Schlagwort: Mietpreise

  • Schweizer Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu

    Schweizer Wohnungsmarkt spitzt sich weiter zu

    Die aktuelle Situation erinnert an die Jahre 2014 bis 2016, als eine längere Phase massiver Angebotsknappheit herrschte. Heute ist klar, dass kein kurzfristiger Ausgleich zu erwarten ist. Der Wohnungsbau bleibt auch in den kommenden Jahren hinter dem Wachstum der Haushalte zurück. Damit gehört die Schweiz erneut zu den europäischen Ländern, in denen sich die Wohnraumfrage zu einem zentralen Standortthema entwickelt.

    Belastung für Haushalte mit tiefer Kaufkraft
    Besonders stark trifft es Haushalte im unteren Einkommenssegment und des unteren Mittelstands. Während bestehende Mietverträge für rund 80 Prozent dieser Haushalte noch erschwinglich sind, zeigt sich auf dem aktuellen Markt ein deutlich anderes Bild. Nur gut 40 Prozent der neu angebotenen Wohnungen liegen in einem preislichen Rahmen, den diese Gruppen tragen können. In Regionen wie St. Moritz sowie in den urbanen Zentren und Agglomerationen fehlen passende Angebote nahezu vollständig.

    Wohnkosten steigen spürbar
    Ein Szenario aus dem Monitor verdeutlicht die Problematik. Würden alle Haushalte mit tiefer bis mittlerer Kaufkraft umziehen, stiege die durchschnittliche Wohnkostenbelastung von 29,1 auf 35,7 Prozent des Einkommens. Damit würde Wohnen für breite Teile der Bevölkerung klar zu einer finanziellen Überlastung. Bereits jetzt ist der Anteil der Mieterhaushalte, die ihre Wohnkosten nicht mehr im Budget halten können, von 2,6 auf 2,8 Prozent gestiegen. Noch moderat, aber mit klarer Tendenz nach oben.

    Fehlanreize auf der Angebotsseite
    Der Druck auf den Markt wird zusätzlich durch Investitionsmuster verschärft. Viele Investoren setzen auf Ersatzneubauten oder umfassende Sanierungen. Das stützt zwar die Bauwirtschaft, trägt aber kaum zur dringend nötigen Erweiterung des Bestands bei. Neue, bezahlbare Wohnungen kommen damit kaum auf den Markt. Entsprechend öffnet sich die Schere weiter zwischen günstigen Bestandes-Mieten und hohen Angebotsmieten, was die Verknappung zementiert.

    Bedeutung für Politik und Wirtschaft
    Die neue Analyse des BWO rückt die Frage der Wohnkosten im Verhältnis zum Einkommen in den Vordergrund. Für die kommenden Jahre bleibt absehbar, ohne strukturelle Ausweitung des Wohnungsangebots wird die Kluft zwischen Nachfrage und Angebot weiter wachsen. Für Wirtschaft, Gesellschaft und Immobilienbranche gehören damit innovative Wohn- und Baukonzepte ebenso zu den Schlüsselthemen wie regulatorische Anreize, um bezahlbaren Wohnraum effektiv zu sichern.

  • Lock-in-Effekt blockiert den Wohnungsmarkt

    Lock-in-Effekt blockiert den Wohnungsmarkt

    Während Bestandsmieten über Jahre hinweg stabil bleiben oder gar sinken, steigen Angebotsmieten stark an. Eine Studie der Zürcher Kantonalbank zeigt, wer 2008 im Kanton Zürich eine Wohnung bezog, zahlt heute im Schnitt 3,3 Prozent weniger. Neue Mieter müssen dagegen über 33 Prozent mehr bezahlen. Dieser sogenannte „Verweilbonus“ führt dazu, dass ein Umzug für viele finanziell unattraktiv ist.

    Lock-in-Effekt lähmt Wohnraumnutzung
    Das Resultat ist eine verzerrte Nutzung des Wohnraums. Familienwohnungen bleiben auch nach dem Auszug der Kinder bestehen, WG-Zimmer werden nicht neu vergeben. Der Lock-in-Effekt hält ältere Generationen in zu grossen Wohnungen fest, während junge Familien kaum adäquaten Wohnraum finden. Besonders betroffen sind die grossen Städte, wo Regulierungen den Effekt zusätzlich verstärken.

    Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft
    Die Erstarrung des Mietmarktes hat weitreichende Folgen. Jüngere Haushalte finden kaum grössere Wohnungen für Familiengründungen, während die ältere Generation in überdimensionierten Wohnflächen lebt. Gleichzeitig trifft die Problematik einkommensschwache Haushalte besonders hart. Bei einem Umzug würde ein signifikanter Teil dieser Gruppe mehr als 40 Prozent des Einkommens für die Miete aufbringen müssen.

    Lösungsansätze gefordert
    Abhilfe schaffen könnten eine höhere Bautätigkeit, steuerliche Anreize für den Umzug in kleinere Wohnungen und innovative Wohn- und Finanzierungsmodelle. Auf kommunaler Ebene sind flexible Rahmenbedingungen notwendig, um das Angebot auszuweiten. Entscheidend ist zudem, Regulierungen so zu gestalten, dass sie nicht unbeabsichtigt den Lock-in-Effekt verstärken und damit genau den Gruppen schaden, die geschützt werden sollen.

    Der Lock-in-Effekt ist ein junges, aber zunehmend dominantes Phänomen des Mietmarktes. Er führt zu ineffizienter Wohnraumnutzung, sozialen Schieflage und einem Verlust an Dynamik. Nur mit mehr Neubau, kreativen Marktmodellen und gezielten politischen Anreizen lässt sich die Blockade lösen und der Wohnungsmarkt wieder in Bewegung bringen.

