Schlagwort: nachhaltige Infrastruktur

  • Aufzugstechnik stärkt die Entwicklung der Destination Andermatt

    Aufzugstechnik stärkt die Entwicklung der Destination Andermatt

    Als Partner von Andermatt Swiss Alps hat der finnische Aufzug- und Rolltreppenhersteller KONE laut einer Mitteilung seit 2011 hundert Anlagen realisiert. Im Rahmen des Entwicklungsprojekts von Samih Sawiri für die Destination würden 1,7 Milliarden Franken investiert; dabei werde auf langfristige Partnerschaften gesetzt. Personen- und Lastenaufzüge von KONE liefen inzwischen in Luxushotels, Villen und Apartmenthäusern vor Ort. Zudem zeichne sich das Unternehmen mit Schweizer Sitz in Brüttisellen für neue Fahrtreppen und einen Fahrsteig im Bahnhof Andermatt verantwortlich.

    Bei den installierten Personenaufzügen handelt es sich laut der Mitteilung zu einem grossen Teil um die Modelle KONE MonoSpace 500 DX und KONE MonoSpace 700 DX, bei den Lastenaufzügen um TranSys DX. Zudem seien etwa für das Fünf-Sterne-Hotel Chedi Andermatt kundenspezifisch Aufzüge angefertigt worden.

    Nachhaltigkeit habe im Sinne von Energieeffizienz, -rückgewinnung und Lebensdauer bei allen Projekten eine wichtige Rolle gespielt, heisst es. Das entspreche nicht nur der Andermatt-Responsible-Initiative, sondern auch den Prinzipien von KONE. Angeführt wird, dass KONE vom Fachmagazin „Corporate Knights“ 2025 unter die 20 nachhaltigsten Unternehmen Europas gewählt wurde.

    Ein Projekt dieser Grösse und Dauer kann laut Jan-Eric Mahnkopf von Andermatt Swiss Alps nur mit starken, langfristigen Partnerschaften erfolgreich umgesetzt werden. „Mit KONE haben wir einen technologisch führenden und zugleich flexiblen Partner an unserer Seite, der unsere hohen Anforderungen an Qualität, Design und Effizienz seit Jahren zuverlässig erfüllt“, wird Mahnkopf als Bauprojektleiter zitiert.

    Diese Langfristigkeit hat laut KONE den Vorteil, Planung und Logistik zu optimieren, immer ausreichend Material und Personal vor Ort zu haben. „Die kollaborierenden Teams sind perfekt eingespielt, man kennt die Bedürfnisse und die Anforderungen des Partners“, heisst es von Lukas Lehmann, dem verantwortlichen KONE-Verkaufsleiter.

  • Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Neuer Tower für den Flughafen Zürich genehmigt

    Der heutige Tower wurde 1985 gemeinsam mit dem Dock A in Betrieb genommen und hat nach fast 40 Jahren das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Der neue Tower entsteht nördlich des bestehenden Standorts und soll den Fluglotsinnen und -lotsen einen optimierten Überblick über den Boden- und Luftverkehr verschaffen. Funktionalität, Nachhaltigkeit und Arbeitsplatzqualität werden dabei auf ein neues Niveau gehoben.

    Teil eines Grossprojekts
    Der Neubau des Towers ist eng mit dem Ersatzneubau des Dock A verbunden. Beide Projekte wurden von der Flughafen Zürich AG 2023 eingereicht und in einem gemeinsamen Verfahren geprüft. Während der Tower nun in einem Teilentscheid genehmigt wurde, läuft das Verfahren für das neue Dock A weiter. Bis zu dessen Fertigstellung wird der Tower zunächst als eigenständiges Gebäude betrieben.

    Nachhaltigkeit im Fokus
    Das Projekt wird vom Architekturbüro Bjarke Ingels Group geleitet und setzt auf eine Bauweise mit Holz als Hauptmaterial. Das Dach des neuen Docks wird vollständig mit Photovoltaik ausgestattet und soll bis zu zwei Drittel des Strombedarfs decken. Mit einem Investitionsvolumen von rund 700 Millionen Franken ist der Ersatzneubau Dock A eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre.

    Einsprachen und Ausblick
    Gegen das Vorhaben gingen mehrere Einsprachen ein, unter anderem von betroffenen Gemeinden. Laut UVEK führt der Bau selbst jedoch nicht zu zusätzlichem Fluglärm. Im Gegenteil, die Immissionen in der Umgebung könnten sogar sinken. Der Baustart des Towers ist für 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme des neuen Dock A wird nicht vor 2030 erwartet. Ein Drittel aller Passagiere am Flughafen Zürich nutzt das Dock A, seine Erneuerung gilt daher als zentral für den Flughafenbetrieb der Zukunft.

    Mit dem neuen Tower und Dock A setzt der Flughafen Zürich auf eine nachhaltige und funktionale Infrastruktur, die den steigenden Anforderungen an Luftverkehr und Umweltschutz gerecht wird. Das Projekt verbindet Hightech-Flugsicherung mit moderner Baukultur, ein starkes Signal für die Zukunft des Schweizer Luftverkehrs.

  • Neuer Standard bei JVA Bostadel

    Neuer Standard bei JVA Bostadel

    Die Justizvollzugsanstalt Bostadel, errichtet zwischen 1972 und 1977, zeigt nach Jahrzehnten deutliche Abnutzungsspuren. Bauliche Anpassungen zur Erhöhung der Erdbebensicherheit, des Brandschutzes und der Energieeffizienz sind dringend nötig, um die Sicherheit für Insassen und Personal zu gewährleisten. Das umfassende Sanierungsprojekt umfasst sowohl die Modernisierung der Gebäudetechnik als auch den Bau einer neuen Spezialabteilung, die während der Bauphase als Provisorium dienen wird.

