Schlagwort: Lebensqualität

  • Luzern reagiert auf Steuerdruck mit Milliardenpaket

    Luzern reagiert auf Steuerdruck mit Milliardenpaket

    Der internationale Steuerwettbewerb wird durch die OECD-Mindestbesteuerung neu justiert und trifft Luzern ins Mark. Der bisherige Vorteil tiefer Unternehmenssteuern für international tätige Konzerne fällt weg. Die Folge könnten abwandernde Firmen, sinkende Investitionen und massive Ausfälle bei den Steuereinnahmen sein. Über eine Milliarde Franken stehen für Bund, Kanton und Gemeinden auf dem Spiel – ein Szenario, das Luzern nicht tatenlos hinnehmen will.

    Wirtschaftsstandort stärken, Lebensqualität sichern
    Der Regierungsrat reagiert mit einem weitreichenden Standortförderungsprogramm, das jährlich rund 300 Millionen Franken umfasst. Rund zwei Drittel davon sollen direkt in Massnahmen zur Förderung von Innovation, Digitalisierung, Wirtschaftsflächen und einer unternehmensfreundlichen Verwaltung fliessen. Auch für Immobilienentwickler und Investoren entstehen dadurch neue Chancen. Insbesondere in der Planung und Realisierung zukunftsweisender Gewerbe- und Infrastrukturprojekte.

    Das restliche Drittel ist der Lebensqualität gewidmet. Die Massnahmen reichen von steuerlicher Entlastung über Familienfreundlichkeit bis zur Förderung von Kultur und digitaler Teilhabe, zentrale Standortfaktoren, wenn es darum geht, Talente zu binden und neue Arbeitskräfte anzuziehen.

    Partizipativ und zukunftsgerichtet
    Die Erarbeitung des Programms erfolgte in enger Abstimmung mit Wirtschaft, Gemeinden und Sozialpartnern. Bis zum 9. Juni 2025 läuft die öffentliche Vernehmlassung über das Tool «E-Mitwirkung». Der finale Entscheid liegt beim Volk. Im September 2026 wird über das Paket abgestimmt, Inkrafttreten ist für den 1. Oktober 2026 geplant.

    Mit dieser Vorlage setzt Luzern ein starkes Signal. Standortförderung ist nicht mehr Kür, sondern strategische Pflicht – und sie erfordert klare, langfristige Investitionen.

  • Smart-City-Strategie Zug

    Smart-City-Strategie Zug

    Die Herausforderungen des Stadtwachstums, von der Klimakrise über die Verkehrslogistik bis zur Siedlungsverdichtung, verlangen nach ganzheitlichen Ansätzen. Zug setzt dabei auf die Digitalisierung als Schlüsselstrategie. Mit ihrer starken technologischen Basis und dem aktiven Einbezug aller städtischen Akteure bietet die Smart-City-Strategie Zug innovative Antworten auf die Fragen der Zukunft.

    Intelligente Verwaltung und bürgernahe Dienstleistungen
    Die Stadt Zug strebt eine effiziente, bürgernahe Verwaltung an, die den Zugang zu Dienstleistungen erleichtert und Transparenz fördert. Digitale Technologien, wie etwa Open Data und smarte Verwaltungsprozesse, bieten Bürgerinnen und Bürgern orts- und zeitunabhängige Zugänge zu städtischen Angeboten. Dieser kundenfreundliche Ansatz stärkt den Dialog zwischen Stadt und Bevölkerung und macht Zug zur Vorreiterin für eine moderne Stadtverwaltung.

    Gesellschaftliche Teilhabe und digitale Kompetenzen stärken
    Mit der Smart-City-Strategie schafft Zug neue Plattformen für die Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen. Digitale Kanäle erweitern den Dialog und fördern das Mitspracherecht, insbesondere für jüngere Generationen und weniger mobile Personen. Bildungsangebote sollen die digitalen Kompetenzen sowohl der Bevölkerung als auch der Verwaltung verbessern und die Zugerinnen und Zuger für die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation fit machen.

    Smart Mobility für nachhaltige Mobilität und Lebensqualität
    Eine zentrale Säule der Strategie ist die smarte Mobilität. Innovative Technologien und alternative Verkehrsformen sollen den Pendelverkehr entlasten, Emissionen reduzieren und die Aufenthaltsqualität erhöhen. Zug setzt dabei auf Echtzeitdaten, intermodale Mobilität und den Ausbau emissionsfreier Verkehrsträger. Das Ziel: eine saubere, sichere und nachhaltige Mobilität, die das Stadtleben bereichert.

    Innovationsstarker Wirtschaftsstandort
    Mit seiner dynamischen Start-up-Szene und innovativen Branchen wie Fintech und Blockchain schafft Zug ein attraktives Umfeld für Hightech-Unternehmen und qualifizierte Fachkräfte. Die Smart-City-Strategie stärkt das Standortprofil und vernetzt Unternehmen, die sich für eine nachhaltige Wirtschaft und Kreislaufprozesse einsetzen. Zug wird so nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Wirtschaftsstandort zukunftsfähig aufgestellt.

    Nachhaltigkeit und Umweltschutz durch smarte Technologien
    Die Förderung von Energieeffizienz und CO2-Reduktion ist ein zentrales Ziel der Strategie. Digitale Anwendungen wie «Smart Metering» ermöglichen eine transparente Darstellung des Energieverbrauchs und fördern den bewussten Umgang mit Ressourcen. Die Stadt setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien und eine intelligente Nutzung der bestehenden Infrastruktur – ein klares Bekenntnis zu Klimaschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung.

