Schlagwort: Materialanalyse

  • Forschungsprojekt entwickelt globalen Korrosionsindex für Bauanwendungen

    Forschungsprojekt entwickelt globalen Korrosionsindex für Bauanwendungen

    Sky-Frame aus Frauenfeld und das WITG untersuchen gemeinsam, ob auf Basis verfügbarer Wetter- und Klimadaten ein globaler Korrosionsindex entwickelt werden kann. Dieses Projekt wird mit einem Innovationsscheck von Innosuisse unterstützt. Die Fördersumme von maximal 15’000 Franken der Schweizerischen Innovationsagentur ist eine Gutschrift für eine Vorstudie. Sie ermöglicht es, Ideen, Ideenstudien und Analysen zum Innovations- und Marktpotenzial bei einem Schweizer Forschungspartner zu beauftragen und die Zusammenarbeit mit diesem zu testen.

    In das Projekt mit Sky-Frame bringt das WITG seine Expertise bezüglich Korrosion und Bewertung von Werkstoffeigenschaften ein. In einem ersten Schritt werden laut einer Mitteilung reale Projektstandorte mit verfügbaren Klimadatenbanken verknüpft und bestehende Erfahrungswerte aus der Anwendung systematisch ausgewertet. Daraus entsteht unter Berücksichtigung von Faktoren wie Meeresnähe, Windrichtung und projektspezifischen Mikroklimabedingungen ein erster, wissenschaftlich fundierter Ansatz zur Risikoklassifizierung. 

    „Dieses Projekt zeigt exemplarisch, dass sich Innovationsideen nicht im Bereich von ,Rocketscience‘ bewegen müssen, um gefördert zu werden“, so das WITG. Stattdessen sollen sie dem Unternehmen einen nachhaltigen Nutzen und zukünftigen Mehrwert bieten und dabei eine Risikokomponente bei der Umsetzung und damit die Möglichkeit des Scheiterns beinhalten. 

  • Digitale Plattform erleichtert Analyse und Entwicklung von Baukonstruktionen

    Digitale Plattform erleichtert Analyse und Entwicklung von Baukonstruktionen

    Die ZHAW hat ihre Plattform dkon.ch online gestellt. Damit können Studierende, Fachpersonen und Interessierte Baukonstruktionen analysieren, vergleichen und selbst entwickeln. Dieses digitale Werkzeug gibt ihnen laut einer Mitteilung der Hochschule Informationen darüber, welche Auswirkungen einzelne Konstruktionsentscheidungen auf Umwelt, Kosten und Bauweise haben. Nutzende können Bauteile im virtuellen Raum zerlegen, drehen und neu zusammensetzen.

    Dabei wird sichtbar, aus welchen Materialien eine Konstruktion besteht und wie diese zusammenwirken. Durch die Verknüpfung mit ökologischen Bewertungsdaten lassen sich Varianten gezielt miteinander vergleichen. Das, so die ZHAW, eröffne neue Möglichkeiten in der Planung: „Wer etwa den Einsatz von Beton reduzieren oder alternative Materialien prüfen möchte, kann unterschiedliche Lösungen direkt vergleichen. Veränderungen in der Konstruktion werden unmittelbar sichtbar und in ihren Auswirkungen verständlich.“

    Eine Besonderheit dieser Plattform liegt den Angaben zufolge in der Integration realer Referenzbauten. Deren Konstruktionen, Materialien und Bauabläufe können detailliert analysiert werden. „Durch dkon.ch entsteht ein direkter Bezug zwischen Lehre und Anwendung“, wird Andri Gerber, Projektleiter und Co-Leiter des ZHAW-Instituts für konstruktives Entwerfen, zitiert. „Wissen wird nicht isoliert vermittelt, sondern im Kontext realer und konkreter Bauprojekte erfahrbar gemacht.“

    Die Plattform sei auch für Fachpersonen hilfreich, die komplexe Anforderungen integrieren und nachhaltige Lösungen entwickeln müssen, so Gerber weiter. Deshalb sei dkon.ch „ein Werkzeug, das sowohl in der Ausbildung als auch in der beruflichen Praxis eingesetzt werden kann“.