Schlagwort: Limmattal

  • Neue Agenda soll Zusammenarbeit im Limmattal stärken

    Neue Agenda soll Zusammenarbeit im Limmattal stärken

    An ihrer Generalversammlung vom 28. August 2025 hat sich die Limmatstadt AG zu ihrer Rolle als treibende Kraft der regionalen Entwicklung bekannt. Wie es auch in einer Medienmitteilung heisst, sei mit dem Abschluss des Prozesses für eine Neuausrichtung der künftige Auftrag für die regionale Standortförderung geschärft worden.

    In Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren der Region sei ein klares Zielbild definiert worden. Es kristallisiert sich in der Formulierung „Gemeinsam gestalten wir ein starkes Limmattal und schaffen Raum für mehr“. Durch die enge Zusammenarbeit und die konsequente Orientierung an den Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen könnten die Interessen gebündelt und Projekte initiiert und begleitet werden, die die erfolgreiche Entwicklung des Limmattals nachhaltig fördern sollen.

    Vor diesem Hintergrund übernehme die Limmatstadt AG eine aktivere Rolle. So würden nun die Entwicklung einer gemeinsamen regionalen und digitalen Agenda und das Projekt Kommunikationskanäle Limmattal gestartet. Beide sollen die Sichtbarkeit regionaler Angebote verstärken und die Zusammenarbeit im Limmattal weiter fördern.

    Im Rahmen dieser Neuausrichtung wurde auch der überarbeitete Markenauftritt „Limmattal. Raum für mehr.“ präsentiert. Er soll die Identität der Region als dynamischer Lebens- und Wirtschaftsraum stärken.

    Jasmina Ritz und Josef Bütler haben sich aus beruflichen Gründen aus dem Verwaltungsrat zurückgezogen. Neu gewählt wurde Roger Bachmann, der Stadtpräsident von Dietikon. Von seiner Expertise und regionalen Verbundenheit erwartet sich die Limmatstadt AG wertvolle Impulse.

  • Vom Einkaufszentrum zur Immobilienplattform

    Vom Einkaufszentrum zur Immobilienplattform

    Die Shoppi Tivoli Management AG wurde in Tivoli Real Estate Management AG umfirmiert. Wie das Unternehmen mitteilt, sei die Namensänderung Ausdruck einer strategischen Erweiterung ihres Tätigkeitsfeldes. Neben der Verwaltung des Einkaufszentrums in Spreitenbach will das Unternehmen weitere Liegenschaften für Gewerbe und Wohnen im Limmattal betreuen.

    Das erste Projekt unter neuem Firmennamen ist die Bewirtschaftung des Wohnparks Tivoli Garten. In dem laut Unternehmensangaben „neuen lebendigen und bunten Quartier im Herzen des Limmattals“ wurden 445 Mietwohnungen mit mehr Einkaufsmöglichkeiten im angrenzenden Shoppi Tivoli sowie erweiterten Sport- und Freizeitangeboten geschaffen. Zu den Vorzügen gehören zudem der Anschluss an die City und kurze Wege in die Natur.

    Das Shoppi Tivoli gilt eigenen Angaben zufolge flächenmässig als das grösste Einkaufszentrum der Schweiz. „Mit Tivoli Real Estate Management AG behalten wir unsere Identität und Herkunft im Namen und machen zugleich sichtbar, dass wir uns breiter aufstellen, um weiterhin zuverlässig, kompetent und zukunftsorientiert für Kunden und Partner da zu sein“, heisst es in einer Mitteilung.

    Mieter und Lieferanten haben weiterhin dieselben Ansprechpersonen, auch Verträge und Prozesse bleiben bestehen. Auch die Büros bleiben weiterhin im Shopping-Center 9 in Spreitenbach.

  • Drei Gemeinden verstärken die Standortförderung im Limmattal

    Drei Gemeinden verstärken die Standortförderung im Limmattal

    Die Limmatstadt AG zählt seit Jahresbeginn drei neue Vertragsgemeinden: Aesch, Oberengstringen und Oetwil an der Limmat. Wie die Standortförderung in einer Medienmitteilung betont, stärke das Engagement der neuen Gemeinden das gemeinsame Selbstverständnis und die wirtschaftliche Vernetzung. Mit über 200’000 Einwohnenden und mehr als 100’000 Arbeitsplätzen sei die Region des Zürcher und Aargauer Limmattals «schon heute ein bedeutender Wirtschaftsmotor. Durch den Beitritt der neuen Gemeinden setzen wir gemeinsam ein Zeichen für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Entwicklung.»

    Rahel von Planta, die Gemeindepräsidentin von Oetwil a.d.L., ist wie der Gemeinderat der Ansicht, «dass die Stärkung des wachsenden Limmattals nur gemeinsam, mit allen Zürcher und Aargauer Gemeinden und Städten im Limmattal, erfolgreich gestaltet werden kann. Im Hinblick auf die ,Aufhebung der Regionalen 2025′ ist ein Beitritt zur Standortförderung der Limmatstadt sinnvoll.» Durch den Verbundgedanken verstehe ihre Gemeinde den Beitritt als Solidaritätsbeitrag.

    Laut André Guyer, dem Gemeindepräsidenten von Aesch, ermöglicht eine Mitgliedschaft auch kleinen Gemeinden wie der seinen «Zugang zu einer professionellen Standortförderung. Es ist unser Ziel, damit die regionale Vernetzung in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Verkehr zu fördern.»

    André Bender, der Gemeindepräsident von Oberengstringen, hält den Kontakt zur Wirtschaft, zum Gewerbe und zu den Interessensgruppen für sehr wichtig für die künftige Entwicklung seiner Gemeinde: «Die engere Zusammenarbeit mit der Limmatstadt AG ist auch in den Leitgedanken des Gemeinderates für einen attraktiven Wohn- und Arbeitsort enthalten.»

  • Magazin beleuchtet Dynamik im Limmattal

    Magazin beleuchtet Dynamik im Limmattal

    Die neue Ausgabe des Magazins «36 km» ist erschienen. «Alles da? Die Stärken einer dynamischen Region», heisst die Titelgeschichte der 18. Ausgabe des Regionalmagazins. Weitere Themen des 32 Seiten starken Magazins sind das  Wirtschaftspodium Limmattal (WIPO), das am 21. November in der Umwelt Arena Schweiz in Spreitenbach stattfindet, Höhepunkte der Kultur im Jahr 2025 und die auf 2026 verschobene Ausstellung Phänomena in Dietikon. Die neue Geschäftsführerin Stephanie Kiener erläutert die Neuausrichtung der Standortförderung Limmatstadt.

    «Die eingeleitete Neuausrichtung der Limmatstadt AG eröffnet viele Chancen. Ich glaube fest daran, dass wir mit vereinten Kräften eine starke Standortförderung für die ganze Region weiterentwickeln können», schreibt Lara Albanesi, Verwaltungsratspräsidentin der Limmatstadt AG im Vorwort. Die Standortbestimmung erlaube aber auch «bewusst wahrzunehmen, wie gut sich das dynamische Limmattal bereits entwickelt hat».

    Stephanie Kiener, die nach neun Monaten als Stellvertreterin von Jasmina Ritz die Geschäftsführung der Limmatstadt AG übernommen hat, wird mit der Frage nach der Zukunft der Standortförderung konfrontiert. «Die Existenz für 2025 ist gesichert, aber die Limmatstadt wird den Gürtel im kommenden Jahr enger schnallen müssen. Um unser Ziel einer nachhaltigen Finanzierung zu erreichen, sind noch viel Arbeit und wichtige strategische Entscheide notwendig», so Kiener.

    Neben der Vorschau auf das WIPO und Schilderung der Vorbereitungen für die Phänomena gibt das Magazin Freizeittipps für den Winter, lässt Erfolgscurlerin Alina Pätz ihre Lieblingsorte im Limmattal beschreiben und lässt Jessica Schmiederer aus dem Alltagsleben als Leiterin des Hotels Limmathof in Baden erzählen.

  • Scheitern der Fusionsbestrebungen zwischen Limmatstadt AG und Regionale 2025

    Scheitern der Fusionsbestrebungen zwischen Limmatstadt AG und Regionale 2025

    Die Pläne zur Bündelung der Kräfte im Limmattal durch eine Fusion der privatwirtschaftlichen Limmatstadt AG und des öffentlich finanzierten Vereins Regionale 2025 sind gescheitert. Die beiden Organisationen, die sich bisher parallel für die Entwicklung des Gesamtraums Limmattal engagierten, konnten sich nicht auf eine gemeinsame Struktur und Finanzierung für eine zukünftige öffentlich-private Partnerschaft einigen. Diese Entwicklung wirft nun Fragen über die Fortsetzung der Standortförderungsaktivitäten in der Region auf.

    Seit einem Jahrzehnt existieren beide Organisationen nebeneinander mit ähnlichen Zielen, aber unterschiedlichen Ansätzen und Finanzierungsmodellen. Während der Verein Regionale Projektschau Limmattal sich auf die Realisierung einer Ausstellung mit regionalen Projekten konzentriert, fokussiert die Limmatstadt AG auf regionale Standortförderung.

    Im letzten Jahr initiierte die Limmatstadt AG ein Strategieprojekt, um mit Stakeholdern aus verschiedenen Bereichen eine zukunftsfähige Struktur für die Regionalentwicklung zu erarbeiten. Das Strategiepapier «Gemeinsam fürs Limmattal» zielte auf die Fusion der beiden Organisationen ab 2026, um die regionalen Herausforderungen effizienter anzugehen.

    Jedoch wurden diese Pläne von den Vorstandsmitgliedern des Vereins Regionale Projektschau Limmattal abgelehnt, was die Fortführung des Projekts in Frage stellt. Als Reaktion auf diese Entwicklung hat der Verwaltungsratspräsident der Limmatstadt AG, Balz Halter, seinen Rückzug angekündigt und wird sich von der Organisation zurückziehen.

    Die Limmatstadt AG hat in den letzten zehn Jahren intensiv daran gearbeitet, das Limmattal als eine Region zu etablieren und dessen Interessen zu vertreten. Angesichts der aktuellen Situation wird nun diskutiert, ob und wie die Standortförderung im Limmattal fortgesetzt werden sollte.

    Die vorgezogene öffentliche Generalversammlung am 12. März 2024 soll den Rahmen für eine umfassende Diskussion über die Zukunft der Limmatstadt AG und die Standortförderung im Limmattal bieten.

