Schlagwort: Natur

  • Zyklus und Schutz des Naturbaustoffs Holz

    Zyklus und Schutz des Naturbaustoffs Holz

    Holz, Mensch und Natur im Kreislauf
    Der natürliche Kreislauf kennt keine Verschwendung. Abgestorbene Bäume werden von Pilzen, Mikroorganismen und Insekten abgebaut. Wärme und eine Holzfeuchtigkeit über 20% beschleunigen diesen Prozess. Fehlen diese Faktoren, kann der Abbau Jahrhunderte dauern. Ägyptische Grabbeigaben aus Holz haben 3500 Jahre überstanden, ebenso wie viele Holzhäuser in der Schweiz, die Hunderte von Jahren alt sind. Ein Beispiel für ein altes Holzgebäude in Europa ist das 800-jährige Nideröst-Haus aus Schwyz, dessen Kernbau aus dem Jahr 1176 stammt.
    Präventiver Holzschutz
    Um Holz vor Schädlingen und Pilzen zu schützen, ist es entscheidend, die Holzfeuchtigkeit unter 20% zu halten und es trocken zu bewahren. Konstruktiver Holzschutz ermöglicht, dass Holz auch in feuchten Umgebungen verwendet wird, indem es schnell trocknet, nachdem es nass geworden ist. Der Schutz beginnt schon bei der Planung durch Maßnahmen gegen Feuchtigkeitseinflüsse. Vordächer und gut ausgeführte Sockelbereiche schützen effektiv vor Nässe, und präzise Details an Fenstern und Balkonen sind für langfristige Haltbarkeit wesentlich.

    Natürliche Resistenz vs. chemischer Schutz
    Bei einer erhöhten Belastung kann man sich für eine Holzart mit natürlicher Resistenz entscheiden. Das Kernholz, das mit natürlichen Substanzen konserviert wird, ist langlebiger als das Splintholz, das mit Zucker und Nährstoffen angereichert ist. Es gibt transparente bis deckende Schutzanstriche, die besonders bei Aussenbauteilen wie Fenstern erforderlich sind. In geschützten Bereichen und Innenräumen mit einer Holzfeuchte unter 20% ist kein chemischer Holzschutz notwendig. Wenn jedoch die Feuchtigkeitsbelastung die natürliche Resistenz übersteigt und keine konstruktiven Lösungen vorhanden sind, bleibt als letzte Möglichkeit die Verwendung von chemischen Holzschutzmitteln. Heutzutage sind gefärbte Druckimprägnierungen ohne Chrom eine umweltverträgliche Lösung für den chemischen Holzschutz.

    Veränderung der molekularen Struktur
    Die Bearbeitung von Holz zielt darauf ab, die molekulare Struktur des Materials so zu verändern, dass es für Mikroorganismen und Insekten schwerer wird, das Holz abzubauen. Ebenso wird die Wasseraufnahme reduziert. Thermoholz entsteht durch intensives Erhitzen bei Temperaturen zwischen 170°C und 250°C über einen Zeitraum von 24 bis 48 Stunden. Acetyliertes Holz entsteht durch Druckimprägnierung mit Essigsäureanhydrid, während furfuryliertes Holz durch Furfurylalkohol entsteht. Thermoholz riecht nach der Herstellung rauchig, acetyliertes Holz hingegen nach Essigsäure. Modifiziertes Holz weist veränderte statische, optische und hygroskopische Eigenschaften auf.

    Fassaden als Schutzschild
    Die Aussenhülle eines Gebäudes, auch bekannt als Fassade, dient nicht nur zur Dekoration, sondern vor allem zum Schutz. Abhängig von der Lage und Ausrichtung des Gebäudes ist die Fassade verschiedenen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Eine fachgerecht ausgeführte Fassade schützt die Gebäudestruktur vor Schäden durch mechanische Einwirkungen und Feuchtigkeit, leitet Wasser ab und sorgt somit für eine schnelle Trocknung der Holzteile. Hinterlüftete Fassaden fördern zudem das Trocknen der Fassadenverkleidung und der tragenden Konstruktion.

