Schlagwort: Mieten

  • Der grosse Wohn-Showdown

    Der grosse Wohn-Showdown

    Die Wohnschutzinitiative will verhindern, dass nach Umbauten oder Abrissen die Mieten unverhältnismässig steigen. Investoren sollen künftige Mieten mit der Baubewilligung genehmigen lassen, ebenso soll die Rendite gedeckelt werden. Eine Mehrheit im Kantonsrat (u. a. SVP, FDP, GLP) lehnt dies als zu starken Eingriff in Eigentumsrechte ab und warnt vor Investitionshemmnissen. Stattdessen schlägt die Kommissionsmehrheit einen Gegenvorschlag vor, der insbesondere Mieter vor missbräuchlichen Kündigungen schützen soll . Mit Informations- und Unterstützungsfristen von 12 Monaten bei Umstrukturierungen. Kritiker sehen darin ein Placebo, das die Mieterinnen wenig schützt und die Renditeinteressen unangetastet lässt.

    Starthilfe-Initiative des HEV
    Diese Initiative zielt darauf ab, den Zugang zu Wohneigentum zu erleichtern. Der Hauseigentümerverband fordert, dass der Kanton bis zu 15 Prozent des Kaufpreises für Selbstnutzer verbürgt, indem das Eigenkapital von 20 auf 5 Prozent gesenkt wird. Die Regierung unterstützt den Vorschlag, denn er könnte Familien mit mittleren Einkommen den Erwerb erleichtern. Linke Parteien warnen jedoch vor steigender Nachfrage und höheren Bodenpreisen, ohne dass das Wohnungsangebot nachhaltig wächst. Im Kantonsrat droht eine knappe Entscheidung.

    Wohneigentumsinitiative des HEV
    Diese Initiative verlangt, dass bei staatlich geförderten Wohnbauprojekten neben günstigen Mietwohnungen mindestens gleich viel selbstgenutztes Wohneigentum entsteht. Sie fand bisher keine Mehrheit, da Kritiker die einseitige Förderung von Mietwohnungen nicht als verfassungskonform sehen. Ein Gegenvorschlag, der Probleme bei der Berechnung des Eigenmietwerts adressieren sollte, hat ebenfalls geringe Aussicht auf Erfolg.

    Wohnungsinitiative der Grünen
    Die Grünen fordern die Gründung einer öffentlich-rechtlichen Wohnbauanstalt mit Startkapital von mindestens 500 Millionen Franken, um günstigen, gemeinnützigen Wohnraum zu schaffen und gemeinnützige Bauträger zu fördern. Die Mehrheit im Kantonsrat lehnt dies ab und schlägt stattdessen Rahmenbedingungen für beschleunigten Wohnungsbau vor. Die Initiatoren wollen bei Ablehnung eine Volksabstimmung erzwingen.

    Ausblick und politische Spannungen
    Die Debatte im Kantonsrat eröffnet einen politisch heissen Herbst. Ein weiterer Streitpunkt wird die Vorkaufsrecht-Initiative der SP sein, die den Gemeinden mehr Eingriffsmöglichkeiten bei Grundstückskäufen geben möchte, um Spekulation zu begrenzen. Ihr Gegenvorschlag hat vor allem wirtschaftliche und juristische Gegner.

    Die Positionen der Akteure zeigen das Dilemma zwischen Wohnraumschutz, Förderung von Eigentum und der Sorge um Investitionsanreize. Der Ausgang der Abstimmungen wird maßgeblich die zukünftige Wohnungspolitik im Kanton Zürich prägen und dürfte auch Signalwirkung für andere Schweizer Kantone haben.

  • Preise für Berner Immobilien bleiben im Aufwärtstrend

    Preise für Berner Immobilien bleiben im Aufwärtstrend

    «Wohnen im Kanton Bern bleibt teuer», überschreibt die Berner Kantonalbank (BEKB) eine Mitteilung zu ihrem aktuellen Immobilienbarometer. Es wird von der BEKB halbjährlich in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Immobiliendienstleister IAZI erstellt. Der Herbstausgabe 2024 zufolge haben die Preise für Wohnungen und Häuser im Kanton Bern im Jahresvergleich 3,3 Prozent zugelegt.

    Auch Angebotsmieten liegen im Aufwärtstrend. Als Hintergrund für steigende Mieten und Preise am Wohnungsmarkt verweisen die Fachleute von BEKB und IAZI auf ein starkes Bevölkerungswachstum im Kanton bei gleichzeitig geringer Neubautätigkeit. «Die Arbeitslosenquote im Kanton bleibt auf einem historisch tiefen Niveau und die Zahl der offenen Stellen nimmt stetig zu», heisst es zudem in der Mitteilung. Solange dies so bleibe, sei nicht mit einer Entspannung des Wohnungsmarkts zu rechnen.

    Innerhalb der einzelnen Regionen des Kantons haben die Fachleute eine Normalisierung der Preisdynamik in Tourismusregionen beobachtet. Die Preise in den Oberländer Regionen und insbesondere Obersimmental-Saanen seien in den vergangenen Jahren stark durch den Zweitwohnungsmarkt getrieben worden. Zum Ende des dritten Quartals 2024 wurde hier eine Beruhigung registriert. Im Oberaargau sind die Preise dagegen im Jahresvergleich durchschnittlich um 3,9 Prozent gestiegen. Dies führen die Fachleute auf eine Verlagerung der Nachfrage nach Wohneigentum in Regionen mit vergleichsweise moderatem Preisniveau zurück.

  • Wohnen wird teurer

    Wohnen wird teurer

    An einem Eigenheim Interessierte mussten im Juni tiefer in die Tasche greifen als noch im Mai. Die Preise für Einfamilienhäuser sind im vergangenen Monat um 1,2 Prozent gestiegen, erläutert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. Bei den Eigentumswohnungen haben die Fachleute von SMG gleichzeitig einen Preisanstieg von 1,0 Prozent beobachtet. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

    „Die erneute Leitzinssenkung der Schweizerischen Nationalbank vom 20. Juni sowie die Aussicht auf eine weitere Reduktion im September bringt tiefere Finanzierungskosten bei Hypotheken mit sich“, wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. „Dies steigert sowohl die Attraktivität der eigenen vier Wände als auch deren Finanzierbarkeit.“

    Bei den Angebotsmieten haben die Immobilienfachleute von SMG einen schweizweiten Anstieg um 0,4 Prozent im Monatsvergleich registriert. Am stärksten zogen die Mieten mit 3,3 Prozent im Tessin an. Es folgen die Zentralschweiz mit 1,8 und die Ostschweiz mit 1,2 Prozent. In den Grossregionen Zürich und Nordwestschweiz fielen die Mieten hingegen um 0,6 beziehungsweise 0,2 Prozent tiefer aus als im Mai.

  • Referenzzinssatz bleibt unverändert

    Referenzzinssatz bleibt unverändert

    Der Referenzzinssatz bleibt im Juni unverändert bei 1,75 Prozent, informiert das Bundesamt für Wohnungswesenin einer Mitteilung. Der mietrechtlich für die gesamte Schweiz relevante Zinssatz liegt bereits seit Anfang Dezember 2023 auf diesem Wert. Aktuell kann also auf Grundlage des Referenzzinssatzes kein neuer Senkungs- oder Erhöhungsanspruch bei Mieten geltend gemacht werden.

    Der in Viertelprozente gestaffelte Referenzzinssatz wird über den volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen ermittelt. Er lag zum Stichtag am 31. März mit 1,72 Prozent auf dem Wert aus dem Vorquartal. Der kaufmännisch auf 1,75 Prozent gerundete Referenzzinssatz wird erst angepasst, wenn der Durchschnittszinssatz auf unter 1,63 Prozent fällt oder auf über 1,87 Prozent steigt. Die nächste Bekanntgabe des Referenzzinssatzes wird am 2. September erfolgen.

    Ein Senkungsanspruch besteht derzeit weiterhin auf Mieten, die auf einem Referenzzinssatz von 2,0 Prozent oder höher beruhen. Umgekehrt haben Vermietende das Recht auf einem Erhöhungsanspruch, falls der Mietzins auf einem Referenzzinssatz von 1,5 Prozent oder tiefer beruht. Ausgenommen sind Mietverträge mit indexierten oder gestaffelten Mieten, Mieten für geförderte Wohnungen und Umsatzmieten bei Geschäftsräumen.