  • Strategieidee «Limmattalstadt» zeigt Potential

    Strategieidee «Limmattalstadt» zeigt Potential

    Thomas Sevcik entwickelte in den letzten Monaten eine Strategieidee für eine zukünftige Limmattalstadt. Er erkennt im Limmattal eine ausgeprägte Modernität und eine Stadt, die in erster Linie durch die Menschen geformt wird. Ausserdem hat er noch viele Vorschläge für eine der interessantesten und dynamischsten Regionen im Land. Denn: Was im Limmattal heute und morgen passiert, betrifft übermorgen die ganze Schweiz.

    Das Limmattal steht exemplarisch für den Wandel von Agglomerationen in der ganzen Schweiz und für die enormen planerischen Herausforderungen, welcher dieser mit sich bringt. Für eine umsichtige Raumentwicklung braucht es politischen Willen, eine breite Diskussion und vor allem ein gemeinsames regionales Verständnis.

    Den Wandel kreativ gestalten
    An der Generalversammlung der regionalen Standortförderung Limmatstadt vom 15. August 2023 stellte Thomas Sevcik den rund 200 Gästen seine Strategieidee erstmals vor. Der Autor hat viele mutige Ideen für die Region. Zu den Prägendsten gehören eine Hochschule, der Ausbau der Shopping-Raststätte Würenlos zu einem Mobilitäts- und Kommunikationshub sowie die Neuplanung des Rangierbahnhofs. Die Strategie zeigt auf, wie viel möglich ist – aber auch, wie viel noch getan werden muss.

  • Immobilientreff am Schlierefäscht findet am 7. September statt

    Immobilientreff am Schlierefäscht findet am 7. September statt

    Immobilien meets Limmattal, heisst der neue Immobilientreff am Schlierefäscht. Er findet laut einer Medienmitteilung am Donnerstag, 7. September, von 14 Uhr bis 20 Uhr im „Event Zelt – Raum für mehr im Herzen“ des Schlierefäschts statt. Zielgruppe sind Akteure der Limmattaler Immobilienbranche Zürich-Aargau, also unter anderem Investorinnen und Investoren sowie Studierende im Bereich Raumplanung, der Hauseigentümerverband Schweiz (HEV) und Politikerinnen und Politiker, heisst es in der Ankündigung.

    Laut Programm steht nach Begrüssung durch den Schlieremer Stadtpräsidenten Markus Bärtschiger ein Vortrag von Politgeograf Michael Hermann vom Forschungsinstitut sotomo in Zürich an. Er spricht zum Thema: Eine Region zwischen Tal und Stadt – die etwas andere SWOT-Analyse. SWOT steht für Analysis of strengths, weakness, opportunities and threats und wird auf Deutsch als Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse bezeichnet. Im Anschluss diskutieren der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann, Dieter Beeler, Gebietsmanager der IG Silbern, und der Dietiker Bauunternehmer Josef Wiederkehr über Entwicklungsareale in Dietikon.

    Als ein Höhepunkt wird in der Einladung das Referat von Fabienne Hoelzel bezeichnet. Die Professorin für Entwerfen + Städtebau an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste (abk) in Stuttgart spricht über „die Krux der Entwicklung“. In weiteren Referaten werden auch die Energiewende und die Elektromobilität im Kontext der Arealentwicklung beleuchtet.

    Abgeschlossen wird der Immobilientreff, durch den Moderator Mario Facchinetti von PropTechMarket führt, um 18.15 Uhr mit einem Apéro. Bis zum Ende des Anlasses um 20 Uhr gibt es dann Gelegenheit zum Austausch für die Teilnehmenden.

  • Hansueli Loosli wird in Verwaltungsrat von Avobis gewählt

    Hansueli Loosli wird in Verwaltungsrat von Avobis gewählt

    Mit der Wahl von Hansueli Loosli ist der Verwaltungsrat der Avobis Group AG laut Medienmitteilung komplettiert worden. Der frühere CEO und Verwaltungsratspräsident der Coop-Gruppe bringe unternehmerisches Denken und Fachexpertise sowie ein umfassendes Netzwerk mit, heisst es weiter. Er werde dazu beitragen, die Wachstums- und Innovationsstrategie von Avobis voranzutreiben.

    Avobis investiert neben anderen Bereichen auch im Limmattal. Laut einem Bericht im „Badener Tagblatt“ geschieht das über die beiden Immobiliendienstleister Rimaplan und Centerio, die in Wettingen AG an attraktiver Lage bauen und die Center Passage betreiben. Die Avobis Gruppe hatte beide 2021 gekauft. Die Rimaplan AG hatte bis Anfang 2020 ihren Hauptsitz in Würenlingen AG und danach in Zug. Sie ist als Projektentwicklerin im Häfliger-Areal an der Wettinger Landstrasse engagiert, wo unter anderem zwei fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 35 Wohnungen und einem kleinen Gewerbeanteil erstellt werden sollen. Rimaplan übernahm Anfang 2016 die Bewirtschaftung des Wettinger Einkaufszentrums Center Passage. Dies wurde 2019 von der Centerio AG übernommen.

    Hansueli Loosli bringe „grosse strategische Erfahrung und vielseitige Kompetenz mit und sei eine wertvolle Ergänzung zum heutigen Gremium“, wird Thomas Abegg zitiert, Verwaltungsratspräsident der Avobis Group AG. Avobis sei ein „agiles, innovatives und mutiges Unternehmen, das den Immobilienmarkt in der Schweiz seit 25 Jahren erfolgreich revolutioniert“, wird Hansueli Loosli zitiert, der im Verwaltungsrat den Vorsitz des Ausschusses Kunden und Markt übernimmt und damit die strategische Bearbeitung des Marktes und die Betreuung von Grosspartnerschaften verantwortet.

    Loosli war 2010 Schweizer Unternehmer des Jahres und hat 2003 den SwissAward erhalten.

  • OMIT Group AG feiert 40-jähriges Jubiläum

    OMIT Group AG feiert 40-jähriges Jubiläum

    Der Immobiliendienstleister OMIT mit Sitz in Dietikon feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Laut Mitteilung auf LinkedIn wurde der Jahrestag mit einem Ausflug der Belegschaft nach Paris begangen. Das in zweiter Generation von Oliver Mötteli geführte Familienunternehmen bietet Dienstleistungen rund um Immobilien im Limmattal. Das reicht von der Bewirtschaftung von Rendite-Immobilien und Stockwerkeigentum zur Vermarktung von Wohnungen, Einfamilienhäusern oder Liegenschaften. „Mit unserem unglaublich tollen Team haben wir am Wochenende in Paris auf 40 Jahre OMIT angestossen und gebührend gefeiert“, heisst es von Oliver Mötteli, Sohn des Firmengründers und heutigen Verwaltungsratspräsidenten Oskar P. Mötteli.

    1982 habe Oskar P. Mötteli in Geroldswil ZH die OMIT gegründet, heisst es auf der Internetseite des Unternehmens zur Firmengeschichte. Seit 2016 gehöre sein Sohn Oliver zum Firmenteam, womit das Bestehen als Familienunternehmen mit der zweiten Generation sichergestellt sei.

    Beide haben neben ihren Funktionen in der Geschäftsführung und im Verwaltungsrat noch weitere Funktionen. So ist Oskar P. Mötteli Mietrichter am Mietgericht des Bezirks Dietikon. Oliver Mötteli ist als Schlichter der Schlichtungsbehörde in Miet- und Pachtsachen des Bezirkes Dietikon auf Vermieterseite tätig. Weiter ist er Prüfungsexperte bei der Schweizerischen Fachprüfungskommission der Immobilienwirtschaft (SFPKIW), Delegierter der Fachkammer Stockwerkeigentum und Vorstandsmitglied im Hauseigentümerverband Dietikon-Urdorf.

    Die OMIT AG ist Mitglied in verschiedenen Immobilien-Fachverbänden und auch im Gewerbeverein Dietikon und im Industrie- und Handelsverein Dietikon (IHV).

  • Die Stadt im Dorf

    Die Stadt im Dorf

    Schritt für Schritt wird Urdorf-Nord zu einem dichten, lebendigen und bezahlbaren Raum für innovative, nachhaltige und lokale Lebens- und Arbeitsformen. Momentan ist Urdorf-Nord in einer Phase der baulichen Verdichtung und wird mit der Limmattalbahn verkehrstechnisch noch besser an Zürich und den Kanton Aargau angeschlossen. Die Stadt im Dorf ist bereits heute eines der wichtigsten Arbeitsplatzgebiete im Limmattal und hat mit der Kantonsschule und dem angrenzenden Limmattalspital eine starke Verankerung in der Bildung und Gesundheit.

    An die Kantonsschule angrenzend ist eine Zone vorgesehen, die neben innovativem Arbeiten auch urbanes Wohnen möglich macht. Die Strasse «In der Luberzen» soll zur Flaniermeile werden, und an einer der beiden Limmattalbahn-Haltestellen ist ein Platz vorgesehen, der Urdorf-Nord mit den umliegenden Quartieren verbindet. Die Nord-Süd-Verbindung schliesst an den zentralen Platz an, der die Achse weiter zur S-Bahn-Station Glanzenberg leitet.
    Von der Maisonette über das Loft bis zur WG-Wohnung, in Urdorf-Nord soll eine vielschichtige Wohnwelt entstehen, die ein urbanes Flair hat und gleichzeitig den Dorf-Charme nicht verliert. Urdorf-Nord gehört zu den wirtschaftlich interessantesten Gebieten im Limmattal und birgt ein hohes Potenzial bezüglich Arbeits- und Wohnqualität. Die Stadt im Dorf ist topografisch wie auch verkehrstechnisch das Entrée Urdorfs im Limmattal und kann damit eine Leuchtturm-Funktion einnehmen, um innovative und zukunftsorientierte Unternehmen anzusiedeln.

    In Urdorf-Nord (www.urdorfnord.ch) soll aber nicht nur gearbeitet, sondern auch gelebt werden. Die Entwicklungsstrategie sieht vor, eine gute Balance zwischen innovativer Unternehmenskultur und urbanem Wohnen zu ermöglichen. Das Ziel ist klar: In einer umsichtigen Struktur werden sich Wohnen und Arbeiten attraktiv ergänzen, und so ergeben sich befruchtende Synergien. Darüber hinaus wird Urdorf-Nord ein optimiertes Verkehrskonzept erhalten, das den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie des Langsamverkehrs gleichermassen berücksichtigt.

    Bereits heute ist die Stadt im Dorf erlebbar, etwa mit der Zwischennutzung #luberzenareal: Seit Mitte August 2021 bieten unterschiedliche Foodtrucks, die avec box – der modernste Convenience Store der Schweiz – und unkomplizierte Aufenthaltsmöglichkeiten erhöhte Aufenthalts- und Verpflegungsqualität.

