Schlagwort: Metropole

  • Ein Balanceakt zwischen Ästhetik und Funktionalität – Fassadenbegrünung

    Ein Balanceakt zwischen Ästhetik und Funktionalität – Fassadenbegrünung

    Schon seit der Antike ist die Begrünung von Bauwerken ein Bestandteil der architektonischen Gestaltung, von den Hängenden Gärten der Semiramis bis zu den grünen Fassaden moderner Metropolen. Heute dienen begrünte Fassaden nicht nur der ästhetischen Aufwertung, sondern auch dem praktischen Nutzen: Sie verbessern das Mikroklima, bieten Schutz vor Hitze, filtern Feinstaub, fördern die Biodiversität und wirken schalldämpfend. Zudem schützen sie das Gebäude vor Witterungseinflüssen und erhöhen potenziell den Immobilienwert.

    Herausforderungen und Lösungsansätze
    Trotz der offensichtlichen Vorteile gibt es berechtigte Bedenken hinsichtlich potenzieller Schäden an der Bausubstanz durch Pflanzenwurzeln oder Feuchtigkeit. Moderne Begrünungssysteme, wie wandgebundene und bodengebundene Techniken, bieten jedoch Lösungen, die das Risiko minimieren. Wandgebundene Systeme, darunter lineare, modulare und flächige Konstruktionen, ermöglichen eine präzise Kontrolle über das Wachstum und die Wasserzufuhr und sind besonders für Neubauten geeignet. Die Auswahl der Pflanzen richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten und dem gewählten System, wobei Selbstklimmer und Gerüstkletterpflanzen beliebte Optionen darstellen.

    Zukunftsperspektiven
    Für eine erfolgreiche Integration der Fassadenbegrünung in das städtische Umfeld ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Neben der ästhetischen Komponente müssen auch funktionale Aspekte wie Brandschutz und Wartung berücksichtigt werden. Die Kooperation zwischen Architekten, Stadtplanern und Bauherren spielt dabei eine entscheidende Rolle, um die vielfältigen Vorteile der Fassadenbegrünung nachhaltig zu nutzen und urbane Lebensräume zukunftsfähig zu gestalten.

  • Der Weg zu nachhaltigen Metropolen

    Der Weg zu nachhaltigen Metropolen

    Das Diskussionspapier von ULI und BNP stellt herausragende internationale Beispiele für Stadttransformationen vor, die in Metropolen wie Hamburg, Paris, Kopenhagen und Bogotá umgesetzt wurden. Diese Städte haben innovative Konzepte für Verkehrsnetze, nachhaltige Stadtentwicklung und Städtenetzwerke entwickelt, um ihre urbanen Räume zukunftsfähiger zu machen. Das Papier hebt hervor, wie diese Ansätze zu einer höheren urbanen Resilienz beitragen, indem sie ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte integrieren.

    Strategien zur Förderung der urbanen Resilienz
    Die zehn Wege zur resilienten Stadt, die im Diskussionspapier beschrieben werden, bieten konkrete Handlungsempfehlungen für öffentliche und private Akteure. Diese reichen von der Formulierung von Anpassungsstrategien und dem Aufbau von Bewusstsein für Krisen bis hin zur Integration eines städtischen Risikomanagements in die Stadtplanung. Besondere Bedeutung wird der Schaffung von ausreichendem Wohnraum und sozialer Infrastruktur beigemessen, um inklusive und tragfähige soziale Angebote zu bieten, die eine breite Teilnahme der Stadtgesellschaft ermöglichen.

    Die Rolle der öffentlichen und privaten Hand
    Das Diskussionspapier betont, dass die Transformation zu resilienten Städten eine gemeinschaftliche Aufgabe ist, die nicht allein in der Verantwortung der öffentlichen Hand liegt. Isabella Chacón Troidl und Honoré Achille Simo erläutern, dass auch Immobilieninvestoren eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung resilienter urbaner Räume spielen. Sie tragen dazu bei, soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte in die Stadtentwicklung zu integrieren und fördern damit eine umfassende Erneuerung des Siedlungswesens.