  • Zukunft für Münchens Innenstadt

    Zukunft für Münchens Innenstadt

    THE VERSE setzt neue Massstäbe in der nachhaltigen Stadtentwicklung. Mit einem umfassenden Ansatz, der soziale, ökologische und ökonomische Aspekte integriert, wird das Quartier von Herzog & de Meuron und ACCUMULATA Real Estate Management transformiert. Ziel ist es, das ehemalige Postbank-Karree zu einem lebendigen, zukunftsorientierten Zentrum umzugestalten, das nicht nur künftigen Mietern, sondern auch Anwohnern und Passanten Mehrwert bietet.

    Grünfläche als grüne Lunge
    Das Herzstück der Planung ist eine 2’700 Quadratmeter grosse Grünfläche im Inneren des Quartiers. Diese parkähnliche Oase wird nicht nur das Mikroklima verbessern, sondern auch Raum für Erholung und Begegnung schaffen. Klar strukturierte Passagen verbinden die Grünanlage mit den umliegenden Strassen und machen das Areal zugänglich und einladend.

    Innovation auf den Dächern
    Die Dachlandschaft von THE VERSE bietet weit mehr als nur Energieeffizienz. Neben Photovoltaik-Anlagen entstehen vielseitige Nutzungsbereiche wie Sportfelder, Terrassen und eine Laufbahn. Diese Flächen fördern die Nutzung durch Mitarbeitende und sorgen für einen einzigartigen Ausblick über München. Das Konzept integriert Technik nahtlos in das Design und trägt zur LEED-Platin-Zertifizierung bei.

    Vielfalt und urbane Dynamik
    Im Erdgeschoss entsteht eine Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie und Sportangeboten. Diese Vielfalt belebt das Quartier und unterstützt die lokale Wirtschaft. Durch die reduzierte Arkadentiefe entlang der Paul-Heyse-Strasse entstehen attraktive Flächen, die Anwohner und Besucher gleichermassen anziehen.

    Mobilität und Ressourcen im Fokus
    THE VERSE kombiniert ein modernes Mobilitätskonzept mit ressourcenschonenden Bauweisen. 900 Fahrradstellplätze mit Duschen und eine optimale ÖPNV-Anbindung fördern nachhaltige Mobilität. Gleichzeitig reduziert der Teilerhalt des Rohbaus die Umweltbelastung durch weniger Abbrucharbeiten und graue Energie.

    Ein Hotspot für Arbeit und Begegnung
    Mit einer Conference Area für bis zu 600 Personen, modernen Co-Working-Bereichen und einem Auditorium wird THE VERSE zum Treffpunkt für Unternehmen und Fachkräfte. Die hochwertige digitale Infrastruktur und die flexible Gebäudetechnik erfüllen die Anforderungen der Arbeitswelt von morgen. THE VERSE zeigt, wie nachhaltige Verdichtung urbane Lebensqualität steigern kann. Das Projekt integriert moderne Architektur, grüne Energie und soziale Vielfalt und macht das Münchner Bahnhofsviertel zu einem Vorreiter der Stadtentwicklung.

  • Attraktivität Schweizer Wohngebiete im Überblick

    Attraktivität Schweizer Wohngebiete im Überblick

    Die UBS hat ihren Wohnattraktivitätsindikator 2024 vorgestellt. Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, hat das Chief Investment Office Global Wealth Management 13 Regionen in der Schweiz untersucht. Zehn dieser Regionen verfügen laut des Berichts für eine Familie mit zwei Kindern und durchschnittlichen finanziellen Mitteln über die höchste Attraktivität in ihren Mittelzentren. Zu ihnen gehören Locarno TI und Vevey VD ebenso wie die Kantonshauptorte Aarau, Chur, Freiburg, Luzern, Neuenburg, Sitten, Solothurn und St.Gallen. Nebst den Mittelzentren dieser Gebiete zählen auch Top-Gemeinden wie Basel, Interlaken BE und Murten FR zu den attraktiven Wohngebieten. Auch die Grosszentren Bern und Lausanne zählen zu den ersten Adressen ihrer Region.

    Als Auswahlkriterien wählte die Grossbank die lokale Infrastruktur, Freizeitangebot und die Wohnkosten. Während bei den beiden ersten Kriterien Angebote wie ein breites Spektrum von Geschäften, gute medizinische Versorgung, das Vorhandensein von Schulen und Kindereinrichtungen die Attraktivität ebenso erhöhen wie Sport- und Freizeitangebote, schränken hohe Wohnkosten wie Mieten und Nebenkosten dies deutlich ein. Dies wird in den Zürchsee-Gemeinden ebenso deutlich wie in Lausanne oder Lugano. Ausnahmen bei den hochpreisigen Gemeinden bilden Schaffhausen, Goldach SG, Rheinfelden AG, Yverdon-les-Bains VD und Delsberg JU. Der Bericht zeigt, dass auch Familien mit überdurchschnittlichem Einkommen das Wohnen in Zentren bevorzugen.

    Um den Indikator zu ermitteln, wurde für jede Gemeinde und jeden Haushaltstyp ein gewichteter Durchschnitt aus den Säulen Infrastruktur, Freizeit und Wohnkosten, ergänzt um 35 Variablen, errechnet.

