Schlagwort: Leitung

  • Silas Schneider übernimmt operative Leitung

    Silas Schneider übernimmt operative Leitung

    Silas Schneider tritt seine neue Position am 1. Januar 2025 an, es stösst am 1. Oktober 2024 zur ABS. Schneider bringt umfassende Erfahrung aus seiner vorherigen Tätigkeit als CEO von abonax mit, wo er über sechs Jahre hinweg massgeblich am Aufbau und der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens beteiligt war.

    „Wir sind überzeugt, dass Silas Schneider mit seiner Erfahrung und seinem Fachwissen die Firma in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft führen wird und freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit“, kommentiert Daniel Senn, Verwaltungsratspräsident der Abacus.

    Mit dem Wechsel in der Führungsspitze setzt die Abacus Business Solutions AG ein starkes Zeichen für Kontinuität und Wachstum. Der Übergang wird sorgfältig geplant und ausgeführt, um eine reibungslose Weiterführung der Unternehmensgeschäfte zu gewährleisten und die zukünftigen Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

  • Neuer Leiter für Immobilienentwicklung bei Swiss Life: Fabian Linke

    Neuer Leiter für Immobilienentwicklung bei Swiss Life: Fabian Linke

    Fabian Linke wechselt von Swiss Prime Site Solutions zu Swiss Life Asset Managers, wo er seit 2021 als Leiter Business Development tätig war. Zuvor war er von 2006 bis 2015 und von 2018 bis 2021 als Experte für Immobilienanlageprodukte und Business Development bei Global Real Estate der Credit Suisse Asset Management tätig. Seine Karriere begann bei Credit Suisse Asset Management im Bereich Institutioneller Vertrieb Schweiz. Er absolvierte ein Studium in Banking und Finance an der Zürcher Hochschule ZHAW und hat einen Masterabschluss in Real Estate der Universität Zürich. Zudem ist er Mitglied der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS).

    «Es freut mich sehr, dass wir mit Fabian Linke einen ausgewiesenen und erfahrenen Experten für den Ausbau unserer Immobilienaktivitäten für das Drittkundenanlagegeschäft in der Schweiz gewinnen konnten. Mit seinem profunden Fachwissen in Immobilien, Finanzen und Märkten wird er überzeugende Anlagelösungen für unsere Kunden entwickeln», sagt Paolo Di Stefano.

    Swiss Life gehört zu den grössten Immobilieneigentümerinnen der Schweiz. Die verwalteten Vermögenswerte belaufen sich per 31.12.2023 auf CHF 43.7 Milliarden, davon CHF 12 Milliarden für Drittkunden in der Schweiz.

    Fabian Linke berichtet direkt an Paolo Di Stefano, Head Real Estate Schweiz und wird in Zürich tätig sein.

  • Marc Giraudon als Neuer CEO von Helvetica Property Investors

    Marc Giraudon als Neuer CEO von Helvetica Property Investors

    In einer bedeutenden Führungswechselankündigung wurde die Ernennung von Marc Giraudon zum Co-CEO ab dem 1. Januar 2024 und zum alleinigen CEO ab dem 1. Juli 2024 bekanntgegeben. Dieser Wechsel erfolgt nach einer Entscheidung des Verwaltungsrates und steht unter der Bedingung der Genehmigung durch die FINMA.

    Marc Giraudon, ein Experte mit umfassender Erfahrung im Bereich Immobilien-Asset Management, wird Hans R. Holdener, Mitbegründer und langjähriger CEO von Helvetica, ablösen. Holdener hat seine Absicht erklärt, die Führungsrolle im Unternehmen abzugeben, wird jedoch bis zur vollständigen Übergabe der Verantwortung an Giraudon als Co-CEO fungieren. Anschliessend wird Holdener eine Position in der Geschäftsentwicklung übernehmen, um seine umfangreiche Erfahrung in das zukünftige Wachstum von Helvetica und die Expansion in neue Märkte einzubringen.

    Giraudon, der seit Ende 2022 als strategischer Berater für Helvetica tätig ist, bringt ein reiches Wissen aus seiner langjährigen Karriere in der Immobilienbranche mit. Er war zuvor bei Hines und Langham Hall in leitenden Positionen tätig und hat sowohl einen Wirtschaftsprüferabschluss im Vereinigten Königreich als auch einen MBA-Abschluss der London Business School.

