Schlagwort: logements durables

  • Das Projekt Quai Vernets in Genf mit 12.400 Wohnungen

    Das Projekt Quai Vernets in Genf mit 12.400 Wohnungen

    Das Projekt Quai Vernets in Genf ist ein hervorragendes Beispiel für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die sich auf nachhaltige Lebensräume konzentriert. Die Vielfalt der Wohnmöglichkeiten trägt zu einer integrativen Gemeinschaft bei, die auf den Prinzipien der sozialen und solidarischen Ökonomie basiert.

    Die Zusammenarbeit zwischen den Pilotunternehmen Losinger Marazzi und Pillet SA, den acht Entwicklern des ENSEMBLE-Teams und den lokalen Behörden führt zu einem einzigartigen Stadtteil, der in der Schweiz seinesgleichen sucht und sich durch seinen innovativen und nachhaltigen Charakter auszeichnet. Das Projekt ist Teil des PAV-Programms und zielt darauf ab, das Konzept des „Lebens in der Stadt“ neu zu definieren.

    Historisch gesehen liegt die Höhe der Gebäude in Genf bei etwa 18 bis 24 Metern. Im PAV beginnt die Höhe jedoch bei 30 Metern und ein Wohngebäude auf dem Kasernengelände wird 80 Meter hoch sein. Dies ist jedoch immer noch „niedrig“ im Vergleich zu den Bürotürmen, die im geplanten Geschäftsviertel „Étoile“ gebaut werden. Diese werden bis zu 175 Meter hoch und damit die höchsten Gebäude in Genf sein.

    In einer Stadt mit der niedrigsten Leerstandsrate der Schweiz ist es aus städtebaulicher Sicht sinnvoller, Wohnungen und Dienstleistungsunternehmen in unmittelbarer Nähe des Zentrums zu haben, als Garagen und Fabriken. Es wird erwartet, dass die Hälfte der Bauprojekte in den nächsten 20 Jahren fertig gestellt werden. Dies wird von der Wirtschaftslage und der Entwicklung der Nachfrage nach Wohn- und Arbeitsraum abhängen.

    Bei der Umsetzung von Bauprojekten befindet sich der Kanton im Beiboot, mit Ausnahme der öffentlichen Infrastruktur. Er schreibt das Bauland im Rahmen der Nutzungspläne aus, wonach sich Investoren für ein konkretes Projekt bewerben können. Langfristige Mietverträge werden von der Kantonsregierung vergeben. Der nächste Schritt ist die Planung auf dem Kasernengelände, das derzeit noch von den Soldaten genutzt wird. Es ist ein Viertel mit mehreren Wohnblöcken, einem Schulgebäude und einem Bürokomplex geplant. Die Neugestaltung der gesamten Stadt wird wahrscheinlich ein halbes Jahrhundert in Anspruch nehmen.

    Neben der Schaffung von Wohnraum umfasst das Projekt auch nachhaltige Infrastrukturmaßnahmen, wie die Wiederherstellung des Arve-Ufers und die Umwandlung eines Parkplatzes in eine Baumplantage. Diese Maßnahmen werden nicht nur die Biodiversität fördern, sondern auch die Lebensqualität in dem neuen Stadtteil verbessern. Die intensive Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Partnern ermöglicht es, das Projekt nahtlos in die bestehende städtische Umgebung zu integrieren.

    Das Engagement für Umweltbewusstsein und nachhaltige Baumethoden ist ein weiteres Schlüsselelement des Projekts. Losinger Marazzi demonstriert durch das Recycling von Materialien und die Wahl nachhaltiger Technologien und Methoden, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen praktiziert wird. Die Bereitstellung von 3.000 Fahrradabstellplätzen und die Einrichtung von Fußgängerzonen unterstreichen darüber hinaus das Engagement für sanfte Mobilität.

    Insgesamt zeigt das Projekt Quai Vernets, wie durch visionäre Planung und kooperative Zusammenarbeit ein lebenswertes und lebenswertes Viertel entstehen kann, das den Anforderungen einer modernen, nachhaltigen und sozial inklusiven Urbanität entspricht.

  • Modulares Wohnen für vier Generationen

    Modulares Wohnen für vier Generationen

    Die Genfer Gesellschaft steht vor einer grossen Herausforderung. Das vorhandene Wohnungsangebot reicht nicht aus, um den wachsenden Bedürfnissen einer alternden Bevölkerung gerecht zu werden. Der derzeitige Wohnungsbestand ist für eine Drei-Generationen-Gesellschaft konzipiert und berücksichtigt nicht ausreichend die spezifischen Anforderungen einer Vier-Generationen-Gesellschaft. Diese Veränderung bringt neue Anforderungen an den Wohnraum mit sich, wie z.B. eine flexible Raumaufteilung, barrierefreier Zugang und temporäre Räume für Gäste oder Betreuungspersonal.

    Einflexibler Wohnungsprototyp
    Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, arbeitet ein Konsortium aus öffentlichen Diensten, Architekten, Immobilienberatern, Bau- und Energieingenieuren, Baugenossenschaften und Experten für sozialen Wohnungsbau und sozialmedizinische Dienste an einem innovativen Wohnungsprototyp. Dieser Prototyp soll eine flexible Nutzung ermöglichen und die Wohnbedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigen. Die adaptiven Elemente des Modells können auf verschiedene Gebäudetypen angewendet werden und sollen sektorübergreifende Synergien in den Bereichen Gesundheit, Wohnen und Kosten aufzeigen.

    Grundstücksressourcen und Innovationslabor
    Die Suche nach geeigneten Grundstücken ist eine besondere Herausforderung in Genf, wo Grundstücksressourcen knapp sind. Die Identifizierung und Nutzung geeigneter Grundstücke ist daher ein zentrales Element des Projekts. Neben der Entwicklung des Prototyps für flexibles Wohnen wird eine temporäre Halle mit Laborcharakter geschaffen. Diese Halle wird als Plattform für Experimente, Diskussionen und die Ausstellung von architektonischen Modellen dienen. Sie steht den Projektteilnehmern und der Öffentlichkeit zur Verfügung und fördert den Austausch und die Konsensbildung im Rahmen des Projekts.

    Ein Blick in die Zukunft
    Das Genfer Projekt zeigt, wie Städte sich an den demografischen Wandel anpassen und innovative Wohnlösungen entwickeln können. Der Prototyp des flexiblen Wohnraums und das dazugehörige Innovationslabor sind bahnbrechende Ansätze, um den Wohnraum an die Bedürfnisse einer alternden Gesellschaft anzupassen und gleichzeitig die begrenzten Landressourcen effizient zu nutzen. Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität aller Generationen und zur Schaffung nachhaltiger und tragfähiger Wohnmodelle.