Schlagwort: Medizintechnik

  • Investitionen stärken Produktionskapazitäten im Medizintechniksektor

    Investitionen stärken Produktionskapazitäten im Medizintechniksektor

    Das in Burgdorf ansässige Medtech-Unternehmen Ypsomed hat 25 Millionen Franken in den Umbau und in einen neuen Werkzeugmaschinenpark in Solothurn investiert. Um der weltweit steigenden Nachfrage nach Injektionssystemen gerecht zu werden und den Kunden höchste Qualität zu bieten, will Ypsomed seine Position und Kapazität bei der Fertigung von Spritzgusswerkzeugen deutlich erweitern, heisst es in einer Mitteilung. Am Standort in Solothurn will sich das Unternehmen auf Konstruktion und Herstellung von Kunststoffspritzgusswerkzeugen für Pens und Autoinjektoren konzentrieren.

    Die Inbetriebnahme des Werkzeugbaus leite die Umsetzung eines 200 Millionen Schweizer Franken umfassenden Investitionspakets zur Standortentwicklung ein. In den kommenden Monaten sollen zwei neue hochvolumige Montageanlagen mit dazugehörenden Spritzgussanlagen für Autoinjektoren eröffnet werden. Zudem kündigt das Unternehmen für den Standort Solothurn bis Ende 2027 ein vollautomatisiertes Hochregallager an. Parallel soll dort ein Konferenzzentrum (Ypsomed Forum) entstehen, mit Platz für rund 300 Gäste. „Die Investition in den neuen Werkzeugbau in Solothurn ist ein klares Bekenntnis zur Entwicklung unserer Standorte in der Schweiz“, wird Simon Michel, CEO von Ypsomed, zitiert.

    Das Unternehmen will auch international weiter wachsen, um seine Position auf dem Markt der Medizinaltechnik zu festigen und der steigenden Nachfrage nach Injektionssystemen für die Selbstmedikation gerecht zu werden. 2025 hatte Ypsomed sein erstes eigenes Werk im chinesischen Changzhou in Betrieb genommen und die Erweiterung des Produktionsstandorts Schwerin (Deutschland) gestartet. Aktuell befindet sich ein neuer Standort in Holly Springs im US-Bundesstaat North Carolina im Aufbau.

    Die Investition diene auch der Verdopplung des Personals in diesem Bereich. Die aktuelle Zahl von 35 Mitarbeitenden zuzüglich Auszubildenden soll auf 100 Mitarbeitende und Lernende wachsen.

  • Life Sciences Campus Allschwil wächst weiter

    Life Sciences Campus Allschwil wächst weiter

    Mit der offiziellen Grundsteinlegung des Laborgebäudes ALL in Allschwil markiert der Switzerland Innovation Park Basel Area eine neue Etappe in der Entwicklung eines weltweit führenden Life Sciences-Standorts. Domenico Scala, Präsident des Innovationsparks, Stephen Wilson, CEO des BIIE und Johannes Eisenhut, Geschäftsführer der Senn Development AG, zelebrierten den Bauauftakt mit einer Zeitkapsel, in der Vertreter der regionalen Wirtschaft, Politik und Schulkinder der Swiss International School ihre Wünsche für die Zukunft festhielten.

    Forschungsgebäude mit Fokus auf Nachhaltigkeit
    Das neue Gebäude ALL soll 2027 fertiggestellt werden und rund 21’500 Quadratmeter hochmoderne Labor- und Büroflächen nach dem Nachhaltigkeitsstandard SNBS Platin bieten. Diese dritte Zusammenarbeit von Senn und dem Architekturbüro Herzog & de Meuron am Main Campus des Innovationsparks stärkt die langfristige Ausrichtung des Standorts. Die Investorin Senn strebt dabei eine intensive Förderung der Zusammenarbeit auf dem gesamten Campus an, um die Innovationskraft der Forschenden und Unternehmen zu maximieren.