    Hans Ueli Keller, VR-Präsident von Helvetica, würdigt Holdeners Leistungen und betont die Eignung Giraudons für die neue Rolle. Auch Holdener selbst drückt seine Überzeugung aus, dass Giraudon die richtige Wahl für die Leitung von Helvetica unter den sich verändernden Marktbedingungen ist. Giraudon sieht seiner neuen Rolle mit Begeisterung entgegen und plant, das Unternehmen mit seiner Erfahrung und Expertise weiter voranzutreiben.

  • Voximo eröffnet Standort in Zürich

    Voximo eröffnet Standort in Zürich

    Die auf Immobilienprojekte spezialisierte Kommunikationsagentur Voximo mit Sitz in Genf eröffnet einen Standort in Zürich. Damit will Voximo stärker in den Markt in der Deutschschweiz vorrücken. Die Leitung übernimmt Damien Martin als Head of Voximo Zürich, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung bekanntgibt.

    Martin koordiniert demnach die regionenübergreifende Betreuung der Kunden zusammen mit seinen Kollegen in Genf. „Ich freue mich sehr darauf, die Geschäftstätigkeit in der Deutschschweiz voranzutreiben und dabei die Akteure des Immobilienmarktes in der Realisierung ihrer Projekte zu unterstützen.“

    Voximo unterstützt Immobilienprojekte bei der Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung der Objekte. Auch Unternehmenskommunikation bietet Voximo an. Kunden in der Westschweiz waren bisher Swiss Prime Site Immobilien, PSP Swiss Property, Implenia, Losinger Marazzi, Procimmo und La Foncière.

    Nach seiner Etablierung in der Westschweiz möchte das 2020 gegründete Unternehmen nun weiter wachsen. „Mit der Eröffnung der Deutschschweizer Vertretung können wir noch näher an unseren Partnern auf nationaler Ebene agieren und so nicht nur Kommunikationsinstrumente an die Hand liefern, sondern auch erfolgreiche Marketingstrategien entwickeln“, wird Alexis Delmège, CEO und Gründer von Voximo, in der Medienmitteilung zitiert.

  • Peter Dransfeld trat im Dezember als SIA-Präsident zurück

    Peter Dransfeld trat im Dezember als SIA-Präsident zurück

    Aufgrund von unterschiedlichen Führungsauffassungen tritt SIA-Präsident Peter Dransfeld per letzte Woche Mittwoch von seinen Aufgaben zurück. Er hat diesen Entscheid in Übereinkunft mit den beiden Vizepräsidenten Alain Oulevey und Urs Rieder sowie der Geschäftsleitung gefällt. Der Rücktritt erfolgt in Anerkennung einer wertvollen Zusammenarbeit mit zahlreichen im SIA engagierten Personen: Gemeinsam ist vieles für den SIA, seine Werte und Ziele erreicht worden.

    Erfolgreicher Brückenbauer
    Der Architekt Peter Dransfeld wurde an der Delegiertenversammlung im April 2021 einstimmig zum Nachfolger von Stefan Cadosch gewählt und übte das Amt mit grossem Engagement aus, wofür ihm der Verein aufrichtig dankt. In die Amtszeit von Peter Dransfeld fielen unter anderem die Erarbeitung einer neuen Vereinsstrategie, die personelle Erneuerung des Vorstands sowie weiterer Organe, die Schaffung einer neuen Zentralkommission und eine Schärfung der politischen Stimme des Verbands. Peter Dransfeld pflegte einen intensiven Austausch mit den Sektionen, Berufsgruppen und Kommissionen, ebenso mit anderen Verbänden sowie Politik und Hochschulen. Zudem vertrat er den SIA in zahlreichen Gremien, bei öffentlichen Auftritten und in Publikationen. Aufgrund seiner zweisprachigen Kindheit engagierte er sich in besonderem Mass für den Austausch zwischen den Landesteilen.

    Peter Dransfeld führte während der Zeit als Präsident des SIA sein Architekturbüro in Ermatingen TG weiter und setzte seine politische Arbeit im Grossen Rat des Kantons Thurgau fort. Diese Aktivitäten wird er nach seinem Rücktritt wieder ausbauen.

    Interimistische Co-Leitung für Erneuerungsphase
    Die beiden Vizepräsidenten Alain Oulevey und Urs Rieder werden den Verein während den kommenden 15 Monaten in einer interimistischen Co-Leitung und mit der Unterstützung des gesamten Vorstands führen. Somit bleibt die Führung des SIA strategisch und operativ vollumfänglich gewahrt. Der Vorstand wird die Nachfolgeregelung gemeinsam mit weiteren Gremien des Verbands zeitnah angehen, mit dem Ziel, den Delegierten an ihrer Versammlung im April 2024 eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten zur Wahl vorzuschlagen.