    Fazit und Ausblick
    Das Diskussionspapier «Stadttransformation versus urbane Resilienz» dient als Impulsgeber für eine neue Ära der Stadtplanung. Es fordert Entscheidungsträger und Stakeholder auf, innovative und nachhaltige Massnahmen zu ergreifen, die nicht nur die Resilienz der Städte stärken, sondern auch ihre Lebensqualität verbessern. Sabine Georgi betont, dass die zukünftige Entwicklung urbaner Räume ein gesellschaftliches Anliegen ist, das aktives und gemeinsames Handeln erfordert, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.

  • Holcim gründet Circularity Task Force auf COP28 mit

    Holcim gründet Circularity Task Force auf COP28 mit

    Baustoffproduzent Holcim hat sich laut seiner Medienmitteilung der Circularity Task Force der Londoner Sustainable Markets Initiative angeschlossen. Die bei der UN-Klimakonferenz in Dubai gegründete Arbeitsgruppe will den weltweiten Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft im Bauwesen beschleunigen, um den Klimaschutz voranzutreiben, die Ressourcen der Natur zu bewahren und die planetarischen Grenzen zu achten.

    Gründungsmitglieder sind neben Holcim Dubai Airports, First Abu Dhabi Bank, Gemini Corporation, Investcorp und LGT Group. Die Circularity Task Force wird laut einer Mitteilung der Sustainable Markets Initiative von der Gemini Corporation und ihrem CEO Kunaal Patawari koordiniert werden. Die Arbeitsgruppe orientiert sich an den Grundsätzen der 2021 vom heutigen englischen König Charles gegründeten Vereinigung Terra Carta, die bis 2030 eine Reihe von Massnahmen für eine nachhaltige globale Wertschöpfung vorschlägt.

    „Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und der Verstädterung müssen wir mit weniger Mitteln besser bauen“, wird Holcims Präsident und CEO Jan Jenisch in der hauseigenen Mitteilung zitiert. „Bei Holcim treiben wir das zirkuläre Bauen in allen Metropolen, in denen wir tätig sind, voran, um Städte aus Städten zu bauen, indem wir Abbruchmaterialien für neue Baulösungen rezyklieren.“

    Bereits jetzt verarbeite Holcim jährlich fast 7 Millionen Tonnen Abbruchmaterial oder rund 1000-Lastwagenladungen pro Tag zu neuen Baulösungen. Bis 2030 will das Unternehmen seine ECOCycle-Kreislauftechnologie auf 150 Standorte in Europa ausweiten und dann jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Bauschutt rezyklieren.

  • Abflug ins Jubiläumsjahr – 75 Jahre Flughafen Zürich

    Abflug ins Jubiläumsjahr – 75 Jahre Flughafen Zürich

    Am 14. Juni 1948 hob am Flughafen Zürich als erste Maschine eine Douglas DC-4 der Swissair in Richtung London ab – auf der damals einzigen Piste 10/28 des Flughafens. Nur rund fünf Monate später folgte die Inbetriebnahme der zweiten Piste 16/34 und im Jahr 1976 eröffnete der Flughafen Zürich die Piste 14/32. Über die Jahre hinweg entstanden dort, wo einst ein Sumpfgebiet war, die Docks B, A und E. In fünf Bauetappen entwickelte sich der Flughafen Zürich zu einer internationalen Verkehrsdrehscheibe mit zahlreichen Direktverbindungen in die Metropolen der Welt. Doch nicht nur für Reisende, auch für die Bevölkerung ist der Flughafen Zürich von grosser Bedeutung: Er ist Wirtschaftsstandort, Arbeitsplatz, Kommerzzentrum, Ausflugsziel und Begegnungsort. Am Flughafen Zürich arbeiten 27‘400 Angestellte bei über 300 Unternehmen. 