  • Beachtliches Wirtschaftswachstum steigende Lebensqualität

    Beachtliches Wirtschaftswachstum steigende Lebensqualität

    Die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons Zürich ist beeindruckend. In den letzten 40 Jahren hat sich das inflationsbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 74 auf 159 Milliarden Franken mehr als verdoppelt. Pro Kopf stieg die Wirtschaftsleistung von 65.000 auf 101.000 Franken, wobei dieser Wertschöpfungszuwachs überwiegend in höhere Löhne umgesetzt wurde. Zudem hat die durchschnittliche Arbeitszeit seit 1991 um fast einen halben Nachmittag pro Woche abgenommen, was zu einem kontinuierlichen Anstieg des Wohlstands der Zürcherinnen und Zürcher führte. Technologischer Fortschritt und Innovationen waren dabei die treibenden Kräfte.

    Steigende Lebensqualität – differenzierte Entwicklungen
    Wirtschaftswachstum bringt mehr als nur höhere Einkommen und Freizeit mit sich. Die Steuereinnahmen stiegen, was in vielen Bereichen die Lebensqualität im Kanton Zürich verbesserte. Die OECD nutzt die «Regional-Well-Being-Indikatoren» und den «Better-Life-Index», um Lebensqualität anhand elf verschiedener Kategorien zu messen. Zürich verzeichnete Verbesserungen in Bildung, Beschäftigung, Work-Life-Balance, Gesundheit und Technologie. Im Bereich Sicherheit und Wohnen waren die Ergebnisse gemischt, während die subjektive Lebenszufriedenheit konstant hoch blieb.

    Rückgang der Umweltbelastungen trotz Wachstum
    Entgegen dem traditionellen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch zeigen die letzten 30 Jahre eine Entkopplung in reichen Regionen. Im Kanton Zürich stieg das reale BIP seit 1990 um 69 Prozent, während die Umweltqualität in den meisten Bereichen zunahm. Materialverbrauch, Recyclingquote, Luft- und Wasserqualität sowie der Umweltbelastungs-Fussabdruck verbesserten sich. Eine relative Entkopplung ist bei Kehrichtmengen, Bodenversiegelung und Biodiversität zu beobachten. Besonders bei den Treibhausgasemissionen zeigt sich eine deutliche Reduktion um 17 Prozent seit 1990, trotz stetigen Wirtschaftswachstums.

    Gedankenexperiment zu den Auswirkungen von Nullwachstum
    Das Forschungsbüro INFRAS modellierte im Wirtschaftsmonitoring die möglichen Auswirkungen eines Szenarios ohne Wirtschaftswachstum bis 2050. Dieses Szenario zeigt, dass Nullwachstum zu deutlich tieferen Einkommen und einem erhöhten Armutsrisiko führen würde. Gleichzeitig würden finanzielle Herausforderungen zunehmen, da weniger Steuereinnahmen und Gelder für Sozialversicherungen zur Verfügung stünden, was Verteilungskonflikte zur Folge hätte. Obwohl die Umweltqualität in einigen Bereichen profitieren würde, wären die Kosten hoch, und es stünden weniger finanzielle Mittel für den Umweltschutz bereit.

    Der Kanton Zürich demonstriert, dass Wirtschaftswachstum, Lebensqualität und Umweltschutz erfolgreich kombiniert werden können. Die kontinuierliche Verbesserung in verschiedenen Lebensbereichen zeigt, dass technologischer Fortschritt und nachhaltige Entwicklung Hand in Hand gehen können. Das Gedankenexperiment zu Nullwachstum verdeutlicht die Wichtigkeit eines ausgewogenen Wachstums, um sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche und ökologische Ziele zu erreichen.

  • Zug nutzt OECD-Mindeststeuer für Standortförderung

    Zug nutzt OECD-Mindeststeuer für Standortförderung

    In Reaktion auf die bevorstehende Einführung einer globalen Mindeststeuer für grosse internationale Unternehmen ab 2024, welche die Wettbewerbsfähigkeit des Kantons potenziell beeinträchtigen könnte, hat der Kanton Zug Pläne entwickelt, um etwaige Standortnachteile auszugleichen. Die vorgesehenen Massnahmen umfassen die vollständige Reinvestition der erwarteten Mehrerträge von jährlich etwa 200 Millionen Franken in drei prioritäre Bereiche: soziale Infrastrukturen, innovative Projekte und nachhaltige Entwicklungsinitiativen.

    Fokus auf soziale und innovative Projekte
    Die geplanten sozialen Massnahmen zielen darauf ab, das Leben für die Bevölkerung und die lokale Wirtschaft attraktiver zu machen. Dazu gehören Investitionen in ein bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot, höhere Beiträge an Privatschulen und Massnahmen zur Verbesserung des Wohn- und Arbeitsumfeldes. Im Bereich der Infrastruktur und Innovation stehen zukunftsorientierte Projekte im Mittelpunkt. Initiativen wie die «Blockchain Zug Joint Research Initiative» und die «ETH Learning Factory Zug» sollen durch Förderung nachhaltiger Energieversorgung und -speicherung die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität im Kanton steigern.

    Gesetzliche Rahmenbedingungen und finanzielle Planung
    Um diese Ziele zu erreichen, schlägt der Regierungsrat ein neues «Gesetz über Standortentwicklung» vor, das ein effizientes und flexibles Förderbeitragssystem für Nachhaltigkeit und Innovation einführen soll. Ab 2026 sind jährlich 150 Millionen Franken für Förderbeiträge vorgesehen, wobei die maximale Fördersumme ab 2029 jährlich vom Kantonsrat genehmigt wird. Dieses Vorgehen soll den Unternehmen im Kanton Zug Planungs- und Rechtssicherheit bieten.

