Schlagwort: Luzern

  • Neue Eventarena für Zentralschweiz eingeweiht

    Neue Eventarena für Zentralschweiz eingeweiht

    Die Pilatus Arena bereitet sich auf ihre feierliche Eröffnung vor: Am 25. Oktober werde sich die „modernste Midsize-Arena der Schweiz“ vor ausverkauften Rängen mit einer Eröffnungsshow und einem anschliessenden Heimspiel des Handballklubs HC Kriens-Luzern gegen den HSC Suhr Aarau der Öffentlichkeit vorstellen, informiert die Halter Gruppe AG in einer Mitteilung. Der Immobilienentwicklerin aus Schlieren gehören 70 Prozent der Pilatus Arena AG. Die übrigen 30 Prozent werden von der auf Immobilienbewirtschaftung und Stadiongastronomie spezialisierten Caranto AG aus Luzern gehalten. Beide Unternehmen sind über die Pilatus Arena Sports & Event AG auch für den Betrieb der Anlage zuständig.

    Am 14. Oktober hatten geladene Gäste aus Politik, Sport und Kultur bei einem Pre-Opening erste exklusive Einblicke in die Anlage bekommen. Die Pilatus Arena bietet Platz für 4500 Besuchende und wird als neue Heimstätte des HC Kriens-Luzern, aber auch als „Drehscheibe für Sport, Events und Kultur in der Zentralschweiz und darüber hinaus“ agieren, heisst es in der Mitteilung. Am Pre-Opening bezeichnete der Luzerner Ständerat Damian Müller (FDP) das Projekt als „Versprechen an Sport, Kultur, Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Emotionen in Luzern und der ganzen Zentralschweiz“.

  • Kanton Luzern plant Massnahmen für erfolgreiche Standortförderung

    Kanton Luzern plant Massnahmen für erfolgreiche Standortförderung

    Der Kanton Luzern plant als Reaktion auf die weltweiten Steuerentwicklungen ab 2026 ein Massnahmenpaket, um Rahmenbedingungen für Unternehmen und die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern. Das Investitionspaket umfasst laut einer Mitteilung im ersten Jahr 250 Millionen Franken, ab 2027 dann jährlich 300 Millionen Franken und soll „in einen breiten Massnahmenfächer“ fliessen.

    Die weltweiten Entwicklungen könnten zu massiven Einbussen beim Wettbewerbsvorteil führen, heisst es in der Mitteilung. Entwicklungen wie die OECD-Mindestbesteuerung könnten dazu führen, dass der Kanton seinen Vorteil in Form tiefer Unternehmensgewinnsteuern verlieren könnte. Dies könnte dazu führen, dass internationale Grosskonzerne nicht mehr in Luzern investieren – zu Lasten von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen vor Ort. Die Rede ist von einem entgangenen Fiskalertrag in Höhe von 1100 Millionen Franken für Bund, Kanton und Gemeinden.

    Durch Innovationsförderung, Verbesserungen bei der Steuerbelastung, mehr Digitalisierung, Erschliessung von Wirtschaftsflächen, Verfügbarkeit von Wirtschafts- und Wohnflächen sowie eine kundenorientierte Verwaltung sollen ansässige globale Grossunternehmen attraktivere Rahmenbedingungen erhalten.

    Die Bevölkerung soll von einer geringeren Steuerbelastung, besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie von Kultur und Digitalisierung profitieren. Das Votum der Stimmbevölkerung soll im September 2026 erfolgen.

  • Luzern stellt Richtplan öffentlich vor

    Luzern stellt Richtplan öffentlich vor

    Die Luzerner Bevölkerung wird laut Prognosen bis Mitte des Jahrhunderts um rund 120’000 Personen zunehmen und die Marke von 560’000 Einwohnerinnen und Einwohnern erreichen. Um dieses Wachstum geordnet zu bewältigen, verankert die Raumentwicklungsstrategie im Richtplan klare Ziele. Kompakte, effiziente und auf den öffentlichen Verkehr abgestützte Siedlungsstrukturen sollen Vorrang haben.

    Der Plan sichert den haushälterischen Umgang mit dem Boden und stimmt die Entwicklungsabsichten des Kantons mit jenen des Bundes und der Gemeinden ab. Er soll die Grundlage schaffen, um Wohnen, Arbeiten und Mobilität räumlich zu harmonisieren.

    Fokus auf Innenentwicklung und bezahlbaren Wohnraum
    Zentrales Element der Revision ist die Schaffung von Wohnraum, ohne wertvolles Kulturland zu gefährden. Der Richtplan setzt auf Verdichtung nach innen, etwa durch Mindestdichten und höhere Bebauungsgrade in verkehrsgünstigen Lagen und ermöglicht punktuelle Bauzonenerweiterungen dort, wo sie für preisgünstigen Wohnungsbau sinnvoll sind.

    Mit den sogenannten Zentrumsgebieten entstehen planerische Instrumente, um zentrale Standorte mit hoher Dichte gezielt zu entwickeln. Gemeinden sollen ihr Wohnraumangebot künftig verbindlich festhalten können. Ergänzend sind Massnahmen in anderen Politikbereichen nötig, etwa in der Bodenpolitik oder Förderprogrammen für gemeinnützigen Wohnungsbau.

    Arbeitszonen und wirtschaftliche Entwicklung
    Für Wirtschaftsflächen stärkt der Richtplan den lokalen Handlungsspielraum. Gemeinden erhalten die Möglichkeit, eigene Arbeitszonen zu erweitern, um Neuansiedlungen mit regionalem Bezug zu fördern und Wohnen und Arbeiten stärker zu verknüpfen.

    Der Kanton übernimmt mit dem Programm zu Entwicklungsschwerpunkten eine koordinierende Rolle. Zudem schafft der Richtplan Grundlagen für eine aktive Bodenpolitik, um Flächen im kantonalen Interesse. Wie strategische Arbeitsgebiete oder Infrastrukturprojekte gezielter zu steuern.

    Integration übergeordneter Nachhaltigkeitsziele
    Die Richtplanrevision verknüpft raumrelevante Themen mit übergeordneten Strategien. Aspekte zu Klimaschutz, Energieproduktion und Mobilitätsentwicklung aus kantonalen Projekten wie «Zukunft Mobilität Kanton Luzern» oder dem Planungsbericht Klima und Energie werden räumlich verankert. Damit greift die Planung ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen integrativ auf.

    Verfahren und politische Verantwortung
    Seit der Revision des Planungs- und Baugesetzes 2018 ist der Kantonsrat stärker in die Richtplanung eingebunden. Er legt die strategischen Ziele in der Raumentwicklungsstrategie fest, während der Regierungsrat die operative Koordination und die konkrete räumliche Festlegung in den Richtplankarten verantwortet.

    Die aktuelle Überarbeitung basiert auf Rückmeldungen aus der Mitwirkung 2023 sowie auf der Vorprüfung des Bundes 2024. Nach der öffentlichen Auflage werden alle Eingaben ausgewertet, bevor die bereinigte Fassung voraussichtlich im Sommer 2026 dem Kantonsrat zugeleitet und anschliessend dem Bundesrat zur Genehmigung vorgelegt wird.

  • Hochmodernes Logistikprojekt stärkt Wirtschaftsstandort Luzern

    Hochmodernes Logistikprojekt stärkt Wirtschaftsstandort Luzern

    Die Imbach Logistik AG aus Schachen, Tochterunternehmen der Galliker Transport AG aus Altishofen LU, hat laut einer Mitteilung einen neuen Logistikstandort in Luzern-Littau in Betrieb genommen. Das Zentrum, das für moderne Industrie 4.0-Anforderungen konstruiert wurde, sei mit seinem vollautomatisierte Hochregallager und einem hochflexiblem Kleinteilelager Firmenangaben zufolge „ein starkes Zeichen für den Wirtschaftsstandort Luzern“. Nach der Realisierung in zwei Bauetappen schafft Imbach Logistik mit dem neuen Zentrum insgesamt 60 neue Arbeitsplätze.

    Besonders an dem neuen Zentrum ist die räumliche Anordnung der Lager: im Gegensatz zur branchenüblichen horizontalen Platzierung ist das Kleinteilelager vertikal über dem Hochregallager realisiert, um die Raumnutzung zu maximieren. Möglich gemacht wird die Lagerautomatisierung durch den Einsatz modernster Shuttle-Technologien und eines integrierten Lagerverwaltungs- und Materialflusssystems, das von den Partnern SSI Schäfer AG und EPG entwickelt wurde. Das Schäfer-Flexi-Shuttle-System koordiniert dabei zusammen mit der EPG-Software LFS Ein- und Auslagerungen sowie vorgelagerte Pick-und-Pack-Prozesse mit hoher Effizienz.

    Auch die Nachhaltigkeit steht an dem Standort im Fokus: das Gebäude mit einem Volumen von 215’000 Kubikmetern wird vollständig durch eine Photovoltaikanlage mit 1000 Kilowattpeak Leistung versorgt, die jährlich rund 1’150’000 Kilowattstunden Strom produziert. Die Wärme- und Kälteversorgung ist mit einer Grundwasser-Wärmepumpe in Kombination mit einem Freecooling-System umweltschonend. „Mit dem neuen Logistikcenter Luzern schaffen wir die Grundlage für noch effizientere und nachhaltigere Dienstleistungen für unsere Kunden. Besonders Industrieunternehmen in der Region profitieren von modernster Technologie und individuellen Logistikkonzepten“, wird Christian Kempter-Imbach in der Mitteilung zitiert, Geschäftsführer der Imbach Logistik AG. 