    Prozess der Vorvergrauung
    UV-Strahlung und freie Radikale zersetzen Lignin und Zellulose im Holz, was dazu führt, dass Lignin ausgewaschen wird und helle Zellulose sichtbar bleibt. Auf bewitterten Fassaden bildet sich ein mikroskopischer Film aus grauen Pilzen, die zu ungleichmäßiger Graufärbung führen. Daher werden Fassaden oft vorvergraut, um eine gleichmäßige Graufärbung zu sichern.

    Behandlungen für Holzfassaden
    Vorvergrauende Behandlungen haben sich als effektive Methode erwiesen, um direkt bewitterte Fassaden von Anfang an an die gealterte Farbe anzupassen. Dadurch werden die grossen Farbunterschiede während des Alterungsprozesses von unbehandelten Oberflächen überbrückt. Es gibt verschiedene Varianten von vorvergrauenden Behandlungen mit unterschiedlichen Eigenschaften. An besonders geschützten und stark besonnten Stellen neigen vorvergrauende Behandlungen im Laufe der Zeit dazu, wieder braun zu werden.

    Natürliche Holzfassadenalterung
    In der natürlichen Vorvergrauung werden die Fassadenteile waagerecht in der Sonne platziert und dem Regen ausgesetzt. Spezialisierte Hersteller beschleunigen diesen Vorgang mithilfe von zusätzlichen Enzymen. Dieser Prozess erstreckt sich über ungefähr sechs Monate.

    Von Lasuren bis zu Schwedenfarben
    Die Verwendung von Lasuren gehört zu den halbtransparenten Holzbehandlungen. Wenn sie keine geschlossene Schicht bilden, gelten sie als nicht filmbildend. Zu den deckenden Behandlungen gehören Farben. Lacke sind besonders diffusionsgeschlossen, während Schwedenfarben als besonders diffusionsoffen gelten. Um eine gute Verbindung zwischen der Oberflächenbehandlung und der Holzoberfläche zu gewährleisten, sollte die Applikation mechanisch im Werk erfolgen. Daher eignen sich insbesondere Fassadenschalungen mit sägerauer oder strukturierter Oberfläche. Die Druckimprägnierung mit Farbzusatz zählt ebenfalls zu den halbtransparenten Behandlungen und ist nicht filmbildend. Farblose technische Behandlungen wie zusätzliche Hydrophobierung als Finish, Imprägnierung oder UV-Schutzbehandlung können die Instandhaltungsperioden und die Gebrauchstauglichkeit zusätzlich verlängern.

    Langfristigen Schutz
    Es ist wichtig, gestrichene Holzfassaden regelmässig zu pflegen, um ihre Langlebigkeit zu gewährleisten. Eine Instandhaltungsanleitung vom Fachmann ist dabei äusserst hilfreich. Die Intervalle für die Instandhaltung hängen von verschiedenen Faktoren wie dem verwendeten Produkt, dem Holzschutz, der Lage und der Umgebung ab.

    Vielfalt der Holzhausfassaden
    Nicht jedes Holzhaus offenbart von aussen, ob es tatsächlich aus Holz besteht oder nicht. Im Bereich des Holzbaus sind sämtliche architektonische Gestaltungsformen denkbar. Die Fassaden von Holzbauten können neben Holz auch mit Glas, Metall, verputzten Zementplatten oder verputzten Wärmedämmverbundsystemen verkleidet werden. Materialkombinationen können im Holzbau besonders ästhetisch wirken.

  • Binding Preis für Biodiversität 2023 erhält Ökoquartier in Lausanne

    Binding Preis für Biodiversität 2023 erhält Ökoquartier in Lausanne

    Die Arealentwicklung «Pra Roman» der Genossenschaft Codha und des Vereins «Sur le Pra» hat den Binding Preis für Biodiversität 2023 gewonnen, weil die Überbauung die ökologischen wie sozialen Vernetzungsfunktionen für das Quartier und die Stadt äusserst vorbildhaft übernimmt und das Projekt von Anfang an partizipativ angegangen wurde. Der Preis 2023 war zum Jahresthema «wegweisende Arealentwicklungen» ausgeschrieben worden.

