Schlagwort: Mieter

  • Eine Erfolgsgeschichte der Balkonkraftwerke in Deutschland

    Eine Erfolgsgeschichte der Balkonkraftwerke in Deutschland

    Im Jahr 2024 erlebte Deutschland eine beeindruckende Verdopplung der Balkonkraftwerke. Laut Bundesnetzagentur sind mittlerweile über 780’000 Anlagen registriert, mit einer kombinierten Leistung von fast 0,7 Gigawatt. Die Rekordzahlen aus dem Vorjahr von über 430’000 neue Geräte, könnten durch Nachmeldungen noch steigen. Prognosen zufolge könnte das millionste Balkonkraftwerk bereits im ersten Halbjahr 2025 installiert werden.

    Gesetzgebung und Technik fördern die Entwicklung
    Der Boom wird massgeblich durch eine verbesserte Gesetzgebung unterstützt. Seit Herbst 2023 sind Vermieter und Wohnungseigentümer verpflichtet, die Installation von Balkonkraftwerken grundsätzlich zu genehmigen. Gleichzeitig haben sinkende Preise und eine grössere Auswahl an leistungsstarken Modellen den Zugang zur eigenen Solarenergie erheblich erleichtert. Dadurch wird es für immer mehr Menschen attraktiv, ihren eigenen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

    Stabilität trotz politischer Unsicherheiten
    Selbst ein möglicher Regierungswechsel nach der Bundestagswahl dürfte den Trend nicht stoppen. Laut Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft, besteht parteiübergreifender Konsens, die Rahmenbedingungen für Balkonkraftwerke weiter zu verbessern. Entbürokratisierung und Kostensenkungen bleiben zentrale Ziele, um Mietern und Wohnungseigentümern eine aktive Rolle in der Energiewende zu ermöglichen.

    Deutschland als internationales Vorbild
    Mit über 780’000 Anlagen ist Deutschland Leitmarkt für Balkonkraftwerke. Das deutsche Modell zieht internationale Aufmerksamkeit auf sich, da regulatorische und technische Standards hier die sichere Nutzung fördern. Diese Erfolgsgeschichte könnte anderen Ländern als Inspiration dienen, ihre eigenen Rahmenbedingungen für die Energiewende zu schaffen.

    Regionale Unterschiede im Ausbau
    Ein Blick auf die Bundesländer zeigt grosse Unterschiede in der Verteilung. Nordrhein-Westfalen führt mit 157’000 Anlagen, gefolgt von Bayern mit 119’000. Niedersachsen und Baden-Württemberg verzeichnen jeweils rund 103’000 Balkonkraftwerke. Am unteren Ende der Skala stehen die Stadtstaaten Bremen und Hamburg sowie das Saarland mit jeweils weniger als 10’000 Anlagen.

  • Neues Zuhause für Senioren Greencity 2026

    Neues Zuhause für Senioren Greencity 2026

    Im Süden Zürichs entsteht ein visionäres Wohnprojekt, das älteren Menschen ein lebendiges und sicheres Umfeld bietet. Die Überbauung auf dem Baufeld B6 in Greencity kombiniert privates und städtisches Engagement. Losinger Marazzi AG entwickelt das Projekt für die Anlagestiftungen der Pensimo Management AG, die insgesamt 179 Wohnungen für ältere Menschen bereitstellen. Davon übernimmt die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) 60 Wohnungen, während die restlichen 119 Wohnungen von Pensimo an Mieter*innen ab 55 Jahren vermietet werden. Diese Zusammenarbeit stellt eine neue Partnerschaft dar und ermöglicht allen Mietenden den Zugang zu den Dienstleistungen der SAW.

    Ein grünes Herzstück für Greencity
    Das Baufeld B6 ist das letzte Kapitel der nachhaltigen Entwicklung des Quartiers Greencity. Seit 2014 verwandelt Losinger Marazzi das Areal der ehemaligen Sihlpapier-Fabrik in das erste 2000-Watt-Areal der Schweiz. Der Innenhof des neuen Gebäudes wird mit begrünten Flächen, Bäumen und Sitzgelegenheiten ausgestattet und lädt zum Verweilen ein. Arkadengänge im Erdgeschoss schaffen geschützte Zugangsbereiche zu Gewerbeflächen, die auf 3500 Quadratmetern Einrichtungen wie ein Ärztezentrum, ein Fitnessstudio, eine Bäckerei oder ein Café bieten könnten, so René Büchi, verantwortlicher Portfoliomanager bei Pensimo.