  • Immobilienmarkt zeigt leichte Entspannung

    Immobilienmarkt zeigt leichte Entspannung

    Die Preise für Einfamilienhäuser sind im Februar um 1,0 Prozent gegenüber Januar gesunken, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. Damit sei der deutliche Anstieg der Preise zum Jahresbeginn wieder zurückgenommen worden, schreiben die Fachleute von SMG. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

    In den letzten zwölf Monaten sind die Preise für Einfamilienhäuser mit einem nur leichten Anstieg um 0,1 Prozent relativ stabil geblieben. Auch am Markt für Stockwerkseigentum haben die Fachleute von SMG eine Beruhigung registriert. Hier wurde im Februar eine Nullrunde beobachtet. Nach deutlich stärkeren Anstiegen in den Vorjahren legten die Preise über die letzten zwölf Monate hinweg schweizweit durchschnittlich nur noch 2,9 Prozent zu.

    Die Angebotsmieten für Wohnungen gaben im Februar schweizweit um durchschnittlich 0,6 Prozent gegenüber Januar nach. Innerhalb der Regionen fielen die Angebotsmieten vor allem in der Zentralschweiz, der Grossregion Zürich, dem Tessin und der Ostschweiz geringer als im Vormonat aus. Die Angebotsmieten im Mittelland und der Genferseeregion legten hingegen leicht zu.

    «Nach einem mehrmonatigen Anstieg brachte der Februar einen Lichtblick für Wohnungssuchende», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. Ihm zufolge hängt dies unter anderem mit der geplanten Beibehaltung des mietrechtlichen Referenzzinssatzes auf aktuellem Niveau zusammen.

  • Einwohnende der Ostschweiz würden Wohnfläche reduzieren

    Einwohnende der Ostschweiz würden Wohnfläche reduzieren

    Nikola Vukovic und Raphael Dietrich haben in ihrer Abschussarbeit des Masterstudiengangs Real Estate Management der OST – Ostschweizer Fachhochschule Möglichkeiten für die Entspannung des Ostschweizer Wohnungsmarkts erarbeitet. «Die Schweizer Bevölkerung wohnt zu grosszügig», werden Vukovic und Dietrich in einer entsprechenden Mitteilung der OST zitiert. Den Erkenntnissen der beiden Forscher zufolge wären viele Einwohnende der Ostschweiz aber bereit, ihre Wohnfläche zu reduzieren.

    Konkret haben 43 Prozent von 379 Teilnehmenden einer Umfrage im Rahmen der Masterarbeit angegeben, auf Wohnfläche verzichten zu können. Besonders häufig werden ein Gästeraum oder ein Hobbyraum als verzichtbar eingeschätzt. Es brauche aber Alternativen, «wie beispielsweise ein zentrales Gästezimmer, das im Wohnblock unkompliziert mietbar wäre», erläutert Vukovic.

    Zudem haben die Masterstudenten eine hohe Bereitschaft der Bevölkerung festgestellt, in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Hier gebe es allerdings das Problem, dass kleine Wohnungen nicht in ausreichendem Mass zur Verfügung stehen, heisst es in der Mitteilung. Auch der Preis kann ein Hindernis sein: «Niemand gibt eine 4-Zimmer-Wohnung für 1000 Franken für eine kleinere Wohnung auf, die gleich viel oder mehr kostet», so Vukovic.

    Urbane Zentren könnten durch Umzug in ländlichere Regionen entspannt werden. In der Umfrage gaben rund 95 Prozent der Teilnehmenden eine entsprechende Bereitschaft an. «Die Befragten würden aber nicht ohne Bedingungen umziehen», erläutert Dietrich. «Es müssten Anreize geschaffen werden, damit die Menschen aus den urbanen Zentren wegziehen.»

  • CBRE Schweiz Bericht über den Retail-Markt Q3 2023

    CBRE Schweiz Bericht über den Retail-Markt Q3 2023

    Die Analyse hebt die anhaltend hohen Spitzenmieten in Zürich und Genf hervor. Insbesondere erreicht die Zürcher Bahnhofstrasse mit CHF 11.000 pro Quadratmeter und Jahr den Spitzenwert, während die Genfer Rue du Rhone mit CHF 6.500 folgt. Diese Zahlen reflektieren die starke Nachfrage nach Luxus-Einzelhandelsflächen, die durch die Pandemie und deren Nachwirkungen noch verstärkt wurde.

    Leerstandsquoten und ihre Bedeutung
    Mit einer durchschnittlichen Leerstandsquote von nur 1,7% in den untersuchten Städten bestätigt die Analyse die hohe Marktnachfrage und -stabilität. Interessanterweise liegt die optimale Leerstandsquote laut der Studie bei 1,27%, während der durchschnittliche strukturelle Leerstand von 1980 bis 2022 bei etwa 1,07% lag. Dies zeigt, dass der tatsächliche Leerstand in der Schweiz tendenziell unter dem idealen Wert für eine stabile Preisentwicklung liegt.

    Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass der Schweizer Einzelhandelsmarkt für Immobilienfachleute weiterhin attraktiv bleibt. Die stabilen Mieten und geringen Leerstandsquoten sind Indikatoren für einen gesunden und dynamischen Markt, in dem Investitionen und Entwicklungen florieren können.

    Zugang zum Detailbericht
    Für vertiefte Einblicke und detaillierte Daten steht der vollständige Bericht in englischer Sprache über das webbasierte Retail Tool von CBRE Schweiz zur Verfügung.

  • Studie zur Rolle der Raumplanung bei steigenden Wohnkosten

    Studie zur Rolle der Raumplanung bei steigenden Wohnkosten

    Die Studie «Ursachen für steigende Wohnkosten in der Schweiz mit Fokus auf die Raumplanung» verdeutlicht, dass die Raumplanung eine moderierende Rolle im Immobilienmarkt spielt: Sie hat Auswirkungen auf die Bautätigkeit und beeinflusst somit die Wohnkosten. Die Erhöhung der Nachfrage nach Wohnraum ist hingegen ein treibender Faktor bei den steigenden Wohnkosten. Dabei spielen unter anderem die Verkleinerung der Haushalte, das Bevölkerungswachstum sowie der steigende individuelle Wohnraumkonsum eine Rolle.

    Die Raumplanung kann hier Einfluss nehmen. Sie begrenzt die Baulandverfügbarkeit und Bauzonenkapazitäten. So steuert sie, wie flexibel sich das Angebot an Wohnraum an eine veränderte Nachfrage anpassen kann. Ist die Raumplanung zu strikt, kann das Angebot weniger flexibel auf die stark gestiegene Nachfrage reagieren. Das kann langfristig zu höheren Wohnkosten führen.

    Innenentwicklung als Lösungsansatz
    Allerdings gehört es zu den Aufgaben der Raumplanung, die Zersiedlung zu begrenzen und die Landschaft zu schützen. Die Studie identifiziert denn auch die Innenentwicklung als ein Instrument, das es erlaubt, sowohl den Schutz der Landschaft zu gewährleisten, als auch das Wohnraumangebot zu erhöhen. Die Studie zeigt ausserdem, dass Aufzonungen dort preisdämpfend sind, wo die Bauzonenausschöpfung bereits hoch ist. Als Aufzonung gilt die Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten innerhalb einer Bauzone. Dies ist deshalb ein probates Mittel und kann, wenn gezielt eingesetzt, optimal seine Wirkung entfalten. Die Studienresultate legen zudem einen Zusammenhang zwischen hohen Wohnkosten und hohen Planungs- und Prozesskosten nahe. Langwierige Bewilligungs- und Einspracheverfahren tragen ebenfalls zur Kostensteigerung bei.

    Tagung zu Wohnraum und Raumentwicklung
    Im Rahmen der Schweizer Wohntage 2023, die vom 3. bis 7.  November 2023 in Biel stattfinden werden, diskutiert am 6. November ein Panel von Experten, wie die Innenentwicklung gestaltet werden kann, so dass dabei mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Mehr Details und Anmeldung unter www.bwo.admin.ch.