    Die Zwischennutzung #luberzenareal lädt bereits heute zu Verpflegung und Aufenthalt ein.
    Willkommen im geplanten Urdorf-Nord.
  • Limmattaler Gemeinden bekennen sich zu „Raum für mehr“

    Limmattaler Gemeinden bekennen sich zu „Raum für mehr“

    Das neue Motto „Raum führ mehr“ der Standortförderung Limmatstadt AG wird von mehreren Gemeinden im Limmattal übernommen und laut Medienmitteilung als Logo in die Kommunikation eingestellt. Die Limmatstadt AG betreibt kantonsübergreifend Standortförderung im Limmattal.

    So ist zum Beispiel seit Donnerstag auf der Online-Seite von Schlieren zu lesen: „Schlieren. Teil der Limmatstadt. Raum für mehr.“ Die grosse Klammer um die Aussage symbolisiert laut der Mitteilung das Wir-Gefühl der Region und das Verständnis, dass die Limmattaler Städte und Gemeinden mit einem gemeinsamen Selbstverständnis mehr Kraft haben. Damit zeigen die Gemeinden zusammen mit der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) ihr Engagement für die Region. Der Auftritt entstand laut der Mitteilung als Gemeinschaftswerk in Workshops mit den Gemeinden und der Badener Agentur Kommpakt.

    Die Limmatstadt-Gemeinden Bergdietikon, Dietikon, Geroldswil, Schlieren, Turgi, Uitikon, Unterengstringen, Urdorf und Weiningen sowie die ZPL unterhalten laut der Medienmitteilung Leistungsvereinbarungen mit der Standortförderung Limmatstadt. Die Limmatstadt AG engagiert sich seit ihrer Gründung 2014 für ein regionales Bewusstsein, für einen gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum, eine verstärkte Vernetzung, zukunftsfähige Entwicklung sowie gemeinsame Positionierung. Auf der Generalversammlung im August 2021 im JED in Schlieren ist das neue Motto „Raum für mehr.“ genehmigt worden.

  • Gemeinden tauschen Erfahrungen zu Raumluft aus

    Gemeinden tauschen Erfahrungen zu Raumluft aus

    Die Corona-Pandemie hat auch Folgen für die Bewirtschaftung von öffentlichen Immobilien. Der Bereich Liegenschaften der Stadt Schlieren hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Qualität von Raumluft beschäftigt. Wie sie mitteilt, hat sie nun gemeinsam mit sanderen Gemeinden eine Erfahrungsgruppe Raumluft gebildet. An der Gruppe beteiligen sich auch Aarau, Baden, Lindau ZH, Luzern, Volketswil ZH und Zürich. Die Hochschule Luzern unterstützt die Arbeitsgruppe. Schlieren ist mit Philipp Ganz, Leiter Unterhalt im Bereich Liegenschaften, in der Gruppe vertreten.

    Die Erfahrungsgruppe will das Risiko der Verbreitung von Coronaviren namentlich in Schulen und Kindergärten minimieren. So wurde in verschiedenen Untersuchungen festgestellt, dass eine Erhöhung des CO2-Gehalts der Raumluft auch die Übertragung der Viren durch Aerosole erleichtert.

    Die Stadt Schlieren will die gemeinsam mit den Partnern gewonnenen Erfahrungen aber auch zusätzlich in den eigenen Gewerberäumen anwenden. So betreibt die Stadt das Innovations- und Jungunternehmerzentrum.

  • „Da wo Schienen sind, entsteht Stadt“

    „Da wo Schienen sind, entsteht Stadt“

    Die November-Ausgabe des Magazins „Baden aktuell“ macht die Limmatstadt zum Monatsthema. In einem Interview erläutert die Geschäftsführerin der Standortförderung Limmatstadt AG, Jasmina Ritz, die Vision der Limmatstadt. Das sei mehr als nur ein Synonym für Baden und Zürich, wird sie zitiert.

    Der Begriff Limmatstadt stehe für die ganze Region entlang der Limmat, so Ritz. So gesehen befinde sich das Limmattal nicht am Rande von zwei Städten, sondern in deren Zentrum und bilde ein Ganzes. Ritz: „Dieser Perspektivenwechsel ist zentral. Die Limmatstadt mit ihren rund 20 Städten und Gemeinden hat, was viele andere Regionen nicht haben: Raum für mehr.“

    Dass aus dem Limmattal nun die Limmatstadt werde, sei eine logische Konsequenz aus der Entwicklung der letzten 20 Jahre. Mit dem Limmattal verbinde man die Vorstellung einer klassischen Agglomeration. Also Industriestandort, Fachmärkte, Verkehrsachse. Die Realität sei heute eine andere, befindet Jasmina Ritz. Die Region bilde mit ihren Kontrasten und ihrer Vielfalt eine räumliche Einheit, eingebettet in den Limmatraum und die Hügelzüge. Mit der Limmattalbahn erhalte die Region zudem einen städtischen Verkehrsträger. Ritz: „Die Limmattalbahn macht aus der Agglo eine attraktive Stadtregion.“

    Auch für Baden sei das Zusammenführen der Region interessant. Die Geschäftsführerin der Standortförderung verweist auf die Praxis: „Die Gemeinden in der Region sitzen alle im gleichen Boot, deswegen lohnt es sich Kräfte zu bündeln. Es hat wenig Gewicht, wenn die Stadt Baden in Bern anklopft. Wird aber eine ganze Region vorstellig, steigt der Druck“, wird sie zitiert.

    Zu der in der Mitte der Limmatstadt verlaufenden Kantonsgrenze zwischen Zürich und Aargau sagt sie: „Politische Grenzen entsprechen nicht mehr den Lebensrealitäten.“ Die Fragmentierung der Region verhindere grösseres Denken und Handeln. Ein Gesamtblick sei im Wettbewerb der Regionen aber nötig. Deutlich werde das an Herausforderungen wie Verkehrslösungen. Im Jahr 2022 werde die Limmattalbahn eröffnet. Sie schaffe Verbindungen zwischen Orten, Menschen, Arbeitsplätzen über die Kantonsgrenze hinaus. Diese Bahn sei viel mehr als ein Transportmittel. Ritz: „Da wo Schienen sind, entsteht Stadt.“

  • In der Limmatstadt verschwinden die Grenzen

    In der Limmatstadt verschwinden die Grenzen

    Das Kundenmagazin „blue“ der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) widmet der Entwicklung der Limmatstadt seine Titelgeschichte. Im Gespräch in Schlieren und an urbanen Entwicklungszentren entlang der Limmattalbahn erklärt die Geschäftsführerin der Standortförderung Limmatstadt AG, Jasmina Ritz, die Idee hinter dem Projekt. „Eine Stadt entsteht“, heisst denn auch der Titel der neuesten Ausgabe von „blue“ mit einem Foto von Jasmina Ritz auf dem Dach des Bio-Technoparks in Schlieren. „Hier befinden wir uns im Epizentrum der städtebaulichen Entwicklung der Limmatstadt“, wird Ritz zitiert. Und: „Von hier oben sieht man keine Grenzen mehr.“

    Mit diesem Satz und in dem langen Gespräch mit Autor Luc Descombes macht die Verantwortliche der Limmatstadt AG deutlich, dass die Vorzüge und Stärken der einzelnen Gemeinden in die gemeinsame Vision der Limmatstadt zusammengeführt werden sollen. „Deshalb ist ein gemeinsames Selbstverständnis auch so zentral“, wird Ritz zitiert. Im Einzugsgebiet der sogenannten Limmatstadt wohnen, je nach Perspektive, mindestens 200‘000 Menschen, heisst es im Text von „blue“. Das verdient nach Ansicht von Jasmina Ritz „einen starken gemeinsamen Auftritt und ein schlagkräftiges Standortmarketing“.

    In der unter dem Zweittitel „Vision Limmatstadt“ publizierten Hauptgeschichte zeichnet an den Beispielen der Gemeinden von Schlieren und Dietikon über die Kantonsgrenze hinweg ins Aargauische Spreitenbach das Entstehen einer „lebenswerten Stadt“. Hervorgehoben wird die Bedeutung der im Bau befindlichen Limmattalbahn für das regionale Zusammenführen. Jasmina Ritz dazu: „Wo ein Tram fährt, entsteht urbaner Raum. Die Limmattalbahn ist für die positive Entwicklung der Region entscheidend.“

    Das Engagement der EKZ in diesem Raum wird in „blue“ mit den Firmenprojekten deutlich gemacht. So versorge das EKZ-Wasserkraftwerk Dietikon 4500 Haushalte, das  Unterwerk Oberengstringen leistet seit 2020 zusätzliche 80 Megawatt und seit 2020 verlege die EKZ für die Limmattalbahn Dutzende Kilometer neuer Leitungen und Leerrohre zur Verstärkung des Stromnetzes der Zukunft in der Limmatstadt. „blue“ erscheint zweimal jährlich mit einer Auflage von 300’000 Exemplaren im gesamten Kantonsgebiet. Das Magazin geht an jeden Haushalt.

  • Schlieren treibt Aufwertung von Kesslerplatz voran

    Schlieren treibt Aufwertung von Kesslerplatz voran

    Die Anlagestiftung der Migros-Pensionskasse hat einen Gestaltungsplan für den Kesslerplatz vorgelegt. Nach der Überweisung des privaten Gestaltungsplans von Gemeinderat an Gemeindeparlament „kommt die Stadt Schlieren ihrem Ziel bald einen grossen Schritt näher“, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

    Im Rahmen der geplanten Aufwertung des Platzes soll das Hochhaus erhalten bleiben. Der Gestaltungsplan sieht zudem vier neue Baukörper vor. Einer davon ist für eine gewerbliche Nutzung vorgesehen, die drei anderen sollen Wohnraum bieten. Insgesamt sollen dadurch 103 neue Wohnungen, ein Doppelkindergarten und ein Mehrzweckraum entstehen. Für die Realisierung des Kindergartens hat die Stadt Schlieren mit der Anlagestiftung der Migros-Pensionskasse sowohl einen Landabtausch als auch eine Entschädigung über 2,11 Millionen Franken vereinbart.

    Die Arbeiten sollen im Frühjahr oder Sommer 2022 beginnen, der Bezug soll ab Frühjahr/Sommer 2024 erfolgen. Da der Doppelkindergarten erst ein Jahr später zur Verfügung stehen wird, „wird die Anlagestiftung der Migros-Pensionskasse die Mietkosten für ein Provisorium zu 50 Prozent übernehmen, die restlichen Mietkosten sind ebenfalls in der Entschädigung enthalten“, so die Stadt Schlieren.

