Schlagwort: Masterplan

  • Flugplatz Mollis im Aufwind

    Flugplatz Mollis im Aufwind

    Die Parzelle Nr. 2487 beim Flugplatz Mollis ist ein unbebautes Grundstück mit über 18’000 m² Fläche. Im Rahmen der neuen Nutzungsplanung wurde es als Arbeitszone A ausgewiesen. Der Gemeinderat Glarus Nord hat für dieses Gebiet einen Masterplan in Auftrag gegeben, der von KCAP Architects and Planners in Zürich erarbeitet wird. Dabei stehen insbesondere aviatiknahe Betriebe im Fokus, die das bestehende Ökosystem sinnvoll ergänzen sollen.

    Ein Standort mit vielseitiger Identität
    Der Flugplatz Mollis ist weit mehr als ein Flugfeld. Er ist auch Wirtschaftsstandort, Heimat innovativer Aviatikunternehmen, Treffpunkt engagierter Flugsportvereine und ein bedeutendes Naherholungsgebiet im Glarnerland. Die heute dort ansässigen sechs Unternehmen, darunter die Rega, Heli Linth und die Kopter Group AG bieten über 150 Arbeitsplätze und stehen für technologische Kompetenz im Bereich Luftfahrt und Rettung. Ergänzt wird dieses wirtschaftliche Profil durch die aktive Nutzung seitens der Motorfluggruppe Mollis, der Segelfluggruppe Glarnerland sowie der Modellfluggruppe.

    Vergangenheit als Fundament für die Zukunft
    Der Flugplatz Mollis blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Seit der ersten Landung im Jahr 1916 ist das Areal immer wieder Schauplatz bedeutender Entwicklungen – von den Pionierflügen Walter Mittelholzers bis zur Nutzung durch die Schweizer Luftwaffe. Heute steht das Gelände unter ziviler Nutzung und setzt sich für einen sicheren, ausgewogenen und wirtschaftlich tragfähigen Betrieb ein. Die Geschichte des Flugplatzes stiftet emotionale Verbundenheit und ist wesentlicher Teil seiner Identität.

    Nachhaltige Entwicklung durch klare Strategie
    Gemeinsames Ziel der Gemeinde Glarus Nord und der Mollis Airport AG: die Entwicklung des Areals unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, ökologischer, landwirtschaftlicher und öffentlicher Interessen voranzutreiben. Der Masterplan berücksichtigt dabei sowohl infrastrukturelle Bedürfnisse als auch Potenziale für Veranstaltungen, Freizeitnutzung und Versorgungssicherheit. Die verkehrstechnisch gut erschlossene Lage und die besondere Kombination aus Aviatik, Gewerbe und Erholungsraum machen den Standort Mollis zu einem zukunftsträchtigen Entwicklungsstandort im Kanton Glarus.

    Ein Standort mit Signalwirkung für die Region
    Mit dem Masterplan Flugplatz Mollis entsteht eine strategische Grundlage, um neue Unternehmen anzusiedeln, bestehende Strukturen zu stärken und die Nutzungsinteressen langfristig aufeinander abzustimmen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Eigentümerschaft und MAAG ist ein Vorzeigebeispiel für kooperative Regionalentwicklung. Der Flugplatz Mollis ist nicht nur ein Ort für die Luftfahrt, sondern ein zukunftsorientierter Standort mit Strahlkraft, Vielfalt und Verantwortung – weit über den Kanton hinaus.

  • Masterplan für das Jenny-Areal

    Masterplan für das Jenny-Areal

    Das rund 30 ha grosse Jenny-Areal der Fritz + Caspar Jenny AG ist tief in der Industriegeschichte des Glarnerlands verankert. Wo seit 1834 Textilproduktion stattfand, entsteht heute ein vielschichtiger Ort mit neuer Perspektive. Die Nähe zum Bahnhof Ziegelbrücke, die Grösse des Geländes und die vorhandene Infrastruktur machen das Areal zu einem Schlüsselstandort für die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung im Kanton.

    Planung mit Weitblick und Partizipation
    Im Rahmen eines mehrstufigen Prozesses wurde ein strategischer Masterplan erarbeitet, basierend auf einer umfassenden Testplanung mit vier interdisziplinären Teams. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine langfristige Entwicklung, die auf regionale Raumordnung, wirtschaftliche Potenziale und soziale Vielfalt abgestimmt ist. Der Siegerentwurf von Blättler Dafflon Architekten mit Tony Fretton Architects und Studio Vulkan überzeugte durch seine starke Verbindung von Natur, Baukultur und offenen Freiräumen.