    Der Finanzdirektor Heinz Tännler betont, dass die geplanten Massnahmen essenziell sind, um Zug als bevorzugten Wohn- und Wirtschaftsstandort zu erhalten. Die öffentliche Vernehmlassung zum neuen Gesetz läuft bis zum 15. September 2024, und das Gesetz soll am 1. Januar 2026 in Kraft treten. Diese strategischen Entscheidungen verdeutlichen Zugs Engagement, trotz globaler steuerlicher Veränderungen seine führende Position zu bewahren und weiterhin ein attraktiver Standort für Unternehmen und Fachkräfte zu bleiben.

  • Neue Bauvorschriften zur Lärmbelastung: Chancen für Immobilienentwicklung

    Neue Bauvorschriften zur Lärmbelastung: Chancen für Immobilienentwicklung

    In der Schweiz stehen wir vor der Herausforderung, den Wohnungsmarkt zu erweitern und gleichzeitig die Lebensqualität der Bewohner zu gewährleisten. Insbesondere in städtischen Gebieten mit hoher Lärmbelastung ist es wichtig, einen Kompromiss zwischen innerer Verdichtung und dem Schutz vor Lärm zu finden. Der Nationalrat hat nun eine Lösung vorgeschlagen, die diese beiden Ziele in Einklang bringt.

    Die neuen Bauvorschriften ermöglichen es, in lärmbelasteten Gebieten neue Wohnungen zu errichten, ohne die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner zu gefährden. Ein zentraler Punkt ist die Anforderung, dass in jeder Wohneinheit mindestens ein lärmempfindlicher Raum über ein Fenster verfügen muss, bei dem die Immissionsgrenzwerte eingehalten werden. Dies stellt sicher, dass Bewohner trotz der Nähe zu Verkehrswegen oder anderen Lärmquellen einen ruhigen Rückzugsort haben.

    Darüber hinaus müssen die übrigen Räume entweder über eine kontrollierte Wohnraumlüftung verfügen oder es muss ein ruhiger, privat nutzbarer Aussenraum vorhanden sein. Diese Massnahmen tragen dazu bei, den Lärmschutz zu gewährleisten und gleichzeitig die Möglichkeiten für Immobilienentwickler zu erweitern.

    Der Ständerat hatte im Dezember für noch grosszügigere Erleichterungen plädiert, während die Ratslinke eine vorsichtigere Herangehensweise bevorzugte. Letztendlich wurde ein ausgewogener Ansatz gewählt, der den Bedürfnissen sowohl der Bewohner als auch der Immobilienbranche gerecht wird.

    Für Kadermitarbeiter im Fachbereich Immobilien und Standortförderung eröffnen sich durch diese neuen Regelungen interessante Perspektiven. Die Möglichkeit, in lärmbelasteten Gebieten zu bauen, erweitert den Handlungsspielraum und erfordert gleichzeitig eine sorgfältige Planung und Umsetzung. Es ist wichtig, die Bedürfnisse der Bewohner und die gesetzlichen Anforderungen gleichermassen zu berücksichtigen, um nachhaltige und attraktive Wohnprojekte zu realisieren.

    Die Immobilienbranche sollte sich auf diese Veränderungen vorbereiten und die Chancen nutzen, die sich aus der ausgewogenen Balance zwischen innerer Verdichtung und Lärmschutz ergeben. Die Zukunft des Wohnungsbaus in lärmbelasteten Gebieten liegt in der intelligenten Integration von Architektur, Technologie und Nachhaltigkeit – eine Herausforderung, der sich Kadermitarbeiter mit Weitblick stellen können.

  • Nachhaltigkeit trifft Lebensqualität in Spiez

    Nachhaltigkeit trifft Lebensqualität in Spiez

    Diese Siedlung stellt nicht nur eine Antwort auf die Bedürfnisse von Singles, Paaren und Familien dar, sondern berücksichtigt auch die Anforderungen älterer Menschen durch besondere bauliche Merkmale. Bei der Umsetzung des Projekts stehen sowohl die Qualität des Baus als auch die Verwendung nachhaltiger Materialien im Vordergrund, wobei ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis nicht aus den Augen verloren wird.

    Die Gestaltung der Wohnanlage orientiert sich an modernen architektonischen Prinzipien. Sie besteht aus fünf kleeblattförmigen Hauptgebäuden und einem abschliessenden Gebäude. Diese Konfiguration bildet einen zentralen Innenhof, der sich ideal für Gemeinschaftsaktivitäten eignet. Sternförmig ausgehende Wege erschliessen weitere Grün- und Freizeitflächen. Insgesamt beherbergt das Projekt 81 Wohneinheiten, von denen ein Grossteil zur Miete und 35 Einheiten zum Kauf, inklusive vier luxuriösen Attikawohnungen und 2 Ateliers vorgesehen sind.

    Abseits der Wohnräume bietet die Anlage zahlreiche Annehmlichkeiten wie eine Tiefgarage mit 96 Parkplätzen, Fahrrad- und Technikräume sowie Ateliers. Doch was dieses Projekt besonders hervorhebt, ist sein Engagement für erneuerbare Energie. Das Herzstück bildet ein Eisspeicher-Heizsystem, welches komplett auf fossile Brennstoffe verzichtet. Dieses innovative System nutzt einen unter Terrain Wassertank als Energiespeicher, aus dem durch eine Wärmepumpe Energie gewonnen wird. Ein Solar-Luftabsorber optimiert diesen Vorgang, was das Projekt zu einem Vorreiter in Sachen nachhaltiger Energiekonzepte macht.

