Die Stadt Bern trägt seit 2020 das Label Energiestadt Gold und möchte ihre Vorreiterrolle bei der Energiewende ausbauen. Hierfür setzt sie bei den stadteigenen Liegenschaften auf einen reduzierten Energieverbrauch und baut nach energetischen Standards. So auch am Standort der ehemaligen Krankenpflegeschule Engeried, wo die Stadt eine Wohnüberbauung realisiert. Das Projekt umfasst nebst Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen rund hundert Wohnungen, eine Bibliothek, eine Basisstufenklasse sowie eine Tagesschule. Alle Wohnungen sollen als gemeinnütziger Wohnungsbau vermietet werden. 24 Wohnungen davon werden im Segment «Günstiger Wohnraum» realisiert, betonen die Projektverantwortlichen.
Im Sommer 2017 gewann das Büro B Architekten aus Bern mit dem Projekt «milet» den Projektwettbewerb. Das Siegerprojekt sieht vier Gebäude vor, die zu einem gemeinsamen Innenhof ausgerichtet sind und der rechtwinkligen Struktur des Quartiers Rechnung tragen sollen. Die Erschliessung aller Nutzungen erfolgt ausschliesslich über den klar gefassten und abwechslungsreich gestalteten Hofraum. Die Aussen- und Zwischenräume sollen parkähnlich mit einem Anteil an naturnahem Lebensraum realisiert werden. Die Dächer der vier Neubauten werden zu bestmöglichen Nutzung der erneuerbaren Energien mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Beheizt werden die Gebäude mit einer Erdsonden-Wärmepumpe. Angestrebt wird, dass die vier Gebäude die Anforderungen an ein 2’000-Watt-Areal erfüllen. Läuft alles nach Planung soll die Überbauung im Jahr 2022 fertiggestellt sein. ■