  • Luzern wird zur schönsten Altstadt der Schweiz gekürt

    Luzern wird zur schönsten Altstadt der Schweiz gekürt

    Luzern hat den TRAVELBOOK AWARD 2025 für die schönste Altstadt der Schweiz für sich entschieden. Bei der Preisverleihung am 23. September in Berlin wurden laut Mitteilung zum vierten Mal Trendreiseziele verschiedener Kategorien ausgezeichnet. Dahinter steht das nach eigenen Angaben grösste Online-Reisemagazin TRAVELBOOK, das zur BOOK Family des Berliner Axel-Springer-Verlags gehört. Erstmalig hätten 2025 hauptsächlich die Lesenden von TRAVELBOOK die Gewinnerdestinationen bestimmt, heisst es. Bei einem Online-Voting seien über alle Kategorien hinweg 150’000 Stimmen abgegeben worden.

    Im Begleittext zu Luzern wird hervorgehoben, dass die Luzerner Innenstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten und ihrem beeindruckendem Bergpanorama entspannt zu Fuss zu erkunden sei. Höhepunkt eines Besuchs sei nicht nur die weltberühmte Kapellbrücke, die Alt- und Neustadt miteinander verbinde. Besuchende könnten gleich mehrere grosszügige Plätze wie den Weinmarkt mit Brunnen oder historische Malereien an Hausfassaden entdecken.

    Als schönste Altstadt Deutschlands wurde Bad Wimpfen in Baden-Württemberg ausgewählt, für Österreich darf Salzburg den Titel für sich beanspruchen. Griechenland ist gemäss der Wahl 2025 das gastfreundlichste Land der Welt. Weitere Preise gingen an die Auvergne in Frankreich als beste Camping-Region Europas und an das Okavango-Delta in Botswana als bestes Reiseziel für eine nachhaltige Safari. Die Geheimtipp-Region Europas ist in diesem Jahr die Hohe Tatra im polnisch-slowakischen Grenzgebiet.

    „Die Ergebnisse spiegeln nicht nur das Wissen und die Sehnsüchte unserer Leser wider, sondern geben zugleich auch interessante Impulse für die Branche“, wird BOOK-Family-Chefredakteur Nuno Alves zitiert. TRAVELBOOK inspiriere seit Jahren Millionen Menschen, neue Orte zu entdecken.

  • Investition stärkt Wirtschaftsstandort mit 60 neuen Arbeitsplätzen

    Investition stärkt Wirtschaftsstandort mit 60 neuen Arbeitsplätzen

    Die in Emmen ansässigen SME Technik AG hat den ersten Spatenstich zum Bau eines neuen Firmengebäudes gesetzt. Mit dem Bau der neuen Produktionsstätten will der Spezialist für CNC-Fertigung seinen Standort im Kanton Luzern stärken, heisst es in einer Mitteilung. Mit einer Investition von 7 Millionen Franken entsteht ein dreigeschossiges Arbeits- und Produktionsgebäude. Zudem werden 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

    Das Gebäude mit einer 1200 Quadratmeter grossen Produktionsfläche und mit 1100 Quadratmetern Bürofläche soll vor allem die CNC-Fertigung von kleinen Teilen oder Serie für die Aviatik und die Bahn optimieren. In einem ersten Schritt werden dazu zwei neue CNC-Maschinen aufgestellt. Der Bezug ist für Frühling 2026 vorgesehen.

    Der von der Cerutti Partner Architekten AG aus Rothenburg geplante und ausgeführte Bau ist auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgelegt. Für einen ressourcenschonenden Betrieb wurden eine Solaranlage auf dem Dach sowie Luft-Wasserwärmepumpen installiert.

    „Mit dem neuen Gebäude schafft die SME Technik moderne Arbeitsplätze, die sowohl für bestehende als auch für zukünftige Mitarbeitende attraktiv sind“, wird Jan Kottucz, Investor, Inhaber und Verwaltungsratspräsident der SME Technik AG, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig können wir in den modernen Produktionshallen mit neuen Anlagen unseren Kunden CNC-Teile in höchster Präzision und nach Schweizer Qualitätsmassstäben anfertigen.“ Ramona Gut-Rogger, Gemeindepräsidentin von Emmen, sieht in der neuen Investition der SME Technik ein „starkes Signal für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts.“

  • Luzern baut öffentliches Netz von Ladestationen auf

    Luzern baut öffentliches Netz von Ladestationen auf

    In Luzern soll bis 2035 ein öffentliches Netz von rund 30 Ladestationen für E-Autos entstehen. Dabei soll laut einer Medienmitteilung der Fokus auf dem Laden im Quartier liegen. Dafür stellt die Stadt Drittanbietern gegen eine Konzessionsgebühr öffentlichen Grund und die Basisinfrastruktur inklusive Netzerschliessung zur Verfügung. Ihre Investition in Höhe von 960’000 Franken will sie durch die Konzessionsgebühren verursachergerecht refinanzieren.

    Bis ins Jahr 2040 sollen alle Fahrzeuge, die in der Stadt Luzern eingelöst sind, elektrisch oder erneuerbar angetrieben sein. Um dieses Ziel der Klima- und Energiestrategie zu erreichen, haben die Stadt Luzern und Energie Wasser Luzern (ewl) im April 2024 das Pilotprojekt Grüne Zonen lanciert. In diesem Rahmen wurden an der Berg- und der Eichmattstrasse die ersten öffentlichen Ladestationen erstellt. Die Erfahrungen des auf fünf Jahre angelegten Projekts bezeichnet die Stadt als „durchweg positiv“.

    Die Massnahmen sind Teil des Gesamtkonzepts für erneuerbare Antriebe in der Mobilität. Es wurde vom Zürcher Beratungs- und Ingenieurunternehmen EBP Schweiz im Auftrag der Stadt Luzern erarbeitet. Zum Umfang des Konzepts zählen auch Förderprogramme für Basis- und Ladeinfrastruktur, die aus dem Energiefonds der Stadt Luzern finanziert werden oder dass ab 2033 nur noch emissionsfreie Taxis Betriebsbewilligungen erhalten werden. Zudem sollen per 2040 Parkkarten für Dauerparkierung auf öffentlichem Grund nur noch für emissionsfreie Fahrzeuge erteilt werden.

  • Robuster Markt in Luzern

    Robuster Markt in Luzern

    Der gewerbliche Immobilienmarkt im Kanton Luzern erweist sich als widerstandsfähig, auch im internationalen Kontext wirtschaftlicher Unsicherheit. Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz wuchs 2024 um 1,3 Prozent, für 2025 wird mit einem Anstieg auf 1,5 Prozent gerechnet. Der Kanton Luzern profitiert von seiner breit diversifizierten Wirtschaftsstruktur mit starken Sektoren wie Bau, Finanzen und Dienstleistungen.

    Engpass trifft auf Nachfrage
    Die Nachfrage nach Büroflächen bleibt hoch, gestützt durch das anhaltende Beschäftigungswachstum im Dienstleistungssektor. Gleichzeitig liegt das Bauvolumen mit rund 50 Millionen Franken deutlich unter dem langjährigen Mittel. Diese Zurückhaltung bei Neubauten verknappt das Angebot weiter, wodurch Mietpreise moderat, aber kontinuierlich steigen und dies seit 2015 um durchschnittlich 10 Prozent.

    Strukturwandel belastet
    Trotz stabiler Konsumindikatoren bleibt der Markt für Verkaufsflächen unter Druck. Der Onlinehandel, verändertes Konsumverhalten und geopolitische Unsicherheiten setzen selbst stark frequentierte Lagen unter Zugzwang. Sinkende Angebotsmieten deuten auf eine andauernde Schwächephase hin – eine Erholung ist derzeit nicht in Sicht.

    Solide Basis, neue Risiken
    Der Leerstand bei Industrieflächen liegt mit unter einem Prozent weit unter dem nationalen Schnitt. Die Nachfrage ist stabil, Projekte wie neue Gewerbeparks in Luzern und Umgebung signalisieren Dynamik. Doch handelspolitische Spannungen, insbesondere mit den USA, könnten diesen Trend bremsen und mittelfristig für eine Abschwächung sorgen.

    Viel Potenzial, aber wachsender Druck
    Die neue Studie von Luzerner Kantonalbank und Wüest Partner zeichnet ein differenziertes Bild. Büro- und Industrieflächen profitieren von der Standortattraktivität Luzerns und der starken Binnenwirtschaft. Verkaufsflächen bleiben hingegen das Sorgenkind. Künftige Entwicklungen werden massgeblich durch internationale Rahmenbedingungen bestimmt.

  • Projektierungskredit für Luzerner Theater abgelehnt

    Projektierungskredit für Luzerner Theater abgelehnt

    Mit 15’033 Nein-Stimmen gegenüber 10’914 Ja-Stimmen wurde der Projektierungskredit für das geplante Luzerner Theater am 9. Februar 2025 deutlich abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei 49,67 Prozent. Das Ergebnis bedeutet das Ende für das Projekt «überall» von Ilg Santer Architekten, das als neue Bühne für Musik-, Sprech- und Tanztheater vorgesehen war.

