber auch für die Herstellung von Lebensmitteln. 500 Quadratmeter sind für Co-Working-Arbeitsplätze vorgesehen.

    Der Umbau der Halle ist zu einem grossen Teil mit wiederverwerteten Materialien erfolgt. So bieten Schiffscontainer Büroräume. Auch alte Theatervorhänge, beschädigte Scheiben und Isoliermaterial aus alten Textilien wurden verwendet.

    Beaulieu Circulaire wurde vom Impact Hub Lausanne zusammen mit Mentor Energy und Atelier l’Eveil lanciert. Der Impact Hub zieht mit seinen Co-Working-Plätzen selbst in die Halle 18. Zu den Unterstützern von Beaulieu Circulaire gehören auch die MAVA Stiftung und Circular Economy Switzerland.

  • Nachfrage nach Eigentumswohnungen stark von Region und Preis abhängig

    Nachfrage nach Eigentumswohnungen stark von Region und Preis abhängig

    Die neuste Ausgabe der Online Home Market Analysis vom Immobilienportal Homegate und dem Swiss Real Estate Institute (SwissREI) untersucht die Inseratedaten von Eigentumswohnungen für 2020 und 2021. Die ausgewerteten Inserate stammen von den vier grössten Schweizer Internetportalen und umfassen damit rund 85 Prozent aller Online-Inserate während des Betrachtungszeitraums. Detaillierte Reports zur Studie für alle Regionen finden Sie hier in der Online-Medienmitteilung.

    Für Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group, zeigt die neuste Online Home Market Analysis, wie heterogen der Schweizer Eigentumswohnungsmarkt ist: «Insgesamt hat sich die Nachfrage nach Eigentumswohnungen schweizweit im vergangenen Jahr coronabedingt etwas weniger dynamisch entwickelt. Bestimmte Marktsegmente haben im vergangenen Jahr dennoch eine lebhafte Nachfrage verzeichnet, insbesondere in den Städten». So hat sich im Mittel in den untersuchten Städten die Inseratedauer im tiefen Preissegment deutlich verlängert, während sie im höheren Preissegment praktisch unverändert geblieben ist, obwohl die Zahl der Inserate zugenommen hat. «Analog zum Mietwohnungsmarkt haben sich in der Covid19-Pandemie auch im Eigentumswohnungsmarkt die Präferenzen weg von kleineren und preiswerteren hin zu grösseren und teureren Objekten verschoben», so Waeber zusammenfassend zu den Studienergebnissen.

    Längere Inseratedauer trotz kleinerem Angebot 
    Die aufgrund der Covid19-Pandemie für 2020 gegenüber 2019 markante Verlängerung der mittleren Ausschreibungsdauer von Eigentumswohnungen von 61 auf 84 Tage hat sich im Jahr 2021 mit 85 Tagen auf hohem Niveau bestätigt. Im Vergleich dazu ist die Inseratedauer für Einfamilienhäuser von gut 61 Tagen im Jahr 2019 auf das Level vor der Pandemie zurückgegangen.

    Demgegenüber steht, dass schweizweit im Jahr 2021 online rund 20 Prozent weniger Eigentumswohnungen angeboten wurden als noch im Vorjahr. Bei einer so starken Angebotsverknappung würde man erwarten, dass sich auch die mittlere Inseratedauer entsprechend verkürzt. Dass sich diese jedoch nicht verkürzt, sondern sogar noch leicht verlängert hat, zeugt für 2021 von einer schweizweit abnehmenden Nachfrage nach Eigentumswohnungen.