    Vielfältige Nutzung als Standortstrategie
    Bereits heute vereint das Areal verschiedene Nutzungen. Von der Carlsberg Supply Company über kreative Arbeits- und Wohnformen wie das Loft Z25 bis zur kantonalen Berufsschule Glarus. Der Masterplan baut auf dieser Vielfalt auf und erweitert sie um neue Bildungs-, Dienstleistungs- und Wohnangebote. Auch ein Hotelprojekt wird geprüft. Ziel ist es, das Jenny-Areal als Wirtschafts-, Wohn- und Lernort dauerhaft zu etablieren und nachhaltig zu beleben.

    Baukultur als identitätsstiftendes Element
    Zentral für die Entwicklung ist der respektvolle Umgang mit dem baukulturellen Erbe. Das Areal gehört zum Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz. Bestehende Gebäude von architektonischer und historischer Bedeutung sollen erhalten und gezielt integriert werden. Der denkmalgeschützte Reitstall etwa soll als prägendes Element das neue Arealkonzept bereichern und zur Identität des Orts beitragen.

    Rechtliche Rahmenbedingungen im Fokus
    Die Umsetzung des Masterplans setzt eine angepasste Nutzungsplanung voraus. Aktuell wartet das Projekt auf die Rechtskraft der Nutzungsplanung II der Gemeinde Glarus Nord. Erste Schritte zur Umzonung sind erfolgt, doch zentrale rechtliche Voraussetzungen stehen noch aus. Mit dem Abschluss dieses Prozesses kann das Entwicklungspotenzial des Jenny-Areals vollständig erschlossen werden . Ein entscheidender Schritt für die Zukunft des Standorts.

  • Gewerbliche Nutzung und Solarenergie: Entwicklung des Papieri-Areals schreitet voran

    Gewerbliche Nutzung und Solarenergie: Entwicklung des Papieri-Areals schreitet voran

    Die Immobilienentwicklerin HIAG weitet die Übergangsnutzung des Papieri-Areals in Biberist aus. So sollen bis Ende Jahr rund 6000 Quadratmeter Fläche im Westteil für die gewerbliche Nutzung ertüchtigt werden, wie HIAG-Projektentwickler Dominik Ulrich im Rahmen einer Veranstaltung des Netzwerkes Standort Schweiz erläuterte. Zu den Nutzern der zusätzlichen Flächen gehört unter anderem die Padelta AG. Das Unternehmen will dort acht moderne Spielfelder für die Sportart Padel betreiben, die mexikanische Variante des Tennisspiels. Ergänzt wird das Freizeitangebot durch den Trampolinpark der Jump Factory. Bereits im Februar ist die Speed-E GmbH mit ihrer Werkstatt und ihrem Showroom für Elektrovelos ins Areal gezogen.

    Im industriellen Ostteil des Areals hat die HIAG Solar AG, ein Gemeinschaftsunternehmen von HIAG und aventron, Mitte April eine Solaranlage mit einer Leistung von 620 Kilowattpeak auf dem Dach eines Ende 2023 fertiggestellten Neubaus aufgeschaltet. Der dort erzeugte Strom wird vor Ort vom Start-up Librec genutzt, das hier Lithium-Ionen-Batterien in industriellem Massstab wiederverwerten will. Die zweite Photovoltaikanlage auf dem Areal wird bereits geplant.

    Das rund 270‘000 Quadratmeter grosse Areal an der Aare war von 1862 bis 2011 als Papierfabrik genutzt worden. HIAG übernahm das Areal 2012. Der Masterplan von 2015 sieht im westlichen Arealteil eine Mischnutzung mit Wohnanteil und im Ostteil eine gewerblich-industrielle Nutzung vor. Derzeit arbeitet die Immobilienentwicklerin am Teilzonenplan, der den gesamten Arealperimeter umfasst. Die Zwischennutzungen belegen bereits rund 30 Prozent des Areals. Zu den grossen Nutzern gehören etwa Sieber Transport und Vigier.

  • Der nächste Schritt zur Verwirklichung der Vision des Medizincampus Davos

    Der nächste Schritt zur Verwirklichung der Vision des Medizincampus Davos

    Der Forschungsneubau «Forschung II» markiert einen Fortschritt im Rahmen des von OOS entworfenen Masterplans für den Medizincampus Davos. Dieser Plan hat das Ziel, Davos als Innovationsstandort mit Forschungstätigkeiten insbesondere in den Bereichen Allergien, Asthma und Kardiologie zu etablieren. Bislang wurden verschiedene bauliche Massnahmen vorgenommen, darunter die Reorganisation bestehender Gebäude und die Einführung eines neuen Therapie- und Gastronomietrakts.

    Das Gebäude Forschung II schafft zusätzlichen Raum für verschiedene Forschungsaktivitäten und ergänzt das bestehende Campusgebäude, das bereits als Ausbildungscampus und Forschungslabor mit Büros dient. Darüber hinaus bietet Forschung II Raum für externe Partner, die von der Expertise und der innovativen Atmosphäre profitieren. Forschung II wird somit einer Vielzahl verschiedener Institutionen zur Bündelung ihrer Kräfte mit dem Ziel translationaler Forschung genutzt werden.