    Mit der Aufwertung des Kesslerplatzes solle ein „hochwertiges und attraktives Eingangstor“ nach Schlieren entstehen, das zudem optimal an die Limmattalbahn angeschlossen sein wird.

  • Dietikon setzt auf Standortwerbung mit Komiker-Duo Lapsus  

    Dietikon setzt auf Standortwerbung mit Komiker-Duo Lapsus  

    Die Stadt Dietikon setzt in der Standortwerbung auf Humor. Das bekannte Dietiker Komiker-Duo Lapsushat deshalb laut Medienmitteilungden Auftrag erhalten, ihre Wohnstadt einer kritischen Betrachtung zu unterziehen und dabei ihre Eindrücke festzuhalten. Dabei seien witzig-selbstironische Videoproduktionen entstanden, heisst es weiter.

    Die Videos sind ab sofort über YouTube, Facebook und Instagram anzuschauen. Das ersteträgt den Titel „Dietikon von seiner schönsten Seite“. Darin wird Dietikon – bei vorbeifahrendem Zug – als laute und urbane Stadt mit idyllischen Grünzonen präsentiert. Das zweiteVideo stellt mit humorigen Wortspielen die noch bis Ende Februar laufende Open-Air-Galerie „DietikON – Lichtkunst erleben“ vor. Weitere Themen sind geplant.

    Der Kern der Kampagne, die bin in den Mai dauern wird, sei Selbstironie, heisst es in der Medienmitteilung. Geplant sei die Veröffentlichung von sechs bis sieben Videos, welche die Qualitäten und Standortvorteile der Stadt sichtbar machen und die Positionierung der Stadt als Zentrum für Wirtschaft, Kultur, Bildung, Naherholung, Sport und Freizeit fördern.

    Betont wird, dass zwar die Themen mit der Stadt abgesprochen seien. In der Umsetzung sind die Komiker aber frei.

  • Limmatstadt AG sitzt nun in Schlieren

    Limmatstadt AG sitzt nun in Schlieren

    Die Standortförderungsorganisation Limmatstadt AG ist von Zürich nach Schlieren umgezogen. Mit dem neuen Jahr ist sie nun im JED ansässig, der ehemaligen NZZ-Druckerei. Von den neuen Räumlichkeiten innerhalb des Coworking Space Branch Collab im Erdgeschoss der JED werden Geschäftsführerin Jasmina Ritz und ihre Mitarbeitenden sich auch weiter für den Standort Limmattal einsetzen und sind jetzt noch näher am Puls der Region, wie auch aus einer Mitteilung hervorgeht.

    Im JED mit Ankermietern wie Zühlke und Halter werden Innovationen gefördert und Arbeitsplätze geschaffen. Auch das Coworking Space Branch Collab trägt mit seinen flexiblen Arbeitsplätzen und als Plattform für kollaboratives Arbeiten dazu bei. Dabei profitieren die im JED ansässigen Firmen und Unternehmer ebenso wie die Limmatstadt AG von der guten Erreichbarkeit durch die Limmattalbahn (Haltestelle Wagonsfabrik).

  • Spital Limmattal darf Erweiterungsflächen erwerben

    Spital Limmattal darf Erweiterungsflächen erwerben

    Nach der Abstimmung vom Sonntag hat der Spitalverband Limmattal auf mehrere  Jahre Planungssicherheit für künftig notwendig werdende Erweiterungs- und Zubauten für das Spital Limmattal. Mit 87,1 Prozent sprachen sich die Stimmberechtigten der elf Trägergemeinden des Spitalverbands für den Kauf des Grundstücks Sandbühl in Schlieren aus. Die aus drei Parzellen bestehende Liegenschaft grenzt laut Medienmitteilung im Nordosten unmittelbar an das bestehende Spitalareal mit Akutspital, Pflegezentrum und Rettungsdienst-Stützpunkt. Das ermögliche eine zukunftsorientierte, vorausschauende und nachhaltige Planung des Gesundheitsplatzes Limmattal, heisst es weiter. Die Stimmberechtigten folgten mit ihrem Ja zu einer langfristigen Arealplanung dem einstimmigen Votum der Delegiertenversammlung vom 23. September. Der Kaufpreis beträgt rund 15 Millionen Franken.

    Das Spital Limmattal stellt die medizinische Grundversorgung von über 77’000 Patientinnen und Patienten jährlich sicher. Es verfügt mit dem Neubau vom Oktober 2018 über 188 Betten, acht Operationssäle und acht Intensivpflegeplätze. Derzeit sind laut der Mitteilung 1480 Mitarbeitende aus 49 Nationen im Spital tätig.

  • EKZ versorgt das Limmattal mit weiteren 80 Megawatt

    EKZ versorgt das Limmattal mit weiteren 80 Megawatt

    Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) nehmen mit der Anlage in Oberengstringen ihr drittes Unterwerk im Limmattal in Betrieb. Das Limmattal wird nun durch die drei Unterwerke Schlieren, Dietikon und Oberengstringen versorgt. Das neue Unterwerk mit einer Leistung von 80 Megawatt wird bis kommenden Februar sukzessive in Betrieb genommen.

    „Damit sind wir sehr gut gewappnet für den stetig wachsenden Energiebedarf in der Region“, wird Hans-Peter Häberli, Leiter Bau und  Anlagen bei EKZ, in einem Interview zitiert. Der wirtschaftliche Aufschwung im Limmattal mit Ansiedlung neuer Firmen, eines grossen Rechenzentrums und der Limmattalbahn lässt den Strombedarf kräftig steigen. Häberli: „Wir verzeichneten über die vergangenen Jahre im Limmattal generell starke Lastzunahmen. Zukünftig wird der Energiebedarf durch die Limmattalbahn und die Ansiedlung eines Rechenzentrums in der Region zusätzlich stark getrieben. Das Unterwerk Schlieren, welches bisher die Region mit Energie versorgte, muss daher entlastet werden. Seine Kapazität würde schon bald nicht mehr ausreichen.“

    Im neuen Unterwerk erfolgt die Umspannung der elektrischen Energie. Im Fall von Oberengstringen übernimmt EKZ den Strom mit einer Spannung von 110 Kilovolt vom Hochspannungsnetz der Axpo. Mit zwei 40-Megawatt-Transformatoren erfolgt die Umspannung der Energie auf 16 Kilovolt, heisst es auf der Internetseite von EKZ. Danach würde der Strom weiter heruntertransformiert, bis er ins Netz für die Endverbraucher wie Wohnsiedlungen eingespeist wird.

    Der Anschluss des neuen Werks soll schrittweise bis zum Februar erfolgen. Dann wird Oberengstringen nach Angaben von Häberli voll an das Hochspannungsnetz der Axpo angeschlossen sein. Versorgt werden dann die Gemeinden Ober- und Unterengstringen, Weiningen und Teile von Schlieren.

  • Eine Hochbahn für Silbern und das Niderfeld

    Eine Hochbahn für Silbern und das Niderfeld

    Das innovative Projekt der im Mai 2018 gegründeten Interessengemeischaft (IG) Hochbahn Silbern macht sich für eine Verkehrslösung hoch über den Gleisen zwischen den für Dietikon relevanten Quartieren Silbern und dem noch in der Entwicklung stehenden Niderfeld stark. Denn der SBB-Rangierterminal bildet eine Barriere zwischen den beiden Stadtteilen. Die Hochbahn würde die direkte Verbindung zwischen der im Richtplan festgehaltenen S-Bahn-Station Silbern und einer Station der Limmattalbahn im Niderfeld sichern. Damit hätte das Silbernquartier einen Anschluss an die Limmattalbahn, und die künftigen rund 2000 Bewohner und Arbeitenden des Niderfeld-Quartiers könnten unkompliziert die Einkaufsinfrastruktur und eine mögliche S-Bahn-Haltestelle Silbern erreichen.
    Hinter der IG Hochbahn Silbern stehen Vertreter der Gebiete Silbern und Niderfeld sowie der Limmatstadt AG und der Stadt Dietikon. Präsidiert wird die IG von Beny Ruhstaller, Verein Grundeigentümer Niderfeld Dietikon (VGND). Die Hochbahn soll in den nächsten 8 bis 15 Jahren realisiert werden. Das Projekt wurde als relevant für das Limmattal eingestuft. Deshalb wurde die Hochbahn Silbern als förderungswürdiges Projekt in die Regionale Projektschau Limmattal aufgenommen. Wie die automatisierte seilgezogene Hochbahn aussehen könnte, ist bereits klar. Mit ihrem möglichen futuristischen Design wäre die Hochbahn nicht nur eine Attraktion im Limmattal, sondern würde zudem die gewünschte Querverbindung bieten. Seilbahnen haben sich auch an anderen Orten in der Schweiz bewährt. So beispielsweise die Polybahn in Zürich, die Seilbahn Rigiblick oder die Stadtbahn Lugano.

    Die Hochbahn Silbern hat sich mittlerweile von einer Vision zu einem konkreten Projekt entwickelt. Die Machbarkeit wurde geprüft und für umsetzbar eingestuft – auch die Streckenführung und mögliche Haltestellen konnten bereits eingegrenzt werden. So soll die Fahrstrecke zwischen 607 und 637 Meter lang sein. Mit einer Fahrzeit von etwa 2 Minuten könnte die Hochbahn 700 bis 750 Personen pro Stunde transportieren. Die bislang erfolgten Gespräche mit den SBB und der Seilbahnfirma Garaventa, die regelmässig an den Sitzungen der IG Hochbahn Silbern teilnehmen, verliefen bisher vielversprechend. Die Kosten werden auf ca. 20 Millionen Franken geschätzt. Der Betrieb soll vollautomatisch erfolgen und kein Personal vor Ort benötigen.