  • Martin Sturzenegger neuer Geschäftsführer des Innovationsparks Zürich

    Martin Sturzenegger neuer Geschäftsführer des Innovationsparks Zürich

    Martin Sturzenegger, zurzeit Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG und vormals Direktor von Zürich Tourismus, übernimmt per 1.4.2023 die Geschäftsführung der Stif- tung Innovationspark Zürich. Der neue Geschäftsführer ist seit Anbeginn – damals noch in seiner Rolle als Direktor von Zürich Tourismus – mit dem Projekt vertraut und freut sich auf diese neue Herausforderung: «Die Übernahme der nächsten Entwicklungsschritte bei diesem Generationenprojekt ist für mich eine Herzensangelegenheit.»

    Dank Planungsrecht am Anfang einer neuen Entwicklungsphase
    Das Schlüsselprojekt im Wirtschaftsraum Zürich auf dem Flugplatz Dübendorf verfügt seit dem positiven Entscheid des Bundesgerichts über Planungsrecht. In der Zwischenzeit wurde mit allen Partnern rund um den Flugplatz ein gemeinsames Zielbild verabschiedet und in einem Synthesebericht festgehalten. In der nächsten Phase werden Renovationsarbeiten und Mieterausbauten an den Bestandesbauten vorgenommen und die Planung neuer Gebäude für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft vorangetrieben. Dies bedingt eine inhaltliche und operative Weiterentwicklung der heutigen Stiftungsaufgaben. Stiftungsratspräsident Peter E. Bodmer freut sich denn auf die Inputs des neuen Geschäftsführers: «Martin Sturzenegger bringt Fähigkeiten mit, welche das Projekt in der nächsten Stufe benötigt. Mit seiner Resilienz, der Kenntnisse über den Standort Zürich und seiner Erfahrung im Destinationsmanagement kann er aus dem Innovationspark Zürich eine erste Adresse der Innovationsförderung in der Schweiz machen.»

    Bis Martin Sturzenegger seine neue Herausforderung beginnt, führt Corinna Müller ad interim die Geschäftsstelle. Sie kommt von der Angst+Pfister Group und leitete dort gruppenweite Marketingprojekte und internationale Kampagnen. «Ich glaube an die Vision des Innovationsparks Zürich und die grosse Bedeutung, die damit verbunden ist. Hier entsteht etwas ganz Besonderes. Ich freue mich sehr, einen Beitrag zu diesem spannenden Projekt leisten zu dürfen.»

    Einsatz und Verdienst für den Innovationspark während einer Dekade
    Während 10 Jahren führte René Kalt die Aufbauarbeiten rund um den Innovationspark und legte damit mit seiner umsichtigen Führung und Passion für das Projekt die solide und nachhaltige Basis für die weiteren Entwicklungsschritte. Während dieser Zeit ist es ihm gelungen aus einer Idee und Vision den funktionierenden Nukleus Innovationspark Zürich und damit eine für die Region richtungsweisende Entwicklung zu schaffen. «Für mich war es eine unheimlich bereichernde und inspirierende Zusammenarbeit und ich danke René im Namen des Stiftungsrates ganz herzlich für sein Engagement und seine Verdienste um dieses Generationenprojekt.» sagt Peter E. Bodmer, Präsident des Stiftungsrates.

  • Alexander Carisch wird neuer Leiter der Standortförderung Dietikon

    Alexander Carisch wird neuer Leiter der Standortförderung Dietikon

    Alexander Carisch wird ab 1. Dezember neuer Leiter der Standortförderung Dietikon. Laut Medienmitteilung hat Carisch den Stadtrat an der Sitzung vom 5. September überzeugt. Ausschlaggebend sei sein Innovationsgeist, seine Fachkompetenz und seine integrative Kommunikation gewesen.

    Carisch bringe als ehemaliger Leiter der Stadtentwicklung und des Standortmarketings der Stadt Baden und weiters als Fachstellenleiter Standortentwicklung im Amt für Wirtschaft des Kantons Schwyz die passende Erfahrung für die Stelle mit, heisst es in der Mitteilung der Stadt Dietikon. Durch seine bisherigen Tätigkeiten sei der neu berufene Leiter der Dietiker Standortförderung auch mit dem Limmattal verbunden.

    Der Leiter der Standortförderung Dietikon, Adrian Ebenberger, tritt nach viereinhalb Jahren im Amt altershalber per Ende 2022 zurück.

