Schlagwort: Leerstände

  • Angebotsmieten steigen weiter

    Angebotsmieten steigen weiter

    Der Homegate-Mietindex steht neu bei 117,9 Punkten. Damit haben die Angebotsmieten im Juni erneut um 0,3 Prozent zugelegt, seit Jahresanfang um 1,3 Prozent. Dies steht laut einer Medienmitteilung des Immobilienmarktplatzes „in krassem Kontrast zur Mietpreisentwicklung vor der COVID 19-Pandemie, als steigende Leerstände am Schweizer Mietwohnungsmarkt für Nervosität unter den Anleger:innen sorgte“.

    Weil auch die Nettomieten teurer geworden seien, könnten nicht allein die gestiegenen Energiekosten dafür verantwortlich gemacht werden. Vielmehr seien seit zwei Jahren die Baugesuche rückläufig. Gleichzeitig gebe es eine rege Nachfrage nach Mietwohnungen. „Sorgte man sich also noch vor wenigen Jahren um ein Überangebot an Mietwohnungen, sind diese an begehrten Lagen wieder äusserst knapp.“

    Als bemerkenswert bezeichnet Homegate die halbjährlichen Steigerungen in den Kantonen Zug (5,4 Prozent) und Graubünden sowie in Appenzell (je 4,3 Prozent). Am niedrigsten fielen die Erhöhungen in den Kantonen Basel-Landschaft (0,6 Prozent) und Tessin (0,5 Prozent) aus.

    In den Städten hat die Nachfrage seit dem erneuten Hochfahren der Infrastruktur nach den ersten Phasen der Pandemie wieder zugenommen, besonders ausgeprägt in Zürich (4,8 Prozent). Auch Lausanne (2,5 Prozent) und Lugano (1,8 Prozent) lagen über dem landesweiten Schnitt. Einzig in St.Gallen waren die Mieten leicht rückläufig (minus 0,2 Prozent).

  • Investoren stehen Schlange vor erstklassigen Immobilien

    Investoren stehen Schlange vor erstklassigen Immobilien

    Wer heute eine Immobilie an bester Lage erstehen will, braucht viel Geld und Geduld. Vor Büro- und Wohngebäuden mit hervorragender Erschliessung bilden sich heute lange virtuelle Schlangen von Investoren, die ihre Mittel möglichst sicher anlegen wollen. Bieterverfahren treiben die Preise auf neue Höchstwerte: In der Zürcher Goldküsten-Gemeinde Zumikon etwa erwarb ein Käufer kürzlich ein nicht mehr benötigtes, nur eine Minute neben einer ÖV-Station gelegenes Feuerwehrgebäude mit einigen Wohnungen für rund CHF 21 Mio. 37 Interessenten hatten sich beworben, der Endpreis lag fast zweieinhalb Mal so hoch wie der von der Gemeinde aufgrund einer professionellen Schätzung vorgegebene Mindestpreis von CHF 8.7 Mio. Im Fokus der Anleger standen 2021 vor allem sogenannte Core-Objekte: „Als risikoarme Anlageklasse sind erstklassige Immobilien nach wie vor ohne Alternative“, begründet Yonas Mulugeta, CEO von CSL Immobilien, diese in den Zentren beobachtbare Entwicklung.

    Die Preisentwicklung führte 2021 dazu, dass die Netto-Anfangsrenditen in den meisten Segmenten des Investmentmarkts weiter auf neue Tiefstwerte sanken – dies, obwohl die meisten Investoren eher eine Seitwärtsbewegung erwartet hatten. Wohnliegenschaften erstklassiger Güte rentierten im Landesschnitt mit 1.85% (Vorjahr 2.1%). Noch stärker sanken die Renditen für Top-Büroobjekte: Diese fielen mit 1.9% (Vorjahr 2.35%) sogar knapp auf das Niveau der Wohnimmobilien.

    Ein Grund dafür: Investoren, die im Wohnmarkt nicht mehr zum Zug kamen, wichen in den Büromarkt aus. Auf Interesse stiessen 2021 auch Gewerbe- und Logistikimmobilien – dies als eine weitere Ausweichbewegung von Investoren, die vom boomenden Onlinehandel profitieren wollen.

    Leere Büros in der Peripherie

    Auch die Unternehmen fokussierten ihre Nachfrage 2021 noch stärker auf zentrale Standorte. Der grössere Teil der in den vergangenen sechs Monaten verfügbaren Büroflächen von 2.43 Mio. m2 (Vorjahr 2.26 Mio. m2) entfiel deshalb auf Liegenschaften ausserhalb der städtischen Zentren. Im Wirtschaftsraum Zürich waren in den vergangenen sechs Monaten rund 910’000 m2 Bürofläche inseriert (Vorjahr 812’000 m2). Damit ist das Angebot innerhalb eines Jahres um 12% gestiegen – ähnlich stark wie in den Wirtschaftsräumen Bern (+14%) und Genf (+12%).