    Um das Projekt voranzutreiben wird gemäss der IG Hochseilbahn Silbern nun Unterstützung durch die Stadtbehörden benötigt. Ausserdem muss die Hochbahn in den Quartierplan Niderfeld integriert werden – mit einer eventuellen Landausscheidung für die Stationen und die Geleise auf beiden Seiten. In nächster Zeit soll das Projekt mit einer Potenzialanalyse weiter konkretisiert sowie die Kostenplanung und technische Umsetzbarkeit geprüft werden. Danach folgt die Eingabe an das Bundesamt für Verkehr. ■

  • 50 Jahre Shoppi Tivoli Spreitenbach

    50 Jahre Shoppi Tivoli Spreitenbach

    Patrick Stäuble, der Vorsitzende der Geschäftsleitung und Centerleiter des Shoppi Tivoli, ist 51 Jahre alt. Das Shoppi Tivoli feiert dieses Jahr sein 50-Jahr-Jubiläum. Verändert hat sich seit dem Jahr 1970 einiges: «Bei der Eröffnung zählte das Einkaufszentrum 50 Shops. Heute sind über 450 Brands vertreten», sagt der Chef. Auch das Freizeitangebot habe sich verändert – was früher die Kegelbahn war, sind es heute das Fitness-Center oder das breite gastronomische Angebot. Unbestritten ist das Shoppi Tivoli wichtig für Spreitenbach: «Es war wie ein Ufo, das vor 50 Jahren mitten im Bauerndorf gelandet ist», sagt Stäuble.

    Das Shoppi Tivoli war das erste Shoppingcenter der Schweiz – eine Pionierleistung. Um zu verstehen, dass es ausgerechnet in Spreitenbach gebaut wurde, muss man einen Blick auf die Geschichte werfen: Es war der damalige Ortsplaner Klaus Scheifele, der in den 1950er-Jahren den Richtplan für den Bau des neuen Spreitenbach gemeinsam mit anderen Fachleuten entwarf. Und zwar auf der Grundlage der Charta von Athen – dem städtebaulichen Manifest des Schweizer Architekten Le Corbusier. Die Idee kam bei Planern, Politikern und Investoren so gut an, dass sie einen regelrechten Bauboom auslöste.

    Ein Einkaufscenter war in diesem Richtplan ebenfalls vorgesehen. Karl Schweri, der damalige Denner-Chef, sicherte sich über seinen Immobilien-Fonds das dafür vorgesehene Land und suchte einen Architekten mit Amerikaerfahrung. Es meldete sich der Schweizer Walter Hunziker, der zehn Jahre in den USA gelebt und dort ein Diplom als Architekt und Stadtplaner erworben hatte. Gemeinsam mit dem Ökonomen Fritz Frey gründete er die Transplan AG und begann im Jahr 1962 damit, ein neues Stadtzentrum in Spreitenbach zu planen. Acht Jahre später eröffnete das «Shoppi». Bis zu diesem Zeitpunkt konnte der Ort seine Einwohnerzahl verdreifachen. «Spreitenbach zog zu dieser Zeit auch viele Paare an, die nicht verheiratet waren. In Zürich war das Konkubinat verboten, im Kanton Aargau nicht», erklärt Stäuble.

    Hunziker hatte grosse Visionen – die nicht alle umgesetzt werden konnten. Angestrebt war ein Wachstum auf 30’000 Einwohner – im Jahr 2020 sind es etwas über 10’000, die in Spreitenbach leben. Mit seiner rasanten Entwicklung und den vielen Hochhäusern hat das ehemalige Bauerndorf viele ausländische Bewohner angelockt. «Spreitenbach hat einen gewissen Ruf bekommen», sagt Stäuble. Dabei könne die Gemeinde mit einem schönen Dorfkern im oberen Bereich und den modernen Hochhäusern wie natürlich auch dem Shoppi Tivoli im neuen Teil punkten. Doch die Zeichen stehen nicht schlecht, dass Spreitenbach die Trendwende doch noch schafft – zurzeit wird wieder viel gebaut. Über Projekte wie «Tivoli Garten» mit 320 Wohnungen freut sich der Centerleiter: «Das zieht auch viele Leute an, die es schätzen, das Einkaufszentrum direkt nebenan zu haben.» Dass das Projekt «Neumatt», welches direkt ans Shoppi Tivoli gegrenzt hätte, abgelehnt wurde, findet der Centerleiter schade: «Ich glaube, das ist eine verpasste Chance für Spreitenbach. Aber es ist für die Bevölkerung wohl einfach gerade etwas viel mit dem Bau der Limmattalbahn und des Tivoli Gartens. Ich denke, das Projekt war gut, nur der Zeitpunkt schlecht.»

    Überhaupt geht Stäuble davon aus, dass sich Spreitenbach ideal in der Limmatstadt positionieren wird. Die Limmatstadt habe die wichtige Aufgabe, das Limmattal über die Kantonsgrenze hinweg zu verbinden. Dafür sei auch die Limmattalbahn wichtig. «Diese Anbindung ist für uns wie auch für die nächste Generation von Bedeutung. Die Leute siedeln sich dort an, wo es gute ÖV-Anbindungen und ein grosses Angebot an Freizeit- und Gastromöglichkeiten gibt.» Und gerade den jüngeren Menschen sei es egal, ob sie jetzt im Aargau oder in Zürich leben würden. «Sie wollen dort sein, wo Leben stattfindet, wo sie ihre Freizeit so gestalten können, wie sie wollen.» Spreitenbach biete hierfür ideale Voraussetzungen. Nicht zuletzt wegen dem Shoppi Tivoli, das 4,5 Millionen Besucher jährlich verzeichnet. Unter der Woche kommen täglich bis zu 15’000 Besucher, an einem Wochenende könnten das auch mal 38’000 sein, sagt Stäuble: «Wir sind nach wie vor ein Wochenend-Center. Ein Besuch des Shoppi Tivoli sei eine Freizeitbeschäftigung, man flaniere, kaufe ein und könne die ganze Familie mitnehmen. In den letzten Jahren wurde die CenterMall wie auch die TivoliMall neu beziehungsweise umgebaut. «Man hat mehrere hundert Millionen investiert – das Shoppi ist heute mit internationalen Brands und einem grossen Freizeit- und Gastroangebot ausgestattet und damit fit für die Zukunft», ist Stäuble überzeugt. Ein Einkaufszentrum sei aber nie fertig. Die Trends würden heute in Richtung Freizeit, Kosmetik und Dienstleistung gehen. «Das ist ein laufender Prozess, dem müssen wir uns stellen. Aber es braucht sicher nicht mehr die grossen Investitionen, nun ist nur noch die Entwicklung rundherum nötig.» Und auch in Sachen Digitalisierung werde es Transformierungen geben. «Ich denke, es wird auf eine Kombination von On- und Offline hinauslaufen. Also, dass ich beispielsweise in einem Laden meine Jeans aussuchen kann, danach aber nicht die Tüte nach Hause schleppen muss, sondern die Hose mir am nächsten Tag direkt nach Hause geliefert wird.»

    «Einkaufen
    mit Maske ist kein Erlebnis.»


    Die Frage nach der Zukunft stellt sich gerade auch im Hinblick auf die Coronapandemie. Diese hat das Shoppi Tivoli hart getroffen. Man sei aber gut aus dem Lockdown gestartet: «Es gibt Branchen, die haben sich praktisch zu 100 Prozent erholt. Doch speziell die Textilbranche wird den Verlust nicht mehr aufholen können», erläutert Stäuble. Stark betroffenen Mietern habe man von sich aus 50 Prozent der Miete erlassen.

    Während der Kanton Zürich eine Maskenpflicht in Einkaufsläden verordnet hat, kann man im Kanton Aargau noch maskenfrei shoppen. Einen vermehrten Zulauf von Zürchern, die lieber ohne Maske unterwegs sind, spührt Stäuble aber nicht: «Trotzdem bin ich sehr froh darüber, dass wir keine Maskenpflicht haben. Shoppen in dieser Grösse ist ein Erlebnis. Wir verkaufen Emotionen – das ist mit Maske einfach schwieriger. Wir zählen über 1400 Mitarbeitende – und haben nicht eine einzige Coronainfektion auf Verkäuferseite. Die Menschen sind hier in Bewegung und nicht lange miteinander in Kontakt.»

    Stäuble blickt also zuversichtlich in die Zukunft. Auch wenn er auf politischer Ebene noch einige To-Do`s sieht. Beispielsweise die Umsetzung längerer Öffnungszeiten sowie mehr Sonntagsverkäufe. «Die Verkäuferinnen arbeiten deshalb nicht länger oder mehr, nur in anderen Schichten», entkräftet der Chef ein viel vorgebrachtes Gegenargument. Mit dem fortwährenden Entstehen einer «Limmatstadt» brauche es auch auf politischer Ebene Fortschritte. Der Centerleiter könnte sich sogar vorstellen, dass das Shoppi Tivoli eines Tages «Shoppi Tivoli Limmatstadt» heisst. ■

  • Das Museum Villa Langmatt soll erhalten bleiben

    Das Museum Villa Langmatt soll erhalten bleiben

    Das Museum Langmatt in Baden gilt als einzigartig in der Schweizer Museumslandschaft. Die Jugendstilvilla des Industriellenehepaares Sidney und Jenny Brown-Sulzer beherbergt eine erlesene Kunstsammlung französischer Impressionisten. Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit viel persönlichem Herzblut zusammengetragen. Der unverwechselbare Reiz der Villa liege in der Präsentation von herausragenden Bildern der Kunstgeschichte in historischen Wohnräumen, umgeben von einem idyllischen Park, beschreibt Markus Stegmann, Direktor des Museums Langmatt, seinen «Arbeitsplatz».

    Ausser Frage steht, dass das kantonale Schutzobjekt saniert und der Betrieb auf eine finanziell gesunde Basis gestellt werden müsse, teilt die Stiftung Langmatt in einer Mitteilung mit. Während die Stiftung ihre Betriebsfinanzen saniere und damit den Betrieb und die Instandhaltung sichere, leiste die Stadt unter Mithilfe von Kanton und Dritten wiederkehrend Beiträge an die Instandsetzung der Immobilie.

    Klare Verteilung der Verantwortlichkeit
    Mit diesem partnerschaftlichen Vorgehen könne die wichtige Kulturinstitution in die Zukunft geführt werden. Das Motto der Strategie lautet: «Juwel für alle.» Ziel der Strategie sei, die Langmatt als einzigartige Institution und lebendige Zeugin der Industrie-, Sozial-, Sammlungs- und Architekturgeschichte zu erhalten. Kern der Strategie ist eine klare Verteilung der Verantwortlichkeit zwischen Stadt und Stiftung: Als Stifterin und Alleinerbin leistet die Stadt einen substantiellen Beitrag an die Renovation der Immobilie, die mit rund 17,2 Millionen Franken (+/- 25 %) beziffert ist. Als Betreiberin des Museums saniert die Stiftung nachhaltig ihre Betriebsfinanzen.