  • Zürcher Eigenheimpreise bleiben im Aufwärtstrend

    Zürcher Eigenheimpreise bleiben im Aufwärtstrend

    Günstige Finanzierungskosten treiben die Nachfrage nach Wohneigentum im Kanton Zürich weiter an, informiert die Zürcher Kantonalbank in einer Mitteilung. Ihren Erhebungen für das ZHK Immobilienbarometer im 2. Quartal 2025 zufolge lagen die Preise für Eigenheime im Kanton Zürich im Berichtsquartal um 4 Prozent über denen des Vorjahresquartals. Die Preise in den Zürcher Agglomerationsgemeinden und der Stadt Winterthur (Region Regio) zogen gleichzeitig mit 4,3 Prozent noch stärker an. Die Fachleute der ZKB rechnen damit, dass der Trend zu steigenden Preisen aufgrund des anhaltenden Nachfrageüberhangs in den nächsten beiden Jahren anhalten wird.

    Bei den Angebotsmieten haben die Fachleute der Kantonalbank im ersten Halbjahr 2025 „Anzeichen einer Entspannung“ ausgemacht. Nach Wachstumsraten von teils über 10 Prozent in den letzten beiden Jahren beobachten sie aktuell einen Anstieg von unter 4 Prozent. Allerdings reicht die momentane Bautätigkeit auch bei rückläufigem Bevölkerungswachstum nicht aus, um den Nachfrageüberhang abzubauen.

    Mieter im Kanton Zürich könnten jedoch im schweizweiten Vergleich überdurchschnittlich stark von der letzten Senkung des Leitzinses im Juni profitieren. Nach einem Rückgang des von ihm abhängenden Referenzzinssatz auf 1,5 Prozent im März erwarten die Fachleute der ZKB eine weitere Absenkung auf 1,25 Prozent bis Ende Jahr. Damit könnten rund 70 Prozent der Miethaushalte im Kanton Zürich eine Mietzinssenkung verlangen. Schweizweit gilt dies für 46 Prozent der Miethaushalte.

  • Mai zeigt minimale Steigerung der Mietpreise

    Mai zeigt minimale Steigerung der Mietpreise

    Die Immobilienplattform homegate.ch hat den gemeinsam mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) monatlich erhobenen Mietindex veröffentlicht. Laut einer Mitteilung ist der Index im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent auf 130,5 Punkte gestiegen. Somit hätten die Angebotsmieten im Mai «eine Verschnaufpause» eingelegt.

    Gegenüber dem Vorjahr haben die ausgeschriebenen Mieten schweizweit um 1,7 Prozent zugelegt. Je nach Region wurde sogar ein Anstieg der Angebotsmieten von mehr als 5 Prozent festgestellt.

    Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen Kantonen und Städten. Auf kantonaler Ebene wurden laut der Mitteilung im Jahresvergleich «erstmals seit Längerem wieder durchgehend steigende Angebotsmieten» beobachtet.

    Am deutlichsten betroffen von steigenden Mieten in den vergangenen zwölf Monaten sind die Kantone Zug (plus 7,1 Prozent) und Nidwalden (plus 6,9 Prozent). Dort liegen laut Mitteilung die Werte auch gegenüber dem Vormonat höher – in Zug um 1,4 Prozent, in Nidwalden um 1,1 Prozent. Am stärksten fällt der Anstieg im Monatsvergleich aber im Kanton Graubünden und den beiden Appenzeller Kantonen (plus 1,5 Prozent) aus. Preissenkungen hingegen verzeichne wie im Vormonat der Kanton Schwyz. Mit einem Minus von 2,1 Prozent pendeln sich die dortigen Angebotsmieten wieder auf das Niveau vom Dezember 2024 ein, heisst es.

    Bei den Städten gilt der Grossraum Zürich wie im Mai 2024 als der konstanteste. Die  Angebotsmieten seien «relativ kontinuierlich» um insgesamt 4,4 Prozent gestiegen. Dagegen verzeichne Genf einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr – gegenüber dem Vormonat Mai fielen die Preise um 0,6 Prozent geringer aus. Den höchsten Preisanstieg gab es in der Stadt Lugano mit einem deutlichen Plus von 5,2 Prozent. Diese Entwicklung sei aber zurückführbar auf einen punktuellen Rückgang im Mai 2024.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX Group, Ringier und Mobiliar vereint.

  • Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat Ende März auf dem Stand von 130,1 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um 0,2 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Gegenüber dem Vorjahr haben die Fachleute des Immobilienmarktplatzes schweizweit ein Wachstum der Angebotsmieten um 2,6 Prozent registriert.

    Dabei fielen die Entwicklungen innerhalb der Kantone unterschiedlich aus. In sieben Kantonen wurde im Monatsvergleich ein Wachstum von mehr als 1 Prozent registriert, weitere sieben Kantone wiesen einen Rückgang der Angebotsmieten um über 1 Prozent auf. Die stärksten Steigerungen legten dabei die Angebotsmieten in Glarus mit 2,1 Prozent und im Wallis mit 1,3 Prozent vor. Die stärksten Rückgänge verbuchten Nidwalden mit 1,7 Prozent und Graubünden mit 1,1 Prozent.

    Auch bei dem im Index erfassten acht Schweizer Städten haben die Fachleute unterschiedliche Entwicklungen beobachtet. Konkret weisen im Monatsvergleich jeweils vier Städte gestiegene beziehungsweise gesunkene Angebotsmieten auf. Die grössten Veränderungen wurden dabei für Bern mit einem Plus von 0,9 Prozent und für Luzern mit einem Minus von 1,0 Prozent registriert.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Mietpreise in der Schweiz steigen weiter

    Mietpreise in der Schweiz steigen weiter

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Januar auf dem Stand von 129,5 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um lediglich 0,2 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Gegenüber dem Vorjahr haben die Fachleute des Immobilienmarktplatzes hingegen schweizweit ein Wachstum der Angebotsmieten um 3,1 Prozent registriert.

