Schlagwort: Machbarkeitsstudie

  • Grenzüberschreitende Wärmeversorgung rückt in greifbare Nähe

    Grenzüberschreitende Wärmeversorgung rückt in greifbare Nähe

    Das Basler Versorgungsunternehmen IWB und die Stadtwerke Weil am Rhein prüfen die Optionen einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden Wärmeversorgung. Eine Machbarkeitsprüfung zeigt bereits die technische Umsetzbarkeit auf, die Stadt aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg ab Mitte 2028 mit Wärme aus Basel zu versorgen, heisst es in einer Mitteilung.

    Die Machbarkeitsprüfung läuft bereits seit Mai 2025. Seit März 2026 sondieren die Unternehmen bei den potenziellen Verbrauchern das mögliche Interesse an einem solchen Wärmeverbund. Die benötigte Wärme in dem Areal zwischen Rhein und der Autobahn A5 würde von IWB geliefert, die bis zum Lieferzeitpunkt bereits zu 80 Prozent CO2-neutral erzeugt werden sollte. Nach Vorliegen der Ergebnisse zur Mitte Jahr wird über eine Realisierung und mögliche Investitionspläne entschieden, heisst es in der Mitteilung.

  • Machbarkeitsstudie für regionalen Windpark gestartet

    Machbarkeitsstudie für regionalen Windpark gestartet

    Energieproduzent Axpo prüft gemeinsam mit den beiden Ortsgemeinden Rüthi und Sennwald und der Politischen Gemeinde Rüthi die Machbarkeit eines Windparks. Geplant sind laut einer Medienmitteilung drei Windenergieanlagen auf dem Boden von Rüthi, eine Anlage in Altstätten SG und drei Anlagen in Sennwald. Zusammen könnten sie pro Jahr rund 54 Gigawattstunden Strom erzeugen, auch im Winter. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 11’500 Haushalten.

    Am 25. August hat Axpo die Bevölkerung in Rüthi und am 26. August in Sennwald informiert. Fachleute von Kanton und Axpo beantworteten die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Ausserdem war das Axpo-Wind-Mobil für Erklärungen zur Technologie und einer 3D-Visualisierung des möglichen Windparks vor Ort.

    In der Mitteilung wird die Gemeindepräsidentin von Rüthi, Irene Schocher, zitiert, die die transparente Abklärung des Windpotenzials und die frühe Einbindung der Bevölkerung begrüsst: „Eine fundierte Entscheidungsgrundlage ist essenziell, um das Potenzial eines Windparks in unserer Region realistisch bewerten zu können.“ Die Ortsgemeinde Sennwald stehe hinter dem Projekt, so ihr Präsident Daniel Berger. Sie sehe „im geplanten Windpark eine Chance, die regionale Energieversorgung zu stärken und einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.“

    Im Oktober 2025 wird ein Windmessmast aufgestellt, um über ein Jahr lang Daten zu Wind und Fledermausaktivitäten zu sammeln. Danach wird die Wirtschaftlichkeit des Projekts beurteilt und über die weitere Planung entschieden. Sollte es realisiert werden, können sich die Standortgemeinden und die lokale Bevölkerung an einer Projektgesellschaft beteiligen.

  • Schaffhausen sucht Betreiber für Wärmeverbünde

    Schaffhausen sucht Betreiber für Wärmeverbünde

    Die Stack Infrastructure Switzerland SA errichtet in Beringen bis 2025 ein grosses Rechenzentrum. Das Schweizer Tochterunternehmen des global tätigen Spezialisten für grosse Datenzentren will dabei eine möglichst hohe Energieeffizienz erreichen. Das Ingenieurunternehmen Amstein + Walthert hat nun im Auftrag des Schaffhauser Baudepartements eine Machbarkeitsstudie für die Verwendung der Abwärme für Wärmeverbünde angefertigt.

    Der Energiebedarf des Rechenzentrums beträgt im Endausbau laut der Studie 30 Megawatt, die thermische Abwärmeleistung 9 bis 15 Megawatt, die Abwärmemenge mindestens 79 Gigawattstunden im Jahr. Davon können maximal 26 Gigawattstunden für thermische Netze genutzt werden.

    Die Machbarkeitsstudie kommt zum Schluss, dass die Wärmeenergie des Rechenzentrums zum einen für die Erweiterung eines bestehenden Wärmeverbunds in Beringen und für drei neue Verbünde genutzt werden kann. Der Kanton, die Stadt Schaffhausen, die Gemeinde Beringen und Stack hoffen nun, dass Unternehmen Interesse am Aufbau und am Betrieb solcher Wärmeverbünde zeigen. Die kantonale Wirtschaftsförderung tritt dabei laut einer Mitteilung der kantonalen Energiefachstelle als Ansprechpartnerin für Interessenten auf.

  • Zweiter Wärmeverbund für Steinhausen ist finanzierbar

    Zweiter Wärmeverbund für Steinhausen ist finanzierbar

    Bau und Betrieb eines zweiten Wärmeverbunds für die Gemeinde Steinhausen sind wirtschaftlich realisierbar. Das bestätigt eine Machbarkeitsstudie, die WWZ Energie und die Gemeinde vor einem Jahr begonnen haben. Deren Ergebnisse werden der Bevölkerung laut einer Medienmitteilung beider Akteure am 20. Oktober um 19.30 Uhr im Gemeindesaal Steinhausen präsentiert.

    Sie zeigen, dass in weiten Teilen der Gemeinde die Voraussetzungen bezüglich Energiedichte und -nachfrage für den Bau und den wirtschaftlichen Betrieb eines zweiten und grösseren Verbunds gegeben sind. Dieser soll mit regionalem Holz als Energiequelle betrieben werden.

    Der Wärmeverbund Steinhausen Zentrum ist seit 2017 in Betrieb. Mit diesem könne der neue Verbund mittelfristig ebenso verbunden werden wie mit dem von WWZ geplanten Wärmeverbund Ennetsee. Das erhöhe die Versorgungssicherheit und erlaube eine effiziente Dimensionierung der Heizzentrale.

    „Der Wärmeverbund, wie wir ihn mit WWZ planen, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050“, so Gemeindepräsident Hans Staub. Darüber hinaus steigere er „die Attraktivität und Lebensqualität in unserer Gemeinde“.