    Der Einwohnerrat der Stadt Baden hat an seiner Sitzung vom 3. Juni 2020 die Umsetzung der Strategie «Zukunft Langmatt» beschlossen, um die Zukunft des Museums zu sichern. Mit anderen Worten: Die Stiftung übernimmt den Lead für die Instandsetzung und die Kosten der Planung bis hin zu einem Bauprojekt. Für die Ausführung des Bauprojekts sehen Stadt- und Stiftungsrat vor, eine Aktiengesellschaft zu gründen, an der sich die Stadt substanziell beteiligt. Sie soll die zusätzlichen finanziellen Mittel zur Deckung der Betriebskosten aufbringen.

    Bilderverkauf für den notwendigen Kapitalertrag
    Zur langfristigen Sanierung des von Anfang an zu gering bemessenen Stiftungskapitals sei ein gezielter Bilderverkauf von ein bis drei Werken erforderlich, der jedoch den Kernbestand der Sammlung nicht berühre, betonen die Projektverantwortlichen. Aus dem Erlös von rund 40 Millionen Franken generiert die Stiftung den notwendigen Kapitalertrag, um damit den Betrieb nachhaltig zu sichern. «Ein zwar schmerzlicher, aber alternativloser Schritt, der die Zukunft des Museums sichert», betont Lukas Breunig-Hollinger, Präsident der Stiftung Langmatt. «Die Langmatt bleibt als historisches Ensemble, als Ort Badener Identität und als lebendiger Zeuge der Industrie-, Sammlungs- und Architekturgeschichte erhalten», sagt Markus Stegmann, Direktor des Museum Langmatt. Regional verankert, verstärke die Langmatt zukünftig ihre internationale Ausstrahlung.

    Zweijährige Bauplanungsphase
    Zu den wesentlichen Neuerungen zählen die ganzjährige Museumsöffnung, eine Verbesserung des Eingangsbereichs mit Kasse, Shop und Garderobe, ein Lift zur barrierefreien Erschliessung sowie ein filigraner Pavillon für Veranstaltungen. Als nächste Etappe folgt eine rund zweijährige Bauplanungsphase mit dem Ziel, die Kostengenauigkeit der Instandsetzung zu präzisieren. Dies ist eine zentrale Voraussetzung für die erforderliche Volksabstimmung, die für 2023 erwartet wird. Wird die Vorlage gutgeheissen, erfolgt in einem nächsten Schritt der Bilderverkauf. Der Beginn der Instandsetzung des Museum könnte 2024 erfolgen, die Wiedereröffnung der Langmatt 2026. ■

  • «Wir sind auf allen Baustellen auf Kurs»

    «Wir sind auf allen Baustellen auf Kurs»

    Seit gut einem Jahr ist die erste Etappe der Limmattalbahn zwischen Zürich Farbhof und Schlieren Geissweid in Betrieb. Das Tram wird gut akzeptiert und rege genutzt. «Es wird kaum mehr unterschieden zwischen ‹alter› und ‹neuer› Strecke», sagt Oliver Obergfell von der Medienstelle VBZ. Auch das Grüntrassee mache nach einem Betriebsjahr bereits einen sehr guten Eindruck. Im Durchschnitt nutzen unter der Woche rund 5000 Personen die Schlieremer Haltestellen – das entspricht in etwa der Passagierzahl der ehemaligen Buslinie 31. Seitens der Limmattalbahn (LTB) AG ist man ebenfalls zufrieden mit dem Betrieb. «Bisher hatten wir auch kaum Beschwerden in Bezug auf die Infrastruktur», sagt Geschäftsführer Daniel Issler.


    Die zweite Etappe der Limmattalbahn zwischen Bahnhof Altstetten und Zürich Farbhof sowie zwischen Schlieren Geissweid und Killwangen-Spreitenbach ist seit einem Jahr im Bau. Auch hier läuft alles nach Plan: «Die Bauarbeiten kommen sehr gut voran. Wir sind auf allen Baustellen auf Kurs oder sogar etwas schneller unterwegs», sagt Issler. Eine Kostenüberschreitung zeichne sich zurzeit nicht ab. Der Gesamtprojektleiter sieht sich aber auch mit Herausforderungen konfrontiert: «Bei der zweiten Etappe finden die Bauarbeiten zeitgleich auf einer Länge von rund 10 Kilometern statt.» Hinzu kämen die grossen Bauwerke wie der Färberhüslitunnel in Schlieren, die Unterführung bei der Dreispitzkreuzung in Dietikon und das Rampenbauwerk in Killwangen.

    Eine Buslinie könnte das steigende Passagieraufkommen nicht bewältigen
    Der Bau der Limmattalbahn ist mit Einschränkungen und Immissionen für Anwohner, Unternehmer und Verkehrsteilnehmer entlang der Strecke verbunden. Dass die Baustelle der Limmattalbahn einige Unannehmlichkeiten mit sich bringt, ist der LTB AG bewusst. «Wir bemühen uns deshalb, so rasch wie möglich zu bauen, um die Einschränkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Meldet sich jemand mit einem Anliegen bei uns, sind wir bestrebt, individuelle Lösungen zu finden», sagt der Geschäftsführer. Dabei hebt Issler noch einmal den Nutzen der durchgehenden Limmattalbahn von Zürich Altstetten bis Killwangen-Spreitenbach hervor: «Der öffentliche Verkehr wird gestärkt – die Limmattalbahn ist eine Ergänzung zur bestehenden S-Bahn und ermöglicht eine durchgehende und zuverlässige Reisekette.» Das viel hervorgebrachte Argument der Limmattalbahn-Gegner – dass ein Ausbau der bestehenden Busnetze in der Region genügt hätte und billiger gekommen wäre – entkräftet der Chef der LTB AG: «Das Limmattal entwickelt sich rasant. Viele Neuerungen stehen ja noch bevor. Eine Buslinie könnte dieses Wachstum nicht bewältigen. Zudem ein Bus immer Gefahr läuft, im Stau stecken zu bleiben.»

    Die Ankündigung der Limmattalbahn hat entlang der Strecke bereits zahlreiche Bautätigkeiten ausgelöst. Alte Bausubstanz wird erneuert, neue Geschäfts- und Wohnbauten entstehen. Issler erwartet, dass dieser Trend anhalten und sich sogar noch verstärken wird. Das Wachstum verschärft aber auch das bereits bestehende Verkehrsproblem des Limmattals. Kann die Limmattalbahn hier Abhilfe schaffen? «Ein Ziel der Limmattalbahn ist, den Grossteil des Mehrverkehrs durch den öffentlichen Verkehr aufzufangen. Da gleichzeitig auch Massnahmen für den motorisierten Individualverkehr umgesetzt werden, sind wir zuversichtlich, dass sich dadurch auch der Strassenverkehr verflüssigt», sagt Issler.

    Die zweite Etappe soll Mitte 2022 fertig gebaut sein. Danach folgen Testfahrten. Der offizielle Betrieb soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 aufgenommen werden. Dann bedient die Limmattalbahn mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 22 km/h eine Strecke von 13,4 Kilometer: Von Zürich Altstetten über Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach bis nach Killwangen. Die Stadtbahn stoppt dabei 27 mal und hat Kapazität für 260 Fahrgäste. Für die ersten zwei Etappen wurden von den Kantonen Zürich und Aargau sowie vom Bund insgesamt 755 Millionen Franken aufgewendet.

    Die Aargauer Regierung arbeitet derweil an den Plänen für eine dritte Etappe: von Killwangen-Spreitenbach bis nach Baden. Der Grosse Rat hat im Spätsommer 2020 entschieden, das Trassee freizuhalten und die Weiterführung der Tramstrecke im kantonalen Richtplan vom bisherigen Status «Vororientierung» auf die Stufe «Zwischenergebnis» anzuheben. Die Verlängerung der Limmattalbahn hat damit gute Chancen – bis zu einem definitiven Entscheid müssen aber noch einige Hürden genommen werden. Die Aufnahme des Betriebs für die letzte Etappe, sofern sie tatsächlich realisiert wird, erwartet man nicht vor 2032. ■

  • Letzibach D: Drei autonome Gebäudeteile von  drei verschiedenen Bauherrinnen

    Letzibach D: Drei autonome Gebäudeteile von drei verschiedenen Bauherrinnen

    Zwischen 2021 und 2025 wird in Zürich-Altstetten der Neubau Letzibach D realisiert. Die Stadt Zürich hat das 10’000 Quadratmeter grosse Areal im Jahr 2014 von den SBB erworben. Das Areal weist auf der Nordseite das offene Gleisfeld und auf der Südseite die stark befahrene Hohlstrasse auf. Unter der Bauherrschaft der Liegenschaftenverwaltung, der Stiftung Alterswohnungen sowie der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien der Stadt Zürich sollen hier 250 gemeinnützige Wohnungen entstehen. Die drei Bauherrinnen planen jeweils ein Drittel des Bauvolumens. So entstehen drei autonome Gebäudeteile mit eigenen Eingängen.

    Die Arealüberbauung ist auf eine Ausnützung von 318 Prozent ausgelegt. Die erforderliche Dichte kann nur mittels Hochhauslösungen erreicht werden. Für die Pläne verantwortlich sind Gut & Schoep Architekten GmbH und Neuland Landschaft GmbH aus Zürich. Vorgesehen ist ein 60 Meter hohes Gebäude mit 24 Stockwerken und einer einprägsamen städtebaulichen Silhouette sowie ein achtgeschossiges, langgezogenes Gebäude, welches sich U-förmig gegen das Gleisfeld hin öffnet. An der Kreuzung Hohlstrasse/Flurstrasse entsteht zudem ein kleiner Stadtplatz.

    Der Baukörper ragt im Westen zur Hohlstrasse vor und führt den Strassenraum der angrenzenden Überbauung Letzibach C fort. Im Norden knickt er nochmals im rechten Winkel ab und bildet damit mit dem Hochhaus den Abschluss. Im niedrigen, zusammenhängenden und acht Stockwerke umfassenden Teil der Überbauung finden sich die 53 Wohnungen der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien und die 81 Wohnungen der Liegenschaften Stadt Zürich. Die Wohnungen im flachen Gebäudeteil bieten südorientierte Essküchen sowie Richtung Norden ausgerichtete Wohnräume – teilweise mit inneren Rundläufen oder mit grosszügigen Entrées. Eingezogene Balkone zwischen Essküche und Wohnraum sind für die 131 Alterswohnungen vorgesehen. Diese Wohnungen der Stiftung Alterswohnungen Stadt Zürich sollen im sechzig Meter hohen Turm entstehen. Die Betonfassade der Gebäude soll Langlebigkeit und einen sparsamen Unterhalt sicherstellen. ■

  • Mammutprojekt Niderfeld

    Mammutprojekt Niderfeld

    Das Niderfeld befindet sich im Nordosten der Gemeinde Dietikon und grenzt teils an Spreitenbach. Mit rund 40 Hektaren ist das Niderfeld Dietikons letzte grosse Baulandreserve. Und gut Ding will Weile haben: Die Planung, wie das bis 1890 landwirtschaftlich genutzte Gebiet in Zukunft aussehen wird, läuft bereits seit rund zehn Jahren. Um die 3000 Menschen sollen dereinst hier wohnen und weitere 4000 Leute arbeiten. Hinter dem Vorhaben steht der Ende 2012 gegründete Verein «Grundeigentümer Niderfeld Dietikon» (VGND). Dieser begleitet die Entwicklung im Niderfeld, fördert die Interessen und Anliegen der Grundeigentümer und vertritt diese gegenüber den Behörden. Die drei grössten Eigentümer sind die Firma Planzer Transport AG, die Stadt Dietikon sowie die Josef Wiederkehr AG aus Dietikon.

