Schlagwort: Luftqualität

  • Wood City — ein Meilenstein für die Städte der Zukunft mit Holz

    Wood City — ein Meilenstein für die Städte der Zukunft mit Holz

    Die Renaissance des Holzbaus als Symbol für ökologisches Bauen
    Im Zentrum von Stockholm Wood City steht die Entscheidung, Holz als primäres Baumaterial zu nutzen. Dieser Schritt reflektiert das wachsende Bewusstsein für umweltfreundliche Bauweisen und unterstreicht die vielen Vorteile, die Holzkonstruktionen mit sich bringen. Neben der ästhetischen Aufwertung des urbanen Raumes tragen Holzbauten zur Verbesserung der Luftqualität bei, fördern das Wohlbefinden, steigern die Arbeitsproduktivität und wirken als natürliche Kohlenstoffspeicher.

    «Stockholm Wood City ist ein Manifest unserer Vision für die Zukunft», erklärt Annica Ånäs, CEO von Atrium Ljungberg. «Das Projekt markiert nicht nur einen bedeutenden Fortschritt für unser Unternehmen, sondern setzt auch einen historischen Meilenstein für die Innovationskraft Schwedens.»

    Innovation und Nachhaltigkeit als Leitprinzipien
    Stockholm Wood City geht über die blosse Verwendung von Holz als Baumaterial hinaus und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in puncto Nachhaltigkeit. Das Projekt integriert fortschrittliche Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und fördert den schonenden Umgang mit Ressourcen durch die Eigenproduktion und gemeinschaftliche Nutzung von Energie sowie den Einsatz ressourceneffizienter Bautechniken.

    Als Leuchtturmprojekt für zukunftsorientierte Stadtentwicklung wird Stockholm Wood City nicht nur das Stadtbild von Stockholm bereichern, sondern auch massgebliche Impulse für die Bauindustrie weltweit setzen. Mit seiner Fusion aus Innovation, Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsgeist bietet es eine inspirierende Blaupause für die Gestaltung zukünftiger urbaner Lebensräume.

  • Wie Daten unsere Städte verändern

    Wie Daten unsere Städte verändern

    Sie wissen, was wir kaufen, wen wir treffen und wohin wir fahren oder spazieren. Airbnb, Amazon, DriveNow, Google Maps, Lieferando, Lime und Uber sind nur eine kleine Auswahl an Plattformen und Services, die Daten über Mobilität und Kaufverhalten sammeln. Mithilfe dieser Datenfülle gestalten Technologiekonzerne urbane Räume für die optimale Nutzung ihrer Services um. Ein Phänomen, das sich mit dem Begriff Plattform-Urbanismus bezeichnen lässt. „Technologiekonzerne besitzen immenses Wissen über städtische Mobilität. Dieses Know-how setzen sie in Kontakt mit Stadtverwaltungen etwa dazu ein, neue Verkehrssysteme zu schaffen“, erklärt der Kunst- und Architekturtheoretiker Peter Mörtenböck. Er weiß: In den Architekturabteilungen von Alphabet und Amazon entstehen die datengestützten Stadtteile von morgen.

    Peter Mörtenböck und sein Team wollten wissen: Wie verändern Daten, Öffentlichkeit und urbane Räume einander? Unterstützt durch den Wissenschaftsfonds FWF betrieben die Forschenden über einen Zeitraum von fünf Jahren künstlerische Grundlagenforschung, hielten Konferenzen ab, entwickelten Ausstellungen, verlegten zwei Bücher und etablierten Kooperationen. In dieser Projektlaufzeit waren mehr als 100 Personen forschend eingebunden.

