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  • Neues Vorstadtquartier auf dem Lüdin-Areal

    Neues Vorstadtquartier auf dem Lüdin-Areal

    Das geschichtsträchtige Gewerbeareal Lüdin fungiert als Scharnier zwischen dem Bahnhofgebiet und der Altstadt in der Stadt Liestal. Bis 2025 lässt die Eigentümerschaft, die SIAT Immobilien AG (handelnd für den Credit Suisse Real Estate Fund SIAT), das von 6257 Quadratmeter umfassende Areal zum attraktiven Vorstadt-Wohnquartier umgestalten: Bis 2025 entstehen hier 135 Wohnungen, 190 unterirdische Parkplätze sowie Raum für gewerbliche Nutzungen. Das Investitionsvolumen beträgt über 80 Millionen Franken.

    Das Areal liegt zentral in der Stadt Liestal zwischen Bahnhof und Altstadt. Für die Areal- und Projektentwicklung wurde die First Site Invest AG aus Basel beauftragt. Den Projektwettbewerb auf Einladung konnte das Zürcher Architekturbüro Steib Gmür Gschwentener Kyburz Partner für sich entscheiden. Sie überzeugten die Jury mit einer dreizeiligen Bebauung, bei der die westliche und die mittlere Zeile im Norden miteinander verbunden sind. Die Gebäude sind unterschiedlich ausgestaltet. Das Lüdin-Haus aus den 1950er-Jahren bleibt erhalten und wird durch drei Neubauten ergänzt. Die bestehenden Gebäude an der Schützenstrasse werden sorgfältig in das städtebauliche Konzept integriert.

    Bei den Neubauten ist ein zweigeschossiges Atelier- und Gewerbehaus mit Schrägdach projektiert, das die Verbindung zur Altstadt herstellt. Dieses lehnt sich architektonisch an die bestehenden Gebäude am Orisbach an. Zudem entsteht eine dem Bahnhof zugewandte, städtisch anmutende Randbebauung. Die siebengeschossigen Flachdachbauten folgen dem abfallenden Terrain. So wird der rückwärtige Raum gegen Lärmemission abgeschirmt. Das Zent-rum des Areals bildet ein Längsbau, der die industrielle Vergangenheit des Areals unterstreichen soll. In den Erdgeschossen sind gewerbliche Nutzungen geplant.

    Das Haus im Zentrum ist für klassische Geschosswohnungen vorgesehen; im kleinen Haus am Orisbach entstehen Atelierwohnungen. Die 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen werden durch acht Treppenhäuser erschlossen. Im Norden eröffnet der Erdgeschossdurchgang ab der Kantonalbank-Kreuzung eine direkte Anbindung an den künftig aufgewerteten Grünraum des Orisbachs sowie der Allee. So kann das Arbeitsplatzgebiet entlang der Rheinstrasse mit der zentralen Grünanlage Liestals verknüpft werden. Freiräume schaffen zudem der öffentliche, urban angelegte Gassenraum im Osten sowie der halböffentliche, durchgrünte Wohnhof im Westen.

    Der Quartierplan liegt vor und muss vom Einwohnerrat Liestal beschlossen und vom Regierungsrat genehmigt werden. Das Verfahren dürfte Mitte 2023 abgeschlossen sein. Der Bezug der Liegenschaften ist per Ende 2025 geplant.

  • Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Liestal heizt künftig mit Holz aus der Region

    Die Stadt Liestal will ihre sieben Wärmeverbünde sanieren und bis 2030 zu einem neuen Grosswärmeverbund zusammenschliessen. Wie die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) mitteilt, wird dazu in einem ersten Schritt die Heizzentrale Liestal für 42 Millionen Franken modernisiert. Sie soll ab 2023 zu 90 Prozent mit Holz aus der Region geheizt werden, je zur Hälfte mit Recyclingholz und Waldhackschnitzel. Bisher beträgt der Anteil erneuerbarer Energieträger 45 Prozent. Pro Jahr sollen so 24‘000 Tonnen CO2-Ausstoss eingespart werden.

    Ausserdem sollen drei weitere lokale Wärmeverbünde an das Netz der Heizzentrale angeschlossen und das Fernwärmenetz auf 31 Kilometer verlängert werden. Der Ausbau des Netzes soll in drei Etappen bis 2030 abgeschlossen werden.

    Der Kanton Basel-Landschaft will sukzessive die 48‘000 fossilen Heizungen im Kanton ersetzen. „Wir sind davon überzeugt, dass für eine nachhaltige Energieversorgung die Energie zunehmend aus erneuerbaren Ressourcen stammen muss“, wird EBL-CEO Tobias Andrist in der Mitteilung zitiert.