Schlagwort: nachhaltige Wärme

  • Gemeinde Thalwil setzt auf Fernwärme mit neuer Wärmeversorgung

    Gemeinde Thalwil setzt auf Fernwärme mit neuer Wärmeversorgung

    Um eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung der Bevölkerung zu ermöglichen, ist im Februar 2025 die Wärme Thalwil AG gegründet worden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, ist das Unternehmen Ergebnis der Zusammenarbeit der Gemeinde Thalwil mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). An der gegründeten Gesellschaft sind Thalwil mit 49 Prozent und die EKZ mit 51 Prozent beteiligt. Der Gründung ist ein Bürgerentscheid vom September 2024 vorangegangen, an dem 79,8 Prozent der Stimmberechtigten für das neue Unternehmen gestimmt hatten.

    «Mit der Gründung der Wärme Thalwil AG setzen wir ein klares Zeichen für eine ressourcenschonende und klimafreundliche Wärmeversorgung auf unserem Gemeindegebiet», wird Andy Fellmann, Gemeindeingenieur von Thalwil, in der Mitteilung zitiert. «Zudem können durch die Zusammenarbeit von Gemeinde und EKZ Synergien genutzt und die bereits bestehende Infrastruktur effizient weiterentwickelt werden.»

    Martin Nicklas, Verwaltungsratspräsident der Wärme Thalwil AG und Leiter Energielösungen und Energiecontracting bei EKZ, nennt als Ziel der Neugründung, 3000 Bürgerinnen und Bürger mit nachhaltiger Wärme zu versorgen. In einem nächsten Schritt soll ein zusätzlicher Wärmeverbund geschaffen werden, ein Entscheid darüber soll 2026 getroffen werden.

  • Nachhaltige Wärmeversorgung in Bülach geplant

    Nachhaltige Wärmeversorgung in Bülach geplant

    Energie 360° und die Stadt Bülach beginnen mit dem Aufbau eines Energieverbunds, für den ab 2026 die Energiezentrale gebaut wird. Gemäss einer Medienmitteilung des Energieunternehmens ist vorgesehen, die Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage Furt für Heizung und Warmwasser zu nutzen.

    Die Anlage biete Potenzial für bis zu 300 Liegenschaften. Damit könnten rund 2600 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Wie die Energiedienstleisterin mitteilt, sollen ab Herbst 2028 die Bülacher Stadtteile Hinterbirch und Grampen sowie das Stadtzentrum mit regional erzeugter und CO2-neutraler Wärme beliefert werden. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie Liegenschaftsverwaltungen könnten schon jetzt auf einer Online-Plattform Anschlussmöglichkeiten an den Energieverbund prüfen und Richtpreise berechnen.

    In Bülachs Grundwasserschutzzonen seien Erdsonden nicht zugelassen, der Energieverbund sei „ein zentraler Puzzlestein“ der städtischen Energie- und Klimastrategie, heisst es zur Begründung. „Der Energieverbund passt zu unseren Bestrebungen, der Stadt Bülach eine moderne und zukunftsfähige Infrastruktur zu sichern“, wird Stadträtin Andrea Spycher zitiert.

    Die Investitionssumme für den Energieverbund wird von Energie 360° getragen. Nach Angaben des Energieunternehmens könnte das Projekt auch der Start für ein künftiges Fernwärmenetz sein. Energie 360° prüfe derzeit Chancen, weitere nachhaltige Energiequellen zu nutzen mit dem Ziel einer grossflächigen Versorgung mit lokaler Fernwärme.