Schlagwort: Marktentwicklung

  • Immobilienportfolio wächst trotz stabilem Ertrag

    Immobilienportfolio wächst trotz stabilem Ertrag

    Das Immobilienunternehmen PSP Swiss Property informiert in einer Mitteilung über sein Geschäftsergebnis 2025. Der Liegenschaftsertrag erreichte 349,2 Millionen und lag damit um 0,2 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Auf vergleichbarer Basis (like-for-like) resultierte jedoch ein Wachstum von 1,3 Prozent, vor allem durch Indexanpassungen. Der Gewinn ohne Liegenschaftserfolge belief sich auf 225,4 Millionen, beziehungsweise 4,91 Franken pro Aktie. Der Reingewinn stieg um 8,9 Prozent auf 408,5 Millionen Franken, massgeblich infolge höherer Portfolioaufwertungen von 231,1 Millionen Franken. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich auf 8,91 Franken, die Dividende pro Aktie auf 3,95 Franken.

    Der Portfoliowert stieg per Ende 2025 auf 10,1 Milliarden Franken  mit 150 Anlageliegenschaften und zehn Entwicklungsliegenschaften. Die Neubewertung wurde vor allem durch Vermietungserfolge im High-Street-Retail in Zürich sowie steigende Marktmieterwartungen in Toplagen getragen. Die Leerstandsquote lag bei 3,5 Prozent. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (WAULT) betrug 4,9 Jahre, bei den grössten Mietern 5,3 Jahre.

    Insgesamt bliebt der Schweizer Markt für Geschäftsliegenschaften stabil, so die Mitteilung. 2025 waren demnach besonders hochwertige Büroflächen in zentralen Lagen gefragt. In Genf und Zürich blieb die Nachfrage nach Innenstadtlagen hoch, während die Märkte in Bern und Lausanne stabil verliefen. In Basel hielt das Überangebot an Büroflächen an. Der Investitionsmarkt belebte sich im Jahresverlauf dank moderat sinkender Zinsen und verbesserter Finanzierungskonditionen.

    PSP erwartet für 2026 eine weiterhin positive Marktentwicklung mit stabiler Mietnachfrage im Kerngeschäft. Niedrige Zinsen dürften den Transaktionsmarkt nach Unternehmensangaben stützen, während hochwertige Objekte knapp bleiben. Das Unternehmen will daher selektiv investieren, Chancen mit langfristigem Wertsteigerungspotenzial nutzen und seine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortsetzen.

  • Wasserstoffanlage in Seewen sistiert – Marktentwicklung bleibt entscheidend

    Wasserstoffanlage in Seewen sistiert – Marktentwicklung bleibt entscheidend

    Die ebs Wasserstoff AG sistiert laut einer Mitteilung ihr Projekt zur Herstellung von Wasserstoff am Standort des Belagswerkes in Seewen. Der Absatz und die Wirtschaftlichkeit seien derzeit nicht ausreichend gegeben, begründet sie die Entscheidung. Die Marktsituation werde aber beobachtet. Sollte die Nachfrage steigen, könnte das Projekt wieder aufgenommen werden.

    An der ebs Wasserstoff AG sind der Schwyzer Energieversorger ebs Energie AG zu 60 Prozent, der Strassen- und Tiefbauer A. Käppeli’s Söhne AG Schwyz zu 25 Prozent und der Basler Energieversorger IWB zu 15 Prozent beteiligt. Gemeinsam haben sie 2022 ein Baugesuch für eine Produktionsanlage in Seewen eingereicht.

    Die Anlage sollte laut einer Aufstellung von ebs mit einer Leistung von 5 bis 6 Megawatt Wasserstoff für bis zu 100 Lastwagen am Tag herstellen. Dieser hätte für 11,1 Millionen Lastwagenkilometer pro Jahr gereicht und 7,8 Millionen Kilogramm CO2 eingespart. Die Investitionskosten wurden auf 16,8 Millionen Franken geschätzt.

    Der Wasserstoff hätte zum Teil auch von der ebs Erdgas + Biogas AG in das Gasnetz eingespeist werden können. Die Abwärme aus der Elektrolyse hätte im Belagswerk verwendet werden können. 