    Die Standortförderung Dietikon legt halbjährlich Zwischenberichte über die Aktivitäten in den Bereichen Standortförderung, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing vor. Im zuletzt veröffentlichten Bericht vom Juni über den  Zeitraum von November 2021 bis April 2022 werden als besondere Höhepunkte dieser Arbeit die Fortschritte im Projekt Cleantech Hub Dietikon, das  im letzten Herbst 2021 angelaufen ist, und beim Projekt Smart City Dietikon hervorgehoben. Die Nachfrage nach Gewerberäumen sei weiterhin hoch. Es gebe regelmässig mehr Mietgesuche als Angebote. Als relativ konstant wird die Zahl der Neugründungen und Liquidationen bezeichnet.

  • Anne-Marie Loeillet wird neue Leiterin von Allreal Romandie

    Anne-Marie Loeillet wird neue Leiterin von Allreal Romandie

    Anne-Marie Loeillet (CH, *1961) diplomierte an der Hochschule für Architektur Languedoc-Roussillon und verfügt über einen Master in Stadtplanung der Universität Stuttgart. Sie arbeitete in den letzten 20 Jahren erfolgreich für verschiedene Grossunternehmen und die öffentliche Hand in Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

    Seit dem Jahr 2011 war sie als CEO der PCM Opérateur Urbain SA massgebende und treibende Kraft in der Entwicklung und Realisierung des Wohn- und Geschäftsviertels Le Quartier de l’Etang in Genf mit einem Investitionsvolumen von rund CHF 1.4 Milliarden. Anne-Marie Loeillet übernimmt die Funktion von Olivier Plan, der am 15. Oktober 2021 verschiedene Immobiliengesellschaften der in seinem Eigentum stehenden Immosynergies Holding Sàrl an Allreal veräusserte. Neben einem qualitativ erstklassigen Portfolio an Anlageliegenschaften mit einem Wert von rund CHF 500 Millionen und zusätzlichen Entwicklungsliegenschaften, die über ein potenzielles Investitionsvolumen von mehr als CHF 700 Millionen verfügen, erwarb das Unternehmen auch die Generalunternehmung Roof SA.

  • «Zürich soll als Innovationsstandort noch stärker werden»

    «Zürich soll als Innovationsstandort noch stärker werden»

    Sie haben zu Beginn dieses Jahres die Leitung der Standortförderung übernommen. Welche Massnahmen haben Sie getroffen, um sich gut und schnell einzuleben?
    Fabian Streiff: Ein wichtiger Punkt war für mich die Vernetzung mit kantonalen Akteuren, Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft und der Wissenschaft. Den Umständen geschuldet, musste dies zunächst virtuell geschehen. Aber noch relevanter war für mich die Frage, wie wir die Unternehmen unterstützen können – gerade während der Pandemie. Der Informationsbedarf der Unternehmen war enorm. Vor allem in Zeiten, in denen Instrumente wie beispielsweise die Kurzarbeit und Härtefallhilfe zur Anwendung kamen.

    Was haben Sie konkret unternommen, um die Unternehmen zu unterstützen?
    Das Amt für Wirtschaft und Arbeit hat schon früh den intensiven Austausch mit den Unternehmern gesucht, um zu eruieren, welche Themen wir auf nationaler Ebene adressieren müssen und welche wir innerhalb des Kantons lösen können. Zudem haben wir eine Hotline für die Unternehmen eingerichtet und verschiedene Websites stetig aktualisiert. Nun richten wir unseren Blick auf die Zukunft und widmen uns der Fragestellung, wie wir die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Zürich positiv beeinflussen können.

    Wie sieht dieser Plan aus?
    In Gesprächen mit Zürcher Unternehmen hat sich bestätigt, dass wir den Fokus noch stärker auf einen attraktiven Innovationsstandort legen sollten. Innovationen entstehen vermehrt in Netzwerken, weshalb starke Innovationsökosysteme einen bedeutenden Beitrag zum zukünftigen Erfolg der Zürcher Wirtschaft leisten. Diese gilt es zu stärken. Ein zentrales Thema sind neue hybride Arbeitsformen wie Home-Office oder das Arbeiten von Co-Working-Spaces aus. Wir müssen uns fragen, was dies für den Standort und seine Entwicklung bedeutet. Spannend ist auch, wie der Wirtschaftsstandort Zürich für Unternehmen attraktiv bleiben kann. Gibt es Möglichkeiten, den Zugang zu Talenten und Fachkräften zu verbessern, gerade im Kontext des mobilen Arbeitens? Welche Rolle kann der Staat einnehmen, um hier einen Beitrag zu leisten? Das alles sind offene Fragen – wir sehen bereits Tendenzen, aber natürlich auch Folgen daraus, wie zum Beispiel die Diskussion über eine Flexibilisierung des Arbeitsrechts.