  • Raumplanung, das Mass aller Dinge?

    Raumplanung, das Mass aller Dinge?

    Quelle: Schweizerische Eidgenossenschaft

    Tatsächlich sind die kantonalen und kommunalen Planungsinstrumente jedoch unvollständig, starr, rein quantitativ und verfolgen kein dreidimensional entwickeltes Zukunftsbild. Die Folgen sind bekannt: Unstimmige Stadtbilder, zu niedriges Verdichtungspotenzial, wachsendes Verkehrsaufkommen, unkoordinierte infrastrukturelle Anlagen und schliesslich eine unzufriedene Bevölkerung.

    Eine vorausschauende Raumplanung mit neuen Konzepten ist unumgänglich, denn die heutigen trägen Planungsinstrumente der Raumplanung stehen offensichtlich im Widerspruch zum dynamischen Prozess der Stadtplanung und verfehlen bis heute die im RPG definierten Ziele.

    Mit dem Einsatz der bereits vorhandenen GIS-Daten könnten schweizweit, anhand von qualitativen Zukunftsszenarien, vorausschauend die potenziellen Auswirkungen auf sämtliche relevante Themen wie Innenverdichtung, Flächennutzung, Verkehr, Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen und viele weitere, visualisiert, bewertet und partizipativ kommuniziert werden – und zwar über die kantonalen Grenzen hinaus.

    Gebäude im Kontext der Raumplanung
    Die Raumplanung schafft denn auch die Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Quartieren und letztlich des Gebäudebestands. Redet man von nachhaltigen Gebäuden, so greift die isolierte Betrachtung und reine Fokussierung auf deren Substanz zu kurz. Gebäude sind in ihrem Kontext und somit unter Berücksichtigung ihres Beitrags zur Reduktion des Verkehrsaufkommens, zur Verdichtung sowie zur sozialen Integration zu verstehen. Dieser Logik folgend sind in der Schweiz die beiden Standards SNBS Hochbau fürs Bauen und SSREI für den Bestand entwickelt worden. Beide sind in ihrer inhaltlichen Ausprägung im internationalen Vergleich stets einzigartig.

    Quelle www.ssrei.ch

  • Bern soll die grünste Gasse der Schweiz bekommen

    Bern soll die grünste Gasse der Schweiz bekommen

    Das Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern will einen Beitrag zur Bewältigung von Klimawandel und Biodiversitätsverlust leisten. Dazu geht das Institut gemeinsam mit Wirtschaftspartnern und Anwohnenden ein Projekt in der Berner Altstadt an. Hier soll die unter Denkmalschutz stehende Postgasse in die grünste Gasse der Schweiz verwandelt werden, informiert die Universität Bern in einer Mitteilung.

    „Wir unterstützen die Anwohnerinnen und Anwohner dabei, ihre eigenen Fenstersimse und Aussenflächen mit passenden Pflanzen zu begrünen“, wird Projektinitiator Matthias Erb in der Mitteilung zitiert. Anschliessend wollen die Forschenden von der Universität Bern die Effekte der Begrünung auf die Umgebungstemperatur, die Biodiversität, den Wasserhaushalt und die Lebensqualität in der Postgasse untersuchen. „Die gesammelten Daten und Erfahrungen dieses Pilotprojekts sollen Bern und anderen Städten künftig dabei helfen, ihre Nachhaltigkeit und Attraktivität noch rascher und unkomplizierter zu steigern“, erläutert Armin Komposch vom Institut für Pflanzenwissenschaften.

    Die Unternehmen Baumschule Gartenpflanzen Daepp, Ricoter und Zollinger Bio steuern zum Projekt Pflanzen, Setzlinge und Erde bei. Pflanzgefässe mit automatischer Bewässerung bringt die Boum AG ein. Das Berner Jungunternehmen ist 2021 als Ausgründung der Universität Bern entstanden.

    Offizieller Startschuss des Projekts ist ein Pflanztag am 6. Mai. Hier können interessierte Anwohnende Pflanzen, Erde und Töpfe abholen, um die Postgasse nach eigenem Ermessen zu begrünen. Die anschliessende Pflege sollen die Anwohnenden selbst übernehmen.

  • Winterthur fördert fünf neue Smart-City-Projekte

    Winterthur fördert fünf neue Smart-City-Projekte

    Die Stadt Winterthur unterstützt 2023 insgesamt fünf innovative Projekte, die zur nachhaltigen Entwicklung und zur Erhöhung der Lebensqualität der Stadt beitragen können. Dafür stellt die Stadt insgesamt 200’000 Franken aus dem Innovationskredit der Smart City Winterthur bereit, informiert die Stadtverwaltung in einer entsprechenden Mitteilung. Seit Lancierung dieses Kredits hat Winterthur insgesamt 18 Smart-City-Pilotprojekte unterstützt.

    In diesem Jahr kann sich unter anderem WinEnerGIS über eine Förderung freuen. Bei diesem Projekt wird ein Prototyp für eine öffentliche Informationsplattform im Energiebereich entwickelt. Hier werden gebäudegenaue Informationen über die verfügbaren Energieträger zur Verfügung gestellt. Das Projekt Zusammen dem Stadtklima auf der Spur bindet die Bevölkerung in das Temperaturmessnetz von Winterthur ein.

    Im Projekt Digital Mobility Lab API arbeiten Stadtbus Winterthur und das Digital Mobility Lab der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zusammen. Ziel ist die Entwicklung einer Schnittstelle, mit der zukünftig Fragen aus der Praxis mit realen Daten gelöst werden können. In einem ersten Schritt geht es um die Optimierung von Anschlussverbindungen beim Umsteigen.

