Schlagwort: Materialsprüfungsanstalt

  • Empa schlägt Plan für Gebäudesanierung vor

    Empa schlägt Plan für Gebäudesanierung vor

    Das Dübendorfer Urban Energy Systems-Labor der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) hat Massnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase der 1,8 Millionen Gebäude im Land erarbeitet. Das Labor wolle aufzeigen, welches die passenden Schritte sind und in welcher Reihenfolge sie sinnvollerweise unternommen werden sollten, heisst es in einer Mitteilung. Ziel ist eine entscheidende Absenkung des CO2-Ausstosses für Heizen und Kühlen, um das Netto-Null-Ziel der Schweiz bis 2050 zu erreichen. Denn ginge die ökologische Sanierung des Gebäudebestands im augenblicklichen Tempo voran, würde dies noch 100 Jahre dauern, rechnet die Empa vor.

    Unter der Leitung von Kristine Orehounig teilten die Forschenden mittels des Datenschürfens alle Wohn- und Gewerbegebäude der Schweiz je nach Baujahr, Heizungstyp, Lage und Anzahl der Nutzenden in über 100 Archetypen ein. Anschliessend wurden alle auf ihre Eignung für Photovoltaik und den Anschluss an ein Wärmenetz geprüft.

    Diese Sortierarbeit habe laut Empa ergeben, dass es sich lohne, die Erneuerung von Dächern und Fenstern älterer Gebäude besonders rasch anzugehen. Darauf solle die Sanierung von Heizanlagen bei fast allen Haustypen folgen. Wichtig sei es, fossile Brennstoffe so rasch wie möglich durch Photovoltaik auf Dächern und an Fassaden zu ersetzen. Das Forschungsteam empfiehlt Wärmeerzeugung durch Wärmepumpen und Biomasseheizungen. „Wenn die vorgeschlagenen Massnahmen ergriffen werden“, glaubt Kristine Orehounig, „können die Treibhausemissionen im bestehenden Gebäudepark der Schweiz um 60 bis 80 Prozent gesenkt werden“.

  • NEST plant neue Einheit STEP2

    NEST plant neue Einheit STEP2

    Im Dübendorfer NEST, dem Forschungs- und Innovationsgebäude von Eidgenössischer Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Eawag, dem Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, wird eine neue Einheit einziehen. Sie trägt den Namen STEP2. Für diese Innovationswerkstatt werden laut einer Medienmitteilung der Empa derzeit auf dem bestehenden NEST-Gebäude zwei neue Stockwerke geplant.

    Diese sind so vorwärtsgerichtet wie das NEST selbst: eine Wendeltreppe in Form einer Wirbelsäule aus dem 3D-Druck wird die beiden neuen Etagen miteinander verbinden. Eine Rippen-Filigrandecke benötigt rund ein Drittel weniger Material als eine herkömmliche, eine effiziente Gebäudehülle soll für optimale Behaglichkeit sorgen. Weitere Informationen zu diesen und anderen innovativen Baudetails sowie regelmässige Informationen zur Entstehung der Einheit sind auf der STEP2-Internetseite verfügbar.

    Das Projekt selbst wurde von BASF angestossen. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Partnern aus Wissenschaft und Industrie werde die STEP2-Unit „zielgerichtet“ auf marktfähige, nachhaltige Lösungen für Gebäudehüllen, Energiesysteme, die digitale und industrielle Fabrikation und die Kreislaufwirtschaft hinarbeiten. „Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit soll sicherstellen, dass der Sprung auf den Markt schlussendlich möglichst rasch gelingen kann“, so Enrico Marchesi, Principal Innovation Manager bei BASF, der Hauptpartnerin der neuen Einheit.

    Das Projektteam, so die Mitteilung, schliesse momentan das Vorprojekt ab. Anfang 2021 solle mit der Planung des Baus begonnen werden. Die Fertigstellung ist auf Sommer 2022 geplant.