    Stadtrat zeigt sich enttäuscht
    Der Stadtrat nimmt die Abstimmung mit grossem Bedauern zur Kenntnis. Die geplante Weiterentwicklung des Luzerner Theaters kann mit diesem Entscheid nicht umgesetzt werden. Stadtpräsident Beat Züsli betont: „Wir haben immer gesagt, dass es keinen Plan B gibt. Wie es weitergeht, ist völlig offen. Dieses Ergebnis ist eine grosse Enttäuschung für die Luzerner Kultur.“

    Besonders der Standort und das Bauvolumen des geplanten Theaters standen in der öffentlichen Diskussion immer wieder in der Kritik. Dennoch sei es noch zu früh, um definitive Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Stadtrat will die Abstimmungsergebnisse gemeinsam mit den involvierten Partnerorganisationen sorgfältig auswerten.

    Konsequenzen für die Kulturpolitik
    Die Ablehnung des Kredits stellt die Stadt Luzern vor neue Herausforderungen. Die bisherigen Planungen werden gestoppt und es bleibt unklar, wie die Zukunft des Luzerner Theaters gestaltet werden kann. Dennoch betont der Stadtrat die Wichtigkeit eines konstruktiven Umgangs mit dem Votum: „Es ist nun unsere gemeinsame Aufgabe als Stadtgemeinschaft, eine neue Lösung für die Theaterkultur in Luzern zu finden.“

    Trotz der Niederlage bedankt sich der Stadtrat bei allen, die sich für das Projekt engagiert haben. Die bestehenden Partnerschaften sollen weiterhin gepflegt und die Auswirkungen des Abstimmungsergebnisses auf die Kulturpolitik sorgfältig geprüft werden.

  • Mietpreise in der Schweiz steigen erneut leicht an

    Mietpreise in der Schweiz steigen erneut leicht an

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im November auf dem Stand von 128,1 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um 0,3 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Somit habe sich „der kurzzeitige Rückgang im Oktober wieder egalisiert und die ausgeschriebenen Mietpreise befinden sich erneut auf dem Niveau von September 2024“. Im Jahresvergleich wurde schweizweit ein Anstieg der Angebotsmieten um 3,1 Prozent beobachtet.

    Innerhalb der Kantone haben die Fachleute von Homegate nur in einzelnen Fällen grössere Veränderungen gegenüber dem September ausgemacht. Am stärksten sticht dabei der Kanton Graubünden mit einem Rückgang der Angebotsmieten um 4,4 Prozent hervor. Bei „derartigen Ausreissern“ handele es sich aber meist um kurzfristige Veränderungen, heisst es in der Mitteilung. Einen Anstieg der Mieten um mehr als 2 Prozent im Monatsvergleich legte lediglich der Kanton Nidewalden mit 2,1 Prozent vor.

    Den im Index erfassten acht Schweizer Städten attestieren die Fachleute eine Rückkehr „zur erwarteten Normalität“. Sie machen dies vor allem am Wachstum der Angebotsmieten um 1,6 Prozent in Zürich und in Lausanne fest. Die übrigen sechs betrachteten Städte weisen nur marginale Veränderungen gegenüber September auf. Im Jahresvergleich wurde jedoch bei allen acht Städten ein deutliches Wachstum beobachtet. Am stärksten fiel dieses mit 7 Prozent in der Stadt Luzern aus.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Luzern fördert kreislaufgerechte Bauprojekte

    Luzern fördert kreislaufgerechte Bauprojekte

    Der Kanton Luzern spannt mit der Hochschule Luzern für kreislaufgerechtes Bauen zusammen. Die beiden Partner haben die Ausschreibung Eco-Design im Hochbau lanciert, informiert die kantonale Staatskanzlei in einer Mitteilung. Kreislaufgerechte Bauprojekte sollen im kommenden Jahr mit insgesamt 200’000 Franken gefördert werden. Besonders innovative Projekt erhalten zudem einen Materialpass und Beratungsleistungen.

    Bauherrschaften aus dem privaten und öffentlichen Bereich sowie Planende können sich ab 13. Januar und bis 16. Mai digital um eine Förderung bewerben. Dabei ist es unerheblich, ob die Projekte bereits umgesetzt sind oder sich noch in der Planung oder Umsetzung befinden. Voraussetzung für eine Förderung ist jedoch, dass es sich um ein Bauprojekt im Kanton Luzern handelt.

    Gesucht werden Projekte, die dem Gestaltungsansatz Eco-Design folgen. Ihm zufolge werden Gebäude langlebig und zirkulär gestaltet. Um eine Förderung zu erhalten, sollte das Projekt darüber hinaus auch einen Leuchtturmcharakter aufweisen, heisst es in der Mitteilung. Über diesen wollen Kanton und Hochschule Möglichkeiten für nachhaltiges Bauen und Kreislaufwirtschaft sichtbarer machen und Planenden entsprechendes Wissen zur Verfügung stellen.

  • Pilatus Arena: Fortschritte im Bau und neue Eigentümerstruktur

    Pilatus Arena: Fortschritte im Bau und neue Eigentümerstruktur

    Die Schlieremer Halter Gruppe wird laut Medienmitteilung Hauptaktionär der Pilatus Arena Sports & Events AG (PASE) in Kriens. Halter wird mit 70 Prozent Mehrheitsaktionär. 30 Prozent hält die auf Immobilienbewirtschaftung und Stadiongastronomie spezialisierte Caranto AG aus Luzern. Die Pilatus Arena entsteht im Krienser Quartier Mattenhof und soll Sportereignissen und anderen Veranstaltungen Platz bieten. Die Arena hat Platz für maximal 4500 Zuschauer und soll laut Plan im vierten Quartal 2025 eröffnet werden. Derzeit wird der Innenausbau durchgeführt.

    Das Projekt wurde 2011 von Toni Bucher und Nick Christen lanciert und wird seit 2018 federführend von der Halter AG entwickelt, heisst es in der Mitteilung. Im November wurde die Pilatus Arena Sports & Events AG (PASE) gegründet, die als Betreibergesellschaft für den Betrieb der Arena verantwortlich sein wird.

    Die Arena wird die neue Heimstätte des Handballklubs HC Kriens-Luzern. Im Fokus stehen darüber hinaus laut der Mitteilung von Halter Länderspiele, nationale Finalspiele, Welt- und Europameisterschaften, Konzerte, Unternehmensveranstaltungen, Kongresse sowie Schul- und Hochschulsport. Die Betreibergesellschaft PASE übernimmt als Generalmieterin der Arena die Verantwortung für die Organisation und Vermarktung dieser Veranstaltungen.

    „Dass die Halter Gruppe nun auch den Betrieb der Pilatus Arena massgeblich übernimmt, ist eine ideale Konstellation. Die Zusammenarbeit zwischen den Partnern ist eingespielt und die Kompetenzen ergänzen sich optimal, wird Toni Bucher zitiert, Verwaltungsratspräsident der Bauherrin Pilatus Arena AG.

  • Zusatzkredit für Verwaltungsgebäude am Seetalplatz Luzern

    Zusatzkredit für Verwaltungsgebäude am Seetalplatz Luzern

    Im Jahr 2021 stimmte die Luzerner Bevölkerung dem Bau eines Verwaltungsgebäudes am Seetalplatz zu und bewilligte einen Sonderkredit von 177,4 Millionen Franken. Aufgrund von Personalwachstum und unerwarteten baulichen Anforderungen beantragt der Regierungsrat nun einen Zusatzkredit von 14,25 Millionen Franken. Besonders die gestiegene Zahl der Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung, insbesondere in der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen, erfordert eine Erweiterung der Büroflächen.

    Zusätzlich zur Flächenerweiterung werden bauliche Anpassungen vorgenommen, um den ökologischen Anforderungen der Luzerner Klimapolitik gerecht zu werden. Diese beinhalten eine Erweiterung der Photovoltaik-Anlage von der Dachfläche auf die Gebäudefassade sowie eine mögliche Aufstockung des Gebäudes im Innenhof, was zu einer verbesserten Nutzung des Grundstücks führt. Zudem entstehen durch Auflagen der Baubewilligung weitere Kostensteigerungen.

    Zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung
    Das Verwaltungsgebäude wird nach Fertigstellung 2026 mehr als 2.000 Kantonsangestellte beherbergen und zentrale Dienstleistungen für die Bevölkerung an einem gut erschlossenen Standort in Luzern Nord bieten. Der Spatenstich erfolgte im September 2023, und die Bauarbeiten schreiten planmässig voran.

    Der Kantonsrat wird in der Oktober-Session über den Zusatzkredit entscheiden.

  • Neue Karrierechancen für Quereinsteiger in der Immobilienwirtschaft

    Neue Karrierechancen für Quereinsteiger in der Immobilienwirtschaft

    Für viele Quereinsteiger eröffnen sich mit einer beruflichen Neuorientierung spannende Möglichkeiten. Claudio Kuhn, ein erfahrener Business-Administrator mit einem Master of Science in Business Administration von der HSLU, sieht in der Immobilienwirtschaft seine neue Herausforderung. Motiviert von der Aussicht auf intensiven Kundenkontakt und vielfältige Marketingaktivitäten, richtet er seinen Fokus auf eine Karriere im Immobilien-Verkauf, speziell im Wirtschaftsraum Zürich und in der Region Luzern.

    Gezielte Weiterbildung für den Einstieg
    Trotz seines umfangreichen Fachwissens erkannte Kuhn, dass spezifisches Grundwissen für den Immobilien-Verkauf unverzichtbar ist. Daher entschied er sich für den Intensivkurs für Quereinsteiger beim SVIT Zürich, den er erfolgreich abschloss. Der Kurs vermittelt wesentliche Kenntnisse und Fähigkeiten, um in der dynamischen Immobilienbranche Fuss zu fassen.