  • Raiffeisen befürchtet Wohnungsnot

    Raiffeisen befürchtet Wohnungsnot

    Die Leerstände sinken in allen Schweizer Kantonen rapide. Damit steigen neben den Preisen für Eigenheime jetzt auch die Mieten. Knappheit ausserhalb der besten Lagen sei am Mietwohnungsmarkt ein noch jüngeres Phänomen, schreibt der Raiffeisen Economic Research in der Übersicht zu seiner aktuellsten Immobilienstudie Schweiz/4Q22. Entsprechend überschreibt er sie mit dem Titel „Betongold verliert an Glanz“.

    Demnach spiegele sich die Ende der 2010er Jahre eingeleitete starke Drosselung der Wohnungsproduktion nun zeitverzögert wider. „Das höhere Zinsniveau und die Bauteuerung mindern die Anreize für den Wohnungsbau zusätzlich“, wird Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, zitiert. „Gleichzeitig treiben der akute Fachkräftemangel und der Krieg in der Ukraine die bereits starke Zuwanderung kräftig nach oben.“ Seine düstere Prognose: „Wir steuern mit Vollgas auf eine Wohnungsnot zu.“

    Diese ist laut der Studie in einigen Mietwohnungsmärkten bereits Realität. Demnach weisen die Kantone Genf, Zürich und Zug bereits Leerstandsquoten von deutlich unter 1 Prozent auf, so Neff. Bis 2024 dürfte das landesweit der Fall sein. Bis dahin drohten auch Bestandsmieterinnen und -mietern Mietzinserhöhungen um bis zu 10 Prozent.

    Dagegen sind die Angebotspreise für Einfamilienhäuser im dritten Quartal 2022 erstmals seit langem leicht gesunken, um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Eine dauerhafte Entspannung werde sich angesichts sehr knappen Wohneigentum jedoch nicht einstellen, so Neff.

    Bei den Renditeliegenschaften sieht Raiffeisen eine „Zeitenwende“ und „dunkle Wolken“ aufziehen: Mit dem abrupten Ende der Negativzinsära spreche Vieles für einen deutlichen Nachfragerückgang bei Anlageobjekten.

  • Schweizer Angebotsmieten steigen bereits wieder

    Schweizer Angebotsmieten steigen bereits wieder

    Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. So zeigt sich der Index gegenüber dem Vormonat um 0.3 Punkte leicht erhöht bei 118.1 Punkten (plus 0.3 Prozent gegenüber Vormonat). Gegenüber der bisherigen Höchstmarke von Juni 2022 hat der Index um knapp 0.2 Prozent zugelegt. Im Vorjahresvergleich sind die Angebotsmieten über die ganze Schweiz derweil um 2.3 Prozent gestiegen.

    Veränderung in den Kantonen
    Mit Blick auf die Kantone fällt erneut auf, dass im August gegenüber Vormonat nur einige wenige Kantone grössere Veränderungen der Angebotsmieten aufweisen, während bei der Mehrheit der Kantone lediglich Veränderungen von 0.5 Prozent oder weniger vorliegen. So sind die Angebotsmieten ausschliesslich in den Kantonen Genf (1 Prozent), Bern (0.7 Prozent) und Obwalden (0.7 Prozent) um mehr als diese Marke angestiegen. Auffällig ist, dass die Angebotsmieten gegenüber Vorjahr in ausnahmslos allen Kantonen angestiegen sind, allen voran in den Bergregionen: Nidwalden (6.5 Prozent), Obwalden (4.6 Prozent) und Graubünden (4.1 Prozent). Insgesamt verzeichnen elf Kantone eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr, welche höher als der nationale Schnitt von 2.3 Prozent liegt.

    Veränderung in den Städten
    In den erhobenen Schweizer Städten zeigen sich derweil im August deutliche Veränderungen. Diese liegen in fünf von acht Fällen bei über 0.5 Prozent. So haben die Angebotsmieten in Luzern (1.1 Prozent), Bern (1.1 Prozent) und Genf (1 Prozent) alleine im August um gut ein Prozent zugelegt. In allen drei Fällen macht diese Zunahme jedoch gleichzeitig einen beachtlichen Teil der Zunahme gegenüber dem Vorjahr aus, welche für die drei Städte je rund 1.5 Prozent beträgt. Anders sieht dies in Zürich oder Basel aus: Während sich die Angebotsmieten im August gegenüber Juli nur minimal verändert haben, verzeichnen beide Städte ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 5.6 Prozent in Zürich sowie 2.9 Prozent in Basel.

    Methode der Qualitätsbereinigung
    Die Entwicklung der Angebotsmietpreise in der Schweiz wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert. Der Vorteil dieser sogenannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf Homegate abgebildet wird. Der Homegate-Mietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz und gilt als Referenzquelle für Immobilienprofis für die Preisbestimmung von Mietobjekten.

  • Angebotsmieten bleiben im Monatsvergleich stabil

    Angebotsmieten bleiben im Monatsvergleich stabil

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Juli auf dem Stand von 117,7 Punkten geschlossen, informiert Homegate in einer  Mitteilung. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Angebotsmieten damit schweizweit durchschnittlich um 0,2 Prozent zurück. Innerhalb der einzelnen Kantone haben die Analysten des Index dabei unterschiedliche Entwicklungen beobachtet.

    In den meisten Kantonen sind die Mieten relativ stabil geblieben. In Zug, Graubünden, Genf und Glarus haben die Analysten aber deutliche Rückgänge zwischen 3,9 und 1,3 Prozent beobachtet. Im Jahresvergleich legten die Mieten über alle Kantone hinweg zu.

    Bei den im Index untersuchten acht Städten haben die Analysten lediglich in Basel und Luzern eine Zunahme der Angebotsmieten im Monatsvergleich beobachtet. In den anderen Städten gingen die Mieten leicht, in Genf und Lausanne mit jeweils 1,6 Prozent stärker zurück. Gegenüber dem Juli 2021 sind die Angebotsmieten in allen Städten gestiegen, am stärksten zogen sie mit 6,4 Prozent in Zürich an.

    Bei der Erfassung der Mietpreisveränderungen für den Mietindex werden die Mietpreise um unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert, erläutert Homegate. Dies mache eine Erfassung der tatsächlichen Mietpreisentwicklung möglich.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Angebotsmieten steigen weiter

    Angebotsmieten steigen weiter

    Der Homegate-Mietindex steht neu bei 117,9 Punkten. Damit haben die Angebotsmieten im Juni erneut um 0,3 Prozent zugelegt, seit Jahresanfang um 1,3 Prozent. Dies steht laut einer Medienmitteilung des Immobilienmarktplatzes „in krassem Kontrast zur Mietpreisentwicklung vor der COVID 19-Pandemie, als steigende Leerstände am Schweizer Mietwohnungsmarkt für Nervosität unter den Anleger:innen sorgte“.

    Weil auch die Nettomieten teurer geworden seien, könnten nicht allein die gestiegenen Energiekosten dafür verantwortlich gemacht werden. Vielmehr seien seit zwei Jahren die Baugesuche rückläufig. Gleichzeitig gebe es eine rege Nachfrage nach Mietwohnungen. „Sorgte man sich also noch vor wenigen Jahren um ein Überangebot an Mietwohnungen, sind diese an begehrten Lagen wieder äusserst knapp.“

    Als bemerkenswert bezeichnet Homegate die halbjährlichen Steigerungen in den Kantonen Zug (5,4 Prozent) und Graubünden sowie in Appenzell (je 4,3 Prozent). Am niedrigsten fielen die Erhöhungen in den Kantonen Basel-Landschaft (0,6 Prozent) und Tessin (0,5 Prozent) aus.

    In den Städten hat die Nachfrage seit dem erneuten Hochfahren der Infrastruktur nach den ersten Phasen der Pandemie wieder zugenommen, besonders ausgeprägt in Zürich (4,8 Prozent). Auch Lausanne (2,5 Prozent) und Lugano (1,8 Prozent) lagen über dem landesweiten Schnitt. Einzig in St.Gallen waren die Mieten leicht rückläufig (minus 0,2 Prozent).

