Schlagwort: nachhaltige Bauwirtschaft

  • Neuer Standard macht Gebäude zu handelbaren CO₂-Senken

    Neuer Standard macht Gebäude zu handelbaren CO₂-Senken

    Der Global Construction C-Sink-Standard des Fricker Unternehmens Carbon Standards International ist erstmals die Grundlage für die Ausgabe von CO2-Zertifikaten für ein biogenes Gebäude gewesen. Sie wurden laut einer Mitteilung von OPENLY ausgegeben. Der in Widnau ansässige Pionier für biogenen Hochbau und CO2-Senken in Gebäuden bietet diese CO2-Zertifikate zusammen mit der Klimaschutzorganisation myclimate an.

    In der Folge wurde der erste Global Construction C-Sink im öffentlich zugänglichen Global C-Sink Registry eingetragen. Damit erzielt der Standard sofortige Wirkung, weil der Kohlenstoff vom ersten Tag als gespeichert gilt. Die Senke ist im Bauwerk exakt lokalisiert und kann global gehandelt werden. „Die Zertifizierung von Gebäuden als CO2-Senken schafft einen messbaren Klimanutzen, fördert nachhaltiges Bauen und ebnet den Weg für handelbare CO2- Zertifikate, die den Wandel in der Bauindustrie vorantreiben“, wird OPENLY-CEO Andy Keel zitiert.

    Der Global Construction C-Sink Standard verifiziert Gebäude und Tragwerke, die aus Biomasse gewonnene und Kohlenstoff speichernde Materialien enthalten. Diese Biomasse, zu der etwa Hanf, Stroh, Holz und Pflanzenkohle gehören, stellen somit Kohlenstoffsenken dar. Jedes verifizierte Bauwerk kann im Global C-Sink Registry registriert werden. Es ist von der Internationalen Allianz für CO2-Reduzierung und -Kompensation (International Carbon Reduction and Offset Alliance, ICROA) mit Sitz in Genf anerkannt.

    Zu den ersten Unternehmen, die C-Sink-Gutschriften auf Basis der Carbon Standards von Carbon Standards International nutzen, gehören Angaben von Carbon Standards International zufolge Swiss Re, Shopify, Atlassian, Banque Pictet, Woolgate Exchange Unit Trust, Celonis, Arup Group, Storebrand und Zooplus. Darüber hinaus führe der Betreiber des CO2-Senken-Registers derzeit interne Gespräche über mögliche Partnerschaften und Kooperationen.

  • Langfristiges Unternehmertum als Erfolgsmodell ausgezeichnet

    Langfristiges Unternehmertum als Erfolgsmodell ausgezeichnet

    Das Bauunternehmen Richi AG in Weiningen ist mit dem Nachfolgepreis Phoenix Award 2024 in der Kategorie KMU von 100 bis 250 Mitarbeitende ausgezeichnet worden. Das Unternehmen wurde laut Medienmitteilung 1924 von Jakob Richi als Kiesgrube gegründet und umfasst heute fünf Betriebsbereiche mit 150 Beschäftigten, ist weiter in Familienhand und wird von der dritten und vierten Generation geführt. Verwaltungsratspräsident Jakob Richi aus der dritten Generation und David Richi (vierte Generation) nahmen den Preis am Mittwoch, 4. Dezember, in Weiningen entgegen. David Richi ist Verwaltungsrat und Mitglied der Geschäftsleitung.

    Die Richi AG umfasst heute fünf Sparten, heisst es weiter. Die sind Baustofflieferung unter Einsatz von Recyclingkies und -beton, das Wiederverwerten von Bauschutt, eine eigene Photovoltaikanlage, ein Biomassekraftwerk sowie Kräne und Spezialtransporte.

    „Dieser Nachfolgepreis ist eine schöne Würdigung für uns als Familie resp. Familienunternehmer*innen, denen die für alle stimmige Nachfolgeregelung ein wichtiges Anliegen ist“, wird David Richi, stellvertretend für die dritte und vierte Generation, aus seiner Dankesrede zitiert. Gleichzeitig sei der Preis eine tolle Anerkennung für das gesamte Firmen-Team und dessen Engagement.

    Der Phoenix Award für langfristiges Schweizer Unternehmertum wird seit  2020 jährlich vom Schweizer Dachverband für Unternehmensnachfolge (CHDU) vergeben. Die Auszeichnung ehrt Schweizer KMU, die ihre Nachfolgeregelung seit mindestens einem Jahrhundert meistern. Dies gelingt laut der Mitteilung im Kanton Zürich mit seinen gut 113‘000 Unternehmen, von denen rund 17‘800 vor einer offenen Nachfolge stehen, nur knapp 20 Firmen jährlich.