    Das Projekt Winterthur@Metaverse geht der Frage nach nutzbringenden Anwendungen für Winterthur im Metaverse nach. Allenfalls soll ein erster Prototyp im Metaverse entwickelt werden. Im Projekt RPA@DigiWin schliesslich geht es darum, repetitive Aufgaben der Stadtverwaltung zu digitalisieren.

  • Eigentumsübertragung des Areals Schützengütli zur Entwicklung von Wohneigentum erfolgt

    Eigentumsübertragung des Areals Schützengütli zur Entwicklung von Wohneigentum erfolgt

    Im Februar 2022 erwarb die Halter AG das Areal Schützengütli in Bischofszell mit zwei Flächen von rund 6500 und 1000 Quadratmetern. Das Grundstück, das ab 1907 der Schifflistickerei und später dem Glasgleichrichterbau gedient hatte, ging 1946 in den Besitz der Malzfabrik und Fruchtpresserei Laumann & Co. über. Bis vor wenigen Jahren wurden hier Essenzen und Sirupe hergestellt. Am 10. Februar 2023 trat der revidierte Bau- und Zonenplan der Stadt Bischofszell in Kraft und ermöglichte eine Wohnnutzung mit Gestaltungsplanpflicht auf dem Areal.

    Für ein lebendiges und attraktives Bischofszell
    «Mit dieser Arealentwicklung in einem intakten Quartier werden wir attraktiven Wohnraum an sehr gut erschlossener Lage direkt beim Bahnhof schaffen», ist Rolf Zäch, Projektleiter bei Halter Entwicklungen, überzeugt. «Die Entwicklung des Areals leistet einen wertvollen Beitrag für ein attraktives Bischofszell.» Auch Thomas Weingart, Stadtpräsident von Bischofszell, ist erfreut über die anstehende Entwicklung: «Das Zentrum unserer Stadt entfaltet sich weiter positiv. Das freut den Stadtrat. Besonders ehrt uns, dass mit der Halter AG eine namhafte Firma in Bischofszell tätig wird, die ihre grosse Erfahrung in städtebaulichen Entwicklungen einbringen kann.»

    Harmonische Einbettung in Quartier und Stadt
    Geplant sind rund 50 Eigentumswohnungen, für die der Gebäudebestand bis auf einzelne Elemente weichen wird. In einem zweistufigen Studienauftrag soll eine qualitativ hochwertige Arealentwicklung erzielt werden, die den zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohnern eine hohe Wohn- und Lebensqualität bietet und sich harmonisch in das umgebende Quartier einfügt. Unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Kriterien wird ein städtebauliches Konzept für das Grundstück erarbeitet, dem in einem zweiten Schritt die architektonische Gestaltung folgt. Das von Halter Entwicklungen bereits aufgegleiste Studienauftragsverfahren wird in diesem Frühjahr starten.

  • Die Zukunft des Heizens hat begonnen

    Die Zukunft des Heizens hat begonnen

    Die Infrarottechnologie erobert zunehmend den Heizungsmarkt. Ob in privaten Wohnräumen, in der Hotellerie, im Gewerbe oder in Industriebetrieben: Heizen mit Infrarot verbessert das Raum- und Arbeitsklima gleichermaßen. Gleichzeitig ist diese Technologie wartungsfrei und kosteneffizient. Ob Haupt- oder Zusatzheizung, Decken- oder Wandmontage, Aufbau- oder Einbaupaneel: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Manche Produkte können aufgrund ihres geringen Gewichts sogar sicher an der Decke montiert werden – dort, wo die Heizplatte technischen Studien, Tests und praktischen Ergebnissen nach die höchste Heizwirkung entwickelt. Auch Kombilösungen aus Wärme und Licht oder als Bildheizung, Handtuchtrockner oder Wohnraumaufsteller sind Optionen, die Infrarotpaneele anbieten.

    Raus aus Gas und Öl, rein in die Infrarotheiztechnik: Heizplatten arbeiten höchst effizient. Sie haben die gleichmäßigste und höchste Infrarotstrahlung (76 Prozent) am Markt und erreichen einen Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent. Doch welche Eigenschaften und Merkmale machen ein Paneel zu einer hochwertigen Infrarotstrahlungsheizung? Und welche Kriterien gelten für ein Infrarotpaneel, das auch hält, was es verspricht?

    Trend: elektrisch betriebene Systeme
    Die kommenden drei bis fünf Jahre werden Heizungsjahre sein. Die Heizung steht zunehmend im Mittelpunkt, egal um welchen Wärmeerzeuger es sich handelt. Zumal beim Großhändler die Umsätze in der Heizungs- und Installationstechnik am schnellsten wachsen. „Daher werden wir diese Sortimentsbereiche noch mehr in den Fokus nehmen“, erklärt Christian Herbst, Produktmanager bei Reisser. Der Trend hin zu elektrisch betriebenen Systemen ist weiterhin ungebrochen: „In unseren Ausstellungen wird daher in Zukunft immer mehr energieeffiziente Heiztechnik zu sehen sein. Sowohl digital als auch offline werden wir unsere Kunden umfassend über intelligente und nachhaltige Heiztechnik informieren.“