    Lebensräume ökologisch vernetzt
    Die Siedlung «Pra Roman» mit zwölf Mehrfamilienhäusern auf einer Fläche von 22’000 Quadratmetern liegt an der Peripherie von Lausanne. Bei der Arealüberbauung vom Jahr 2020 wurde die Umgebung vorbildlich in die Planung und Erstellung miteinbezogen. So schuf die Preisträgerin etwa wechselfeuchte Wildkorridore mit integrierten Kleinstrukturen für Amphibien und Kleinsäuger und zur Förderung der Wildpflanzen. Dieses Bewusstsein, Verantwortung für die ökologische Vernetzung in einem grösseren System zu übernehmen, ist zentral für die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum.

    Bewohnerschaft in Planung miteinbezogen
    Die Sensibilisierung der Bewohnerschaft zur Biodiversitätsförderung war von Anfang an ein wichtiger Teil des Projektes «Pra Roman». Codha, die Bauherrin und Genossenschaft für gemeinnütziges Wohnen, initiierte zu Beginn der Planungsphase den Verein «Sur le Pra» und entwickelte einen partizipativen Prozess. Zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner trafen sich schon früh zu Bauplatzrundgängen oder Naturbeobachtungen und entwarfen mit hoher Gestaltungsfreiheit in Workshops ihre naturnahen Aussenräume, die sie später eigenständig realisierten. Die Bauherrin unterstützte sie dabei finanziell.

    Gemüsegarten ermöglicht Begegnung und Sensibilisierung
    Eine dieser Grünflächen ist der Gemeinschafts-Gemüsegarten. Hier tauscht man sich aus und lernt die Natur als Lebensgrundlage kennen. Die Kultur der nachhaltigen Lebensweise und Landnutzung zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt «Pra Roman». Die umliegenden Ökosysteme werden beobachtet, in ihrer Vielfalt nachgeahmt und mit dem Siedlungsraum verbunden.

    «Wir sind überzeugt, dass dieses ausgezeichnete Beispiel weitere Immobilienentwickelnde ermutigt, Biodiversität früh mitzudenken und viele Menschen einzubeziehen», sagt Peter Lehmann, Vizepräsident der Jury des Preises.

    Anerkennungspreis geht an das Projekt Areal Bach in St. Gallen
    Neben dem Hauptpreis vergibt die Stiftung für kleinere Areale den mit 25’000 Franken dotierten Anerkennungspreis. Das Areal Bach, eine Zwischennutzung beim Bahnhof St.Fiden in St.Gallen, erhält diesen Preis, weil es eindrücklich das Potenzial der vielen brach liegenden Flächen in den Städten aufzeigt. Der Verein Areal Bach hat mit seinem Durchhaltewillen und Engagement Widerstände überwunden, die Chance gepackt und gemeinsam mit der Bevölkerung die Flächen ökologisch aufgewertet und mit kreativen Ideen belebt. Er hat es geschafft viele Akteure mit ins Boot zu holen, um so ein gemeinschaftlich getragenes, vielfältiges Projekt zu realisieren. Aus einem Unort entstand eine grüne Oase auf Zeit, die die Grundlagen für Biodiversität und Aufenthaltsqualität für die Planung einer zukünftigen Arealentwicklung schaffen kann.

  • Chalet. Sehnsucht, Kitsch und Baukultur

    Chalet. Sehnsucht, Kitsch und Baukultur

    Die Schweiz liebt ihre Chalets. Auch ausländische Reisende verbinden das Wohnen auf Zeit in den Ski- und Wanderferien mit dem Charme des Holzhäuschens. Doch was ist eigentlich ein «Chalet»? Gibt es Eigenschaften, die ein gemütliches Holzhaus zu einem Chalet machen? Ist es das weit ausladende Dach? Sind es die Geranien vor den Fenstern, die geschnitzten Dachbalken? Oder ist das «Chalet» einfach Sinnbild der Sehnsucht nach alpiner Natur und somit eine Erfindung, ein Mythos? Je genauer man das Chalet zu fassen versucht, desto unschärfer werden seine Konturen.

    In der Ausstellung «Chalet. Sehnsucht, Kitsch und Baukultur» (10. März bis 30. Juni 2023) nimmt die Schweizerische Nationalbibliothek mit dem Kooperationspartner Gelbes Haus Flims eine Auslegeordnung vor: augenzwinkernd, informativ und unterhaltsam. Sie nähert sich diesem Schweizer Phänomen über die drei Schwerpunkte Sehnsucht, Kitsch und Baukultur. Sie zeigt, wie das Chalet zum romantischen Sehnsuchtsbild wurde. Sie verfolgt den Weg des «Laubsägeli-Chalet» zum Exportschlager und im Kleinformat zum Souvenir. Sie präsentiert aktuelle Bauten, die frei mit diesem Typ Haus umgehen.