    Prof. Dr. Peter Ilg, Institutsleiter von SwissREI, sieht mehrere Gründe für die schwächere Nachfrage nach Eigentumswohnungen: «Die Eigentumswohnungspreise in der Schweiz sind im Jahr 2021 durchschnittlich um über 8 Prozent gestiegen. Dies ist der stärkste Preisanstieg seit zehn Jahren. Eine solch deutliche Verteuerung dürfte generell eine dämpfende Wirkung auf die Nachfrage gehabt haben. Steigende Nachfrage ist nur noch in ausgesuchten Regionen sowie in einzelnen gehobenen Preissegmenten ersichtlich, in denen die Käuferschaft vermutlich vermehrt auf Erbvorbezüge zurückgreifen konnte». Darauf lasse sich beispielsweise aus den Verteilungen des steuerbaren Vermögens sowie der Eigenheimkäuferschaft nach Altersklassen schliessen. So verfügt die Klasse der über 54-Jährigen im Kanton Zürich über die Hälfte des steuerbaren Vermögens, während schweizweit bei der Verteilung der Eigenheimkäuferschaften die Mehrheit unter 55 Jahre alt ist, so Ilg weiter. 

    Regionale Unterschiede bei Inseratedauer verstärken sich 
    Regional betrachtet haben sich die Unterschiede der Inseratedauer in den untersuchten acht Grossregionen 2021 weiter akzentuiert. In der Region Zürich, in der Verkäuferinnen und Verkäufer schweizweit am wenigsten lang eine Eigentumswohnung ausschreiben müssen, verkürzte sich die Inseratedauer um rund einen Viertel deutlich auf nur noch 43 Tage (minus 14 Tage). In den zwei Regionen mit der längsten durchschnittlichen Inseratedauer für eine Eigentumswohnung hingegen stiegen sie mit je rund 22 Prozent weiter signifikant an; die Region Waadt/Wallis verzeichnete einen Anstieg um 18 auf 98 Tage, das Tessin um 25 auf 139 Tage. 

    Die absolut betrachtet stärkste Verkürzung der Inseratedauer zeigte sich derweil in der Region Innerschweiz. Diese Region verzeichnet neu nach einem Rückgang um 19 Tage (minus 27 Prozent) für 2021 mit 51 Tagen unmittelbar nach der Region Zürich die zweitkürzeste Inseratedauer aller acht untersuchten Regionen. Die Region Genf hingegen, die mit 52 Tagen im Jahr 2020 noch schweizweit die kürzeste Inseratedauer aufwies, ist im Jahr 2021 nach einem Anstieg um 12 Prozent (plus 6 Tage) auf den dritten Platz zurückgefallen.

    Steigende Nachfrage einzig in drei von acht untersuchten Regionen
    Die Kombination der Veränderung der Inseratedauer sowie der Veränderung der Anzahl Inserate lässt Schlüsse auf die Nachfrageveränderung in den untersuchten Regionen zu. So zeigt sich in den drei Regionen Tessin, Waadt/Wallis und Genf für das Jahr 2021 trotz Angebotsverknappungen (das heisst rückläufiger Anzahl Inserate) eine teilweise deutliche Verlängerung der Inseratedauer und somit eine schrumpfende Nachfrage nach Eigentumswohnungen. Für die drei Regionen Innerschweiz, Nordwestschweiz und Zürich kann hingegen eine zunehmende Nachfrage (grösserer prozentualer Rückgang bei der Inseratedauer als bei der Anzahl Inserate) festgestellt werden. Die übrigen zwei Regionen (Ostschweiz und Espace Mittelland) weisen für 2021 eine konstante Nachfrage auf.

    Nachfragewachstum bei Stadtwohnungen insbesondere im oberen Preissegment
    Neben den acht Regionen untersucht die Online Home Market Analysis auch acht Schweizer Städte. Bei der Analyse der Nachfrage nach Eigentumswohnungen zeigt sich dabei mit genauerem Blick auf das Preissegment, dass insbesondere die Nachfrage in Basel, Lausanne, Genf und Lugano gestiegen ist. Dies sowohl im hohen Preissegment (CHF 1.5 Mio. – CHF 3.0 Mio.) als auch im tiefen Preissegment (CHF 0.3 Mio. – CHF 0.5 Mio.). Im hohen Preissegment hat die Nachfrage insgesamt in sechs von acht untersuchten Städten – neben Basel, Lausanne, Genf auch in St. Gallen und Luzern – zugenommen, in tiefen Preissegment hingegen verzeichneten die restlichen vier Städte eine gleichbleibende oder abnehmende Nachfrage. Diese erhöhte Nachfrage im hohen Preissegment gestaltet sich derweil sehr unterschiedlich aus; während in Basel insbesondere die rückläufige Inseratedauer zur höheren Nachfrage führte, deutete in Genf eine wesentlich höhere Zunahme des Immobilien-Angebots gegenüber der Ausschreibungsdauer auf diese Schlussfolgerung.