    Innerhalb der Kantone haben die Fachleute von Homegate in vielen Fällen deutliche Anstiege im Jahresvergleich beobachtet. Im Kanton Graubünden sowie in den beiden zusammengefassten Appenzeller Kantonen fielen die Angebotsmieten im Januar 2025 hingegen um 0,8 beziehungsweise 0,5 Prozent geringer als im Januar 2024 aus. Dabei setzte Appenzell seinen im Vormonat begonnenen Rückgang fort. Graubünden hingegen habe den Rückgang der vergangenen beiden Monate zwar wieder etwas ausgeglichen, bleibe aber weiterhin unter dem Niveau von vor rund einem Jahr, heisst es in der Mitteilung.

    Bei den im Index erfassten acht Schweizer Städten haben die Fachleute durchweg steigende Angebotsmieten in den vergangenen zwölf Monaten ausgemacht. In der Mitteilung heben sie dabei Luzern und Basel mit Steigerungen von 7,7 beziehungsweise 6,6 Prozent hervor. Gegenüber Dezember 2024 fielen die Mieten in Luzern um 1,4 Prozent geringer aus. Lugano weist mit -2,2 Prozent den stärksten Rückgang im Monatsvergleich auf. Die Mieten in der Stadt Bern legten hingegen gegenüber Dezember 2024 um 0,6 Prozent zu.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Preise für Wohneigentum gesunken, Mietpreise weiter im Anstieg

    Preise für Wohneigentum gesunken, Mietpreise weiter im Anstieg

    Die Preise für Wohneigentum haben im ersten Monat dieses Jahres nachgegeben, informiert die SMG Swiss Marketplace Group (SMG) in einer Mitteilung zum aktuellen Swiss Real Estate Offer Index. Konkret fielen die Preise für Eigentumswohnungen im Januar um 0,6 Prozent tiefer als im Dezember 2024 aus. Einfamilienhäuser wurden gleichzeitig sogar 2,1 Prozent günstiger angeboten. Die Angebotsmieten zogen im selben Zeitraum hingegen um 0,9 Prozent an.

    Im Jahresvergleich fielen die Preise für Eigentumswohnungen im Januar um 1,0 Prozent höher aus. Die Preise für Einfamilienhäuser legten gleichzeitig um 1,4 Prozent zu. Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter beträgt bei Eigentumswohnungen aktuell 8834 Franken, informiert SMG. Bei Einfamilienhäusern müssen durchschnittlich 7591 Franken pro Quadratmeter auf den Tisch gelegt werden.

    «Insgesamt wird der Schweizer Immobilienmarkt weiterhin durch die tiefen und allenfalls nochmals sinkenden Zinsen geprägt», wird Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, in der Mitteilung zitiert. Der Kauf von Immobilien ist dadurch mit geringeren Finanzierungskosten verbunden. «Wer allerdings einen Mietwohnungswechsel und somit ein neues Mietverhältnis anstrebt, muss aufgrund der angespannten Angebotssituation auch in den kommenden Monaten mit Preisaufschlägen rechnen», erläutert Waeber. In der SMG Swiss Marketplace Group sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Leitzinsentwicklung belebt Immobilienmarkt

    Leitzinsentwicklung belebt Immobilienmarkt

    Der Schweizer Immobilienmarkt erweise sich trotz Herausforderungen weiterhin als resilient, leitet CSL Immobilien eine Mitteilung zu seinem Immobilienmarktbericht 2025 ein. Als solche werden dort makroökonomische Unsicherheiten und zunehmende regulatorische Anforderungen genannt. Positiv auf die Marktdynamik wirkten sich hingegen die schrittweisen Leitzinssenkungen der Nationalbank aus.

    Am Mietwohnungsmarkt hat CSL Immobilien im vergangenen Jahr weiterhin eine starke Nachfrage bei knappem Angebot ausgemacht. In Folge seien die Angebotsmieten deutlich stärker als die Bestandsmieten gestiegen und die Leerwohnziffer auf ein Rekordtief gesunken, heisst es in der Mitteilung. Aufgrund besonders stark steigender Angebotsmieten in Städten wie Zürich und Genf wichen Haushalte vermehrt auf verkehrstechnisch gut angebundene Agglomerationen aus.

    Auch die Preise für Wohneigentum zogen im vergangenen Jahr weiter an. Den Erhebungen von CSL Immobilien sind dabei die Preise im Wirtschaftsraum Zürich besonders stark gestiegen.

    Der Büromarkt hat sich 2024 unterschiedlich entwickelt. Hier legte das Angebot an freien Flächen in den Agglomerationen zu, die Mietpreise in der Peripherie zeigten nach unten. In den Stadtzentren zogen die Mietpreise bei einem weiter sinkenden Angebot an Flächen dagegen an. Allgemein wurden verstärkt ESG-konforme Büroflächen und flexible Nutzungskonzepte nachgefragt.

    Für das laufende Jahr geht CSL Immobilien von einem moderaten aber soliden weiteren Wachstum aus. «Investoren, die agil bleiben und ihre Strategien anpassen, können 2025 erfolgreich Chancen nutzen», wird Thomas Walter, CEO von CSL Immobilien, in der Mitteilung zitiert.

  • Steigende Preise und angespannter Mietmarkt

    Steigende Preise und angespannter Mietmarkt

    Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat ihre jährliche Marktanalyse veröffentlicht und bestätigt den weiteren Anstieg der Immobilienpreise. Nach einem Wachstum von 3,7 % im Jahr 2023 legten die Preise 2024 um 3,3 % zu. Auch wenn sich das Tempo leicht verlangsamt hat, bleibt die Tendenz klar: Innerhalb von 20 Jahren haben sich die Wohnimmobilienpreise in Zürich um das 2,5-Fache erhöht.