    Umfassende Dienstleistungen der SAW
    Die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich stellt allen Mietenden ein umfassendes Dienstleistungspaket zur Verfügung. Dieses umfasst einen 24-Stunden-Notruf, erweiterte Hauswartung, Wäscheservice, Sozialdienst und verschiedene Veranstaltungen in der Siedlung. Bei Bedarf können die Mietenden auch Haushaltshilfe und ambulante Pflegeleistungen in Anspruch nehmen. Andrea Martin-Fischer, Direktorin der SAW, betont: «Unser Ziel ist es, den Mietenden bis ins hohe Alter ein selbstbestimmtes und sicheres Wohnen zu ermöglichen.»

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Die Nachhaltigkeitsziele von Greencity werden konsequent auf das neue Alterswohnungsprojekt übertragen. Herbert Heinen, Projektmanager bei Losinger Marazzi, erläutert: «Eine optimierte Tragstruktur, Leichtbauwände, eine Holzfassade und ein Energiekonzept mit 100 Prozent erneuerbaren Energien reduzieren die CO2-Emissionen erheblich und bringen das Gebäude dem Netto-Null-Ziel im Betrieb nahe.» Zudem streben Pensimo und Losinger Marazzi die Zertifizierung mit dem SNBS-Gold-Label an. Der Baustart wurde im März 2024 vorbereitet und das von JSWD Architekten aus Köln entworfene Gebäude soll Ende 2026 fertiggestellt werden.

    Mit diesem Pionierprojekt setzt Greencity neue Massstäbe für nachhaltiges, altersgerechtes Wohnen und zeigt, wie private und öffentliche Partnerschaften zukunftsweisende Lösungen schaffen können.

  • Hypothekarischer Referenzzinssatz bei 1,75 Prozent stabil

    Hypothekarischer Referenzzinssatz bei 1,75 Prozent stabil

    Der hypothekarische Referenzzinssatz, massgeblich für die Mietzinsgestaltung in der gesamten Schweiz, verbleibt bei 1,75 Prozent. Dies wurde am 3. Juni 2024 bekannt gegeben und beruht auf dem volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen, der am 31. März 2024 bei 1,72 Prozent lag. Dieser Durchschnittszinssatz hat sich seit dem letzten Quartal nicht verändert, wodurch der mietrechtlich relevante Referenzzinssatz weiterhin kaufmännisch gerundet bei 1,75 Prozent bleibt. Diese Stabilität wird bis zu einer signifikanten Veränderung des Durchschnittszinssatzes von unter 1,63 Prozent oder über 1,87 Prozent beibehalten.

    Bedeutung für Mietzinsansprüche
    Der Referenzzinssatz von 1,75 Prozent ist seit dem 2. Dezember 2023 unverändert. Bei Mietverträgen, die auf einem höheren Referenzzinssatz von 2,00 Prozent oder mehr basieren, besteht weiterhin ein Anspruch auf Mietzinssenkung. Umgekehrt ergibt sich für Vermietende ein Anspruch auf Mietzinserhöhung, wenn der zugrunde liegende Referenzzinssatz bei 1,50 Prozent oder darunter liegt, gemäss den mietrechtlichen Bestimmungen, die eine Erhöhung um 3 Prozent pro Viertelprozentpunkt vorsehen.

    Ausnahmen und zusätzliche Einflussfaktoren
    Es gibt Ausnahmen für bestimmte Mietverträge wie indexierte oder gestaffelte Mietzinsen und Umsatzmieten bei Geschäftsräumen. Auch geförderte Wohnungen unterliegen häufig speziellen Regelungen. Darüber hinaus können andere Kostenfaktoren wie die Veränderung des Landesindexes der Konsumentenpreise und die Unterhalts- und Betriebskosten die Mietzinsgestaltung beeinflussen. Die Teuerung kann zu 40 Prozent in die Mietzinsberechnung einfliessen, was zu Anpassungen führen kann.