  • Wald dominiert Bodennutzung in Städten

    Wald dominiert Bodennutzung in Städten

    Die aktuelle Studie zur Nutzung der Bodenfläche in Schweizer Städten brächte Erstaunliches zutage, schreibt der Schweizerische Städteverband in einer Mitteilung zur gemeinsam mit dem Bundesamt für Statistik erarbeiteten „Statistik der Schweizer Städte 2022“. Den Erhebungen der Analysten zufolge machten Siedlungsflächen 2018 gerade einmal 23,5 Prozent oder 95’000 Hektare der Gesamtfläche der insgesamt untersuchten 170 Schweizer Städte aus. Der grösste Teil städtischen Bodens, konkret 32,3 Prozent, war zum Ende des Untersuchungszeitraums 1985 bis 2018 mit Wald bedeckt. Auch der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche fiel 2018 mit 30,9 Prozent deutlich grösser als die Siedlungsfläche aus.

    In den sechs grössten Städten der Schweiz (Basel, Bern, Genf, Lausanne, Winterthur und Zürich) lag der Anteil der Siedlungsfläche 2018 mit 54,2 Prozent allerdings deutlich höher als in der Gesamtrechnung, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Wald und landwirtschaftlich genutzter Boden brachten es hier auf 29,6 beziehungsweise 14,3 Prozent.

    Wachstum haben die Analysten im Berichtszeitraum vor allem beim Wohnareal beobachtet. Es habe zwischen 1985 und 2018 um fast 10’000 Hektare auf 35’000 Hektare zugelegt. Auch die für den Verkehr genutzten und mit Erholungs- und Grünanlagen bebauten Flächen sind im Berichtszeitraum gewachsen. Die von der Industrie genutzten Flächen in den Städten mit mehr als 100’000 Einwohnenden gingen zwischen 1985 und 2018 dagegen um 26 Prozent zurück.

  • Implenia baut fünf Gebäude für die SBB

    Implenia baut fünf Gebäude für die SBB

    Implenia erstellt als Totalunternehmer im Auftrag der SBB Immobilien fünf Gebäude auf dem ehemaligen Industrieareal Malley westlich von Lausanne, davon ein Hochhaus mit 19 und ein zweites mit 24 Stockwerken. Wie das Unternehmen mitteilt, beläuft sich das Auftragsvolumen auf 200 Millionen Franken. Es umfasst den Bau von Wohn- und Geschäftshäusern für den ersten Bauabschnitt namens Central Malley. Dabei soll eine Fläche von 42’200 Quadratmetern erschlossen werden. 23’700 Quadratmeter seien als Bürofläche vorgesehen, 3800 Quadratmeter für Gewerbeeinheiten sowie 14’700 Quadratmeter für rund 200 Wohnungen.

    Das Bauprojekt Central Malley ist der erste Schritt zur Revitalisierung der Industriefläche Malley. Dabei soll das Areal den Angaben zufolge in ein nachhaltiges Stadtquartier mit Wohnungen, Büroräumen und Gewerbeeinheiten umgewandelt werden. Das Konzept für die Bebauung orientiere sich am ökologischen Bauen, zukünftigen Lebensweisen und dem Minergie P-Eco-Standard. Die Entwicklung des neuen Stadtteils füge sich in den Raumentwicklungsplan für den Ballungsraum Lausanne ein, der mehrere „ehrgeizige architektonische Entwürfe“ vorsehe. Implenia leiste damit einen Beitrag zur Gestaltung „vielversprechender zukünftiger Lebens- und Arbeitswelten“, wird Jens Vollmar, Leiter Division Buildings, in der Mitteilung zitiert.