    Dass in der Branche nach wie vor die klassischen Wärmeerzeuger wie Ölkessel und Gasthermen den Ton angeben, stellen die Fachleute immer wieder fest. Doch auch, dass sich der Markt inzwischen mit zukunftsweisenden Technologien wie beispielsweise Wärmepumpen beschäftigt. „Gerade in der jetzigen Situation und aufgrund der absehbaren Entwicklungen ist man mit dem Thema Elektro gut aufgestellt. Alles wird nachhaltiger und unsere Kunden sind offen dafür“, prognostiziert Herbst. Schon heute gibt es Anwendungsmöglichkeiten, um ein Haus elektrisch zu beheizen. Ob im Neubau für die gesamte Beheizung oder bei der Zusatzbeheizung von Räumen zeigt sich, dass durch Infratotheizplatten so manche Technologie unterstützt oder sogar abgelöst wird. „Mitunter ersetzt Infrarot schon heute die klassischen Wärmeträger und Wärmeerzeuger. Erst recht in Kombination mit Photovoltaik ergeben sich hier herausragende Möglichkeiten.“

    Anwender sollten auf Produkte verzichten, bei denen eine indirekte Wärmeübertragung an die strahlende Produktoberseite passiert. Denn bei dieser Variante wird eine Platte benötigt, die vor das Heizmedium installiert wird und in der Regel aus beschichtetem Stahlblech oder Glas besteht. Auf dem Wege der Wärmeübertragung vom Heizmedium auf die anliegende Produktvorderseite geht Energie verloren – und damit Strom und Geld. Aufbau, Qualität und Leistung sind Aspekte, die Nutzer berücksichtigen sollten. Nur dann greifen auch die Vorteile, die diese Technologie ermöglicht.

    Wärmeübertragung ohne Energieverluste
    Außerdem eignen sich Infrarotpaneele mit Kohlenstoff als Basis der Bauweise besser. Denn durch das Direktheizprinzip ist eine hocheffiziente Wirkweise möglich: Die Wärme entwickelt sich schnell und gleichmäßig von der Mitte der Paneele aus. Anders als bei Heizmedien aus Carbon (Folie, Heizdraht oder Faser) sind die natürlichen Kohlenstoff-Silizium-Produkte formstabil, vollflächig und leicht im Gewicht. Sie benötigen keine Einbettung in einen schweren Speicherkern und lassen sich direkt an der Produktvorderseite verbauen. Das ermöglicht eine Wärmeübertragung ohne Energieverluste. Die Leichtbauweise der Paneele eignet sich insbesondere in der Altbausanierung, weil die Platte bei dieser Technologie und durch die vielfach größere Masse nicht so rasch abkühlt. Sie strahlt länger nach, auch wenn das Thermostat die Heizanlage bereits abgeschaltet hat.

    Auch Spiegelheizungen erachten die Experten für Zwecke der Raumwärmeerzeugung für kritisch: Eine verspiegelte Oberfläche reflektiert den Infrarotstrahl und lässt ihn nicht durch. „Technisch gesehen und wenn man die physikalischen Tatsachen betrachtet, ist eine Spiegelheizung keine hocheffiziente Infrarot-Strahlungsheizung. Sie kann den Raum durch ihre Bauweise nicht erwärmen und dient lediglich zum Komfort – um zu verhindern, dass der Spiegel beschlägt“, erklärt Herbst. Das beste Strahlungsverhalten bei einem hohen Emissionsgrad bringen die Materialien Quarz und Keramik mit. Die Kombination aus vollflächigem, direkt an der Produktvorderseite sitzendem Heizmedium und rauer Quarzbeschichtung (wodurch sich die Oberfläche vergrößert) ermöglicht den höchsten Strahlungswirkungsgrad.

    „Die Zukunft des Heizens hat begonnen“, ergänzt Herbst. Doch ist die Zeit schon reif für Infrarot? „Wir arbeiten mit Weitblick, beschäftigen uns mit den Themen von morgen und haben heute schon die passenden Produkte parat.“ Auf dem Weg in eine hoch technologisierte Zukunft, da ist sich der Großhändler sicher, braucht es Profi-Lösungen. Herbst: „Wir arbeiten exklusiv mit entsprechenden Herstellern zusammen, die uns ihre patentierten Produkte zur Verfügung stellen. So können wir den Handwerkern schon jetzt die Technologie liefern, die zukunftsfähig ist.“

    Inzwischen gibt es sogar Produkte, die wohlige Strahlungswärme mit vollwertigem Raumlicht kombinieren. „Solche effizienten Wärme-Licht-Kombilösungen sind praktisch und stilvoll zugleich. Die Heizpaneele fungieren als direkte Beleuchtung, was einen ganz eigenen Wow-Effekt besitzt“, ergänzt Herbst. Der Kunde kann zum einen Größe und Ausführung wählen, sich zum anderen zwischen Aufbau- und flächenbündiger Einbauvariante sowie Wand- oder Deckenmontage entscheiden. „So wird die Heizung zum Eyecatcher und setzt gekonnt Akzente.“ Integrierte LEDs auf der Vorderseite beleuchten den Raum und erweitern die Funktionalität des Heizpaneels um ein Lichterlebnis. Für den gewerblichen Gebrauch öffnen sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten – beispielsweise in Foyers und Eingangsbereichen in Kombination mit dem Firmenlogo oder mit Werbebotschaften.