    Der Fokus der Unternehmen auf zentrale Bürostandorte ist insbesondere auch auf die Pandemie zurückzuführen. Viele Mitarbeitende haben sich an das Homeoffice gewöhnt. Um sie zumindest teilweise zurück ins Büro zu holen und dort einen neuen Alltag zu etablieren, muss dieses attraktiv sein. Neben der zentralen Lage mit guter Verkehrsanbindung gehört dazu ein ansprechendes Interieur, das Kreativität und Teamprozesse fördert. Unternehmen, die dies nicht bieten können, haben auf dem Arbeitsmarkt einen Nachteil.

    Eigenheimpreise flächendeckend gestiegen

    Auch im Wohnmarkt machte sich die Pandemie bemerkbar: Das Zuhause gewann an Bedeutung. Gleichzeitig löste das Homeoffice in vielen Haushalten ein Platzproblem aus. Dies führte zu einer steigenden Nachfrage – insbesondere im Eigentumssegment, das weiterhin vom attraktiven Finanzierungsumfeld profitiert. Auf der Angebotsseite kam nur wenig Neues hinzu. Die Folge waren fast flächendeckend steigende Preise für Eigenheime. Dieser Trend dürfte sich 2022 fortsetzen – die Hypothekarzinsen bleiben auf tiefem Niveau, auch wenn sie zuletzt leicht gestiegen sind.

    Im Mietwohnungssegment wirkte sich die gestiegene Nachfrage insbesondere strukturell aus: Gesucht waren 2021 vor allem grössere Objekte, während das Interesse an 1- bis 2.5-Zimmer-Wohnungen an vielen Lagen spürbar abnahm. Die Erfahrung von CSL Immobilien im Markt zeigt: Paare beziehen heute kaum mehr eine 2.5-Zimmer-Wohnung, sondern suchen mindestens eine Wohnung mit 3.5, lieber noch mit 4.5 Zimmern. Dies zeigt sich auch in den Zahlen: Im Kanton Zürich stieg der Anteil der 1- bis 2.5-Zimmer-Wohnungen unter den leerstehenden Wohnungen 2021 auf 27%, ein Jahr zuvor lag dieser noch bei 22%.

    Die Leerstandsquote im Wohnmarkt sank 2021 aufgrund der grossen Nachfrage über das ganze Land gesehen auf 1.54% (Vorjahr 1.72%).

    Allerdings zeigt die Quote grosse regionale Unterschiede. Im Vergleich der grössten Agglomerationen weist Zug mit 0.4% den tiefsten Wert auf, Olten-Zofingen mit 3.8% den höchsten. Im Kanton Zürich lag die Leerstandsquote 2021 bei 0.72% (Vorjahr 0.91%). In der Stadt Zürich stieg die Leerstandsquote 2021 zwar minimal an, zeigte aber mit 0.17% (Vorjahr 0.15%) immer noch einen äusserst ausgetrockneten Markt.

  • Sinkende Leerstände treiben stärkstes Mietwachstum seit 2014

    Sinkende Leerstände treiben stärkstes Mietwachstum seit 2014

    Der vom Immobilienmarktplatz homegate.ch aus dem Hause TX Group in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhobene Mietindex weist für das vergangene Jahr einen Anstieg der Angebotsmieten in der Schweiz um 1 Prozent aus. Das ist laut Medienmitteilung das stärkste Mietwachstum seit 2014. Die Entwicklung war regional unterschiedlich. Während die Bergregionen 2021 zulegten, wurde das Wachstum in vielen Zentren gebremst. Der Index stieg im Dezember 2021 gegenüber dem Vormonat erneut um 0,3 Punkte auf 116,4 Punkte. Das ist ein Plus von 1,04 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

    Der Schweizer Mietwohnungsmarkt ist laut der Medienmitteilung seit Jahren von steigenden Leerständen geprägt. Gezielte Reduktion der Neubauten in Regionen mit hohen Leerständen liess die Mietpreise steigen. Mit einem Plus von einem Prozent verzeichneten die Angebotsmieten 2021 zwar ein moderates, aber dennoch das stärkste Wachstum seit 2014. In der Corona-Pandemie ist auch die Ausgabebereitschaft für Wohnen tendenziell etwas gestiegen.