  • Höhere Margen durch Optimierung im Bauzuliefersektor

    Höhere Margen durch Optimierung im Bauzuliefersektor

    Der Gebäudezulieferer Arbonia mit Sitz in Arbon hat laut Medienmitteilung im Geschäftsjahr 2024 trotz einer vor allem auf dem deutschen Markt schwierigen Lage seinen Umsatz um 10,2 Prozent auf 556,3 Millionen Franken gesteigert. Darin enthalten sind die Akquisitionen der spanischen Dimoldura und Rozière in Frankreich sowie der tschechischen Gesellschaft Lignis. Ohne Währungs- und Akquisitionseffekte musste jedoch ein Rückgang von minus 5,4 Prozent verzeichnet werden, heisst es weiter. Damit sei dennoch eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (minus 8,2 Prozent) erzielt worden.

    Der Rückgang sei vor allem auf weiterhin gesunkene Volumen als Folge des andauernden Rückganges der Neubautätigkeit im Wohnungsbau in Kombination mit steigenden Durchschnittslohnkosten und negativen Wechselkurseffekten zurückzuführen.

    In den grössten Arbonia-Märkten Europas konnte sich die Baukonjunktur im Jahr 2024 noch nicht spürbar erholen, heisst es in der Mitteilung zum Geschäftsbericht. Stattdessen verlief das 2. Halbjahr im für Arbonia wichtigen Markt Deutschland schwächer als erwartet: Rückläufige Baugenehmigungen und hohe Finanzierungskosten werden hier als Probleme genannt.

    Das EBITDA inklusive Sondereffekte konnte im Geschäftsjahr um 107,8 Prozent auf 66,3 Millionen Franken gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung der EBITDA-Marge von 6,3 auf 11,9 Prozent, heisst es in der Mitteilung. Enthalten sei ein Gewinn aus dem Verkauf des Areals an der Zelgstrasse in Arbon von rund 29 Millionen Franken. Das EBITDA ohne Sondereffekte konnte um 22,1 Prozent auf 41,7 Millionen Franken gesteigert werden. Dies entspricht einer Steigerung der EBITDA-Marge von 6,8 Prozent auf 7,5 Prozent.

  • Lebensmittelläden verzeichnen die meisten Neugründungen

    Lebensmittelläden verzeichnen die meisten Neugründungen

    Die CRIF AG vermeldet nach Jahren mit vielen Ladenschliessungen Positives aus dem stationären Handel: Einer Studie zufolge wurden in den vergangenen zehn Jahren mehr Läden neu gegründet als verschwunden sind. Demnach hätten 32’275 neue Geschäfte eröffnet, 26’926 mussten schliessen. Das ergebe ein Plus von 5349 Läden und ein Wachstum um 16,6 Prozent gesamt. Dies geht aus einer Medienmitteilung der Wirtschaftsauskunftei hervor.

    Der Handel über das Internet legte mit einem Nettowachstum von 42,4 Prozent die höchste Wachstumsrate vor. Insbesondere während der Corona-Pandemie 2020 und 2021 wurde ein „regelrechter Wachstumsschub“ verzeichnet, heisst es. 2022 sei die Zahl an Neugründungen um mehr als 30 Prozent zurückgegangen, 2023 seien wieder neue Online-Händler hinzugekommen.

    Bezogen auf die Branchen haben Anbieter von Nahrungsmitteln (2547 neue Geschäfte) die Nase vorn. Dahinter kommen Bekleidungsgeschäfte (2’56), sonstiger Detailhandel mit Lebensmitteln (1846) sowie Zeitschriftengeschäfte (1752).

    Am grössten ist der Schwund an Ladengeschäften in der Unterhaltungselektronik und bei Computern, bei Bäckereien, Metzgereien und Bekleidungsgeschäften.

    Die Untersuchung von CRIF hat sämtliche im Handelsregister eingetragene Detailhandelsgeschäfte und Onlineshops, welche in der zehnjährigen Zeitperiode gegründet und gelöscht wurden, berücksichtigt.