    Interessant ist, dass trotz gesunkener Zinsen der erwartete stärkere Preisanstieg ausblieb. Die Nachfrage zeigte sich verhaltener, insbesondere bei Neubauten, deren Verkauf länger dauert. Dennoch registrierte die ZKB im zweiten Halbjahr 2024 eine Zunahme der Transaktionen, was auf eine wieder anziehende Nachfrage hindeutet.

    Zunehmende Knappheit auf dem Mietwohnungsmarkt
    Die angespannte Lage bei Mietwohnungen setzte sich 2024 fort. Erstmals stellte die ZKB fest, dass die Zahl der Verkaufsinserate leicht höher war als die für Mietangebote – ein Zeichen für die weiter schwindenden Kapazitäten auf dem Zürcher Mietmarkt.

    Zwar fiel die Verknappung nicht ganz so drastisch wie befürchtet aus, doch für 2025 rechnet die ZKB mit einem weiteren Rückgang des Leerstandes.

    Mieten steigen auch für Bestandsmieter
    Die Mieten in Zürich stiegen 2024 um durchschnittlich 4,5 % – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt von 3,3 %. Besonders bemerkenswert ist, dass nicht nur Neuvermietungen, sondern auch bestehende Mietverhältnisse von Erhöhungen betroffen waren.

    Dieser Trend ist direkt auf die Referenzzinssatz-Erhöhungen aus dem Jahr 2023 zurückzuführen, die mit Verzögerung auf die Mieten durchschlugen. Im dritten Quartal 2024 lagen die Bestandsmieten in Zürich 5,4 % höher als im Vorjahr, während sie schweizweit nur um 3,3 % anstiegen. Noch stärker fiel die Erhöhung in der Genferseeregion aus.

    Institutionelle Vermieter nutzten ihren Spielraum für Mieterhöhungen intensiver als private Eigentümer. Allerdings zeichnet sich eine Trendumkehr ab: Da der Referenzzinssatz im März 2025 sinken wird, dürften viele Mieter eine Senkung ihrer Miete einfordern.

    Der Zürcher Immobilienmarkt bleibt damit ein dynamisches Feld mit steigenden Preisen für Eigentümer und zunehmenden Herausforderungen für Mieter.

  • Immobilienpreise im Aargau steigen weiterhin überdurchschnittlich

    Immobilienpreise im Aargau steigen weiterhin überdurchschnittlich

    Der Immobilienmarkt im Kanton Aargau verzeichnet weiterhin eine überdurchschnittliche Wertsteigerung. Wie der aktuelle Immobilienbarometer der Aargauischen Kantonalbank zeigt, sind die Preise für Wohneigentum um 4,6 Prozent und die Angebotsmieten um 4,7 Prozent gestiegen. «Die hohe Anziehungskraft des Kantons als Wohnort spiegelt sich in stark steigenden Immobilienwerten wider», so die Experten der AKB.

    Aarau/Seetal und Rheinfelden/Fricktal vorne
    Besonders deutliche Preissteigerungen wurden in den Regionen Aarau/Seetal mit einem Anstieg der Hauspreise um 5,1 Prozent und Rheinfelden/Fricktal mit einem Zuwachs von 6,1 Prozent bei Eigentumswohnungen festgestellt. In den meisten Gemeinden des Kantons müssen Käufer inzwischen mehr als 1 Million Franken für ein freistehendes Einfamilienhaus aufbringen, in den Einzugsgebieten der umliegenden Grosszentren fallen die Preise sogar noch höher aus.

    Erhöhtes Niveau bei sinkendem Leerstand
    Auch die Angebotsmieten sind stark gestiegen. Für eine moderne 4,5-Zimmer-Wohnung liegen die durchschnittlichen Mietpreise zwischen 2200 und 2300 Franken, exklusive Nebenkosten. Die kantonsweite Leerstandsquote ist mit 1,3 Prozent vergleichsweise niedrig, was auf eine hohe Nachfrage bei begrenztem Angebot hinweist.

    Weiter steigende Preise
    Die AKB-Immobilienfachleute gehen davon aus, dass sowohl die Preise für Wohneigentum als auch die Angebotsmieten weiter steigen werden. Gründe dafür sind:

    • Starkes Bevölkerungswachstum im Kanton Aargau
    • Stockende Bautätigkeit, die das Angebot begrenzt
    • Erwartete Leitzinsreduktionen, die Immobilieninvestitionen attraktiver machen

    Die Kombination aus hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgt dafür, dass der Aargauer Immobilienmarkt auch in Zukunft dynamisch bleibt. Sowohl Käufer als auch Mieter sollten sich auf weiter steigende Preise einstellen.

  • Statistik des gemeinnützigen Wohnungsbaus 2024

    Statistik des gemeinnützigen Wohnungsbaus 2024

    Der Anteil der gemeinnützigen Wohnungen beträgt schweizweit rund vier Prozent, ist jedoch in städtischen Gebieten wie Zürich mit über 20 Prozent deutlich höher. Gemeinnützige Bauträger sind nicht gewinnorientiert. Sie setzen Mieten basierend auf den tatsächlichen Kosten an und verzichten auf Rendite. Dieser Ansatz hilft, Wohnraum erschwinglicher zu gestalten und dem Verfassungsauftrag zur Förderung bezahlbaren Wohnens gerecht zu werden.

    Günstigere Mieten im Vergleich zum Markt
    Die Mietpreise im gemeinnützigen Wohnungsbau sind im Schnitt acht bis 20 Prozent niedriger als bei herkömmlichen Mietobjekten. Beispielsweise kostet eine Vierzimmerwohnung im gemeinnützigen Segment durchschnittlich 1359 Franken, während auf dem allgemeinen Markt eine vergleichbare Wohnung bei 1647 Franken liegt. Diese Kostenvorteile tragen erheblich zur Entlastung der Mieterinnen und Mieter bei und fördern soziale Durchmischung.