  • Angebotsmieten bleiben weitgehend stabil

    Angebotsmieten bleiben weitgehend stabil

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz homegate.ch aus dem Hause TX Group in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Januar gegenüber Dezember 2021 schweizweit um 0,3 Punkte auf 116,7 Punkte zugelegt, erläutert homegate.ch in einer entsprechenden Mitteilung. Dabei seien die Angebotsmieten in den meisten Kantonen gar nicht oder nur geringfügig gestiegen, erläutern die Analysten. Im Schnitt ergibt sich dennoch ein Anstieg um 0,26 Prozent.

    Überdurchschnittliche Anstiege haben die Analysten im Berichtszeitraum mit 1,45 und 3,85 Prozent in den Kantonen Nidwalden und Zug registriert. Die Angebotsmieten in den Kantonen Graubünden, Wallis, Schaffhausen und Genf fielen dagegen zwischen 2,01 und 0,08 Prozent geringer als im Dezember 2021 aus.

    Bei den untersuchten Städten haben die Analysten dagegen fast überall steigende Mieten beobachtet. Ausnahmen bildeten lediglich St.Gallen und Luzern. Hier fielen die Angebotsmieten um 0,77 beziehungsweise 0,40 Prozent geringer als im Dezember 2021 aus. Den höchsten Anstieg im Monatsvergleich wies mit 0,96 Prozent die Stadt Bern aus.

    Bei der Erfassung der Mietpreisveränderungen für den Mietindex werden die Mietpreise um unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert, wird in der Mitteilung erläutert. Dies mache eine Erfassung der tatsächlichen Mietpreisentwicklung möglich.

  • Das kostet die Schweiz

    Das kostet die Schweiz

    Ein bedeutender Teil der Ausgaben von SchweizerInnen setzt sich aus den Bereichen Wohnen, Mobilität, Versicherungen, Freizeit und Sport  zusammen. Die SMG Swiss Marketplace Group zeigt in ihrer jährlichen Datenauswertung «Das kostet die Schweiz» umfassende Erkenntnisse über die tatsächlichen Lebenskosten in der Schweiz.

    Dafür wurde auf den Online-Plattformen ImmoScout24, Homegate, FinanceScout24, AutoScout24, Car For You, MotoScout24, anibis.ch, tutti.ch und Ricardo die Zahlen aus dem Jahr 2021 erhoben. «Als digitaler Pionier wollen wir mit wegweisenden Produkten das Leben der Menschen in der Schweiz vereinfachen», sagt Gilles Despas, CEO von SMG Swiss Marketplace Group. «Mit unseren Plattformen geben wir ihnen die Möglichkeit, einfach und schnell Produkte anzubieten, zu kaufen sowie Preise zu vergleichen. Gerade in einem teuren Land wie der Schweiz ist Preistransparenz wichtig, um die Lebenshaltungskosten im Auge zu behalten.» 

    Immobilienmarkt: Eigentumswohnung in Zug dreimal so teuer wie im Jura
    Betrachtet man die Immobilienpreise in der Schweiz, zeigen sich grosse kantonale Unterschiede. Während eine 4.5-Zimmer-Wohnung im Jahr 2021 im Kanton Jura im Schnitt 516’000 Franken kostete, war es in den Kantonen Genf oder Zug mit über 1’700’000 Franken mehr als das Dreifache. Nimmt man den meistgesuchten Wohnungstyp, die 3.5-Zimmer-Mietwohnung, als Referenzobjekt, so zeigen sich im Jahr 2021 Unterschiede bei den Mietkosten zwischen den Kantonen von über 110 Prozent. Während Mieter:innen im Kanton Jura im Schnitt gerade einmal 1’135 Franken zahlten, liegt dieser Wert im Kanton Zug mit 2’428 Franken mehr als doppelt so hoch. Insgesamt sind die Mietpreise für 3.5-Zimmer-Wohnungen gegenüber 2020 in einem Grossteil der Kantone im vergangenen Jahr gleich geblieben oder sogar zurückgegangen.

    Die detaillierten Ergebnisse der Studie zu den einzelnen Bereichen sind auf «Das kostet die Schweiz» zu finden. 

  • Geteilte Mikromobilität schadet dem Klima

    Geteilte Mikromobilität schadet dem Klima

    Geteilte Mikromobilität ist klimaschädlicher als erwartet. Das zeigt eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Deutlich werde dies, wenn in die Evaluierung der Klimawirkung von Mikromobilität auch einfliesse, wie elektrische Tretroller und Fahrräder tatsächlich genutzt werden: „E-Trottis und E-Bikes wirken im Betrieb auf den ersten Blick klimaschonend, da sie keine Verbrennungsmotoren besitzen“, so Daniel Jan Reck vom Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich in einem Bericht der ETH. „Für ihre Klimabilanz ist letztlich aber entscheidend, welche Verkehrsmittel sie typischerweise ersetzen.“

    Die Verkehrsforschenden um Reck konnten in ihrer Studie zeigen, dass geteilte E-Trottis und E-Bikes in der Stadt Zürich hauptsächlich nachhaltige Fortbewegungsarten ersetzen: Strecken zu Fuss, Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr und mit dem Velo. So schadeten sie dem Klima mehr als dass sie nützen. „Ich halte das Sharing-Prinzip durchaus für sinnvoll“, so Reck. „Bei der Mikromobilität und ihren Klimafolgen scheint der Sachverhalt jedoch tatsächlich umgekehrt zu sein.“

    Anders stelle sich das Bild bei privat genutzten E-Trottis und E-Bikes dar. Diese ersetzen häufiger Fahrten mit dem eigenen Auto. Daher reduziere die private Mikromobilität CO2-Emissionen „und nützt dem Klima unter dem Strich“. Deshalb sei es sinnvoll, wenn Behörden das Pendeln mittels privater Mikromobilität förderten.

    Für seine Forschung erhielt Reck im Sommer 2021 den Young Researcher of the Year Award des International Transport Forum der OECD. Mit dem Preis zeichnet die Denkfabrik der Industriestaaten mit Sitz in Paris Nachwuchsforschende aus, deren Arbeit für verkehrspolitische Fragen bedeutend ist.

  • Angebotsmieten steigen weiter

    Angebotsmieten steigen weiter

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz homegate.ch aus dem Hause TX Group in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im November gegenüber Oktober schweizweit um 0,17 Punkte auf 116,1 Punkte zugelegt, erläutert homegate.ch in einer entsprechenden Mitteilung. Damit habe der Index seinen Höchststand vom Oktober bereits wieder übertroffen, schreiben die Analysten. Über die letzten zwölf Monate hinweg haben sie einen Anstieg der Angebotsmieten um 0,96 Prozent beobachtet.

    Im Berichtsmonat seien die Mieten in den meisten Kantonen angestiegen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Das stärkste Wachstum haben die Analysten dabei mit 2,33 Prozent im Kanton Graubünden beobachtet. Auch in Zug und Schwyz zogen die Angebotsmieten mit 2,04 und 0,59 Prozent überdurchschnittlich an. In den Kantonen Nidwalden und Neuenburg fielen die Angebotsmieten im November hingegen um 0,49 beziehungsweise 0,81 Prozent geringer als im Oktober aus.

    Bei den Städten weisen die Analysten auf auffallende Rückgänge der Angebotsmieten in Zürich (-0,82 Prozent) und Genf (-0,79 Prozent) hin. Die Angebotsmieten in Lausanne und Luzern zogen im Vergleich zum Oktober mit jeweils 0,30 Prozent am stärksten an.

    Bei der Erfassung der Mietpreisveränderungen für den Mietindex werden die Mietpreise um unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert, wird in der Mitteilung erläutert. Dies mache eine Erfassung der tatsächlichen Mietpreisentwicklung möglich.

  • Bereinigte Angebotsmieten steigen leicht

    Bereinigte Angebotsmieten steigen leicht

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz homegate.ch aus dem Hause TX Group in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im September gegenüber August schweizweit um 0,2 Prozent auf 115,7 Punkte zugelegt, erläutert homegate.ch in einer entsprechenden Mitteilung. Über die letzten zwölf Monate hinweg wurde ein Anstieg um 0,8 Prozent beobachtet. In den einzelnen Kantonen und Städten haben die Analysten des Index im Monatsvergleich unterschiedliche Entwicklungen beobachtet.