    Eine Annäherung auf spielerische Art
    Die Ausstellung bietet auf spielerische Art eine Annäherung ans Thema Chalet aus verschiedenen Blickwinkeln und via unterschiedliche Medien: Text, Bild, Film, Grafik, Ton, interaktive Stationen und Objekte. Dabei wird einerseits auf Leihgaben zurückgegriffen: von Spielsachen über Modelle bis hin zu Fotografien zeitgenössischer Chaletbauten (z.B. von Gion Caminada) und «falscher Chalets», die eigentlich Bunker sind. Andererseits werden Sammlungsbestände der Nationalbibliothek präsentiert. So werden beispielsweise Werke aus dem Schweizerischen Literaturarchiv (Archiv des Autors Daniel de Roulet, seine Publikation «Un dimanche à la montagne»), aus der Graphischen Sammlung (Kleinmeister, Plakate) und Publikationen zum Thema Chalet aus der Allgemeinen Sammlung gezeigt.

    Letztlich leistet die Ausstellung «Chalet» einen Beitrag dazu, das Phänomen Chalet genauer zu fassen, also Fragen zu beantworten wie: Was macht ein Chalet aus? Warum ist es ein Sinnbild für die Sehnsucht nach der alpinen Natur? Und was bedeutet das in einer Zeit, in der viele (corona-bedingt) aufs Land gezogen sind? Zudem zeigt die Schau, wie das zeitgenössische Chalet aussehen kann und ist somit auch für Architektur- und Designinteressierte aufschlussreich.

    Vielfältiges Begleitprogramm zur inhaltlichen Vertiefung
    Zur Ausstellung hat die Schweizerische Nationalbibliothek einerseits Veranstaltungen für ein breites Publikum vorgesehen: Sowohl an der Berner Museumsnacht vom 17. März 2023 als auch am BiblioWeekend, dem Wochenende der schweizweit offenen Bibliotheken, vom 25./26. März 2023 werden für Gross und Klein Konzerte, Lesungen, Kreativworkshops, eine Silent Disco, Magazinführungen u.v.m. angeboten. Ausserdem führt am 2. Mai 2023 der Kurator durch die Ausstellung. Andererseits setzt die Nationalbibliothek auf die digitale Kulturvermittlung: Im Podcast «Gegensprecher» gehen vier Fachpersonen zusammen mit dem Kurator den einzelnen Ausstellungslinien nach und bringen ihr Wissen und ihre Sicht im Gespräch ein. Zudem werden auf der Website kleinmeister.ch unter dem Titel «Chalets auf allen Bildern» historische Bilder von Schweizer Häusern aus der Graphischen Sammlung der Nationalbibliothek so aufbereitet, dass die Betrachtenden in die frühe Baukultur der Schweiz eintauchen können.

  • Ferien im Baudenkmal in den Naturpärken der Schweiz

    Ferien im Baudenkmal in den Naturpärken der Schweiz

    Die Schweizer Pärke schätzen und achten Natur und Landschaft als Lebensgrundlage. Sie engagieren sich für eine reiche Biodiversität, eine hohe Landschaftsqualität und die Energiewende. Gleichzeitig setzen sie sich für die Erhaltung des kulturellen Erbes ein und entwickeln touristische Angebote, welche die Wertschöpfung in den Regionen erhöhen. Die Stiftung Ferien im Baudenkmal setzt sich für den sinnvollen Fortbestand bestehender Bauten und Kulturlandschaften ein. Mit jedem geretteten Haus sensibilisiert sie ihre Feriengäste für Themen der nachhaltigen Baukultur.

    Die gemeinsamen Werte der Nachhaltigkeit sind der Grund, für die kommunikative Vernetzung der beiden Institutionen. Zurzeit befinden sich 22 Baudenkmäler der Stiftung in zwölf Schweizer Pärken. Dank der gegenseitigen Kommunikation finden sich Feriengäste vor Ort leichter zurecht und können ausgehend von den Baudenkmälern die regionale Baukultur und Natur hautnah erleben.