    Unterstützung durch den SVIT Zürich
    Neben der fachlichen Weiterbildung bietet der SVIT Zürich umfassende Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung in die Immobilienwirtschaft. Pascal Stutz, CEO des SVIT Zürich, begleitet die Kursteilnehmer bei der Entwicklung erfolgreicher Strategien für die Stellensuche. Somit erwerben die Absolventen nicht nur vertieftes Wissen, sondern auch wertvolle Kompetenzen für eine erfolgreiche Bewerbung.

    Netzwerken und Praxiserfahrung
    Kuhn und andere Kursabsolventen haben zudem die Möglichkeit, sich über Dossiers und persönliche Referenzen wie  Skills, bei potenziellen Arbeitgebern zu präsentieren. Diese Dokumente, welche auch von Nichtmitgliedern des SVIT angefordert werden können, ermöglichen es Unternehmen, direkt auf qualifizierte Kandidaten zuzugreifen (Mail to: pascal.stutz@svit.ch).

    Ausblick für interessierte Quereinsteiger
    Das aktuelle Kursangebot des SVIT Zürich für Quereinsteiger in die Bereiche Immobilien-Bewirtschaftung oder Immobilien-Verkauf ist auf der Website svit-bildung.ch einsehbar. Mit gezielten Programmen und der unterstützenden Begleitung bietet der SVIT ambitionierten Berufsumsteigern wie Claudio Kuhn eine solide Basis für einen erfolgreichen Karrierestart in der Immobilienbranche.

    Die intensive Ausbildung und die enge Betreuung durch den SVIT Zürich bieten eine vielversprechende Chance, die Attraktivität der Immobilienwirtschaft für Quereinsteiger zu erhöhen und ihnen den Weg zu einer erfolgreichen Laufbahn zu ebnen.

  • Neuer Beschaffungshub für Bodenbeläge in Luzern eröffnet

    Neuer Beschaffungshub für Bodenbeläge in Luzern eröffnet

    Mohawk, nach eigenen Angaben der weltweit grösste Hersteller von Fussbodenbelägen mit Sitz im US-Bundesstaat Georgia, hat ein Kompetenzzentrum für sein Beschaffungswesen in Luzern gegründet. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, will das Unternehmen so die Präsenz in den DACH-Staaten erhöhen. Luzern mit seiner zentralen Lage bietet günstige Möglichkeiten, alle Lieferketten bezüglich Warenverkehr und Dienstleistungen optimal zu organisieren und auszuschöpfen, heisst es in der Mitteilung.

    Mohawk hat bereits damit begonnen, lokale Mitarbeitende einzustellen, um das Team für das neue Kompetenzzentrum aufzubauen. Dieser Prozess wird auch weiterhin fortgeführt, heisst es in der Medienmitteilung.

    Mohawk verkauft seine Produkte in 170 Länder weltweit, etwa 30 Prozent des Handels werden in Europa abgewickelt. Zu den Produkten zählen Fussbodenkeramik, Holz- und Parkettböden ebenso wie Vinylprodukte oder Teppiche. Zu den bekanntesten Namen unter dem Dach von Mohawk zählen Marazzi, Ragno, EmilGroup, Kai, Quick-Step, Pergo, Moduleo, Unilin Panels und Unilin Insulation.

  • Luzerner Theaterprojekt wird aktualisiert und extern überprüft

    Luzerner Theaterprojekt wird aktualisiert und extern überprüft

    Nach signifikanten Änderungen am Entwurf für das neue Luzerner Theater, wird parallel das Betriebskonzept, das ursprünglich im Jahr 2020 erstellt wurde, überarbeitet. Vor der Entscheidung über den Projektierungskredit ist eine Aktualisierung des Konzepts notwendig, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts adäquat zu reflektieren. Der Luzerner Regierungsrat hat daraufhin beschlossen, ein entsprechendes Postulat aus dem Kantonsrat als erheblich zu erklären.

    Die Stadt Luzern und der Kanton Luzern haben eine Aufgabenteilung für den Bau des neuen Theaters vereinbart. Während die Stadt für die Realisierung und Finanzierung des Neubaus verantwortlich ist, wird der Kanton einen Teil der höheren Betriebskosten übernehmen. Der Regierungsrat legt Wert darauf, dass die künftigen Betriebskosten nicht mehr als zehn Prozent über dem aktuellen Niveau liegen und dass das Luzerner Theater seinen Eigenfinanzierungsgrad substanziell verbessert.

    Angesichts der fortgeschrittenen Entwicklung des Siegerprojekts ist es nun erforderlich, das Betriebskonzept zu aktualisieren. Der Regierungsrat unterstützt dieses Vorgehen in der Beantwortung des Postulats P 35 von Adrian Nussbaum. Ebenso hat der Stadtrat von Luzern einem zweistufigen Überprüfungsprozess zugestimmt. In der ersten Phase wird das Konzept extern evaluiert, um vor der Entscheidung über den Projektierungskredit zu fundierten Aussagen über den veränderten Betrieb zu gelangen. Die zweite Phase umfasst eine umfassende externe Überprüfung nach Vorliegen des endgültigen Projekts und der städtischen Abstimmung.

    Die externe Überprüfung wird aufzeigen, ob das geplante Theater die vorgegebenen Grenzen der Betriebskostenerhöhung einhalten kann und klärt zudem, wer zukünftig als Eigentümer des Gebäudes fungiert und damit für die Unterhaltskosten verantwortlich ist. Der Auftrag für beide Phasen der Überprüfung wird vom Zweckverband Grosse Kulturbetriebe erteilt.

  • «Die zentrale Lage ist ein grosses Plus»

    «Die zentrale Lage ist ein grosses Plus»

    Herr Zettel, welche Ziele verfolgt die Wirtschaftsförderung Luzern?

    Wir verfolgen drei Hauptziele. Das erste sind spannende und gute Arbeitsplätze für unsere Bevölkerung. Das zweite ist, Steuererträge für die Leistungen von Kanton und Gemeinden zu generieren. Und das dritte ist die positive Wahrnehmung des Wirtschaftsstandorts Luzern nach innen und aussen.

    Wofür sind Sie als Leiter Unternehmensentwicklung zuständig?

    Als Leiter Unternehmensentwicklung liegt mein Hauptfokus auf den bestehenden Unternehmen des Kantons Luzern. Wir haben etwas mehr als 30’000 Unternehmen und unterstützen diese dabei, sich positiv zu entwickeln. Meist drehen sich unsere Projekte mit Unternehmen um deren Standort. Wenn ein Unternehmen beispielsweise wächst, ändern sich seine Bedürfnisse. In diesem Zusammenhang können sich Fragen nach Erweiterungen oder einem Standortwechsel stellen. Welches sind aktuell die grössten Herausforderungen der Unternehmen? Themen rund um begrenzte Ressourcen wie Bauland und Gewerbeflächen stellen Unternehmen häufig vor Herausforderungen. Ein anderes grosses Thema ist aktuell der Fach- und Arbeitskräftemangel. Aktuell sind grössere Unsicherheiten vorhanden, wie etwa der Ukraine-Krieg oder die Inflation. Dazu gehören auch Themen wie Energiepreise und Lieferengpässe. Diese Herausforderungen zeigen uns einmal mehr auf, wie abhängig wir letztlich davon sind, was ausserhalb der Schweiz passiert.

    Welches sind aktuell die bedeutendsten Bauprojekte im Kanton Luzern?

    Der ganze Kanton Luzern hat eine hohe Baudynamik. Sehr viel läuft aktuell in den beiden Entwicklungsschwerpunkten Luzern Nord und Luzern Süd. In der Smart City Luzern Nord entsteht die neue zentrale kantonale Verwaltung. In Luzern Süd gibt es bereits viele Projekte in Realisierung wie das Nidfeld-Areal oder die Pilatus-Arena mit dem Pilatus Tower, dem höchsten Hochhaus Luzerns. Der Campus Horw der Hochschule Luzern wird bis Ende dieses Jahrzehnts erweitert und erneuert.

    Was macht den Kanton Luzern als Wohnort attraktiv?

    Im Kanton Luzern ist für alle etwas dabei. Wir haben tolle Wohnlagen und ganz unterschiedliche Regionen und Landschaften. Wir haben eine grossartige Stadt mit einem wunderbaren kulturellen Angebot. Wir haben Seen, Berge und ein touristisches Angebot, das auch der Bevölkerung zur Verfügung steht. Das alles macht Luzern zu einem attraktiven Gesamtpaket. Ausserdem ist Luzern von der Grösse her ein überschaubarer Ort. Man kann sich hier gut integrieren, wir haben viele Vereine und tolle Veranstaltungen. Insgesamt ist die Lebensqualität in Luzern herausragend.

    Wie sieht es aus mit freiem und günstigem Wohnraum aus im
    Kanton Luzern?

    Wohnraum ist auch in Luzern ein Thema. Wir haben eine Leerwohnungsziffer von etwas unter einem Prozent. Das ist ein Durchschnittswert: Manche Gemeinden haben praktisch keine freien Wohnungen, in anderen gibt es durchaus Angebote. Auch bei den Preisen ist es so: Während etwa der Wohnraum in der Stadt Luzern relativ teuer ist, gibt es auch Gemeinden, in denen es günstigere Angebote gibt. Gleichzeitig wird viel gebaut. Das ist auch das Wichtigste im Moment: Dass Bauprojekte realisiert werden und neue Wohnungen zügig auf den Markt kommen.