    Effizienter Wohnflächenverbrauch
    Im gemeinnützigen Wohnungsbau ist der Wohnflächenverbrauch insgesamt geringer. Während bei Ein- bis Zweizimmerwohnungen der Verbrauch pro Kopf neun Prozent über dem allgemeinen Bestand liegt, ist er bei grösseren Wohnungen, etwa mit vier bis fünf Zimmern, um 25 bis 38 Prozent geringer. Insgesamt beanspruchen Bewohner gemeinnütziger Wohnungen 22 Prozent weniger Fläche, was zur effizienteren Nutzung des Wohnraums beiträgt.

    Ein Blick in die Zukunft des gemeinnützigen Wohnens
    Die Broschüre «Statistik des gemeinnützigen Wohnungsbaus 2024» liefert detaillierte Daten und wertvolle Einblicke in dieses wichtige Segment. Infografiken und Tabellen geben eine anschauliche Übersicht über die Entwicklung und Bedeutung des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Sie zeigen, wie dieses Wohnmodell zur Schaffung bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraums beiträgt. Eine zentrale Grundlage für eine sozial gerechte Wohnpolitik in der Schweiz.

  • Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Angebotsmieten entwickeln sich unterschiedlich

    Der vom digitalen Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank monatlich erhobene Mietindex hat im Juli auf dem Stand von 128,7 Punkten geschlossen. Im Vergleich zum Vormonat legte der Index damit um 0,2 Prozent zu, informiert Homegate in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich wurde schweizweit ein Anstieg um 5,2 Prozent beobachtet.

    Im Jahresvergleich bewegten sich dabei die Mieten in allen Kantonen nach oben, informiert Homegate. Im Monatsvergleich haben die Fachleute des Immobilienmarktplatzes jedoch unterschiedliche Entwicklungen beobachtet. So zogen die Mieten in den Kantonen Uri, Glarus, Tessin und Thurgau zwischen 1,9 und 0,6 Prozent an. In rund einem Drittel fielen die Mieten niedriger als im Juni aus. Dabei wurde der stärkste Rückgang mit einem Minus von 1,2 Prozent in Nidwalden beobachtet. In den übrigen Kantonen blieben die Angebotsmieten gegenüber Juni stabil.

    Auch die im Index erfassten acht Schweizer Städte weisen im Monatsvergleich unterschiedliche Entwicklungen auf. So legten die Mieten in Lugano und Zürich im Juli um 1,0 beziehungsweise 0,7 Prozent zu. Die Angebotsmieten in Luzern und Genf gaben gleichzeitig um 1,5 beziehungsweise 1,2 Prozent nach. Im Jahresvergleich zogen die Mieten in allen acht Städten an. Die deutlichsten Steigerungen weisen dabei mit 8,1 und 7,9 Prozent die Städte Luzern und Zürich aus.

    Homegate ist ein Geschäftsbereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. In dieser sind die digitalen Marktplätze von TX GroupRingier und Mobiliar vereint.

  • Angebotsmieten klettern weiter, auch wieder in Zürich

    Angebotsmieten klettern weiter, auch wieder in Zürich

    Der Mietindex für Angebotsmieten wird in Kooperation zwischen dem Immobilienmarktplatz Homegate und der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erstellt. Er misst monatlich die qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. Im September stieg der Index im Vergleich zum Vormonat um 0.6 Punkte auf 123.3 Punkte an (plus 0.5 Prozent). Schweizweit sind die Angebotsmieten im Vergleich zum Vorjahr um 3.7 Prozent gestiegen.

    Veränderungen in den Kantonen
    Im September verzeichneten die meisten Kantone höhere Angebotsmieten als im August. Lediglich sechs von 25 Kantonen wiesen rückläufige Angebotspreise auf, darunter insbesondere Basel-Stadt mit minus 0.6 Prozent. Trotz dieser teilweise rückläufigen Entwicklung sind die Angebotsmieten gegenüber dem Vorjahr in allen Kantonen gestiegen. Die höchsten Zunahmen wurden in Schwyz (6.2 Prozent), Zürich (6.1 Prozent) und dem Wallis (5.4 Prozent) verzeichnet.

    Veränderungen in den Städten
    Die Angebotsmieten in den untersuchten Städten spiegeln im September ein ähnliches Bild wie in den Kantonen wider. Die Spanne reicht von minus 1 Prozent in Lausanne bis plus 1.9 Prozent in Zürich. Die zwischenzeitlich stabile bis rückläufige Preisentwicklung in Zürich hat sich wieder korrigiert. Im Jahresvergleich zeigen alle untersuchten Städte Zunahmen von über einem Prozent. Die Stadt Zürich verzeichnete den stärksten Anstieg mit 11.4 Prozent im Vergleich zu September 2022.

    Methode der Qualitätsbereinigung
    Der Mietindex berücksichtigt die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen, um die Mietpreisentwicklung in der Schweiz darzustellen. Diese hedonische Methode bietet eine genaue Abbildung der Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf Homegate und gilt als Referenzquelle für Immobilienprofis zur Preisbestimmung von Mietobjekten.

  • Anstieg der Schweizer Angebotsmieten setzt sich fort

    Anstieg der Schweizer Angebotsmieten setzt sich fort

    Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. Gegenüber dem Vormonat hat sich der Index im Mai um 0.5 Punkte erhöht und steht nun bei 121.2 Punkten (plus 0.4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr sind die Angebotsmieten schweizweit um 3.1 Prozent gestiegen.