    Im Rahmen der Kooperation soll das Angebot der Stiftung Ferien im Baudenkmal in den Pärken aktiv erweitert werden. Sanfter Tourismus fördert das Bewusstsein und das Engagement für das kulturelle Erbe.

    Entdecken Sie alle Naturpärke, in denen Sie gleichzeitig auch Ferien im Baudenkmal verbringen können. Während dem Aufenthalt in den Baudenkmälern lassen sich Ausflüge zu allen Sehenswürdigkeiten der Pärke unternehmen. Erleben Sie die landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Schweiz.

  • Klanghaus: Begehbares Instrument mitten in der Natur

    Klanghaus: Begehbares Instrument mitten in der Natur

    Am Schwendisee im Toggenburg wird zwischen geschützten Hochmooren ein magisches neues Gebäude entstehen: Das sogenannte Klanghaus, gebaut als begehbarer Klangkörper aus einheimischem Holz, ähnlich dem Resonanzkörper einer Violine. Es soll ein Haus für den Klang werden, das selber zum Instrument und Resonanzraum wird, mit einer Akustik, die es in dieser Form noch nicht gibt.

    Damit soll es ganz unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und anziehen. Einerseits soll es Musikerinnen und Musiker, Chöre und Orchester für Proben, Kurse und Symposien anziehen. Es soll ein besonderer Ort zum Üben und Singen werden. Andererseits wird es sich zum Ort für Veranstaltungen, Konzerte und Aufführungen entwickeln. Ebenso will es Firmen, Vereinen, Schulen und anderen Organisationen Raum geben für ihre Veranstaltungen und einen attraktiver Anziehungspunkt für Architekturinteressiere und Wanderer darstellen.

    Das Klanghaus soll Herzstück und architektonisches Zentrum des touristischen Gebiets rund um den Schwendisee werden. Dazu der Präsident des Stiftungsrats der Klangwelt Toggenburg: «Ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Klanghauses soll ein funktionierender Betrieb mit einem erfolgreichen kulturellen und touristischen Angebot sichergestellt werden. Dazu gehören infrastrukturelle, organisatorische, ökonomische und inhaltliche Aspekte, die Bedürfnisse unserer Gäste und Anbieter zu einem stimmigen ‹Ökosystem Klangcampus› verbinden.» Die Klangwelt Toggenburg will damit im Toggenburg eine führende Klang- und Resonanzdestination aufbauen.

    Das Klanghaus Toggenburg wurde durch den Architekten Marcel Meili konzipiert, der 2019 verstarb. Die Realisierung des Vorhabens wurde in der Zwischenzeit an die Architektin Astrid Staufer übertragen, welche das Klanghaus im Jahr 2010 in vertraglicher Zusammenarbeit mit Marcel Meili entwickelt hat.

    Da, wo das Klanghaus entstehen wird, steht im Moment noch das ehemalige Hotel Seegüetli. Der Kanton plant, es im kommenden Jahr abzureissen. Aktuell wird die heutige Strasse verlegt. Nach aktuellem Zeitplan soll das Klanghaus im Herbst/Winter 2024 fertig gebaut sein. Im Frühling 2025 wollen der Kanton St. Gallen und die Stiftung Klangwelt Toggenburg den einzigartigen Holzbau gemeinsam eröffnen.

  • Sechs «Höfe» versprechen urbanes und naturnahes Flair in Adliswil

    Sechs «Höfe» versprechen urbanes und naturnahes Flair in Adliswil

    Sechs Gebäude in einer parkähnlichen Umgebung, die naturnahe Namen wie «Libellenhof», «Eulenhof» oder «Froschhof» tragen. Rund 10’000 Quadratmeter Fläche für Gewerbe- und Büroräume und Platz für 331 Mietwohnungen. Energieeffizienter Baustandard. Eine parkähnliche Umgebung, autofreie Zonen, schöne Innenhöfe, Begegnungsorte und Spielplätze. Urbanes Flair durch Bistros, Läden, ein Fitnesscenter, einen Supermarkt, eine Kindertagesstätte und Arztpraxen. Erholung, Lebendigkeit und ein inspirierendes Umfeld. Das alles soll das Quartier Höfe Adliswil sein, wenn es 2024 fertig gebaut ist.