    Welche Gemeinden sind neben der Stadt Luzern bei Unternehmen besonders beliebt?

    Wir haben 80 tolle Gemeinden im Kanton Luzern, und jede Gemeinde hat ihre eigenen Stärken. Bezogen auf die Anzahl Unternehmen sind neben der Stadt Luzern die grossen Gemeinden in der Agglomeration wie Emmen, Kriens, Horw und Ebikon bedeutende Standorte. Sursee als zweites Zentrum des Kantons ist aufgrund seiner Lage ebenfalls attraktiv für Unternehmen. Aber auch in Regionen wie Willisau oder Hochdorf gibt es viele tolle Unternehmen, besonders in der Industrie. Diese breite und vielfältige Wirtschaftsstruktur ist eine der Stärken von Luzern.

    Warum sollte ein Unternehmen nach Luzern kommen anstatt nach Zürich, Bern oder Basel?

    Die zentrale Lage mitten in der Schweiz ist ein grosses Plus. Man ist schnell in Basel oder Zürich, aber auch in Italien oder Deutschland. Zusätzlich haben wir sehr attraktive Unternehmenssteuern, eine breite Bildungslandschaft und gute Fach- und Arbeitskräfte.

    Wo steht der Kanton Luzern in Sachen Digitalisierung?

    Ich betrachte das Thema vor allem aus der Perspektive der Wirtschaftsstruktur. Wir haben beispielsweise viele IT-Dienstleister, die sich auf Digitalisierung spezialisiert haben. Bei den meisten Unternehmen ist das Thema schon lange angekommen. Aber Digitalisierung hört ja nicht auf. Der Wandel ins digitale Geschäftsmodell ist fortlaufend, und es kommen ständig neue Themen dazu. Auch wir greifen diese Themen auf. Vergangenes Jahr haben wir beispielsweise einen Hub für künstliche Intelligenz mitgegründet. Dieser macht das Thema KI sichtbar und hilft den Unternehmen in der Anwendung. Wir unterstützen Unternehmen auch dabei, sich für Digitalisierungsprojekte mit passenden Partnern zu vernetzen.

    Als Wirtschaftsförderer haben Sie einen relativ jungen Beruf. Was zeichnet diesen Beruf für Sie aus?

    Ich komme mit unglaublich vielen interessanten Leuten in Kontakt – sei es aus Unternehmen, aus der Politik oder aus der Verwaltung. Ausserdem sind wir an der Quelle neuer Ideen und Projekte. Auch fachlich hat dieser Beruf viele Facetten: Von Betriebswirtschaft über Raumplanung und Immobilien bis hin zu Politik und Kommunikation. Für mich ist es ein Privileg, diese Arbeit machen zu dürfen.

  • 96. immoTable Luzern

    96. immoTable Luzern

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    Monika Schärer begrüsste Regierungsrat Reto Wyss, der uns über die aktuellen Themen im Kanton Luzern informierte.  Herr Zettel, Leiter Unternehmensentwicklung, Wirtschaftsförderung Luzern, gab einen Einblick in die laufenden Geschäfte und stellte aktuelle Immobilienprojekte vor. Markus Weber HSLU Co-Leiter Studiengang Digitales Bauen, Präsident Bauen digital Schweiz zeigte das Potenzial von BIM, IoT und Lifecycle Data Management auf. Sabine Ruoss Gesamtkoordinatorin und Massimo Guglielmetti Projektleiter Durchgangsbahnhof Luzern zeigten uns, was in den nächsten 20 Jahren für den Durchgangsbahnhof geplant ist und entstehen wird. Zum Abschluss zeigte uns Clemens Högger von Energie360° eine zukunftsweisende und wirtschaftliche Energielösung im Hinblick auf die energiestrategische Herausforderung auf. Beim Apéro Riche wurde die Gelegenheit rege genutzt, sich mit den Referenten und Partnern auszutauschen und mehr zu erfahren.

  • Hochschule Luzern lokalisiert fossile Heizungen

    Hochschule Luzern lokalisiert fossile Heizungen

    Fachleute des Kompetenzzentrums Thermal Energy Storage an der Hochschule Luzern (HSLU) wollen den klimaverträglichen Austausch fossiler Heizungen fördern. Dafür hat das Team gemeinsam mit der in Lüterkofen SO ansässigen geoimpact AG mithilfe Maschinellen Lernens Modelle berechnet, die fossile Heizanlagen lokalisieren.

    Denn Öl- und Gasheizungen würden derzeit zu rund 80 Prozent durch neue fossile Heizanlagen ersetzt, heisst es in einer Medienmitteilung der HSLU. „Eine neues Heizsystem braucht Planung“, wird HSLU-Energieexpertin Esther Lindner zitiert. „Wenn das alte im Winter kaputtgeht, hat man natürlich dafür keine Zeit und ersetzt dann einfach schnell das, was man vorher hatte, wieder mit dem gleichen System.“ Um dem entgegenzuwirken, will das Projekt diese Haushalte rechtzeitig mit Informationen über Alternativen und Beratungsangebote versorgen.

    Zunächst wurde ein Modell für 1957 Gemeinden erstellt, anschliessend eines für 158 Bezirke und schliesslich ein weiteres für die gesamte Schweiz. Auf Gemeindeebene ist das Modell den Angaben zufolge mit nahe 80 Prozent Treffsicherheit am genauesten. Die Künstliche Intelligenz dieser Modelle wurde mit öffentlich zugänglichen Daten des Gebäude- und Wohnungsregisters trainiert.

    Nun wird das Modell für ein vom Bundesamt für Energie unterstütztes Sweet Edge-Projekt zu einem Empfehlungsprogramm weiterentwickelt. Damit sollen Gemeinden bei der Energieplanung unterstützt werden. „Gemeinden, die das Modell nutzen und gleichzeitig weiterentwickeln wollen“, so Lindner, „sind willkommen“. Das Projekt wird auch am diesjährigen Abend der Wirtschaft des Departements Technik & Architektur präsentiert. Er findet am 20. Oktober 2022 statt.

  • Daniel Aecherli und Rainer Lischer neu in der Geschäftsbereichsleitung der CKW Gebäudetechnik

    Daniel Aecherli und Rainer Lischer neu in der Geschäftsbereichsleitung der CKW Gebäudetechnik

    Das starke Wachstum in den Geschäftsfeldern Photovoltaik und E-Mobilität sowie neue Standorte in der gesamten Deutschschweiz führen dazu, dass sich CKW Gebäudetechnik neu organisiert. Das bisherige Leitungsteam mit Linus Gähwiler sowie Daniel Zbinden und Thomas Gisler wird um Daniel Aecherli und Rainer Lischer ergänzt.

    Daniel Zbinden übernimmt die neu geschaffene Sparte «Photovoltaik & Wärme», Thomas Gisler verantwortet «Elektro Deutschschweiz», Daniel Aecherli «Elektro Luzern» und Rainer Lischer «Technics». Die Neuorganisation ist eine konsequente Weiterentwicklung der Wachstumsstrategie und tritt per 1. November 2022 in Kraft.

    Zwei neue Spartenleiter aus den eigenen Reihen

    «Es freut mich sehr, dass wir mit Daniel Aecherli und Rainer Lischer zwei Persönlichkeiten aus den eigenen Reihen für diese wichtigen Positionen gewinnen konnten. Beide verfügen über umfassende Branchen- und Führungserfahrung und ergänzen das bestehende Leitungsteam mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Wissen ideal», sagt Linus Gähwiler.

    Aktuell verantwortet Daniel Aecherli als Leiter Elektro Nord die operative Führung dieser Abteilung mit acht Geschäftsstellen. Daniel Aecherli (46) ist ausgebildeter Elektroinstallateur und eidg. diplomierter Elektroinstallateur mit Nachdiplomstudium als Betriebswirtschafter NDS HF. Er wohnt in Reiden, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

    Rainer Lischer ist als Leiter IT+Communication für die operative Führung dieser Abteilung zuständig und hat diese in den letzten zwei Jahren mit seinen Mitarbeitenden neu organisiert. «Technics» umfasst die Geschäftsfelder Gebäudeautomation, Security und IT+Communication. Rainer Lischer (48) verfügt über ein Diplom als eidg. dipl. Ingenieur ETH und über ein NDS Wirtschaftsinformatik FH. Er wohnt in Rothenburg, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

  • HSLU erarbeitet Empfehlungen für nachhaltige Hochhäuser

    HSLU erarbeitet Empfehlungen für nachhaltige Hochhäuser

    Forschende verschiedener Fachbereiche der HSLU haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich ein Hochhaus sozial nachhaltig gestalten lässt, informiert die HSLU in einer Mitteilung. Dazu wurden architektonische, soziale und wirtschaftliche Aspekte untersucht. Aus ihren Erkenntnissen haben die Forschenden Planungs- und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Das interdisziplinäre Hochschulprojekt wurde von der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung, Innosuisse, gefördert.