    Zweimal wurden im Laufe der Zeit Anträge gestellt, das Niderfeld ganz oder teilweise in eine Industriezone umzuwandeln. Beide Male wurden die Anträge abgelehnt: erst vom Gemeinderat und dann an der Urne. Im kantonalen Richtplan mass man 1995 dem Niderfeld kantonale Bedeutung als Zentrumsgebiet zu. In einem Zentrumsgebiet sind Siedlungsteile mit hoher baulicher Dichte wie auch Erholungsgebiete vorgeschrieben. So soll ein attraktiver wirtschaftlicher Standort mit einem guten Anschluss an den ÖV geschaffen werden. Anfang 2002 wandte sich die Stadt Dietikon an die Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) mit dem Ziel, eine politisch tragfähige Zonierung zu finden. Diese sollte eine geordnete, auf ein Gesamtkonzept abgestützte bauliche Entwicklung zulassen. Am offenen Planungsprozess Niderfeld nahmen nebst Vertretern des Stadt- und Gemeinderats auch Grundeigentümer, Wirtschaftsorganisationen, Vertreter des Kantons Aargau, ideelle Organisationen sowie Einwohnerinnen und Einwohner von Dietikon teil. Damit wurde sichergestellt, dass alle Interessensgruppen vertreten waren und sich entsprechend einbringen konnten.

    Daraus resultierten zwei Grobkonzepte: Eines sah ein Erschliessungsnetz vor, welches sich weitgehend der bestehenden Parzellierung anpasste. Das zweite skizzierte die Entstehung eines Parks entlang des Teischlibachs, der das Niderfeld in ein Arbeitsgebiet im Westen, einen Park in der Mitte und ein Wohn-/Mischgebiet im Osten unterteilt. Im Jahr 2010 wurde die Einzonungsvorlage schliesslich rechtskräftig: Kernelemente der neuen Zonen sind die Gestaltungsplanpflicht und die Vorgabe eines acht Hektaren grossen Stadtparks. Das im 2013 erarbeitete städtebauliche Konzept bildete die Grundlage für die nachfolgenden Gestaltungs- und Quartierpläne. Der Masterplan wurde schliesslich im Jahr 2015 durch den Stadt- und Gemeinderat verabschiedet und den Grundeigentümern sowie der Öffentlichkeit in die Vernehmlassung gegeben. Der Stadtrat Dietikon leitete Ende August 2017 das Quartierplanverfahren ein. Danach mussten sich die Grundeigentümer auf verschiedene Parameter und die Neuverteilung der Landflächen einigen. Der Gestaltungs- und Quartierplan, die Revision der Bau- und Zonenordnung plus das Wasserbauprojekt Teischlibach wurden dem Kanton Mitte 2020 zur Prüfung vorgelegt. Die Antwort ist noch ausstehend.

    So soll das neue Quartier aussehen
    Der grosse, zentrale Park bildet das Herzstück des Quartiers Niderfeld. Ruhige Parkinseln, Spielmöglichkeiten, Siedlungsgärten und grosszügige Rasenflächen sind vorgesehen und sollen Menschen aus der Umgebung anlocken. Um den Park herum finden sich ein Mischgebiet entlang der Strecke der Limmattalbahn, ein Wohngebiet am nördlichen Rand des Parks sowie ein Arbeitsplatzgebiet im Westen zur Mutschellenstrasse hin. Aus Lärmschutz-Gründen bildet das Mischgebiet zur Ueberlandstrasse hin eine mehrheitlich geschlossene Bebauung. Der Wohnanteil soll aus kleineren Baueinheiten bestehen, die sich höhenmässig gegen den Park hin abstufen.

    Den Zutritt zum neuen Stadtquartier markiert der Torplatz beim Dreispitz, wo eine Haltestelle der Limmattalbahn geplant ist. Am Torplatz sollen die Bewohner des Niderfelds Restaurants und verschiedene Shops vorfinden. Östlich schliesst sich der Quartierplatz an, der den Einwohnern als Spiel- und Treffpunkt dienen soll. Ein weiterer Platz wird an der zweiten Haltestelle der Stadtbahn an der Schnittstelle von Arbeitsplatz- und Mischgebiet entstehen. Die Limmattalbahn fährt entlang dem Boulevard auf eigenem Trassee. Es soll darüber hinaus ein dichtes Netz an Wegen für den Velo- und Fussgängerverkehr entstehen. Westlich der Mutschellenstrasse ist das Depot für die Limmattalbahn geplant. Die Wohn- und Mischzonen des Niderfelds werden als Tempo-30-Zone ausgebildet. Das Strassennetz ist so angelegt, dass kein Schleichverkehr vom Arbeitsplatzgebiet im Westen zum Misch- und Wohngebiet im Osten stattfindet.

    Bislang erhielt die Stadt Finanzierungskredite von über 1 Million Franken – der Planungsaufwand entpuppte sich als grösser als erwartet und aufgrund der hohen Regelungsdichte gibt es noch viele Hürden zu überwinden. Auch die gewünschte Hochbahn vom Niderfeld nach Silbern ist noch in Arbeit. Der Baustart ist frühestens auf das Jahr 2028 vorgesehen. ■

  • Zentrumsnahe Wohnungen  auf dem Brauerei-Areal

    Zentrumsnahe Wohnungen auf dem Brauerei-Areal

    Die Areale der Brauerei H. Müller AG und Erbengemeinschaft Burger grenzen unmittelbar an den Bahnhof Baden an und befinden sich in Gehdistanz zur Badener Altstadt. Seit 1897 wird auf dem Areal Bier gebraut. Die Areale weisen heute eine dichte Bebauung mit Gewerbenutzungen auf. Die Brauerei H. Müller AG beabsichtigt, das zentral gelegene Firmen-
    areal zu entwickeln und besser zu nutzen. Die zu bebauende Fläche entspricht der Grösse eines Fussballplatzes. Vorgesehen sind fünf mehrstöckige Bauten mit 145 Wohnungen, die Platz für rund 250 Menschen bieten sowie verschiedene Gewerbeflächen und Dienstleistungen. Die Baufelder A, B, C und E befinden sich in der Projektierungsphase. Der Brauereigarten sowie die Bierproduktion bleiben erhalten. Ebenso das Malzsilo, das Kessel- und Sudhaus, die als historisch eingestuft werden. Angrenzend soll eine Bierhalle gebaut werden. Ausgelagert nach Lupfig werden Logistik, Betrieb und die Administration der Brauerei. Ansonsten wird sich das Gebiet fast vollständig neu präsentieren.

    Zentrumsnahe Wohnungen
    Zudem plant die Erbengemeinschaft Burger eine Aufstockung des südlich an den Brauereigarten angrenzenden Gebäudes. Die Realisierung von zentrumsnahen Wohnungen sowie der Erhalt des Brauereigartens und die neue Wegverbindung durch die zukünftige Brauereigasse waren wesentliche öffentliche Interessen, für welche sich die Stadt engagiert hat. Für die Realisierung eines städtebaulich, architektonisch und marktfähig überzeugenden Gesamtprojekts wurden die Vorarbeiten letztlich in den vorliegenden Gestaltungsplan überführt. Die Bauherrschaften – Brauerei H. Müller AG und die Erbengemeinschaft Burger – rechnen damit, dass im Laufe des Herbstes 2020 erste Baugesuche eingereicht werden können. ■

  • Das neue Pflegezentrum «LimmiCura» ist im Bau

    Das neue Pflegezentrum «LimmiCura» ist im Bau

    Auf dem Gelände, wo bis Ende 2019 das Hochhaus des alten Spitals Limmattal aus dem Jahr 1970 stand, entsteht von 2020 bis 2023 das neue Pflegezentrum «LimmiCura». Damit der Spitalverband Limmattal mit der Umsetzung des Projekts beginnen konnte, war die Zustimmung der Bevölkerung nötig. Diese bewilligte den benötigten Kredit von 65 Millionen Franken. Das Pflegezentrum inklusive Tageszentrum, drei Langzeitpflegestationen mit Palliativbetten sowie einem Rehabilitationsgeschoss soll 116 Zimmer erhalten: 73 Einzel- und 43 Zweibettzimmer. Der Neubau wird fünf Stockwerke umfassen und vom Architekturbüro fsp in Spreitenbach umgesetzt. Architektonisch lehnt sich «LimmiCura» an das Ende 2018 neu eröffnete Spital Limmattal an. Geplant sind eine Demenzabteilung mit eigenem Garten sowie eine Rehabilitationsstation im 5. Stock mit 48 Betten. Im Erdgeschoss wird neben der Demenzabteilung das Tageszentrum untergebracht. Die Innenhöfe werden begehbar sein. Auf den Stockwerken 2-4 wird die Pflegeabteilung untergebracht. Das «LimmiCura» soll im ersten Quartal 2023 eröffnen. ■

  • «Tivoli Garten»:  Ein identitätsprägendes Projekt

    «Tivoli Garten»: Ein identitätsprägendes Projekt

    Ein Blick zurück: Das Grossprojekt in Spreitenbach ist von jahrelangen Verzögerungen gezeichnet. So wehrte sich beispielsweise der VCS Aargau 2012 gegen das Projekt und reichte Einsprache ein. Er verlangte eine Ausweitung der Umweltverträglichkeitsprüfung, die das ganze Gebiet inklusive des Einkaufszent-
    rums «Shoppi Tivoli», des Limmatparks und die dem «Shoppi Tivoli» zur Verfügung stehenden Parkplätze der Umwelt-Arena umfassen sollte. Nach dem überarbeiteten Gestaltungsplan legte der VCS erneut Beschwerde ein, diesmal aufgrund der Parkraumbewirtschaftung, die dem Verkehrsclub zu wenig weit ging. Die Beteiligten konnten sich schliesslich im Januar 2019 auf eine Kompromisslösung einigen – und dem Vorhaben stand nichts mehr im Wege.