    Regional war die Entwicklung unterschiedlich. So zeigten die Verläufe der Angebotsmieten in der Romandie mehrheitlich nach unten. Wallis und Waadt verzeichneten positive Zuwächse, während in der restlichen Westschweiz hauptsächlich Mietrückgänge vorherrschten, heisst es in der Mitteilung. Im Kanton Zürich stiegen die Mieten um 1,1 Prozent und im Aargau um 2,1 Prozent. Deutlicher sei der Anstieg in den Bergregionen gewesen. In Graubünden erreichten die Angebotsmieten ein Plus von 4,7 Prozent, in Uri und Nidwalden von 2,7 Prozent und 2,5 Prozent. Der Anstieg lässt sich mit der Beliebtheit von Ferienimmobilien in den Bergen während der Corona-Pandemie begründen.

    In grösseren Städten gingen die Angebotsmieten teilweise sogar zurück, in Genf um 1,9 Prozent, und in Lausanne um 0,3 Prozent. Zürich weist nur ein kleines Wachstum von 0,5 Prozent aus. Spitzenreiter ist Bern mit einem Jahreswachstum von 2,6 Prozent.

  • Weniger Wohnungen stehen leer

    Weniger Wohnungen stehen leer

    Zum Stichtag am 1. Juni 2021 wies die Schweiz insgesamt 71’365 leerstehende Wohnungen inklusive Einfamilienhäuser auf, informiert das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 9,5 Prozent. Die entsprechende Leerwohnungsziffer nahm im selben Zeitraum um 0,18 Prozentpunkte auf 1,54 Prozent ab. Sie sei damit zum ersten Mal innert zwölf Jahren gesunken, heisst es in der Mitteilung.

    Die Analysten des BFS haben dabei in in sechs der sieben Grossregionen einen Rückgang der leerstehenden Wohnungen beobachtet. Lediglich im Grossraum Tessin sei die Leerwohnungsziffer um 0,12 Prozentpunkte auf 2,83 Prozent angestiegen. Innerhalb der Kantone machten die Analysten die tiefsten Leerwohnungsziffern in Zug (0,34 Prozent), Genf (0,51 Prozent) und Zürich (0,72 Prozent) aus. Die höchsten Leerwohnungsziffern wurden in den Kantonen Solothurn (3,15 Prozent), Tessin (2,83 Prozent) und Appenzell Innerrhoden (2,59 Prozent) beobachtet.

    Einen besonderes hohen Rückgang der Leerstände haben die Analysten bei Neubauwohnungen und Einfamilienhäusern festgestellt. Zum Stichtag wurden schweizweit 7066 leer stehende Objekte zur Dauermiete oder zum Kauf angeboten, das sind 24,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der für Dauermiete oder Kauf angebotenen leerstehenden Einfamilienhäuser nahm im selben Zeitraum um 18,8 Prozent auf 5940 Immobilien ab.

  • Pandemie verzögert Erholung im Schweizer Hochbau

    Pandemie verzögert Erholung im Schweizer Hochbau

    Die Bautätigkeit im Hochbau werde in diesem Jahr um 3,1 Prozent geringer als im Vorjahr ausfallen, prognostiziert BAK Economics in einer Mitteilung zur aktuellen Bauprognose des Wirtschaftsforschungsinstituts. Im kommenden Jahr wird ein weiterer Rückgang um 1,8 Prozent erwartet. Als Begründung weist BAK Economics auf im Jahresvergleich gesunkene Zahlen bei im Bau befindlichen Projekten, Baubewilligungen und Baugesuchen hin. „Diese Indikatoren sprechen dafür, dass sich die Hochbautätigkeit in einem zyklischen Abschwung befindet“, erläutern die Analysten.

    Sie gehen von einem Abschwung in allen Sparten des Hochbaus aus. Dem Wohnbau käme dabei allerdings aufgrund des besonders hohen Anteils eine besondere Rolle zu, heisst es weiter in der Mitteilung. Hier hätten steigende Leerstände zu einem Rückgang der Baubewilligungen seit 2018 geführt.

    Der Betriebsbau werde hingegen vor allem von den Auswirkungen der Pandemie gebremst, da in dieser Sparte Bauprojekte von besonders betroffenen Branchen wie dem Tourismus erfasst werden, erläutern die Analysten. Den Abwärtstrend beim Infrastrukturbau führen sie hingegen eher auf zyklische Effekte zurück.

    Mittelfristig gehen die Analysten von einer wieder steigenden Hochbautätigkeit in allen Sparten und Landesregionen aus. Dem Wohnbau werden dabei schwächere Wachstumsraten als in der Vergangenheit prognostiziert. Gute Perspektiven sehen die Analysten aufgrund gewachsener Bedeutung von Transport- und Logistik für den Lager- und Hallenbau. Regional weisen sie der Region Zürich/Aargau sowie dem Genferseeraum die höchsten Wachstumsperspektiven zu.