    Dem Projekt waren zwei Architekturwettbewerbe vorausgegangen. Realisiert werden die Entwürfe der Büros Aeby Perneger & Associés SA und Pont 12 Architectes SA.

  • Lausanne verbannt Verbrenner ab 2030

    Lausanne verbannt Verbrenner ab 2030

    Die Stadt Lausanne hat am Donnerstag ihren Klimaplan bis 2050 vorgestellt. Er steht unter dem Motto „0% CO2, 100% solidarisch“. Die Klimaziele sollen von starken sozialen Massnahmen etwa für Mieter und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel flankiert werden. Wie es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung heisst, wolle sie „eine echte Debatte“ über die wichtigsten Ziele und Massnahmen mit „breitangelegten Konsultationen und partizipativen Prozessen“ führen.

    Ab 2030 wird Lausanne alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren aus dem Stadtgebiet verbannen. Im Zuge dessen schlägt die Stadtverwaltung eine deutliche Senkung der Tarife im öffentlichen Nahverkehr ebenso vor wie eine Erweiterung der Fussgängerzone im Zentrum und Hauptfahrradrouten aus jeder Himmelsrichtung in die Innenstadt.

    Zudem soll die jährliche Renovierungsrate bei Altbauten von 1 auf 3,3 Prozent angehoben werden. Gas- und Ölheizungen seien sukzessive zu ersetzen. Um bis 2050 eine CO2-Neutralität von Gebäuden zu erreichen, seien Investitionen in Höhe von 1 Milliarde Franken nötig. Gleichzeitig würden Studien durchgeführt, um etwa die Auswirkungen einer Politik der Gebäudesanierung auf die Mieten zu analysieren. Starke soziale Massnahmen müssten sicherstellen, dass die Klimapolitik von der gesamten Bevölkerung mitgetragen werde.

    Die Fläche der Blätter von Bäumen soll bis 2040 um 50 Prozent wachsen. „Die resiliente Stadt des 21. Jahrhunderts wird dann grosszügig begrünt sein“, heisst es in der Mitteilung. Insgesamt sollen die direkten Treibhausgasmissionen bis 2030 um 49 Prozent sinken, bis 2040 um 71 Prozent. 2050 soll das Null-Emissionen-Ziel erreicht sein.

    Die Umsetzung dieser Politik werde die Stadt radikal verändern, so die Stadtoberen. Um erfolgreich zu sein, müsse sie ein kollektives Projekt werden und dürfe keine Bevölkerungsgruppen aussparen.

  • CBRE STÄRKT POSITION IN DER WESTSCHWEIZ

    CBRE STÄRKT POSITION IN DER WESTSCHWEIZ

    Das Immobilienberatungsunternehmen CBRE hat heute die Eröffnung ihres neuen Büros in Lausanne bekanntgegeben. Das neue Büro befindet sich im Herzen von Lausanne an der Rue Saint-Martin und wird zu einem strategischen Standort, um die bewährte Präsenz von CBRE im Immobilienmarkt in der Westschweiz zu stärken.

    Im Herbst 2019 hat CBRE den Kauf der i Consulting SA, einem renommierten Anbieter von Bewertungen, Marktanalysen und Beratungsdienstleistungen für Immobilien, bekannt gegeben. In dem neuen Büro in Lausanne werden nun rund 20 Mitarbeitende gemeinsam arbeiten. Dieser physische Zusammenschluss der beiden Teams ist ein wichtiger Schritt in der bereits erfolgreichen Integration. Das neue Büro in Lausanne setzt auf ein modernes Raumkonzept ‘New Ways of Working’, welches ein flexibles Arbeiten ermöglicht.