    Zahlreiche Highlights im Jubiläumsjahr 2023
    Im Jubiläumsjahr finden am Flughafen Zürich diverse Feierlichkeiten und Events statt. So startet am 14. Juni – am Tag des Erstflugs – eine Jubiläums-Ausstellung im Airport Shopping. Am Wochenende vom 1. bis 3. September findet ein grosses Flughafenfest für die Bevölkerung statt. Beim offiziellen Festakt am Freitagabend zählt Bundespräsident Alain Berset zu den Ehrengästen. Im Rahmen des Jubiläumsjahres wird zudem die Flughafengeschichte digital aufbereitet und die Spotterplätze sowie die Zuschauerterrasse erhalten eine Aufwertung. 
    Laufend aktualisierte Informationen zum Jubiläumsjahr: Jubiläumsseite 

    Der Flughafen Zürich der Zukunft 
    Der Flughafen Zürich ist und bleibt in Bewegung und will auch für künftige Generationen ein sicherer, moderner und nachhaltiger Flughafen sein. Projekte wie die Pistenverlängerungen oder das neue Dock A sind wichtige Elemente, um einen sicheren und qualitativ hochstehenden Flughafenbetrieb sicherzustellen. Die Entwicklung der landseitigen Passagierflächen (ELP) wird den Flughafen Zürich in den kommenden Jahren mit grosszügigen Wegen, besseren Logistikprozessen, neuen Retail-Flächen und einer Foodhall mit Aussenterrassen aufwerten. Die nachhaltige Bauweise zukünftiger Projekte und die Ablösung fossiler Energieträger sind wesentliche Bestandteile der Ambition der Flughafen Zürich AG, bis im Jahr 2040 ihre Co2-Emissionen auf netto null zu senken. Damit wird der Flughafen Zürich auch in Zukunft das Schweizer Tor zur Welt bleiben und Menschen und Orte verbinden. 

    Jubiläumsjahr – Feierlichkeiten im Überblick
    Mai 2023: Launch digitale Flughafengeschichte 
    14. Juni 2023: Eröffnung der Jubiläums-Ausstellung im Airport Shopping 
    1. bis 3. September 2023: Flughafenfest

  • Zuwanderung beeinflusst Mietpreise der Metropolen

    Zuwanderung beeinflusst Mietpreise der Metropolen

    „Die Schere bei den Wohnungsmietpreisen in den Schweizer Metropolen öffnet sich immer weiter“, leitet Comparis eine Mitteilung zu einer Studie über die Mietpreisentwicklung der letzten fünf Jahre ein. Für sie hat der Online-Vergleichsdienst mehr als 683’000 Inserate aus den Jahren 2017 bis 2021 ausgewertet. Den Ergebnissen zufolge entwickelten sich die mittleren Mietpreise der zehn grössten Schweizer Städte gegenläufig. „Hauptgrund für die Entwicklung ist die Abwanderung weg von den kleineren Städten in die Grosszentren“, wird Comparis-Immobilienexperte Leo Hug in der Mitteilung zitiert.

    In Metropolen wie Genf, Zürich und Luzern zogen die Mietpreise über den Berichtszeitraum kräftig an. Bei den 4,5-Zimmer-Wohnungen weist Genf mit einem Anstieg des Medianpreises von 3360 auf 3500 Franken das höchste Wachstum aus. Auch bei den 3,5-Zimmer-Wohnungen legte der mittlere Mietpreis mit einem Anstieg von 2410 auf 2640 Franken in Genf am stärksten zu. Die Preise für 2-Zimmer-Wohnungen zogen  im Berichtszeitraum mit 4,8 Prozent auf 1300 Franken am stärksten in Luzern an. Am tiefsten in die Tasche greifen muss man mit 1650 Franken für eine 2-Zimmer-Wohnung aktuell allerdings in Zürich.

    Die deutlichsten Rückgänge der Medianmieten haben die Analysten von Comparis in Lugano beobachtet. Hier ging der mittlere Mietpreis für grosse Wohnungen von 1900 auf 1700 Franken, der für mittlere Wohnungen von 1650 auf 1450 Franken und der für kleine Wohnungen von 1295 auf 1150 Franken zurück. Mit 985 Franken kann eine 2-Zimmer-Wohnung derzeit am günstigsten in Biel gemietet werden.

    Als mittleren Mietpreis geben die Analysten jeweils den Median an. Im Unterschied zum rechnerischen Durchschnitt bildet der Median den mittleren Wert über alle Mietpreise ab.