    Ein nachhaltiges Hochhaus biete „sowohl eine hohe individuelle als auch kollektive Lebensqualität und hat das gemeinschaftliche Zusammenleben heute und für künftige Generationen im Blick“, wird Projektinitiator Alex Willener in der Mitteilung zitiert. Um diese Anforderungen zu erfüllen, müsse das Gebäude sowohl seinen Bewohnenden als auch den Menschen in seinem Umfeld von Nutzen sein, den sozialen Zusammenhalt fördern und dazu noch wirtschaftlich tragbar sein, schreibt die HSLU.

    In einem Hochhaus leben Menschen mit unterschiedlichen Lebensstilen und Erwartungen unter einem Dach. Die Forschenden raten dazu, das Zusammenleben dieser Unterschiede bereits bei der Planung zu berücksichtigen und im fertiggestellten Gebäude zu fördern. Damit ein Hochhaus auch in der Umgebung akzeptiert wird, solle es dem ganzen Quartier etwas bieten. Als Beispiele werden in der Mitteilung Arztpraxen, Kinderkrippen oder ein Quartiertreffpunkt genannt. Um das Hochhaus an sich verändernde Bedürfnisse anpassen zu können, empfehlen die Forschenden bereits beim Bau darauf zu achten, dass Räume mit wenig Aufwand zusammengelegt oder neu unterteilt werden können. hs

  • SVIT Swiss Real Estate Forum 2022 – Digitalisierung, Disruption und Datenflut im Fokus 

    SVIT Swiss Real Estate Forum 2022 – Digitalisierung, Disruption und Datenflut im Fokus 

    Nach der offiziellen SVIT Delegiertenversammlung am Donnerstagvormittag referierte im Konferenzsaal des Verkehrshaus Luzern zunächst der Strategie- und Innovationsberater Maks Giordano. Er zeigte auf, was passiert und wie man reagieren kann «wenn Zukunft in exponentiellen Schritten kommt». Giordano ist überzeugt, dass nach Mobilfunk und World Wide Web unsere Industrien jetzt durch die dritte Welle der digitalen Disruption und mit deren exponentiellen Entwicklungen der Technologie, nochmals grundlegend verändert werden. «In diesen Zeiten der Hyper-Innovation und des Hyper-Wachstums ist es zwingend erforderlich, dass wir alle die notwendigen Fähigkeiten erlernen, um diesen Wandel zu bewältigen», so seine Botschaft. 

    Comedy und Politgeflüster 
    Im Anschluss bot Comedian Kaya Yanar ein «Best Of» seines bisherigen Schaffens in der Fernseh- und Komikerszene, ehe dann am Nachmittag eine erste Podiumsdiskussion anstand. SVIT Forum-Moderator Urs Gredig begrüsste die Politiker Hans Egloff (SVP, Präsident HEV Schweiz) und Michael Töngi (Grüne, Vize-Präsident des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbands) sowie Martin Tschirren, Direktor des BWO Bundesamts für Wohnungswesen, auf der Bühne. Sie analysierten gemeinsam die derzeitige politische und gesellschaftliche Stimmungslage hinsichtlich einer möglichen Totalrevision des Schweizer Mietrechts, das aus dem Jahr 1990 stammt. Generell halten sie angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Nationalrat nur kleinere Änderungen für möglich, auch wenn Egloff und Töngi grundlegende Modifikationen und Teilrevisionen verlangten. Bundesamtleiter Tschirren gab zu bedenken, dass in der vor uns liegenden Zeit eine Verschärfung der Wohnungsknappheit droht. Dies sei vorrangig in den Grossstädten und -zentren festzustellen. 

    Bundesrat sieht Handlungsbedarf bei Mieten 
    Am Ende des ersten Tages des SVIT Forum 2022 richtete Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung und Bundespräsident im 2021, eine Grussbotschaft an die SVIT-Delegierten und -Gäste. Er betonte, die neue Bedeutung für das Wohnen als eine Folge der Corona-Pandemie. Vor allem Arbeitende in Büros hätten sich nun angesichts von Homeoffice und Videokonferenzen vom Zuhause aus vermehrt Gedanken über ihre Wohnsituation gemacht. Es gelte heute zu reagieren auf stark steigende Wohnungs- und Energiepreise. Zudem sei die Wohneigentumsquote in der Schweiz wieder im Rückwärtsgang: Während diese noch im 2015 bei 38,4 Prozent lag, habe sie im 2019 bereits nur noch 36,4 Prozent betragen, zitierte Parmelin aus den Zahlen des BFS und des Bundesamts für Wohnungswesen. Bei der Mietzinsgestaltung sieht er einen «gewissen Handlungsbedarf». Konkret wurde er bei einer allfälligen Überprüfung der Orts- und Quartiersüblichkeit. Hier werde es schon bald eine Expertengruppe geben, die sich dieses Themas annehme. Zu den jüngsten Entwicklungen auf der Zinsseite sagte Parmelin: «Die Schweizerische Nationalbank kommt zurück auf den normalen Weg.» 

    Schifffahrt und Achterbahn 
    Der erste Event-Tag wurde mit einer Schiffrundfahrt auf dem Vierwaldstättersee auf der MS Diamant abgerundet. Der zweite Tag des SVIT Forum 2022 am Freitag begann mit einem eindrücklichen Impulsreferat des früheren AMD-Chefs und heutigen Start-up-Investors Carsten Maschmeyer, der die Hohen und Tiefen seiner Wirtschaftskarriere schilderte und dem Publikum seine «Erfolgsformel durch Chancen und Krisen hindurch für ein erfülltes Leben» verriet. 

    Datenrechte digitalisierter Dienstleister 
    Die zweite Podiumsdiskussionsrunde, moderiert von «Immobilia»-Herausgeber Ivo Cathomen, beschäftigte sich mit der Zukunft der Immobiliendienstleister. Er hatte hierzu Oliver Hofmann, CEO der Wincasa AG, Béatrice Schaeppi, Chefin des gleichnamigen Familienunternehmens, sowie Severin Krebs, Geschäftsführer der Pfannenstiel Immobilien AG, auf das Podium eingeladen. Die drei Unternehmensleader schilderten, wie die Digitalisierung die Arbeit des Bewirtschafters heute in vielerlei Hinsicht beeinflusst und bestimmt. Als die wichtigsten Baustellen für Dienstleistungen in der Immobilienbranche identifizierten sie die Datenhoheit bzw. den Datenschutz sowie die Befriedigung der unterschiedlichen Kundenbedürfnisse und die Rekrutierung von Fachpersonal. 

    Das SVIT Swiss Real Estate Forum 2022 endete am Freitagmittag im Verkehrshaus Luzern mit einer Verabschiedung durch SVIT-Präsident Andreas Ingold und schliesslich mit einem Thai-Stehlunch im Foyer, während draussen ein erster grosser Gewitterschauer des Tages niederging.

  • Hug weiht klimaneutrales Backhaus ein

    Hug weiht klimaneutrales Backhaus ein

    Hug hat sein Backhaus in Malters im Beisein zahlreicher Gäste feierlich eingeweiht. Es ist einer Medienmitteilung zufolge eines der modernsten und energieeffizientesten Produktionszentren für Backwaren in der Schweiz. Die Planungszeit für dieses „Generationenprojekt“ habe fünf Jahre betragen, die Bauzeit drei Jahre. Auf einer nun verdoppelten Produktionsfläche schafft es 100 neue Arbeitsplätze. Insgesamt habe Hug 63 Millionen Franken in die Erweiterung des Produktionsgebäudes, den Umzug von Trimbach SO und in Anlagen investiert.

    „Ich bin stolz, dieses innovative und nachhaltige Familienunternehmen bei uns im Kanton Luzern zu haben und ich danke der Familie Hug für ihre Treue und ihre Verbundenheit mit dem Standort Malters”, sagte Regierungsrat Fabian Peter, Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor des Kantons Luzern, bei der Einweihung. „Es freut mich, dass die Firma Hug hier Arbeitsplätze schafft, modern und energieeffizient produziert und so ihren Beitrag zum Erreichen unserer Klimaziele leistet.“

    Das Energiekonzept verzichtet laut Verwaltungsratspräsident Andreas Hug vollständig auf fossile Energieträger. Für die Erzeugung von Wärme und Kälte werden das Grundwasser und betriebliche Abwärme genutzt. Bis Ende 2022 baut Hug weitere Photovoltaikeinheiten auf dem Dach des Backhauses.

    Anlässlich der Einweihung übergab die vierte Generation, repräsentiert durch den bisherigen Geschäftsleiter Andreas Hug, die operative Leitung des Unternehmens an Anna Hug. Sie wird es in fünfter Generation gemeinsam mit Marianne Wüthrich Gross führen. Dies ist das erste Mal seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1877, dass es von zwei Frauen dirigiert wird.

  • ewl eröffnet klimaneutrales Rechenzentrum im Erdreich

    ewl eröffnet klimaneutrales Rechenzentrum im Erdreich

    Der Energiedienstleister ewl hat ein ökologisches Rechenzentrums unter der Erde eröffnet, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das Gebäude basiert auf modernster Technologie und Nachhaltigkeit durch den Einsatz regenerativer Energien und kann die Abwärme des Serverparks effizient einsetzen, heisst es.

    Weil das Rechenzentrum ideal an das ewl-eigene See-Energie- und Kommunikationsnetz angeschlossen sei, lasse sich im laufenden Betrieb ökologischer Strom einsetzen. Für die Kühlung werde See­wasser aus dem Vier­wald­stätter­see verwendet. Mit der Ab­wärme der Rechner werden Gebäude in der Um­gebung beheizt.