    Internationale künstlerische Forschung
    Der Prozess war international gestaltet. In London sammelte man Wissen über Videoüberwachung. Eine Reise nach Tallinn ermöglichte Erkenntnisse über E-Governance, eine weitere nach Mumbai über Umgebungen, die nur rudimentär von Technologiekonzernen mitgestaltet werden. Mehrmals besuchte das Kernteam das Silicon Valley. Die Forschenden führten Gespräche mit Architekt:innen und Mitarbeitenden von Apple, Meta und Alphabet. „Wir haben uns vor allem die Campus-Architektur sowie die Pläne für deren Erweiterungen durch neue Wohngebiete angesehen. Diese sind Prototypen für zukünftige Wohnsiedlungen“, erzählt Mörtenböck. Dabei wurde auch die Rolle von Patenten präsent. „Das Steve Jobs Theater am Apple-Campus und die Gestaltung der Amazon-Warenhäuser sind nur einige Beispiele für patentierte Gestaltungen“, erklärt der Professor für Visuelle Kultur.

    Künstlerische Forschungszugänge, etwa in Form von Zeichnungen und Animationen, halfen den Forschenden, eigene Annahmen zu Themen wie der Datenöffentlichkeit zu hinterfragen. Kreative Ansätze haben auch weitere Vorteile. „Ein großes Anliegen war uns zu vermitteln, wie jede und jeder Einzelne in die Datenproduktion involviert ist. Wenn man weiß, wie sich die Umwelt schleichend verändert, bekommt man eine Idee davon, welche Daten gesammelt werden und was sie können. Künstlerische Forschung hilft, eine Schnittstelle mit der Öffentlichkeit zu finden“, sagt Mörtenböck. So entwickelten die Projektmitarbeiter Lovro Koncar-Gamulin und Christian Frieß etwa Videoinstallationen und Animationen als visuelle Übersetzungen des Forschungsprozesses. In Kärnten, der Steiermark und Vorarlberg diskutierte man mit Interessierten. Im Rahmen von Konferenzen in Wien, London und Los Angeles wurde mit internationalen Forschenden und Expert:innen debattiert.

  • Zürich ist die nachhaltigste Stadt der Schweiz

    Zürich ist die nachhaltigste Stadt der Schweiz

    Die britische IG Bank hat eine Rangliste der nachhaltigsten Schweizer Städte erstellt. Laut dieser gilt Zürich als die nachhaltigste Stadt der Schweiz. Hinter Zürich folgen Lausanne, Bern, Luzern, St.Gallen, Lugano, Genf und Basel.

    Für ihre Rangliste hat die Bank Datenquellen der Regierung aus den acht grössten Städten verwendet. Die Ergebnisse hat sie dann mit Bewertungen von internationalen Agenturen kombiniert. Zu den Schwerpunkten bei der Bestimmung der Nachhaltigkeit gehörten etwa die Luftqualität, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, der Anteil an Erholungsflächen, die Bevölkerungsdichte und der Anteil der besiedelten Gebiete.

    Die IG Bank hebt hervor, dass Zürich nicht nur die nachhaltigste, sondern auch die grösste Stadt der Schweiz ist. Damit sei der Spitzenplatz umso beeindruckender. Zürich habe in allen Bereichen gut abgeschnitten. Besonders ausschlaggebend sei aber die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gewesen. So nutzen den Angaben der Bank zufolge 67,1 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner eine Form des öffentlichen Verkehrs. Dies sei eines der Hauptgründe für die gute Luftqualität in der Stadt. Als einen weiteren Höhepunkt hebt IG Bank hervor, dass Zürich eine eigene Regierungsabteilung für nachhaltiges Bauen hat. Diese konzentriere sich darauf, eine 2000-Watt-Gesellschaft zu schaffen.

    Die IG Bank ist überzeugt, dass sich aktuelle und zukünftige Investitionen stark an der Nachhaltigkeit orientieren werden. Das Ziel ihrer Rangliste sei es, „das Engagement der Schweiz in Bezug auf Nachhaltigkeit hervorzuheben“. Ausserdem sollen die Daten als „Indikator für zukünftige Trends dienen und zeigen, was andere Grossstädte tun könnten, um den Erfolg der Schweiz zu wiederholen“.