    Forschung für die Gesundheit von morgen
    Mit dem BIIE wird das Gebäude ALL eine der bedeutendsten Investitionen im Bereich der Life Sciences beherbergen. Das BIIE, gefördert durch eine 15-jährige Finanzierung von 1 Milliarde US-Dollar seitens der Basler Botnar Stiftung, widmet sich der Erforschung des Immunsystems, um weltweit neue Lösungen für Diagnose, Therapie und Prävention von Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. «Für unser Institut war die Wahl des Standortes entscheidend. Der Main Campus bietet genau das Umfeld, das unseren hohen Ansprüchen gerecht wird,» erklärt Stephen Wilson.

    Ein starkes Life Sciences Cluster in Europa
    Der Switzerland Innovation Park Basel Area ist als Teil des nationalen Innovationsparks Switzerland Innovation ein bedeutender Knotenpunkt für Forschung und Entwicklung in der Schweiz. Mit Standorten in Allschwil, Jura und dem Novartis Campus in Basel konzentriert sich der Park auf die Schlüsselbereiche Biotechnologie, Medizintechnik, digitale Gesundheit und industrielle Transformation. Rund 1’200 Fachkräfte aus 92 Unternehmen und 12 Forschungsgruppen arbeiten am Standort Basel, der sich damit zum grössten Areal für Life Sciences in einem Schweizer Innovationspark entwickelt.

    Zukunftsperspektive für Allschwil und die Schweiz
    Der Bau des Laborgebäudes steht für die nachhaltige Entwicklung des Life Sciences Standorts Basel und die Innovationskraft der Region. «Wir nutzen das Wissen aus früheren Projekten wie dem Hauptgebäude HQ und dem HORTUS und fokussieren uns weiter auf eine nachhaltige Infrastruktur und die Förderung von Synergien,» betont Johannes Eisenhut. Die Entwicklung des Switzerland Innovation Park Basel Area zeigt, wie Basel zu einem internationalen Zentrum der biowissenschaftlichen Forschung und Technologie wird – ein Gewinn für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

  • Kantonsspital Baden setzt auf lokale Firmen und Nachhaltigkeit

    Kantonsspital Baden setzt auf lokale Firmen und Nachhaltigkeit

    Das Kantonsspital Baden (KSB) hat im Laufe der sechsjährigen Bauphase des Neubaus rund 250 öffentlich ausgeschriebene Beschaffungen durchgeführt. Diese Vergaben mündeten laut Medienmitteilung in insgesamt 1066 Werkverträgen. Als letztes wurde die Ausschreibung für das Mobiliar veröffentlicht. Das neue Spitalgebäude werde dem Prädikat Swiss made gerecht, heisst es vom KSB. 97 Prozent der 177 am Neubau beteiligten Firmen stammen aus der Schweiz. Nur 3 Prozent der Vergaben erhielten Unternehmen in Deutschland und Italien.

    Insgesamt 25 Prozent der am Bau beteiligten Firmen haben ihren Sitz im Kanton Aargau, 40 Prozent im Kanton Zürich. „Wir sind stolz, dass das KSB damit einen erheblichen Beitrag zur lokalen und regionalen Wertschöpfung geleistet hat“, wird KSB-CEO Adrian Schmitter zitiert.

    Durch die hohe Präsenz von einheimischen Firmen habe das KSB auch ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit gesetzt, wird Schmitter weiter zitiert. „In der Bauphase war es für die beteiligten Handwerksfirmen vor allem ein Projekt der kurzen Wege. Daraus haben sich verschiedene Synergieeffekte entwickelt“, so der CEO. Das gelte auch für die Zeit nach der Inbetriebnahme, wenn gegebenenfalls noch Nacharbeiten, Wartungen oder dergleichen anstehen.

    Mit einer Nutzfläche von 76‘215 Quadratmetern wird der Neubau rund 30 Prozent mehr Fläche bieten als das Gebäude, in dem das KSB seit 1978 untergebracht ist. Die  Inbetriebnahme ist für Ende Februar 2025 vorgesehen.