    Veränderung in den Kantonen
    Mit Ausnahme des Kantons Freiburg (minus 0.2 Prozent) sind die Angebotsmieten auch auf der Ebene der Kantone überall angestiegen. Allerdings verzeichnete der Kanton Freiburg in den Monaten April und März dieses Jahres einen neuen Höchstwert, was den leichten Rückgang im Mai relativiert. Bei den restlichen Kantonen sind die Angebotsmieten um bis zu 3.6 Prozent im Kanton Schwyz, welcher damit deutlich eine neue Höchstmarke erreicht. Die kommenden Monate werden zeigen, inwiefern es sich dabei um einen zeitlich befristeten Effekt handelt. Auch in den Kantonen Uri (2.6 Prozent), Nidwalden (2 Prozent) sowie Zug (1.9 Prozent) sind die Angebotsmieten im vergangenen Monat deutlich gestiegen. Gleichzeitig verzeichnet der Kanton Zug gegenüber dem Vorjahr als einziger Kanton eine negative Entwicklung (minus 1 Prozent), was in erster Linie mit den vergleichsweise starken Schwankungen der Angebotsmieten in diesem Kanton begründet werden kann. Am stärksten gestiegen in den letzten zwölf Monaten sind die Angebotsmieten derweil in Uri (7.8 Prozent) und Schwyz (6.9 Prozent). Dies bei ebenfalls schwankenden, aber dennoch steigenden Preisen.

    Veränderung in den Städten
    Ein ähnliches Bild zeigt sich auf der Ebene der untersuchten Städte. Mit Ausnahme der Stadt Bern (minus 0.3 Prozent) sind die Preise für ausgeschriebene Mietwohnungen zwischen 0.5 Prozent (Basel) und 1.6 Prozent (Zürich) gestiegen. Gegenüber Mai letzten Jahres sind die Angebotsmieten in allen acht untersuchten Städten um über ein Prozent gestiegen, allen voran in Zürich (10 Prozent) und Lugano (7.7 Prozent). Bei der Betrachtung der Angebotsmieten in den Städten fällt zudem auf, dass diese im Mai mehrheitlich stärker gestiegen sind, als dies in den dazugehörigen Kantonen der Fall war. Einzige Ausnahmen bilden Bern (bei sinkenden Angebotsmieten im Mai auf Ebene Stadt) sowie Luzern (kantonale Preise stiegen um rund das doppelte der städtischen Preise). Dies deutet auf eine nach wie vor hohe urbane Nachfrage hin.

    Methode der Qualitätsbereinigung
    Die Entwicklung der Angebotsmieten in der Schweiz wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen bereinigt. Der Vorteil dieser sogenannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf Homegate abgebildet wird. Der Homegate-Mietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz und gilt als Referenzquelle für Immobilienprofis für die Preisbestimmung von Mietobjekten.

    Die Daten für alle Kantone und Städte seit Erhebungsbeginn finden Sie in der neuesten Meldung im News-Bereich der SMG Swiss Marketplace Group AG. Der nächste Homegate-Mietindex erscheint voraussichtlich am 18. Juli 2023.

  • Kaufen und Mieten im März teurer geworden

    Kaufen und Mieten im März teurer geworden

    Wie der von der SMG Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhobene Swiss Real Estate Offer Index zeigt, wurden Eigentumswohnungen im März zu 1,0 Prozent höheren Werten ausgeschrieben. Bei den Einfamilienhäusern ist ebenfalls eine, wenn auch geringere Zunahme von 0,3 Prozent zu verzeichnen. Die Zahl der ausgeschriebenen Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen ist in den letzten Monaten gestiegen, was grundsätzlich für eine Verbesserung der angespannten Situation im Immobilienmarkt sprechen würde. «Allerdings sehen wir, dass Verkäufer:innen von Eigenheimen vorerst weiter von einer stärkeren Zahlungsbereitschaft ausgehen, wie die aktuelle Erhöhung der Preisforderungen zeigt», sagt Martin Waeber, Managing Director Real Estate, SMG Swiss Marketplace Group. 

    Wohnungssuchende müssen mit höheren Mieten rechnen 
    Auf den allgemeinen Umzugstermin per Ende März hin sind die Angebotsmieten im Landesmittel um 0,8 Prozent gestiegen. Innert Jahresfrist zeigt sich eine stattliche Zunahme von 4,6 Prozent. Allerdings gibt es regional grosse Unterschiede bei der Mietpreisentwicklung: Am stärksten zugenommen haben die Werte in der Zentralschweiz (2,2 Prozent), insbesondere durch die Preistreiber Zug und Luzern. Etwas moderater sind die Steigerungen in der Ostschweiz (1,1 Prozent), in der Grossregion Zürich (1,0 Prozent) sowie in der Genferseeregion (0,9 Prozent). Kaum Veränderung gab es im Mittelland (0,1 Prozent), während die Angebotsmieten in der Nordwestschweiz (-0,3 Prozent) und im Tessin (-0,3 Prozent) leicht gesunken sind. 

    Insbesondere in den drei Grossregionen Zürich, Zentralschweiz und Genfersee ist aufgrund der bestehenden Wohnungsknappheit, der andauernden Zuwanderung sowie dem auf Juni zu erwartenden Entscheid zum Referenzzinssatz in den kommenden Monaten mit weiteren Preispreissteigerungen zu rechnen.

  • Schweizer Angebotsmieten steigen in allen Kantonen

    Schweizer Angebotsmieten steigen in allen Kantonen

    Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. So zeigt sich der Index gegenüber dem Vormonat um 0.8 Punkte erhöht bei 118.9 Punkten (plus 0.7 Prozent gegenüber Vormonat). Im Vorjahresvergleich sind
    die Angebotsmieten über die ganze Schweiz derweil um 2.8 Prozent gestiegen.

