Schlagwort: nachhaltige Bauweise

  • Drei Jahrzehnte Ingenieurkunst im Zeichen von Holz und Kreislauf

    Drei Jahrzehnte Ingenieurkunst im Zeichen von Holz und Kreislauf

    Die PIRMIN JUNG Schweiz AG wird 30 Jahre alt. 1996 wurde sie vom gelernten Zimmermann Pirmin Jung als Ingenieur- und Planungsbüro für Holzbau gegründet. Wie es in einer Mitteilung zum Firmenjubiläum heisst, ist aus dem Ein-Mann-Betrieb mittlerweile ein „KMU mit umfassendem Wissensmanagement, modernen Arbeitsplätzen und einer agilen Organisationsstruktur“ geworden.

    Um bewährte Mitarbeitende zu halten, wurden mit der Zeit neue Standorte aufgebaut – „nicht in Zentren“, wie das Unternehmen betont, „sondern an verkehrstechnisch gut gelegenen, für die Mitarbeitenden lebenswerten und heimatnahen Lagen“. Heute befassen sich über 150 Personen an sieben Standorten in der Schweiz und in Deutschland mit Tragwerksplanung, Brandschutz, Bauphysik, Nachhaltigkeitsplanung und zirkulärem Bauen.

    Unter PIRMIN JUNGs Projekten sind den Angaben zufolge immer wieder solche gewesen, „die den Holzbau prägten und teilweise noch heute als Leuchtturmprojekte gelten. Dabei wurden neue Lösungen entwickelt, die heute im Holzbau als Standard gelten.“ Beispielhaft nennt das Unternehmen das Erlebnisbad Aquabasilea in Pratteln BL, das siebengeschossige Haus C13 in Berlin, das 60-Meter-Hochhaus BF1 in Rotkreuz ZG und das Veranstaltungszentrum Knies Zauberhut in Rapperswil-Jona SG.

    In jüngster Zeit sind der neue Firmensitz in Sursee, das Haus des Holzes, als Entwicklungs- und Vorzeigeprojekt für digitales, klimagerechtes und kreislauffähiges Planen und Bauen ebenso hinzugekommen wie sowie zuletzt die Planung für das neue Dock A des Flughafens Zürich, das ab 2030 gebaut wird. Die Jury des Prix SVC Zentralschweiz 2023, den PIRMIN JUNG gewinnen konnte, zeigte sich „besonders vom wegweisenden Bauprojekt Haus des Holzes, welches die Vision der Firma für den Holzbau der Zukunft verkörpert, beeindruckt“.

    Ein bewusster Umgang mit den Ressourcen sei von jeher tief in den Werten der Firma verankert, wird Pirmin Jung zitiert. „Die Nachfrage nach klimagerechtem und kreislauffähigem Bauen wird zunehmen und da wollen wir ebenfalls tragend mitgestalten.“

  • Moderne Hallenlösung unterstützt spezialisierte Recyclingabläufe

    Moderne Hallenlösung unterstützt spezialisierte Recyclingabläufe

    Die Bieri Tenta AG, ein Hersteller von Planstofflösungen aus Grosswangen, hat den erfolgreichen Projektabschluss einer Lagerhalle am Standort Susten in einer Mitteilung bekanntgegeben. Auftraggeber war die BOWA Recycling AG, die auf das Recycling von kontaminiertem Bodenmaterial fokussiert und eine Tochtergesellschaft der Theler AG aus Raron VS ist. Die Lagerhalle ist laut Mitteilung optimal auf die Anforderungen des modernen Recyclingbetriebs ausgelegt und ist bereits das zweite Projekt, bei dem die Firmen zusammenspannen. Bereits 2019 hatte Bieri für die BOWA Recycling AG eine 2700 Quadratmeter grosse Halle realisiert.

    In Susten handelt es sich hierbei um eine Giebelhalle mit einer Grundfläche von knapp 3000 Quadratmetern. Die Lagerhalle ist mit sechs Bieri-Rolltoren (5 mal 5 Meter) sowie sechs Fluchttüren ausgestattet, die reibungslose Abläufe und hohe Sicherheit im Betriebsalltag garantieren. Während der sechswöchigen Montage nutzte Bieri einen Pneukran, um die bis zu 13 Tonnen schweren Stahlteile an ihr Ziel zu heben. Als Dach und Abdeckung der Membranhalle dient eine 59 mal 61 Meter grosse Folie, die rund 3,6 Tonnen auf die Waage bringt. Die Membrane ist dabei für die Installierung einer Photovoltaikanlage geeignet, womit es den Kunden offen steht, nachhaltige Energie direkt vor Ort zu erzeugen.

    Die BOWA Recycling AGals Auftraggeber ist eine Tochtergesellschaft der Theler AG und betreibt eine Bodenwaschanlage in Leuk-Susten, seit 2024 allerdings auch eine thermische Behandlungsanlage. Die Firma erreicht laut Eigenangaben Recyclingraten von bis zu 99 Prozent bei kontaminiertem Bodenmaterial.

    Die Bieri Gruppe ist eine Herstellerin von Lösungen aus technischen Textilien, etwa für Industrie, Bau, Transport, Architektur und Veranstaltungen. Das Unternehmen gliedert sich in die Bieri Tenta AG aus Grosswangen und die Bieri Zeltaplan GmbH mit Sitz im deutschen Leipzig.