    Regelmässige Bekanntgabe und rechtliche Grundlage
    Der hypothekarische Referenzzinssatz und der zugrunde liegende Durchschnittszinssatz werden vierteljährlich vom Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) veröffentlicht, mit der nächsten Bekanntgabe am 2. September 2024. Seit dem 10. September 2008 dient der einheitliche Referenzzinssatz als Grundlage für die Mietzinsgestaltung in der Schweiz, gemäss Artikel 12a der Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen (VMWG). Diese Regelung ersetzte die früher in den einzelnen Kantonen gültigen Zinssätze für variable Hypotheken und sorgt für eine einheitliche und transparente Mietzinsberechnung im ganzen Land.

  • Crowdlending für mehr Wohnraum in Zürich

    Crowdlending für mehr Wohnraum in Zürich

    Mit dem Ziel, die Wohnungsknappheit in Zürich zu bekämpfen, hat Foxstone kürzlich ein neues Crowdlending-Angebot vorgestellt. Das Projekt, mit einer Laufzeit von 24 Monaten, wird die Entwicklung von über 90 neuen Studios im Zentrum von Zürich unterstützen. Diese Initiative soll bis zu hundert Mietern hochwertigen Wohnraum bieten und stellt eine direkte Reaktion auf die niedrige Leerstandsquote in der Region dar.

    Das Unternehmen, das bereits eine Community von über 21.000 Mitgliedern versammelt, bietet Investitionsmöglichkeiten ab CHF 10.000 an. Die Plattform, ursprünglich in der Westschweiz etabliert, hat ihre Aktivitäten in der Deutschschweiz ausgebaut und im Jahr 2023 60% ihrer Crowdlending-Projekte in diesem Teil des Landes abgeschlossen.

    Das aktuelle Crowdlending-Angebot umfasst ein Gesamtvolumen von CHF 7,9 Millionen und verspricht eine jährliche Rendite von 6%. Die Mittel aus diesem Angebot werden für den Umbau eines Bürogebäudes in Seefeld in 29 Studios und den Neubau eines Gebäudes mit 62 Studios in Oerlikon verwendet. Beide Projekte, für die Baugenehmigungen vorliegen, sollen Anfang 2024 starten.

    Die Projekte, geführt von einem erfahrenen Immobilienentwickler mit über 30 Jahren Erfahrung, werden nicht nur dringend benötigten Wohnraum schaffen, sondern auch attraktive Mietobjekte an erstklassigen Standorten bieten.

    Dan Amar, CEO, hebt die Doppelrolle des Projekts hervor, indem es sowohl wertvollen Wohnraum schafft als auch stabile, attraktive Renditen für die Investorengemeinschaft generiert. Der Beginn der Bauarbeiten markiert einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Wohnsituation in einer der am stärksten von Wohnungsmangel betroffenen Regionen der Schweiz.

  • Innovation Park Innovaare ist bezugsbereit

    Innovation Park Innovaare ist bezugsbereit

    Die Gesamtleisterin ERNE AG hat am 20. Dezember die Gebäude des Switzerland Innovation Parks Innovaare an die Investorin CPV/CAP Pensionskasse Coop und die Betreibergesellschaft innovAARE AG übergeben. Die Fertigstellung des Innovationsparks ist damit unter Einhaltung von Budget und Zeitplan erfolgt, informiert die innovAARE AG in einer Mitteilung. „Das Leuchtturmprojekt Park Innovaare ist ein Gemeinschaftsprojekt und bestätigt das Engagement aller beteiligten Partner im Kanton Aargau, in die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Firmen zu investieren“, wird Christian Brönnimann, Verwaltungsratspräsident der innovAARE AG, dort aus seiner Ansprache zur Eröffnung zitiert.

    Die Umsetzung von Reinräumen und Laboren hätte praktisch alle vorstellbaren Herausforderungen mit sich gebracht, erläuterte Daniel Erne, Präsident des Verwaltungsrats der ERNE AG, in seinem Redebeitrag. Danilo Zampieri von der CPV/CAP Pensionskasse Coop wies auf die aus Holz und Solarpanelen bestehende Fassade der Gebäude hin.