    Der Umzug soll dann innert fünf Tagen über die Bühne gehen. Insgesamt werden 4571 Kubikmeter Medizintechnik und weitere Güter gezügelt, heisst es in einer Mitteilung des KSB. Das entspreche der Ladung von 76 Lastwagen mit je 40 Tonnen.

  • Neubau Forschungsgebäude GLC, ETH Zürich: Fassaden­technik von heute für die Gesundheits­wissen­schaften von morgen

    Neubau Forschungsgebäude GLC, ETH Zürich: Fassaden­technik von heute für die Gesundheits­wissen­schaften von morgen

    Mit dem Neubau im Gloriarank (GLC) schafft die ETH Zürich im Hochschulgebiet Zürich Zentrum ein modernes Entwicklungs- und Laborgebäude an der Schnittstelle zwischen -Gesundheitswissenschaften und Technologie. Zusammen mit Partnern möchte die ETH Zürich einen Meilenstein in der medizintechnischen Forschung und Anwendung setzen. Im Neubau sollen Forschungsgruppen zusammentreffen und in Forschungsprojekten verstärkt mit der Industrie, der Universität Zürich, dem Universitätsspital Zürich und weiteren universitären Spitälern zusammenarbeiten. Dafür setzt die ETH Zürich mit dem Neubau auch ein architektonisches Statement. Durch die attraktive Anbindung des Bauwerks an das bestehende ETZ-Gebäude entsteht ein zentraler Hof, dessen Herzstück der denkmalgeschützte Scherrer- Hörsaal bildet. Der so geschaffene Innenhof wird zum Zentrum, um das sich die Haupteingänge und öffentlichen Angebote gruppieren.

    In Sachen Architektur ist hier «Alles Roger».
    Er spricht von «Maison de Verre», meint damit in diesem Fall allerdings nicht das berühmte 30er-Jahre-Glashaus in Paris – der Zürcher Architekt Roger Boltshauser. Vielmehr hat er mit dem Forschungsgebäude GLC ein aufsehenerregendes Bauwerk geschaffen, das durch seine gläserne Fassade aus kassettenartig zusammengefügten Glasbausteinelementen und den in die Tiefe gestaffelten Lüftungsflügeln eine erhabene Schwere erzeugt, die dessen repräsentativem Charakter gerecht wird. Da die  Verwendung von Glasbausteinen als Fassadenmaterial bei zeitgemässen Industrie- und Hochschulbauten eine lange Tradition hat, erdachte der Architekt bei diesem Projekt das Material gestalterisch, technisch sowie energetisch neu. Es erfüllt damit nicht allein die heutigen, enorm hohen Ansprüche an Energie und Nachhaltigkeit. Vielmehr entspricht der Entwurf durch die Kombination aus Reduktion und Robustheit der eingesetzten Elemente der städtebaulichen Grundhaltung des Quartiers.

    Gemeinsam denken heisst weiterdenken. 
    3866 m² Stahlfassade, 22 550 m² Geschossfläche, 1875 mm hohe Fensterflügel mit 2800 mm Ausladung, strengste Umwelt- und Brandschutzstandards und vieles mehr: Das neue GLC-Bauwerk war in jeder Beziehung eine Herausforderung, die dank des offenen und konstruktiven Ideenaustauschs der beteiligten Unternehmen souverän gemeistert wurde. Ein gutes Beispiel hierfür sind die besonders schweren Putzflügel. Aufgrund ihrer komplexen Geometrie unterzog sie Aepli Metallbau – in Kooperation mit der Jansen AG – vorab einem Dauertest. Dazu wurde eigens ein Prototyp gebaut. Exakt 1250 problemlose Öffnungen und Schliessungen später war klar: Alles funktioniert tadellos!

    Kontakt:
    Matthias Elmer
    Aepli Metallbau AG
    Telefon direkt +41 71 388 82 38
    matthias.elmer@aepli.ch
    www.aepli.ch