    Das Projekt wurde unter Berücksichtigung der vielfältigen Anforderungen verschiedener Forschungsprojekte wie CK-CARE, Cardio-Care und Davos BioSciences entwickelt. Die Architektur und der Innenausbau wurden flexibel und modular gestaltet, um künftige Nutzungsänderungen zu erleichtern. Besondere Aufmerksamkeit wurde auf die Einbeziehung der Bedürfnisse aller Nutzer in den Planungsprozess gelegt, wobei ein festes Budget als Richtlinie diente.

    Die Bauweise ist so flexibel wie möglich gehalten, um eine vielfältige Nutzung zu ermöglichen. Obwohl das Gebäude derzeit für Büros und Labors ausgelegt ist, können auch andere Nutzungen problemlos integriert werden. Darüber hinaus ermöglicht die Innenraumgestaltung eine flexible Aufteilung in bis zu drei separate Bereiche.

    Ästhetisch integriert sich «Forschung II» nahtlos in den bestehenden Medizincampus. Ein auffälliges Element ist die Kaskadentreppe, die vertikal durch das Gebäude verläuft und Begegnungen zwischen den Nutzenden fördert. Zusätzlich wird durch die Verwendung von Shared Labs und Shared Facilities der Austausch zwischen verschiedenen Nutzergruppen angeregt und Investitionskosten gesenkt. Die BSL-2 Labore sind flexibel und auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt.

    Insgesamt erweitert «Forschung II» nicht nur die Kapazitäten des Medizincampus Davos, sondern trägt auch dazu bei, die Vision des Masterplans Schritt für Schritt in die Realität umzusetzen.

  • Testplanung «Seeufer Wollishofen» abgeschlossen

    Testplanung «Seeufer Wollishofen» abgeschlossen

    Der erste Schritt im Planungsprozess für das Seeufergebiet von der Landiwiese bis zur Roten Fabrik ist gemacht: Die partizipative Testplanung unter Federführung des Amts für Städtebau ist abgeschlossen. Die Prinzipien und Schlüsse aus der Testplanung sind in einem Schlussbericht festgehalten.

    Die Stossrichtungen aus der Testplanung werden nun in einem Masterplan geschärft und im Sommer 2023 dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt. Erst dieser Masterplan wird schliesslich die verbindliche Grundlage für mittel- und langfristige Umsetzungsschritte mit Zeithorizont bis 2040 bilden.

    Vielfalt erhalten, Grün- und Freiräume stärken
    Das Begleitgremium der Testplanung empfiehlt, dass das bezeichnete Seeufergebiet in seiner Vielfalt zu erhalten und künftig besser für die Allgemeinheit zugänglich zu machen ist: als Ort diverser gewerblicher, soziokultureller und kultureller Nutzungen, die sich mit den angrenzenden Grün- und Freiräumen am See verbinden. Dabei ist laut Begleitgremium mittel- und langfristig eine grosszügige Erweiterung des Freiraums im Gebiet nötig, um der Nachfrage der Stadt- und Quartierbevölkerung wie auch der Lage am See gerecht zu werden. Die industrielle Prägung des Seeufers Wollishofen soll dabei weiterhin erkennbar bleiben, während verbesserte Fusswege das Seeufer Wollishofen und den bestehenden Seeuferweg in Zukunft besser mit dem angrenzenden Strassenraum, den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem umliegenden Quartier vernetzen sollen – ganz im Sinne einer «Stadt der kurzen Wege».

    Kein zusätzlicher Wohnraum
    Zusätzlicher Wohnraum konnte im Rahmen der Testplanung in der Nachbarschaft der Roten Fabrik, des GZ Wollishofen und der öffentlichen Frei- und Grünflächen am See nicht zweckmässig angeordnet werden. Die entsprechenden Ruhe- und Rückzugsbedürfnisse wären mit den heutigen und den angestrebten Nutzungen nicht vereinbar.

    Mitwirkung mit Wirkung
    Grundlage für die Testplanung ist eine Motion aus dem Zürcher Gemeinderat (GR Nr. 2019/44), die den Stadtrat mit einer Gebietsplanung im Perimeter beauftragt. Der Planungsprozess bezog die verschiedenen Nutzer*innengruppen vor Ort, die Quartierbevölkerung wie auch die Grundeigentümerschaften im Perimeter mit ein. An zwei Workshops wurden die städtebaulichen Entwürfe von drei externen, interdisziplinären Planungsteams intensiv diskutiert und wichtige Hinweise zur weiteren Bearbeitung gesammelt. Die Bevölkerung wurde über den aktuellen Stand im «Dialog Seeufer Wollishofen» an verschiedenen Terminen vor Ort und einer Dialogveranstaltung informiert und angehört.