    Bereits im Januar 2024 sollen die vorübergehend beim benachbarten Paul Scherrer Institut (PSI) untergebrachten ersten Mieter sowie weitere Firmen in die Gebäude des Innovationsparks einziehen. Das PSI belegt rund zwei Drittel der Flächen. Die übrigen Flächen werden an Ansiedlungen aus den technischen Schwerpunktbereichen Photonics und Quantentechnologie, Life-Science, Advanced Manufacturing und Halbleitertechnologie sowie Energie und Umwelt vergeben. Mit einer bereits erreichten Auslastung von 85 Prozent sei der Innovationspark „auf sehr gutem Weg“, erklärt Brönnimann.

  • Hypothekarischer Referenzzinssatz für Mietpreisgestaltung bleibt stabil bei 1,5 Prozent

    Hypothekarischer Referenzzinssatz für Mietpreisgestaltung bleibt stabil bei 1,5 Prozent

    Berechnung und Hintergrund
    Der Referenzzinssatz basiert auf dem volumengewichteten Durchschnitt der inländischen Hypothekarzinsen. Mit Stichtag 30. Juni 2023 ist dieser Durchschnittszinssatz im Vergleich zum Vorquartal von 1,44 auf 1,59 Prozent angestiegen. Der Referenzzinssatz wird in Viertelprozenten gerundet und veröffentlicht.

    Rechtliche Auswirkungen für Mieter und Vermieter
    Ein Senkungsanspruch für Mieter besteht weiterhin, wenn der Mietzins auf einem Referenzzinssatz von 1,75 Prozent oder höher basiert. Bei einem Mietzins, der auf einem Referenzzinssatz von 1,25 Prozent basiert, können Vermieter den Mietzins im Rahmen des Mietrechts um bis zu 3 Prozent erhöhen.

    Zusätzliche Faktoren für Mietzinsanpassungen
    Neben dem Referenzzinssatz können auch der Landesindex der Konsumentenpreise und Veränderungen in den Unterhalts- und Betriebskosten zu einer Anpassung des Mietzinses führen. Die Teuerung kann bis zu 40 Prozent des Mietzinses ausmachen.

    Öffentliche Bekanntgabe
    Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) gibt den Referenzzinssatz sowie den zugrunde liegenden Durchschnittszinssatz vierteljährlich bekannt. Die nächste Mitteilung ist für den 1. Dezember 2023 geplant.

    Historischer Kontext
    Seit dem 10. September 2008 wird der einheitliche hypothekarische Referenzzinssatz für die Mietzinsgestaltung in der ganzen Schweiz verwendet, ersetzt damit die vorher in den einzelnen Kantonen geltenden variablen Hypothekarzinsen.

  • Kapitalaufnahme der Anlagegruppe «Vertina Wohnen»

    Kapitalaufnahme der Anlagegruppe «Vertina Wohnen»

    Die im März 2022 gegründete Stiftung konnte innert Jahresfrist 6 Liegenschaften beurkunden. Das Portfolio, welches sich primär auf Neubauten konzentriert, weist per 31.12.2023 einen Marktwert von rund CHF 60 Mio. auf. Nach Fertigstellung der Projekte wird der Marktwert bei rund CHF 117 Mio. liegen. Das neue Kapital wird für den fokussierten Ausbau des Portfolios eingesetzt. Dazu wurden zwei Immobilienprojekte mit einem Anlagevolumen von CHF 70 Mio. gesichert.

    Die Vertina Anlagestiftung bringt mit ihrer Strategie die Anforderungen von Investoren und die Bedürfnisse von Mietern in Einklang. Sie hat das Wissen und die Erfahrung, um renditestarke Immobilien und Verantwortung für die Umwelt zu verbinden. Mit dem Schwerpunkt auf zukunftsgerechte Wohnbauten an gut erschlossenen Lagen, setzt die Stiftung auf höchste Nachhaltigkeit.