    In einigen Kantonen seien die Veränderungen gegenüber dem Vormonat stärker als üblich ausgefallen, heisst es in der Mitteilung. Den stärksten Anstieg der Angebotsmieten haben die Analysten dabei mit 3,69 Prozent in Graubünden beobachtet. Aber auch in Nidwalden und Uri stiegen die Angebotsmieten um hohe 1,69 beziehungsweise 1,38 Prozent. In den Kantonen Zug und Neuenburg fielen die Angebotsmieten dagegen um 1,25 beziehungsweise 1,21 Prozent niedriger als im August aus. Bei den Städten haben die Analysten mit Ausnahme von Lugano (+1,72 Prozent) eher geringe Veränderungen zum Vormonat registriert.

    „Der Umzugs-Monat September war nicht nur für Umziehende eine aktive Zeit, auch die Angebotsmieten widerspiegelten dies“, wird Fabian Korn von homegate.ch in der Mitteilung zitiert. „Es bleibt spannend, wie sich dies mit den fallenden Temperaturen entwickeln.“

    Bei der Erfassung der Mietpreisveränderungen für den Mietindex werden die Mietpreise um unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert, wird in der Mitteilung erläutert. Dies mache eine Erfassung der tatsächlichen Mietpreisentwicklung möglich.

  • Mieten bleiben stabil

    Mieten bleiben stabil

    Die Mieten für in Inseraten ausgeschriebene Wohnungen sind im September gegenüber dem Vormonat um geringfügige 0,2 Prozent gefallen, erläutert ImmoScout24 in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. Er wird monatlich von der Immobilienplattform und dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI AG erstellt. Den aktuellen Erhebungen zufolge blieben die Mietpreise im September im Jahresvergleich unverändert.

    Innerhalb der Regionen haben die Analysten allerdings unterschiedliche Entwicklungen beobachtet. So legten die Mieten in der Zentralschweiz und in der Ostschweiz gegenüber dem August um 0,5 beziehungsweise 1,2 Prozent zu. In der Grossregion Zürich fielen die Mietpreise im September hingegen um 0,6 Prozent geringer als im Vormonat aus. In der Genferseeregion, im Mittelland, in der Nordwestschweiz und im Tessin seien die Mieten mit Steigerungen zwischen 0,2 und 0,3 Prozent hingegen „praktisch konstant“ geblieben, schreibt die Analysten.

    Sie gehen jedoch davon aus, dass dieser Zustand nicht lange anhalten wird. „Während sich die Angebotsmieten aktuell kaum bewegen, könnte es längerfristig durchaus wieder zu Erhöhungen kommen“, erläutert Martin Waeber, COO von Scout24, in der Mitteilung. „Grund dafür ist ein Rückgang der Wohnbautätigkeit und damit eine deutliche Verminderung des Angebots.“ In der Mitteilung weisen die Analysten zudem auf einen deutlichen Rückgang der leerstehenden Mietwohnungen im Jahresvergleich hin.

    Die Scout24-Gruppe gehört je zur Hälfte dem Versicherungskonzern Mobiliar und dem Medienkonzern Ringier. Neben der Immobilienplattform ImmoScout24 betreibt das Netzwerk von Online-Marktplätzen die Plattformen AutoScout24, FinanceScout24, MotoScout24, die Kleinanzeigenplattform Anibis sowie den Vermarkter Scout24 Advertising.

  • April-Mieten steigen um knapp 1 Prozent

    April-Mieten steigen um knapp 1 Prozent

    Der homegate-ch-Angebotsmietindex liegt im April im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 115,6 Punkten. Der Mietzins für wiederzuvermietende Wohnungen ist hingegen durchschnittlich um 0,96 Prozent gestiegen. Dieser Index wird monatlich in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank errechnet. Er zeigt die qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wiederzuvermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote.

    „Wie üblich“ hätten sich die Mieten je nach Kanton unterschiedlich entwickelt, so homegate.ch in einer Medienmitteilung. Demnach verzeichneten die Angebotsmieten vor allem in den Kantonen Bern (0,26 Prozent), Thurgau (0,52 Prozent) und Waadt (0,24 Prozent) einen Anstieg der Mieten. Im Kanton Genf sinken die Angebotsmieten um 0,93 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich in den Städten. So verzeichnete insbesondere die Stadt Genf einen Rückgang von 1,27 Prozent.

    Der homegate.ch-Angebotsmietindex ist nach Unternehmensangaben der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz. Er gilt Immobilienprofis als Referenzquelle für die Preisbestimmung von Mietobjekten.

  • Mietpreise sinken im März leicht

    Mietpreise sinken im März leicht

    Die Preise für Mieten sind im März im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent gesunken. Diese kurzfristige Entwicklung spiegelt sich aber nur in den landesweiten Durchschnittswerten wider. In den teuersten und bevölkerungsreichsten Regionen sind die Mietpreise im März gestiegen, zeigen neueste Daten des Swiss Real Estate Offer Index. Auch in der langfristigen Betrachtung haben die Preise durchschnittlich angezogen.

    So mussten Mieter in der Genferseeregion im März 0,2 Prozent mehr bezahlen, in der Grossregion Zürich sogar 0,9 Prozent. Auch in der Nordwestschweiz stiegen die Mietpreise laut Medienmitteilung um 0,3 Prozent, in der Ostschweiz um 0,2 Prozent und im Tessin um 1,9 Prozent. In der Zentralschweiz fielen die Mietpreise dagegen um 1,2 Prozent. Aufs gesamte Jahr betrachtet stiegen die Mietpreise im Landesdurchschnitt um 0,6 Prozent.

    Beim Wohneigentum haben sich die Preise ebenfalls unterschiedlich entwickelt, je nach Wohnart. Während Interessenten von Eigentumswohnungen im März von durchschnittlich 0,4 Prozent niedrigeren Preisen profitierten, mussten Käufer von Einfamilienhäusern 1 Prozent drauflegen.

    In den vergangenen zwölf Monaten zogen die Preise bei Eigenheimen sogar um rekordverdächtige 7,2 Prozent an. Kostete der Quadratmeter im März 2020 noch 6398 Franken, so waren es im März dieses Jahres schon 6857 Franken.

    Bei Stockwerkeigentum fiel das Plus mit 3 Prozent etwas moderater aus. Hier stieg der Quadratmeterpreis von 7366 Franken im März 2020 auf 7587 Franken im März 2021.

    Die Daten des Swiss Real Estate Offer Index werden in Echtzeit auf der Grundlage von Inseraten auf der Immobilienplattform ImmoScout24 und in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erstellt.

  • Hypothekarischer Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent

    Hypothekarischer Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent

    Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat den Hypothekarischen Referenzzinssatz bei Mietverhältnissen unverändert bei 1,25 Prozent belassen. In einer Medienmitteilung des BWO wird darauf verwiesen, dass dieser für die Mietzinsgestaltung in der ganzen Schweiz gültige Satz inzwischen seit 3. März 2020 nicht geändert worden ist.

    Der Referenzzinssatz wird auf Basis des vierteljährlich erhobenen Durchschnittszinssatzes der inländischen Hypothekarforderungen festgestellt. Dieser ist am Stichtag 31. Dezember 2020 ermittelt worden. Der Satz ist laut BWO gegenüber dem Vorquartal von 1,30 Prozent auf 1,28 Prozent gesunken. Der mietrechtlich massgebende Referenzzinssatz bleibt weiter bei 1,25 Prozent und bleibt auf diesem Niveau, bis der Durchschnittszinssatz unter 1,13 Prozent sinkt oder über 1,37 Prozent steigt, erläutert das BWO. Angegeben wird der Satz immer auf Viertelprozente genau.

    Da der Satz unverändert bleibt, ergibt sich laut BWO auch kein neuer Senkungs- oder Erhöhungsanspruch. Falls ein Mietzins im einzelnen Vertragsverhältnis nicht auf dem aktuellen Referenzzinssatz von 1,25 Prozent basiere, bestehe ein Senkungsanspruch. Auch Kostenänderungen etwa bei Unterhaltskosten könnten zu einem Anpassungsanspruch führen.