    Identitätsprägendes Merkmal
    Mit der Überbauung «Tivoli Garten» entstehen nun in unmittelbarer Nachbarschaft zum Einkaufszentrum «Shoppi Tivoli» fünf Häuser mit insgesamt 445 Mietwohnungen, ein Doppel-Kindergarten, ein Obi Baumarkt sowie eine Haltestelle der Limmattalbahn. Der vorgesehene Wohnungsmix besteht aus 1½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen. Die grosszügigen privaten Aussenräume sollen den Bedürfnissen der verschiedenen Mietergruppen, das heisst beispielsweise Familien, Singles und Rentner, gerecht werden.

    Sockelbau mit zwei Türmen
    Die Überbauung besteht aus einem Sockelbau mit dem Obi Baumarkt und der Haltestelle der Limmattalbahn, aus dem sich zwei Hochhäuser sowie drei bis zu siebengeschossige Langbauten erstrecken. Die beiden Hochhäuser wirken dabei als identitätsprägendes Merkmal der Überbauung, betonen die Projektverantwortlichen. Sie interagieren zudem mit den beiden bestehenden Wohnhochhäusern im Bereich des «Shoppi Tivoli» aus den 60er-Jahren. Die grosszügigen Aussenräume befinden sich im privaten Innenhof des «Tivoli Garten». Mit der Realisation des Grossprojektes wurde die Eiffage Suisse, Geschäftsstelle Zürich, beauftragt. Der Massivbau strebt den Standard Minergie/greenproperty an.

    Direkter Zugang zum «Shoppi Tivoli»
    Auf dem Sockelbau ist eine öffentliche Fussgängerebene mit einem direkten Zugang zum «Shoppi Tivoli» vorgesehen. Das Passerellenkonzept der Gemeinde Spreitenbach lässt weitere Verbindungen zu den umliegenden Parzellen auf diesem Niveau zu, und auf Strassenniveau ist ein neuer Umsteigeknotenpunkt des öffentlichen Verkehrs mit der Limmattalbahn und verschiedenen Buslinien konzipiert.

    Das Grossprojekt wurde gemeinsam durch die Genossenschaft Migros Aare und Credit Suisse Asset Management entwickelt. Eigentümerin ist die MEG Tivoli Garten, bestehend aus zwei Immobilienfonds von Credit Suisse Asset Management. ■

  • Das Schulhaus «Pfaffechappe»  wird zu einem Primarschulhaus

    Das Schulhaus «Pfaffechappe» wird zu einem Primarschulhaus

    Ein Blick in die Vergangenheit: Die Schulanlage «Pfaffechappe» wurde 1973/74 als eine der grössten Schulbauten der Volksschule Baden gebaut. Das Schulhaus «Pfaffechappe» soll nach dem Umzug der Real- und Sekundarschule in das neue Sekundarstufenzentrum Burghalde im Sommer 2021 umfassend saniert und in ein reines Primarschulhaus umgebaut werden.

    Die Sanierung der Aussenhülle der Schulanlage «Pfaffechappe» beschreiben die Architekten folgendermassen: «Das Schliessen der beiden heute gedeckten Eingangs-/Pausenbereiche und
    die Verlegung der Eingänge an die Stelle der drei Treppentürme klärt die Beziehung der Schule zu seiner Umgebung und schafft einen einladenden, attraktiven und übersichtlichen Eingangsbereich. Zudem wird die neue Eingangssituation in die räumliche Abfolge vom oben gelegenen Schulhaus-
    areal bis zum Flussraum integriert.»

    Die Arbeiten werden bis Sommer 2023 abgeschlossen sein. Den Projektierungskredit für den Umbau und die Sanierung des Schulhauses «Pfaffechappe» hat der Einwohnerrat an der Sitzung vom 11. Dezember 2018 genehmigt, schreibt die Stadt Baden in einer Mitteilung. Über den Baukredit wird der Einwohnerrat im Dezember 2020 befinden, und im März 2021 wird das Volk über den Baukredit «Pfaffechappe» abstimmen. ■

  • Regionale 2025 – Projekte für die Vielfalt

    Regionale 2025 – Projekte für die Vielfalt

    Das Limmattal – ein vielfältiges, zusammenhängendes Mosaik
    Trotz urbaner Schübe ist die Entwicklung und auch die Ausgangslage nicht überall gleich. So befinden sich beispielsweise Spreitenbach und Neuenhof im Umbruch von der prägenden 70er-Jahre-Moderne zu urbaneren Orten, jedoch ist die Dynamik z.B. mit Schlieren bis jetzt nicht vergleichbar. Auch Wettingen diskutiert über die Verdichtung, und der Begriff der Gartenstadt, der bisher so prägend war, wird hinterfragt.

    Ganz anders sieht es auf der rechten Limmatseite aus. Die Gemeinden mit ihren grossen Einfamilienhausgebieten schauen staunend auf die andere Talseite und beobachten die Entwicklung aus der Distanz. Sie sind weiterhin Dörfer und wollen das auch bleiben. Diese Heterogenität des Limmattals, die als Schwierigkeit gedeutet werden kann, ist jedoch vor allem seine Stärke. Zudem besteht mit der prägenden Landschaft ein Kit, der diese Puzzlesteine zusammenhält. Allen voran die Limmat als Namensgeber und Identitätsträger, als vereinende Naturkraft, die sich durch das Tal schlängelt. Aber auch «Zwischenräume», wie beispielsweise die Landschaftskorridore Sulperg-Rüsler oder Hüttikerberg-Sandbühl, bekommen immer mehr Bedeutung und entwickeln sich zur Parklandschaft.

    «Stadt» ist als Leitbegriff für dieses vielfältige Gewebe nur bedingt tauglich und wird den Unterschieden der Orte und der Rolle der Landschaft als Gerüst des Ganzen nicht gerecht. Fachleute sprechen deswegen mehr von «Stadtlandschaften», um diesem Phänomen gerecht zu werden. Deswegen sind Blockrand, Platz und Boulevard als bewährte Stadtelemente nicht immer unbedingt das Allerheilmittel. Dabei wird oftmals nicht bedacht, dass dies nicht den vielschichtigen gesellschaftlichen, ökonomischen und räumlichen Strukturen des Limmattals entspricht. Die Umsetzung dieser Idee ist beispielsweise im Limmatfeld zu besichtigen, wo die neuen Strukturen bis jetzt eine Insel im Kontext der Umgebung darstellen und auch noch nicht das gewünschte belebte Zentrum jenseits der Bahn ausbilden konnte.

    Diese neuen Stadtbausteine sind durchaus ein guter Beitrag zur Diskussion um die Zukunft des Limmattals, gehen je-doch an vielen Realitäten des bestehenden Limmattals und auch den Befindlichkeiten der Bevölkerung vorbei. Die Ausgangslage im Limmattal ist zu vielschichtig, um nur einen Ansatz zu verfolgen. Industriebrachen wie das Rietbach-Areal in Schlieren oder das Limmatfeld für konsistente neue Stadtbausteine stehen praktisch nicht mehr zur Verfügung. Alles was jetzt im Zuge der Verdichtung dazukommt, muss sich mit dem Bestehenden auseinandersetzen. Das Weiterbauen des Shoppi Tivoli in Spreitenbach verlangt andere Strategien als die Verdichtung von Wettingen oder Neuenhof. Und die Strategien für die Weiterentwicklung der Dörfer rechts der Limmat verlangen nochmals ganz andere Rezepte.

    Grenzen überwinden – räumlich und thematisch
    Interessant wird das Ganze in der Verknüpfung von unterschiedlichen Strategien für die langfristige Weiterentwicklung des Limmattals. In der Längsrichtung stellt die Limmattalbahn die lineare Verbindung mit hochverdichteten Knotenpunkten entlang der Haltestellen her. Spannend ist auch, wenn die Querverbindungen betrachtet werden. Bisher kaum ausgebildet, haben sie das Potenzial, ganz neue Schwerelinien zu bilden: Sowohl im bebauten Raum als auch in der Landschaft. Die Achsen wie Schlieren-Unterengstringen oder Dietikon-Fahrweid-Geroldswil bergen ebenso wie die Landschaftskorridore eine Chance, die Unterschiedlichkeiten räumlich und gesellschaftlich zu verbinden und ein neues Zusammenspiel über die Längsbarrieren hinweg zu ermöglichen.

    Dies ist auch innerhalb der Orte und Städte selber von grosser Bedeutung. Exemplarisch hierfür stehen verschiedene, unbedingt weiter zu verfolgende Planungen und Konzepte: Schlieren möchte die rasant entstandenen neuen Stadtteile beiderseits der Bahn mit den bestehenden Stadtteilen und dem Dorfkern verknüpfen. In Dietikon besteht die Idee einer Verbindung Silbern-Niederfeld. Spreitenbach möchte die Zentrumsachse bis zur Limmat verlängern, und Neuenhof entwickelt sich quer zur Hauptachse zu «Neuenhof am See». Hierzu braucht es jeweils neue Verbindungen und Brücken über die Bahn, die Limmat oder über Strassen. Dies sind nicht nur räumliche Verbindungen, sondern bringen auch Alteingesessene und Neuzuzüger näher zueinander.

    Wachstum und Wandel betreffen deswegen nicht nur die Bereiche Bauen und Mobilität, sondern alle Lebensbereiche der Bevölkerung: Der über die Grenzen hinweg gelebte Alltag spiegelt sich bereits heute sowohl im Arbeits-, Wohn- und Freizeitverhalten, als auch im Mobilitäts- und Konsumverhalten wider. Was mit einem Besuch im Shoppi Tivoli in Spreitenbach in den 1970er-Jahren begann, wird sich mit dem Bau der Limmattalbahn verstärken und noch weitere Investitionen nach sich ziehen. Die Kantone Zürich und Aargau haben sich deshalb gemeinsam mit 16 Städten und Gemeinden im Limmattal entschieden, die Entwicklung aktiv und grenzüberschreitend unter Einsatz eines neuen Formates zu gestalten. Hierfür haben sie im Jahr 2015 einen Verein gegründet, die «Regionale Projektschau Limmattal».

    Zur Bewältigung der Herausforderungen und auch, um die «Wachstumsschmerzen» im Limmattal zu lindern, verfolgt die Regionale 2025 einen thematisch breiten Ansatz, der neben den klassischen Raumplanungsthemen auch die Bereiche Kultur und Gesellschaft umfasst. ■