Schlagwort: nachhaltige Mobilitaet

  • Interkantonales Entwicklungsprojekt setzt auf Mobilität und Effizienz

    Interkantonales Entwicklungsprojekt setzt auf Mobilität und Effizienz

    Die St.Galler Stimmbevölkerung hat dem Verkauf zweier Grundstücke des Kantons St.Gallen an den Kanton Thurgau sowie der Kompensation von Fruchtfolgeflächen zugestimmt. Für die Region Wil sei dies „richtungsweisend“, heisst es in einer Mitteilung von Regio Wil. Auf den Grundstücken soll das Entwicklungsareal WILWEST entstehen, das als nachhaltiges Wirtschaftsgebiet umweltfreundliche Mobilität, Energieeffizienz und regionale Zusammenarbeit vereinen soll. Kern des Projekts ist ein neuer Anschluss an die Autobahn A1, ergänzt durch verbesserte Bus-, Bahn- und Veloverbindungen für die gesamte Region.

    Für die Region Wil schafft das Projekt Perspektiven für neue Arbeitsplätze, eine Entlastung des Verkehrs sowie eine koordinierte und nachhaltige Raumentwicklung, heisst es in der Mitteilung. Der Entscheid der St.Galler Stimmbevölkerung sei zudem ein starkes Zeichen für die interkantonale Zusammenarbeit zwischen St.Gallen und Thurgau sowie für die 22 Gemeinden der Regio Wil.

    Die St.Galler Stimmbevölkerung hatte einen Sonderkredit für das Projekt WILWEST im September 2022 zunächst abgelehnt. Daraufhin wurde das Projekt umfassend überarbeitet, insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit. So wurden unter anderem die Flächennutzung optimiert, die Versiegelung reduziert sowie der Autoverkehr und die Anzahl Parkplätze verringert.

    Nun gelte es, eine nachhaltige Realisierung sicherzustellen, das Gebiet bodenschonend und etappenweise zu entwickeln sowie die Anliegen der Bevölkerung weiterhin einzubeziehen. Die Regio Wil wolle sich auch künftig aktiv in den Prozess einbringen.

  • Neue Seilbahntechnologie stärkt nachhaltige Mobilität in Metropolräumen

    Neue Seilbahntechnologie stärkt nachhaltige Mobilität in Metropolräumen

    Die urbane Seilbahnanlage Câble C1 ist seit dem 13. Dezember im Süden von Paris in Betrieb, wobei Seile und eine magnetinduktive Überwachung der Fatzer AG aus Romanshorn zum Einsatz kommen. Fatzer ist im Bereich der Transportseile eigenen Angaben nach Weltmarktführer und ein Teil der Brugg Group mit Sitz in Brugg. Die neue Bahn ist laut einer Mitteilung die längste urbane Seilbahn in Frankreich. Im bevölkerungsreichen Département Val-de-Marne, das zum Grossraum Paris gehört, soll sie das öffentliche Bus- und Metro-System entlasten und den individuellen Verkehr reduzieren. Das Projekt wurde von Doppelmayr Frankreich umgesetzt, einer Tochtergesellschaft der Seilbahntechnologie-Gruppe Doppelmayr mit Sitz im österreichischen Wolfurt.

    Die Bahn bedient laut Fatzer mit einer Fahrtzeit von 18 Minuten eine 4,5 Kilometer lange Strecke mit fünf Stationen und verbindet den Vorort Créteil mit den Gemeinden Limeil-Brévannes, Valenton und Villeneuve-Saint-Georges. Insgesamt verkehren 105 Kabinen über 30 Stützen mithilfe dreier Seilschlaufen. Fatzer habe hierfür drei Seile mit einem Gesamtgewicht von rund 90 Tonnen geliefert, heisst es. Genutzt worden sei der Seiltyp Performa DT, den Fatzer speziell für den Einsatz in dicht besiedelten Gebieten und hohe Belastung entwickelt habe. Er zeichne sich insbesondere durch Langlebigkeit und einen geräuscharmen sowie ruhigen Lauf aus.

    Um die Betriebszeiten von 18 bis 19 Stunden täglich ohne Unterbrechung sicher zu gewährleisten, werde der Seilzustand mithilfe der Fatzer-Lösung TRUscan überwacht. Mithilfe magnetinduktiver Messungen liegen den Verantwortlichen laut dem Unternehmen Echtzeitdaten vor. Unregelmässigkeiten würden sofort entdeckt, Wartungsarbeiten planbarer.

    Es wird angeführt, dass das Performa-DT-Seil bereits bei zahlreichen hochfrequentierten urbanen Anlagen eingesetzt werde: unter anderem im bolivianischen La Paz, im kolumbianischen Medellín, in Guayaquil, Ecuador, im französischen La Réunion und Ajaccio, in Mexiko-Stadt sowie demnächst im ebenso mexikanischen Uruapan.