    Unter der Leitung von Vincent Leroux, berät das Büro in Lausanne Investoren, Immobiliennutzer und Entwickler in allen Immobilienfragen. In Verbindung mit der unmittelbaren Marktnähe sowie dem detaillierten Wissen über die Strukturen innerhalb der Region können so ideale Beratungsdienstleistungen vor Ort angeboten werden. CBRE beschäftigt heute mehr als 120 MitarbeiterInnen in der Schweiz mit Sitz in Zürich, Genf, Basel und Lausanne.

    Der Geschäftsführer von CBRE Schweiz, Florian Kuprecht, kommentiert die Eröffnung: „Das Verständnis der Markt- und Kundenbedürfnisse ist für unser Geschäft entscheidend. Die Eröffnung des neuen Büros in Lausanne ermöglicht es und die Kunden in diesem wichtigen Marktgebiet mit noch grösserer lokaler Kompetenz zu beraten. Die fortgesetzte Expansion und Diversifizierung von CBRE in der Schweiz spiegelt unseren Anspruch unser Dienstleistungsangebot immer breiter auf die Bedürfnisse unserer Kunden abzustimmen.“

  • Alpiq profitiert von Langfristverträgen

    Alpiq profitiert von Langfristverträgen

    Den Kennzahlen der Alpiq Gruppe zufolge hat der Lausanner Energiekonzern im ersten Halbjahr 2020 einen Nettoumsatz in Höhe von 1,83 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahressemester entspricht dies einem Rückgang um 18,3 Prozent. Als Betriebsergebnis (EBIT) wurde ein Verlust von 70 Millionen Franken ausgewiesen, gegenüber einem Minus von 206 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2019. Das Reinergebnis konnte von einem Verlust von 206 Millionen auf einen Verlust von 84 Millionen Franken verbessert werden.

    Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA vor Sondereinflüssen habe im Jahresvergleich von 55 Millionen auf 116 Millionen Franken gesteigert werden können, informiert Alpiq in einer Mitteilung zum Halbjahresergebnis. Zur guten operativen Entwicklung hatten dabei alle drei Geschäftsbereiche von Alpiq beigetragen.

    Konkret wurde in der Schweizer Stromproduktion ein Ergebnis von 37 Millionen Franken realisiert, gegenüber einem Verlust von 56 Millionen Franken im Vorjahressemester. Der internationale Energiehandel konnte sein Ergebnis im Jahresvergleich von 53 Millionen auf 58 Millionen Franken steigern. In der internationalen Stromproduktion sei nach 60 Millionen Franken im Vorjahr mit 24 Millionen Franken „trotz Kohleausstieg“ ein positives Ergebnis erzielt worden, schreibt Alpiq.

    Die Coronavirus-Pandemie habe die Strompreise vor allem im April und Mai stark fallen lassen, informiert Alpiq in der Mitteilung weiter. Der Lausanner Konzern sei gegen diese Entwicklung aber aufgrund der Absicherung der Stromproduktion auf zwei bis drei Jahre gut geschützt gewesen.

  • Erfolgreiche Schweizer Energie-Start-ups

    Erfolgreiche Schweizer Energie-Start-ups

    Beim Start Up Energy Transition (SET) Award wird im Zusammenhang mit dem Preis auch eine Liste, die in Kategorien aufgeteilt ist, mit den 100 innovativsten Start-ups veröffentlicht. Es sind Jungunternehmen welche die Energiewende vorantreiben. Insgesamt haben sich 570 Start-ups aus 90 Ländern beworben. Umso stolzer kann man sein, dass es elf Jungunternehmen aus der Schweiz auf die Liste geschafft haben.

    Erneuerbare Energien und Materialien:
    dhp technology, Zizers (GR)
    Insolight, Lausanne
    Pexapark, Schlieren (ZH)
    RENERGON, Zürich
    Twingtec, Dübendorf (ZH)

    Digitale Energiesysteme:
    Adaptricity, Zürich
    Gilytics,  Zürich 
    Zaphiro, Ecublens (VD)

    Intelligente Mobilität:
    Ponera Group, Lugano

    Spezialkategorie Quality Acces:
    MPower, Volketswil (ZH)
    Power-Blox, Frick (AG)