    Angaben zur Kapitalaufnahme

    ZielvolumenCHF 50 Mio.
    ZeichnungsvolumenMind. CHF 0.5 Mio.
    Ausgabeaufschlag1.0% (zugunsten Vermögen) Massgebender NAV per Liberierungsdatum
    Valorennummer / ISIN116 503 599 / CHE116 503 599 4
    ZuteilungsprozessZeichnungen bis CHF 20 Mio. erhalten eine Vollzuteilung. Die übrigen Zeich-nungen können im Falle einer Überzeichnung proportional gekürzt werden.
    ZeichnungsfristStart: 20. März 2023, Ende: 26. Mai 2023


    Bestehende und neue Investoren, die gemäss Schweizer Gesetzgebung sowie den Statuten der Vertina Anlagestiftung in steuerbefreite Stiftungen investieren dürfen, können an der Kapitalaufnahme teilnehmen.

    Detaillierte Informationen zur Anlagestiftung und zur Anlagegruppe «Vertina Wohnen» finden Sie unter: www.vertina.ch

  • 5. Global Real Estate Run- lokal handeln, global wirken

    5. Global Real Estate Run- lokal handeln, global wirken

    Am 30. und 31. März 2023 findet der 5. Global Real Estate Run statt, ein Event, der sich der Förderung von Innovation, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz in der Immobilien- und Bauwirtschaft verschrieben hat. Teilnehmende können innerhalb eines 48h Zeitfenster eine frei wählbare Strecke von 6 km joggen oder spazieren. Pro absolviertem Kilometer wird vom Veranstalter ein Baum gepflanzt.

    Das Eventformat eignet sich hervorragend als unterhaltsamer Team-Event und richtet sich an Mieter, Eigentümer und Immobilienprofis, die sich für eine generationenfreundlichere Immobilien- und Bauwirtschaft in Bewegung setzen möchten.

    „Wir glauben, dass jeder Einzelne einen Beitrag zu einer generationenfreundlicheren Zukunft leisten muss. Der Global Real Estate Run ist eine Gelegenheit für die Immobilien- und Bauwirtschaft, zusammenzukommen und gemeinsam ein Zeichen zu setzen“, sagt Mario Facchinetti, Initiator der Veranstaltung.

    Die Teilnahmegebühr für Privatpersonen ist kostenlos, für Teams beträgt Sie CHF 37.- pro Person. Dafür erhält das Team ein Baumpflanz-Zertifikat für jeden Baum, der im Team erlaufen wird. Die Veranstaltung verzeichnet mittlerweile über 4000 Teilnehmende aus rund 57 Ländern und wird von verschiedenen Unternehmen unterstützt, die sich für eine nachhaltigere Immobilien- und Bauwirtschaft engagieren.

    Die Veranstaltung ist ein Beispiel dafür, wie Mieter, Eigentümer und Immobilienprofis einen Teil dazu beitragen können, die Umweltauswirkungen zu reduzieren und eine generationenfreundlichere Zukunft zu schaffen.

    Interessierte können sich ab sofort unter www.globalrealestaterun.com anmelden und sich auf eine sportliche und unterhaltsame Aktivität freuen.

  • Swiss Prime Site legt Grundstein auf JED-Areal

    Swiss Prime Site legt Grundstein auf JED-Areal

    Das JED (Join.Explore.Dare) in Schlieren erhält einen „nachhaltigen Schlussstein“, wie es in einer Medienmitteilung von Swiss Prime Site heisst. Das Immobilienunternehmen aus Zug hat am 22. September den Grundstein für einen Neubau mit Büro- und Laborflächen gelegt, der ab Mitte 2024 für die ersten Mieter bezugsfertig sein soll. An der Zeremonie hat neben Vertretern von Swiss Prime Site und weiteren Projektbeteiligten auch Stefano Kunz teilgenommen, Ressortvorsteher Bau und Planung der Stadt Schlieren.

    Bei JED handelt es sich um das Areal der ehemaligen NZZ-Druckerei. Swiss Prime Site hat dort bereits Bestandsbauten umgenutzt und das Areal somit „zu einem Think- und Work-Tank für Business, Industrie und Gewerbe gemacht“, wie es von CIO Urs Baumann anlässlich der nun erfolgten Grundsteinlegung hiess. Die Bestandsbauten werden von den Ankermietern Halter und Zühlke genutzt. Der Neubau wird das Areal nun auf fünf Stockwerken mit einer vermietbaren Fläche von 14’000 Quadratmetern um Büro- und Laborflächen ergänzen. Dafür konnten mit Superlab Suisse und FlexOffice ebenfalls Ankermieter gewonnen werden.