  • Die Digitalisierung der Miteigentümerversammlungen

    Die Digitalisierung der Miteigentümerversammlungen

    Unabhängig von der Corona Situation sind gerade bei STWE-Versammlungen folgende Schwierigkeiten anzugehen und zu bewältigen:

    • Gerechte Kommunikation mit allen Anspruchsgruppen
    • Einhaltung von rechtlichen Bestimmungen und Fristen
    • Hohe Administrative Aufwände
    • Einhaltung von Terminen
    • Erstellung und Zuweisung von Aufgaben
    • Protokollierung der gesamten Versammlung

    Die Digitalisierung hat gerade auch Lösungen in diesem Bereich enorm gepusht. Entsprechend sind verschiedene Anbieter im Markt aktiv, die versuchen den analog geführten Prozess in die digitale Welt zu verschieben, jedoch nicht allen gelingt dies mit gleicher Einfachheit und leich breitem Lösungsansatz. Umso wichtiger ist hier die Vorselektion und Qualitätsprüfung . Die Lösung aus unserem Produktportfolio kann Aufgrund der Kompatibilität mit verschiedenen ERP-Formaten und IT-Infrastrukturen als Plug & Play verstanden werden. Durch das einmalige Setup und dem verhältnismäßig kleinen Aufwand heben sich die Effizienzvorteile noch mehr hervor. Sobald alles installiert und aufgegleist ist, können ganze Prozesse digitalisiert und umfassend behandelt werden.
    Auch hybride teil-digitalisierte Prozesse sind für die Lösung kein Problem, was im Hinblick auf die unterschiedliche Bereitschaft/IT-Kenntnisse der Versammlungsteilnehmer sehr wichtig ist. So können alle oben genannten Schwierigkeiten über ein und dieselbe Software angegangen und gelöst werden.

    Die Quintessenz ist klar, dass durch die Unterstützung der einfachen Lösung flexible STWE-Versammlungen physisch und/oder digital durchgeführt werden können und so die Effizienz bei der Durchführung wie auch in der Vor- sowie Nachbereitung erheblich gesteigert werden kann. Dadurch kann der Fokus wieder auf die Arbeitsschritte gesetzt werden, wo es Fachkompetenz und Sozialkompetenz braucht. Nebst der Digitalisierung der Bewirtschaftung sind auch noch weitere digitale Lösungen in den Fokus geraten, welche unter PropTechMarket.net ersichtlich sind.

    Mehr dazu finden Sie auf: https://proptechmarket.net/solutions

  • Angebotsmieten steigen weiter

    Angebotsmieten steigen weiter

    Die Coronavirus-Pandemie habe am Markt für Mietwohnungen kaum Spuren hinterlassen, schreibt homegate.ch in einer Mitteilung zum Jahresrückblick auf den homegate.ch-Mietindex. Er wird monatlich von dem Immobilienportal im Besitz der TX Group in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank erstellt. Für das Jahr 2020 weist der Mietindex eine Steigerung der Angebotsmieten für Wohnungen von 0,9 Prozent im Jahresvergleich aus. Damit seien die Wohnungsmieten sogar stärker gestiegen als im Vorjahr, erläutert homegate.ch.

    Den stärksten Anstieg der Mietpreise haben die Analysten im Berichtsjahr mit 2,7 Prozent in Appenzell beobachtet. Auch in den Kantonen Genf, Thurgau, Zug, Graubünden und Zürich seien die Mieten mit Werten zwischen 2,6 und 2,3 Prozent stärker als im schweizweiten Durchschnitt gestiegen, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Als Hintergrund für die Mietpreisentwicklung wird dort die steigende Nettozuwanderung genannt.

    Das in den Vorjahren herrschende Gefälle der Mietpreise zwischen städtischen und ländlichen Kantonen sei im Berichtjahr abgeschwächt worden, erläutern die Analysten in der Mitteilung weiter. Sie führen dies zum einen auf die Konzentration der Bauindustrie auf städtische Regionen zurück. Zum anderen habe das in der Pandemie geförderte Arbeiten im Homeoffice „zu Ausweicheffekten aufs Land“ geführt. Städtisches Wohnen bleibe aber trotz Pandemie weiter im Trend.

  • Coronavirus: Bundesrat legt Monitoringbericht zur Situation der Geschäftsmieten vor

    Coronavirus: Bundesrat legt Monitoringbericht zur Situation der Geschäftsmieten vor

    Der Bericht Monitoring Geschäftsmieten kommt zu folgenden Resultaten:

    • Aufgrund einer Strukturanalyse von Wüest Partner bestehen in der Schweiz rund 390 000 Geschäfts-Mietverträge mit einem Mietvolumen von schätzungsweise zwei Milliarden Franken pro Monat. Davon entfallen rund 900 Millionen Franken auf Büroflächen, 500 Millionen Franken auf Gewerbe und Industrie, 400 Millionen Franken auf Verkaufsflächen und 200 Millionen Franken auf gastgewerbliche Nutzungen. Zusätzlich zu den 390 000 Mietverhältnissen betreiben rund 60 Prozent der Unternehmen ihr Geschäft in einer eigenen Liegenschaft. Während der Zeit der maximalen Einschränkungen zwischen dem 17. März und dem 26. April 2020 waren rund 113’000 Mietverhältnisse von den Schliessungen durch den Bundesrat betroffen. Die kumulierten Mietzinse der von Schliessungen betroffenen Geschäftsliegenschaften belaufen sich auf 530 Millionen Franken pro Monat. Dies entspricht 27 Prozent des Mietvolumens.
    • Eine repräsentative Umfrage von gfs.bern kam zum Schluss, dass der Anteil der Mieterinnen und Mieter, die im Zusammenhang mit den verordneten Schliessungen Schwierigkeiten haben, ihre Miete zu bezahlen, in den Wochen des Lockdowns von 6 auf 33 Prozent gestiegen ist. Dies trifft vor allem auf die Westschweiz und auf das Tessin zu. Die Umfrage zeigte auch, dass die Mehrheit der Mietparteien (rund 60 %) entlastende Lösungen gesucht – und mehrheitlich auch gefunden haben. Einigungen kamen wesentlich häufiger zustande als Nichteinigungen; für die Mieterseite beträgt das Verhältnis von Einigungen zu Nichteinigungen 3 zu 2, für die Vermieterseite 9 zu 1. Der allergrösste Teil der Einigungen kam vor den Parlamentsentscheiden vom Juni 2020 zustande. In nahezu drei von vier Fällen handelte es sich bei den Einigungen um Mietzinsreduktionen.
    • Die Konjunkturentwicklung weist bislang auf eine rasche und kräftige wirtschaftliche Erholung hin. Die Zahl der Firmenkonkurse und die Anzahl neuer Gesuche in der Statistik der Schlichtungsbehörden liegen derzeit im üblichen Rahmen oder unter dem Vorjahresniveau.
    • Im internationalen Vergleich lässt sich feststellen, dass die meisten europäischen Staaten – ähnlich wie die Schweiz – auf Unterstützungsmassnahmen zur Sicherung der Liquidität der von Schliessungen betroffenen Betriebe setzen. Zu mietrechtlichen Eingriffen kam es eher selten, und wenn, handelte es sich um eine Verlängerung von Zahlungs- oder Kündigungsfristen. Gesetzlich verordnete Mietzinssenkungen sind in den elf betrachteten europäischen Staaten nicht festzustellen.

    Der Bundesrat kommt aufgrund dieser Resultate zum Schluss, dass es derzeit wenig Hinweise für umfassende und flächendeckende Schwierigkeiten im Bereich der Geschäftsmieten gibt. Allerdings schliesst dies nicht aus, dass in Einzelfällen unbefriedigende Konstellationen bestehen. Je nach Entwicklung der Pandemie kann sich die Situation rasch zuspitzen.

    Deshalb sieht der Bundesrat derzeit von Massnahmen (bspw.im gesetzgeberischen Bereich) ab. Er beauftragt aber das Bundesamt für Wohnungswesen BWO, die Arbeitsgruppe Geschäftsmieten weiterzuführen und mit den Kantonen allfällige Unterstützungen im Bereich Beratung und Information zu erörtern. Denn die Erfahrung hat gezeigt, dass regionale Lösungsansätze der Lage vor Ort am besten entsprechen.

