Schlagwort: Messtechnik

  • Kooperation stärkt digitale Präzision im Infrastrukturbau

    Kooperation stärkt digitale Präzision im Infrastrukturbau

    Die zur Amberg-Gruppe gehörende Amberg Technologies AG aus Regensdorf spannt mit Topcon Positioning Systems aus Livermore im US-Bundesstaat Kalifornien zusammen. Die Kooperation hat zum Ziel „die Interoperabilität zwischen den Sensorlösungen von Topcon und den Software- und Hardware-Plattformen von Amberg Technologies für Bahn- und Tunnelanwendungen zu ermöglichen“, schreiben die beiden international agierenden Partnerunternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung. Hintergrund ist das Bestreben von Amberg und Topcon, gemeinsamen Kunden „vollständig integrierte Lösungen“ anbieten zu können.

    Amberg Technologies ist auf Messlösungen für den Bau von Strassen, Schienen, U-Bahnen und anderen Infrastrukturen spezialisiert. Die 1981 gegründete Tochter der Amberg-Gruppe aus Regensdorf bietet zudem Messlösungen für die Überwachung derartiger Infrastrukturen an. Das zur Topcon Corporation aus Tokio gehörende Unternehmen Topcon Positioning Systems entwickelt, produziert und vertreibt Präzisionsmess- und Arbeitsablauflösungen, für die Branchen Bau, Geodaten und Landwirtschaft.

  • Innovative Messtechnik erleichtert Bauwerkskontrolle bei Stahlbeton

    Innovative Messtechnik erleichtert Bauwerkskontrolle bei Stahlbeton

    Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben eine Methode entwickelt, mit der Korrosion im Bewehrungsstahl von Stahlbetonbauwerken entdeckt werden kann, ohne dass dafür der Beton aufgebrochen werden muss. Die Methode von Maschinenbauingenieur Lukas Bircher und seinem Team setzt auf elektrochemische Messungen, informiert die ETH in einer Mitteilung. Konkret haben die Forschenden eine aus zwei aufblasbaren Dichtungen mit Elektroden in der Mitte bestehende Sonde erfunden. Im zugehörigen Kabel ist eine Wasserleitung eingebaut.

    Die Sonde wird in die Drainagerohre eingeführt, die Dichtungen werden aufgepumpt und anschliessend wird Wasser in den abgedichteten Bereich eingeleitet. Durch die Löcher in der Entwässerungsleitung stellt das Wasser eine Verbindung zwischen den Elektroden in der Sonde und dem Boden her. Dadurch entsteht eine elektrolytisch leitende Verbindung zum Stahl im Bauwerk, die eine lokale elektrochemische Messstelle bildet. „Mit der Messzelle zeichnen wir elektrische Signale auf, die unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob der Bewehrungsstahl korrodiert ist oder nicht“, wird Bircher in der Mitteilung zitiert.

    Derzeit muss die Sonde noch händisch nach und nach durch die Drainagerohre geleitet werden, um eine umfassende Zustandserfassung des Stahls zu ermöglichen. Im nächsten Schritt wolle das Team die Messung „mehr automatisieren und die Inspektionssonde robuster machen“, erläutert Bircher. Da sich das Konzept bereits bewährt hat, wird er gemeinsam mit dem Materialingenieur Federico Martinelli-Orlando und dem Bauingenieur Patrick Pfändler ein Start-up namens Talpa-Inspection gründen.

  • Camille Bauer und Fichtner wollen Verteilnetze digitalisieren

    Camille Bauer und Fichtner wollen Verteilnetze digitalisieren

    Die Camille Bauer Metrawatt AG und Fichtner IT Consulting spannen für die Entwicklung eines digitalen Netzmanagements im Niederspannungsbereich zusammen. Dafür wollen die beiden Partnerunternehmen „hochwertige und grundlegende Messdaten mit einem intelligenten digitalen Grid Management“ kombinieren, erläutert Camille Bauer in einer entsprechenden Mitteilung. Das von dem Aargauer Spezialisten für Messtechnik gemeinsam mit dem IT-Kompetenzzentrum der Fichtner-Gruppe entwickelte Konzept für einen digitalen Betrieb bestehender Netze soll „einen teuren Ausbau mit viel wertvollen Ressourcen“ vermeiden helfen.

    Die beiden Partnerunternehmen schlagen ein Vorgehen in vier Schritten vor. Dabei sollen zunächst durch sicheres Messen Echtzeitdaten der Netze erhoben werden. Aus diesen wird dann in einem zweiten Schritt ein vollständiges digitales Abbild des Netzes erstellt. Der dritte Schritt sieht die Erstellung eines Netzcockpits vor. Hier werden Messwerte und Netzsituation in einer interaktiven Visualisierung dargestellt. Im letzten Schritt sollen spezifisch für die jeweiligen Fachabteilungen Analysen, Prognosen und Automatisierungen erarbeitet werden.

    Mit diesem schrittweisen Vorgehen und der Beachtung von Skalierbarkeit wollen Camille Bauer und Fichtner den Angaben zufolge sicherstellen, dass ihr Konzept das Budget der Kunden nicht überstrapaziert. Zudem werde frühzeitig ein produktiver Nutzen erzeugt. Als weiteren Vorteil führen die Partnerunternehmen die Möglichkeit an, je nach künftigen Bedürfnissen einen weiteren Ausbau realisieren zu können.