    Die Gebäude Libellenhof und Hummelhof sollen bereits im Jahr 2022 bezugsbereit sein. Der Libellenhof liegt im Westen des Areals. Der L-förmige Baukörper ist das Tor zum Höfe-Quartier. Im Erdgeschoss gibt es einen Supermarkt, eine Kindertagesstätte und weitere Dienstleistungsangebote. In den Obergeschossen stehen Büroflächen und Wohnungen zur Verfügung. Die 56 Wohnungen im Libellenhof haben grosszügige Grundrisse, die Atrium-Wohnungen sind im Loft-Stil gehalten und haben Dachterrassen. Der Hummelhof liegt an der Ostseite des Quartiers. Im Erdgeschoss sind Gewerbeflächen, in den Obergeschossen Büroflächen und 53 Wohnungen geplant.

    Im Laufe des Jahres 2023 soll der Amselhof und direkt daneben der Schwalbenhof bezugsbereit sein. Der Amselhof bildet die südöstliche Begrenzung des Quartiers. Der trapezförmige Baukörper hat einen grossen Innenhof. Im Erdgeschoss sind Gewerbeflächen, in den Obergeschossen Büro-Flächen und 68 Wohnungen geplant. Der Schwalbenhof will Mietende – Doppelverdienende mit oder ohne Kinder, Singles, Expats – ansprechen, die auf der Suche nach exklusiver Wohnqualität sind.

    Bis 2024 sollen der Froschhof und der Eulenhof entstehen. Der Froschhof ist ebenfalls hauptsächlich zum Wohnen gedacht. Der kleinere Eulenhof mit nur 16 Wohnungen bietet Mietenden besonders viel Privatsphäre.

  • Swiss Prime Site Solutions  entwickelt neues Quartier

    Swiss Prime Site Solutions entwickelt neues Quartier

    Swiss Prime Site Solutions entwickelt für die Swiss Prime Anlagestiftung einen neuen „Lebensraum“, wie es in einer Medienmitteilung von Swiss Prime Site Solutions heisst.Der Grundstein für das Projekt Riverside ist am 10. Juli 2020 gelegt worden. Die Entwicklung steht unter dem Motto „Urban leben – von der Natur umgeben“. Gestartet werden die Bauarbeiten im Nordwesten, wo das Areal direkt an der Aare und am nächsten bei der Stadt Solothurn liegt. Von dort aus entwickelt sich das neue Quartier in weiteren Bauetappen nach Süden und Osten.

    „Wer im Riverside lebt und arbeitet, hat dort neben einer schicken Wohnung oder einem modernen Arbeitsplatz mit zeitgemässer Infrastruktur auch ein facettenreiches Quartier inklusive Naherholung an der Aare, das höchsten Ansprüchen gerecht wird“, erklärt  Anastasius Tschopp, CEO Swiss Prime Site Solutions. Er spricht von einem „Leuchtturmprojekt für unsere Mandantin Swiss Prime Anlagestiftung (SPA) und gleichzeitig bedeutend für die ganze Region Solothurn“.

    Zunächst sollen 140 Mietwohnungen direkt am Uferweg der Aare gebaut werden. Die ersten Mieterinnen und Mieter sollen im Winter 2021 einziehen können. Kapitalgeber und gleichzeitig Investoren der SPA sind über 280 Schweizer Pensionskassen. „Für die SPA führen wir derzeit die sechste Emission durch“, so Tschopp. Die Zeichnungsfrist dauert noch bis zum 22. Juli 2020. Das Entwicklungsprogramm des Kunden SPA belaufe sich aktuell auf rund 600 Millionen Franken und umfasst schweizweit Projekte und Immobilien.

  • Wenn sich Architektur mit der Natur verbindet

    Wenn sich Architektur mit der Natur verbindet

    Die Gemeinde Vitznau wird nicht umsonst «Luzerner Riviera» genannt: Liegt sie doch direkt am Ufer des Vierwaldstättersees und am Südfuss der Rigi. Sie ist gut geschützt, so dass hier problemlos Palmen und Wein gedeihen. Neu besitzt Vitznau mit der vier Villen umfassenden Siedlung «Dryade» auch ein besonderes architektonisches Werk, welches die Schweizer Architektin Ivana Calovic-Putincanin, Inhaberin von LakeSideDevelopment AG, erschaffen hat.