    Verliert der Wirtschaftsstandort Zürich jetzt wirklich an Attraktivität?
    Viele Unternehmen beantworten diese Frage mit einem klaren Nein. Es zeichnen sich aber Verschiebungen ab. So prognostizieren grosse Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Konzentration auf einzelne Standorte. Das heisst, gewisse Immobilien könnten frei werden. Andererseits könnten diese schnell wieder für neue Arbeitsformen wie beispielsweise Co-Working-Spaces genutzt werden. Ländliche Zentren dürften dank Home-Office-Möglichkeiten wieder belebter werden. Der Wirtschaftsstandort Zürich wird auch durch die Hochschulen gestärkt, die mit ihren erfolgreichen Spin-offs und Forschungsarbeiten einen super Job machen und in den Rankings ganz vorne dabei sind. Die Unternehmen im Kanton Zürich konnten letztes Jahr zudem in grossem Umfang Risikokapital anziehen, was sehr erfreulich ist.

    Wie kam es zu dieser positiven Entwicklung trotz der Pandemie?
    Zürich hat sich in den vergangenen Jahren gut positioniert, insbesondere mit Blick auf die digitale Transformation. Hier werden Spitzenkräfte benötigt und am Standort Zürich auch gefunden. Dies dank den Hochschulen und des Talentpools, der sich in den letzten Jahren stark weiterentwickeln konnte. Zuerst hatten die Banken Magnetwirkung, nun sind es die grossen Unternehmen aus der Branche der Informations- und Kommunikationstechnologie. Das Zusammenspiel der verschiedenen Branchen ist für die Zukunft vielversprechend. Auch im Bereich der Forschung registrieren wir eine positive Entwicklung. Die genannten Punkte werden im Standortwettbewerb immer relevanter. Aber andere Standorte schlafen nicht und haben sich national und international sehr gut positioniert, weshalb die führende Position des Kantons Zürich keine Selbstverständlichkeit ist. Sie muss weiterhin im Bereich der Innovation gestärkt werden.

    Der Kanton Zürich ist der führende Wirtschaftsstandort der Schweiz. Weshalb?
    Die Attraktivität von Zürich basiert auf verschiedenen Faktoren. Angefangen bei der Bildung, über hochqualifizierte Arbeitskräfte, bis hin zu starken Branchen aus der Finanzwirtschaft und immer mehr aus den Bereichen Life-Science-Technologie, Cleantech sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie. Diese Vielfalt an Kompetenzen ermöglicht starke Ökosysteme, wodurch branchenübergreifendes Lernen und Innovieren gestärkt werden. Die Lebensqualität per se spricht ebenfalls für den Standort Zürich.

    Was unternehmen Sie, um diesen Status auch in Zukunft zu sichern?
    Unsere neue Strategie weist drei Schwerpunkte auf: Der erste ist die starke Fokussierung auf Innovationsthemen in den Bereichen Finanztechnologie, Digital Health, Biotech, Cleantech sowie im Bereich neue Mobilität. Hier wollen wir mehr Vernetzung und Möglichkeiten für Kooperationen schaffen. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den regionalen Standortförderungen, um die Branchenvielfalt zu stärken. Die Grösse des Kantons Zürich verlangt ein vernetztes Arbeiten, um der Vielseitigkeit der einzelnen Regionen gerecht zu werden. So können wir auch spannende regionale Projekte unterstützen, wie es beispielsweise beim Bio-Technopark in Schlieren der Fall war. Aktuell sehen wir dies auch beim Digital Health Center in Bülach. Den dritten Schwerpunkt setzen wir bei der Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen, insbesondere im Bereich der Innovation. Hier können wir darauf hinwirken, dass es bei den Regulierungen auf Bundesebene nötige Anpassungen für spezifische Innovationsthemen gibt.

    Welche Regulierungen weisen dringenden Anpassungsbedarf auf?
    Mit Blick auf einen starken Innovationsstandort Zürich stehen aktuell die Folgen sowie Lösungen nach dem gescheiterten Rahmenabkommen mit der EU im Fokus. Der Ausschluss aus Horizon Europe wiegt schwer. Weiter sind Anpassungen im Arbeitsrecht aufgrund der veränderten Bedürfnisse zu prüfen – wie zum Beispiel beim mobilen Arbeiten.