    Veränderung in den Kantonen
    Die durchschnittliche Veränderung der Angebotsmieten auf nationaler Ebene ergibt sich in der Regel aus einigen Kantonen mit einem Preisrückgang sowie anderen Kantonen mit einem Preisanstieg. Nicht so im September 2022: In allen Kantonen sind die Angebotsmieten im letzten Monat gestiegen. Konkret liegen Preiszunahmen zwischen 0.1 Prozent in Bern, Solothurn sowie Freiburg und 2.8
    Prozent in Graubünden vor. Aber auch in Zug (2.6 Prozent) und Nidwalden (2.4 Prozent) haben die Angebotsmieten deutlich über zwei Prozent zugelegt. Mit diesen Anstiegen setzen sich Nidwalden (7.3 Prozent) und Zug (4.9 Prozent) an die Spitze der höchsten Zunahmen gegenüber Vorjahr, begleitet von Obwalden (5.2 Prozent) und Schwyz (4.4 Prozent). Insgesamt haben jedoch 19 Kantone
    gegenüber Vorjahr um über zwei Prozent zugelegt, 12 davon sogar über drei Prozent.


    Veränderung in den Städten
    Bei den erhobenen Städten zeigt sich hingegen ein normales Auf und ab. So sind die Angebotsmieten im September in sechs von acht Städten gestiegen, allen voran in Lugano (2.5 Prozent). Damit konnte die Stadt ihrer ansonsten leicht rückläufigen Entwicklung des letzten Jahres wieder entgegenwirken und verzeichnet gegenüber September 2021 ein Plus von 2.4 Prozent. Am stärksten gegenüber Vorjahr sind die Angebotsmieten in der Stadt Zürich mit 6.5 Prozent gestiegen, was deutlich über dem Wert des Kantons Zürich (3.6 Prozent) für dieselbe Periode liegt. Gesunken sind die Angebotsmieten im vergangenen Monat dagegen in Bern (1.1 Prozent) und Genf (0.1 Prozent), beide Städte
    verzeichnen gegenüber Vorjahr aber nach wie vor eine leichte Preissteigerung.


    Methode der Qualitätsbereinigung
    Die Entwicklung der Angebotsmietpreise in der Schweiz wird um die unterschiedliche Qualität, Lage und Grösse der Wohnungen korrigiert. Der Vorteil dieser sogenannten hedonischen Methode liegt darin, dass die wirkliche Mietpreisentwicklung für neue und wieder zu vermietende Wohnungen auf
    Homegate abgebildet wird. Der Homegate-Mietindex ist der älteste qualitätsbereinigte Mietpreisindex der Schweiz und gilt als Referenzquelle für Immobilienprofis für die Preisbestimmung von Mietobjekten.

  • Wohnen wird für alle spürbar teurer

    Wohnen wird für alle spürbar teurer

    Die gestiegene Zinsbelastung kann der Nachfrage nach eigenen vier Wänden bisher nichts anhaben. Kaufinteressierte für Eigenheime sind „weiterhin in Kauflaune“, heisst es in einer Medienmitteilung auf immoscout24.ch. Die dort vorgestellten Daten stützen sich auf den Real Estate Offer Index. Er wird von der SMG Swiss Marketplace Group in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben. Immoscout24.ch ist ein Marktplatz der SMG.

    Demnach hat sich auf Anbieterseite die Preiserwartung trotz der Anhebung des Leitzinses um 0,5 Prozentpunkte nicht reduziert. Einfamilienhäuser kosteten 2 Prozent mehr, Eigentumswohnungen wurden innert Monatsfrist zu 0,7 Prozent höheren Preisen inseriert. „Mit der erhöhten Zinslast und der generellen Kostensteigerung für Unterhalt und Investitionen wird das Wohnen im Eigenheim spürbar teurer“, wird Martin Waeber von SMG zitiert. Entsprechend sei eine Verlangsamung der Preisentwicklung wahrscheinlich.

    Die inserierten Mietpreise sind im vergangenen Monat mit 0,3 Prozent ebenfalls leicht gestiegen. Zusätzlich würden die deutlich teureren Erdöl- und Gaspreise zu „signifikant höheren Auslagen“ führen.

    Bei institutionellen Investoren könnte die Nachfrage nach Renditeliegenschaften sinken. Dies habe womöglich eine verminderte Bautätigkeit und damit eine Verknappung des Angebots an Mietwohnungen zur Folge. Abzuwarten sei, wie sich die Angebotsmieten langfristig entwickeln.

  • Mietpreise steigen im Februar leicht um 0,26 Prozent

    Mietpreise steigen im Februar leicht um 0,26 Prozent

    Der Mietindex des Online-Immobilienmarktplatzes homegate.ch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank ist im Februar wieder gestiegen. Die Mietpreise kletterten leicht um 0,26 Prozent, heisst es in einer Medienmitteilung. Damit lag der Index leicht erhöht gegenüber dem Vormonat bei 117 Punkten.

    Fast in allen Kantonen und Städten sind die Mietpreise gestiegen, allen voran im Kanton Graubünden mit 2,15 Prozent. Dort hatte es im Januar einen Mietpreisrückgang gegeben, der sich nun durch den Anstieg im Februar wieder ausgeglichen hat. Neben Graubünden verzeichneten im Februar auch Appenzell, Glarus, Schwyz und das Wallis einen Anstieg von über 1 Prozent.

    Bis auf Bern und St.Gallen stiegen im Februar die Mieten in allen Städten, am stärksten in den Städten Lausanne mit 1,7 Prozent und Lugano mit 1,41 Prozent. In den jeweiligen Kantonen Waadt und Tessin stiegen die Preise dagegen weniger stark oder gingen sogar zurück.

    Gesunken sind die Mieten im Kanton Zug um 0,56 Prozent. Hier waren die Mieten im Januar deutlich gestiegen. „Im kantonalen Vergleich zeigen sich neben mehrheitlich zunehmenden Mieten auch Schwankungen über die letzten Monate“, heisst es in der Medienmitteilung.

