Schlagwort: Miele Gruppe

  • Miele baut ein Werk in den USA

    Miele baut ein Werk in den USA

    Dank ihrer hochwertigen Herde, Backöfen, Kochfelder, Dampfgarer, Dunstabzugshauben und weiterer attraktiver Produkte gehört die Business Unit Cooking seit vielen Jahren zu den wichtigsten Wachstumstreibern der Miele Gruppe – mit zuletzt mehr als 1,1 Mrd. Franken Umsatz und einem Zuwachs von fast 13 Prozent. «Auch für die kommenden Jahre planen wir mit steigenden Stückzahlen», sagt Cooking-Chef Uwe Brunkhorst, «und damit stossen wir mit unseren bisherigen Produktionsstandorten in Arnsberg, Bünde und Oelde an die Grenze unserer Kapazitäten.» 

    Für die Entscheidung, künftig auch in den USA zu produzieren, gibt es mehrere gute Gründe. «Schon heute sind die Vereinigten Staaten für Miele der grösste Markt ausserhalb Deutschlands, mit zuletzt deutlichen Wachstumsraten, aber auch noch viel Potenzial», sagt Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing & Sales der Miele Gruppe. Vor Ort zu produzieren, sei daher ein konsequenter Schritt und ein starkes Signal für die Kundinnen und Kunden dort. Ausserdem erspart dies die Gerätetransporte über den Atlantik: «So reduziert sich die Lieferzeit von heute bis zu zehn Wochen auf wenige Tage und wird zugleich das Klima entlastet», sagt Stefan Breit, Geschäftsführer Technology. Zur weiteren CO2-Ersparnis solle dann auch das Gros der Zulieferteile aus den USA kommen. 

    Im ersten Schritt wird Miele in seinem neuen Werk die 30-Zoll-Backöfen sowie die grossen und vielseitigen Standherde («Range Cooker») fertigen, die beide speziell für Nordamerika konzipiert sind. Später kommen grossformatige Dunstabzugshauben hinzu. Der Produktionsstart ist für Ende 2024 vorgesehen, mit 150 Beschäftigten bis Ende 2025. Die Entscheidung für den konkreten Standort wird in den kommenden Monaten fallen und kommuniziert werden. Wie eine zweite Ausbaustufe aussehen könnte, wird mit Blick auf weitere Produktgruppen und das dafür nötige Personal, zu einem späteren Zeitpunkt geprüft. 

    Heute verteilt sich die Produktion der Business Unit Cooking wie folgt: Aus dem Werk Bünde (ca. 730 Beschäftigte) kommen Kochfelder und Dampfgarer sowie Wärmeschubladen, aus Arnsberg (ca. 250 Beschäftigte) die Dunstabzugshauben und aus Oelde (ca. 670 Beschäftigte) die Herde, Backöfen und Dialoggarer. Die Dampfbacköfen, also Backöfen und Dampfgarer in einem Gerät, werden modellabhängig in Bünde oder Oelde produziert. Alle Standorte befinden sich im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Durch eine Produktion der grossformatigen Baureihen in dem neuen Werk werden Arnsberg, Bünde und Oelde aber nicht etwa geschwächt, im Gegenteil: «Wir werden effizienter durch weniger Komplexität und gewinnen zugleich die dringend benötigten Kapazitäten für die künftigen Stückzahlenzuwächse der übrigen Modellreihen», so Uwe Brunkhorst. 

    Das neue Werk mitgerechnet, zählen dann insgesamt 16 Standorte zum internationalen Produktionsverbund der Miele Gruppe, davon acht in Deutschland und je einer in Österreich, China, Tschechien, Rumänien, Polen und eben in den USA. Hinzu kommen die beiden Werke der italienischen Medizintechnik-Tochter Steelco Group.

  • Erfolgreichstes Geschäftsjahr von Miele mit plus 7,5% Umsatz 

    Erfolgreichstes Geschäftsjahr von Miele mit plus 7,5% Umsatz 

    Das Geschäft der Miele Gruppe wurde im abgelaufenen Jahr von starken gegenläufigen Entwicklungen geprägt. Einerseits sorgte die historische Sonderkonjunktur aufgrund von Corona für kräftigen Rückenwind. Andererseits spürt auch Miele die Störungen in den weltweiten Lieferketten, insbesondere bei den Halbleitern. Dennoch wurden 2021 mehr Geräte produziert und verkauft als jemals zuvor in der 123-jährigen Geschichte der Premiummarke. Der Auftragsbestand zum Start ins neue Jahr ist ebenfalls so hoch wie nie, sodass die Zeichen auch für 2022 auf Wachstum stehen. Um die teils deutlich verlängerten Lieferzeiten wieder zu verkürzen, produziert Miele in allen Werken mit grösstmöglicher Auslastung. 

    Die Perspektiven für den weiteren Verlauf des Jahres sind demgegenüber durch die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt, wo Miele, wie auch in Russland, mit einer eigenen Vertriebsgesellschaft vertreten ist. Geschäftsleitung und Belegschaft der Miele Gruppe sind tief erschüttert über das Leid der Menschen im Kriegsgebiet und auf den Fluchtrouten. Es gibt eine grosse Welle der Hilfsbereitschaft im gesamten Konzern, die beim Schutz der 54 Miele-Beschäftigten in der Ukraine und ihrer Familien beginnt, aber auch weit darüber hinaus geht. Aufgrund der geopolitischen Situation und den Unwägbarkeiten, die sich daraus ergeben, hat die Miele Gruppe – über die aktuell verhängten EU-Sanktionen hinaus – die Lieferung von Geräten nach Russland mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres komplett eingestellt. Ausgenommen bleiben Produkte für die medizinische Versorgung, soweit diese nicht auch von Sanktionen erfasst sind. Die eigenen Shops (Miele Experience Center) und der Webshop sind bereits seit vergangener Woche geschlossen und die Investitionen in den Markt eingefroren. Die Arbeitsplätze der mehr als 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch deren Bezahlung bleiben für mindestens sechs Monate erhalten.

    Positive Entwicklung in allen Regionen und Produktbereichen
    Mit dem für 2021 ausgewiesenen Umsatzzuwachs ist die Miele Gruppe deutlich stärker gewachsen als im langjährigen Mittel, wozu vor allem Osteuropa, China und die USA überproportionale Beiträge geleistet haben. In Deutschland hat Miele 1,39 Milliarden Euro Umsatz erzielt und damit auf sehr hohem Niveau weitere 5,1 Prozent hinzugewonnen. Und auch die Schweiz trug mit dem erfolgreichsten Geschäftsjahr seit der Gründung ihren Teil dazu bei. „Wir sind stolz, dass Miele Schweiz auch in diesem Jahr wieder grosses Vertrauen geschenkt wurde. Nicht umsonst haben uns die Kundinnen und Kunden bereits zum fünften Mal in Folge zum Most Trusted Brand gewählt», berichtet Rico Fallegger, Managing Director Miele Schweiz.

    Weitere Informationen unter: www.miele.ch