  • Mieten sind im August gestiegen

    Mieten sind im August gestiegen

    Im August sind die Angebotsmieten in der Schweiz um 0,26 Prozent gestiegen. Die steigende Tendenz bestätige sich insbesondere auch in der Jahresbetrachtung mit einem Plus von 0,88 Prozent. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Mietpreisindexes von homegate.ch und Zürcher Kantonalbank (ZKB). Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise anhand der aktuellen Marktangebote.

    Auffallend sei die Mietpreisentwicklung im Kanton Thurgau, heisst es in einer Medienmitteilung des Immobilienmarktplatzes homegate.ch. Dort ist der Mietzins um 0,71 Prozent und damit um fast das Dreifache des Schweizer Durchschnitts angestiegen. Auch der Kanton Wallis zeigt mit plus 0,62 Prozent einen auffällig höheren Wert. In den Kantonen Zürich, Glarus, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden sehen sich Wohnungssuchende mit um 0,50 Prozent gestiegenen Mieten konfrontiert, in Schaffhausen sind es plus 0,49 Prozent. Hingegen verzeichnet Genf mit einem Minus von 1,48 Prozent den stärksten Rückgang. Einzig in den Kantonen Basel-Stadt und Schwyz stagniert der Mietindex.

    Die Städte Genf (-2,43 Prozent) und Lugano (-1,41 Prozent) verbuchen einen hohen Rückgang. Gestiegen sind dagegen die Angebotspreise in der Stadt Zürich (+1,31 Prozent). Nur in der Stadt Basel bleibt der Mietindex unverändert.

  • Mietpreise steigen auch in der Corona-Krise

    Mietpreise steigen auch in der Corona-Krise

    Als Folge der Corona-Pandemie war im Immobiliensektor eine Flucht aus den Städten aufs Land oder in ländliche Wohnbereiche wegen der dort vermeintlich geringeren Ansteckungsgefahr im Vergleich zu uberfüllten Städten erwartet worden. Das ist bisher nicht eingetreten. Im Gegenteil, laut der Medienmitteilung zu der von homegate.ch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erstellten Halbjahresbilanz zeigen gerade die Städte weiter eine hohe Attraktivität.

    Schweizweit sind die Angebotsmieten seit Anfang Jahr um 0,4 Prozent gestiegen. Der leichte Abwärtstrend vergangener Jahre ist damit beendet, wurde schon zur Mitte 2019 durchbrochen. Die höheren Mieten sind besonders in den Kantonen Genf mit einem Plus von 4,5 Prozent, Jura mit 1,7 und Uri mit 1,5 Prozent Plus zu verzeichnen. Dieser Trend ist auch in den meisten anderen Kantonen zu sehen, mit wenigen Ausnahmen wie in den Kantonen Obwalden und Nidwalden mit jeweils minus 0,5 Prozent, Graubünden und Basel-Land (-0,4 Prozent) und Tessin (-0,3 Prozent). Sie leiden noch unter der Schwäche der Mietentwicklung der letzten Jahre. In vielen ländlichen Kantonen und Gemeinden werden Leerstände verzeichnet.

    Die Halbjahresbilanz verweist auf die robuste Mietpreisentwicklung in den Städten Genf (+3,8 Prozent) und Zürich (+1,4 Prozent). Das widerspricht den Erwartungen hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise. Allerdings, darauf verweist der Bericht, könnte sich die Mietsituation aus einem anderen, doch durch Corona bedingten, Grund ändern. Der Zuzug aus dem Ausland dürfte nachlassen und das kann bei Leerständen insbesondere vieler gerade wegen des bisher hohen Zuzugs in Angriff genommener Mietwohnungsprojekte zu einem Abwärtsdruck auf die Mietpreise führen.

  • «Wir halten nichts von einer politischen Lösung»

    «Wir halten nichts von einer politischen Lösung»

    Wie hat sich der Immobilienmarkt seit Beginn der Coronakrise verändert?
    Marcel Hug: In der Bewirtschaftung hat die Arbeit massiv zugenommen. In der Vermarktung sehen wir das Gegenteil: Dieser Bereich ist praktisch zum Erliegen gekommen.

    Welche Bereiche des Immobilienmarkts sind besonders betroffen?
    Vor allem auch die Bewirtschaftung – gerade zum Zügeltermin per Ende März fuhr das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) einen Schlingerkurs. Wir vom SVIT mussten relativ kurzfristig eine Kampagne bewerkstelligen, um zu überzeugen, dass man auch unter Coronabedingungen zügeln kann. Eines unserer grossen Mitglieder, die Livit, hatte Ende März über 1000 Wohnungswechsel. Nur zwei Umzüge konnten nicht stattfinden. Hier wurde seitens Mieterverbände aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Auf die nächsten Zügeltermine hin wird sich diese Thematik sicher normalisieren. Aktuell stehen die Diskussionen rund um die Mietzinsreduktion bei den Geschäftsmieten im Vordergrund. Hier sehen wir eine der grössten Herausforderungen.

    Was sind aktuell die grössten Probleme der SVIT-Mitglieder?
    Unsere Mitglieder sind hauptsächlich Bewirtschaftungsunternehmen. Bei der Diskussion um mögliche Mietzinsreduktionen sind sie in der Rolle des Vermittlers zwischen Eigentümern und Geschäftsmietern. Aus diesem Grund haben wir auf unserer Webseite entsprechende Hilfsmittel bereitgestellt. Mitglieder können beispielsweise nachschauen, welche Geschäftsmieter überhaupt betroffen sind, wie man bei den Verhandlungen am besten vorgehen soll usw. Auch bei Stockwerkeigentum- Verwaltungen herrscht zurzeit grosse Unsicherheit: Wann können/dürfen Eigentümerversammlungen wieder stattfinden? Auch bei Mietern sehen sich unsere Mitglieder mit sehr vielen Fragen konfrontiert. Darunter zum Beispiel, ob die Benutzung der Gemeinschaftswaschmaschine in Coronazeiten sicher ist. Wir haben eine lange Liste von FAQs auf unserer Homepage aufgeschaltet. In solchen Zeiten ist das Bedürfnis nach Sicherheit und Antworten auf die drängenden Fragen enorm hoch.

    Wie lautet Ihre konkrete Empfehlung bei der Diskussion um Mietzinsreduktionen bei den Geschäftsmieten?
    Wir plädieren dafür, der Verhandlungslösung zuerst wirklich eine Chance zu geben. Der Bundesrat hat diese Lösung empfohlen – doch bevor sie überhaupt umgesetzt werden kann, wird diese bereits als untauglich kritisiert. Niemand kann aktuell statistische Zahlen präsentieren. Nach unserem Kenntnisstand laufen die Verhandlungen.

    «Es könnte zu Gerichtsfällen kommen»

    Hätten Sie sich eine klare Regelung seitens des Bundes gewünscht?
    Wir halten aktuell nichts von einer politischen Lösung via Notrecht, das ja immer einen Eingriff in das bestehende Privatrecht darstellt. Wir stehen allerdings den kantonalen Lösungen offen gegenüber. Die gängigste geht in der Tendenz zur Drittel-Lösung: 1/3 der Miete übernimmt der Mieter, 1/3 der Vermieter und 1/3 der Staat. Wenn die Verhandlungslösungen auf Bundesebene tatsächlich scheitern sollten, könnte man immer noch auf eine solche Lösung zurückgreifen. Auch die im Raum stehende 70:30-Lösung (70 Prozent Erlasse der Miete) lehnen wir ab. Vordergründig einfache Regelungen sind aus unserer Sicht schlicht nicht möglich. Es stellen sich bei jeder politischen Lösung sofort zahlreiche Detailfragen: Was macht man mit gestaffelten oder indexierten Mieten, was mit den Parkplätzen, was mit einem Fitnesscenter, das im hinteren Bereich noch Büros hat, wie behandelt man ein Restaurant, welches zusätzlich ein Take-Away anbietet? So einfach, wie sich gewisse Politiker die Lösung vorstellen, ist diese am Ende eben auch nicht.