    In dieser Kombination sei das Datenzentrum energieeffizient und nachhaltig und gehöre „zu den ökologischsten Datacentren der Schweiz“, wird Patrik Rust, Vorsitzender der Geschäftsleitung von ewl, in der Medienmitteilung zitiert.

    In dem Rechenzentrum werden wichtige und sensible Daten verschiedener Organisationen aufbewahrt und gesichert. Die dafür benötigte IT-Infrastruktur bilden 600 Server-Racks auf über 1600 Quadratmetern Fläche in einem Stollen im Luzerner Wartegghügel. Dort befand sich vor mehr als 50 Jahren eine Zivilschutzanlage für den Regierungsrat und die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Luzern.

    Während des Baus wurde das Gestein teilweise gesprengt. Dank des harten Gesteins am unterirdischen Standort könne das Rechenzentrum den „höchsten physischen Schutz“ gewährleisten. Zur Datensicherheit tragen zudem modernste Technologien wie biometrische Zutrittskontrollen und eine Non-Stop-Videoüberwachung bei.

  • Walo bringt neuen Bodenbelag im Gübelin-Museum auf

    Walo bringt neuen Bodenbelag im Gübelin-Museum auf

    Walo Bertschinger hat im Luzerner Gübelin-Museum einen neuen Bodenbelag aufgebracht. Laut Mitteilung des Dietiker Bauunternehmens auf Facebookt erging der Auftrag dazu im Sommer 2021. Die Arbeiten seien in der Endphase, heisst es in der Mitteilung. Ziel ist ein Bodenbelag, der das Museum als ein zusätzliches Kunststück schmückt.

    Die Auftraggeberin habe sich einen warmen Boden mit verschiedenen Gummigranulaten sowie einem Holzfries vorgestellt, heisst es im Bericht von Walo weiter. Ihr wurde das firmeneigene HALTOPEX Gummigranulat empfohlen. Dieser Belag eignet sich nach Angaben des Unternehmens besonders für Umbauten, sei sehr elastisch, strapazierfähig und unterhaltsfreundlich. Die Optik wirke zudem einladend.

    Nach der Besichtigung eines ähnlichen Objekts wurde der Auftrag vom Bauherrn erteilt. Ab diesem April wurde im Museum gearbeitet. Es wurde der Unterlagsboden neu reprofiliert und verstärkt sowie eine neue Unterschicht aus Epoxidmörtel verbaut. Im Mai wurde mit dem finalen Einbau des HALTOPEX-Belags begonnen. Die Arbeiten stehen vor dem Abschluss.

  • Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Konnex Baden gewinnt zwei weitere Mieter

    Die SPGI Zurich AG hat im Auftrag der Miteigentümerschaft zwei weitere Flächen im Konnex Baden vermietet. Der Gebäudekomplex Konnex im Zentrum von Baden wird derzeit gesamtsaniert. Bis Mitte 2023 entsteht dort laut Medienmitteilung ein „Stadt in Stadt“-Angebot. Dafür werden insgesamt rund 35’000 Quadratmeter Fläche vermietet.

    Laut der Medienmitteilung sind die neuen Mieter die Casino Davos AG und SkySale. Casino Davos ist bereits als Zwischenmieter eingezogen und wird seine neuen, insgesamt 495 Quadratmeter grossen Flächen nach Fertigstellung der Sanierung beziehen. Neue Mieterin ist auch die SkySale Schweiz GmbH, die unter ihrer Marke Apfelkiste besser bekannt ist. Sie wird im Frühsommer 2023 rund 814 Quadratmeter Fläche beziehen.

    Das Interesse am innovativen Multi-Mieter-Konzept des Konnex sei gross und für viele weitere Flächen fänden zurzeit Verhandlungen statt, heisst es weiter. Das Stadt-in-Stadt-Konzept sehe eine Reihe von Dienstleistungen und Annehmlichkeiten vor, darunter Gastronomie, Läden des täglichen Bedarfs, Fitness, Kinderbetreuung und Co-Working.

    Die SPGI Zurich AG mit Sitz in Zollikon ist ein Tochterunternehmen der Intercity Group, einem unabhängigen Immobiliendienstleister mit Gruppengesellschaften in Zürich, Luzern, Bern, Basel, St.Gallen, Olten SO und Zug. Die SPGI Zurich AG ist seit 1993 Allianzpartner von Cushman & Wakefield, einem weltweit führender Anbieter von Immobiliendienstleistungen mit Hauptsitz in Chicago und 53’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 60 Ländern weltweit.

  • Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich ist zweitbeste Stadt Europas für Immobilienanlagen

    Zürich gewinnt im European Thematic Cities Index (TCI) gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze und liegt damit auf Rang 2. Platz 1 hat London inne, Platz 3 Stockholm. Dieser Index von Swiss Life Asset Managers misst laut einer Medienmitteilung 135 europäische Städte in 28 Ländern. Er bewertet sie bezüglich fünf Kernthemen, die den Immobilienmarkt einer Stadt prägen: Veränderung und Disruption, Klima und Umwelt, Gemeinden und Cluster, Konsumenten und Lifestyle sowie Konnektivität. Damit will er eine Vergleichbarkeit für Immobilieninvestitionen bieten.

    Die sechs Schweizer Städte in der Rangliste liegen alle in den Top 50 des TCI. Unter ihnen bleibt Zürich „die dynamischste und gesündeste Stadt mit den besten Netzwerken“. Trotz eines fehlenden internationalen Flughafens ist Bern mit Rang 9 nun „die am drittbesten zugängliche Stadt im gesamten Ranking“. Basel gewinnt gegenüber dem Vorjahr einen Platz und liegt auf Rang 7, Lausanne auf Rang 15. Genf legt mit 16 Plätzen am meisten zu und wird auf Platz 31 geführt. Luzern verliert wegen seines „weniger umweltfreundlichen Branchenmixes und einer überdurchschnittlichen Autonutzung“ neun Ränge und landet auf Platz 41.

    Alle sechs Schweizer Städte versprechen dem TCI zufolge bei aller Stabilität und Attraktivität ein geringes Wachstumspotenzial. Bezüglich dieses Kriteriums befinden sie sich laut dieser Analyse sämtlich unter den elf schlechtesten europäischen Städten. Und wie bereits im TCI 2021 bewertet die diesjährige Analyse die Gesundheit als das schwächste Thema der Schweizer Städte.

  • Arbeitnehmende verlangen ortsunabhängiges Arbeiten 

    Arbeitnehmende verlangen ortsunabhängiges Arbeiten 

    New Work ist in der Schweiz angekommen und das Nine-to-Five-Modell mit Büropräsenz hat ausgedient. Das Verlangen von Arbeitnehmenden nach mehr Flexibilität und Work-Life-Blending nimmt stetig zu und stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen wie leer stehende Büroräumlichkeiten und der Verlust von Effizienz und Kreativität durch dezentrale und abgeschottete Teams. Bislang stand stets die Frage “Arbeiten im Büro oder im Homeoffice?” im Vordergrund. Ein flexibel buchbares Angebot für externe Meetingräume, um Wege zu verkürzen und die Kreativität anzukurbeln, wird selten in Erwägung gezogen. Genau hier setzt Workspace2go an. 

    Flexible, abwechslungsreiche und einfach buchbare Arbeitsplätze 

    Das Schweizer Start-up Workspace2go bietet Firmen eine simple und transparente Möglichkeit, ihre ungenutzten Räumlichkeiten stunden- oder tageweise an Freischaffende oder Mitarbeitende anderer Firmen zu vermieten, die nach einem externen Meetingraum oder Arbeitsplätzen suchen – auch wenn sie eigentlich eigene Büros haben. So können Mitarbeitende im Aussendienst spontan einen Meetingraum am Zürcher Hauptbahnhof für einen anstehenden Call buchen, bevor sie in den nächsten Zug steigen, oder ein Kreativ-Workshop mit Kollegen mit einem Kundenmeeting in einem schönen Altbaubüro in Luzern verbinden. Freischaffende wiederum erhalten die Möglichkeit, sich nach Bedarf und flexibel am Wunschort einzumieten.  

    Leerstehende Büroräume zu Kapital machen 

    “Das Bedürfnis nach extern angemieteten Räumen steigt zurzeit, was wir auf unserer Plattform merken. Zum einen wächst unser Portfolio stetig: Mittlerweile bieten über 500 Unternehmen ihre leer stehenden Räumlichkeiten zur Miete an. Zum anderen ist die Nachfrage gross: Monatlich nutzen Hunderte Firmen das Angebot unserer Kunden”, erzählt Manuele Fumagalli, Gründer und CEO von Workspace2go. Ein Grund dafür ist der Wunsch nach Kreativität und Motivation, den ein Tapetenwechsel mit sich bringt sowie die Möglichkeit, seinen Alltag effizienter und standortbasiert zu planen. Und auch für Unternehmen werden leer stehende und ungenutzte Büro- und Meetingräume, Sitzungszimmer und Arbeitsplätze plötzlich wieder lukrativ. “Firmen können Kapital aus leer stehenden Räumen schlagen und gleichzeitig den Anforderungen unserer modernen Arbeitswelt gerecht werden”, so Manuele Fumagalli. 