    Der Neubau wird nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft errichtet, eine Zertifizierung nach SNBS Gold (Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz) wird angestrebt. „Swiss Prime Site hat es erfolgreich geschafft, dem ehemaligen in sich geschlossenen NZZ-Areal, durch neue Wege sowie die offene und grosszügige Architektur neues Leben und Flair zu verleihen“, wird Stadtrat Stefano Kunz zitiert.

  • Ein Jahr zum Vergessen? Nicht für Wohneigentümer:innen und Mieter:innen!

    Ein Jahr zum Vergessen? Nicht für Wohneigentümer:innen und Mieter:innen!

    2021 dürfte den wenigsten als strahlendes Jahr in Erinnerung bleiben – die nicht enden wollende Pandemie lässt grüssen. Ein zuverlässiger Lieferant positiver Nachrichten war jedoch der Immobilienmarkt. Besitzer:innen von Eigentumswohnungen konnten im Jahresverlauf einen Wertanstieg von 7,3 Prozent verbuchen, bei den Einfamilienhäusern lag der Zuwachs mit 6,9 Prozent fast ebenso hoch. Dies zeigt die Auswertung von Verkaufsinseraten im Rahmen des Swiss Real Estate Offer Index, der von der Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben wird.

    Der Grund für die bedeutenden Wertsteigerungen dürfte nicht allein in den pandemiebedingt veränderten Wohnbedürfnissen liegen. Auch die Wirtschaft entwickelt sich solide, die Zuwanderung hält an und das Angebot an Grund und Boden wird immer knapper. Gleichzeitig sind die Konsumentenpreise stark gestiegen, was die Attraktivität von Sachwerten wie Wohneigentum als Inflationsschutz zusätzlich steigert.

    Auch für Mieter:innen keine Hiobsbotschaften
    2021 meinte es auch mit Mieter:innen nicht schlecht. Wer auf der Suche nach einer neuen Wohnung war, konnte über das Jahr im Landesmittel von einem minimalen Rückgang der Angebotsmieten von 0,3 Prozent profitieren. Dass die Mietentwicklung insgesamt ins Minus kippte, ist einem veritablen Jahresendspurt zu verdanken: Im Dezember wurde landesweit ein Nachlass von 0,9 Prozent registriert. 

    Was bringt 2022 für den Schweizer Immobilienmarkt? «Unter den aktuellen Bedingungen dürfte auch das neue Jahr mit steigenden Liegenschaftspreisen aufwarten. Ob es vielleicht doch zur Trendwende kommt, liegt wesentlich in der Hand der Währungshüter: Die amerikanische Zentralbank (Fed) hat angekündigt, den Leitzins schneller anzuziehen als geplant. Ziehen die europäischen (EZB) und Schweizer Währungshüter:innen (SNB) mit, wäre auch hierzulande mit Preisrückgängen zu rechnen», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, Swiss Marketplace Group.

  • Mieterplattform zeigt Daten zum Stromverbrauch

    Mieterplattform zeigt Daten zum Stromverbrauch

    Das Basler Unternehmen Allthings bietet eine digitale Plattform für Mieter an, über welche sie beispielsweise mit der Liegenschaftsverwaltung und Mitbewohnern kommunizieren können. Nun spannt Allthings mit dem Berner Unternehmen Blockstrom zusammen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dabei wird eine Lösung von Blockstrom zur Messung des Energieverbrauchs in Echtzeit in die Plattform von Allthings integriert. Somit können Mieter über die Plattform auch ihren Stromverbrauch verfolgen.

    „Die Schnittstelle zwischen den zwei Systemen ermöglicht eine Übersicht der Verbrauchsdaten in Echtzeit“, erklärt David Gundlach, Produktleiter bei Allthings. „Die Zusammenarbeit mit Blockstrom schafft somit nicht nur einen Mehrwert für die Mieter, sondern erlaubt uns auch einen Beitrag zum sehr relevanten Thema Nachhaltigkeit zu leisten“, fügt er hinzu.