    Sanierung unter Betrieb
    Ein zentraler Aspekt dieses Projekts ist die Sanierung bei laufendem Betrieb. Der Neubau ermöglicht eine temporäre Ausweichlösung während der Renovierung und richtet sich besonders an die Bedürfnisse älterer und langzeitverwahrter Gefangener. Dieser Ansatz wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Strafvollzugskonkordat der Nordwest- und Innerschweiz sowie dem Bundesamt für Justiz entwickelt, um den reibungslosen Betrieb der JVA zu gewährleisten.

    Architektonische Innovation
    Das Siegerprojekt von Eggenspieler Architekten AG und architecture + aménagement s.a. überzeugt mit der durchdachten Planung und architektonische Innovation. Der Ergänzungsbau schafft zusätzliche Aussenbereiche und sorgt durch optimale Belichtung der Innenräume für eine angenehme Umgebung. So wird eine moderne und nachhaltige Justizvollzugsinfrastruktur verwirklicht.

    Effizientes und nachhaltiges Projekt
    Die Gesamtkosten belaufen sich gemäss Grobkostenschätzung auf 66,6 Millionen Franken, netto 50,35 Millionen nach Abzug der Bundesbeiträge, ist das Projekt wirtschaftlich und nachhaltig gestaltet. Die Einbindung der Kantonsregierungen von Zug und Basel-Stadt gewährleistet die Erfüllung moderner Standards und Anforderungen.

    Weichenstellung für die Zukunft
    Nach Genehmigung durch die Kantonsregierungen und das bevorstehende Verfahren in den Kantonsparlamenten wird das Projekt etappenweise realisiert. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist bis 2028 geplant, die vollständige Sanierung bis 2031. Damit wird die JVA Bostadel auf die Anforderungen der nächsten Jahrzehnte vorbereitet.

  • Fernwärmeprojekt in Bern nutzt Aare als Energiequelle

    Fernwärmeprojekt in Bern nutzt Aare als Energiequelle

    Energie Wasser Bern will den Nordosten von Bern mit klimafreundlicher Wärme versorgen. Dafür plant der Berner Energieversorger den Aufbau einer entsprechenden Wärmeproduktionsinfrastruktur, informiert ewb in einer Mitteilung. Als Wärmequelle soll dabei unter anderem das Wasser der Aare dienen.

    Konkret will ewb der Aare am westlichen Ufer auf Höhe der Engehalde Wasser entnehmen und in eine bereits bestehende Kaverne leiten. Hier soll dem Wasser Wärme entzogen werden, die im Anschluss zu einer neu zu bauenden Energiezentrale Aare Wyler auf der östlichen Seite des Flusses transportiert wird. Liegenschaften in an die Energiezentrale angrenzenden Quartieren könnten dann mit Fernwärme aus den Wärmepumpen der Energiezentrale beheizt werden. Darüber hinaus denkt ewb die Einrichtung einer zweiten, kleineren Energiezentrale Aare Engehalde auf der Westseite des Flusses an. Sie könnte das Gebiet Tiefenau mit Fernwärme versorgen.

    Das Unternehmen hat bereits ein Konzessionsgesuch für den Bau eines Fassungsbauwerks sowie die Entnahme und Rückgabe des Wassers aus der Aare beim Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern eingereicht, erläutert ewb. Das Unternehmen rechnet mit einem Entscheid im Frühjahr 2026. In der Zwischenzeit soll ein genauer Standort für die geplante Energiezentrale Aare Wyler gefunden werden.

  • Nachhaltiger Stadionbau mit wiederverwendbaren Systembauteilen

    Nachhaltiger Stadionbau mit wiederverwendbaren Systembauteilen

    Der in Hüttwilen ansässige Veranstaltungs- und Baudienstleister Nüssli hat vom spanischen Fussball-Zweitligisten Real Zaragoza den Auftrag zum Bau eines Interimsstadions erhalten. Wie es in einer Mitteilung heisst, soll die Sportstätte 20‘000 Zuschauern Platz bieten. Ihr Betrieb ist für die kommenden zwei Spielzeiten geplant und soll somit den ununterbrochenen Spielbetrieb des Vereins aufrechterhalten. Die eigentliche Heimspielstätte Romareda wird umgebaut.

    Das Stadion wird aus drei nicht überdachten Zuschauerräumen und einer überdachten Tribüne bestehen und ein Spielfeld in den Massen von 120 mal 80 Metern umschliessen. Die geplante Bauzeit beträgt sechs Monate, die Fertigstellung ist zum ersten Heimspiel von Real Zaragoza im August 2025 geplant. Wie bereits bei anderen Bauten des Spezialunternehmens besteht die Bauweise in der Nutzung wiederverwendbarer Systembauteile, die nach dem Betrieb wieder zurückgebaut werden können.

    Zu den Einrichtungen gehören ferner Ticketverkaufsstellen, ein Merchandising-Shop, ein Gastronomiebereich sowie Kabinen für Radio- und Fernsehkommentatoren. Des Weiteren wird ein angrenzendes Gebäude mit Umkleidekabinen, Sanitätsraum, Dopingkontrollraum, VIP-Lounges und Ruhezonen entstehen.

    „Das temporäre Stadion zeigt, dass auch in Übergangszeiten höchste Standards und Fanerlebnisse möglich sind“, wird Lluis Herrero, Managing Director von Nüssli Iberia, in der Mitteilung zitiert. „Darüber hinaus setzt das Projekt Massstäbe für andere Vereine, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.“