  • Planung für Burn-out-Klinik in Vitznau geht in nächste Runde

    Planung für Burn-out-Klinik in Vitznau geht in nächste Runde

    Die Planungen für eine Burn-out-Klinik im Kurort Gruebisbalm auf Vitznauer Gemeindegebiet gehen in die nächste Runde. Ein komplett überarbeiteter Gestaltungsplan, der die Bedenken der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) berücksichtigt, ist nun bei der Gemeinde Vitznau einsehbar. Er wurde massgeblich von der Zeitraum Planungen AG und Roman Hutter Architektur umgesetzt. Beide sind in Luzern ansässig. Ausserdem war das Basler Architekturbüro Miller & Maranta daran beteiligt.

    Die auf 900 Metern Höhe gelegene Klinik soll 80 Patientinnen und Patienten mit Erschöpfungsdepression Platz bieten. Initiant dieses Grossprojekts ist der Baselbieter Unternehmer Paul Schaub. Für seinen Bau sind laut eines Artikels der „Luzerner Zeitung“ rund 120 Millionen Franken veranschlagt. Die vorliegende Ortsplanungsrevision wurde am 13. Februar von der Vitznauer Stimmbevölkerung mit grosser Mehrheit angenommen. Dementsprechend befindet sich der Klinikstandort nun nicht mehr in der Kur- und Sportzone, sondern neu in der Tourismuszone. Der Kanton Luzern muss dies noch genehmigen.

    Die ENHK hatte die Ausdehnung des Gesundheitszentrums mit seinen ursprünglich geplanten fünf grösseren Gebäudekörpern Richtung Südosten als „schwerwiegende Beeinträchtigung“ der Schutzziele beanstandet. Zwei davon befänden sich zu nahe am Rigiweg und der Rigi-Bahn. In der neuen Planung verschmelzen diese zu einem einzigen Komplex mit sechs zusammenhängenden Trakten.

    Die künftige Klinik wird nur über die Rigi-Bahn erreichbar sein, Parkplätze werden nicht gebaut. Paul Schaub geht von einem Baubeginn spätestens im Herbst aus, „und mit der Betriebseröffnung rechnen wir im Jahr 2025“.

  • Nachfrage nach Eigentumswohnungen stark von Region und Preis abhängig

    Nachfrage nach Eigentumswohnungen stark von Region und Preis abhängig

    Die neuste Ausgabe der Online Home Market Analysis vom Immobilienportal Homegate und dem Swiss Real Estate Institute (SwissREI) untersucht die Inseratedaten von Eigentumswohnungen für 2020 und 2021. Die ausgewerteten Inserate stammen von den vier grössten Schweizer Internetportalen und umfassen damit rund 85 Prozent aller Online-Inserate während des Betrachtungszeitraums. Detaillierte Reports zur Studie für alle Regionen finden Sie hier in der Online-Medienmitteilung.

    Für Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group, zeigt die neuste Online Home Market Analysis, wie heterogen der Schweizer Eigentumswohnungsmarkt ist: «Insgesamt hat sich die Nachfrage nach Eigentumswohnungen schweizweit im vergangenen Jahr coronabedingt etwas weniger dynamisch entwickelt. Bestimmte Marktsegmente haben im vergangenen Jahr dennoch eine lebhafte Nachfrage verzeichnet, insbesondere in den Städten». So hat sich im Mittel in den untersuchten Städten die Inseratedauer im tiefen Preissegment deutlich verlängert, während sie im höheren Preissegment praktisch unverändert geblieben ist, obwohl die Zahl der Inserate zugenommen hat. «Analog zum Mietwohnungsmarkt haben sich in der Covid19-Pandemie auch im Eigentumswohnungsmarkt die Präferenzen weg von kleineren und preiswerteren hin zu grösseren und teureren Objekten verschoben», so Waeber zusammenfassend zu den Studienergebnissen.

    Längere Inseratedauer trotz kleinerem Angebot 
    Die aufgrund der Covid19-Pandemie für 2020 gegenüber 2019 markante Verlängerung der mittleren Ausschreibungsdauer von Eigentumswohnungen von 61 auf 84 Tage hat sich im Jahr 2021 mit 85 Tagen auf hohem Niveau bestätigt. Im Vergleich dazu ist die Inseratedauer für Einfamilienhäuser von gut 61 Tagen im Jahr 2019 auf das Level vor der Pandemie zurückgegangen.

    Demgegenüber steht, dass schweizweit im Jahr 2021 online rund 20 Prozent weniger Eigentumswohnungen angeboten wurden als noch im Vorjahr. Bei einer so starken Angebotsverknappung würde man erwarten, dass sich auch die mittlere Inseratedauer entsprechend verkürzt. Dass sich diese jedoch nicht verkürzt, sondern sogar noch leicht verlängert hat, zeugt für 2021 von einer schweizweit abnehmenden Nachfrage nach Eigentumswohnungen.

    Prof. Dr. Peter Ilg, Institutsleiter von SwissREI, sieht mehrere Gründe für die schwächere Nachfrage nach Eigentumswohnungen: «Die Eigentumswohnungspreise in der Schweiz sind im Jahr 2021 durchschnittlich um über 8 Prozent gestiegen. Dies ist der stärkste Preisanstieg seit zehn Jahren. Eine solch deutliche Verteuerung dürfte generell eine dämpfende Wirkung auf die Nachfrage gehabt haben. Steigende Nachfrage ist nur noch in ausgesuchten Regionen sowie in einzelnen gehobenen Preissegmenten ersichtlich, in denen die Käuferschaft vermutlich vermehrt auf Erbvorbezüge zurückgreifen konnte». Darauf lasse sich beispielsweise aus den Verteilungen des steuerbaren Vermögens sowie der Eigenheimkäuferschaft nach Altersklassen schliessen. So verfügt die Klasse der über 54-Jährigen im Kanton Zürich über die Hälfte des steuerbaren Vermögens, während schweizweit bei der Verteilung der Eigenheimkäuferschaften die Mehrheit unter 55 Jahre alt ist, so Ilg weiter. 

    Regionale Unterschiede bei Inseratedauer verstärken sich 
    Regional betrachtet haben sich die Unterschiede der Inseratedauer in den untersuchten acht Grossregionen 2021 weiter akzentuiert. In der Region Zürich, in der Verkäuferinnen und Verkäufer schweizweit am wenigsten lang eine Eigentumswohnung ausschreiben müssen, verkürzte sich die Inseratedauer um rund einen Viertel deutlich auf nur noch 43 Tage (minus 14 Tage). In den zwei Regionen mit der längsten durchschnittlichen Inseratedauer für eine Eigentumswohnung hingegen stiegen sie mit je rund 22 Prozent weiter signifikant an; die Region Waadt/Wallis verzeichnete einen Anstieg um 18 auf 98 Tage, das Tessin um 25 auf 139 Tage. 

    Die absolut betrachtet stärkste Verkürzung der Inseratedauer zeigte sich derweil in der Region Innerschweiz. Diese Region verzeichnet neu nach einem Rückgang um 19 Tage (minus 27 Prozent) für 2021 mit 51 Tagen unmittelbar nach der Region Zürich die zweitkürzeste Inseratedauer aller acht untersuchten Regionen. Die Region Genf hingegen, die mit 52 Tagen im Jahr 2020 noch schweizweit die kürzeste Inseratedauer aufwies, ist im Jahr 2021 nach einem Anstieg um 12 Prozent (plus 6 Tage) auf den dritten Platz zurückgefallen.

    Steigende Nachfrage einzig in drei von acht untersuchten Regionen
    Die Kombination der Veränderung der Inseratedauer sowie der Veränderung der Anzahl Inserate lässt Schlüsse auf die Nachfrageveränderung in den untersuchten Regionen zu. So zeigt sich in den drei Regionen Tessin, Waadt/Wallis und Genf für das Jahr 2021 trotz Angebotsverknappungen (das heisst rückläufiger Anzahl Inserate) eine teilweise deutliche Verlängerung der Inseratedauer und somit eine schrumpfende Nachfrage nach Eigentumswohnungen. Für die drei Regionen Innerschweiz, Nordwestschweiz und Zürich kann hingegen eine zunehmende Nachfrage (grösserer prozentualer Rückgang bei der Inseratedauer als bei der Anzahl Inserate) festgestellt werden. Die übrigen zwei Regionen (Ostschweiz und Espace Mittelland) weisen für 2021 eine konstante Nachfrage auf.

    Nachfragewachstum bei Stadtwohnungen insbesondere im oberen Preissegment
    Neben den acht Regionen untersucht die Online Home Market Analysis auch acht Schweizer Städte. Bei der Analyse der Nachfrage nach Eigentumswohnungen zeigt sich dabei mit genauerem Blick auf das Preissegment, dass insbesondere die Nachfrage in Basel, Lausanne, Genf und Lugano gestiegen ist. Dies sowohl im hohen Preissegment (CHF 1.5 Mio. – CHF 3.0 Mio.) als auch im tiefen Preissegment (CHF 0.3 Mio. – CHF 0.5 Mio.). Im hohen Preissegment hat die Nachfrage insgesamt in sechs von acht untersuchten Städten – neben Basel, Lausanne, Genf auch in St. Gallen und Luzern – zugenommen, in tiefen Preissegment hingegen verzeichneten die restlichen vier Städte eine gleichbleibende oder abnehmende Nachfrage. Diese erhöhte Nachfrage im hohen Preissegment gestaltet sich derweil sehr unterschiedlich aus; während in Basel insbesondere die rückläufige Inseratedauer zur höheren Nachfrage führte, deutete in Genf eine wesentlich höhere Zunahme des Immobilien-Angebots gegenüber der Ausschreibungsdauer auf diese Schlussfolgerung.