  • Moderner Logistikbau setzt auf Effizienz und Nachhaltigkeit

    Moderner Logistikbau setzt auf Effizienz und Nachhaltigkeit

    Die zu Pestalozzi gehörende Transstahl AG soll künftig die Transporte von Lang- und Sperrgut noch effizienter und flexibler schweizweit durchführen können. Deshalb baut die Pestalozzi Gruppe in Pieterlen ein neues Logistikzentrum, für welches nun laut einer Mitteilung der feierliche Spatenstich gesetzt wurde. Daran haben neben Vertretern von Pestalozzi und Transstahl auch Beat Rüfli, Gemeindepräsident von Pieterlen, und Simon Enderli, Leiter Standortförderung Kanton Bern, sowie weitere Gäste teilgenommen.

    Das Logistikzentrum wird 100 Meter lang, 30 Meter breit und 12 Meter hoch sein. Eine energieeffiziente Heizung ist ebenso geplant wie eine Photovoltaikanlage sowie Ladestationen für Elektro-Last- und Personenwagen. Ein Grossteil der verbauten Materialien stammt aus dem Sortiment der auf Stahltechnik und Haustechnik spezialisierten Pestalozzi Gruppe.

    „Mit diesem Spatenstich investieren wir in die Entwicklung unserer Unternehmensgruppe und bekennen uns klar zum Werkplatz Schweiz und zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Gemeinden und Regionen“, wird Matthias Pestalozzi in der Mitteilung zitiert. Er ist Inhaber und Delegierter des Verwaltungsrates der Pestalozzi Gruppe.

  • Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Wärmeabweisende Beschichtung für energieeffiziente Gebäude

    Das auf Textiltechnologien und Synbiotika spezialisierte Unternehmen HeiQ mit Sitz in Schlieren wird seine wärmedämmende Beschichtung Xpectra auf der Messe BAU 2025 vom 13. bis 17. Januar in München präsentieren. Laut einer Mitteilung steigert diese transparente wärmereflektierende Beschichtung für Wände die Energieeffizienz in Gebäuden.

    Die als Sprühlösung angebotene Beschichtung verbessere den Wärmedurchgangskoeffizient um bis zu 25 Prozent, heisst es weiter. Der U-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient und gibt den Wärmestrom durch ein Bauteil abhängig vom Temperaturgefälle zwischen warmer und kalter Seite an.

    Zu der Beschichtung heisst es vom Schlieremer Unternehmen, HeiQ Xpectra biete der Bauindustrie grosse Vorteile in der Wärmedämmtechnik. Ziel sei es, durch eine kosteneffiziente, einfache Wandbeschichtung eine hervorragende Dämmwirkung zu erzielen. Dies werde es Häusern ermöglichen, einen reduzierten Energieverbrauch zu erreichen, der die strengen Anforderungen der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden erfülle und dazu beitrage, dass Gebäude in der EU bis 2050 klimaneutral werden.

    Neben Wandbeschichtungen kann HeiQ Xpectra nach Firmenangaben auch für transparente Heizungen, Signaturmanagement, gedruckte Elektronik und mehr verwendet werden. HeiQ Xpectra könne somit zahlreiche Branchen verändern.

    HeiQ ist eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat seinen Sitz im IJZ Innovations- und Jungunternehmerzentrum und ist Mitglied von Start Smart Schlieren.

  • Globaler Wettbewerb für nachhaltiges Design gestartet

    Globaler Wettbewerb für nachhaltiges Design gestartet

    Seit dem 1. Oktober 2024 können Projekte für den Holcim Stiftungspreis 2025 eingereicht werden. Dieser Wettbewerb zeichnet nachhaltige Designprojekte aus, die sich in der späten Planungsphase oder bereits im Bau befinden. Eine Voraussetzung: Der Bau darf vor dem 11. Februar 2025 nicht abgeschlossen sein. Insgesamt stehen Preisgelder in Höhe von 1 Million USD zur Verfügung, die auf 20 Gewinnerprojekte weltweit aufgeteilt werden.

    Bewertungskriterien und Regionen
    Die Einreichungen werden von renommierten Fachjurys bewertet, die aus Architekten, Ingenieuren und Stadtplanern bestehen. Bewertet werden die Projekte anhand der vier Hauptziele der Holcim Foundation für nachhaltige Bauweise: lebenswerte Orte schaffen, den Planeten schützen, Gemeinschaften fördern und wirtschaftliche Nachhaltigkeit sicherstellen. Die Jurys agieren in fünf Regionen: Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Naher Osten & Afrika sowie Nordamerika. Führende Persönlichkeiten wie Sou Fujimoto (Asien-Pazifik) und Jeanne Gang (Nordamerika) leiten die Jurys.

    Preisvergabe und Anerkennung
    Pro Region werden vier Projekte mit jeweils 40.000 USD ausgezeichnet, wobei ein Projekt zusätzlich eine Sonderprämie von 40.000 USD erhält. Die Gewinner werden zur Preisverleihung am 20. November 2025 in Venedig eingeladen, wobei Reisekosten von der Holcim Foundation übernommen werden.

    Jetzt teilnehmen!
    Die Teilnahme ist kostenfrei und die Einreichungsfrist läuft bis zum 11. Februar 2025. Detaillierte Informationen und die Möglichkeit zur Einreichung finden Sie auf der offiziellen Website – awards.holcimfoundation.org. Nutzen Sie diese Chance, ein Teil des Wandels zu werden und nachhaltige Projekte zu fördern!