Schlagwort: Materialtechnologie

  • Revolution in der Entkalkungstechnologie

    Revolution in der Entkalkungstechnologie

    Die Ablagerung von Kalk in Geräten, die mit heissem Wasser arbeiten, stellt sowohl in Haushalten als auch in thermischen Kraftwerken eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Die herkömmliche Entfernung von Kalkbelägen ist oft mühsam und bei grossen Anlagen wie Kraftwerken mit erheblichen Kosten und Energieverlusten verbunden. Forschende der ETH Zürich haben jetzt eine bahnbrechende Technologie vorgestellt, die das Potenzial hat, diese Problematik umfassend zu lösen.

    Die Wissenschaftler entwickelten eine innovative kalkabweisende Hydrogel-Beschichtung, die auf mikroskopische Rippenstruktur setzt, um die Adhäsion von Kalk zu verhindern. Diese Struktur, angelehnt an die Haischuppen, reduziert den direkten Kontakt von Kalkkristallen mit der Oberfläche, was ihre Ablagerung erschwert. Tests zeigten, dass bis zu 98 Prozent der Kalkablagerungen auf einer so behandelten Oberfläche vermieden werden können.

    Dieser Durchbruch in der Materialtechnologie ist nicht nur in der Lage, die Effizienz von Wärmetauschern in Kraftwerken zu steigern, sondern auch die Lebensdauer und Funktionalität von Haushaltsgeräten zu verlängern. Darüber hinaus bietet das umweltfreundliche Hydrogel einen biokompatiblen und chemikalienfreien Ansatz zur Kalkprävention.

    Die Entwickler haben sich bewusst gegen ein Patent entschieden und ihre Ergebnisse öffentlich gemacht, was die Anwendung dieser zukunftsweisenden Technologie in der Immobilienbranche und darüber hinaus fördert. Diese Offenheit könnte die Effizienz von Gebäudebetrieb und -management massgeblich verbessern, indem sie eine einfache und nachhaltige Lösung für ein weitverbreitetes Problem bietet.

  • Sika eröffnet Zentrum für Zukunftstechnologie in China

    Sika eröffnet Zentrum für Zukunftstechnologie in China

    Sika, ein Unternehmen der Spezialchemie für Bau und Industrie, baut seine Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in der Region Asien/Pazifik aus und hat in China ein neues Technologiezentrum eröffnet. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, soll dort die Entwicklung von nachhaltigen und leistungsstarken Technologien für die Transformation im Bausektor und in der Automobilindustrie vorangebracht werden.

    Das Gebäude befindet sich in Suzhou nahe Schanghai. Auf 9000 Quadratmetern werden rund 150 Beschäftigte an Zukunftstechnologien forschen, heisst es. Der Schwerpunkt liege auf der Erforschung von Materialtechnologien für den Bereich der erneuerbaren Energieträger wie Solar- und Windenergie sowie der Energiespeicherung und der E-Mobilität. Thematisch stehen die Weiterentwicklung von Kleb- und Dichtstoffen, Betonzusatzmitteln und CO2-reduzierenden Zementtechnologien im Fokus.

    Der neue Standort biete mit hochmodernen Laboren und Einrichtungen „ideale Voraussetzungen für die intensive Zusammenarbeit unserer Forschungsteams“, wird Patricia Heidtman, Chief Innovation and Sustainability Officer, zitiert. „So können wir für unsere Kunden zukunftsweisende Technologien entwickeln, die Nachhaltigkeit mit Leistungsstärke verbinden.“

    Laut Mitteilung handelt es sich um das zweitgrösste Technologiezentrum von Sika. Als Investitionssumme wird ein zweistelliger Franken-Millionenbetrag angegeben.