    Die gemeinsame Lösung der beiden Unternehmen wird zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts auf dem Wohnareal Schöngrün im Kanton Solothurn getestet. Dort hat die AXA eine ehemalige Strafanstalt in eine Wohnsiedlung umgewandelt. Der Neubau mit 160 Wohnungen setzt einen hohen Wert auf Nachhaltigkeit. Geheizt wird etwa mit Fernwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage. Eine Solaranlage auf dem Dach liefert zudem 200’000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Mit Solarstrom werden im Rahmen eines Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) die Wohnungen und die Geschäfte auf dem Areal versorgt.

  • Real Estate Brains: Der stationäre Einzelhandel ist angezählt

    Real Estate Brains: Der stationäre Einzelhandel ist angezählt

    Am Dienstagmorgen gab es per Internet zum zweiten Mal das neu geschaffene Format «Real Estate Brains». Das Thema lautete «Ist der Handel tot – es lebe der Handel!». Im Detail: Wie gross ist aktuell das Problem für die Vermieter? Wer profitiert vom sich wandelnden Handel? Wie sieht der Einzelhandel nach der Corona-Krise aus? Die Branchenprofis Susanne Eickermann-Riepe, Partner & German Real Estate Leader bei PwC (Pricewaterhouse Coopers), Marcel Stoffel, CEO Swiss Council of Shopping Places und Nico Schröder, Bereichsleiter Innovation bei Aachener Grundvermögen mit Sitz in Köln (D) präsentierten in Kurzreferaten ihre Thesen.

    «Der Handel hatte es schon vor der Krise schwer»

    Susanne Eickermann-Riepe, Partner & German Real Estate Leader bei PwC, ist überzeugt: «Es gibt immer mehr Lösungen als man denkt.» Man müsse sich vorbereiten – auch für eine nächste Welle der Entscheidungen im 3. und 4. Quartal. Es sei wichtig, seine Möglichkeiten genau zu kennen und bereit zu sein, schnelle Entscheidungen zu treffen.  Vermietern und Mietern rät sie, fair zu bleiben: «Man wird sich auch nach der Krise daran erinnern, wie ein Unternehmen die Krise gemanagt hat.» Vermieter müssten zudem bedenken, dass der Ersatz von Mietern, die man in der Krise verliert, teuer werden könne.

    Immobilienbewerter könnten zurzeit zwar die Bonität der Mieter und das Risiko der Branche analysieren: «Allerdings haben wir momentan keinen aktiven Markt. Man muss mit einer längeren Vermarktungsdauer rechnen sowie mit Mietanpassungen oder Mietausfall im Betriebsbereich. Auf der Finanzseite ergeben sich auf Mieter- und Vermieterseite Liquiditätsprobleme.» Die Banken seien hier ein wichtiger Partner und im besten Fall Teil solidarischer Lösungen.

    Laufende Transaktionen würden weitestgehend wegen zahlreicher Unsicherheiten gestoppt oder verschoben. PwC schätzt, das BIP in Deutschland werde im 2020 bei -5,8 % bis  -9,3% liegen. Bei den möglichen Szenarien sei man am Best Case (V-Kurve) bereits vorbei. «Wir sind aktuell eher in einem Base Case 1 (U-Kurve) oder Base Case 2 (W-Kurve), wo die U-Form darauf hindeutet, dass wir in den nächsten zwei Jahren noch Beeinträchtigungen sehen werden», sagt die Expertin. Unternehmen sollten am besten mit einem U-Szenario planen.

    Abschliessend hält Eickermann-Riepe fest: «Der Handel hatte es schon vor der Corona-Krise schwer. Jetzt wird es ernst. Vor allem der Non-Food-Handel leidet.» Der Onlinehandel dürfte auch in Zukunft stark bleiben. Auch bei den Lebensmitteln dürfte er zunehmen. Der Non-Food-Handel könnte vermehrt auf Kurzzeit-Mieten setzten; will heissen, dass Flächen nur für eine gewisse Zeit gemietet werden.

    «Concept- und Pop-Up-Stores sind die Zukunft»

    Marcel Stoffel, CEO Swiss Council of Shopping Places, macht deutlich, dass die Branche bereits vor dem Lockdown mit Problemen wie Umsatzrückgängen zu kämpfen hatte – vor allem in den Non-Food-Märkten. Generell sehe man schon länger eine Transformation im Retail bei den Shoppingcentern – auch ausgelöst durch die Multichannel-Thematik. Temporär geschlossene Geschäfte machten sich teils Gedanken über eine Umnutzung, wenn es keine Nachvermietung im Retail gebe. Auch die Repositionierung vom reinen Shoppingcenter zu einem Mixed-Use-Center sei immer öfters Thema.