    In der griechischen Mythologie sind Dryaden die Baumnymphen. Und so stehen die vier Bauten wie die griechischen Naturwesen im direkten Dialog mit ihrer Umwelt und dazu noch an unverbaubarer Südlage mit Seeblick am Ende einer privaten Strasse. Ohne erkennbare Grenzen, einem Dach oder einem Sockel verbinden sich die Häuser mit dem Hang und setzen sich mit ihrer weissen Farbe dennoch von der Natur ab. Die 56-jährige Architektin ist bekannt für extravagante Bauten, die sich wie selbstverständlich ins Gelände einfügen.

    Eine Garage wie ein Ballsaal
    Die schönste und grösste der vier Villen ist die Villa Orea mit 7½ Zimmern und einer Wohnfläche von 404 Quadratmetern: Hier spielt die Architektur mit dem Licht, das sich im See spiegelt, und dem Grün der umliegenden Natur. Dank klaren Linien und akribischer Perfektion verschmilzt die Naturkulisse mit der Architektur. Die Villa Orea strahlt auf einer Grundstückfläche von 630 Quadratmetern Ruhe und Eleganz aus.

    Bereits die Garageneinfahrt ist aussergewöhnlich: Die Kronleuchter, die von der hohen Betondecke hängen, und die goldene Rückwand geben einem das Gefühl, als würde man direkt in einen Ballsaal fahren. Zur Villa Orea gehört eine Garage mit drei Abstellplätzen. Betritt man das Haus von aussen, führt der Weg über eine Steinbrücke. Die Eingangshalle ist knapp 5 Meter hoch und mit einem 8,5 Meter langem beleuchteten Aquarium ausgestattet. Heller Kalkstein und Einbauten aus dunklem Wenge-Holz ziehen sich durch alle drei Stockwerke.
    Im 1. Stock erwarten einem auf 150 Quadratmeter Ganzglasfenster, seitliche Terrassen sowie eine moderne Küche mit einer grosszügig ausgestatteten Hausbar. Von der Küche aus hat man den gesamten Raum im Blick. Bei Nichtgebrauch verschliessen sich Hausbar, Küchengeräte und Arbeitsflächen hinter raumhohen Wenge-Türen. Schaut man in die Ferne, sieht man weit über den Vierwaldstättersee auf den Bürgenstock und den Pilatus.

    Rahmenlose Fenster, Dampfbad und Teppanyaki
    Zwei Treppen führen in das nächste Geschoss: Hier befinden sich die privaten Räumlichkeiten. Drei Zimmer sind gegen die Abendsonne ausgerichtet. Die Master-Suite befindet sich an der prominentesten Lage ganz vorne Richtung See. Zur Suite gehört ein Ankleidezimmer, eine Wellness-Dusche mit Lichttherapie sowie ein Bad mit Armaturen aus Edelstahl und mit einer in die Fensterbank eingelassenen Corian-Badewanne mit Weitsicht. Eine Treppe führt von hier aus direkt zum Dampfbad und auf die Dachterrasse.

    Die Dachterrasse ist dann auch das Herzstück der Villa Orea: Steinwege führen durch den 230 Quadratmeter grossen, begrünten Garten. Vorne überblickt man die Siedlung, das Park-Hotel, den See und die Berge. In der Mitte findet man die Aussenküche samt Gasgrill und Teppanyaki sowie einen erhöhten Wellnessbereich mit Swimmingpool inklusive Gegenstromanlage, Whirlpool und Aussendusche mit Blick auf den Rigi-Südfuss und den Parkwald.

    Die Villa ist barrierefrei und verfügt über einen internen Lift, eine Alarmanlage, Bodenheizung und Kühlung. Eine kontrollierte Lüftung, die zentrale Staubsaugeranlage sowie ein Wäscheabwurf und viele weitere Extras sorgen für maximalen Wohnkomfort. Der öffentliche Verkehr ist 450 Meter entfernt. Geschäfte, Kindergarten und Grundschule befinden sich im Umkreis von 1100 Metern. ■