    Welche Areale suchen Unternehmen derzeit am meisten?
    Wir sehen von der Kundenseite her einen Bedarf nach Flächen an gut erschlossenen Lagen, die in ein Ökosystem eingebunden sind. Es wird vermehrt die Verbindung zu den Hochschulen gesucht. Biotech-Labors werden auch immer wichtiger. Schlieren konnte sich in diesem Bereich enorm entwickeln. Dennoch verzeichnen wir hier eine Nachfrage, die überregional noch nicht gesättigt werden kann.

    Was ist das Problem?
    Im Biotechbereich sind die auf den Markt kommenden Flächen jeweils sehr schnell wieder besetzt. Es braucht vermehrt Investoren, die bereit sind, in Labors zu investieren. Die Entwicklung eines solchen Projekts dauert in der Regel zwei Jahre oder länger. Eine entsprechend vorausschauende Planung ist zwingend.

    Wie sehen Sie die Zukunft für die Bürogebäude im Kanton Zürich mit dem Hintergrund der sich verändernden Arbeitsmodelle?
    Mit dieser Frage setzen wir uns aktuell stark auseinander. Die Arbeitgeber wollen allgemein noch attraktiver werden. Die Anforderungen an einen Büro-Arbeitsplatz werden also steigen. Doch ob das nun bedeutet, dass man pro Arbeitnehmenden mehr Fläche benötigt, oder ob es zu Zusammenlegungen kommt, werden wir erst in ein bis zwei Jahren sehen. Wir glauben aber, dass das Thema Co-Working noch wichtiger wird. Allerdings in einer umfassenderen Form als heute – im Sinne eines Begegnungsortes, wo ein vertiefter Austausch mit der Wissenschaft, den Behörden und weiteren Akteuren im Ökosystem stattfinden kann. Quasi ein Co-Working-Plus.

    Welche Standorte sind am begehrtesten?
    Die Stadt Zürich und die Flughafenregion bleiben weiterhin sehr attraktiv. Am Flughafen verzeichnen wir beim neu gebauten The Circle eine hohe Nachfrage. Und das Limmattal ist mit der Limmattalbahn und dem Bio-Technopark noch attraktiver geworden. Die Stadt Winterthur und die Region Zimmerberg sind dank der ZHAW ebenfalls beliebte Standorte.

    Welche Unternehmen interessieren sich für The Circle?
    The Circle zieht nicht nur Unternehmen aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie wie etwa Microsoft oder Oracle an, sondern auch aus dem Bereich Life Sciences. Digital Health ist hier ein wichtiges Thema. Nach einer Corona-bedingten schwierigen Startphase zieht das Geschäft am Circle nun an, und es sind bereits 85 Prozent der Flächen vermietet.

    Welches sind die wichtigsten Quellenmärkte für den Kanton Zürich?
    Die USA ist nach wie vor mit Abstand der stärkste Markt. Wichtig sind auch Europa, insbesondere Deutschland, sowie China und Japan. Neu konzentrieren wir uns auf Korea und Israel. Die Unternehmen denken immer mehr in Forschungs- und Entwicklungs-Hubs. Zürich ist für viele Unternehmen nicht nur eine internationale Business-Location, sondern eben auch ein solcher Hub. Die Vermarktung im Ausland übernimmt die Standortmarketing-Organisation Greater Zurich Area für uns.

    Wie soll sich der Wirtschaftsstandort Zürich in den nächsten 10 Jahren entwickeln?
    Er soll als Innovationsstandort noch stärker werden. Zürich hat eine lange Geschichte und als Finanzplatz eine grosse Bekanntheit. Das ist wichtig – auch mit Blick auf zukünftige Ansiedlungen im Bereich Finanztechnologie. Zürich soll sich zudem in den Bereichen künstliche Intelligenz und neue Mobilität profilieren, wie beispielsweise bei der Entwicklung von autonomen Systemen. Wir glauben an eine Bewegung weg vom klassischen Finanzplatz Zürich hin zu einem Wirtschaftsstandort, der in den genannten neuen Themen und in der Digitalisierung sehr stark sein wird. Die Zürcher Wirtschaft ist bereits jetzt gut aufgestellt und zeigt sich krisenresistent – doch zukünftig soll Zürich noch innovativer, attraktiver und somit noch stärker werden.

    Fabian Streiff mit seinem Team.