    Laut Stoffel dürfte sich mit den vielen Erst-Nutzern von Online-Shopping dieser Absatzkanal etablieren. Eine noch vor dem Lockdown von Shopping Places durchgeführte Umfrage mit 173 Experten im Zeitraum vom 25. Februar bis 9. März 2020 zeigt: 60,8 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Umsätze weiter sinken werden. 72,3 Prozent prognostizieren eine sinkende Nachfrage bei Retailflächen und 82,3 Prozent gehen von weiteren Geschäftsschliessungen in Shoppingcentern der Agglomerationen aus. Im stationären Handel dürften vor allem Bijouterien, Optiker, Sportartikel, Drogerien/Apotheken sowie Lebensmittel gute Chance haben. Der Bekleidungsindustrie, Unterhaltungselektronik und Papeterie werden geringe Chancen zugesprochen. Im Bereich Umnutzung von Flächen könnte die Kosmetik-/Beauty-Branche einspringen wie auch Anbieter von Fitnessaktivitäten oder Co-Working-Gemeinschaften sowie Gastronomie-Konzepte und Angebote aus dem medizinischen Bereich.

    «In den letzten acht Jahren wurden in der Schweiz rund 5000 Geschäfte geschlossen, die Schliessungen dürfte sich weiter beschleunigen. Der klassische Retail wird sich zugunsten von Concept- und Pop-Up-Stores, Showrooms oder Retail-Labs hin verschieben», sagt Stoffel. Service- und Dienstleistungsanbieter würden in den Shoppingcentern zunehmen wie auch alle Angebote rund um das Thema Erlebnis/Freizeit. «Die gesamte Umnutzungsthematik hat für Eigentümer und Investoren zur Folge, dass man zukünftig mit tieferen Mieten rechnen muss und gleichzeitig für die Bewerkstelligung der Umnutzung höhere Investitionen anfallen.» Er sieht langfristig vor allem mittelgrosse Shoppingcentern mit Flächen von 20’000 bis 25’000 Quadratmetern bedroht: Sie seien zu gross für regionale Nahversorgungscentern und zu klein für weitere Nutzungen wie Healthcare etc.

    «Der Mensch rückt wieder in den Fokus»

    Die Aachener Grundvermögen misst seit zwei Jahren mit Lasergeräten die Passantenfrequenz in den Fussgängerzonen Deutschlands, wie Nico Schröder, Bereichsleiter Innovation bei Aachener Grundvermögen, sagt. Die Daten sind kostenfrei im Internet abrufbar und würden in dieser Zeit deutlich zeigen: Die Menschen bleiben wie angeordnet zu Hause. Solche Messungen seien auch in der Schweiz vorgesehen, die Installation aufgrund der herrschenden Corona-Krise aber noch nicht möglich.

    Die Gruppe der über 64-Jährigen mache normalerweise in den Zentren rund 20 Prozent aus. Nach der Lockerung dürften vor allem die Jüngeren wieder in die Innenstädte strömen: «Menschen sind soziale Wesen, sie vermissen während des Lockdowns den persönlichen Austausch und das Beisammensitzen.» Dies könnte nach der Krise eine echte Chance für den Einzelhandel sein: «Händler, die sich wieder auf den Menschen fokussieren statt auf Rabattschlachten könnten in Zukunft profitieren», sagt Schröder.

    Die Gastronomie hat bereits in der Zeit vor der Krise floriert. Sie wird auch danach stark sein, ist Schröder überzeugt. Aachener Grundvermögen ist vor allem in beliebten Shoppingstrassen grösserer deutscher Innenstädte aktiv. Sie führt rund 350 Einzelhandelsimmobilien – knapp 85 Prozent davon sind in Deutschland. Ihre Mieter sind hauptsächlich klassische Modehändler, Filialen von Schuhketten oder Anbieter von Konsumentenelektronik. Als mögliche Gewinner im Einzelhandel nennt er Anbieter von Retail-Experience.