  • Arealentwicklung in Basel – Dynamik pur

    Arealentwicklung in Basel – Dynamik pur

    Mit uptownBasel entsteht auf den rund 50’000 m2 Grundfläche des ehemaligen Brown Boveri Areals in Arlesheim ein Kompetenzzentrum für die Industrie 4.0. Im Rahmen eines neuartigen Konzepts werden hier junge Start-up-Unternehmen in der schweizweit ersten Vertretung der internationalen Plattform plug-and-play direkt neben Industriegrössen der Region wie etwa Straumann, Bouygues Energies & Services und den zum Bouygues-Konkurrenten Vinci gehörenden Tochterfirmen Axians (ICT) und Actemium (Industrietechnik) arbeiten.

    Auf dem 70’000 m2 grossen BaseLink-Areal in Allschwil werden derweil die letzten Baufelder entwickelt. Die Strategie, das Verbindungsstück zwischen den beiden Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt nach den Ansiedlungen von Janssen/Johnson & Johnson (ehemals Actelion) sowie dem schnell wachsenden Spin-off Idorsia im bestehenden Gewerbegebiet in einen neuen Life Sciences-Campus zu überführen, scheint aufgegangen zu sein: Am ersten April bezog das Swiss Tropical Health Institut sein neues Gebäude auf dem Areal, mittlerweile sind auch die Innovationsgarage durch die Universität Basel und der erste von zwei Teilen des Switzerland Innovation Park Basel Area Main Campus bezogen. Hierhin verlegt auch das Pharma-Unternehmen Basilea seinen Sitz. Auch Herzog und de Meuron setzen mit der Entwicklung ihrer eigenen Baufelder, auf denen das Alba-Haus entsteht, auf Life Sciences. Entstehen soll ein Geschäftshaus mit einem Raumprogramm für Start-ups sowie Grossunternehmen, gemeinsam genutzten Flächen und Dienstleistungen des täglichen Gebrauchs.

    Weitere 68’000 m2 werden in Basel-Stadt mit dem Campus Rosental Mitte, gleich beim Badischen Bahnhof, zu einem gemischten städtischen Quartier entwickelt. Das einstmals für die Öffentlichkeit geschlossene Syngenta-Areal wurde 2016 bis 2019 von der Stadt Basel übernommen und wird nun durch die öffentliche Hand weiterentwickelt bzw. zu einem gemischten Areal mit Wohnnutzungen und neuen Wirtschaftsflächen transformiert. Ein ähnlicher Prozess findet auch im 300’000 m2 umfassenden ehemaligen Werkareal von Novartis und BASF statt: Das 2019 von Swiss Life und der Rhystadt AG übernommene Klybeck-Areal wird schrittweise transformiert und soll zukünftig Lebensraum für bis zu 8500 Bewohner und 7500 Arbeitsplätze bieten.

  • Erneuerung der Alterssiedlung Läbespark

    Erneuerung der Alterssiedlung Läbespark

    Die bestehenden vier Haupt- sowie weitere Nebengebäude der Alterssiedlung Läbespark in Biberist sind in die Jahre gekommen: sie wurden zwischen 1969 und 1995 gebaut. Um den rund 100 Bewohnerinnen und Bewohnern mehr Lebensqualität zu verschaffen, hat die Genossenschaft ein Richtprojekt für eine Sanierung ausarbeiten lassen. Hierfür wurden die Phalt Architekten AG, die Wam Planer und Ingenieure AG sowie die Neuland ArchitekturLandschaft GmbH beauftragt. Ein Gremium bestehend aus Vertretern der Einwohnergemeinde Biberist, der zuständigen Genossenschaft sowie verschiedenen Experten haben den Prozess begleitet.

    Das Richtprojekt bildet die Grundlage für das Gestaltungsplanverfahren und die weitere Projektausarbeitung. Das älteste Haus an der Blümlisalpstrasse 12 wird durch einen Neubau ersetzt. Dieser orientiert sich in der Höhengestaltung am bestehenden Gebäude. Geplant sind kompakte Kleinwohnungen nach dem Bonacasa-Baustandard. Die 1,5- bis 3,5-Zimmer-Wohnungen erhalten eine Nasszelle mit Wäscheturm sowie eine Loggia, die zum parkartigen Innenhof ausgerichtet ist. Ein Reduit ergänzt die grösseren Wohnungen. «Das bestehende Restaurant/Café Pintli wird in den Neubau umziehen. Dafür beleben wir die Räumlichkeiten des ehemaligen Pintli mit Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen», sagt Ronny Fluri von der Bonainvest AG, die die Bauherrenfunktion für die Genossenschaft übernimmt. Auch ein Gemeinschaftsraum ist geplant, der den sozialen Kontakt unter den Bewohnern zusätzlich fördern soll. Der Neubau erhält eine Einstellhalle.

    So kann der bisherige Parkplatz einer Piazza weichen. «Damit schaffen wir eine weitere Begegnungszone und werten das Areal auf. Unser begrünter Park mit einem kleinen Weiher erhält einen Kräutergarten, mehr Sitzgelegenheiten sowie verschiedene Bewegungselemente, die den Bewohnern Anreize bieten sollen», erklärt Fluri weiter. Das umliegende Quartier wird durch Fusswegverbindungen besser vernetzt. Ein Problem gibt es aber noch zu lösen: «Im Gebäude, das ersetzt wird, befindet sich die Heizung für zwei weitere Häuser. Wir würden in Zukunft gerne mit Erdsonden arbeiten. Allerdings laufen derzeit noch verschiedene Abklärungen», sagt Fluri. Wenn dies geschehen sei, könne man die weiteren Gebäude zumindest energetisch sanieren. Bis zum Baubeginn ist noch etwas Zeit: Die Arbeiten sollen 2023 starten. Der Neubau dürfte Ende 2024 bezugsbereit sein.