    Was für eine kantonale Lösung würden Sie sich denn wünschen?
    Alle kantonalen Lösungen, welche auf Verhandlungen basieren, finden wir grundsätzlich positiv. Solange nicht beide Parteien (Mieter/Vermieter) zu einer Einigung kommen, springt auch der Staat nicht ein. Wir plädieren für die Verhandlungslösung und erhalten von verschiedenen Seiten Signale, dass man damit erfolgreich ist. Genaue Zahlen gibt es noch nicht. Und bis wir sie haben, halten wir andere Lösungen als die der Verhandlungen für falsch.

    Was, wenn trotz allem keine Einigung gefunden werden kann?
    Dann wird es Gerichtsfälle geben. Die Frage lautet in diesem Fall: Handelt es sich um einen Mangel an der Mietsache oder nicht. Hier scheiden sich die Geister, Juristen sind sich uneinig. Entscheide vor Gericht wären zwar unschön, aber am Ende wohl die Konsequenz daraus. Auch die Lösung der Schiedsgerichte halte ich nicht für die Richtige. Die Rechtslage ist in diesem Fall so unklar, dass sich auch diese Juristen nicht auf Präzedenzfälle staatlicher Gerichte beziehen können. Im Gegensatz zu den Schiedsgerichten haben Gerichte eine staatliche Legitimation mit demokratisch legitimierten, neutralen Richtern und so per Se eine erhöhte Glaubwürdigkeit. Es ist ihre Aufgabe das Recht auszulegen.

    «Wir waren selber erstaunt, um wie viel Geld es geht.»

    Wie ist das Feedback Ihrer Mitglieder bei den Verhandlungslösungen – sind sie erfolgreich?
    Es lässt sich noch keine klare Tendenz erkennen. Ich habe mit grossen Unternehmen wie Livit, Privera, Wincasa usw und mit unseren KMU Kontakt. Die institutionellen Eigentümer brauchen aufgrund der grossen Menge an Mietverträgen eine klare Linie. Die Credit Suisse beispielsweise hat Mietzinse erlassen. Die Swiss Life prüft jeden Einzelfall und hilft vor allem den kleineren Gewerbebetrieben mit einer Mietzinsreduktion. Die Raiffeisen-Gruppe wiederum hat allen betroffenen Geschäftsmietern für drei Monate die Miete erlassen. Generell ist aber keine Einheitlichkeit zu erkennen. Ich höre, dass auch bei den KMUs ein Entgegenkommen stattfindet. Dort kennen sich Mieter und Vermieter in der Regel persönlich und die Verhandlungen finden statt. Die Solidarität ist in der KMU-Welt gross. Dementsprechend höre ich aus diesem Bereich viel Positives.

    Wo liegt das Problem der Vermieter, die solchen Forderungen nicht nachkommen wollen oder können?
    Wir haben auf der Vermieterseite unterschiedliche Situationen. Es gibt Vermieter, die auf den Mieterlös existentiell angewiesen sind. Wenn jemand beispielsweise ein Mehrfamilienhaus als Altersvorsorge hat und dort ein Coiffeursalon eingemietet ist, wird er nicht so einfach auf die Miete verzichten können. Hingegen gibt es private Eigentümer, die sich einen solchen Mietzinserlass leisten können und dementsprechend nicht in eine Notsituation geraten. Auch hier zeigt es sich, dass pauschale Lösungen zu unerwünschten Resultaten führen würden.

    Eine Studie im Auftrag des SVIT zeigt: Mit jedem Tag Stillstand stehen betroffene Gewerbe- und Verkaufsbetriebe fälligen Mietzinsen von 15 Mio. Franken gegenüber. Eine enorm hohe Zahl.
    Mit dieser Studie wollten wir zu Versachlichung der Thematik beitragen. Wir waren selber erstaunt, um wie viel Geld es tatsächlich geht. Unsere Mitglieder sind froh über die Studie. Damit kann gezeigt werden, dass dieses Thema angegangen werden muss und eine volkswirtschaftliche Relevanz hat. Viele unserer Mitglieder stehen zwischen den Ansprüchen des Eigentümers und des Mieters. Diese Situation bringt es mit sich, dass ein grosser Druck auch auf unseren Bewirtschaftern lastet. Auch wenn der Lockdown vorbei ist, wird dieses Thema uns wohl noch länger begleiten. Unsere Mitglieder wünschen sich zufriedenstellende Lösungen für beide Parteien.

    Soll man jetzt sein Eigenheim oder seine Gewerbeliegenschaft verkaufen beziehungsweise kaufen?
    Ich glaube, dass die Coronakrise ein kurzfristiges Ereignis ist. Eine Investition ins Eigenheim oder in eine Gewerbeliegenschaft ist hingegen etwas Langfristiges. Ich halte einen Kauf/Verkauf zu diesem Zeitpunkt für genauso gut oder schlecht wie vor zwei oder drei Monaten. Grundsätzlich sind Immobilien immer eine gute und relativ risikoarme Möglichkeit, um zu investieren – das sieht man, wenn man einen Blick auf die Börse wirft. Natürlich muss man bei einer Gewerbeliegenschaft jeweils prüfen, ob sie marktgängig ist. Derzeit sehen wir aber situationshalber sehr wenige Transaktionen. Wobei ich nicht glaube, dass die Coronakrise einen relevanten Einfluss auf aktuelle Verkaufspreise hat.

    «Den politischen Druck spüren wir auch im bürgerlichen Lager»

    Wird die Coronakrise den Immobilienmarkt langfristig verändern?
    Der Onlinehandel hat mit der Coronakrise nochmals einen Boom erlebt. Die Retailflächen dürften in Zukunft noch mehr unter Druck kommen. Das Thema Homeoffice wird zudem einen Einfluss auf die Büroflächen haben. Jetzt erleben viele Unternehmen, wie gut die Arbeit im Homeoffice funktioniert. Müssen die Mitarbeitende später nur noch ein- oder zweimal wöchentlich im Büro erscheinen, sind Unternehmer nicht mehr auf einen zentralen Standort wie etwa die Innenstadt angewiesen. Die zentralen Büroflächen werden meines Erachtens unter Druck geraten.

    Wie gross wird Ihres Erachtens der Schaden für die Immobilienbranche sein?
    Der Schaden wird vorübergehend sein. Bei den Bewirtschaftern besteht dieser vor allem in mehr Arbeit zum selben Honorar. Es gibt aber auch die Verbindung Bewirtschaftungsvertrag und Mietzinsen. In der Regel erhalten die Bewirtschafter einen bestimmten Prozentsatz der Mietzinsen als Honorar. Nehmen die Leerstände oder Mieterlasse zu, entfallen dem Bewirtschafter einen Teil der Honorare. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass unsere Branche gestärkt aus der Krise hervorgehen wird.

    Man liest oft, dass die Immobilienbranche verhältnismässig gut wegkommen dürfte. Teilen Sie diese Einschätzung?
    Das kommt immer darauf an, mit wem Sie es vergleichen. Die Branche ist
    sicher kein Profiteur, aber auch nicht so stark wie beispielsweise der Tourismus oder die Gastronomie betroffen. Wir stellen fest, dass das in gewissen Medien dargestellte Bild der reichen Immobilieneigentümer, welche als Einzige ungeschoren aus der Krise kommen wollen, uns in der politischen Arbeit nicht hilft. Wir spüren, dass der politische Druck auch im bürgerlichen Lager erheblich ist, da das betroffene Gewerbe stark unter den coronabedingten Folgen leidet. Grundsätzlich ist aber die Investition in Immobilien meines Erachtens ein langfristig sinnvolles Engagement. Das sieht man auch, wenn man sich die letzten 30 Jahre anschaut. Das vielbesagte Platzen der Immobilienblase sehe ich nicht auf uns zukommen. Genauso wenig wie die seit Jahren angekündigte Zinswende. Genau solange die Immobilienpreise steigen, wird das Platzen der Blase prophezeit. Ich halte mich da lieber an Fakten als an Prognosen.

    Wo sehen Sie die Chancen nach Corona?
    Ganz klar in der Digitalisierung, beschleunigt durch die aktuelle Lage. Hier wird es nochmals einen Schub geben. Ich sehe hier grosse Chancen für eine Effizienzsteigerung in der Branche.