  • Zuwanderung beeinflusst Mietpreise der Metropolen

    Zuwanderung beeinflusst Mietpreise der Metropolen

    „Die Schere bei den Wohnungsmietpreisen in den Schweizer Metropolen öffnet sich immer weiter“, leitet Comparis eine Mitteilung zu einer Studie über die Mietpreisentwicklung der letzten fünf Jahre ein. Für sie hat der Online-Vergleichsdienst mehr als 683’000 Inserate aus den Jahren 2017 bis 2021 ausgewertet. Den Ergebnissen zufolge entwickelten sich die mittleren Mietpreise der zehn grössten Schweizer Städte gegenläufig. „Hauptgrund für die Entwicklung ist die Abwanderung weg von den kleineren Städten in die Grosszentren“, wird Comparis-Immobilienexperte Leo Hug in der Mitteilung zitiert.

    In Metropolen wie Genf, Zürich und Luzern zogen die Mietpreise über den Berichtszeitraum kräftig an. Bei den 4,5-Zimmer-Wohnungen weist Genf mit einem Anstieg des Medianpreises von 3360 auf 3500 Franken das höchste Wachstum aus. Auch bei den 3,5-Zimmer-Wohnungen legte der mittlere Mietpreis mit einem Anstieg von 2410 auf 2640 Franken in Genf am stärksten zu. Die Preise für 2-Zimmer-Wohnungen zogen  im Berichtszeitraum mit 4,8 Prozent auf 1300 Franken am stärksten in Luzern an. Am tiefsten in die Tasche greifen muss man mit 1650 Franken für eine 2-Zimmer-Wohnung aktuell allerdings in Zürich.

    Die deutlichsten Rückgänge der Medianmieten haben die Analysten von Comparis in Lugano beobachtet. Hier ging der mittlere Mietpreis für grosse Wohnungen von 1900 auf 1700 Franken, der für mittlere Wohnungen von 1650 auf 1450 Franken und der für kleine Wohnungen von 1295 auf 1150 Franken zurück. Mit 985 Franken kann eine 2-Zimmer-Wohnung derzeit am günstigsten in Biel gemietet werden.

    Als mittleren Mietpreis geben die Analysten jeweils den Median an. Im Unterschied zum rechnerischen Durchschnitt bildet der Median den mittleren Wert über alle Mietpreise ab.

  • Zürcher Eigenheime erzielen Rekordpreise

    Zürcher Eigenheime erzielen Rekordpreise

    „Zürcher Eigenheimpreise kennen kein Halten mehr“, schreibt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) in ihrem Immobilienbarometer für das vierte Quartal 2021. Den Analysten der ZKB zufolge sind die Preise für Wohneigentum im Kanton Zürich im Jahresvergleich um durchschnittlich 9,3 Prozent auf neue Rekordwerte gestiegen. Den höchsten Anstieg machen die Analysten dabei mit 11,3 Prozent für Wohneigentum in den Seegemeinden und der Stadt Zürich aus.

    Auch die Mieten hätten im Berichtszeitraum „das höchste Gesamtjahreswachstum seit Ende 2014“ realisiert, heisst es im Barometer weiter. Dies führen die Analysten auf aktuell sinkende Zahlen für leerstehende Wohnungen „in Kombination mit einer robusten Zuwanderung“ zurück. In der Stadt Zürich habe sich dagegen „der Attraktivitätsverlust der Zentren in der Pandemie“ gezeigt. Hier legten die Mieten im Jahresvergleich nur um 0,5 Prozent zu.

    Als Hintergrund für die Entwicklungen führen die Analysten auch die lange Bewilligungsdauer für den Bau von Mehrfamilienhäusern an. Die Bewilligungsdauer für Grossprojekte habe sich seit 2001 von 183 auf 324 Tage fast verdoppelt. „Verdichtetes Bauen generiert häufig Reibungsflächen und führt oft zu langwierigen Rekursen und Verzögerungen“, erläutern die Analysten. Dies führe dazu, dass über die Umsetzung vieler Grossprojekte nicht mehr im Zürcher Baudepartement, sondern vor Gericht entschieden werden. Letztendlich finde sich jedoch „in den meisten Fällen eine Lösung“.

  • Mietpreise sinken im März leicht

    Mietpreise sinken im März leicht

    Die Preise für Mieten sind im März im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent gesunken. Diese kurzfristige Entwicklung spiegelt sich aber nur in den landesweiten Durchschnittswerten wider. In den teuersten und bevölkerungsreichsten Regionen sind die Mietpreise im März gestiegen, zeigen neueste Daten des Swiss Real Estate Offer Index. Auch in der langfristigen Betrachtung haben die Preise durchschnittlich angezogen.

    So mussten Mieter in der Genferseeregion im März 0,2 Prozent mehr bezahlen, in der Grossregion Zürich sogar 0,9 Prozent. Auch in der Nordwestschweiz stiegen die Mietpreise laut Medienmitteilung um 0,3 Prozent, in der Ostschweiz um 0,2 Prozent und im Tessin um 1,9 Prozent. In der Zentralschweiz fielen die Mietpreise dagegen um 1,2 Prozent. Aufs gesamte Jahr betrachtet stiegen die Mietpreise im Landesdurchschnitt um 0,6 Prozent.

    Beim Wohneigentum haben sich die Preise ebenfalls unterschiedlich entwickelt, je nach Wohnart. Während Interessenten von Eigentumswohnungen im März von durchschnittlich 0,4 Prozent niedrigeren Preisen profitierten, mussten Käufer von Einfamilienhäusern 1 Prozent drauflegen.

    In den vergangenen zwölf Monaten zogen die Preise bei Eigenheimen sogar um rekordverdächtige 7,2 Prozent an. Kostete der Quadratmeter im März 2020 noch 6398 Franken, so waren es im März dieses Jahres schon 6857 Franken.

    Bei Stockwerkeigentum fiel das Plus mit 3 Prozent etwas moderater aus. Hier stieg der Quadratmeterpreis von 7366 Franken im März 2020 auf 7587 Franken im März 2021.

    Die Daten des Swiss Real Estate Offer Index werden in Echtzeit auf der Grundlage von Inseraten auf der Immobilienplattform ImmoScout24 und in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI AG erstellt.